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Käfer aus
Düsseldorf und Umgebung - Teil 1
Käfer lassen sich während der warmen Jahreszeit in
unserer Natur leicht beobachten. Man trifft sie zum Beispiel in Parks
und Gärten, in Wäldern, an Flussufern und auf Wiesen. Weil viele dieser
Tiere vergleichsweise klein sind, werden sie leicht übersehen. Deshalb
möchte ich diese oft nicht wahrgenommenen Tiere an dieser Stelle
präsentieren. Ich beobachte und
fotografiere die Tiere in Düsseldorf und der näheren Umgebung. Da ich
keine Insekten-Expertin bin, konnte ich bisher nicht alle Arten selbst
bestimmen. Falls Sie helfen können, würde ich mich über eine Nachricht
per E-Mail freuen,
die unbestimmten Arten finden Sie im
fünften Teil der
Käfersammlung. Und generell gilt: Alle hier genannten
Artbezeichnungen sind ohne Gewähr, da ich wie gesagt kein Insekten-Profi
bin.
Auf dieser Seite finden Sie Artenporträts und Fotos
der unten in alphabetischer Reihenfolge aufgelisteten
Käferarten. Um zu den einzelnen Abbildungen und
Beschreibungen zu gelangen, klicken Sie bitte auf den Namen der
jeweiligen Art.
· Asiatischer Marienkäfer (Lady Beetle, Harmonia
axyridis)
· Balkenschröter (Lesser Stag Beetle, Dorcus parallelipipedus)
· Berlinkäfer (Stockholm Beetle, Trogoderma angustum)
· Bibernellen-Blütenkäfer (Carpet Beetle, Anthrenus pimpinellae)
· Blauvioletter Waldlaufkäfer (Violet Ground Beetle, Carabus problematicus)
· Blütenfressender Käfer (Pollen-feeding Beetle, Byturus ochraceus)
· Braunrötlicher Spitzdeckenbock (Longhorn Beetle, Stenopterus rufus)
· Breiter Weidenblattkäfer (Willow-leaf Beetle, Plagiodera versicolora)
· Brennnesselrüssler (Small Nettle Weevil, Nedyus quadrimaculatus)
· Corymbia fulva
· Dünen-Sandlaufkäfer (Northern Dune Tiger Beetle,
Cicindela hybrida)
· Dunkler Fliegenkäfer (Black Soldier Beetle,
Cantharis obscura)
· Echter Widderbock (Wasp Beetle,
Clytus arietis)
· Eichelbohrer (Acorn Weevil,
Curculio glandium)
· Feldahorn-Bock (Small Longhorn Beetle, Alosterna tabacicolor)
· Fünfpunkt-Marienkäfer (5-spot Ladybird, Coccinella quinquepunctata)
· Gartenlaubkäfer (Garden Chafer, Phyllopertha horticola)
· Gebänderter Fallkäfer (Leaf Beetle, Cryptocephalus vittatus)
· Gefleckter
Blütenbock (Long-horned Beetle, Pachytodes cerambyciformis)
· Gefleckter
Schmalbock
(Long-horned Beetle, Leptura maculata)
· Gefleckter Weidenblattkäfer (Willow Leaf Beetle, Chrysomela
vigintipunctata)
· Gelbrand-Glanzflachlaufkäfer (Ground Beetle, Agonum marginatum)
Asiatischer Marienkäfer (Lady Beetle, Harmonia axyridis)
An
ihrem
Namen ist es zu erkennen, dass diese Käferart ursprünglich aus Asien
stammt. Der Asiatische Marienkäfer wurde im 20. Jahrhundert vom Menschen
in Europa bewusst zur Schädlingsbekämpfung eingeführt. Da die Tiere mit dem
hiesigen Klima bestens zurechtkommen, haben sich in freier Natur aus
einigen entflogenen Exemplaren inzwischen große Bestände entwickelt, so
dass die Spezies vielerorts sehr häufig vorkommt. Es wird befürchtet,
dass sie irgendwann die auf unserem Kontinent ursprünglich heimischen Marienkäfer-Arten verdrängen könnte.
