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Die Natur im Ruhrgebiet: Insekten

Rhododendronzikaden (Rhododendron Hopper, Graphocephala fennahi)Unter den Tieren des Ruhrgebiets sind die Insekten diejenigen, die man besonders leicht fotografieren kann, weil man ihnen praktisch überall begegnet. Die Artenvielfalt ist enorm, weil selbst in kleinen städtischen Gärten Insekten vorkommen. In diesem Kapitel werden die Tiere innerhalb ihrer Familien und sonstiger Zusammenfassungen hinsichtlich ihrer deutschen Namen in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt. Allerdings ist dabei zu beachten, dass die Libellen, die Käfer und Wanzen sowie die Schmetterlinge und Falter jeweils in einem separaten Kapitel präsentiert werden. Foto rechts: Rhododendronzikaden (Graphocephala fennahi)

Die auf dieser Seite gezeigten Insektenarten habe ich nach bestem Wissen und Gewissen mit Hilfe diverser Webseiten und Bestimmungsbücher bestimmt. Irrtümer sind freilich nicht ausgeschlossen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen oder sollten Sie eine der bisher nicht bestimmten Spezies benennen können, so würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail freuen.

Bienen
· Löcherbiene (Daisy Carpenter Bee, Heriades truncorum)
· Westliche Honigbiene (Western Honey Bee, Apis mellifera)
Hummeln
· Ackerhummel (Common Carder Bumblebee, Bombus pascuorum)
· Angebundene Kuckuckshummel (Gypsy Cuckoo Bumblebee, Bombus bohemicus)
· Baumhummel (Tree Bumblebee, Bombus hypnorum)
· Steinhummel (Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)
Wespen
· Blattwespe (Sawfly, Rhogogaster sp.)
· Grabwespe (Solitary Wasp, Ectemnius sp.)
· Hornisse (European Hornet, Vespa crabro)
· Schlupfwespe (Parasitic Wasp, Ichneumon stramentarius)
Fliegen und Köcherfliegen
· Breitflügelige Raupenfliege (Tachinid Fly, Ectophasia crassipennis)
· Gemeine Skorpionsfliege (Scorpionfly, Panorpa vulgaris)
· Gewöhnliche Skorpionsfliege (Scorpionfly, Panorpa communis)
· Graue Fleischfliege (Flesh Fly, Sarcophaga carnaria)
· Halmfliege (Yellow Swarming Fly, Thaumatomyia notata)
· Köcherfliege (Caddis Fly, Mystacides sp.)
· Raubfliege (Robber Fly, Tolmerus sp.)
Kurz- und Langfühlerschrecken
· Blauflügelige Sandschrecke (Slender Blue-winged Grasshopper, Sphingonotus caerulans)
· Gewöhnliche Strauchschrecke (Dark Bush-cricket, Pholidoptera griseoaptera)
· Grünes Heupferd (Great Green Bush-cricket, Tettigonia viridissima)
· Nachtigall-Grashüpfer (Bow-winged Grasshopper, Chorthippus biguttulus)
· Punktierte Zartschrecke (Speckled Bush Cricket, Leptophyes punctatissima)
· Roesels Beißschrecke (Roesel's Bush-Cricket, Metrioptera roeseli)
Schwebfliegen
· Gemeine Stiftschwebfliege (Hoverfly, Sphaerophoria scripta)
· Hainschwebfliege (Marmalade Hoverfly, Episyrphus balteatus)
Zikaden
· Binsenschmuckzikade (Green Leaf-hopper, Cicadella viridis)
· Gemeine Blutzikade (Froghopper, Cercopis vulnerata)
· Rhododendronzikade (Rhododendron Hopper, Graphocephala fennahi)
Weitere Insekten
· Gemeine Florfliege (Green Lacewing, Chrysoperla carnea s.l.)
· Gemeiner Ohrwurm (Earwig, Forficula auricularia)
· Wiesenschnake (Common Crane-fly, Tipula paludosa)

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Bienen

Löcherbiene (Daisy Carpenter Bee, Heriades truncorum)

Löcherbiene (Daisy Carpenter Bee, Heriades truncorum)Mit ihrer Körpergröße von sechs bis acht Millimeter gehören die Löcherbienen zu den eher kleinen Insekten und man kann sie leicht übersehen. Diese Tiere benötigen Totholz oder alternative Hölzer wie etwa Holzzäune, um darin nisten zu können. Sie suchen gern nach Holz, das bereits von Käfern mit Fraßlöchern und -gängen versehen worden ist. Weil sie sehr wärmeliebend sind, kann man die Löcherbienen der Art Heriades truncorum in der Natur meist nicht vor Mitte Juni beobachten, sie fliegen etwa bis September. Foto: 05.08.2007, Oberhausen

Westliche Honigbiene (Western Honey Bee, Apis mellifera)

Westliche Honigbiene (Western Honey Bee, Apis mellifera)Eine häufig anzutreffende Vertreterin aus der Gattung der Honigbienen (Apis) ist in Deutschland die Westliche Honigbiene. Sie kommt in Europa, Afrika und im Nahen Osten vor, es existieren 25 Unterarten, die als Bienenrassen bezeichnet werden. Für die Imkerei ist die Westliche Honigbiene wichtig, sie liefert den begehrten Honig. Königinnen dieser Bienenart sind 15 bis 18 Millimeter lang, Drohnen messen 13 bis 16 Millimeter und Arbeiterinnen weisen eine Körperlänge von elf bis 13 Millimeter auf. Im warmen Sommerhalbjahr sind die Westlichen Honigbienen in der Natur häufig auf allerlei Blüten anzutreffen. Foto: 08.07.2007, Essen-Heisingen

