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Käfer aus
Düsseldorf und Umgebung - Teil 2
Käfer lassen sich während der warmen Jahreszeit in
unserer Natur leicht beobachten. Man trifft sie zum Beispiel in Parks
und Gärten, in Wäldern, an Flussufern und auf Wiesen. Weil viele dieser
Tiere vergleichsweise klein sind, werden sie leicht übersehen. Deshalb
möchte ich diese oft nicht wahrgenommenen Tiere in diesem Kapitel, das
in Zukunft weiter ausgebaut wird, vorstellen. Ich beobachte und
fotografiere die Tiere in Düsseldorf und der näheren Umgebung. Da ich
keine Insekten-Expertin bin, konnte ich bisher nicht alle Arten selbst
bestimmen. Falls Sie helfen können, würde ich mich über eine Nachricht
per E-Mail freuen. Und generell gilt: Alle hier genannten
Artbezeichnungen sind ohne Gewähr, da ich wie gesagt kein Insekten-Profi
bin.
Auf dieser Seite finden Sie Artenporträts und Fotos
der unten in alphabetischer Reihenfolge aufgelisteten
Käferarten. Um zu den einzelnen Abbildungen und
Beschreibungen zu gelangen, klicken Sie bitte auf den Namen der
jeweiligen Art.
Rotflügeliger Hakenhals-Schnellkäfer (Click Beetle, Denticollis
rubens)
Rotgelber
Weichkäfer (Soldier Beetle, Rhagonycha fulva)
Rothalsige Silphe
(Red-breasted Carrion Beetle, Oiceoptoma thoracicum)
Rotköpfiger Feuerkäfer (Red-headed Cardinal Beetle, Pyrochroa
serraticornis)
Scharlachroter Feuerkäfer (Cardinal Beetle, Pyrochroa coccinea)
Schwarzfleckiger Kranzrüssler (Weevil, Strophosoma melanogrammum)
Schwarzer
Moderkäfer (Devil's Choach-horse Beetle, Ocypus olens)
Schwertlilienrüssler (Iris Seed Weevil, Mononychus punctumalbum)
Sechzehnfleckiger Marienkäfer (Orange Ladybird, Halyzia
sedecimguttata)
Siebenpunkt-Marienkäfer (Seven-spot Ladybird, Coccinella
septempunctata)
Stachelkäfer (Mordellid
Beetle, Variimorda villosa)
Stolperkäfer (Dung Beetle,
Valgus hemipterus)
Stumpfer Schnellräuber (Rove Beetle, Tachyporus obtusus)
Vierpunkt-Aaskäfer (Burying Beetle, Xylodrepa quadripunctata)
Vierpunkt-Marienkäfer (Cream-streaked Ladybird, Harmonia
quadripunctata)
Vierzehnpunkt-Marienkäfer (Fourteen-spotted Lady Beetle, Propylea
quatuordecimpunctata)
Vierzehntropfiger Marienkäfer (Cream-spotted Lady Beetle, Calvia
quatuordecimguttata)
Violetter
Blattkäfer (Green Beetle, Chrysolina sturmi)
Waldmistkäfer (Dor
Beetle, Anoplotrupes stercorosus)
Wollkraut-Blütenkäfer (Varied Carpet Beetle, Anthrenus verbasci)
Würfelfleckiger Staubrüssler (Weevil, Liophloeus tessulatus)
Zweifleckiger Zipfelkäfer (Common Malachite Beetle, Malachius
bipustulatus)
Zehnpunkt-Marienkäfer (10-spot Lady Beetle, Adalia decempunctata)
Zipfelkäfer (Malachite Beetle, Axinotarsus marginalis)
Zweipunkt-Marienkäfer (Two-spotted Lady Beetle, Adalia bipunctata)
Rotflügeliger Hakenhals-Schnellkäfer (Click Beetle,
Denticollis rubens)
In
seinem europäischen Verbreitungsgebiet ist der Rotflügelige
Hakenhals-Schnellkäfer heutzutage leider kein häufiger Anblick mehr.