Foto: 05.07.2008, Düsseldorf Hafen
In
ihrem Aussehen variieren Asiatische Marienkäfer stark. Sie sind meist
zwischen sechs und acht Millimeter lang und etwa fünf bis sieben
Millimeter breit. Ihre Flügeldecken sind zwischen hell orangerot bis
leuchtend rot gefärbt. Die Mehrzahl der Tiere hat 19 schwarze Flecken
auf den Flügeldecken, bei einigen Käfern verschwimmen die Flecken jedoch
nahezu vollständig. Ein sicheres Erkennungsmerkmal ist der gelbliche
Halsschild, auf dem sich ein je nach Betrachtungswinkel M- oder
W-förmiges, schwarzes Muster befindet. Foto: 15.06.2008,
Düsseldorf-Knittkuhl
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Asiatische Marienkäfer
bei der Paarung, Foto: 01.05.2009, Düsseldorf-Himmelgeist |
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Asiatischer Marienkäfer
bei der Eiablage, Foto: 10.06.2010, Düsseldorf-Flingern |
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Eier des Asiatischen Marienkäfers, Foto: 02.06.2008,
Düsseldorf-Flingern |
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Larve des Asiat.
Marienkäfers,
Foto: 21.06.2010,
Düsseldorf-Düsseltal |
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Larve eines Asiat. Marienkäfers frisst die Larve
eines
Zehnpunkt-Marienkäfers, Foto: 01.07.2010,
Düsseldorf-Düsseltal |
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Larve des Asiat. Marienkäfers, Foto:
18.07.2010,
Düsseldorf-Düsseltal |
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Verpuppte Larve des Asiat.
Marienkäfers,
Foto: 05.07.2009,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Asiatischer Marienkäfer
beim Schlupf, Foto: 02.06.2008,
Düsseldorf-Flingern |
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Asiatischer Marienkäfer
von unten,
Foto: 12.10.2008,
Düsseldorf-Düsseltal |
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Dunkle Farbvariante des Asiat.
Marienkäfers,
Foto: 06.06.2010, Düsseldorf-Gerresheim |
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Rote Farbvariante des Asiat. Marienkäfers,
Foto: 13.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist |
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Rote Farbvariante des Asiat. Marienkäfers,
Foto: 19.06.2010, Düsseldorf-Grafenberg |
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Balkenschröter (Lesser Stag Beetle, Dorcus parallelipipedus)
Eine imposante Erscheinung unter den Käfern ist der
zwischen 19 und 32 Millimeter lange Balkenschröter. Die Körperfärbung
ist bei diesen Tieren dunkelbraun bis schwarz, die Flügeldecken sind
leicht gerunzelt. Auf dem Kopf, dem Halsschild und auf den Flügeldecken
tragen die Tiere zudem eine Punktierung. Männchen und Weibchen sehen
fast gleich aus, bei männlichen Käfern ist der Kopf lediglich ein wenig
breiter. Beide Geschlechter erinnern in ihrem Aussehen an weibliche
Hirschkäfer. Sowohl am Tage als auch in der Nacht ist der Balkenschröter
aktiv. Auf seinem Speisezettel stehen Baumsäfte, weshalb er vor allem in
Laubwäldern, aber auch in Obstgärten heimisch ist. In den Monaten Mai
bis Juli sind die Käfer normalerweise zu beobachten, mitunter jedoch
auch bis August oder September.
