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Natur im Ruhrgebiet: Schnecken

Achtung, zu dieser Seite gibt es eine überarbeitete Version, die Sie hier finden.

In der näheren Umgebung des Menschen und in der unberührten Natur leben in Deutschland zahlreiche verschiedene Schneckenarten. Es kommen sowohl Nacktschnecken als auch Schnecken mit Gehäuse bei uns vor. Manche Schneckenarten leben nicht an Land, sondern im Wasser. Etliche Spezies sind zudem nachtaktiv und deshalb relativ unbekannt. In diesem Kapitel werden die Schnecken, die ich im Ruhrgebiet und in dessen Umgebung beobachtet habe, nach Familien sortiert in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt.

Liste der beschriebenen Schneckenarten (18 Spezies)

Ackerschnecken (Agriolimacidae)
· Genetzte Ackerschnecke (Grey Field Slug, Deroceras reticulatum)
Bernsteinschnecken (Amber Snails, Succineidae)
· Bernsteinschnecke (Amber Snail, Succinea/Oxyloma sp.)
· Schlanke Bernsteinschnecke (Pfeiffer's Amber Snail, Oxyloma elegans)
Laubschnecken (Hygromiidae)
· Gemeine Haarschnecke (Hairy Snail, Trochulus hispidus)
· Seidenhaarschnecke (Trochulus sericeus)
Schlammschnecken (Lymnaeidae)
· Ohrschlammschnecke (Big Ear Radix, Radix auricularia)
· Spitzschlammschnecke (Great Pond Snail, Lymnaea stagnalis)
Schließmundschnecken (Clausiliidae)
· Schließmundschnecke (Door Snail, Clausiliidae)
Schnegel (Keelback Slugs, Limacidae)
· Tigerschnegel (Leopard Slug, Limax maximus)
Schnirkelschnecken (Snails, Helicidae)
· Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)
· Gefleckte Schnirkelschnecke (Copse Snail, Arianta arbustorum)
· Hain-Bänderschnecke (Brown-lipped Snail, Cepaea nemoralis)
· Weinbergschnecke (Burgundy Snail, Helix pomatia)
Schüsselschnecken (Patulidae oder Discidae)
· Gefleckte Schüsselschnecke (Discus Snail, Discus rotundatus)
Tellerschnecken (Ramshorn Snails, Planorbidae)
· Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)
Wegschnecken (Roundback Slugs, Arionidae)
· Gewöhnliche Wegschnecke (Spanish Slug, Arion vulgaris)
· Hellbraune Wegschnecke (Dusky Arion, Arion subfuscus)
· Wald-Wegschnecke (Frest Arion, Arion silvaticus)

Ackerschnecken (Agriolimacidae)

Die Ackerschnecken gehören zu den Nacktschnecken, sie tragen also keine Gehäuse. In Deutschland kommen acht verschiedene Spezies aus dieser Schneckenfamilie vor. Folgende Art wird in diesem Kapitel vorgestellt:

Genetzte Ackerschnecke (Grey Field Slug, Deroceras reticulatum)

Genetzte Ackerschnecke (Grey Field Slug, Deroceras reticulatum)Zu eine der häufigsten im Kulturland zu beobachtenden Schneckenarten gehört bei uns in Deutschland die Genetzte Ackerschnecke. Ausgestreckte erwachsene Individuen sind vier bis sechs Zentimeter lang. Für gewöhnlich haben die Tiere eine ockerfarbene, hellbraune oder cremefarbene Grundfärbung, auf der sich eine zarte, graue oder dunkelbraune Fleckenzeichnung befindet, die eine netzartige Form hat. Färbung und Muster sind allerdings sehr variabel und es kommen deshalb sowohl kontrastreich gezeichnete als auch recht hell wirkende Individuen vor. In extremen Fällen fehlt das Netzmuster oder es ist so stark ausgeprägt und breit, dass die entsprechenden Individuen dunkelgrau oder dunkelbraun aussehen. Auf der Oberseite sind diese Schnecken relativ runzelig. Foto: 03.05.2014, Bochum-Riemke

Bernsteinschnecken (Amber Snails, Succineidae)

In Deutschland kommen einige Bernsteinschnecken-Arten vor, die äußerlich nur schwer zu unterscheiden sind. Sie gehören entweder der Gattung Oxyloma oder der Gattung Succinea an und sie sind Gehäuseschnecken.