Weil diese Insektenart auf Totholz angewiesen ist, um sich zu vermehren,
ist sie mancherorts selten geworden oder gar bedroht. Diese zwischen elf
und 16 Millimeter lange Käferart braucht liegendes Totholz, weil ihre
Larven darin leben. Die Körperfärbung erwachsener Käfer ist dunkel, die
Flügeldecken und der Halsschild sind bräunlich-rot gefärbt. Der Kopf ist
schwarz gefärbt, dies gilt auch für die auffälligen Fühler. Im Frühling
sind erwachsene Tiere dieser Art in der Natur zu finden. Foto:
25.04.2009, Düsseldorf-Grafenberg
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Rotgelber Weichkäfer (Soldier Beetle, Rhagonycha fulva)
Ab
Juni kann man Rotgelbe Weichkäfer auf Gräsern, Doldenblüten und auf
anderen Pflanzen meist in sehr großer Zahl beobachten. Diese zur Familie
der Weichkäfer gehörenden Tiere werden zwischen sieben und zehn
Millimeter lang. Nahezu ihr gesamter Körper ist rotgelb gefärbt.
Lediglich an den hinteren Enden der Deckflügel weisen sie eine dunklere
Färbung auf. Ihre ersten beiden Fühlerglieder sind rötlich gefärbt, die
restlichen braun. Im oberen Bereich sind die Beine orange gefärbt, die
Füße - bei den Käfern Tarsen genannt - weisen eine braune Färbung auf.
Meist halten sich die Käfer auf Blüten auf, dort jagen sie nach kleinen
Insekten, von denen sie sich ernähren. Sie sind tagaktiv und können sehr
gut fliegen. Weil die Paarung bei dieser Käferart relativ lang dauert,
ist es leicht, sie zu beobachten. Manche Literaturquellen bezeichnen die
Art als Ockerbrauner Weichkäfer. Foto: 05.07.2008, Düsseldorf Hafen
Rothalsige Silphe (Red-breasted Carrion Beetle, Oiceoptoma thoracica)
Die
Rothalsige Silphe ist ein Käfer aus der Familie der Aaskäfer. Ihre
Körperlänge beträgt elf bis 16 Millimeter und diese Tiere fast am
gesamten Körper schwarz gefärbt. Lediglich der Halsschild ist orange bis
rot gefärbt und trägt feine, eng anliegende goldene Härchen. Bei
genauerer Betrachtung fallen zudem auf den Deckflügeln einige
hervorstehende Längsrippen auf. Außerdem sind die Käfer an ihren am Ende
kolbenartig verdickten Fühlern zu erkennen. An Kot und Aas sind die
Tiere häufig zu finden, aber auch an Stinkmorcheln kommen sie vor. Das
Foto in diesem Absatz zeigt zwei Käfer bei der Paarung, wobei der untere
kaum zu erkennen ist, weil er vom oberen fast vollständig verdeckt wird.
Die beiden Tiere hielten sich in unmittelbarer Nähe eines Fuchskadavers
auf. Einige Literaturquellen bezeichnen die Art alternativ als Oeceoptoma thoracicum. Foto: 01.06.2009, Düsseldorf-Grafenberg
Rotköpfiger Feuerkäfer (Red-headed Cardinal Beetle,
Pyrochroa serraticornis)
Rund
zehn bis 14 Millimeter beträgt die Körperlänge des Rotköpfigen
Feuerkäfers. Damit ist er ein wenig kleiner als der Scharlachrote
Feuerkäfer, siehe
unten. Er unterscheidet sich von ihm aber nicht nur durch die
geringere Körpergröße, sondern auch dadurch, dass sein Kopf leuchtend
rot gefärbt ist. Die Beine und die Fühler sowie der restliche Körper
sind tiefschwarz gefärbt. Anzutreffen sind die Tiere an Waldrändern und
auf Lichtungen. Die Flugzeit dieser Käferart liegt in den Monaten Mai
und Juni. Foto: 01.05.2009, Düsseldorf-Himmelgeist
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Scharlachroter Feuerkäfer (Cardinal Beetle, Pyrochroa coccinea)
