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Die Natur im Ruhrgebiet: Libellen

Männlicher Großer Blaupfeil (Black-tailed Skimmer, Orthetrum cancellatum)Im Ruhrgebiet kommen nicht nur entlang der Ruhr zahllose Libellen vor, sondern auch an Tümpeln und Seen. Noch vor einigen Jahrzehnten sind manche Libellenarten entlang der Ruhr nicht mehr anzutreffen gewesen, weil die Wasserqualität des Flusses eine Fortpflanzung dieser Insekten nicht mehr zugelassen hat. Inzwischen hat sich die Lage glücklicherweise geändert und unter den Rückkehrern sind sogar einige Libellenspezies, die anderenorts als eher selten gelten. Foto rechts: Großer Blaupfeil (Orthetrum cancellatum)

Die auf dieser Seite gezeigten Libellenarten habe ich nach bestem Wissen und Gewissen mit Hilfe diverser Websites und Bestimmungsbücher bestimmt. Irrtümer sind freilich nicht ausgeschlossen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen oder sollten Sie eine der bisher nicht bestimmten Libellenarten benennen können, so würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail freuen. In diesem Kapitel werden die Tiere alphabetisch gezeigt. Sie sind nicht nach Familien geordnet.

· Blaue Federlibelle (White-legged Damselfly, Platycnemis pennipes)
· Blutrote Heidelibelle (Ruddy Darter, Sympetrum sanguineum)
· Frühe Adonislibelle (Large Red Damselfly, Pyrrhosoma nymphula)
· Frühe Heidelibelle (Red-veined Darter, Sympetrum fonscolombii)
· Gebänderte Prachtlibelle (Banded Demoiselle, Calopteryx splendens)
· Große Heidelibelle (Common Darter, Sympetrum striolatum)
· Große Königslibelle (Emperor Dragonfly, Anax imperator)
· Große Pechlibelle (Blue-tailed Damselfly, Ischnura elegans)
· Großer Blaupfeil (Black-tailed Skimmer, Orthetrum cancellatum)
· Hufeisen-Azurjungfer (Azure Damselfly, Coenagrion puella)
· Weidenjungfer (Emerald Damselfly, Lestes viridis)

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Blaue Federlibelle (White-legged Damselfly, Platycnemis pennipes)

Männliche Blaue Federlibelle (White-legged Damselfly, Platycnemis pennipes)Die Blaue Federlibelle gehört zu den Kleinlibellen. Sie erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 45 Millimeter und kann 35 Millimeter lang werden. Der Körper männlicher Tiere ist hellblau gefärbt und trägt ein schwarzes Muster, die Beine sind nahezu weiß gefärbt; sie werden von schwarzen Streifen geziert. Auffällig blau sind auch die großen Facettenaugen. Weibchen sind hell grünlich gefärbt. Diese Libellenart ist sowohl an Still-, als auch an Fließgewässern zu finden, deren Fließgeschwindigkeit langsam ist. Die Flugzeit beginnt im Juni und endet im September. Foto: 07.07.2007, Essen-Heisingen

  Männliche Blaue Federlibelle (White-legged Damselfly, Platycnemis pennipes)   Frisch geschlüpfte männliche Blaue Federlibelle (White-legged Damselfly, Platycnemis pennipes)  
Männchen, Foto: 07.07.2007,
Essen-Heisingen
Frisch geschlüpftes Männchen,
Foto: 15.07.2007, Hattingen

Blutrote Heidelibelle (Ruddy Darter, Sympetrum sanguineum)

Männliche Blutrote Heidelibelle (Ruddy Darter, Sympetrum sanguineum)Mit ihrer Flügelspannweite von maximal 60 Millimeter gehört die Blutrote Heidelibelle zu den mittelgroßen Libellen Deutschlands. Bei den männlichen Tieren sind Kopf, Thorax (Brustbereich) und der Hinterleib leuchtend rot gefärbt. Es kommen allerdings auch Weibchen mit dieser auffälligen Färbung vor. Schwarz sind die Beine dieser Libellenart. Weibchen weisen eine bräunliche bis gelbliche Färbung auf, auch ihre Beine sind schwarz. In der Zeit von Juni bis November an Stillgewässern aller Art sind diese Libellen anzutreffen, in besonders warmen Jahren beginnt die Flugzeit bereits etwas früher. Foto: 08.06.2007, Essen-Rüttenscheid