Bernsteinschnecke (Amber Snail, Succinea/Oxyloma sp.)

Bernsteinschnecke (Amber Snail, Succinea/Oxyloma sp.)Die Bernsteinschnecken gehören zu den Landlungenschnecken. Bei ausgewachsenen Individuen der Gattungen Succinea und Oxyloma misst das Gehäuse je nach Art zehn bis 15 Millimeter oder ist sogar noch etwas größer. Es weist drei bis vier Windungen auf und ist für gewöhnlich hellbraun bis bernsteinfarben. Dabei variiert die Farbpalette von hellen bis zu dunklen Farbtönen, aber auch Individuen mit grünlich-gelbem Gehäuse kommen vor. Der Körper der Schnecken ist in aller Regel grau-gelblich gefärbt und glatt. Zudem können helle oder fast weiße Schnecken sowie schwarzgraue Tiere vorkommen. Zu finden sind Bernsteinschnecken an feuchten Standorten wie zum Beispiel auf Feuchtwiesen, an sumpfigen Ufern von Bächen, Flüssen und Seen, an verlandeten Flussarmen, in Mooren und in feuchten Hochstaudenfluren. Vermodernde und frische Pflanzenteile bilden die Nahrung dieser Tiere. Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck

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Schlanke Bernsteinschnecke (Pfeiffer's Amber Snail, Oxyloma elegans)

Schlanke Bernsteinschnecke (Pfeiffer's Amber Snail, Oxyloma elegans)Zwischen neun und 17 Millimeter, in seltenen Fällen bis zu 20 Millimeter, ist das Gehäuse erwachsener Individuen der Schlanken Bernsteinschnecke groß. Bei den meisten Individuen hat das Gehäuse drei Windungen. Wie für Bernsteinschnecken üblich, ist die letzte (dritte) Windung die größte, auf sie entfallen etwa zwei Drittel der Gesamtlänge des Gehäuses. Bernsteinfarben bis dunkel graubraun ist das Gehäuse dieser Spezies gefärbt. Hell mit dunklen Flecken oder dunkel graubraun bis schwarz ist der weiche Körper der Schlanken Bernsteinschnecke. Beobachten lassen sich diese Tiere beispielsweise an stehenden Gewässern oder an sumpfingen, schlammigen Standorten. Foto: 07.04.2015, Bochum-Riemke

Laubschnecken (Hygromiidae)

Etwa 50 Arten aus der Familie der Laubschnecken sind in Europa heimisch und von diesen Tieren kommen wiederum 30 in Deutschland vor. Diese Schneckenfamilie trägt ein Gehäuse. In diesem Kapitel werden zwei Laubschnecken-Spezies vorgestellt.

Gemeine Haarschnecke (Hairy Snail, Trochulus hispidus)

Gemeine Haarschnecke (Hairy Snail, Trochulus hispidus)Die Gemeine Haarschnecke gehört zur Familie der Laubschnecken (Hygromiidae). Obwohl sie in unserer heimischen Natur sehr weit verbreitet ist, wird diese Schneckenart sehr oft übersehen. Der Durchmesser des Gehäuse dieser Tierart beträgt sechs bis zwölf Millimeter und es ist nur fünf bis sechs Millimeter hoch. Diese Angaben gelten für erwachsene Tiere, bei Jungtieren ist das Gehäuse viel kleiner. Außerdem trägt das Gehäuse bei jungen Individuen eine feine Behaarung, die bei erwachsenen Exemplaren nicht mehr vorhanden ist, weil sie abgenutzt ist. Welkes oder trockenes Pflanzenmaterial bildet einen großen Teil der Nahrung dieser Schnecken, sie fressen besonders gern trockene Brennnesseln (Urtica sp.). Pilze und Früchte stehen ebenfalls auf dem Speiseplan dieser Tiere. Sie mögen es feucht und leben in Parks, Gärten, lichten Wäldern, Gebüschen und Hecken. Foto: 02.11.2014, Bochum-Stahlhausen

Seidenhaarschnecke (Trochulus sericeus)