Aufgrund
ihrer leuchtend scharlachroten Färbung der Deckflügel und des
Halsschildes ist diese Käferart selbst in üppiger Vegetation leicht
aufzuspüren. Der restliche Körper dieser Tiere ist schwarz gefärbt. Bei
männlichen Tieren sind die Fühler gekämmt, das heißt, sie tragen Kämme,
siehe Foto rechts. Weibchen haben dagegen gezähnte Fühler. Die
Körpergröße dieser Insekten beträgt 14 bis 18 Millimeter. Laubwälder,
Waldränder und -lichtungen sind Orte, an denen man diese Tiere in der
Zeit von Mai bis etwa Anfang Juli beobachten kann. Sie halten sich
häufig auf Totholz oder auf Blüten auf. Der Honigtau von Blattläusen
bildet die Nahrung dieser schönen Käfer. Foto: 10.05.2009,
Düsseldorf-Gerresheim
Schwarzfleckiger Kranzrüssler (Weevil, Strophosoma melanogrammum)
Der
Schwarzfleckige Kranzrüssler ist mit seiner Körperlänge von 3,8 bis 5,5
Millimeter ein recht kleiner Käfer. Die Tiere sind mit kleinen seidigen
Schuppen bedeckt, die braun oder kupferfarben sind. Ihre Fühler sind
braunrot gefärbt, die Beine weisen eine braune Färbung auf. Ihre schwarzen Augen bilden
zu der restlichen Körperfärbung
einen starken Kontrast. Wälder sind der typische Lebensraum dieser
Käferart,
die an verschiedenen Laub- und Nadelbäumen anzutreffen ist. Erwachsene
Käfer ernähren sich von pflanzlicher Kost. Foto: 28.09.2008,
Düsseldorf-Grafenberg
Schwarzer Moderkäfer (Devil's Choach-horse Beetle, Ocypus olens)
Der Schwarze Moderkäfer gehört zur Familie der Kurzflügler. Woher ihr
Name rührt, ist bei näherer Betrachtung der Tiere sofort ersichtlich:
Ihre Flügel sind sehr stark verkürzt. Mit seiner Körperlänge von bis zu
32 Millimeter ist der Schwarze Moderkäfer recht groß. Die Körperfärbung
ist schwarz mit einem metallischen Glanz. Auffällig ist der große Kopf
mit den kräftigen Kieferzangen. Moderndes Holz oder verrottende
Pflanzenteile sind für diese Käferart sehr wichtig, denn darin suchen
sie nach Insektenlarven, die ihre Nahrung bilden. Schnecken und
Regenwürmer stehen ebenfalls auf ihrem Speisezettel. Fühlt sich der
schwarze Moderkäfer bedroht, stellt er seinen Hinterleib auf und reckt
ihn nach vorn, außerdem spreizt er seine Kieferklauen, siehe Foto unten
rechts. Anzutreffen sind die Tiere in Laubwäldern.
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Foto: 24.09.2009,
Düsseldorf-Ludenberg |
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Foto: 24.09.2009,
Düsseldorf-Ludenberg |
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Schwertlilienrüssler (Iris Seed Weevil, Mononychus punctumalbum)
Der Schwertlilienrüssler ist ein ausgesprochener Spezialist, was seinen Lebensraum anbelangt. Diese Käferart kommt
fast ausschließlich auf Sumpfschwertlilien vor. Im Frühling und frühen Sommer sind die zwischen 3,8 und 5,2 Millimeter großen Tiere auf den Pflanzen zu finden; besonders häufig halten sie sich auf den Blüten auf. Der Körper ist schwarz, die Flügeldecken sind dunkelgrau-schwarz gefärbt. Ihre Körperform ist oval, zudem sind sie stark gewölbt und tragen Schuppen auf dem Körper. In der Flügelmitte ist ein heller Fleck zu sehen, die Körperunterseite ist heller grau gefärbt. Das auffälligste Merkmal dieser Käferart ist der lange Rüssel.
Einige Literaturquellen bezeichnen die Art auch als Mononychus punctum-alba.
