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Die Natur im
Ruhrgebiet: Käfer und Wanzen
Im
Ruhrgebiet kommen viele verschiedene Käfer- und Wanzenarten vor, die an
Land und im Wasser leben. In diesem Kapitel werden etliche Arten
vorgestellt, von denen ich für diese Zwecke brauchbares Bildmaterial
besitze. Selbstverständlich stellt die Übersicht nur einen winzigen
Ausschnitt der Artenvielfalt der Region dar. Die Bestimmung der Tiere
ist mit größter Sorgfalt erfolgt, Irrtümer sind jedoch nicht
ausgeschlossen. Sollte eine Tierart falsch benannt sein oder sollten Sie
eine der bislang nicht bestimmten Spezies identifizieren können, würde
ich mich über eine Nachricht per
E-Mail
freuen. Auf dieser Seite werden die Tiere in alphabetischer Reihenfolge
ihrer (deutschen) Namen präsentiert.
Käfer
·
Asiatischer Marienkäfer (Lady Beetle, Harmonia axyridis)
·
Augenfleckmarienkäfer (Eyed Ladybird, Anatis ocellata)
·
Blauer Erlenblattkäfer (Alder Leaf Beetle, Agelastica alni)
· Dunkler
Fliegenkäfer (Black Soldier Beetle, Cantharis obscura)
· Gartenlaubkäfer
(Garden Chafer, Phyllopertha horticola)
·
Grüner Sauerampferkäfer (Green Dock Leaf Beetle, Gastrophysa
viridula)
· Grünrüssler (Weevil)
· Kratzdistelrüssler (Weevil, Larinus turbinatus)
·
Licht-Marienkäfer (Ladybird, Calvia decemguttata)
·
Prächtiger Blattkäfer (Dead-nettle Leaf beetle, Chrysolina fastuosa)
·
Rotgelber Weichkäfer (Soldier Beetle, Rhagonycha fulva)
· Rothalsbock (Longhorn
Beetle, Stictoleptura rubra)
· Scharlachroter Feuerkäfer (Cardinal Beetle, Pyrochroa coccinea)
· Schwimmkäfer (Diving Beetle)
· Sechzehnfleckiger Marienkäfer (Orange Ladybird, Halyzia
sedecimguttata)
·
Siebenpunkt-Marienkäfer (Seven-spot Ladybird, Coccinella
septempunctata)
· Stolperkäfer (Dung
Beetle, Valgus hemipterus)
· Vierzehnpunkt-Marienkäfer (Fourteen-spotted Lady Beetle,
Propylea quatuordecimpunctata)
·
Wollkrautblütenkäfer (Varied Carpet Beetle, Anthrenus verbasci)
· Zweifleckiger Zipfelkäfer (Common Malachite Beetle, Malachius
bipustulatus)
· Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer (22-spot Ladybird, Psyllobora
vigintiduopunctata)
Wanzen
· Buntrock (Juniper Shield Bug,
Cyphostethus tristriatus)
· Feuerwanze (Fire Bug,
Pyrrhocoris apterus)
· Fleckige
Brutwanze (Parent Bug, Elasmucha grisea)
·
Gemeiner Rückenschwimmer (Common Backswimmer, Notonecta glauca)
·
Gepunktete Nesselwanze (Plant Bug, Liocoris tripustulatus)
· Grüne
Futterwanze (Common Green Capsid, Lygocoris pabulinus)
· Grüne Stinkwanze
(Green Shield Bug, Palomena prasina)
·
Langhaarige Dolchwanze (Meadow Plant Bug, Leptopterna dolabrata)
· Lederwanze (Dock Leaf Bug, Coreus marginatus)
·
Rotbeinige Baumwanze (Red-legged Shieldbug, Pentatoma rufipes)
· Ruderwanze (Water Boatman)
· Wasserläufer (Water
strider, Gerris sp.)
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Käfer
Asiatischer Marienkäfer (Lady Beetle, Harmonia axyridis)
Wie
es der Name bereits vermuten lässt, stammt der Asiatische Marienkäfer
ursprünglich vom gleichnamigen Kontinent. Er ist im 20. Jahrhundert in
Europa vom Menschen bewusst zur Schädlingsbekämpfung eingeführt worden.
Da die Art mit dem hiesigen Klima bestens zurechtkommt, haben sich in
freier Natur aus einigen entflogenen Tieren inzwischen große Bestände
entwickelt, so dass die Spezies vielerorts sehr häufig vorkommt. Es wird
befürchtet, dass sie irgendwann die heimischen Marienkäferarten
verdrängen könnte.
Foto: 25.05.2007, Essen-Schönebeck
Asiatische Marienkäfer haben ein recht variables Aussehen. Sie sind
meist zwischen sechs und acht Millimeter lang und etwa fünf bis sieben
Millimeter breit. Ihre Flügeldecken sind zwischen hell orangerot bis
leuchtend rot gefärbt. Die Mehrzahl der Tiere hat 19 schwarze Flecken
auf den Flügeldecken, bei einigen Käfern sind die Flecken jedoch nahezu
kaum vorhanden. Ein sicheres Erkennungsmerkmal ist der gelbliche
Halsschild, auf dem sich ein M- oder W-förmiges schwarzes Muster
befindet. Unter
Wikipedia.de gibt es weitere Informationen über die Art sowie Fotos
unterschiedlicher Morphen, also verschiedener Farbvarianten.