Das Gehäuse der Seidenhaarschnecke oder Seidigen Haarschnecke kann im Durchmesser maximal acht Millimeter groß werden. Somit ist diese Schneckenart relativ klein. Braun ist der Körper dieser Tiere gefärbt, das Gehäuse ist ebenfalls braun. Bei den meisten Individuen ist auf dem Gehäuse ein helles Kielband vorhanden. Typisch für die Spezies ist, dass das Gehäuse fein behaart ist. Wie dick die Wand des Gehäuses ist, hängt vom Lebensraum der Tiere ab. In feuchter Umgebung ist es eher dünnschalig, wohingegen Individuen, die in offenen, trockenen und warmen Gegenden leben sind, ein kräftigeres Gehäuse aufweisen. Darüber hinaus zeigen diese Tiere eine dunkle Bänderung des Gehäuses. Anzutreffen ist diese Schneckenart während des Sommerhalbjahrs unter anderem in der Krautschicht von Wäldern oder in Hecken und Gebüschen offener Landschaften.

  Seidenhaarschnecke (Trochulus sericeus)   Seidenhaarschnecke (Trochulus sericeus)  
  Foto: 15.09.2013,
Bochum-Riemke
  Foto: 11.06.2013,
Bochum-Riemke
 

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Schlammschnecken (Lymnaeidae)

Die Spitzschlammschnecken tragen ein Gehäuse und sie gehören zu den Wasserlungenschnecken (Basommatophora). Diese Schneckenfamilie ist weltweit vertreten, in Deutschland kommen 14 Arten vor. Zwei Schlammschnecken-Spezies werden in diesem Kapitel vorgestellt.

Ohrschlammschnecke (Big Ear Radix, Radix auricularia)

Ohrschlammschnecke (Big Ear Radix, Radix auricularia)Die Ohrschlammschnecke gehört zu den im Wasser lebenden Schnecken. Ihr Gehäuse ist recht dünnschalig und ohrförmig, woher der deutsche Name der Spezies rührt. Die ersten beiden Umgänge sind sehr klein, der letzte ist hingegen besonders breit. Zwischen 1,5 und 2,5 Zentimeter können die Gehäuse dieser Schneckenart hoch sein, die Breite kann bis zu zwei Zentimeter betragen. Sehr variabel ist die Färbung der Gehäuse. Sie können einfarbig oder gefleckt sein, hell oder dunkel grau bis braun. Im vorderen Bereich ist der Körper dieser Schnecken meist hell gefärbt und er trägt dunkle Flecken, im hinteren Bereich ist es umgekehrt. Ihre Fühler sind dreieckig. Grünalgen, Kieselalgen und Protozoen bilden die Nahrung der Ohrschlammschnecken. Foto: 11.04.2016, Bochum-Querenburg

Spitzschlammschnecke (Great Pond Snail, Lymnaea stagnalis)

Spitzschlammschnecke (Great Pond Snail, Lymnaea stagnalis)Bis zu circa 4,5 Zentimeter kann das Gehäuse der im Wasser lebenden Spitzschlammschnecke lang werden. Manche Individuen haben sogar ein zu sieben Zentimeter langes Gehäuse. Es ist dunkelbraun gefärbt und hat 7,5 Windungen. Stehende oder langsam fließende Gewässer sind typische Lebensräume, in denen man diese Tiere antreffen kann. Wegen des dort herrschenden pH-Wertes kommen sie in Moorgewässern jedoch nicht vor. Spitzschlammschnecken sind robuste Tiere, sie übersteht das vorübergehende Trockenfallen ihres Lebensraums ebenso wie harte Frostperioden im Winter. Aas, pflanzliche Kost und Schwebstoffe aus dem Wasser bilden die Nahrung der Spitzschlammschnecken. In manchen Literaturquellen wird diese Spezies auch als Spitzhorn-Schlammschnecke bezeichnet. Foto: 28.09.2013, Bochum-Querenburg

Schließmundschnecken (Door Snails, Clausiliidae)

Die Schließmundschnecken haben ein schmales, längliches Gehäuse. In Europa sind sie mit einer ganzen Reihe von Arten vertreten, von denen 27 in Deutschland heimisch sind.