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Foto: 29.05.2009,
Düsseldorf-Ludenberg |
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Foto: 20.05.2010,
Düsseldorf-Düsseldorf |
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Sechzehnfleckiger Marienkäfer (Orange Ladybird, Halyzia sedecimguttata)
Der
Sechzehnfleckige Marienkäfer erreicht eine Körperlänge von etwa fünf bis
sieben Millimeter. Auffällig ist die ovale Körperform. Hellbraun bis
orange ist die Grundfärbung des Körpers, dies gilt auch für die
Unterseite. In auffälligem Kontrast zu dieser hellen Färbung stehen die
schwarzen Augen der Tiere. Wie es für die meisten Marienkäferarten
typisch ist, tragen diese Tiere Punkte auf den Flügeln. Es sind bei den
meisten Individuen pro Flügeldecke acht weiße Flecken zu sehen, manche
Käfer haben jedoch weniger Flecken. Auf dem Halsschild dieser
Marienkäferart befinden sich ebenfalls zwei helle Flecken. Am
Flügeldeckenrand verläuft auf beiden Seiten eine feine, helle
Längslinie. Vor allem in Laubwäldern sind diese zierlichen Käfer
anzutreffen, zudem kommen sie in Nadelwäldern vor. In der Zeit von April
bis Oktober kann man die Käfer in der Natur beobachten. Foto:
06.09.2008, Düsseldorf-Grafenberg
Siebenpunkt-Marienkäfer (Seven-spot Ladybird, Coccinella septempunctata)
Die
Körperlänge des Siebenpunkt-Marienkäfers beträgt zwischen fünf und acht
Millimeter. Der Körper wirkt leicht gestreckt, ist von oben betrachtet
oval geformt und stark abgerundet, wenn man ihn von der Seite
betrachtet. Je drei schwarze Punkte zieren die roten Deckflügeln und
auf dem Schildchen, also ein Stück hinter dem Kopf, befindet sich ein
siebter, größerer Fleck, der zum Kopf hin von zwei weißen Bereichen
flankiert wird. Schwarz ist der Halsschild gefärbt, er trägt vorn rechts
und links je einen weißen Fleck. Auch der Kopf des
Siebenpunkt-Marienkäfers ist schwarz gefärbt und trägt zwei kleine weiße
Punkte. Überall dort, wo es Blattläuse gibt, kommt die Spezies vor.
Diese winzigen Insekten bilden die Nahrung der Siebenpunkt-Marienkäfer.
Sie ist in Wäldern sowie in Parks und Gärten anzutreffen. Der
Siebenpunkt-Marienkäfer ist von Experten zum "Insekt
des Jahres 2006" gewählt worden. Foto: 15.06.2008,
Düsseldorf-Ludenberg
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Stachelkäfer (Mordellid Beetle, Variimorda villosa)
Die
Käferart Variimorda villosa gehört zu den Stachelkäfern, einen
deutschen Namen hat sie meines Wissens nicht. Schwarz ist die
Grundfärbung dieser Tiere, sie haben zudem eine variable, hellere
Zeichnung. Auffällig ist, dass der Hinterleib dieser Käfer in einer
hornigen Spitze endet, die weit über die Flügelenden hinaus ragt.
Zwischen 5,5 und 8,5 Millimeter kann die Körperlänge dieser Käfer
betragen. Sie kommen vor allem in feuchten Gebieten, also beispielsweise
in Flussauen, vor. Zu finden sind sie in der Natur im späten Frühling
und im Sommer. Foto: 18.07.2010, Düsseldorf-Düsseltal
Stolperkäfer (Dung Beetle, Valgus hemipterus)
Diese
Stolperkäferart erreicht eine Körperlänge von sechs bis zehn Millimeter.
Männliche Individuen sind daran zu erkennen, dass ihre Oberseite dunkel
beschuppt ist und helle Bereiche trägt, siehe Foto rechts. Weibliche
Tiere haben eine dunkel geschuppte Oberseite ohne hellere Zeichnung.
