|
Startseite
· Ruhrgebiet allgemein
Bochum
· Botanischer Garten
· Kemnader See
· Ölbachteiche
· Ümminger See
Bottrop
· Tetraeder
Dortmund
· Zeche Zollern
Duisburg
· Rheinaue Walsum
· Sommer
· Winter
Essen
· Baldeneysee
· Gleispark Frintrop
· Halde Schurenbach
· NSG Heisinger Bogen
· NSG Heisinger Ruhraue
· Sommer
· Sommerhochwasser
· Herbst und Winter
· NSG Oefter Tal
· Schellenberger Wald mit NSG Hülsenhaine
· Welterbe Zollverein
Gelsenkirchen
· Halde Rheinelbe
Hattingen
· Altstadt und Ruhr
· Winzer Bogen und Isenburg
Mülheim
· Kocks Loch
· Saarner Aue bis Innenstadt
Oberhausen
· Gasometer
· Literatur & Linktipps
Die Natur
· Amphibien & Reptilien
· Insekten
· Käfer und Wanzen
· Libellen
· Säugetiere
· Schmetterlinge und Falter
· Sonstige Tiere
· Spinnentiere
· Vögel
· Teil 1
· Teil 2
· Teil 3
· Teil 4
|
Die Natur im
Ruhrgebiet: Insekten
Unter
den Tieren des Ruhrgebiets sind die Insekten diejenigen, die man
besonders leicht fotografieren kann, weil man ihnen praktisch überall
begegnet. Die Artenvielfalt ist enorm, weil selbst in kleinen
städtischen Gärten Insekten vorkommen. In diesem Kapitel werden die
Tiere innerhalb ihrer Familien und sonstiger Zusammenfassungen
hinsichtlich ihrer deutschen Namen in alphabetischer Reihenfolge
vorgestellt. Allerdings ist dabei zu beachten, dass die
Libellen, die
Käfer und
Wanzen sowie die
Schmetterlinge und Falter jeweils in einem separaten Kapitel
präsentiert werden. Foto rechts:
Rhododendronzikaden (Graphocephala fennahi)
Die auf dieser Seite gezeigten Insektenarten habe ich nach bestem Wissen
und Gewissen mit Hilfe diverser Webseiten und Bestimmungsbücher bestimmt.
Irrtümer sind freilich nicht ausgeschlossen. Sollte Ihnen ein Fehler
auffallen oder sollten Sie eine der bisher nicht bestimmten
Spezies benennen können, so würde ich mich über eine Nachricht per
E-Mail freuen.
Bienen
· Löcherbiene (Daisy Carpenter Bee, Heriades truncorum)
· Westliche Honigbiene (Western Honey Bee, Apis mellifera)
Hummeln
· Ackerhummel (Common Carder Bumblebee, Bombus pascuorum)
· Angebundene Kuckuckshummel (Gypsy Cuckoo Bumblebee, Bombus bohemicus)
· Baumhummel (Tree Bumblebee, Bombus hypnorum)
· Steinhummel (Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)
Wespen
· Blattwespe (Sawfly, Rhogogaster sp.)
· Grabwespe (Solitary Wasp, Ectemnius sp.)
· Hornisse (European Hornet, Vespa crabro)
· Schlupfwespe (Parasitic Wasp, Ichneumon stramentarius)
Fliegen und Köcherfliegen
· Breitflügelige Raupenfliege (Tachinid Fly, Ectophasia crassipennis)
· Gemeine Skorpionsfliege (Scorpionfly, Panorpa vulgaris)
· Gewöhnliche Skorpionsfliege (Scorpionfly, Panorpa communis)
· Graue Fleischfliege (Flesh Fly, Sarcophaga carnaria)
· Halmfliege (Yellow Swarming Fly, Thaumatomyia notata)
· Köcherfliege (Caddis Fly, Mystacides sp.)
· Raubfliege (Robber Fly, Tolmerus sp.)
Kurz- und Langfühlerschrecken
· Blauflügelige Sandschrecke (Slender Blue-winged Grasshopper,
Sphingonotus caerulans)
· Gewöhnliche Strauchschrecke (Dark Bush-cricket, Pholidoptera griseoaptera)
· Grünes Heupferd (Great Green Bush-cricket, Tettigonia viridissima)
· Nachtigall-Grashüpfer (Bow-winged Grasshopper, Chorthippus biguttulus)
· Punktierte Zartschrecke (Speckled Bush Cricket, Leptophyes punctatissima)
· Roesels Beißschrecke (Roesel's Bush-Cricket, Metrioptera roeseli)
Schwebfliegen
· Gemeine Stiftschwebfliege (Hoverfly, Sphaerophoria scripta)
· Hainschwebfliege (Marmalade Hoverfly, Episyrphus balteatus)
Zikaden
· Binsenschmuckzikade (Green Leaf-hopper, Cicadella viridis)
· Gemeine Blutzikade (Froghopper, Cercopis vulnerata)
· Rhododendronzikade (Rhododendron Hopper, Graphocephala fennahi)
Weitere Insekten
· Gemeine Florfliege (Green Lacewing, Chrysoperla carnea s.l.)