Frühe Adonislibelle (Large Red Damselfly, Pyrrhosoma nymphula)

Männliche Frühe Adonislibelle (Large Red Damselfly, Pyrrhosoma nymphula)Bereits recht früh im Jahr, also ab April, lässt sich in der deutschen Natur die Frühe Adonislibelle beobachten. Diese Spezies gehört zu den Kleinlibellen, die Tiere sind 35 bis 45 Millimeter lang, haben eine Flügelspannweite von bis zu 70 Millimeter und sind rot gefärbt. Ihre Flugzeit dauert bis in den Monat August. Bei beiden Geschlechtern sind auf dem Abdomen (hinterer Bereich des Körpers) schwarze Zeichnungen vorhanden, bei den Weibchen kommen einige gelbliche Bereiche hinzu. Insgesamt sind die Tiere aber überwiegend rot gefärbt. Bei jungen Libellen ist das Gesicht teilweise gelb. Heimisch sind Frühe Adonislibellen an kleinen Seen, langsam fließenden Bächen und moorigen Tümpeln. Foto: 02.06.2007, Bochum-Querenburg

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Frühe Heidelibelle (Red-veined Darter, Sympetrum fonscolombii)

Weibliche Frühe Heidelibelle (Red-veined Darter, Sympetrum fonscolombii)In den vergangenen Jahren hat sich die Frühe Heidelibelle immer weiter nach Norden ausgebreitet. Inzwischen ist diese wärmeliebende Art auch an einigen Stellen im Ruhrgebiet anzutreffen. Diese Großlibellenart ist zwischen 38 und 40 Millimeter lang. Männliche Tiere sind überwiegend rot gefärbt und zeigen seitlich einige helle Streifen. Am Ende des Körpers gibt es zudem einige dunkle Bereiche. Weibchen sind hingegen bräunlich bis gelblich gefärbt. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal sind die recht großen gelblichen Flecken am Ansatz der Flügel der Weibchen, außerdem sind ihre Beine an einigen Stellen gelb gefärbt. Typisch ist außerdem, dass die untere Hälfte der Augen bläulich gefärbt ist. Männliche Tiere weisen eine deutlich sichtbare rote Aderung in den Flügeln auf. Weil die Art sehr wärmeliebend ist, kommt sie vor allem an stehenden, warmen Gewässern vor. Die Flugzeit dauert in Mitteleuropa von Mai bis Oktober. Foto: 11.08.2007, Essen-Frintrop

Gebänderte Prachtlibelle (Banded Demoiselle, Calopteryx splendens)

Männliche Gebänderte Prachtlibelle (Banded Demoiselle, Calopteryx splendens)Bis zu 70 Millimeter kann die Flügelspannweite der Gebänderten Prachtlibelle betragen. Besonders auffällig und typisch für die Art sind die durchscheinenden Flügel, die beim Männchen einen dunkelblauen Bereich aufweisen, siehe Foto in diesem Absatz. Bei den Weibchen sind die Flügel irisierend grün. Der Körper ist metallisch grün-blau gefärbt. Anzutreffen ist die Art an kleinen bis mittelgroßen Bachläufen oder ähnlichen Fließgewässern. Je nach Witterung kann man Libellen dieser Art ab Ende April oder Anfang Mai bis in den September hinein beobachten. Foto: 08.06.2007, Essen-Rüttenscheid

Große Heidelibelle (Common Darter, Sympetrum striolatum)