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Foto: 19.10.2005,
Essen-Rüttenscheid |
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Foto: 13.05.2007,
Essen-Schönebeck |
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Schwarze
Variante, Foto: 02.06.2007,
Essen-Altendorf |
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Schwarze
Variante, Foto: 01.07.2007,
EEssen-Schönebeck |
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Augenfleckmarienkäfer (Eyed Ladybird, em>Anatis ocellata)
Der
Augenfleckmarienkäfer ist der größte in Deutschland vorkommende
Vertreter seiner Familie. Er erreicht eine Körperlänge von 7,5 bis neun
Millimeter. Die Grundfärbung der Art ist rot, auf den Flügeldecken
tragen die Tiere insgesamt zehn schwarze Flecken. Diese weisen eine für
die Art typische gelbe Umrandung auf, was den Augenfleckmarienkäfer
unverwechselbar macht. Bei einigen wenigen Individuen können die Flecken
fehlen. Schwarz und gelblichweiß ist der Halsschild der Spezies gefärbt,
auf dem schwarzen Kopf liegen zwei gelbliche Flecken zwischen den Augen.
Lebensräume, in denen die Art anzutreffen ist, sind Nadel- und
Mischwälder sowie Kulturland, Moore, Heideflächen und Flussauen. Foto:
01.07.2007,
Essen-Schönebeck
Blauer Erlenblattkäfer (Alder Leaf Beetle, Agelastica alni)
Der
Blaue Erlenblattkäfer, manchmal auch einfach nur Erlenblattkäfer
genannt, gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Zwischen
sechs und sieben Millimeter beträgt die Körperlänge dieser Käferart. Ihr
Körperbau wirkt ein wenig gedrungen und von der Seite betrachtet, sind
die Tiere relativ stark gekrümmt. Auffällig metallisch blau sind die
Flügeldecken und der Halsschild gefärbt, auch die Beine und Fühler sowie
der Körper weisen diese Färbung auf. Es kommen jedoch auch grünliche,
violettblau oder schwarz gefärbte Individuen vor. Weil sich sowohl
erwachsene Käfer (Imagines) als auch Larven dieser Spezies von
Erlenblättern ernähren, sind die Tiere im Sommer an diesen Pflanzen zu
finden. Foto:
23.07.2011, Mülheim-Saarn
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Dunkler Fliegenkäfer (Black Soldier Beetle, Cantharis obscura)
Eine
Körperlänge von acht bis 13 Millimeter erreicht der Dunkle Fliegenkäfer.
Die Tiere weisen nahezu am gesamten Körper eine dunkle bis schwarze
Färbung auf. Lediglich die Seiten des Halsschildes sowie die Wangen und
die Unterseite des jeweils ersten und zweiten Flügelgliedes sind
orangegelblich bis gelb gefärbt. Auf der Körperoberseite tragen die
Käfer zudem eine sehr feine, anliegende Behaarung. Ab April bis in den
Monat Juli ist diese Käferart in Deutschland anzutreffen. Beobachten
lässt sich der Dunkle Fliegenkäfer vor allem in sonnigen Wäldern sowie
in dichten Gebüschen in der Nähe von Baumbeständen. In Gärten kann man
ihm ebenfalls begegnen. Diese Insektenart wird in manchen
Literaturquellen als Eichenweichkäfer bezeichnet. Foto: 11.05.2007,
Essen-Schönebeck
Gartenlaubkäfer (Garden Chafer, Phyllopertha horticola)
Zwischen
8,5 und elf Millimeter wird der Gartenlaubkäfer lang. Die Tiere sind an
ihren hellbraun bis rötlichbraun gefärbten Flügeldecken zu erkennen. Am
restlichen Körper zeigen diese Insekten eine schwarzgrün metallisch
glänzenden Färbung. Zudem ist der Körper auf der Oberseite dicht
behaart, auch an den Beinen tragen diese Käfer Härchen. Ihre Fühler sind
kurz und enden in drei Lamellen, woran die Tiere gut zu erkennen sind.
Anzutreffen sind sie in den Monaten Mai und Juni, meist kommen diese
tagaktiven Insekten in größeren Gruppen vor. An sonnigen Tagen fliegen
sie vor allem morgens, meist in der Zeit zwischen 8.30 Uhr und elf Uhr.
Auf ihrem Speisezettel stehen Blätter von Birken, Eichen und Hasel, aber
auch von Rosen- und Kirschblüten ernähren sich diese Käfer. Foto:
09.05.2009, Mülheim-Saarn
Grüner Sauerampferkäfer (Green Dock Leaf Beetle, Gastrophysa viridula)
Zwischen
vier und sieben Millimeter wird der Grüne Sauerampferkäfer lang.
Bei dieser Käferart sind die Männchen kleiner als die Weibchen. Der Körper
ist dunkel gefärbt und glatt, die Deckflügel schimmern in einem hübschen
metallischen Grünton, der je nach Lichteinfall bläulich bis gelblich
oder auch rot oder violett wirken kann. Weibchen sind an ihrem
vergrößerten Hinterleib zu erkennen. Vor allem während der Paarungszeit
kann dieser stark angeschwollen sein und weit unter den Deckflügeln
hervorstehen, siehe Foto rechts. Wie es der deutsche Name vermuten
lässt, sind die Tiere in aller Regel auf Ampfer (Rumex) zu finden. Sie
fressen die Blätter und pflanzen sich auch auf diesen Gewächsen fort.