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Foto: 24.06.2010,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 09.08.2008,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Berlinkäfer (Stockholm Beetle, Trogoderma angustum)
Die
ursprüngliche Heimat des Speckkäfers Trogoderma angustum ist Südamerika. Wahrscheinlich um etwa 1920
herum ist die Spezies über Chile nach Deutschland eingeführt worden, sie
ist ein Vorratsmittelschädling. Männliche Tiere sind zwei bis drei
Millimeter lang, Weibchen erreichen eine Körperlänge von drei bis vier
Millimeter. Der Körper ist schmal und die Flügeldecken weisen eine
dunkle Grundfärbung auf. Auf ihnen verlaufen drei gebogene, teils
unterbrochene und mehr oder minder deutliche Linien, die aus weißen
Haaren gebildet werden. Innerhalb von Deutschland ist die Art anfangs
nur in Berlin und Hamburg gemeldet worden, woher auch ihr deutscher Name
rührt. Inzwischen ist sie aber in vielen Teilen des Landes beobachtet
worden. Zu finden sind die Tiere normalerweise nur in Gebäuden, wo sie
ganzjährig heimisch sind. Die meisten Tiere lassen sich im Frühling und
Sommer beobachten. Foto: 18.05.2010, Düsseldorf-Grafenberg
Bibernellen-Blütenkäfer (Carpet Beetle, Anthrenus pimpinellae)
Zu
den unauffälligen Käferarten, die in der deutschen Natur angetroffen
werden können, gehören die Bibernellen-Blütenkäfer. Diese Tiere sind
sehr klein, sie erreichen eine Körperlänge von nur zwei bis 4,5
Millimeter. Der Körper ist oval geformt und von der Seite betrachtet
stark gewölbt. Auf der Oberseite tragen die Tiere schwarze,
rötlich-braune und weiße Schuppen in einer charakteristischen Anordnung,
die bei den einzelnen Individuen jedoch ein wenig variieren kann. Sie
kommen häufig vor und leben in Gebieten, in denen sie Pollen
verschiedener Pflanzen vorfinden. Die Larven dieser Käferspezies
entwickeln sich oft in Vogelnestern. Auf dem Speiseplan der Larven
stehen tote tierische Stoffe wie Aas oder Hautstücke. Foto:
21.05.2011, Düsseldorf-Hubbelrath
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Blauvioletter Waldlaufkäfer (Violet Ground Beetle, Carabus problematicus)
Der
Blauviolette Waldlaufkäfer gehört zu den Echten Laufkäfern (Carabus).
Zwischen 20 und 30 Millimeter kann die Körperlänge dieser Spezies
betragen. Blauschwarz bis bläulich schimmernd ist der Körper gefärbt,
was vor allem am Halsschild und an den Flügeldecken gut zu erkennen
sind. Typisch für den Blauvioletten Waldkäfer sind die Längsrippen der
Flügeldecken. Eine ähnliche Käferart, die Goldleiste, weist diese nicht
auf. Bei ihr sind die Flügeldecken fein punktiert. Weil der Blauviolette
Waldlaufkäfer nachtaktiv ist, bekommen die wenigsten Menschen ihn zu
gesicht, obwohl die Art recht häufig ist. Die Tiere leben in Nadel-,
Laub- und Mischwäldern, mitunter auch in Hecken. Andere Insekten, deren
Larven und Würmer bilden die Nahrung des Blauvioletten Waldlaufkäfers. Foto: 09.07.2011,
Düsseldorf-Grafenberg
Blütenfressender Käfer (Pollen-feeding Beetle, Byturus ochraceus)
Aufgrund
ihrer geringen Körpergröße von nur rund drei bis vier Millimeter sind
die Blütenfressenden Käfer leicht zu übersehen, sofern sie einzeln
auftreten. Oft sind sie jedoch in Gruppen auf Blüten anzutreffen,
weshalb man sie dann leicht ausmachen kann. Ihr Körper ist oval geformt,
hellbraun gefärbt und dicht behaart. Die winzigen Fühler bestehen aus
elf Gliedern. Im Mai kommen die Käfer aus ihren Überwinterungsverstecken
und fressen Pollen unterschiedlicher Blüten, darunter beispielsweise von
Hahnenfußgewächsen oder Löwenzahn. Auch die Blütenblätter selbst werden
von den Käfern angefressen. Foto: 06.06.2010, Düsseldorf-Gerresheim
Braunrötlicher Spitzdeckenbock (Longhorn Beetle, Stenopterus rufus)
Eine Körperlänge von acht bis 18 Millimeter kann der Braunrötliche
Spitzdeckenbock erreichen. Diese Käferart gehört - wie es der deutsche
Name bereits vermuten lässt - zur Familie der Bockkäfer (Cerambycidae).