· Gemeiner Ohrwurm (Earwig, Forficula auricularia)
· Wiesenschnake (Common Crane-fly, Tipula paludosa)
Zum Seitenanfang ↑
Bienen
Löcherbiene (Daisy Carpenter Bee, Heriades truncorum)
Mit
ihrer Körpergröße von sechs bis acht Millimeter gehören die Löcherbienen
zu den eher kleinen Insekten und man kann sie leicht übersehen. Diese
Tiere benötigen Totholz oder alternative Hölzer wie etwa Holzzäune, um
darin nisten zu können. Sie suchen gern nach Holz, das bereits von
Käfern mit Fraßlöchern und -gängen versehen worden ist. Weil sie sehr
wärmeliebend sind, kann man die Löcherbienen der Art Heriades
truncorum in der Natur meist nicht vor Mitte Juni
beobachten, sie fliegen etwa bis September. Foto: 05.08.2007,
Oberhausen
Westliche Honigbiene (Western Honey Bee, Apis mellifera)
Eine
häufig anzutreffende Vertreterin aus der Gattung der Honigbienen (Apis)
ist in Deutschland die Westliche Honigbiene. Sie kommt in Europa, Afrika
und im Nahen Osten vor, es existieren 25 Unterarten, die als
Bienenrassen bezeichnet werden. Für die Imkerei ist die Westliche
Honigbiene wichtig, sie liefert den begehrten Honig. Königinnen dieser
Bienenart sind 15 bis 18 Millimeter lang, Drohnen messen 13 bis 16
Millimeter und Arbeiterinnen weisen eine Körperlänge von elf bis 13
Millimeter auf. Im warmen Sommerhalbjahr sind die Westlichen Honigbienen
in der Natur häufig auf allerlei Blüten anzutreffen. Foto: 08.07.2007, Essen-Heisingen
Hummeln
Ackerhummel (Common Carder Bumblebee, Bombus pascuorum)
Rund 15 Millimeter sind die Arbeiterinnen der Ackerhummel lang. Die
Tiere tragen am Kopf und am Brustrücken einen rötlich-braunen Pelz. Der
Hinterleib ist dunkel gefärbt und mit gelblichem bis cremefarbenem Pelz
bedeckt. Die Beine dieser Insekten sind dunkel gefärbt. Nektar bildet
die Nahrung der kleinen Hummeln. Arbeiterinnen sind in der Zeit von Ende
April bis Oktober in der Natur anzutreffen, Königinnen fliegen Anfang
April bis Mitte Mai, Jungköniginnen sind von Mitte August bis Oktober
draußen zu finden. In manchen Literaturquellen wird die Ackerhummel auch
als Bombus pascuorum floralis bezeichnet. Foto: 13.05.2007, Essen-Borbeck
Zum Seitenanfang ↑
Angebundene Kuckuckshummel (Gypsy Cuckoo Bumblebee, Bombus bohemicus)
In der Zeit von etwa Mitte April bis Mitte August kann
in der deutschen Natur die Angebundene Kuckuckshummel beobachtet werden.
Weibliche Individuen dieser Hummelart erreichen eine Körperlänge von 23
bis 25 Millimeter, Männchen werden nur 18 bis 18 Millimeter lang. Um
sich möglichst erfolgreich in den Nestern ihrer bevorzugten Wirtsart
einnisten zu können, sieht die Angebundene Kuckuckshummel der Hellen
Erdhummel (Bombus lucorum) recht ähnlich. Das heißt, sie tragen eine gelbe Querbinde im
Brustbereich und einen weißlich gefärbten Hinterleib. Teile des
Hinterleibs sind zudem gelblich gefärbt. Außerdem sind die Flügel der
Angebundenen Kuckuckshummel im Vergleich zu denen ihrer Wirtsart recht
dunkel. Foto: 02.07.2007, Essen-Schönebeck
Baumhummel (Tree Bumblebee, Bombus hypnorum)
Baumhummeln
sind an ihrem typischen Äußeren zu erkennen: Ihr Brustbereich (Thorax)
trägt orangebraune bis schwarze Haare und das Ende des Hinterleibs ist
weiß behaart. Königinnen dieser oberirdisch nistenden Hummelart
erreichen eine Körperlänge von 17 bis 20 Millimeter, Arbeiterinnen sind
acht bis 18 Millimeter lang und Drohnen (Männchen) werden 14 bis 16
Millimeter groß. Lebensräume, in denen man Baumhummeln beobachten kann,
sind Parks, Gärten und lichte Wälder. Diese Hummeln sind im Ruhrgebiet
nicht selten. Foto: 02.06.2007, Essen-Altendorf
Steinhummel (Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)
Arbeiterinnen der Steinhummel erreichen eine Körperlänge von zwölf bis
16 Millimeter, Drohnen werden zwischen 14 und 16 Millimeter groß und 20
bis 22 Millimeter Körperlänge weisen Königinnen dieser Hummelart auf.
Der Körper der weiblichen Steinhummeln ist weitestgehend schwarz
gefärbt, der Hinterleib ist braunrot gefärbt. Männliche Tiere sind an
einer gelben Binde auf der Brust zu erkennen. Der deutsche Name der Art
rührt daher, dass die Tiere ihre Nester gern unter Steinhaufen oder
Mauern bauen. Nektar bildet die Nahrung der Steinhummeln, besonders gern
mögen sie den süßen Pflanzensaft von Taubnesseln und diversen Kleearten.
Arbeiterinnen fliegen in der Natur in der Zeit von Ende April bis Ende
September. Die Steinhummel ist das "Insekt
des Jahres 2005" gewesen.