Typisch für diese Käferart sind ihre relativ kurzen Deckflügel, die
nicht wie bei anderen Käferspezies bis zum Ende des Hinterleibes ragen,
sondern davor enden. Eine stachelförmige Verlängerung des Hinterleibs
weist zudem Weibchen aus, sie legen damit ihre Eier. In den Monaten Mai
und Juni sind die Stolperkäfer in Mittel- und Südeuropa in der Natur zu
finden. Sie halten sich gern dort auf, wo viel Vegetation ist. Foto:
01.05.2009, Düsseldorf-Himmelgeist
Stumpfer Schnellräuber (Rove Beetle, Tachyporus obtusus)
Auf
den ersten Blick halten viele Menschen den Stumpfen Schnellräuber nicht
für einen Käfer, weil er nur winzige Flügel aufweist. Diese bis zu vier
Millimeter langen Tiere haben einen spitz zulaufenden Hinterleib, der
frei liegt, weil die Flügel nur kleine Stummel sind. Der größte Teil des
Hinterleibs ist rotbraun gefärbt, nur der hintere Teil ist schwarz
gefärbt. Die kurzen Deckflügel sind in der vorderen Hälfte schwarz
gefärbt, in der hinteren rotbraun; diese Färbung haben auch Kopf und
Halsschild. Weil sie sich meist unter Laub und Moos verstecken, sieht
man diese kleinen Käfer selten. Aufmerksame Betrachter sollten auf
Wiesen, in Wäldern und auf Feldern in der warmen Jahreszeit nach ihnen
Ausschau halten. Foto: 01.05.2009, Düsseldorf-Himmelgeist
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Vierpunkt-Aaskäfer (Burying Beetle, Xylodrepa quadripunctata)
In
der warmen Jahreszeit kann man in der Natur in Deutschland den
Vierpunkt-Aaskäfer beobachten. Diese Tierart kommt in Wäldern und
Gegenden mit vielen Bäumen vor. Der Körper ist schwarz gefärbt, die
Deckflügel sind gelblich hellbraun gefärbt. Auf den Deckflügeln tragen
die Tiere je zwei schwarze Punkte. Auf dem ebenfalls gelblich hellbraun
gefärbten Halsschild befindet sich mittig ein schwarzer Bereich. Die
Fühler sind relativ kurz, die Käfer können eine Körperlänge von zwölf
bis 14 Millimeter erreichen. Weil sich der Vierpunkt-Aaskäfer von Raupen
und anderen Insektenlarven ernährt, gilt er als Nützling, denn er dämmt
die Verbreitung mancher Raupen ein, die bei massenhaftem Auftreten
Schäden an der Vegetation verursachen können. Obwohl die Tiere Aaskäfer
heißen, leben sie überwiegend räuberisch und jagen lebende Beute.
Mitunter fressen sie allerdings auch tote Insekten. Foto:
23.05.2010, Elmpt, Niederkrüchten
Vierpunkt-Marienkäfer (Cream-streaked Ladybird, Harmonia quadripunctata)
Mit seiner Körperlänge von 5,5 bis sechs Millimeter ist der
Vierpunkt-Marienkäfer für einen Vertreter aus seiner Familie
vergleichsweise groß. Die Tiere haben gelbliche oder hellrot gefärbte
Deckflügel, auf denen sich je acht schwarze Punkte verteilen. Diese
Punkte sind bei den meisten Individuen sehr klein und kaum zu erkennen.
An den Rändern sind die Deckflügel hell gefärbt. Auf dem hellen
Halsschild der Käfer befinden sich vier große schwarze Punkte, woher der
Name der Art rührt. Neben den großen Punkten sind zwei kleinere schwarze
Punkte zu sehen. Normalerweise sind die Tiere in Kiefernwäldern
anzutreffen, allerdings kann man sie mitunter auch in völlig anderen
Lebensräumen beobachten. Blattläuse bilden die Nahrung der hübschen
Käfer. In manchen Literaturquellen wird diese Spezies als
Kopf-Vierpunkt-Marienkäfer bezeichnet.