Hummeln

Ackerhummel (Common Carder Bumblebee, Bombus pascuorum)

Ackerhummel (Common Carder Bumblebee, Bombus pascuorum)Rund 15 Millimeter sind die Arbeiterinnen der Ackerhummel lang. Die Tiere tragen am Kopf und am Brustrücken einen rötlich-braunen Pelz. Der Hinterleib ist dunkel gefärbt und mit gelblichem bis cremefarbenem Pelz bedeckt. Die Beine dieser Insekten sind dunkel gefärbt. Nektar bildet die Nahrung der kleinen Hummeln. Arbeiterinnen sind in der Zeit von Ende April bis Oktober in der Natur anzutreffen, Königinnen fliegen Anfang April bis Mitte Mai, Jungköniginnen sind von Mitte August bis Oktober draußen zu finden. In manchen Literaturquellen wird die Ackerhummel auch als Bombus pascuorum floralis bezeichnet. Foto: 13.05.2007, Essen-Borbeck

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Angebundene Kuckuckshummel (Gypsy Cuckoo Bumblebee, Bombus bohemicus)

Weibliche Angebundene Kuckuckshummel (Gypsy Cuckoo Bumblebee, Bombus bohemicus)In der Zeit von etwa Mitte April bis Mitte August kann in der deutschen Natur die Angebundene Kuckuckshummel beobachtet werden. Weibliche Individuen dieser Hummelart erreichen eine Körperlänge von 23 bis 25 Millimeter, Männchen werden nur 18 bis 18 Millimeter lang. Um sich möglichst erfolgreich in den Nestern ihrer bevorzugten Wirtsart einnisten zu können, sieht die Angebundene Kuckuckshummel der Hellen Erdhummel (Bombus lucorum) recht ähnlich. Das heißt, sie tragen eine gelbe Querbinde im Brustbereich und einen weißlich gefärbten Hinterleib. Teile des Hinterleibs sind zudem gelblich gefärbt. Außerdem sind die Flügel der Angebundenen Kuckuckshummel im Vergleich zu denen ihrer Wirtsart recht dunkel. Foto: 02.07.2007, Essen-Schönebeck

Baumhummel (Tree Bumblebee, Bombus hypnorum)

Baumhummel (Tree Bumblebee, Bombus hypnorum)Baumhummeln sind an ihrem typischen Äußeren zu erkennen: Ihr Brustbereich (Thorax) trägt orangebraune bis schwarze Haare und das Ende des Hinterleibs ist weiß behaart. Königinnen dieser oberirdisch nistenden Hummelart erreichen eine Körperlänge von 17 bis 20 Millimeter, Arbeiterinnen sind acht bis 18 Millimeter lang und Drohnen (Männchen) werden 14 bis 16 Millimeter groß. Lebensräume, in denen man Baumhummeln beobachten kann, sind Parks, Gärten und lichte Wälder. Diese Hummeln sind im Ruhrgebiet nicht selten. Foto: 02.06.2007, Essen-Altendorf

Steinhummel (Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)

Arbeiterinnen der Steinhummel erreichen eine Körperlänge von zwölf bis 16 Millimeter, Drohnen werden zwischen 14 und 16 Millimeter groß und 20 bis 22 Millimeter Körperlänge weisen Königinnen dieser Hummelart auf. Der Körper der weiblichen Steinhummeln ist weitestgehend schwarz gefärbt, der Hinterleib ist braunrot gefärbt. Männliche Tiere sind an einer gelben Binde auf der Brust zu erkennen. Der deutsche Name der Art rührt daher, dass die Tiere ihre Nester gern unter Steinhaufen oder Mauern bauen. Nektar bildet die Nahrung der Steinhummeln, besonders gern mögen sie den süßen Pflanzensaft von Taubnesseln und diversen Kleearten. Arbeiterinnen fliegen in der Natur in der Zeit von Ende April bis Ende September. Die Steinhummel ist das "Insekt des Jahres 2005" gewesen.

  Steinhummel (Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)   Steinhummel (Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)  
  Foto: 11.06.2007,
Essen-Schönebeck
  Foto: 11.06.2007,
Essen-Schönebeck
 

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Bisher unbestimmte Hummelart

  Unbestimmte Hummelart Nr. 1      
  Unbestimmte Hummelart Nr. 1,
Foto: 21.06.2007, Essen-Schönebeck
     

Wespen

Blattwespe (Sawfly, Rhogogaster sp.)

Blattwespe (Sawfly, Rhogogaster sp.)In Deutschland kommen mehrere verschiedene Arten von Blattwespen aus der Gattung Rhogogaster vor. Die Larven dieser Tiere ernähren sich von Blättern, woher der Name der Tiere rührt. Weil die meisten erwachsenen Blattwespen einander sehr ähnlich sehen, kann man sie nur an einigen wenigen Merkmalen unterscheiden. Laien ist dies selten möglich, Experten können die Tiere oft ebenfalls nicht anhand von Fotos bestimmen, weil winzige Details betrachtet werden müssen (oft mit der Lupe). Das in diesem Absatz gezeigte Tier ist etwa zwölf Millimeter lang gewesen. Falls Sie bei der Bestimmung helfen können, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail sehr freuen. Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck

Grabwespe (Solitary Wasp, Ectemnius sp.)

