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Allgemeine
Informationen über das Ruhrgebiet
Beim
Begriff "Ruhrgebiet" denken viele Menschen an Kohle, Stahlindustrie,
rauchende Fabrikschlote und schlechte Atemluft. Der Region haftet ein
negativer Ruf an, der vielleicht vor 20 oder 30 Jahren einmal
gerechtfertigt gewesen sein mag, heute aber ganz und gar nicht mehr den
Tatsachen entspricht. Das Ruhrgebiet hat sich längst zu einem Stück
Deutschland gemausert, das in vielerlei Hinsicht sehenswert ist. Wie das
Kulturhauptstadtjahr 2010 gezeigt hat, können die Bewohner des Ruhrgebiets
mit Recht stolz auf Dinge wie die einzigartige
Industriekultur, die Einkaufsmöglichkeiten und die überraschend
artenreiche Natur sein. Foto: 29.03.2007, Kokerei Prosper in Bottrop
Im
Ruhrgebiet hat sich die Gewichtung vom produzierenden Gewerbe zu den
Dienstleistungsunternehmen aller Art gewandelt. Zum Beispiel
Seminarhotels, die Veranstaltungsräume vermieten, freuen sich
darüber. Darüber hinaus gibt es Kultur wie Theater und Musicals. Längst ist auch die
Wohnsituation nicht mehr so wie noch zu Zeiten der Stahlindustrie und
Kohleförderung. Kleine, verwinkelte Häuser der Kumpel von damals gibt es
zwar heute noch und sogar die Spuren alter Burganlagen finden sich im
Ruhrgebiet. Aber es sind vielerorts neue Wohnhäuser entstanden, die das
moderne Antlitz der Städte prägen. Ich selbst habe während der Zeit, als ich in Essen
gelebt habe, zwar zentral gewohnt, aber dennoch ruhig und mit direkter
Anbindung an die Kulturszene. Diese Möglichkeiten problemlos vereinen zu
können ist etwas, das ich am Ruhrgebiet
immer geliebt habe. Foto: 11.09.2007, Ruine der Burg Altendorf in
Essen
Weshalb ein Ruhrgebiets-Reisebericht?
Obwohl
ich gern in ferne Länder reise, bin ich
doch aus tiefstem Herzen eine "Ruhrpöttlerin" und habe immer gern im
Revier gelebt. Das Licht der Welt habe ich in
Mülheim an der Ruhr erblickt, wo ich fast 19 Jahre gelebt habe.
Danach sind
Bochum
und später
Essen meine Heimatstädte gewesen. Weil das Ruhrgebiet meiner Meinung nach
einige sehr beachtliche Naturschätze zu bieten hat, habe ich meiner
Geburtsregion einen Reisebericht gewidmet. Neben der Natur stelle ich
einige weitere regionstypische Sehenswürdigkeiten wie die
Industriekultur vor. Die Idee zu dem Reisebericht ist übrigens
entstanden, als
ich im September 2006 eine Hochzeitsfeier besucht habe, die in der
ehrwürdigen Kulisse der der
Zeche Zollern in Dortmund stattgefunden hat. Im April 2008 habe ich aus
beruflichen Gründen meine geliebte Heimat verlassen und bin nach
Düsseldorf
gezogen. So bin ich heute leider nur noch gelegentlich im Ruhrgebiet,
wenn ich Freunde und Verwandte besuche. Foto: 04.01.2006, Baldeneysee in
Essen
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Was ist das Ruhrgebiet?
Das
Ruhrgebiet wird als größter Ballungsraum Deutschlands bezeichnet. Es
misst etwa 4.450 Quadratkilometer, auf denen ca. 5,3 Millionen Menschen
wohnen. Im Ruhrgebiet sind eine Reihe von Großstädten so dicht
zusammengewachsen, dass man die Region durchaus als eine große Metropole
mit "Unterzentren" bezeichnen könnte. Die folgenden Städte (in
alphabetischer Reihenfolge) bilden das Ruhrgebiet: Bochum, Bottrop,
Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an
der Ruhr und Oberhausen. Hinzu kommen die Kreise Recklinghausen, Unna,
Wesel und der Ennepe-Ruhr-Kreis. Foto: 20.05.2007, Schloss Borbeck
in Essen
Von
West nach Ost misst das Ruhrgebiet an seiner breitesten Stelle 116
Kilometer, von Nord nach Süd erstreckt es sich über 67 Kilometer. Außer der Ruhr, nach der die
Region benannt worden ist, gibt es weitere Flüsse wie die Emscher und die
Lippe; hinzu kommen einige Kanäle. Im Norden zum Münsterland hin ist die
Landschaft deutlich ebener als im Süden, wo Hügel allgegenwärtig sind.
Auen, Wälder, große Wiesen und natürlich bebaute Flächen sowie
Industriegebiete - all das macht das Ruhrgebiet aus. Foto:
29.04.2007, das Dortmunder U
Die
Faszination dieses Teils von Deutschland liegt in der Mischung. So kann
man beispielsweise auf einer kargen Abraumhalde stehen und sich
vorkommen wie auf einem fremden, lebensfeindlichen Planeten. Fährt man
eine halbe Stunde, findet man sich im malerischen Flusstal der Ruhr
wieder, wo das Auge - zumindest im Sommerhalbjahr - nur Grün erblickt und
wo eine Vielzahl von Tieren eine Heimat findet. Darunter sind in letzter
Zeit zunehmend seltene Arten, die nach längerer Abwesenheit in die
inzwischen wieder intakte Natur an der Ruhr zurückgekehrt sind.
Foto: 01.04.2003, Kanadagans an der Ruhr
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Es
hat mir Spaß gemacht, diese vielfältige Region durch den Sucher meiner Kamera
zu erkunden und so immer wieder neue Facetten zu entdecken, die mir
zuvor leider selbst nie aufgefallen sind - vielleicht, weil sie mit den
Jahren einfach zu "gewöhnlich" geworden waren. Das Ruhrgebiet trotz der
langen Zeit, die ich dort verbracht habe, möglichst unvoreingenommen zu
betrachten, ist für mich beim Erstellen dieses Fotoreiseberichts etwas Besonderes
gewesen. Zwar lebe ich
inzwischen einige Kilometer entfernt im Rheinland, aber tief in meinem
Herzen werde ich immer eine echte "Ruhrpöttlerin" bleiben.
Foto: 02.06.2007, "Essen für das Ruhrgebiet" - Leuchtwerbung für die
Kulturhauptstadt 2010
Einen
weiteren Vorteil des Ruhrgebiets möchte ich nicht unerwähnt lassen.
Aufgrund seiner zentralen Lage in Nordrhein-Westfalen, ist es vom
Ruhrpott aus nicht weit zu anderen schönen Gebieten. Man ist schnell am
malerischen Niederrhein und in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Aber auch die östlich gelegenen
herrlichen Ausflugsziele, die zum Beispiel im Sauerland oder im
Kreis Lippe liegen, sind innerhalb kurzer Zeit vom Ruhrpott aus
zu erreichen. Damit ist das Ruhrgebiet gewissermaßen ein wenig der
Nabel der Welt - zumindest in Nordrhein-Westfalen. Foto: 01.04.2003,
Ruhrtalbrücke in Mülheim an der Ruhr
Wenn Sie über meine Bildersammlung und die dazugehörigen
Beschreibungstexte hinaus mehr über das Ruhrgebiet erfahren möchten,
dann empfehle ich Ihnen den Besuch von
Wikipedia.de.
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