Typische Lebensräume der im Sommer häufig in der Natur zu findenden
Käfer sind Waldränder, Gärten und auch Heidelandschaften sowie naturnahe
Wiesen. In manchen Literaturquellen wird diese Insektenart als
Ampfer-Blattkäfer bezeichnet. Foto: 01.05.2007,
Essen-Borbeck
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Grünrüssler (Weevil)
Zur Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) gehören die Grünrüssler, die
in Deutschland in verschiedenen Arten und Gattungen vorkommen. Im
Frühling und Sommer sind diese meist zwischen drei und sechs Millimeter
langen Käfer an vielen Stellen im Ruhrgebiet zu finden. Sie sind
tagaktiv und schimmern im Sonnenlicht grünlich bis bronzefarben. Mehrere
Arten sind mir bereits vor die Linse geraten. Genau bestimmen konnte ich
sie bislang allerdings nicht, weil ich keine Käferexpertin bin. Sollte
jemand die Arten sicher identifizieren können, würde ich mich über eine
Benachrichtigung per
E-Mail sehr freuen. Foto: 02.06.2007, Essen-Schönebeck
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Unbestimmter Grünrüssler Nr. 2,
Foto: 11.06.2007, Essen-Schönebeck |
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Unbestimmter Grünrüssler Nr.
3,
Foto: 11.05.2007, Essen-Schönebeck |
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Kratzdistelrüssler (Weevil, Larinus turbinatus)
Der
Kratzdistelrüssler ist ein kleiner, sehr gedrungen wirkender Käfer.
Seine Grundfärbung ist schwarz, die Flügeldecken tragen einige
Längsrillen. Außerdem sind auf den Flügeldecken und auf dem oberen
Körper graue Haarflecken vorhanden, die dem Käfer ein geschecktes
Aussehen verleihen. Auffälligstes Merkmal dieser vier bis neun
Millimeter langen Tiere ist der Kopf mit dem rüsselartigen Fortsatz. Im
Sommer kann man die Tiere auf Disteln finden, dort legen die Weibchen
ihre Eier ab. Foto: 18.08.2007, Gelsenkirchen-Ückendorf
Licht-Marienkäfer (Ladybird, Calvia decemguttata)
Diese
Marienkäferart wird zwischen fünf und 6,7 Millimetern lang. Die
Grundfärbung des Lichtmarienkäfers ist ein zartes hellbraun mit
rötlichem Anflug. Auf jeder Flügeldecke sind fünf weiße Punkte zu sehen,
von denen jeweils zwei nebeneinander angeordnet sind, der dritte
befindet sich am hinteren Ende der Flügeldecken. Auffällig sind die
schwarzen Augen, die sich von dem ebenfalls hellbraunrot gefärbten Kopf
abheben. Auf dem Halsschild, der dieselbe Farbe hat, gibt es einige
weißliche Flecken, die verwaschen wirken. Licht-Marienkäfer haben ihren
Namen erhalten, weil sie sich von künstlichem Licht angezogen fühlen. In
manchen Quellen werden sie auch als Zehnfleck-Marienkäfer bezeichnet.
Weil die Art stark an Wälder gebunden ist, findet man den
Licht-Marienkäfer normalerweise nur dort. Blattläuse bilden die Nahrung
dieser Tiere. Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck
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Prächtiger Blattkäfer (Dead-nettle Leaf beetle, Chrysolina fastuosa)
Zwar
wird der Prächtige Blattkäfer nur circa fünf Millimeter groß, aber
aufgrund seines in unterschiedlichen Farben metallisch schimmernden
Körpers ist er dennoch eine auffällige Erscheinung. Die Flügel glänzen
in Blau, Rot, Grün und Violett, wobei die Färbung bei jedem Tier ein
wenig unterschiedlich ausfällt. Viele Tiere tragen einen blauen
Längsstreifen in der Mitte der Flügel, so auch das rechts abgebildete
Exemplar. Betrachtet man die Tiere aus nächster Nähe, kann man winzige
Punkte auf ihrem Körper sehen. Zu finden sind diese schönen Käfer auf
offenen, buschreichen Arealen wie Wiesen, Hecken und Brachland, aber
auch Waldränder bewohnen diese Käfer. Foto: 10.08.2007,
Essen-Heisingen
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Foto: 10.08.2007,
Essen-Heisingen |
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Paarung, Foto: 10.08.2007,
Essen-Heisingen |
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Rotgelber Weichkäfer (Soldier Beetle, Rhagonycha fulva)
Ab
Juni kann man sie auf Gräsern, Doldenblüten und auf anderen Pflanzen oft
in regelrechten Massen beobachten: die Rotgelben Weichkäfer. Wie es der
Name vermuten lässt, gehören sie zur Familie der Weichkäfer. Diese
Käferart wird zwischen sieben und zehn Millimeter lang. Nahezu ihr
gesamter Körper ist rotgelb gefärbt. Lediglich an den hinteren Enden der
Deckflügel weisen sie eine dunklere Färbung auf. Ihre ersten beiden
Fühlerglieder sind rötlich gefärbt, die restlichen braun. Im oberen
Bereich sind die Beine orange gefärbt, die Füße - bei den Käfern Tarsen
genannt - sind braun gefärbt. Auf den Blüten sitzen die Käfer und jagen
dort nach kleinen Insekten, von denen sie sich ernähren. Sie sind
tagaktiv und können sehr gut fliegen. Weil die Paarung bei dieser
Käferart relativ lang dauert, ist es leicht, sie zu beobachten.