Grabwespe (Solitary Wasp, Ectemnius sp.)Die meisten Grabwespenarten sind circa zehn bis zwölf Millimeter lang. Ihre Körper sind schwarz gefärbt und tragen gelbe Bänder, deren Breite und Anordnung stark variieren kann. Auch die Beine einiger Spezies sind überwiegend gelb gefärbt. In Siedlungsbereichen, an Waldrändern und auf Flächen mit zerstörter Vegetation, zum Beispiel nach massivem Brombeerheckenschnitt oder Kahlschlag, kann man diese Tiere antreffen. Etwa von Mai bis September fliegen Grabwespen in zwei Generationen. Um ihre Nester zu bauen, benötigen die Tiere entweder Totholz oder entsprechend große Pflanzenstängel. Mit den starken Mandibeln, wie die Mundwerkzeuge der Wespen genannt werden, graben die Weibchen ihre Nester in das Pflanzenmaterial und legen darin bis zu zehn Zellen an. In diese Zellen bringen sie Fliegen, die sie zuvor gefangen haben, und legen dann ihre Eier dort ab. Jeder schlüpfenden Larve stehen in ihrer Zelle mindestens sechs Fliegen als Nahrung zur Verfügung. Falls Sie bei der Bestimmung helfen können, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail sehr freuen. Foto: 02.09.2007, Essen-Schönebeck

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Hornisse (European Hornet, Vespa crabro)

Hornisse (European Hornet, Vespa crabro)Zur Familie der sogenannten Faltenwespen (Vespidae) gehört unter anderem die Hornisse. Sie ist die größte in Mitteleuropa heimische Art innerhalb dieser Familie. Hornissen-Königinnen bringen es auf eine Körperlänge von bis zu 35 Millimeter, die Arbeiterinnen sind zwischen 18 und 25 Millimeter lang und die Drohnen (Männchen) können zwischen 21 und 28 Millimeter groß werden. Im Frühjahr schwärmen die Königinnen einzeln aus, um einen einjährigen Staat zu gründen. Hierfür fertigt die Königin aus einer papierartigen Masse, die aus zerkleinertem Holz besteht, die erste Wabe und erste Teile einer Schutzhülle an. Dort hinein legt sie befruchtete Eier, aus denen sich Larven entwickeln. Sie füttert die Larven bis zu deren Verpuppung mit Insekten. Nach der Verpuppung schlüpfen dann die Arbeiterinnen, die fortan alle Arbeiten übernehmen. Im Herbst setzt sich der Entwicklungszyklus der Hornissen fort, wenn weitere Königinnen und Drohnen schlüpfen. Wird eine junge Königin begattet, überwintert sie. Der Rest des Hornissenvolkes stirbt spätestens beim ersten Nachtfrost. Foto: 14.04.2007, Essen Zentrum

Schlupfwespe (Parasitic Wasp, Ichneumon stramentarius)

Schlupfwespe (Parasitic Wasp, Ichneumon stramentarius)Die Schlupfwespe Ichneumon stramentarius erreicht eine Körperlänge von 14 bis 18 Millimeter. Aufgrund ihrer auffälligen Färbung fällt sie in der Natur leicht auf. Teile des Rumpfes sind rötlichbraun gefärbt, der Hinterleib ist im vorderen Bereich gelblichrot, und hinten dunkelbraun mit hellen Flecken an seiner Spitze. Außerdem befindet sich mittig auf der Körperoberseite ein heller Bereich. Die Beine sind rötlichbraun gefärbt und die Fühler dunkel, sie tragen in der Mitte je einen hellen Abschnitt. Auf der Suche nach Beutetieren sind diese Schlupfwespen meist recht flink zu Fuß unterwegs. Sie jagen zum Beispiel Raupen von Schmetterlingen. Foto: 12.07.2007, Essen-Heisingen

Unbestimmte Wespenarten

  Unbestimmte Wespenart Nr. 1   Unbestimmte Blattwespenlarve Nr. 1  
  Unbestimmte Wespenart Nr. 1,
Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck
  Unbestimmte Blattwespenlarve Nr. 1,
Foto: 05.06.2007, Essen-Schönebeck
 

  Unbestimmte Wespenart Nr. 2      
  Unbestimmte Wespenart Nr. 2,
Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck
     

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Fliegen und Köcherfliegen

Breitflügelige Raupenfliege (Tachinid Fly, Ectophasia crassipennis)

Im kontinentalen Mitteleuropa ist die Breitflügelige Raupenfliege heimisch. Männchen und Weibchen dieser Fliegenart unterscheiden sich in ihrem Aussehen. Während die Männchen auf den Flügeln einige dunkle Flecken tragen, siehe Fotos unten, haben die Weibchen überwiegend durchscheinende Flügel. Kennzeichnend für die Art ist der von oben betrachtet breit und rund wirkende Hinterleib mit dem senkrechten, dunklen Streifen auf geblich-bräunlichem Grund. Schaut man die Tiere von der Seite an, wirken sie recht flach. Die Körperlänge der Breitflügeligen Raupenfliege beträgt mehr als einen Zentimeter. Leider ist über die Biologie dieser Fliegenart sehr wenig bekannt. Foto: 27.08.2007, Essen-Kettwig

  Männliche Breitflügelige Raupenfliege (Tachinid Fly, Ectophasia crassipennis)   Männliche Breitflügelige Raupenfliege (Tachinid Fly, Ectophasia crassipennis)  
  Männchen, Foto: 27.08.2007,
Essen-Kettwig
  Männchen, Foto: 27.08.2007,
Essen-Kettwig
 

Gemeine Skorpionsfliege (Scorpionfly, Panorpa vulgaris)