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 11.06.2007,
Essen-Schönebeck |
|
Foto: 11.06.2007,
Essen-Schönebeck |
|
Zum Seitenanfang ↑
Bisher unbestimmte Hummelart
| |
 |
|
|
|
| |
Unbestimmte Hummelart Nr. 1,
Foto: 21.06.2007, Essen-Schönebeck |
|
|
|
Wespen
Blattwespe (Sawfly, Rhogogaster sp.)
In
Deutschland kommen mehrere verschiedene Arten von Blattwespen aus der
Gattung Rhogogaster vor. Die Larven dieser Tiere ernähren sich von
Blättern, woher der Name der Tiere rührt. Weil die meisten erwachsenen
Blattwespen einander sehr ähnlich sehen, kann man sie nur an einigen
wenigen Merkmalen unterscheiden. Laien ist dies selten möglich, Experten
können die Tiere oft ebenfalls nicht anhand von Fotos bestimmen, weil
winzige Details betrachtet werden müssen (oft mit der Lupe). Das in
diesem Absatz gezeigte Tier ist etwa zwölf Millimeter lang gewesen.
Falls Sie bei der Bestimmung helfen können, würde ich mich über eine
Nachricht per
E-Mail
sehr freuen. Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck
Grabwespe (Solitary Wasp, Ectemnius sp.)
Die
meisten Grabwespenarten sind circa zehn bis zwölf Millimeter lang. Ihre
Körper sind schwarz gefärbt und tragen gelbe Bänder, deren Breite und
Anordnung stark variieren kann. Auch die Beine einiger Spezies sind
überwiegend gelb gefärbt. In Siedlungsbereichen, an Waldrändern und auf
Flächen mit zerstörter Vegetation, zum Beispiel nach massivem
Brombeerheckenschnitt oder Kahlschlag, kann man diese Tiere antreffen.
Etwa von Mai bis September fliegen Grabwespen in zwei Generationen. Um
ihre Nester zu bauen, benötigen die Tiere entweder Totholz oder
entsprechend große Pflanzenstängel. Mit den starken Mandibeln, wie die
Mundwerkzeuge der Wespen genannt werden, graben die Weibchen ihre Nester
in das Pflanzenmaterial und legen darin bis zu zehn Zellen an. In diese
Zellen bringen sie Fliegen, die sie zuvor gefangen haben, und legen dann
ihre Eier dort ab. Jeder schlüpfenden Larve stehen in ihrer Zelle
mindestens sechs Fliegen als Nahrung zur Verfügung. Falls Sie bei der
Bestimmung helfen können, würde ich mich über eine Nachricht per
E-Mail
sehr freuen. Foto: 02.09.2007, Essen-Schönebeck
Zum Seitenanfang ↑
Hornisse (European Hornet, Vespa crabro)
Zur
Familie der sogenannten Faltenwespen (Vespidae) gehört unter anderem die
Hornisse. Sie ist die größte in Mitteleuropa heimische Art innerhalb
dieser Familie. Hornissen-Königinnen bringen es auf eine Körperlänge von
bis zu 35 Millimeter, die Arbeiterinnen sind zwischen 18 und 25
Millimeter lang und die Drohnen (Männchen) können zwischen 21 und 28
Millimeter groß werden. Im Frühjahr schwärmen die Königinnen einzeln
aus, um einen einjährigen Staat zu gründen. Hierfür fertigt die Königin
aus einer papierartigen Masse, die aus zerkleinertem Holz besteht, die
erste Wabe und erste Teile einer Schutzhülle an. Dort hinein legt sie
befruchtete Eier, aus denen sich Larven entwickeln. Sie füttert die
Larven bis zu deren Verpuppung mit Insekten. Nach der Verpuppung
schlüpfen dann die Arbeiterinnen, die fortan alle Arbeiten übernehmen.
Im Herbst setzt sich der Entwicklungszyklus der Hornissen fort, wenn
weitere Königinnen und Drohnen schlüpfen. Wird eine junge Königin
begattet, überwintert sie. Der Rest des Hornissenvolkes stirbt
spätestens beim ersten Nachtfrost. Foto: 14.04.2007, Essen Zentrum
Schlupfwespe (Parasitic Wasp, Ichneumon stramentarius)
Die Schlupfwespe Ichneumon stramentarius erreicht eine
Körperlänge von 14 bis 18 Millimeter. Aufgrund ihrer auffälligen Färbung
fällt sie in der Natur leicht auf. Teile des Rumpfes sind rötlichbraun
gefärbt, der Hinterleib ist im vorderen Bereich gelblichrot, und hinten
dunkelbraun mit hellen Flecken an seiner Spitze. Außerdem befindet sich
mittig auf der Körperoberseite ein heller Bereich. Die Beine sind
rötlichbraun gefärbt und die Fühler dunkel, sie tragen in der Mitte je
einen hellen Abschnitt. Auf der Suche nach Beutetieren sind diese
Schlupfwespen meist recht flink zu Fuß unterwegs. Sie jagen zum Beispiel
Raupen von Schmetterlingen. Foto: 12.07.2007, Essen-Heisingen
Unbestimmte Wespenarten
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Wespenart Nr. 1,
Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck |
|
Unbestimmte Blattwespenlarve Nr. 1,
Foto: 05.06.2007, Essen-Schönebeck |
|
| |
 |
|
|
|
| |
Unbestimmte Wespenart Nr. 2,
Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck |
|
|
|
Zum Seitenanfang ↑