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Vierpunkt-Marienkäfer
bei der Eiablage,
Foto: 21.06.2010, Düsseldorf-Flingern |
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Foto: 18.06.2010,
Düsseldorf-Flingern |
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Vierzehnpunkt-Marienkäfer (Fourteen-spotted Lady Beetle,
Propylea quatuordecimpunctata)
Die
Körperlänge des Vierzehnpunkt-Marienkäfers beträgt zwischen 3,5 und 4,5
Millimeter. Der Körper der Tiere ist oval geformt und gewölbt. In ihrem
Muster und in ihrer Färbung variiert diese Marienkäferart sehr stark, es
gibt mehr als 100 verschiedene Varianten. In aller Regel sind die Käfer
aber gelb gefärbt. Auf ihren Deckflügeln, deren Grundfärbung meist hell
bis kräftig gelblich ist, befinden sich sieben schwarze, fast rechteckig
geformte Flecken. Diese können ineinander übergehen und so eine
erstaunliche Mustervielfalt erzeugen. Bei manchen Tieren sind die
dunklen Flecken so stark zusammengewachsen, dass die gelbe Grundfärbung
der Flügeldecken kaum oder gar nicht zu sehen ist. Beine und Fühler
dieser Käferart sind hellbraun gefärbt. Auf krautigen Pflanzen und in
Laubgehölzen sowie auf Wiesen und Feldern, in Parks und Gärten sind die
auch als Schachbrett-Marienkäfer bezeichneten
Tiere zu finden. Foto: 09.05.2010, Düsseldorf-Düsseltal
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Vierzehntropfiger Marienkäfer (Cream-spotted Lady Beetle,
Calvia quatuordecimguttata)
Hellbraunrot
bis bräunlich ist die Grundfärbung der Deckflügel des Vierzehntropfigen
Marienkäfers. Diese Käferart erreicht eine Körperlänge von 4,5 bis sechs
Millimeter. Der Körper ist breit, oval geformt und relativ stark
gewölbt. Auf jedem Deckflügel tragen die kleinen Käfer je sieben
weißliche Punkte. Der Halsschild ist genauso gefärbt wie die Deckflügel.
In den hinteren Ecken trägt er je einen kleinen weißlichen Fleck. Die
Beine und die Fühler dieser Käferart sind braun gefärbt. Waldränder und
Wiesen - sowohl trockene als auch feuchte - sind typische Lebensräume,
in denen man die Käfer in der warmen Jahreszeit antreffen kann.
Blattläuse und Blattflöhe bilden die Nahrung des Vierzehntropfigen
Marienkäfers. In manchen Literaturquellen wird die Art als
Blattfloh-Marienkäfer bezeichnet. Foto:
25.04.2010, Düsseldorf-Ludenberg
Violetter Blattkäfer (Green Beetle, Chrysolina sturmi)
Zwischen
sieben und zehn Millimeter beträgt die Körperlänge des Violetten
Blattkäfers. Männliche Tiere sind deutlich kleiner als ihre weiblichen
Artgenossen. Bei diesen Käfern sind Kopf, Thorax und die Flügeldecken
metallisch glänzend blaugrün, blau oder violett gefärbt. Außerdem tragen
der Halsschild und die Flügeldecken eine feine Punktierung. Der Körper
ist oval geformt und stark gewölbt. Aus zehn bis zwölf einzelnen
Segmenten bestehen die recht kurzen Fühler. Sie sind an der Basis
bräunlich gefärbt und der Rest ist dunkel gefärbt. Die Beine sind
überwiegend dunkel gefärbt, zu den Spitzen hin jedoch bräunlich bis
gelblich gefärbt. Auffällig ist ihre Breite, wobei Männchen breitere
Beine haben als Weibchen. In der Zeit von April/Mai bis in den August,
mitunter sogar in den September hinein kann man den Violetten Blattkäfer
in freier Natur beobachten. Zu finden sind die Tiere an Waldrändern und
auf Waldlichtungen, aber auch an vegetationsreichen Wiesen. Foto:
25.04.2010, Düsseldorf-Ludenberg
Waldmistkäfer (Dor Beetle, Anoplotrupes stercorosus)
In
Buchenwäldern findet man in Deutschland und anderen Teilen Mitteleuropas
den Waldmistkäfer. Diese Tiere sind zwischen zwölf und 19 Millimeter
lang und schwarzblau gefärbt. Die Deckflügel sind an den Seiten
bläulich, violett oder grünlich gefärbt, der Körper der Tiere glänzt.
Rötlichbraun sind die Fühler gefärbt und auf den Beinen tragen diese
Insekten Borsten. Auf dem Speiseplan des Waldmistkäfers steht Kot, auch
Pilze und Baumsäfte frisst er mitunter. Im Sommer schlüpfen die Käfer,
sie werden erst im Folgejahr geschlechtsreif. Die alternative
Schreibweise der Art lautet Wald-Mistkäfer. Foto: 20.06.2010,
Niederkrüchten, Elmpter Schwalmbruch
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Foto: 20.06.2010,
Niederkrüchten, Elmpter Schwalmbruch |
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Foto: 20.06.2010,
Niederkrüchten, Elmpter Schwalmbruch |
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Wollkraut-Blütenkäfer (Varied Carpet Beetle, Anthrenus verbasci)
Nur
1,7 bis 3,5 Millimeter lang wird der Wollkrautblütenkäfer. Die
Grundfärbung ist dunkelbraun, darüber verläuft ein variabel gefärbtes,
weißes und hellbraunes Muster. Meist sind drei helle Querbinden
vorhanden. Der Körper der Tiere ist stark rundlich, fast kugelförmig.