Männliche Gemeine Skorpionsfliege (Scorpionfly, Panorpa vulgaris)Die in Deutschland vorkommenden Skorpionsfliegenarten sehen sich alle vergleichsweise ähnlich. Doch es gibt einige Unterscheidungsmerkmale, die bei genauem Betrachten auffallen. Typisch für die Gemeine Skorpionsfliege ist, dass ihre schwarzen Flecken auf den Flügeln im unteren Drittel keinen durchgehenden Balken bilden, wie es bei Panorpa communis der Fall ist. Die Art Panorpa germanica hat kleinere Flecken auf den Flügeln als Panorpa vulgaris. Der Körper der Gemeinen Skorpionsfliege ist bis zu 20 Millimeter lang, die Flügelspannweite beträgt maximal 35 Millimeter. Gelb und schwarz sind die Farben, die die Tiere am Körper tragen, der Hinterleib ist rötlich gefärbt. Bei weiblichen Individuen endet der Hinterleib spitz, die Männchen weisen an ihrem Hinterkörper ein Begattungsorgan, das in seinem Aussehen an den Schwanz eines Skorpions erinnert, woher die Fliegengattung ihren Namen hat. Foto: 13.05.2007, Essen-Borbeck

Gewöhnliche Skorpionsfliege (Scorpionfly, Panorpa communis)

Weibliche Gewöhnliche Skorpionsfliege (Scorpionfly, Panorpa communis)Die Gewöhnliche Skorpionsfliege ist daran zu erkennen, dass die dunklen Flecken auf ihren Flügeln im unteren Drittel einen breiten Balken bilden. Bei der ähnlich aussehenden Panorpa vulgaris befinden sich zwischen den Flecken, die bei der Gewöhnlichen Skorpionsfliege den Balken bilden, kleine durchscheinende Zwischenräume. Und Panorpa germanica hat insgesamt sehr viel kleinere Flecken als die beiden anderen Arten. Etwa 20 Millimeter kann der Körper der Gewöhnlichen Skorpionsfliege lang werden, ihre Flügelspannweite beläuft sich auf maximal 35 Millimeter. Der Körper ist gelb und schwarz gefärbt, der Hinterleib weist einen rötlichen Farbton auf. Weibliche Tiere haben einen spitz zulaufenden Hinterleib, die Männchen tragen am hinteren Ende ein Begattungsorgan, das in seinem Aussehen an den Schwanz eines Skorpions erinnert. Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck

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Graue Fleischfliege (Flesh Fly, Sarcophaga carnaria)

Graue Fleischfliegen (Flesh Fly, Sarcophaga carnaria) bei der PaarungIm Unterschied zu vielen anderen Fliegenarten sind Graue Fleischfliegen alles andere als scheu. Sie lassen sich sehr leicht beobachten, weil sie sich häufig in der Nähe des Menschen aufhalten. Ihre Körperlänge kann zwischen 13 und 18 Millimeter betragen. Die Tiere haben eine Körperlänge von 13 bis 18 Millimeter. Sie sind hellgrau gefärbt. Auf dem Brustbereich (Thorax) tragen sie dunkelgraue Längsstreifen. Der Hinterleib ist mit einem schachbrettähnlichen Muster bedeckt, das aus hell- und dunkelgrauen Bereichen besteht. Zwischen April und Oktober können erwachsene Exemplare dieser Fliegenart in freier Natur angetroffen werden. Foto: 11.06.2007, Essen-Schönebeck

Halmfliege (Yellow Swarming Fly, Thaumatomyia notata)

Halmfliege (Yellow Swarming Fly, Thaumatomyia notata)Mit ihrer Körperlänge von nur zwei Millimeter ist die Halmfliege ein eher unauffälliges Geschöpf, das von vielen Menschen nicht wahrgenommen wird. Einzig ihre leuchtend gelbe Färbung könnte die Blicke auf sich ziehen. Auf dem Körper tragen die kleinen Fliegen eine schwarze Zeichnung, die aus nebeneinander verlaufenden Linien besteht. Die seitlich am Kopf liegenden Augen schimmern je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Farben von rötlich bis grünlich. In der Ruhestellung reichen die durchsichtigen Flügel über das Ende des Hinterleibes hinaus. Anzutreffen ist die Halmfliege vor allem in der Nähe von Wiesen. Oft tauchen gleich mehrere Exemplare gemeinsam an einem Futterplatz auf, siehe Abbildung in diesem Absatz. Foto: 07.07.2007, Essen-Schönebeck

Köcherfliege (Caddis Fly, Mystacides sp.)

Köcherfliege (Caddis Fly, Mystacides sp.)Aus der Familie der Langfühler-Köcherfliegen kommen in Deutschland zwei sehr ähnlich aussehende Arten vor: Mystacides nigra und Mystacides azureus. Sie lassen sich mit dem bloßen Auge nicht unterscheiden, nur durch eine mikroskopische Untersuchung der Fortpflanzungsorgane ist eine Artbestimmung möglich. Die nebenstehende Abbildung zeigt eine der beiden Arten. Zwischen 14 und 20 Millimeter beträgt die Körperlänge von Mystacides sp.; die schwarz und hell geringelten Antennen sind deutlich länger als der Körper, sie sind etwa doppelt so lang wie die Vorderflügel. Metallisch schwarz mit leichtem Blauschimmer sind die Vorderflügel gefärbt. Auffällig ist bei den Tieren außerdem, dass die Kiefertaster dicht schwarz behaart sind. An den Ufern von Seen und Flüssen kommen diese Köcherfliegen vor, die Flugzeit erwachsener Exemplare dauert von Mai bis September. Larven dieser Köcherfliegenarten entwickeln sich im Wasser. Foto: 25.07.2007, Essen-Heisingen

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Raubfliege (Robber Fly, Tolmerus sp.)