Fliegen und Köcherfliegen
Breitflügelige Raupenfliege (Tachinid Fly, Ectophasia crassipennis)
Im kontinentalen Mitteleuropa ist die Breitflügelige
Raupenfliege heimisch. Männchen und Weibchen dieser Fliegenart
unterscheiden sich in ihrem Aussehen. Während die Männchen auf den
Flügeln einige dunkle Flecken tragen, siehe Fotos unten, haben die
Weibchen überwiegend durchscheinende Flügel. Kennzeichnend für die Art
ist der von oben betrachtet breit und rund wirkende Hinterleib mit dem
senkrechten, dunklen Streifen auf geblich-bräunlichem Grund. Schaut man
die Tiere von der Seite an, wirken sie recht flach. Die Körperlänge der
Breitflügeligen Raupenfliege beträgt mehr als einen Zentimeter. Leider
ist über die Biologie dieser Fliegenart sehr wenig bekannt. Foto:
27.08.2007, Essen-Kettwig
| |
 |
|
 |
|
| |
Männchen,
Foto: 27.08.2007,
Essen-Kettwig |
|
Männchen,
Foto: 27.08.2007,
Essen-Kettwig |
|
Gemeine Skorpionsfliege (Scorpionfly, Panorpa vulgaris)
Die in Deutschland vorkommenden Skorpionsfliegenarten
sehen sich alle vergleichsweise ähnlich. Doch es gibt einige
Unterscheidungsmerkmale, die bei genauem Betrachten auffallen. Typisch
für die Gemeine Skorpionsfliege ist, dass ihre schwarzen Flecken auf den
Flügeln im unteren Drittel keinen durchgehenden Balken bilden, wie es
bei Panorpa communis der Fall ist. Die Art Panorpa
germanica hat kleinere Flecken auf den Flügeln als Panorpa
vulgaris. Der Körper der Gemeinen Skorpionsfliege ist bis zu 20
Millimeter lang, die Flügelspannweite beträgt maximal 35 Millimeter.
Gelb und schwarz sind die Farben, die die Tiere am Körper tragen, der
Hinterleib ist rötlich gefärbt. Bei weiblichen Individuen endet der
Hinterleib spitz, die Männchen weisen an ihrem Hinterkörper ein
Begattungsorgan, das in seinem Aussehen an den Schwanz eines Skorpions
erinnert, woher die Fliegengattung ihren Namen hat. Foto: 13.05.2007, Essen-Borbeck
Gewöhnliche Skorpionsfliege (Scorpionfly, Panorpa communis)
Die
Gewöhnliche Skorpionsfliege ist daran zu erkennen, dass die dunklen
Flecken auf ihren Flügeln im unteren Drittel einen breiten Balken
bilden. Bei der ähnlich aussehenden Panorpa vulgaris befinden
sich zwischen den Flecken, die bei der Gewöhnlichen Skorpionsfliege den
Balken bilden, kleine durchscheinende Zwischenräume. Und Panorpa
germanica hat insgesamt sehr viel kleinere Flecken als die beiden
anderen Arten. Etwa 20 Millimeter kann der Körper der Gewöhnlichen
Skorpionsfliege lang werden, ihre Flügelspannweite beläuft sich auf
maximal 35 Millimeter. Der Körper ist gelb und schwarz gefärbt, der
Hinterleib weist einen rötlichen Farbton auf. Weibliche Tiere haben
einen spitz zulaufenden Hinterleib, die Männchen tragen am hinteren Ende
ein Begattungsorgan, das in seinem Aussehen an den Schwanz eines
Skorpions erinnert. Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck
Zum Seitenanfang ↑
Graue Fleischfliege (Flesh Fly, Sarcophaga carnaria)
Im
Unterschied zu vielen anderen Fliegenarten sind Graue Fleischfliegen
alles andere als scheu. Sie lassen sich sehr leicht beobachten, weil sie
sich häufig in der Nähe des Menschen aufhalten. Ihre Körperlänge kann
zwischen 13 und 18 Millimeter betragen. Die Tiere haben eine Körperlänge
von 13 bis 18 Millimeter. Sie sind hellgrau gefärbt. Auf dem
Brustbereich (Thorax) tragen sie dunkelgraue Längsstreifen. Der
Hinterleib ist mit einem schachbrettähnlichen Muster bedeckt, das aus
hell- und dunkelgrauen Bereichen besteht. Zwischen April und Oktober
können erwachsene Exemplare dieser Fliegenart in freier Natur
angetroffen werden. Foto: 11.06.2007, Essen-Schönebeck
Halmfliege (Yellow Swarming Fly, Thaumatomyia notata)
Mit
ihrer Körperlänge von nur zwei Millimeter ist die Halmfliege ein eher
unauffälliges Geschöpf, das von vielen Menschen nicht wahrgenommen wird.
Einzig ihre leuchtend gelbe Färbung könnte die Blicke auf sich ziehen.
Auf dem Körper tragen die kleinen Fliegen eine schwarze Zeichnung, die
aus nebeneinander verlaufenden Linien besteht. Die seitlich am Kopf
liegenden Augen schimmern je nach Lichteinfall in unterschiedlichen
Farben von rötlich bis grünlich. In der Ruhestellung reichen die
durchsichtigen Flügel über das Ende des Hinterleibes hinaus. Anzutreffen
ist die Halmfliege vor allem in der Nähe von Wiesen. Oft tauchen gleich
mehrere Exemplare gemeinsam an einem Futterplatz auf, siehe Abbildung in
diesem Absatz. Foto: 07.07.2007, Essen-Schönebeck
Köcherfliege (Caddis Fly, Mystacides sp.)