Am Kopf und an der Brust sind die Tiere schwarz gefärbt, dies gilt auch
für den Hinterleib. Er trägt zudem helle Flecken. Die überwiegend
rötlich gefärbten Vorderbeine weisen schwarze, keulenartige
Bereiche auf, die hinteren Beine sind einfarbig rot und an
den Schenkeln stark verdickt. Im Bereich der Schultern sind die
Deckflügel breit, zum Ende hin laufen sie schmal zu. Unter den
bräunlichroten Flügeln, die an den Enden auseinander stehen, ist der
weiß gefleckte Hinterleib zu sehen. In der Natur ist der Braunrötliche
Spitzdeckenbock zwischen Mai und August zu finden, die Tiere sind
wärmeliebend. Sie suchen zur Nahrungsaufnahme Doldenblütler auf, also
beispielsweise Wilde Möhren oder Schafgarbe. Foto: 12.06.2011, Düsseldorf-Knittkuhl
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Breiter Weidenblattkäfer (Willow-leaf Beetle, Plagiodera versicolora)
Der
Breite Weidenblattkäfer ist eine Art aus der Familie der Blattkäfer. Die
Tiere sind rundlich geformt und nur relativ schwach gewölbt. Ihre
Körperlänge beträgt zwischen 2,5 und 4,5 Millimeter. Bei den meisten
Individuen ist der Körper metallisch blau oder blaugrün gefärbt, es
kommen auch grüne oder kupferfarbene Individuen vor. Der Bauch des
Breiten Weidenblattkäfers ist schwarz oder grünlich-schwarz gefärbt.
Hell sind die ersten fünf oder sechs Fühlerglieder bei den meisten
Tieren gefärbt, die äußeren sind dunkel gefärbt. Auch die Beine weisen
eine dunkle Färbung auf. Anzutreffen sind die Käfer auf Weidenblättern
und nur selten auf Pappeln. In der warmen Jahreszeit, also von Frühling
bis Herbst, kann man die Käfer in der Natur beobachten. Foto:
09.05.2010, Düsseldorf-Grafenberg
Brennnesselrüssler (Small Nettle Weevil, Nedyus quadrimaculatus)
Um
den Brennnesselrüssler in der Natur zu entdecken, muss man schon sehr
genau hinschauen. Die Tiere erreichen eine Körpergröße von maximal drei
Millimeter, oft sind sie noch kleiner. Auf der Körperoberseite tragen
die winzigen Käfer feine, dunkle Schuppen, dazwischen finden sich einige
Bereiche mit weißen Schuppen. Auch die Unterseite des Körpers ist weiß
beschuppt. Zu finden sind die Tiere draußen überall dort, wo es Große
Brennnesseln (Urtica dioica) gibt, denn die Käfer ernähren sich von deren
Pflanzensäften. Ab April bis in den Sommer kann man Brennnesselrüssler
mit ein wenig Glück in der Natur aufspüren. Das Foto unten links zeigt
zwei Tiere bei der Paarung. Als Größenvergleich habe ich die Kuppe
meines Zeigefingers unter die Käfer gehalten. Eine alternative
Schreibweise dieser Tierart lautet übrigens Brennnessel-Rüssler.
Foto: 08.05.2010, Düsseldorf-Grafenberg
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Foto: 01.05.2009,
Düsseldorf-Himmelgeist |
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Foto: 08.05.2010,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Corymbia fulva
Für
den Schmalbockkäfer Corymbia fulva ist mir leider kein deutscher
Name bekannt. Die Tiere werden zehn bis 15 Millimeter lang und sind
schwarz gefärbt. Ihre Deckflügel sind gelbbraun gefärbt und sie weisen
an den Spitzen dunkle Bereiche auf. Das Verbreitungsgebiet dieser
Käferart erstreckt sich über weite Teile Europas bis hin in die Ukraine
und in die Türkei. In Deutschland sind die Tiere vor allem dort zu
beobachten, wo es vergleichsweise warm ist. Zwischen Ende Mai und Juli
kann man die Käfer in der Natur antreffen, sie finden sich häufig auf
Blüten ein. Foto: 04.07.2009, Erkrath-Reutersberg
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Dünen-Sandlaufkäfer (Northern Dune Tiger Beetle, Cicindela hybrida)
Die
Körperfärbung des Dünen-Sandlaufkäfers ist variabel. Viele Exemplare
sind grünlich-kupferfarben, aber auch bräunliche oder bläuliche Tiere
kommen vor. Auf den Deckflügeln tragen die Käfer weiße oder gelbliche
Flecken, die aufgrund ihrer gezackten Form in der Fachsprache als
Zackenbinden bezeichnet werden. Zwischen elf und 16 Millimeter beträgt
die Körperlänge dieser Käferart. Anzutreffen sind die Tiere in
verschiedenen Lebensräumen, die sandige Flächen aufweisen, darunter
Dünen, Wälder, Sandgruben und an Flussufern. Insekten bilden die Nahrung
dieser Tiere. In manchen Literaturquellen wird die Art auch als
Kupferbrauner Sandlaufkäfer bezeichnet.