Foto: 07.07.2007, Essen-Schönebeck
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Foto: 21.06.2007, Essen-Schönebeck |
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Foto: 08.07.2007,
Essen-Heisingen |
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Rothalsbock (Longhorn Beetle, Stictoleptura rubra)
Der Rothalsbock gehört zur Familie der Bockkäfer und wird in manchen
Quellen alternativ als Roter Halsbock oder Gemeiner Bockkäfer
bezeichnet. Diese Käferart kann eine Körperlänge von zehn bis 20
Millimeter erreichen. Die Geschlechter unterscheiden sich sowohl in der
Färbung als auch in der Gestalt. Bei den Männchen, siehe Foto rechts,
variiert die Färbung. Ihre Flügel sind ockergelb gefärbt, der Halsschild
ist entweder ganz oder nur zum Teil schwarz gefärbt. Recht stark gesägt
sind die Fühler geformt, die Beine sind zum Körper hin dunkel gefärbt,
die äußeren Glieder sind bräunlich bis ockerfarben. Weibliche
Rothalsböcke haben leuchtend rot gefärbte Flügel und Halsschilde. Der
Kopf des Weibchens ist schwarz gefärbt, die Fühler sind nur schwach
gesägt und mittellang. Meist sind diese Käfer auf Waldlichtungen oder
auf waldnahen Wiesen anzutreffen. Foto: 12.08.2007, Essen-Schönebeck
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Scharlachroter Feuerkäfer (Cardinal Beetle, Pyrochroa coccinea)
Mit
ihrer Körpergröße von 14 bis 18 Millimeter sind Scharlachrote Feuerkäfer
alles andere als klein. Hinzu kommt die auffällige Färbung, weshalb sie
sogar in dichter Vegetation weithin sichtbar sind. Bei dieser
Feuerkäfer-Art sind die Flügeldecken und der Halsschild scharlachrot
gefärbt, der Kopf, die Fühler und die Beine sind schwarz. Anhand der
Fühler lassen sich Männchen und Weibchen von einander unterscheiden: Bei
männlichen Tieren sind sie gekämmt, bei weiblichen gezähnt. Diese
Käferspezies kommt an Waldrändern und auf Lichtungen vor; man kann sie
in den Monaten Mai und Juni beobachten, weil ihr Flug in diese Zeit
fällt. Foto: 11.06.2006, Essen-Rüttenscheid
Schwimmkäfer (Diving Beetle)
Schwimmkäfer
kommen in Mitteleuropa in 152 Arten vor. Diese Tiere können zwischen
zwei und 40 Millimeter groß werden. Das rechts gezeigte Individuum ist
etwa 25 Millimeter lang gewesen. Leider weiß ich nicht, zu welcher Art
es gehört. Falls Sie bei der Bestimmung helfen können, würde ich mich
über eine Nachricht per
E-Mail
freuen. Tümpel, Seen, Moorgewässer, Flüsse und Bäche sowie andere
stehende beziehungsweise eher langsam fließende Gewässer sind die Heimat
dieser Insekten. Sie sind Fleischfresser und erbeuten unter Wasser
kleine Fische, Insekten und Kaulquappen. Foto: 06.06.2007,
Essen-Katernberg
Sechzehnfleckiger Marienkäfer (Orange Ladybird, Halyzia sedecimguttata)
Zwischen fünf bis sieben Millimeter lang wird der Sechzehnfleckige
Marienkäfer. Sein Körper ist oval geformt und sowohl auf der Ober- als
auch auf der Unterseite sind diese zierlichen Tiere hellbraun gefärbt. In auffälligem Kontrast
zu dieser vergleichsweise hellen Färbung
stehen die schwarzen Augen, die dadurch deutlich zu erkennen sind. Auf den beiden Flügeldecken tragen
Sechzehnfleckige Marienkäfer
je acht weiße Flecken. Bei einigen Individuen dieser Käferart sind
jedoch nicht alle Flecken vorhanden. Auch auf dem Halsschild befinden
sich zwei helle Flecken. Am Flügeldeckenrand verläuft auf beiden Seiten
eine feine, helle Längslinie. Laubwälder stellen den bevorzugten
Lebensraum dieser Käfer dar, aber sie kommen auch in Nadelwäldern vor.