Aus der Familie der Langfühler-Köcherfliegen kommen in
Deutschland zwei sehr ähnlich aussehende Arten vor: Mystacides nigra
und Mystacides azureus. Sie lassen sich mit dem bloßen Auge
nicht unterscheiden, nur durch eine mikroskopische Untersuchung der
Fortpflanzungsorgane ist eine Artbestimmung möglich. Die nebenstehende
Abbildung zeigt eine der beiden Arten. Zwischen 14 und 20 Millimeter
beträgt die Körperlänge von Mystacides sp.; die schwarz und
hell geringelten Antennen sind deutlich länger als der Körper, sie sind
etwa doppelt so lang wie die Vorderflügel. Metallisch schwarz mit
leichtem Blauschimmer sind die Vorderflügel gefärbt. Auffällig ist bei
den Tieren außerdem, dass die Kiefertaster dicht schwarz behaart sind.
An den Ufern von Seen und Flüssen kommen diese Köcherfliegen vor, die
Flugzeit erwachsener Exemplare dauert von Mai bis September. Larven
dieser Köcherfliegenarten entwickeln sich im Wasser. Foto:
25.07.2007, Essen-Heisingen
Zum Seitenanfang ↑
Raubfliege (Robber Fly, Tolmerus sp.)
In
aller Welt kommen mehr als 7.000 verschiedene Arten von Raubfliegen vor,
sie teilen sich in über 350 Gattungen auf. Zu dieser sehr großen Gruppe
der Insekten gehören auch die Raubfliegen der Gattung Tolmerus.
Das rechts gezeigte Tier ist ein Weibchen, wie mir der
Raubfliegen-Experte
Danny Wolf mitteilte. Die Körperlänge betrug bei diesem Insekt circa
zwei Zentimeter, die großen kugelförmigen Facettenaugen waren besonders
auffällig. Offene Landschaften, Lichtungen und Areale mit höheren
Temperaturen bilden den bevorzugten Lebensraum der Raubfliegen. Dort
erbeuten sie andere Insekten, von denen sie sich hauptsächlich ernähren.
Foto: 11.08.2007, Essen-Frintrop
Unbestimmte Fliegenarten
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Fliegenart Nr. 1,
Foto:
25.05.2007, Essen-Schönebeck |
|
Unbestimmte Fliegenart Nr. 2,
Foto: 02.06.2007, Essen-Altendorf |
|
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Fliegenart Nr. 3
Foto: 25.05.2007, Essen-Schönebeck |
|
Unbestimmte Fliegenart Nr. 4,
Foto: 21.06.2007, Essen-Schönebeck |
|
Zum Seitenanfang ↑
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Fliegenart Nr. 5,
Foto: 01.07.2007,
Essen-Schönebeck |
|
Unbestimmte Fliegenart Nr. 6,
Foto: 05.06.2007, Essen-Schönebeck |
|
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Fliegenart Nr. 7,
Foto: 25.07.2007,
Essen-Heisingen |
|
Unbestimmte Köcherfliegenart Nr. 1,
Foto:
15.07.2007, Hattingen |
|
Kurz- und Langfühlerschrecken
Blauflügelige Sandschrecke (Slender Blue-winged Grasshopper, Sphingonotus caerulans)
In
warmen und trockenen Lebensräumen wie beispielsweise Brachen oder
Sanddünen ist die Blauflügelige Sandschrecke heimisch. Die aus der
Familie der Feldheuschrecken (Acrididae) stammenden Tiere sind
überwiegend grau gefärbt und tragen ein individuell unterschiedlich
stark ausgeprägtes schwarzes Fleckenmuster. Ein wichtiges
Erkennungsmerkmal sind ihre hellblauen, transparenten Hinterflügel.
Männchen erreichen eine Körperlänge von 14 bis 26 Millimeter, Weibchen
werde 20 bis 30 Millimeter lang. Misst man die Flügel mit, können
Weibchen sogar bis zu 40 Millimeter lang sein. Blauflügelige
Sandschrecken sind dafür bekannt, dass sie auch auf Bahnstrecken
vorkommt, was auch für die in diesem Absatz gezeigten Individuen gilt.
Die Fotos sind allesamt auf einer stillgelegten Güterbahnstrecke
entstanden. In Deutschland ist die Blauflügelige Sandschrecke selten
geworden, sie ist in der Roten Liste in der Kategorie 2 aufgeführt, was
bedeutet, dass die Spezies als stark gefährdet gilt. Dieser Status
könnte sich ändern, wenn die Ausbreitung der Art auf Bahngleisanlagen
bei einer zukünftigen Einschätzung Berücksichtigung findet. Hier geht es zu einer kurzen Videosequenz, die
eine Blauflügelige Sandschrecke in ihrer natürlichen Umgebung zeigt:
bitte hier klicken (avi mit
DivX-Kompression, 722 kB). Foto: 11.08.2007, Essen-Frintrop
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 11.08.2007,
Essen-Frintrop |
|
Foto: 11.08.2007,
Essen-Frintrop |
|
Zum Seitenanfang ↑
Gewöhnliche Strauchschrecke (Dark Bush-cricket, Pholidoptera griseoaptera)
Zwischen
13 und 18 Millimeter ist die Gewöhnliche Strauchschrecke lang. Diese
Tierart gehört zur Familie der Laubheuschrecken. Relativ dunkel und
leicht bräunlich ist die Körperfärbung. Nur die Männchen haben Flügel,
diese sind allerdings recht kurz, siehe Foto rechts. Das
Erkennungsmerkmal der Weibchen ist der Legesäbel, der sich am Hinterleib
befindet. Gewöhnliche Strauchschrecken sind im Ruhrgebiet von Juli bis
Oktober vergleichsweise häufig zu finden. Sie halten sich am liebsten in
Sträuchern und Gestrüppen sowie an Wegesrändern und in naturnahen Wiesen
sowie auf Lichtungen auf. Foto: 12.07.2007, Essen-Heisingen
Grünes Heupferd (Great Green Bush-cricket, Tettigonia viridissima)
Mit
ihrer Körperlänge von bis zu 36 Millimeter (Männchen) und maximal 42
Millimeter (Weibchen) gehören die Grünen Heupferde zu den größten
Heuschreckenarten Mitteleuropas. Die Tiere sind überwiegend hellgrün
gefärbt, lediglich am Rücken ist eine hellbraune Zeichnung vorhanden.