Weibliche Raubfliege (Robber Fly, Tolmerus sp.)In aller Welt kommen mehr als 7.000 verschiedene Arten von Raubfliegen vor, sie teilen sich in über 350 Gattungen auf. Zu dieser sehr großen Gruppe der Insekten gehören auch die Raubfliegen der Gattung Tolmerus. Das rechts gezeigte Tier ist ein Weibchen, wie mir der Raubfliegen-Experte Danny Wolf mitteilte. Die Körperlänge betrug bei diesem Insekt circa zwei Zentimeter, die großen kugelförmigen Facettenaugen waren besonders auffällig. Offene Landschaften, Lichtungen und Areale mit höheren Temperaturen bilden den bevorzugten Lebensraum der Raubfliegen. Dort erbeuten sie andere Insekten, von denen sie sich hauptsächlich ernähren. Foto: 11.08.2007, Essen-Frintrop

Unbestimmte Fliegenarten

  Männliche Breitflügelige Raupenfliege (Tachinid Fly, Ectophasia crassipennis)   Unbestimmte Fliegenart Nr. 2  
  Unbestimmte Fliegenart Nr. 1,
Foto: 25.05.2007, Essen-Schönebeck
  Unbestimmte Fliegenart Nr. 2,
Foto: 02.06.2007, Essen-Altendorf
 

  Unbestimmte Fliegenart Nr. 3   Unbestimmte Fliegenart Nr. 4  
  Unbestimmte Fliegenart Nr. 3
Foto: 25.05.2007, Essen-Schönebeck
  Unbestimmte Fliegenart Nr. 4,
Foto: 21.06.2007, Essen-Schönebeck
 

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  Unbestimmte Fliegenart Nr. 5   Unbestimmte Fliegenart Nr. 6  
  Unbestimmte Fliegenart Nr. 5,
Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck
  Unbestimmte Fliegenart Nr. 6,
Foto: 05.06.2007, Essen-Schönebeck
 

  Unbestimmte Fliegenart Nr. 7   Unbestimmte Köcherfliegenart Nr. 1  
  Unbestimmte Fliegenart Nr. 7,
Foto: 25.07.2007, Essen-Heisingen
  Unbestimmte Köcherfliegenart Nr. 1,
Foto: 15.07.2007, Hattingen
 

Kurz- und Langfühlerschrecken

Blauflügelige Sandschrecke (Slender Blue-winged Grasshopper, Sphingonotus caerulans)

Blauflügelige Sandschrecke (Slender Blue-winged Grasshopper, Sphingonotus caerulans)In warmen und trockenen Lebensräumen wie beispielsweise Brachen oder Sanddünen ist die Blauflügelige Sandschrecke heimisch. Die aus der Familie der Feldheuschrecken (Acrididae) stammenden Tiere sind überwiegend grau gefärbt und tragen ein individuell unterschiedlich stark ausgeprägtes schwarzes Fleckenmuster. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal sind ihre hellblauen, transparenten Hinterflügel. Männchen erreichen eine Körperlänge von 14 bis 26 Millimeter, Weibchen werde 20 bis 30 Millimeter lang. Misst man die Flügel mit, können Weibchen sogar bis zu 40 Millimeter lang sein. Blauflügelige Sandschrecken sind dafür bekannt, dass sie auch auf Bahnstrecken vorkommt, was auch für die in diesem Absatz gezeigten Individuen gilt. Die Fotos sind allesamt auf einer stillgelegten Güterbahnstrecke entstanden. In Deutschland ist die Blauflügelige Sandschrecke selten geworden, sie ist in der Roten Liste in der Kategorie 2 aufgeführt, was bedeutet, dass die Spezies als stark gefährdet gilt. Dieser Status könnte sich ändern, wenn die Ausbreitung der Art auf Bahngleisanlagen bei einer zukünftigen Einschätzung Berücksichtigung findet. Hier geht es zu einer kurzen Videosequenz, die eine Blauflügelige Sandschrecke in ihrer natürlichen Umgebung zeigt: bitte hier klicken (avi mit DivX-Kompression, 722 kB). Foto: 11.08.2007, Essen-Frintrop

  Blauflügelige Sandschrecke (Slender Blue-winged Grasshopper, Sphingonotus caerulans)   Blauflügelige Sandschrecke (Slender Blue-winged Grasshopper, Sphingonotus caerulans)  
  Foto: 11.08.2007,
Essen-Frintrop
  Foto: 11.08.2007,
Essen-Frintrop
 

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Gewöhnliche Strauchschrecke (Dark Bush-cricket, Pholidoptera griseoaptera)

Männliche Gewöhnliche Strauchschrecke (Dark Bush-cricket, Pholidoptera griseoaptera)Zwischen 13 und 18 Millimeter ist die Gewöhnliche Strauchschrecke lang. Diese Tierart gehört zur Familie der Laubheuschrecken. Relativ dunkel und leicht bräunlich ist die Körperfärbung. Nur die Männchen haben Flügel, diese sind allerdings recht kurz, siehe Foto rechts. Das Erkennungsmerkmal der Weibchen ist der Legesäbel, der sich am Hinterleib befindet. Gewöhnliche Strauchschrecken sind im Ruhrgebiet von Juli bis Oktober vergleichsweise häufig zu finden. Sie halten sich am liebsten in Sträuchern und Gestrüppen sowie an Wegesrändern und in naturnahen Wiesen sowie auf Lichtungen auf. Foto: 12.07.2007, Essen-Heisingen

Grünes Heupferd (Great Green Bush-cricket, Tettigonia viridissima)

Mit ihrer Körperlänge von bis zu 36 Millimeter (Männchen) und maximal 42 Millimeter (Weibchen) gehören die Grünen Heupferde zu den größten Heuschreckenarten Mitteleuropas. Die Tiere sind überwiegend hellgrün gefärbt, lediglich am Rücken ist eine hellbraune Zeichnung vorhanden. Weibchen sind leicht an ihrem säbelförmigen Legebohrer zu erkennen, der leicht nach oben gebogen ist und in etwa bis zur Spitze der Flügel reicht. Von etwa Mitte Juli an, in heißen Jahren auch ein wenig früher, bis in den November hinein kann man erwachsene Grüne Heupferde beobachten. Gärten, Kulturflächen, Weiden und auch Trockenrasen bilden die Heimat dieser Tiere. Sie ernähren sich von kleinen Insekten. Wenn sie fliegen, ist ein lautes, raschelndes Geräusch zu hören. Die Tierart wird in einigen Literaturquellen auch als Großes Heupferd bezeichnet.