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Foto: 11.09.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist |
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Foto: 15.08.2009,
Königshovener Höhe, Nähe Grevenbroich |
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Dunkler Fliegenkäfer (Black Soldier Beetle, Cantharis obscura)
Zwischen
acht und 13 Millimeter lang wird der Körper des Dunklen Fliegenkäfers.
Die Tiere weisen fast am gesamten Körper eine dunkle bis schwarze
Färbung auf. Lediglich die Seiten des Halsschildes sowie die Wangen und
auch die Unterseite des jeweils ersten und zweiten Flügelgliedes sind
orangegelblich bis gelb gefärbt. Auf der Körperoberseite tragen die
Käfer zudem eine sehr feine, anliegende Behaarung. Ab April bis in den
Monat Juli ist diese Käferart in Deutschland anzutreffen; die sehr
ähnliche Art Cantharis paradoxa fliegt meist erst ab Anfang bis
Mitte Mai. Vorzufinden ist der Dunkle Fliegenkäfer vor allem in sonnigen
Wäldern, aber auch in dichten Gebüschen in der Nähe von Baumbeständen
und in Gärten kann man ihm begegnen. Diese Insektenart wird in manchen
Literaturquellen als Eichenweichkäfer bezeichnet. Foto: 18.04.2009,
Düsseldorf-Gerresheim
Echter Widderbock (Wasp Beetle, Clytus arietis)
Aufgrund
seines Aussehens halten viele Menschen den Echten Widderbock auf den
ersten Blick für eine Wespe. Mit seiner schwarz-gelben Färbung ahmt er
die Zeichnung dieser wehrhaften Insekten nach. Er selbst ist jedoch
ungefährlich und kann nicht stechen, weshalb man keine Angst vor ihnen
haben muss. Seine Körperlänge liegt zwischen sieben und 14 Millimeter.
Die Beine sind recht lang und rötlich-braun gefärbt. In Laubwäldern sind
diese Tiere anzutreffen, ihre Flugzeit erstreckt sich von Mai bis in den
Monat Juli. Foto: 06.06.2010, Düsseldorf-Gerresheim
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Eichelbohrer (Acorn Weevil, Curculio glandium)
Die
Körperlänge des Eichelbohrers beträgt zwischen vier und siebeneinhalb
Millimeter. Gelblichbraun bis rötlichbraun ist die Grundfärbung dieser
Käferart. Längliche, eng anliegende Schuppen bedecken den Körper. Auf
den Flügeldecken sind einige braune Flecken zu erkennen, die
unregelmäßig angeordnet sind. Das auffälligste Merkmal dieser Käferart
ist der lange Rüssel, der nach unten gebogen und dunkelbraun gefärbt
ist. Außerdem sind die dunklen, rundne Augen gut im ansonsten hellen
Gesicht zu erkennen. In Wäldern und Hecken sind die Tiere während des
Frühlings häufig anzutreffen. Mit dem Rüssel bohren die Weibchen tiefe
Löcher in unreife Eicheln, danach legen sie ein Ei oder zwei Eier in die
Frucht. Die Larven schlüpfen in den Eicheln und finden dort gleich
Nahrung. Foto: 16.05.2010, Düsseldorf-Unterbach
Feldahorn-Bock (Small Longhorn Beetle, Alosterna tabacicolor)
Zwischen
sechs und acht Millimeter Körperlänge erreicht der Feldahorn-Bock. Diese
zu den Bockkäfern gehörende Art ist sehr schlank gebaut und am Kopf,
Halsschild und im oberen Abschnitt der Deckflügel dunkel gefärbt. Der
restliche Teil der Deckflügel ist braungelb gefärbt. Zudem tragen die
Deckflügel ein feines Muster aus punktförmigen Vertiefungen und eine
zarte Behaarung. Diese goldene Behaarung ist auch auf dem Halsschild zu
finden; er ist länger als breit. Wie der größte Teil der Deckflügel sind
auch die Beine dieser Käferart gelblichbraun gefärbt. Die langen Fühler