Weibchen sind leicht an ihrem säbelförmigen Legebohrer zu erkennen, der
leicht nach oben gebogen ist und in etwa bis zur Spitze der Flügel
reicht. Von etwa Mitte Juli an, in heißen Jahren auch ein wenig früher,
bis in den November hinein kann man erwachsene Grüne Heupferde
beobachten. Gärten, Kulturflächen, Weiden und auch Trockenrasen bilden
die Heimat dieser Tiere. Sie ernähren sich von kleinen Insekten. Wenn
sie fliegen, ist ein lautes, raschelndes Geräusch zu hören. Die Tierart
wird in einigen Literaturquellen auch als Großes Heupferd bezeichnet.
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 01.08.2007,
Essen-Heisingen |
|
Foto: 01.08.2007,
Essen-Heisingen |
|
Nachtigall-Grashüpfer (Bow-winged Grasshopper, Chorthippus biguttulus)
Der Nachtigall-Grashüpfer gehört zur Familie der
Kurzfühlerschrecken und erreicht eine Körperlänge von 20 bis 25
Millimeter; letzteres gilt für die Weibchen, die Männchen sind deutlich
kleiner. Häufig sind die Tiere auf der Körperoberseite graubraun
gefärbt, darauf befindet sich eine variable Fleckung. Doch es kommen
auch grünliche, rötliche oder rosa gefärbte Nachtigall-Grashüpfer vor,
siehe Abbildungen unter diesem Absatz. Die Tiere können teilweise oder sogar
komplett grünlich oder rötlich gefärbt sein. Trockene, warme Lebensräume
werden von dieser Spezies bevorzugt, sie kommen jedoch ebenso an
feuchten Standorten mitunter vor.
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 18.08.2007,
Gelsenkirchen-Ückendorf |
|
Foto: 18.08.2007,
Gelsenkirchen-Ückendorf |
|
Zum Seitenanfang ↑
Punktierte Zartschrecke (Speckled Bush Cricket, Leptophyes punctatissima)
Zur Familie der Laubheuschrecken (Tettigoniidae)
gehört die Punktierte Zartschrecke. Diese Tiere erreichen eine
Rumpflänge von 10 bis 15 Millimeter und haben eine grünliche
Grundfärbung. Bei erwachsenen Tieren ist der Körper recht kräftig und
sattelförmig. Je nach Individuum ist die gelbe Längszeichnung mehr oder
weniger stark ausgeprägt. Sehr kurz sind die Flügel dieser Tiere,
insbesondere bei den weiblichen Tieren. Am Hinterleib der weiblichen
Tiere befindet sich der sogenannte Legesäbel. Er ist sichelartig und
leicht nach oben gekrümmt. Junge Punktierte Zartschrecken sind grün
gefärbt und tragen auf dem Körper und auf den langen Fühlern winzige
dunkle Punkte, siehe Fotos unten. Anzutreffen sind die Tiere in
Gebüschen, auf Stauden und auf Laubbäumen. Im Ruhrgebiet kann die Art
häufig beobachtet werden.
| |
 |
|
 |
|
| |
Jungtier,
Foto: 05.06.2007,
Essen-Schönebeck |
|
Jungtier,
Foto: 13.07.2007,
Essen-Schönebeck |
|
Roesels Beißschrecke (Roesel's Bush-Cricket, Metrioptera roeseli)
Zur
Familie der Laubheuschrecken gehört Roesels Beißschrecke. Sie ist in
Deutschland sehr weit verbreitet und obendrein häufig anzutreffen. Mit
ihrer Körperlänge von 14 bis 19 Millimeter sind die Tiere relativ groß.
Ihre Körperfärbung ist variabel, die Grundfarbe kann braun, rotbraun,
grünoliv oder hellbraun ausfallen. An den Schenkeln der Hinterbeine sind
bei dieser Art schwarze Querstriche typisch. Am liebsten bewohnen diese
Tiere naturbelassene Wiesen, aber auch auf gedüngten Wiesen sowie
trockenem und feuchtem Grasland sind sie während des Sommers zu finden.