Weibliche Große Heidelibelle (Common Darter, Sympetrum striolatum)Intensiv rot sind die Männchen der Großen Heidelibelle gefärbt, siehe Foto unten rechts. Die Flügelspannweite dieser Tiere kann bis zu etwa 60 Millimeter betragen, ihre Körperlänge bis zu 45 Millimeter. Anzutreffen ist diese Libellenart an allerlei Gewässern angefangen von Weihern und Tümpeln in Wiesen bis hin zu neu entstandenen Gewässern zum Beispiel in Sandgruben. Laien verwechseln die Tiere oft mit den Gemeinen Heidelibellen, bei denen der Hinterleib der Männchen jedoch anders geformt ist. Ältere Weibchen der Großen Heidelibelle sind am Hinterleib auf der Körperunterseite leicht bläulich gefärbt, die Oberseite ist bräunlich. Foto: 23.09.2007, Hattingen

  Weibliche Große Heidelibelle (Common Darter, Sympetrum striolatum)   Männliche Große Heidelibelle (Common Darter, Sympetrum striolatum)  
  Weibchen, Foto: 19.08.2007,
Duisburg-Walsum
  Männchen, Foto: 19.08.2007,
Duisburg-Walsum
 

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Große Königslibelle (Emperor Dragonfly, Anax imperator)

Weibliche Große Königslibelle (Emperor Dragonfly, Anax imperator)In der Nähe stehender Gewässer ist die Große Königslibelle sehr häufig anzutreffen. Sie ist die größte Libellenart Mitteleuropas, gehört zur Familie der Edellibellen und kann eine Flügelspannweite von 90 bis 110 Millimeter erreichen. Die Körperlänge kann bis zu 78 Millimeter betragen. Wie bei den meisten Libellenarten sind auch bei Anax imperator die beiden Geschlechter unterschiedlich gefärbt. Bei beiden Geschlechtern ist die Brust (der Thorax) grün. Männchen haben einen blau und schwarz gefärbten Hinterleib (Abdomen), bei den Weibchen ist er braun mit schwarzen Ringen. Von Juni bis August ist die Flugzeit dieser auffälligen Insekten. Foto: 08.06.2007, Essen-Rüttenscheid

Große Pechlibelle (Blue-tailed Damselfly, Ischnura elegans)

Weibliche Große Pechlibelle (Blue-tailed Damselfly, Ischnura elegans)Die Große Pechlibelle ist eine der häufigsten Kleinlibellenarten in Deutschland. Sie trägt ihren Namen, weil der Hinterleib größtenteils schwarz gefärbt ist. Ältere Männchen tragen am Oberkörper und am Hinterleib leuchtend blaue Partien auf, bei den älteren Weibchen ist der Oberkörper oft bräunlich gefärbt und der Hinterleib trägt eine blaue Zeichnung. Sehr junge Weibchen haben hingegen eine rötlich-braune Zeichnung am Hinterleib, siehe Foto in diesem Abschnitt. Der Körper der Großen Pechlibelle misst in der Länge 30 bis 35 Millimeter, die Flügelspannweite beträgt 45 bis 45 Millimeter. An langsam fließenden und an stehenden Gewässern sind diese Tiere zwischen Anfang Mai und September, in besonders warmen Jahren schon ab April zu sehen. Foto: 08.06.2007, Essen-Rüttenscheid

Großer Blaupfeil (Black-tailed Skimmer, Orthetrum cancellatum)

Männlicher Großer Blaupfeil (Black-tailed Skimmer, Orthetrum cancellatum)Zu den größten Libellenarten, die in Deutschland an Seen und Teichen zu beobachten sind, gehört der Große Blaupfeil. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von 45 bis 55 Millimeter und eine Flügelspannweite von maximal 90 Millimeter. Männchen sind blau gefärbt, siehe Foto rechts. Weibchen sind anfangs gelblich und mit zunehmendem Alter wechselt ihre Farbe, sie werden braun oder olivgrün. Der Große Blaupfeil ist überall dort zu finden, wo es steinige oder mit Kies bedeckte Uferzonen gibt, auch sandiger Untergrund zieht diese Libellenart an. Ebenso kann man die Tiere an Orten finden, an denen Uferzonen locker mit Binsen oder Schilf bewachsen sind. Ab Ende Mai bis August/September kann man diese Libellen in der deutschen Natur beobachten. Foto: 08.06.2007, Essen-Rüttenscheid