Im Ruhrgebiet findet man sie deshalb nur in der Nähe von Gehölzen und
Wäldern. Foto: 15.09.2004, Essen-Rüttenscheid
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Paarung, Foto: 13.07.2007, Essen-Schönebeck |
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Foto: 13.07.2007,
Essen-Schönebeck |
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Siebenpunkt-Marienkäfer (Seven-spot Ladybird, Coccinella septempunctata)
Die Körperlänge des Siebenpunkt-Marienkäfers liegt
zwischen fünf und acht Millimeter. Der Körper wirkt leicht gestreckt,
ist von oben betrachtet oval geformt und stark abgerundet, wenn man von
der Seite auf einen solchen Käfer blickt. Je drei schwarze Punkte zieren
die roten Flügeldecken und auf dem Schildchen, also ein Stück hinter dem
Kopf, befindet sich ein siebter, größerer Fleck, der von zwei weißen
Bereichen flankiert wird. Schwarz ist der Halsschild gefärbt, ihn ziert
vorn rechts und links je ein weißer Fleck. Auch der Kopf des
Siebenpunkt-Marienkäfers ist schwarz gefärbt und trägt zwei kleine weiße
Punkte. Überall dort, wo es Blattläuse gibt, die die Nahrung dieser
Marienkäfer-Art bilden, kommt die Spezies vor. Sie ist im Ruhrgebiet in
Wäldern sowie in Parks und Gärten anzutreffen. Der
Siebenpunkt-Marienkäfer ist von Experten zum "Insekt
des Jahres 2006" gewählt worden. Foto: 02.06.2007, Essen-Altendorf
Stolperkäfer (Dung Beetle, Valgus hemipterus)
Zwischen sechs und zehn Millimeter beträgt die
Körperlänge dieser Stolperkäferart. Männliche Tiere haben eine dunkel
geschuppte Oberseite, die helle Bereiche trägt, siehe Foto rechts. Bei
den Weibchen ist die Oberseite dunkel geschuppt. Zudem sind die
Deckflügel relativ kurz, weshalb sie nicht den gesamten Hinterleib
bedecken. Weibchen tragen am Hinterleib einen Stachel, mit dem es die
Eier legt, siehe
Abbildung im Düsseldorf-Reisebericht. In Mittel- und Südeuropa sind diese Käfer in den Monaten Mai
und Juni recht häufig zu finden. Ihre Verbreitungsgrenze erstreckt sich
etwa in Höhe der Niederlande. Foto: 12.05.2008, Essen-Schönebeck
Vierzehnpunkt-Marienkäfer (Fourteen-spotted Lady Beetle,
Propylea quatuordecimpunctata)
Zu den häufigsten Marienkäferarten in Mitteleuropa
gehört der Vierzehnpunkt-Marienkäfer. Zwischen 3,5 und 4,5 Millimeter
werden diese Tiere lang. Wie die meisten anderen Marienkäfer-Spezies
kommt auch diese in vielen unterschiedlichen Muster- und
Formenspielarten vor. Kennzeichnend ist eine hell- bis leuchtend gelbe
Färbung der Deckflügel, auf denen sich je sieben schwarze Flecken
befinden, die nahezu rechteckig geformt sind. Bei manchen Individuen sind
die Flecken so stark vergrößert, dass sie ineinander übergehen, wodurch die gelbe
Grundfärbung kaum noch zu erkennen ist. Auf dem Halsschild tragen die
Tiere vier bis acht schwarze Flecken, die mehr oder minder stark
zusammengewachsen sind. Fühler und Beine dieser Marienkäfer sind
gelbbraun gefärbt. Wiesen, Felder, Laubwälder, Gehölze und Gärten sind
typische Lebensräume der Tiere. Diese Tiere werden in manchen
Literaturquellen auch als Schachbrett-Marienkäfer
bezeichnet. Foto: 15.07.2007, Hattingen
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Wollkrautblütenkäfer (Varied Carpet Beetle, Anthrenus verbasci)
Nur
1,7 bis 3,5 Millimeter lang wird der Wollkrautblütenkäfer. Die
Grundfärbung ist dunkelbraun, darüber verläuft ein variabel gefärbtes,
weißes und hellbraunes Muster. Meist sind drei helle Querbinden
vorhanden. Der Körper der Tiere ist stark rundlich, fast kugelförmig.
Wollkrautblütenkäfer gehören zu den sogenannten Kulturfolgern. Das
heißt, diese Tiere haben sich dem Menschen eng angeschlossen und sind
überall dort zu finden, wo er lebt. In Wohnungen und Häusern trifft man
sie ebenso an wie in Gärten. Mitunter kommen die stark behaarten Larven
dieser Käferart in Häusern massenhaft vor. Foto: 05.04.2008,
Essen-Schönebeck
Zweifleckiger Zipfelkäfer (Common Malachite Beetle, Malachius bipustulatus)
Mit ihrer Körperlänge von nur sechs Millimeter sind
die Zweifleckigen Zipfelkäfer eher klein. Sie werden deshalb häufig
übersehen. Ihr Körper schimmert metallisch-grünlich, sie tragen außerdem
winzige Härchen auf den Flügeldecken. Am Ende der Deckflügel befindet
sich je ein roter Punkt, auch seitlich am vorderen Körper sowie am
Fühleransatz gibt es rote Körperpartien. Der Hinterleib ragt wie ein
kleiner Zipfel unter den Deckflügeln hervor. Weil sich die Käfer von
Pollen ernähren, kann man sie häufig auf Blüten oder Gräsern bei der
Nahrungsaufnahme beobachten. In manchen Literaturquellen wird diese Art
als Zweifleckiger Warzenkäfer bezeichnet. Foto: 07.06.2007, Essen-Schönebeck
Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer (22-spot Ladybird, Psyllobora vigintiduopunctata)
Gerade
einmal drei bis 4,5 Millimeter sind Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer
lang. Ihr Körper ist fast kreisrund geformt, der Rücken ist stark
gewölbt und die Flügel sind leuchtend gelb bis gelborange gefärbt. Jeder
der beiden Flügel trägt elf schwarze Punkte. Das Schildchen (Scutellum)
ist ebenfalls schwarz gefärbt. Der Halsschild ist gelb gefärbt, bei
einigen Individuen ist er weiß. Auf dem Foto rechts sind beide
Farbvarianten zu sehen. Fünf symmetrisch angeordnete schwarze Punkte
zieren den Halsschild, einer erstreckt sich direkt über das Schildchen.