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 01.07.2007,
Essen-Schönebeck |
|
Foto: 01.07.2007,
Essen-Schönebeck |
|
Unbestimmte Lang- und Kurzfühlerschrecken
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Kurzfühlerschrecke Nr. 1,
Foto: 11.06.2007, Essen-Schönebeck |
|
Unbestimmte Kurzfühlerschrecke Nr. 2,
Foto: 11.06.2007, Essen-Schönebeck |
|
Zum Seitenanfang ↑
| |
 |
|
|
|
| |
Unbestimmte Kurzfühlerschrecke Nr. 3,
Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck |
|
|
|
Schwebfliegen
Gemeine Stiftschwebfliege (Hoverfly, Sphaerophoria scripta)
Die
GemeineStiftschwebfliege erreiche eine Körperlänge von neun bis zwölf
Millimeter. Der Körperbau ist lang und sehr schmal, der Leib ist
deutlich länger als die Flügel. Hierdurch lassen sich zumindest die
Männchen leicht von anderen Arten der Gattung Sphaerophoria
unterscheiden, deren Körper maximal bis zum Ende der Flügel reichen. Im
Gesicht und an der Stirn tragen die Tiere eine gelbe Färbung, die
riesigen Augen sind unbehaart und dunkel gefärbt. Zwei rotgelbe Fühler
ragen aus dem Kopf, sie sind jedoch meist nur aus nächster Nähe zu
erkennen, weil sie relativ kurz sind. Mattbraun ist die Brust dieser
Schwebfliegenart gefärbt, an den Seiten erstrecken sich gelbe Streifen.
Der restliche Körper ist gelb-schwarz gefärbt. Beide Geschlechter weisen
eine typische Anordnung dieser Muster auf, außerdem ist beim Weibchen
der Hinterleib spitz zulaufend, wohingegen er beim Männchen kolbenförmig
ist. Von Mai bis September kann man erwachsene Tiere dieser Art
beobachten, sie sind besonders häufig in offenem Gelände, also etwa auf
weitläufigen Wiesen anzutreffen.
| |
 |
|
 |
|
| |
Männchen,
Foto: 01.07.2007,
Essen-Schönebeck |
|
Weibchen, Foto: 29.08.2008,
Bochum-Stiepel |
|
Hainschwebfliege (Marmalade Hoverfly, Episyrphus balteatus)
Auf
den ersten Blick halten viele Menschen die Hainschwebfliege für eine
Wespe, denn sie sieht - wie viele andere Schwebfliegen auch - diesen
Insekten ein wenig ähnlich. Allerdings lässt sie sich durch ihr für
Schwebfliegen typisches Flugverhalten recht leicht von ihr
unterscheiden; außerdem besitzt sie nur zwei Flügel, Wespen hingegen
vier. Nektar und Pollen bilden die Nahrung dieser schwarz-gelb gefärbten
Schwebfliegenart, die in Deutschland häufig vorkommt. Weil ihre Larven
sich von Blattläusen ernähren, gelten Hainschwebfliegen als Nützlinge.
Vor allem in den Monaten Mai bis August trifft man sie in Feuchtgebieten
und Wäldern an. Die Hainschwebfliege ist von Experten zum "Insekt
des Jahres 2004" gewählt worden. Foto: 08.06.2007,
Essen-Katernberg
Zum Seitenanfang ↑
Unbestimmte Schwebfliegen
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Schwebfliege Nr. 1,
Foto: 25.05.2007, Essen-Schönebeck |
|
Unbestimmte Schwebfliege Nr. 2,
Foto: 21.06.2007, Essen-Schönebeck |
|
Zikaden
Binsenschmuckzikade (Green Leaf-hopper, Cicadella viridis)
Zu den kleinsten Bewohnern feuchter und sumpfiger
Wiesen des Ruhrgebiets gehört die Binsenschmuckzikade. Männliche Tiere
dieser Art werden bis zu sieben Millimeter lang, die Weibchen bis zu
neun Millimeter. Der Kopf wirkt dick und gedrungen, das Schildchen ist
gelblich gefärbt und trägt zwischen den Augen zwei dunkle Flecken. Die
Männchen haben bläulich-grüne Flügel, bei den Weibchen sind sie grün
gefärbt. Wenn man ganz genau hinschaut, kann man am Kopf zwei
hauchfeine, recht kurze Fühler erkennen. Jedes Jahr leben ein bis zwei
Generationen dieser kleinen Tiere, sie legen im frühen Herbst ihre Eier,
aus denen im folgenden Frühjahr Larven schlüpfen, die man von April bis
Juni, anschließend häuten sie sich zu erwachsenen Zikaden, die im Sommer
und vor allem im Herbst in der Natur zu finden sind. In manchen
Literaturquellen wird diese Tierart auch als Grüne Zwergzikade
bezeichnet.