Schließmundschnecke (Door Snail, Clausiliidae)

Schließmundschnecke (Door Snail, Clausiliidae)Ein hohes, schlankes und turmförmiges Gehäuse ist für Schnecken aus der Familie der Schließmundschnecken kennzeichnend. Die Tiere können sich vollständig in dieses Gehäuse zurückziehen und es mit Hilfe eines speziellen Verschlusses abdichten. Dieser Verschluss wird als Clausilium bezeichnet. Weil die Gehäusemerkmale bei den einzelnen hierzulande vorkommenden Arten nur winzige Unterschiede aufweisen, ist es schwierig, diese Tiere auf Artebene zu bestimmen. Die meisten Schließmundschnecken werden nur wenige Zentimeter lang. Aus dem Grund übersieht man sie in der Natur leicht. Die in diesem Absatz gezeigten Tiere hatten eine Gehäuselänge von etwa zehn bis zwölf Millimeter. Foto: 07.07.2007, Essen-Schönebeck

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Schnegel (Keelback Slugs, Limacidae)

Die Schnegel sind für gewöhnlich recht groß und es handelt sich bei ihnen um Nacktschnecken. Bei uns in Deutschland kommen acht verschiedene Schnegel-Arten vor.

Tigerschnegel (Leopard Slug, Limax maximus)

Tigerschnegel (Leopard Slug, Limax maximus)Tigerschnegel gehören zu den größten einheimischen Schnecken. Sie erreichen eine Körperlänge von etwa 13 Zentimeter, sie können im Einzelfall sogar bis zu 20 Zentimeter groß werden. Vor allem nachts sind Tigerschnegel aktiv. Ihre Grundfärbung ist hellgrau bis hellbraun. Ein Muster aus dunklen Flecken und Streifen, das ein wenig an die Zeichnung eines Tigers erinnert, bedeckt ihren Körper. Auf dem Mantelschild befinden sich Flecken, die teils ineinander übergehen. Der Fuß, also der hintere, längere Teil des Körpers, ist mit Streifen bedeckt. Hellbraun ist der Kopf des Tigerschnegels gefärbt, ebenso die Fühler, an deren Ende sich die Augen befinden. Anzutreffen sind diese Schnecken beispielsweise in Parks, Gärten, Wäldern und Auen. Sie sind in Gärten keine Schädlinge, denn sie ernähren sich überwiegend von Pilzen und welken Pflanzenteilen. Moose sowie pilzige Bereiche an Totholz ergänzen diese Kost. Mitunter fressen Tigerschnegel zudem andere Nacktschnecken sowie tote Artgenossen. Im Jahr 2005 ist diese Art "Weichtier des Jahres" gewesen. Foto: 19.07.2014, Bochum-Riemke

  Tigerschnegel (Leopard Slug, Limax maximus)   Tigerschnegel (Leopard Slug, Limax maximus)  
  Foto: 19.07.2014,
Bochum-Riemke
  Foto: 19.07.2014,
Bochum-Riemke
 

Schnirkelschnecken (Snails, Helicidae)

Die Familie der Schnirkelschnecken ist sehr artenreich und kommt in Europa häufig vor. Vor allem in Südeuropa gibt es viele Spezies aus dieser Familie, in Deutschland sind 14 Arten heimisch. Schnirkelschnecken gehören zu den Gehäuseschnecken und einige der Spezies zeigen ausgesprochen variable Gehäusezeichnungen. In diesem Kapitel werden vier Arten aus dieser Familie vorgestellt.

Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)

In der deutschen Natur ist die Garten-Bänderschnecke heimisch. Ihr Aussehen ist ausgesprochen variabel, die Färbung des Gehäuses kann von beige-gelblich bis bräunlich-grau variieren. Meist sind dunkelbraune Streifen auf dem Gehäuse zu finden, es sind zwischen einem und fünf dieser Streifen vorhanden. Der Körper der Tiere ist beige gefärbt. Die Schnecken sind in der Zeit von März bis Oktober draußen zu finden. Von der nahe verwandten Hain-Bänderschnecke sind die Garten-Bänderschnecken am hellen Streifen an der Mündung des Gehäuses zu erkennen. Krautige Algen stehen auf dem Speiseplan dieser Schneckenart, sie ist in Gärten kein Schädling. Überall dort, wo die Tiere genügend Nahrung finden, sind sie anzutreffen, also beispielsweise an Waldrändern, in Gärten und in Gebüschen. In manchen Literaturquellen wird die Garten-Bänderschnecke auch als Weißmündige Bänderschnecke oder als Garten-Schnirkelschnecke bezeichnet.

  Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)   Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)  
  Foto: 23.05.2007,
Essen-Schönebeck
  Foto: 05.06.2007,
Essen-Schönebeck
 

Gefleckte Schnirkelschnecke (Copse Snail, Arianta arbustorum)

Die Gefleckte Schnirkelschnecke hat ein kugeliges Gehäuse, dessen Gewinde kegelförmig ist. Je nach Individuum variieren die Höhe des Gewindes und die Größe des Nabels. Meist ist das Gehäuse kastanienbraun gefärbt und zeigt gelbliche Flecken sowie ein dunkles Band. Es kommen aber auch Individuen mit bräunlichem bis kastanienbraunem Gehäuse vor, das ein unregelmäßiges dunkles Fleckenmuster aufweist. Anzutreffen ist die Gefleckte Schnirkelschnecke beispielsweise in Wäldern, aber auch in offenen Landschaften. Alternative Bezeichnungen dieser Spezies lauten Baumschnecke oder Baumschnirkelschnecke.

  Gefleckte Schnirkelschnecke (Copse Snail, Arianta arbustorum)   Gefleckte Schnirkelschnecke (Copse Snail, Arianta arbustorum)  
  Foto: 05.04.2014,
Bochum-Riemke
  Foto: 05.04.2014,
Bochum-Riemke
 

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Hain-Bänderschnecke (Brown-lipped Snail, Cepaea nemoralis)

Hain-Bänderschnecke (Brown-lipped Snail, Cepaea nemoralis)In ihrem Aussehen ist die Hain-Bänderschnecke sehr variabel. Die Grundfärbung ist oft gelblich, sie kann aber auch rötlich oder bräunlich sein. Mehrere Linien zieren das Gehäuse vieler Individuen, jedoch gibt es einige Exemplare dieser Art, die keine Streifen aufweisen. Bis zu 5,5 Windungen kann das Gehäuse aufweisen, es erreicht eine Höhe von 17 bis 18 Millimeter und meist eine maximale Breite von circa 23 Millimeter. Ganz typisch für die Art ist der dunkle Abschluss des Gehäuses, wodurch sich die Art von der Garten-Bänderschnecke unterscheidet. Typische Orte, an denen man die Hain-Bänderschnecke antrifft, sind Gärten, Parks, lichte Wälder sowie Landschaften mit Gebüschen und Hecken. Feuchte Hochstaudenfluren bewohnt die Art ebenfalls. Abgestorbene und verrottende Pflanzenteile bilden die Nahrung dieser Schneckenspezies. Sie wird in manchen Literaturquellen als Hain-Schnirkelschnecke oder als Schwarzmündige Bänderschnecke bezeichnet. Foto: 01.08.2007, Essen-Heisingen

Weinbergschnecke (Burgundy Snail, Helix pomatia)

Weinbergschnecke (Burgundy Snail, Helix pomatia)Mit ihrer Körperlänge von bis zu zehn Zentimeter ist die Weinbergschnecke eine besonders auffällige Schneckenart, die in der deutschen Natur beobachtet werden kann. Anzutreffen sind diese gehäusetragenden Schnecken vor allem in Gegenden mit feuchten und kalkreichen Böden, häufig in Wäldern. Weil die Tiere eine Besonderheit darstellen, stehen sie in Deutschland unter Schutz. Der Körper der Schnecke ist beige, bräunlich oder grau gefärbt. Das Gehäuse ist meist bräunlich in unterschiedlichen Tönen gefärbt, die Färbung kann ein wenig variieren. Algenbewuchs und welke Pflanzenteile bilden die Nahrung dieser stattlichen Schnecken. Foto: 23.05.2007, Essen-Borbeck

Schüsselschnecken (Patulidae oder Discidae)

Die Vertreter der Familie der Schüsselschnecken sind in aller Regel sehr klein. Ihr Gehäuse ist in den meisten Fällen sehr flach gebaut und im Durchmesser rund. Deshalb lautet ein alternativer Name für diese Schneckenfamilie Knopfschnecken. Sie sind in Deutschland mit einer Reihe von Arten vertreten, von denen in diesem Kapitel eine präsentiert wird.