  Weibliches Grünes Heupferd (Great Green Bush-cricket, Tettigonia viridissima)   Weibliches Grünes Heupferd (Great Green Bush-cricket, Tettigonia viridissima)  
  Foto: 01.08.2007,
Essen-Heisingen
  Foto: 01.08.2007,
Essen-Heisingen
 

Nachtigall-Grashüpfer (Bow-winged Grasshopper, Chorthippus biguttulus)

Der Nachtigall-Grashüpfer gehört zur Familie der Kurzfühlerschrecken und erreicht eine Körperlänge von 20 bis 25 Millimeter; letzteres gilt für die Weibchen, die Männchen sind deutlich kleiner. Häufig sind die Tiere auf der Körperoberseite graubraun gefärbt, darauf befindet sich eine variable Fleckung. Doch es kommen auch grünliche, rötliche oder rosa gefärbte Nachtigall-Grashüpfer vor, siehe Abbildungen unter diesem Absatz. Die Tiere können teilweise oder sogar komplett grünlich oder rötlich gefärbt sein. Trockene, warme Lebensräume werden von dieser Spezies bevorzugt, sie kommen jedoch ebenso an feuchten Standorten mitunter vor.

  Nachtigall-Grashüpfer (Bow-winged Grasshopper, Chorthippus biguttulus)   Nachtigall-Grashüpfer (Bow-winged Grasshopper, Chorthippus biguttulus)  
  Foto: 18.08.2007,
Gelsenkirchen-Ückendorf
  Foto: 18.08.2007,
Gelsenkirchen-Ückendorf
 

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Punktierte Zartschrecke (Speckled Bush Cricket, Leptophyes punctatissima)

Zur Familie der Laubheuschrecken (Tettigoniidae) gehört die Punktierte Zartschrecke. Diese Tiere erreichen eine Rumpflänge von 10 bis 15 Millimeter und haben eine grünliche Grundfärbung. Bei erwachsenen Tieren ist der Körper recht kräftig und sattelförmig. Je nach Individuum ist die gelbe Längszeichnung mehr oder weniger stark ausgeprägt. Sehr kurz sind die Flügel dieser Tiere, insbesondere bei den weiblichen Tieren. Am Hinterleib der weiblichen Tiere befindet sich der sogenannte Legesäbel. Er ist sichelartig und leicht nach oben gekrümmt. Junge Punktierte Zartschrecken sind grün gefärbt und tragen auf dem Körper und auf den langen Fühlern winzige dunkle Punkte, siehe Fotos unten. Anzutreffen sind die Tiere in Gebüschen, auf Stauden und auf Laubbäumen. Im Ruhrgebiet kann die Art häufig beobachtet werden.

  Punktierte Zartschrecke (Speckled Bush Cricket, Leptophyes punctatissima), Jungtier   Punktierte Zartschrecke (Speckled Bush Cricket, Leptophyes punctatissima), Jungtier  
  Jungtier, Foto: 05.06.2007,
Essen-Schönebeck
  Jungtier, Foto: 13.07.2007,
Essen-Schönebeck
 

Roesels Beißschrecke (Roesel's Bush-Cricket, Metrioptera roeseli)

Zur Familie der Laubheuschrecken gehört Roesels Beißschrecke. Sie ist in Deutschland sehr weit verbreitet und obendrein häufig anzutreffen. Mit ihrer Körperlänge von 14 bis 19 Millimeter sind die Tiere relativ groß. Ihre Körperfärbung ist variabel, die Grundfarbe kann braun, rotbraun, grünoliv oder hellbraun ausfallen. An den Schenkeln der Hinterbeine sind bei dieser Art schwarze Querstriche typisch. Am liebsten bewohnen diese Tiere naturbelassene Wiesen, aber auch auf gedüngten Wiesen sowie trockenem und feuchtem Grasland sind sie während des Sommers zu finden.

  Roesels Beißschrecke (Roesel's Bush-Cricket, Metrioptera roeseli)   Roesels Beißschrecke (Roesel's Bush-Cricket, Metrioptera roeseli)  
  Foto: 01.07.2007,
Essen-Schönebeck
  Foto: 01.07.2007,
Essen-Schönebeck
 

Unbestimmte Lang- und Kurzfühlerschrecken

  Unbestimmte Kurzfühlerschrecke Nr. 1   Unbestimmte Kurzfühlerschrecke Nr. 2  
  Unbestimmte Kurzfühlerschrecke Nr. 1,
Foto: 11.06.2007, Essen-Schönebeck
  Unbestimmte Kurzfühlerschrecke Nr. 2,
Foto: 11.06.2007, Essen-Schönebeck
 

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  Unbestimmte Kurzfühlerschrecke Nr. 3      
  Unbestimmte Kurzfühlerschrecke Nr. 3,
Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck
     

Schwebfliegen

Gemeine Stiftschwebfliege (Hoverfly, Sphaerophoria scripta)