Die Körperunterseite dieser Marienkäfer-Art ist schwarz gefärbt und
zeigt gelbe Flecken. Fühler und Beine sind überwiegend gelb gefärbt.
Waldränder, Wiesen und Gärten sind Orte, an denen man diesen Tieren
typischerweise begegnet. Besonders gern halten sie sich auf Eichen auf.
Imagines, also erwachsene Käfer, sind in der Zeit von April bis
September in der Natur zu finden. Mehltau bildet die Nahrung der
ausgewachsenen Käfer. Foto: 24.06.2007, Essen-Schönebeck
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Unbestimmte Käferarten
Die folgenden Käferarten habe ich bisher nicht
bestimmen können. Falls Sie helfen können, würde ich mich über eine
Nachricht per
E-Mail
freuen.
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Unbestimmte Käferart Nr. 1,
Foto: 02.06.2007, Essen-Schönebeck |
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Unbestimmte Käferart Nr. 2,
Foto: 12.05.2007, Essen-Schönebeck |
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Unbestimmte Käferart Nr. 3,
Foto: 02.06.2007, Essen-Schönebeck |
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Wanzen
Buntrock (Juniper Shield Bug, Cyphostethus tristriatus)
Der Buntrock gehört zur Familie der Stachel- oder Bauchkielwanzen.
Weltweit ist die Familie mit circa 180 Arten vertreten, von denen acht
in Europa heimisch sind. Zwischen acht und elf Millimeter kann der
Buntrock lang werden. Die Grundfärbung ist grün, die hinteren Enden des
Halsschildes und die Flügeldecken tragen eine rotbraune Zeichnung. An
den Ecken ist das Schildchen hell- bis gelbgrün gezeichnet. Auf dem
häutigen Flügelteil tragen diese Wanzen ein dunkles Muster. Erwachsene
Tiere sind genau wie die Larven vor allem auf Wacholder, Lebensbäumen
und Scheinzypressen anzutreffen, aber auch in Feuchtgebieten und auf
Trockenrasen stehen die Chancen gut, den Tieren zu begegnen. Von August
bis in den Juni des Folgejahres kann man erwachsene Buntröcke
beobachten.
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Foto: 24.06.2007,
Essen-Schönebeck |
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Foto: 24.06.2007,
Essen-Schönebeck |
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Feuerwanze (Fire Bug, Pyrrhocoris apterus)
Die
Körperlänge der Feuerwanze kann bis zu zehn Millimeter betragen. Ihre
rot-schwarze Färbung ist sehr auffällig, weshalb diese Insekten im Grün
der Pflanzen leicht zu sehen sind. Feuerwanzen sind gesellige Tiere, die
sich meist in größeren Gruppen in ihren bevorzugten Lebensräumen
aufhalten. Diese sind Kastanien, Linden und Robinien, aber auch mitunter
Gebüsche. In Parkanlagen, großen Gärten und entlang von Alleen sind
Feuerwanzen in Mitteleuropa anzutreffen. Nachdem die Tiere im Frühling
ihr Winterquartier verlassen haben, beginnen sie sofort mit der Balz und
der Eiablage. Dadurch sind im August eines Jahres bereits wieder junge,
geschlechtsreife Feuerwanzen vorhanden. Lindensamen werden von den
Wanzen besonders gern angebohrt, um den Saft zu saugen; die Säfte
anderer Pflanzen ergänzen diese Kost. Foto: 15.07.2007, Hattingen
Zum Seitenanfang ↑
Fleckige Brutwanze (Parent Bug, Elasmucha grisea)
Die
Fleckige Brutwanze ist sechs bis acht Millimeter lang und gehört zur
Familie der Stachelwanzen. Ihre Färbung ist variabel, diese Spezies ist grünlich, graugelb und rotbraun
gefärbt. Typisch für die Fleckige Brutwanze sind zahlreiche kleine,
dunkle Punkte, die sich auf der Körperoberseite der Tiere befinden. Auf
der Körperunterseite fehlen diese Punkte, dort sind einzig
die Atemöffnungen als dunkle Partien zu erkennen. Am Hinterleib ist der
seitliche Rand abwechselnd hell und dunkel gefärbt. Während des Sommers
sind die Tiere anders gefärbt als später im Jahr: Zum Herbst hin werden
sie zunehmend rötlichbraun. Aufgrund ihrer Nahrungsvorlieben ist diese
Wanzenart auf Birken und Erlen anzutreffen. Sie ernährt sich saugend vom Saft der Blätter dieser
Bäume.Eine Besonderheit dieser Spezies ist, dass die Weibchen ihr Gelege
und ihren Nachwuchs bewachen. Diese Verhaltensweise ist auf einem
Foto im Düsseldorf-Reisebericht zu sehen. Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck
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Foto: 16.06.2007,
Essen-Schönebeck |
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Nymphe,
Foto: 16.06.2007,
Essen-Schönebeck |
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Gemeiner Rückenschwimmer (Common Backswimmer, Notonecta glauca)
Rückenschwimmer
sind Insekten, die ständig im Wasser leben und zur Familie der
Wasserwanzen (Nepomorpha) gehören.