Gefleckte Schüsselschnecke (Discus Snail, Discus rotundatus)

Gefleckte Schüsselschnecke (Discus Snail, Discus rotundatus)Die Gefleckte Schüsselschnecke gehört zu den Landlungenschnecken. Zwischen 5,5 und sieben Millimeter kann der Durchmesser des Gehäuses erwachsener Tiere betragen, die Höhe des Gehäuses beträgt 2,4 bis 2,8 Millimeter. Zwischen 5,5 und sechs liegt die Zahl der Windungen des Gehäuses. Es ist auf der Oberfläche groß quergerippt und seine Grundfärbung ist gelblich-braun. Auf dieser Grundfarbe gibt es ein Muster aus feinen, rötlich-braunen Querbändern, die unregelmäßig angeordnet sind. Bläulich ist der Körper dieser Schneckenart auf der Oberseite gefärbt, der Fuß ist grauweiß. Heimisch ist die Gefleckte Schüsselschnecke an schattigen, feuchten und geschützten Stellen in Wäldern oder in dichten Hecken und in Gärten. Gern halten sich diese Tiere an Totholz, unter Steinen und in der Bodenstreu auf. Mitunter sind sie allerdings auch auf der Vegetation zu finden. Foto: 01.05.2014, Bochum-Riemke

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Tellerschnecken (Ramshorn Snails, Planorbidae)

Die Familie der Tellerschnecken lebt im Wasser, die Tiere gehören zu den Wasserlungenschnecken (Basommatophora). Das gesamte Jahr über und von Geburt an halten sie sich im feuchten Element auf, sie bevorzugen ruhig fließende oder stehende Gewässer. In Deutschland kommen mehrere Arten aus dieser Familie vor, ich habe bislang jedoch erst eine im Ruhrgebiet beobachten können und präsentiere sie in diesem Kapitel.

Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)

Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)Posthornschnecken leben in Süßwasser. Anzutreffen sind diese Tiere in stehenden und langsam fließenden Gewässern. Ihr Gehäuse ist dunkelbraun bis rötlich-schwarz gefärbt, flach und hat einen Durchmesser von bis zu vier Zentimeter. Eine Besonderheit dieser Schnecken ist es, dass sie zu den wenigen heimischen Arten gehören, die über roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) verfügen. Deshalb ist ihr Blut rot gefärbt. Außerdem ermöglicht diese Besonderheit es der Schneckenart, in sauerstoffarmen Gewässern überleben zu können. Auf dem Speiseplan dieser tagaktiven Tiere steht praktisch alles, was sie finden können: Sie fressen tote Pflanzenteile, Algen und auch Aas. Foto: 15.04.2015, Bochum-Querenburg

  Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)   Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)  
  Foto: 30.09.2013,
Bochum-Querenburg
  Foto: 19.08.2015,
Bochum-Querenburg
 

Wegschnecken (Roundback Slugs, Arionidae)

Die Familie der Wegschnecken umfasst in Europa etliche Arten, von denen 13 in Deutschland leben. Es handelt sich bei diesen Tieren um Nacktschnecken mit einem gerundeten Rücken. In diesem Kapitel werden drei Wegschnecken-Arten vorgestellt.

Gewöhnliche Wegschnecke (Spanish Slug, Arion vulgaris)

Gewöhnliche Wegschnecke (Spanish Slug, Arion vulgaris)Acht bis zwölf Zentimeter sind ausgewachsene Gewöhnliche Wegschnecken lang. Die Tiere sind in Deutschland sehr häufig zu beobachten und um sie gab es in der Vergangenheit einige Verwirrung. Man hatte angenommen, sie stamme ursprünglich aus Südeuropa, weshalb man sie als Spanische Wegschnecke bezeichnet hat. Inzwischen weiß man jedoch, dass das nicht korrekt ist. Die Körperfärbung der Gewöhnlichen Wegschnecke variiert sehr stark von braun, über rötlich bis hin zu gelb-orange; Jungtiere sind cremefarben. Im vorderen Bereich ihres Mantelschildes tragen Gewöhnliche Wegschnecken auf beiden Seiten jeweils ein großes, gut sichtbares Atemloch. Damit sie nicht austrocknen, schützen sich diese Nacktschnecken mit einem schleimigen Sekret. Außerdem kommen sie meist nur bei feuchtem Wetter oder während des Sommers vor allem nachts aus ihrem Unterschlupf. Gewöhnliche Wegschnecken ernähren sich überwiegend von saftigen Pflanzen, aber auch von Aas; darüber hinaus wird Kanibalismus beobachtet. Sie zerkleinern ihre Nahrung mit Hilfe ihrer Raspelzunge. Foto: 14.10.2013, Herne-Holthausen