Die GemeineStiftschwebfliege erreiche eine Körperlänge von neun bis zwölf Millimeter. Der Körperbau ist lang und sehr schmal, der Leib ist deutlich länger als die Flügel. Hierdurch lassen sich zumindest die Männchen leicht von anderen Arten der Gattung Sphaerophoria unterscheiden, deren Körper maximal bis zum Ende der Flügel reichen. Im Gesicht und an der Stirn tragen die Tiere eine gelbe Färbung, die riesigen Augen sind unbehaart und dunkel gefärbt. Zwei rotgelbe Fühler ragen aus dem Kopf, sie sind jedoch meist nur aus nächster Nähe zu erkennen, weil sie relativ kurz sind. Mattbraun ist die Brust dieser Schwebfliegenart gefärbt, an den Seiten erstrecken sich gelbe Streifen. Der restliche Körper ist gelb-schwarz gefärbt. Beide Geschlechter weisen eine typische Anordnung dieser Muster auf, außerdem ist beim Weibchen der Hinterleib spitz zulaufend, wohingegen er beim Männchen kolbenförmig ist. Von Mai bis September kann man erwachsene Tiere dieser Art beobachten, sie sind besonders häufig in offenem Gelände, also etwa auf weitläufigen Wiesen anzutreffen.

  Männliche Gemeine Stiftschwebfliege (Hoverfly, Sphaerophoria scripta)   Weibliche Gemeine Stiftschwebfliege (Hoverfly, Sphaerophoria scripta)  
  Männchen, Foto: 01.07.2007,
Essen-Schönebeck
  Weibchen, Foto: 29.08.2008,
Bochum-Stiepel
 

Hainschwebfliege (Marmalade Hoverfly, Episyrphus balteatus)

Hainschwebfliege (Marmalade Hoverfly, Episyrphus balteatus)Auf den ersten Blick halten viele Menschen die Hainschwebfliege für eine Wespe, denn sie sieht - wie viele andere Schwebfliegen auch - diesen Insekten ein wenig ähnlich. Allerdings lässt sie sich durch ihr für Schwebfliegen typisches Flugverhalten recht leicht von ihr unterscheiden; außerdem besitzt sie nur zwei Flügel, Wespen hingegen vier. Nektar und Pollen bilden die Nahrung dieser schwarz-gelb gefärbten Schwebfliegenart, die in Deutschland häufig vorkommt. Weil ihre Larven sich von Blattläusen ernähren, gelten Hainschwebfliegen als Nützlinge. Vor allem in den Monaten Mai bis August trifft man sie in Feuchtgebieten und Wäldern an. Die Hainschwebfliege ist von Experten zum "Insekt des Jahres 2004" gewählt worden. Foto: 08.06.2007, Essen-Katernberg

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Unbestimmte Schwebfliegen

  Unbestimmte Schwebfliege Nr. 1   Unbestimmte Schwebfliege Nr. 2  
  Unbestimmte Schwebfliege Nr. 1,
Foto: 25.05.2007, Essen-Schönebeck
  Unbestimmte Schwebfliege Nr. 2,
Foto: 21.06.2007, Essen-Schönebeck
 

Zikaden

Binsenschmuckzikade (Green Leaf-hopper, Cicadella viridis)

Zu den kleinsten Bewohnern feuchter und sumpfiger Wiesen des Ruhrgebiets gehört die Binsenschmuckzikade. Männliche Tiere dieser Art werden bis zu sieben Millimeter lang, die Weibchen bis zu neun Millimeter. Der Kopf wirkt dick und gedrungen, das Schildchen ist gelblich gefärbt und trägt zwischen den Augen zwei dunkle Flecken. Die Männchen haben bläulich-grüne Flügel, bei den Weibchen sind sie grün gefärbt. Wenn man ganz genau hinschaut, kann man am Kopf zwei hauchfeine, recht kurze Fühler erkennen. Jedes Jahr leben ein bis zwei Generationen dieser kleinen Tiere, sie legen im frühen Herbst ihre Eier, aus denen im folgenden Frühjahr Larven schlüpfen, die man von April bis Juni, anschließend häuten sie sich zu erwachsenen Zikaden, die im Sommer und vor allem im Herbst in der Natur zu finden sind. In manchen Literaturquellen wird diese Tierart auch als Grüne Zwergzikade bezeichnet.

  Weibliche Binsenschmuckzikade (Green Leaf-hopper, Cicadella viridis)   Weibliche Binsenschmuckzikade (Green Leaf-hopper, Cicadella viridis)  
  Weibchen, Foto: 20.06.2007,
Essen-Schönebeck
  Weibchen, Foto: 01.07.2007,
Essen-Schönebeck
 

Gemeine Blutzikade (Froghopper, Cercopis vulnerata)

Gemeine Blutzikade (Froghopper, Cercopis vulnerata)Auffällig schwarz-rot gefärbt ist die Blutzikade. Die Ausmaße der roten Farbbereiche können innerhalb der Art variieren, so dass nicht alle Individuen gleich aussehen. Die Tiere sind bis zu zehn Millimeter lang und länglich-oval geformt. Ihre Flügeldecken tragen Punktgruben und sind von ledriger Beschaffenheit. Betrachtet man die Insekten von der Seite, erkennt man sofort die dachartige Flügelhaltung, wodurch sich Zikaden leicht von Käfern unterscheiden lassen, deren Flügeldecken mehr oder minder stark gewölbt sind. Wie nahezu alle Zikaden, ernährt sich auch die Gemeine Blutzikade von Pflanzensaft, den sie saugt. Ihre Larven schützen sich mit einem selbst erzeugten Schaumgebilde, das im Volksmund auch als "Kuckucksspeichel" bezeichnet wird. Die Gemeine Blutzikade ist von Experten zum "Insekt des Jahres 2009" gewählt worden. Foto: 02.06.2007, Essen-Schönebeck