Auf der gesamten Welt kommen circa 170 verschiedene Arten der
Rückenschwimmer vor. Die Körperlänge der Tiere kann zwischen 13,5 und 18
Millimeter betragen. Typisches Merkmal dieser Tiere ist es, mit dem
Bauch nach oben, also auf dem Rücken zu schwimmen. Der Grund hierfür
ist, dass die Insekten bauchseits am Hinterleib Luft mit sich führen, um
unter Wasser atmen zu können. Dieser Luftvorrat sorgt zudem für
Auftrieb, so dass die Wanzen sofort an die Wasseroberfläche steigen,
wenn sie beim Tauchen ihre Schwimmbewegungen einstellen. Zu finden sind
die Gemeinen Rückenschwimmer in Teichen, Tümpeln und an Seeufern.
Insekten und sogar kleine Fische und Kaulquappen bilden die Nahrung
dieser räuberischen Wasserwanzen. Foto: 06.06.2007, Essen-Katernberg
Gepunktete Nesselwanze (Plant Bug, Liocoris tripustulatus)
Auf
Brennnesseln ist die Wanzenart zu beobachten. Die oval geformten Tiere
erreichen eine Körperlänge von bis zu fünf Millimeter; ihre
Körperoberseite ist glatt und glänzend. Sie ernähren sich vom Saft der
Brennnesseln, den sie im Bereich der Blüten und Samenstände saugen. Das
Schildchen dieser zierlichen Wanzen ist gelb gefärbt, die Antennen sind
in etwa so lang wie der Körper. Die Flügel sind dunkel gefärbt und
tragen gelbe Bereiche. In freier Natur sind Gepunktete Nesselwanzen von
Juli bis zum nächsten Frühsommer zu finden, die Art überwintert.
Foto: 02.06.2007, Essen-Schönebeck
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Grüne Futterwanze (Common Green Capsid, Lygocoris pabulinus)
Zwar
kommt sie in unserer heimischen Natur vergleichsweise häufig vor. Doch
weil sie mit ihrer Körperlänge von nur fünf bis sieben Millimeter recht
klein ist, wird die Grüne Futterwanze häufig nicht wahrgenommen. Dazu
trägt auch ihre grüne Körperfärbung bei, denn sie ist die perfekte
Tarnung für die zierlichen Tiere, die sich gern auf hellgrünen Pflanzen
aufhalten. Vergleichsweise lang sind die Fühler der Grünen Futterwanzen.
Der hintere Bereich des Körpers ist nicht grünlich, sondern bräunlich
gefärbt. In der Zeit von Juni bis Oktober sind diese Insekten in
unterschiedlichen Lebensräumen anzutreffen, sie bevorzugen meist
schattige und feuchte Gebiete. Pflanzen wie Brennnesseln und Ampfer
bilden die Nahrung der Grünen Futterwanze. Foto: 20.06.2007,
Essen-Schönebeck
Grüne Stinkwanze (Green Shield Bug, Palomena prasina)
Mit
ihrer Körpergröße von zwölf bis 15 Millimeter ist die Grüne Stinkwanze
meist leicht in der Natur zu finden. Die Tiere kommen in Mitteleuropa
sehr häufig vor und sind somit auch im Ruhrgebiet keine Seltenheit.
Ihren wenig schmeichelhaften Namen tragen sie aufgrund ihrer Fähigkeit,
bei Gefahr eine unangenehm riechende und stark haftende Substanz
abzusondern. Von grünlichbraun bis bronzefarben variiert die Farbgebung
der ausgewachsenen Wanzen, die unter Insektenkundlern als Imagines
bezeichnet werden. Überall dort, wo es Hecken und Bäume gibt, kann man
diese Wanzenart antreffen. Bevorzugte Futterpflanzen der Grünen
Stinkwanze sind Linden und Erlen sowie Disteln und Brennnesseln.
Foto: 13.05.2007, Essen-Schönebeck
Langhaarige Dolchwanze (Meadow Plant Bug, Leptopterna dolabrata)
Die
Langhaarige Dolchwanze gehört zu den Weichwanzen und sie wird bis zu 9,5
Millimeter lang. Von Juni bis September sind diese Tiere auf feuchten,
schattigen Wiesen anzutreffen, die hohe Gräser aufweisen und somit eher
naturbelassen sind. Der englische Name
spielt auf diese Vorliebe für Wiesen deutlich an. Diese Wanzenart ernährt sich vom Saft
verschiedener Süßgräser (Poaceae),
den sie bevorzugt an den Ähren saugt. Überall dort, wo Wiesen sind, ist
diese Wanzenspezies im Ruhrgebiet häufig anzutreffen. Die Männchen haben
lange Flügel, siehe Foto rechts. Sie sind anfangs hellbraun gefärbt und
dunkeln mit zunehmendem Alter nach, bis sie braun und gelb gefärbt sind.
Weibliche Tiere haben sehr viel kürzere Flügel und sind grünlich-gelb
gefärbt. Eine
Abbildung eines Weibchens ist in meinem Düsseldorf-Reisebericht zu
finden. Foto: 05.06.2007, Essen-Schönebeck
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Lederwanze (Dock Leaf Bug, Coreus marginatus)
Mit ihrer stattlichen Körpergröße von 10,5 bis 16
Millimeter ist die Lederwanze in ihrem Lebensraum leicht aufzuspüren.