sind dunkel gefärbt. Zwischen Mai und August findet die Flugzeit des
Feldahorn-Bocks statt. Anzutreffen sind die Tiere vor allem auf
Doldenblütlern und auf Wald-Geißblatt, wo sie sich von Pollen ernähren. Foto: 16.05.2010, Düsseldorf-Unterbach
Fünfpunkt-Marienkäfer (5-spot Ladybird, Coccinella quinquepunctata)
Mit seiner Körpergröße von nur drei bis fünf
Millimeter ist der Fünfpunkt-Marienkäfer oder ganz einfach Fünfpunkt ein recht kleiner Vertreter der
Familie der Marienkäfer (Coccinellidae). Die Deckflügel dieser Käferart
sind leuchtend rot gefärbt. Auf ihnen befindet sich etwa mittig je ein
großer, schwarzer Punkt. Leicht versetzt, liegt schräg darunter zum
hinteren äußeren Flügelrand hin je ein weiterer, kleinerer schwarzer
Fleck. Darüber hinaus sitzt ein schwarzer Fleck am Schildchen, gesäumt
wird er zum Halsschild hin von zwei kleinen weißen Flecken. Auf dem
schwarz gefärbten Halsschild liegen im vorderen äußeren Bereich zwei
weiße Flecken, der Kopf ist schwarz mit zwei kleinen weißen Flecken.
Fühler und Beine sind dunkel gefärbt. Bei flüchtigem Hinsehen kann man
den deutlich kleineren Fünfpunkt-Marienkäfer leicht mit dem
Siebenpunkt-Marienkäfer verwechseln. Typische Lebensräume, in denen
der Fünfpunkt-Marienkäfer heimisch ist, sind Gewässerufer,
Trockenrasenzonen und naturbelassene Wiesen. Foto: 26.06.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl
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Gartenlaubkäfer (Garden Chafer, Phyllopertha horticola)
In
Gärten, auf Wiesen und Feldern sowie in Parks, an Hecken und Waldrändern
ist in Mitteleuropa der Gartenlaubkäfer heimisch. Er gehört zur Familie
der Blatthornkäfer (Scarabaeidae). Seine Körperlänge beträgt zwischen
8,5 und elf Millimeter. Der Körper ist schwarz gefärbt und weist dabei
einen metallischen Grünschimmer auf. Hell rötlichbraun sind die
Flügeldecken gefärbt, sie sind – wie der Rest des Körpers – behaart.
Recht kurz sind die Fühler des Gartenlaubkäfers, sie enden in drei
Fächern. Blätter von Birken, Eichen und Hasel sowie die Blüten von
Kirschen und Rosen bilden die Nahrung dieser Käfer. Mitunter wird diese
Käferart auch als Junikäfer bezeichnet, was jedoch verwirrend sein kann,
da sie keineswegs nur im Juni zu beobachten ist. Ihre Flugzeit beginnt
Ende Mai und sie erstreckt sich bis in den Juli. Foto: 04.06.2011,
Düsseldorf-Garath
Gebänderter Fallkäfer (Leaf Beetle, Cryptocephalus vittatus)
Nur drei bis 4,5 Millimeter Körperlänge erreicht der
Gebänderte Fallkäfer. Diese Käferart gehört zur Familie der Blattkäfer
(Chrysomelidae). Ihre Flugzeit findet von Mai bis August statt. Zu
erkennen sind die Käfer an ihrer typischen Färbung. Ihre Deckflügel sind
gelb gefärbt und tragen zwei schwarze, senkrechte Streifen, wobei einer
am mittigen Rand liegt. Dadurch berühren sich die schwarzen Streifen
beider Flügel und von oben betrachtet sieht es aus, als habe die
Käferart drei schwarze Streifen auf der Körperoberseite. Die Deckflügel
sind deutlich punktiert. Schwarz ist der glatte Halsschild gefärbt, der
restliche Körper ist ebenfalls schwarz. Zu finden sind die Käfer in
Lebensräumen, in denen es reichlich Blüten gibt. Sie halten sich
besonders gern auf Margeriten, Rainfarn und Schafgarbe auf, sind jedoch
auch auf anderen Blüten anzutreffen. Foto: 10.07.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl
Gefleckter Blütenbock (Long-horned Beetle, Pachytodes cerambyciformis)
