Fotoreiseberichte.de - Ruhrgebiet

Startseite

· Ruhrgebiet allgemein
Bochum
· Botanischer Garten
· Kemnader See
· Ölbachteiche
· Ümminger See
Bottrop
· Tetraeder
Dortmund
· Zeche Zollern
Duisburg
· Rheinaue Walsum
  · Sommer
  · Winter
Essen
· Baldeneysee
· Gleispark Frintrop
· Halde Schurenbach
· NSG Heisinger Bogen
· NSG Heisinger Ruhraue
  · Sommer
  · Sommerhochwasser
  · Herbst und Winter
· NSG Oefter Tal
· Schellenberger Wald mit NSG Hülsenhaine
· Welterbe Zollverein
Gelsenkirchen
· Halde Rheinelbe
Hattingen
· Altstadt und Ruhr
· Winzer Bogen und Isenburg
Mülheim
· Kocks Loch
· Saarner Aue bis Innenstadt
Oberhausen
· Gasometer
· Literatur & Linktipps

Die Natur

· Amphibien & Reptilien
· Insekten
· Käfer und Wanzen
· Libellen
· Säugetiere
· Schmetterlinge und Falter
· Sonstige Tiere
· Spinnentiere
· Vögel
  · Teil 1
  · Teil 2
  · Teil 3
  · Teil 4

Die Natur im Ruhrgebiet: Amphibien und Reptilien

Quakender Teichfrosch (Pelophylax esculentus)Die meisten Reptilien und Amphibien gehören zu den heimlicheren Bewohnern des Ruhrgebiets und stehen bei vielen Menschen nicht sonderlich hoch auf der Beliebtheitsskala. Kröten werden von vielen Menschen als ekelig empfunden, Blindschleichen und Schlangen lösen Furcht aus. Leider sind etliche Reptilienarten sehr selten geworden, unter ihnen der Feuersalamander. Zum Glück gibt es in einigen Bereichen des Ruhrgebiets Bestände dieser nicht mehr häufigen Spezies, doch selbst dort sind die Tiere äußerst schwer zu finden. Wer sie sehen möchte, muss also sehr genau hinschauen. Amphibien zu beobachten, ist hingegen leichter. Frösche gibt es in vielen Gewässern, auch Kröten kann man mancherorts relativ leicht aufspüren. Foto: Teichfrosch (Pelophylax esculentus)

Die auf dieser Seite gezeigten Tiere habe ich nach bestem Wissen und Gewissen mit Hilfe diverser Webseiten und Bestimmungsbücher identifiziert. Irrtümer sind freilich nicht ausgeschlossen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen oder sollten Sie eine der bisher nicht bestimmten Tierarten benennen können, so würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail freuen.

· Kreuzkröte (Natterjack Toad, Bufo calamita)
· Mauereidechse (Wall Lizard, Podarcis muralis)
· Rotwangen-Schmuckschildkröte (Red-eared Slider, Trachemys scripta elegans)
· Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus)
· Wasserschildkröten (Terrapin)

Zum Seitenanfang ↑

Kreuzkröte (Natterjack Toad, Bufo calamita)

Junge Kreuzkröten (Natterjack Toad, Bufo calamita)Die Kreuzkröte gehört im Ruhrgebiet zu den seltenen Tieren. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von vier bis acht Zentimeter (Weibchen) oder vier bis sieben Zentimeter (Männchen). Hell ist die Grundfärbung auf dem Rücken der Tiere, darauf befindet sich eine braune oder olivgrüne Marmorierung. Meist verläuft ein gelblicher Streifen mittig von der Schnauze bis zum Rumpfende, diese Linie ist aber nicht bei allen Individuen vorhanden und bei sehr jungen Kreuzkröten, siehe Foto rechts, nur schwach ausgeprägt. Die Haut ist auf der Körperoberseite trocken und warzig. Waagerecht elliptisch sind die Pupillen geformt, die Iris ist gelblich bis grünlich. Anzutreffen sind Kreuzkröten in vegetationsarmen Trockenlebensräumen, in denen es Tümpel gibt. Foto: 18.08.2007, Gelsenkirchen-Ückendorf

Mauereidechse (Wall Lizard, Podarcis muralis)