  Gewöhnliche Wegschnecke (Spanish Slug, Arion vulgaris)   Gewöhnliche Wegschnecke (Spanish Slug, Arion vulgaris)  
  Foto: 16.08.2014,
Bochum-Riemke
  Foto: 01.05.2014,
Bochum-Riemke
 

Hellbraune Wegschnecke (Dusky Arion, Arion subfuscus)

Hellbraune Wegschnecke (Dusky Arion, Arion subfuscus)Hellbraune Wegschnecken erreichen eine Körperlänge von fünf bis sieben Zentimeter. Ihre Färbung ist variabel. Der Körper kann auf der Oberseite ockergelb, orangebraun bis dunkelbraun gefärbt sein. Der Rücken ist häufig ein wenig dunkler und rostbraun bis dunkelbraun gefärbt. Typisch sind außerdem zwei dunkelbraune Längsbinden, die sich seitlich auf der Oberseite befinden. Auf der rechten Seite des Körpers erstreckt sie sich entweder über oder unter der Atemöffnung. Bei vielen Individuen sind diese Längsbinden zum Rücken hin diffuser begrenzt als zum Fuß hin. Auffällig ist außerdem, dass Jungtiere für gewöhnlich eine kontrastreichere Färbung aufweisen als erwachsene Hellbraune Wegschnecken. In den meisten Fällen ist der Mantelschild dieser Tiere heller als der Rücken. Auf der Unterseite (an der Sohle) sind diese Schnecken hellgrau bis weiß gefärbt. Lebensräume, in denen man diese Tierart antrifft, sind beispielsweise Wälder, Parks und Gärten sowie Wiesen. Pflanzliche Kost und Pilze bilden die Nahrung dieser Spezies. Weil die Art sehr variabel ist, gehen manche Experten davon aus, dass es sich bei Arion subfuscus um einen Artkomplex handelt. Foto: 19.07.2014, Bochum-Riemke

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Wald-Wegschnecke (Frest Arion, Arion silvaticus)

Wald-Wegschnecke (Frest Arion, Arion silvaticus)Etwa drei bis vier Zentimeter kann die Wald-Wegschnecke lang sein. Sie ist auf dem Rücken aschgrau bis graubraun gefärbt und viele Individuen tragen einige Flecken, die etwas dunkler als die Grundfarbe sind. Oft ist der Mantelschild zum größten Teil etwas heller als die Grundfarbe, lediglich im zentralen Bereich ist er ein wenig dunkler. Zudem ist bei vielen Exemplaren der Rand des Mantelschilds dunkel. Zur hellen, weißlichen Sohle stehen die dunklen seitlichen Binden in Kontrast, zum Rücken hin sind sie ebenfalls scharf abgegrenzt. Die Fühler dieser Spezies sind dunkelbraun. Junge Wald-Wegschnecken sind hellgrau und sie haben eine helle Linie auf dem Rücken. Die Gelbstreifige Wegschnecke (Arion fasciatus) sieht der Wald-Wegschnecke sehr ähnlich, ist aber gelblicher gefärbt als diese. Herabgefallenes Laub bildet die Hauptnahrung der Wald-Wegschnecke. Sie lebt vor allem in Laubwäldern, kommt aber auch in Moor- und Heidewäldern vor. Ihre Einordnung als Art wird zurzeit von Experten diskutiert. Foto: 24.11.2014, Bochum-Riemke

Unbestimmte Schneckenarten

Leider habe ich einige Schneckenarten bisher nicht bestimmen können. Falls Sie die unten gezeigten Spezies erkennen, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail sehr freuen.

  Unbestimmte Schneckenart Nr. 1   Unbestimmte Schneckenart Nr. 2  
  Unbestimmte Schneckenart Nr. 1,
Foto: 10.08.2007, Essen-Heisingen
  Unbestimmte Schneckenart Nr. 2,
Foto: Mai 2005, Essen-Stadtwald
 

 

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