Die
Körperfärbung des Gefleckten Blütenbocks ist schwarz. Seine Flügeldecken
sind gelbbraun gefärbt und tragen ein Muster aus schwarzen Flecken und
Binden. Diese können bei den einzelnen Individuen unterschiedlich
geformt sein. Die Beine und auch die recht langen Fühler sind schwarz
gefärbt. Sieben bis elf Millimeter beträgt die Körperlänge dieser
Käferart, von Juni bis August beobachtet werden kann. Weil sich die
Tiere von morschem Holz ernähren, kommen sie in Wäldern vor, wo man sie
vor allem an den Rändern und an Lichtungen beobachten kann. Foto:
13.06.2009, Erkrath-Reutersberg
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Gefleckter Schmalbock (Long-horned Beetle, Leptura maculata)
Zwischen 14 und 20 Millimeter groß wird der Gefleckte Schmalbock. Die
Flügeldecken sind braun-orange bis gelblich gefärbt, außerdem tragen sie
ein schwarzes Fleckenmuster, das sehr individuell sein kann. Ebenfalls
hell gelblich-orange sind die Beine gefärbt, die Schenkel der
Hinterbeine sind teilweise schwarz. Sehr lang sind die Fühler, sie sind
im Wechsel schwarz und gelblich gemustert. Dies ist ein sicheres
Erkennungszeichen der Art, die ansonsten dem
Vierbindigen Schmalbock (Leptura quadrifasciata) sehr
ähnlich sieht. Der Gefleckte Schmalbock kommt im Sommer an Waldrändern und auf
Lichtungen vor. Dort suchen die Tiere dort Blüten auf,
um sich von deren Pollen zu ernähren. Auf dem Foto unten rechts ist ein
fressender Käfer zu sehen.
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Foto: 13.06.2009,
Erkrath-Reutersberg |
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Foto: 26.06.2010,
Erkrath-Reutersberg |
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Gefleckter Weidenblattkäfer (Willow Leaf Beetle, Chrysomela vigintipunctata)
In
der Zeit von April bis August kann man in der deutschen Natur den
Gefleckten Weidenblattkäfer beobachten. Wie es der Name bereits vermuten
lässt, kommt diese Art vor allem auf Weidenbäumen vor, aber auch auf
Erlen, Pappeln und Birken kann man diese Tiere antreffen. Die
Körperlänge der Käfer beträgt etwa 6,5 bis 8,5 Millimeter. Ihre
Flügeldecken sind weißlich, gelblich oder rötlich gefärbt und sie tragen
je zehn längliche Flecken. Der Kopf, die Beine und die Fühler sind
ebenfalls schwarz gefärbt. Schwarz ist auch der Halsschild, an den
Seiten ist diese Körperpartie gelb gefärbt. Außerdem verläuft mittig auf
ihrem Rücken ein schwarzer Streifen. Foto: 31.05.2009,
Düsseldorf-Knittkuhl
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Foto: 15.05.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Verpuppte Larve, Foto: 14.05.2011,
Düsseldorf-Ludenberg |
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Gelbrand-Glanzflachlaufkäfer (Ground Beetle, Agonum marginatum)
Diese
Käferart ist etwa zehn bis zwölf Millimeter lang und auf den ersten
Blick überwiegend grünschwarz gefärbt. Bei näherem Hinsehen erkennt man,
dass die Flügeldecken glänzend schillern, in gelblichen Farbtönen
irisieren und feine Längsrillen tragen. Am Rand des Körpers befindet
sich ein gelblicher Bereich, woher die Käferart im Deutschen ihren Namen
hat. Die Augen sind relativ groß und sitzen seitlich am Kopf, die Fühler
sind drei bis vier Millimeter lang. Meist halten sich die Käfer auf dem
Boden auf, dort laufen sie flink umher. Foto: 27.04.2008,
Düsseldorf-Rath
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