Wollkrautblütenkäfer gehören zu den sogenannten Kulturfolgern. Das
heißt, diese Tiere haben sich dem Menschen eng angeschlossen und sind
überall dort zu finden, wo er lebt. In Wohnungen und Häusern trifft man
die kleinen Käfer ebenso an wie in Gärten. Mitunter kommen die stark
behaarten Larven dieser Käferart in Häusern massenhaft vor. Foto:
14.06.2009, Düsseldorf-Düsseltal
Würfelfleckiger Staubrüssler (Weevil, Liophloeus tessulatus)
Zwischen
sieben und elf Millimeter Körperlänge kann der Würfelfleckige
Staubrüssler erreichen. Die Käferart bewegt sich im Vergleich zu
ähnlichen Arten eher langsam und wirkt dabei wegen ihres Körperbaus
vergleichsweise plump: Der Kopf ist sehr schmal, der Rumpf wird nach
hinten breiter und wirkt "pummelig". Die Grundfärbung dieser Käferart
ist ein dunkles Braun. Auf den Deckflügeln tragen die Tiere einige
dunkle Flecken. Im Frühling sind diese Rüsselkäfer in Gebieten zu
finden, die viel Grün aufweisen. Einige Literaturquellen bezeichnen
diese Käferart auch als Variabler Plumprüssler. Foto: 26.04.2009,
Düsseldorf-Düsseltal
Zweifleckiger Zipfelkäfer (Common Malachite Beetle,
Malachius bipustulatus)
Mit
ihrer Körperlänge von nur sechs Millimeter sind die Zweifleckigen
Zipfelkäfer eher klein und werden deshalb häufig übersehen. Ihr Körper
schimmert metallisch-grünlich, sie tragen außerdem winzige Härchen auf
den Flügeldecken. Am Ende der Deckflügel befindet sich je ein roter
Punkt, auch seitlich am vorderen Körper sowie am Fühleransatz gibt es
rote Körperpartien. Der Hinterleib ragt wie ein kleiner Zipfel unter den
Deckflügeln hervor. Weil sich die Käfer von Pollen ernähren, kann man
sie häufig auf Blüten oder Gräsern bei der Nahrungsaufnahme beobachten.
In manchen Literaturquellen wird diese Art als Zweifleckiger Warzenkäfer bezeichnet. Foto: 13.06.2009, Erkrath-Reutersberg
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Zehnpunkt-Marienkäfer (10-spot Lady Beetle, Adalia decempunctata)
Zwischen 3,5 und fünf Millimeter beträgt die Körperlänge des
Zehnpunkt-Marienkäfers. Diese Käferart weist eine sehr variable Färbung
auf. Die helle Form trägt fünf bis sieben schwarze Punkte auf dem weißen
Halsschild und mehrere schwarze Flecken auf den hell orangeroten
Deckflügeln. Dagegen ist die dunkle Form überwiegend dunkel gefärbt und
trägt auf den Deckflügeln hinter den Schultern einen schräg verlaufenden
orange gefärbten Fleck. Bei einigen Individuen dieser Form befinden sich
weitere orange gefärbte Flecken auf den Flügeln. Es kann bei dieser
Marienkäferart auch vorkommen, dass die Flecken vollständig fehlen. Zu
erkennen ist die Art dann nur am hellen Halsschild mit fünf schwarzen
Punkten, die allerdings nicht immer scharf voneinander abgegrenzt sind.
Beine und Fühler sind bei den Tieren gelblichbraun gefärbt. In der Zeit
von April bis Oktober sind diese Insekten in der Natur zu finden.
Blattläuse bilden die Nahrung des Zehnpunkt-Marienkäfers.