Aufgrund der insgesamt recht ledrig wirkenden Erscheinungsweise und der
bräunlichen Färbung hat diese Wanzenart ihren Namen erhalten. Zum Herbst hin
dunkeln die Tiere nach und sind dann schwarzbraun gefärbt. Typisch
für diese Spezies ist der seitlich unter den Flügelrändern hervor
ragende Hinterleib. Etwa ab April kann man diese Wanzenart auf Bäumen
und in Hecken beobachten. Mit ihrem starken, langen Saugrüssel bohren
die Lederwanzen
die Pflanzen an und saugen ihren Saft. Foto: 05.06.2007,
Essen-Schönebeck
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Foto: 02.06.2007,
Essen-Schönebeck |
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Foto: 11.06.2007,
Essen-Schönebeck |
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Rotbeinige Baumwanze (Red-legged Shieldbug, Pentatoma rufipes)
Die
Rotbeinige Baumwanze wird 14 bis 16 Millimeter lang. Ihr Körper ist
braun gefärbt, im Sommer ist die Färbung heller als im Herbst. Sie trägt
am Ende des Schildchens (Scutellum) einen orange gefärbten Fleck, auch
der Hinterleibsrand ist in dieser Farbe gemustert. Die Beine sind
rotbraun gefärbt. Unten rechts ist eine Larve der Spezies abgebildet,
die sich in ihrer Erscheinung von den erwachsenen Wanzen stark
unterscheidet. In Parkanlagen, Gärten und an Waldrändern ist diese Art
in Mitteleuropa häufig anzutreffen. Die Rotbeinige Baumwanze saugt den
Saft von Baumfrüchten, aber auch lebende oder tote Insekten verschmäht
sie nicht. Foto: 13.07.2007, Essen-Schönebeck
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Foto: 13.07.2007,
Essen-Schönebeck |
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Foto: 13.05.2007,
Essen-Schönebeck |
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Ruderwanze (Water Boatman)
Ruderwanzen
gehören zu den Wasserwanzen. Sie verbringen ihr gesamtes Leben im
feuchten Element und verlassen es nur, um neue Lebensräume zu besiedeln.
In Mitteleuropa kommen 35 Arten vor. Je nach Spezies erreichen die Tiere
eine Körperlänge zwischen zwei und 14 Millimeter. Ihre Hinterbeine haben
sich zu sehr kräftigen Ruderorganen entwickelt, mit denen sie sich recht
schnell durchs Wasser bewegen können. Anders als andere Wasserwanzen,
die mit dem Hinterleib zum Atmen auftauchen, schieben Ruderwanzen den
vorderen Körperbereich zum Luftholen aus dem Wasser. Unter dem
Halsschild befindet sich ein geschlossener Hohlraum, in den sie die Luft
einsaugt, um danach gleich wieder abzutauchen. Stehende Gewässer bilden
den bevorzugten Lebensraum dieser Tiere; ihre Ernährung wird unter
Experten noch diskutiert. Foto: 06.06.2007, Essen-Katernberg
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Wasserläufer (Water strider, Gerris sp.)
In Mitteleuropa kommen 16 verschiedene
Wasserläuferarten vor. Diese Insekten gehören zu den Wanzen. Sie
verfügen über die erstaunliche Fähigkeit, dank ihrer langen, dünnen
Beine auf der Wasseroberfläche laufen zu können. Dies ist möglich, weil
sie aufgrund ihrer Anatomie das Körpergewicht so verteilen, dass das
Wasser sie aufgrund seiner Oberflächenspannung trägt. Acht bis zehn
Millimeter werden diese Tiere lang, ihr Körper ist schlank und lang
gestreckt. Vor allem auf stehenden Gewässern sind Wasserläufer
anzutreffen, sie halten sich dort meist in Gruppen auf. Aber einige
Arten sind auch an ein Leben auf Fließgewässern angepasst. Insekten, die
ins Wasser gestürzt sind, bilden die Nahrung der Wasserläufer, siehe
Foto unten rechts. Um schnell an ihre Beute zu gelangen, machen die
Wasserläufer mitunter Gebrauch von ihrer Fähigkeit, bis zu 40 Zentimeter
weit beziehungsweise hoch springen zu können.
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08.06.2007,
Essen-Rüttenscheid |
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Foto: 06.06.2007,
Essen-Rüttenscheid |
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Unbestimmte Wanzenarten
Die folgenden Wanzenarten habe ich bisher nicht
bestimmen können. Falls Sie helfen können, würde ich mich über eine
Nachricht per
E-Mail
freuen.
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Unbestimmte Wanzenart Nr. 1,
Foto: 13.07.2007,
Essen-Schönebeck |
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Unbestimmte Wanzenart Nr. 2,
Foto: 11.06.2007, Essen-Schönebeck |
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Unbestimmte Wanzenart Nr. 3,
Foto: 05.06.2007,
Essen-Schönebeck |
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Unbestimmte
Wanzenart Nr. 4,
Foto: 20.06.2007,
Essen-Schönebeck |
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Unbestimmte Wanzenart Nr. 5, Nymphe,
Foto: 23.06.2007,
Duisburg-Rheinhausen |
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Unbestimmte Wanzenart Nr. 6,
Foto: 01.05.2007, Essen-Schönebeck |
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Interessante Internetseiten:
Kerbtier.de
Käfer bei Insektenbox.de
Naturgucker.de
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