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Rhododendronzikade (Rhododendron Hopper, Graphocephala fennahi)

Rhododendronzikade (Rhododendron Hopper, Graphocephala fennahi)In der Zeit von Juni bis Oktober kann man auf manchen Rhododendronbüschen diese Zikadenart beobachten. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von zehn bis zwölf Millimeter und sind auffällig grün-rot gefärbt. Im Gesicht erstreckt sich ein dunkler Streifen über die Augen. Sie halten sich meist auf der Blattoberseite auf und sonnen sich. Sobald sie sich in Gefahr wähnen, kriechen sie blitzschnell auf die Blattunterseite. Der Saft der Rhododendronblätter bildet ihre Nahrung. Die Tiere kommen überall dort vor, wo sich Rhododendronbüsche finden, also vor allem in Parks und Gärten. Manchmal sind sie auch auf anderen Blättern zu sehen, sie entfernen sich jedoch nie allzu weit von Rhododendren. Ihre Larven sind durchscheinend hellgrün gefärbt, siehe Foto unten links. Sie halten sich ebenfalls auf Rhododendronblättern auf. Foto: 20.06.2007, Essen-Schönebeck

  Rhododendronzikade (Rhododendron Hopper, Graphocephala fennahi), Larve   Rhododendronzikade (Rhododendron Hopper, Graphocephala fennahi)  
  Larve, Foto: 20.06.2007,
Essen-Schönebeck
   Foto: 20.06.2007,
Essen-Schönebeck
 

Unbestimmte Zikaden

  Unbestimmte Zikade Nr. 1   Unbestimmte Zikade Nr. 2  
  Unbestimmte Zikade Nr. 1,
Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck
  Unbestimmte Zikade Nr. 2,
Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeckd>
 

Weitere Insekten

Gemeine Florfliege (Green Lacewing, Chrysoperla carnea s.l.)

Gemeine Florfliege (Green Lacewing, Chrysoperla carnea s.l.)Die Gemeine Florfliege kommt im Ruhrgebiet häufig vor. Sie hat eine Flügelspannweite von 15 bis 30 Millimeter, einen grün gefärbten Körper und bläulich-durchscheinende Flügel, die eine dichte, grüne Aderung tragen. Sehr auffällig schillern die halbkugelförmigen, hervortretenden Facettenaugen, die sich seitlich am Kopf befinden. Zur Überwinterung färben sich Florfliegen übrigens braun. Erwachsene Florfliegen ernähren sich von Pollen, Nektar und Honigtau (einem Stoffwechselprodukt von Blattläusen). In jedem Jahr entwickeln sich mehrere überlappende Generationen dieser Tiere. Weil die Larven der Gemeinen Florfliege Blattläuse fressen, gelten sie unter Pflanzenfreunden als Nützlinge und werden zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Unter Biologen ist noch nicht ganz geklärt, wie die Verwandtschaftsverhältnisse der Florfliegen innerhalb des Tierreichs anzusiedeln sind. In diesem Bereich wird auch weiterhin noch geforscht. Foto: 21.06.2007, Essen-Schönebeck

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Gemeiner Ohrwurm (Earwig, Forficula auricularia)

Gemeiner Ohrwurm (Earwig, Forficula auricularia)Die Körperlänge des Gemeinen Ohrwurms kann zwischen zehn und 16 Millimeter betragen. Der Körper ist dunkel rötlich-braun gefärbt, der Brustteil ist seitlich hellbraun gefärbt; auch die Beine sind hellbraun. Zu sehr kurzen Stummeln haben sich die Flügel dieser Tiere zurückgebildet, so dass sie ihre Flugfähigkeit fast vollständig verloren haben. Die dunkel gefärbten Fühler bestehen aus 15 Gliedern. Auffälligstes Merkmal sind die beiden Zangen, die die Tiere am Hinterleib tragen. Sie sind an der Basis hell gefärbt und werden zur Spitze hin dunkler. Tagsüber sieht man die Tiere nur selten, sie sind nachtaktiv und ernähren sich sowohl von pflanzlicher, als auch von tierischer Kost. Foto: 21.06.2007, Essen-Schönebeck

Wiesenschnake (Common Crane-fly, Tipula paludosa)

Wiesenschnake (Common Crane-fly, Tipula paludosa)Innerhalb des Tierreichs gehören die Wiesenschnacken zu den Mücken. Trotz ihrer verwandtschaftlichen Verhältnisse stechen sie Menschen oder Tiere nicht und saugen auch kein Blut. Die 15 bis 25 Millimeter langen Insekten ernähren sich von Wasser und Nektar auf Pflanzen. Dem Menschen können sie allerdings dennoch schaden, sofern sie in großen Massen auftreten. Dann zerstören sie mitunter Rasenflächen, weil sich die Larven der Wiesenschnaken von Gräserwurzeln sowie oberirdischen Pflanzenteilen ernähren. Pro Jahr fliegt nur eine Generation dieser Insektenart. Im August und September legen die Tiere ihre Eier im Gras ab. Foto: 02.09.2007, Essen-Schönebeck

 

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Interessante Internetseiten:

Diptera.info (englische Fliegen-Webseite)

Syrphidae.de (Schwebfliegen-Webseite)

Fliegen-Bildergalerie bei Flickr

Hymenoptera.de (Hummeln, Wespen, Bienen, Hornissen)

Naturgucker.de