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Paarung, helle Form, Foto: 09.05.2010,
Düsseldorf-Düsseltal |
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Dunkle Form, Foto: 18.06.2010,
Düsseldorf-Flingern |
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Zipfelkäfer (Malachite Beetle, Axinotarsus marginalis)
Die Zipfelkäferart Axinotarsus marginalis gehört
zu den sehr unauffälligen Tieren in der deutschen Natur. Nur 2,5 bis 2,7
Millimeter lang werden diese zart gebauten Käfer. Wie es bei allen
Zipfelkäfern üblich ist, ragt der Hinterleib unter den Deckflügeln
hervor, weil diese recht kurz sind. Überwiegend dunkel mit einem
gelblichbraunen Rand am hinteren Ende sind die Deckflügel gefärbt. Auf
den Deckflügeln tragen die Tiere zudem eine sehr feine Behaarung. Der
Halsschild der Käferart ist in der Mitte schwarz gefärbt und an den
Seiten rötlichbraun, der Kopf ist schwarz. Auch die Beine sind schwarz
gefärbt, die recht langen Fühler sind dunkelbraun gefärbt. Zu finden ist
die Art vor allem auf Blüten, von deren Nektar und Pollen sie sich
ernährt. Ein deutscher Trivialname ist mir nicht bekannt. Foto: 17.07.2010, Düsseldorf-Gallberg
Zweipunkt-Marienkäfer (Two-spotted Lady Beetle, Adalia bipunctata)
Nur 3,5 bis 5,5 Millimeter groß werden die oval geformten
Zweipunkt-Marienkäfer. Diese Tiere kommen in zwei Farbvarianten vor. Bei
der ersten Variante sind die Beine schwarz, die Flügel haben eine rote
Grundfärbung und tragen mittig je einen schwarzen Punkt. Der Thorax ist
gelblich-weiß gefärbt und trägt einen schwarzen Bereich, der bei den
meisten Tieren ein wenig an ein "M" oder "W" erinnert - je nachdem, aus
welcher Perspektive man de Käfer betrachtet (siehe Foto unten rechts).
Die zweite Farbvariante ist fast komplett schwarz gefärbt und trägt auf
den Flügeln zwei bis drei gelblichrote bis rote Punkte. Laut
Wikipedia sind etwa 15 Prozent der Zweipunkt-Marienkäfer so gefärbt.
Wiesen, Gärten und Hecken sind der typische Lebensraum dieser Käferart.
Im Herbst kommen einige dieser Tiere in Häuser, um dort zu überwintern.
Zweipunkt-Marienkäfer ernähren sich unter anderem von Blattläusen und
sind deshalb bei Gartenfreunden sehr beliebt.
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Foto: 12.10.2008,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 14.03.2009,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Bisher nicht bestimmte Käferarten
Die folgenden Käferarten konnte ich bisher nicht
bestimmen. Sollten Sie die Tiere erkennen und mir sagen können, um
welche Spezies es sich handelt, würde ich mich über eine Nachricht per
E-Mail freuen.
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Unbestimmte Käferart Nr.
1,
Foto: 09.05.2008, Düsseldorf-Grafenberg |
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Unbestimmte Käferart Nr.
2,
Foto: 11.04.2009, Düsseldorf-Grafenberg |
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Unbestimmte Käferart Nr. 3,
Foto: 24.07.2008, Düsseldorf-Düsseltal |
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Unbestimmte Käferart Nr. 4;
Foto: 28.06.2008, Düsseldorf-Hamm |
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Unbestimmte Käferart Nr. 5,
Foto: 10.05.2009, Düsseldorf-Gerresheim |
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Unbestimmte Käferart Nr. 6,
Foto: 19.05.2009, Düsseldorf-Düsseltal |
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Unbestimmte Käferart Nr. 7 (Sermylassa halensis?), Foto: 21.07.2009, Erkrath-Millrath |
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Unbestimmte Käferart Nr. 7,
Foto: 20.06.2009, Elmpt, Niederkrüchten |
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Unbestimmte Käferart Nr. 9,
Foto: 20.07.2009, Düsseldorf-Angermund |
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Unbestimmte Käferart Nr. 10,
Foto: 25.04.2010, Düsseldorf-Gerresheim |
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Unbestimmte Käferart Nr.
11,
Foto: 09.05.2010, Düsseldorf-Gerresheim |
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Unbestimmte Käferart Nr. 12,
Foto: 24.09.2009, Düsseldorf-Ludenberg |
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