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Hufeisen-Azurjungfer (Azure Damselfly, Coenagrion puella)

Hufeisen-Azurjungfern (Azure Damselfly, Coenagrion puella)Ein Mitglied der Familie der Schlanklibellen (Coenagrionidae) ist die Hufeisen-Azurjungfer. In Deutschland ist diese Art sehr weit verbreitet und sie kommt in großer Zahl vor. Die Körperlänge der Hufeisen-Azurjungfer beläuft sich auf 35 bis 40 Millimeter, die Flügelspannweite kann maximal 50 Millimeter betragen. Schwarz und hellblau sind die Männchen gemustert, siehe Foto unten rechts. Auf der Oberseite weist das zweite Hinterleibssegment eine schwarze, hufeisenförmige Zeichnung auf, woher der Name der Spezies rührt. Weibchen sind für gewöhnlich grünlich gefärbt, siehe Foto unten links. Auch hellblaue weibliche Individuen sind mitunter zu beobachten. An kleinen, stehenden Gewässern ist diese Libellenart besonders häufig anzutreffen, aber auch an größeren Seen ist sie heimisch. Von Mai bis August dauert die Flugzeit der Hufeisen-Azurjungfer. Foto: 02.06.2007, Bochum-Querenburg

  Weibliche Hufeisen-Azurjungfer (Azure Damselfly, Coenagrion puella)   Männliche Hufeisen-Azurjungfer (Azure Damselfly, Coenagrion puella)  
  Weibchen, 02.06.2007,
Bochum-Querenburg
  Männchen, 02.06.2007,
Bochum-Querenburg
 

  Paarung der Hufeisen-Azurjungfer (Azure Damselfly, Coenagrion puella)   Paarung der Hufeisen-Azurjungfer (Azure Damselfly, Coenagrion puella)  
  Paarung, 02.06.2007,
Bochum-Querenburg
  Paarung mit störendem Männchen,
02.06.2007, Bochum-Querenburg
 

  Paarung der Hufeisen-Azurjungfer (Azure Damselfly, Coenagrion puella)   Paarung der Hufeisen-Azurjungfer (Azure Damselfly, Coenagrion puella)  
  Weibchen weicht störendem Männchen aus, 02.06.2007, Bochum-Querenburg   Das störende Männchen gibt auf,
02.06.2007, Bochum-Querenburg
 

Weidenjungfer (Emerald Damselfly, Lestes viridis)

Weibliche Weidenjungfer (Emerald Damselfly, Lestes viridis)Weil diese Libellen ihre Eier bevorzugt an über Gewässern hängenden Weidenästen ablegen, werden sie im Deutschen als Weidenjungfern bezeichnet. Zwischen 40 und 50 Millimeter sind die Tiere lang, ihre Flügelspannweite beläuft sich auf 50 bis 60 Millimeter. Jungtiere haben einen grünlichen, metallisch schimmernden Körper, der mit zunehmendem Alter kupfer- oder bronzefarben wird. Bei Jungtieren sind die von dunklen Adern umrandeten Flügelmale weißlich. Ältere Tiere tragen hingegen ockerfarbene oder beige gefärbte Flügelmale. An stehenden und langsam fließenden Gewässern sind Weidenjungfern anzutreffen. In manchen Literaturquellen wird die Art auch als Chalcolestes viridis bezeichnet. Foto: 10.08.2007, Essen-Heisingen

 

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Interessante Internetseiten:

Libellen-Seite von Beat Schneider

Libellen-Welt von Ingo Dumreicher

Libellen der Wetterau

Libellen Berlin-Brandenburg

Schutzgemeinschaft Libellen BaWü

Naturgucker.de