| |
 |
|
 |
|
| |
Weibchen,
Foto: 20.06.2007,
Essen-Schönebeck |
|
Weibchen,
Foto: 01.07.2007,
Essen-Schönebeck |
|
Gemeine Blutzikade (Froghopper, Cercopis vulnerata)
Auffällig
schwarz-rot gefärbt ist die Blutzikade. Die Ausmaße der roten
Farbbereiche können innerhalb der Art variieren, so dass nicht alle
Individuen gleich aussehen. Die Tiere sind bis zu zehn Millimeter lang
und länglich-oval geformt. Ihre Flügeldecken tragen Punktgruben und sind
von ledriger Beschaffenheit. Betrachtet man die Insekten von der Seite,
erkennt man sofort die dachartige Flügelhaltung, wodurch sich Zikaden
leicht von Käfern unterscheiden lassen, deren Flügeldecken mehr oder
minder stark gewölbt sind. Wie nahezu alle Zikaden, ernährt sich auch
die Gemeine Blutzikade von Pflanzensaft, den sie saugt. Ihre Larven
schützen sich mit einem selbst erzeugten Schaumgebilde, das im Volksmund
auch als "Kuckucksspeichel" bezeichnet wird. Die Gemeine Blutzikade ist
von Experten zum "Insekt
des Jahres 2009" gewählt worden. Foto: 02.06.2007,
Essen-Schönebeck
Zum Seitenanfang ↑
Rhododendronzikade (Rhododendron Hopper, Graphocephala fennahi)
In
der Zeit von Juni bis Oktober kann man auf manchen Rhododendronbüschen
diese Zikadenart beobachten. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von
zehn bis zwölf Millimeter und sind auffällig grün-rot gefärbt. Im
Gesicht erstreckt sich ein dunkler Streifen über die Augen. Sie halten
sich meist auf der Blattoberseite auf und sonnen sich. Sobald sie sich
in Gefahr wähnen, kriechen sie blitzschnell auf die Blattunterseite. Der
Saft der Rhododendronblätter bildet ihre Nahrung. Die Tiere kommen
überall dort vor, wo sich Rhododendronbüsche finden, also vor allem in
Parks und Gärten. Manchmal sind sie auch auf anderen Blättern zu sehen,
sie entfernen sich jedoch nie allzu weit von Rhododendren. Ihre Larven
sind durchscheinend hellgrün gefärbt, siehe Foto unten links. Sie halten
sich ebenfalls auf Rhododendronblättern auf. Foto: 20.06.2007, Essen-Schönebeck
| |
 |
|
 |
|
| |
Larve,
Foto: 20.06.2007,
Essen-Schönebeck |
|
Foto: 20.06.2007,
Essen-Schönebeck |
|
Unbestimmte Zikaden
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Zikade Nr. 1,
Foto: 01.07.2007,
Essen-Schönebeck |
|
Unbestimmte Zikade Nr. 2,
Foto: 01.07.2007,
Essen-Schönebeckd>
| |
Weitere Insekten
Gemeine Florfliege (Green Lacewing, Chrysoperla carnea s.l.)
Die
Gemeine Florfliege kommt im Ruhrgebiet häufig vor. Sie hat eine
Flügelspannweite von 15 bis 30 Millimeter, einen grün gefärbten Körper
und bläulich-durchscheinende Flügel, die eine dichte, grüne Aderung
tragen. Sehr auffällig schillern die halbkugelförmigen, hervortretenden
Facettenaugen, die sich seitlich am Kopf befinden. Zur Überwinterung
färben sich Florfliegen übrigens braun. Erwachsene Florfliegen ernähren
sich von Pollen, Nektar und Honigtau (einem Stoffwechselprodukt von
Blattläusen). In jedem Jahr entwickeln sich mehrere überlappende
Generationen dieser Tiere. Weil die Larven der Gemeinen Florfliege
Blattläuse fressen, gelten sie unter Pflanzenfreunden als Nützlinge und
werden zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Unter Biologen
ist noch nicht ganz geklärt, wie die Verwandtschaftsverhältnisse der
Florfliegen innerhalb des Tierreichs anzusiedeln sind. In diesem
Bereich wird auch weiterhin noch geforscht. Foto: 21.06.2007,
Essen-Schönebeck
Zum Seitenanfang ↑
Gemeiner Ohrwurm (Earwig, Forficula auricularia)
Die
Körperlänge des Gemeinen Ohrwurms kann zwischen zehn und 16 Millimeter
betragen. Der Körper ist dunkel rötlich-braun gefärbt, der Brustteil ist
seitlich hellbraun gefärbt; auch die Beine sind hellbraun. Zu sehr
kurzen Stummeln haben sich die Flügel dieser Tiere zurückgebildet, so
dass sie ihre Flugfähigkeit fast vollständig verloren haben. Die dunkel
gefärbten Fühler bestehen aus 15 Gliedern. Auffälligstes Merkmal sind
die beiden Zangen, die die Tiere am Hinterleib tragen. Sie sind an der
Basis hell gefärbt und werden zur Spitze hin dunkler. Tagsüber sieht man
die Tiere nur selten, sie sind nachtaktiv und ernähren sich sowohl von
pflanzlicher, als auch von tierischer Kost. Foto: 21.06.2007,
Essen-Schönebeck
Wiesenschnake (Common Crane-fly, Tipula paludosa)
Innerhalb
des Tierreichs gehören die Wiesenschnacken zu den Mücken. Trotz ihrer
verwandtschaftlichen Verhältnisse stechen sie Menschen oder Tiere nicht und saugen auch kein
Blut. Die 15 bis 25 Millimeter langen Insekten ernähren sich von Wasser und
Nektar auf Pflanzen. Dem Menschen können sie allerdings dennoch schaden,
sofern sie in großen Massen auftreten. Dann zerstören sie mitunter
Rasenflächen, weil
sich die Larven der Wiesenschnaken von Gräserwurzeln sowie oberirdischen Pflanzenteilen
ernähren. Pro Jahr fliegt nur eine Generation dieser Insektenart. Im
August und September legen die Tiere ihre Eier im Gras ab. Foto:
02.09.2007, Essen-Schönebeck
Zum Seitenanfang ↑ |
Ruhrgebiet auf einer größeren Karte anzeigen
Interessante Internetseiten:
Diptera.info (englische Fliegen-Webseite)
Syrphidae.de (Schwebfliegen-Webseite)
Fliegen-Bildergalerie bei Flickr
Hymenoptera.de (Hummeln, Wespen, Bienen, Hornissen)
Naturgucker.de
|