Mauereidechse (Wall Lizard, Podarcis muralis)Mauereidechsen erreichen eine Körperlänge von bis zu 25 Zentimeter. Der Schwanz kann bei diesen Tieren doppelt so lang sein wie der Bereich zwischen Kopf und dem Ende des Rumpfes. Am Rücken ist die Mauereidechse hell- bis mittelbraun gefärbt, manche Individuen sind eher grau oder grünlich. Auf dieser Grundfarbe tragen die Tiere eine schwärzliche Fleckung. Sehr variabel hinsichtlich ihrer Farbgebung ist die Unterseite, die Farbpalette reicht von weißlich über gelb bis rot. Manche Tiere sind auf der Körperunterseite nicht gemustert, andere tragen dort Flecken oder Tupfen. Das hauptsächliche Verbreitungsgebiet der Mauereidechse ist Südeuropa, in Deutschland gibt es nur im Süden des Landes einige einzelne Vorkommen dieser Tierart. Im Ruhrgebiet kommt sie im Botanischen Garten der Ruhr-Universität Bochum in freier Natur vor. Die dortige Population geht sehr wahrscheinlich auf ausgesetzte Haustiere zurück, die sich in der Natur etablieren konnten. Foto: 02.06.2007, Bochum-Querenburg

Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus)

Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus)Der Teichfrosch ist im Ruhrgebiet an Tümpeln, Teichen und Seen in der Zeit von April bis etwa Mitte Oktober recht häufig zu finden. Die Tiere stellen keine eigene Art im biologischen Sinne dar, es handelt sich bei ihnen um Hybriden, die aus den beiden Arten Pelophylax ridibundus (Seefrosch) und Pelophylax lessonae (Kleiner Wasserfrosch) hervorgegangen sind. Obwohl es sich bei den Teichfröschen um Hybriden handelt, können sie sich aufgrund einer einzigartigen genetischen Besonderheit untereinander fortpflanzen. Weil es sich um Hybriden handelt, ist das Aussehen je nach genetischer Ausstattung mehr der einen oder anderen Art ähnlich, aus welcher der Teichfrosch hervorgegangen ist. Im Idealfall stellen die Tiere ein Mittelding zwischen den beiden Spezies dar. Bis zu neun Zentimeter können die Männchen lang werden, Weibchen bringen es auf eine Körpergröße von bis zu zwölf Zentimetern. Ihre Grundfärbung ist grün und sie tragen ein Fleckenmuster auf dem Rücken und den Beinen, das recht variabel sein kann. Foto: 02.06.2007, Bochum-Querenburg

  Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus)   Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus)  
  Foto: 02.06.2007,
Bochum-Querenburg
  Foto: 02.06.2007,
Bochum-Querenburg
 

Zum Seitenanfang ↑

Wasserschildkröten (Terrapin)

Rotwangen-Schmuckschildkröten (Red-eared Slider, Trachemys scripta elegans)Jeden Sommer bietet sich dasselbe Bild: In öffentlichen Teichen und Tümpel tummeln sich Wasserschildkröten, die in unserer Natur eigentlich gar nicht vorkommen. Bei den meisten dieser Tiere handelt es sich um lästig gewordene Haustiere, denen die Menschen "ihre Freiheit zurückgegeben" haben. Zwar können lokal einige dieser Tiere überleben, vor allem in milden Wintern. Trotzdem ist es ein Unding, dass Haustiere, die aus den Tropen stammen, von ihren Besitzern in unserer Natur einfach ausgesetzt werden, wenn sie ihrer überdrüssig geworden sind. Die Abbildung in diesem Absatz zeigt zwei Rotwangen-Schmuckschildkröten (Trachemys scripta elegans). Foto: 01.08.2007, Essen-Heisingen

Wasserschildkröte (Terrapin)Ungeachtet der Tatsache, dass das Aussetzen der Tiere gesetzeswidrig ist, landen Jahr für Jahr mehr Zierschildkröten in den Gewässern des Ruhrgebiets. Das Westfälische Museum für Archäologie in Herne hat vor einiger Zeit in einer Pressemitteilung erklärt, diese ausgesetzten Wasserschildkröten seien die häufigsten Reptilien im Ruhrgebiet. Lediglich die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) gehört tatsächlich in unsere Natur. Sie ist die einzige natürlich vorkommende Wasserschildkrötenart Deutschlands. Obwohl ich mich häufig in Feucht- und Naturschutzgebieten aufhalte, habe ich noch nie eine Europäische Sumpfschildkröte zu Gesicht bekommen. Foto: 08.06.2007, Essen-Rüttenscheid

 

Zum Seitenanfang ↑

 


Ruhrgebiet auf einer größeren Karte anzeigen

Interessante Internetseiten:

Amphibienführer für Deutschland

BPO Natura

Eidechsenseite Lacerta.de

Salamanderseiten

Naturgucker.de