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Käfer aus Düsseldorf und Umgebung - Teil 2

Käfer lassen sich während der warmen Jahreszeit in unserer Natur leicht beobachten. Man trifft sie zum Beispiel in Parks und Gärten, in Wäldern, an Flussufern und auf Wiesen. Weil viele dieser Tiere vergleichsweise klein sind, werden sie leicht übersehen. Deshalb möchte ich diese oft nicht wahrgenommenen Tiere an dieser Stelle präsentieren. Ich beobachte und fotografiere die Tiere in Düsseldorf und der näheren Umgebung. Da ich keine Insekten-Expertin bin, konnte ich bisher nicht alle Arten selbst bestimmen. Falls Sie helfen können, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail freuen, die unbestimmten Arten finden Sie im fünften Teil der Käfersammlung. Und generell gilt: Alle hier genannten Artbezeichnungen sind ohne Gewähr, da ich wie gesagt kein Insekten-Profi bin.

Auf dieser Seite finden Sie Artenporträts und Fotos der unten in alphabetischer Reihenfolge aufgelisteten Käferarten. Um zu den einzelnen Abbildungen und Beschreibungen zu gelangen, klicken Sie bitte auf den Namen der jeweiligen Art.

· Gelbrandrüssler (Weevil, Chlorophanus viridis)
· Gemeiner Furchenschwimmer (Lesser Diving Beetle, Acilius sulcatus)
· Gemeiner Speckkäfer (Larder Beetle, Dermestes lardarius)
· Gemeiner Weichkäfer (Soldier Beetle, Cantharis fusca)
· Gemeiner Wollkäfer (Darkling Beetle, Lagria hirta)
· Graugrüner Schenkelkäfer (Thick Legged Flower Beetle, Oedemera virescens)
· Grüner Sauerampferkäfer (Green Dock Leaf Beetle, Gastrophysa viridula)
· Grüner Scheinbockkäfer (Thick Legged Flower Beetle, Oedemera nobilis)
· Grünrüssler (Weevil, Phyllobius sp.)
· Himbeerblütenstecher (Strawberry Blossom Weevil, Anthonomus rubi)
· Hirschkäfer (Stag Beetle, Lucanus cervus)
· Junikäfer (Summer Chafer, Amphimallon solstitialis)
· Kartoffelkäfer (Colorado potato beetle, Leptinotarsa decemlineata)
· Silbriger Purzelkäfer (Scarab Beetle, Hoplia philanthus)
· Kleiner Julikäfer (Margined Vine Chafer, Anomala dubia)
· Kleiner Leuchtkäfer (Glow-worm, Lamprohiza splendidula)
· Kratzdistelrüssler (Weevil, Larinus turbinatus)
· Kugeliger Marienkäfer (Lady Beetle, Oenopia conglobata)
· Licht-Marienkäfer (Ladybird, Calvia decemguttata)
· Mausgrauer Schnellkäfer (Click Beetle, Agrypnus murinus)
· Mönchs-Kotkäfer (Dung Beetle, Onthophagus coenobita)
· Nashornkäfer (European Rhinoceros Beetle, Oryctes nasicornis)

Gelbrandrüssler (Weevil, Chlorophanus viridis)

Gelbrandrüssler (Weevil, Chlorophanus viridis)Die meisten Rüsselkäfer, die in Deutschland vorkommen, sind für Laien nur schwer zu identifizieren. Beim Gelbrandrüssler hat man es leicht, denn diese Art ist unverwechselbar. Feuchte Laub- und Mischwälder, aber auch Wiesen in der Nähe solcher Wälder sind typische Lebensräume, in denen man die hübschen Tiere antrifft. Diese Käferart ist acht bis elf Millimeter lang. Auf der Körperoberseite ist der Gelbrandrüssler bräunlich bis bläulichgrün gefärbt, er trägt Schuppen auf dem Körper. Auffällig ist der gelbe Bereich, der den Käfer "umrandet"; nach ihm wurde er benannt. Blätter von Erlen und Weiden, aber auch die Pestwurz bilden die Nahrung der Käfer. Ihre Larven ernähren sich von Pflanzenwurzeln. Foto: 31.05.2009, Düsseldorf-Knittkuhl

Gemeiner Furchenschwimmer (Lesser Diving Beetle, Acilius sulcatus)

Der Gemeine Furchenschwimmer ist ein im Wasser lebendes Insekt aus der Familie der Schwimmkäfer. Die Tiere werden zwischen 15 und 18 Millimeter lang. Schmutzig gelb ist die Grundfarbe der Insekten, auf den Flügeldecken befinden sich winzige schwarze Punkte. Auf dem Halsschild verlaufen zwei waagerechte, parallele schwarze Streifen, zwischen denen sich ein gelber Bereich befindet. Am Kopf ist zwischen den Augen eine schwarze, v-förmige Zeichnung zu erkennen. Bei den Männchen sind die Flügeldecken glatt, bei den Weibchen sind sie in Längsrichtung gefurcht (siehe Foto unten links). Typisch für die Käfer sind zudem Borsten an den Hinterbeinen. Anzutreffen ist diese Käferart in der warmen Jahreszeit in stehenden Gewässern, diese können auch recht klein sein. Sogar in Pfützen sind die Tiere schon beobachtet worden. Die Larven leben ebenfalls im Wasser. Sie ernähren sich von anderen Wassertieren, unter anderem von jungen Kaulquappen.

  Gemeiner Furchenschwimmer (Lesser Diving Beetle, Acilius sulcatus)   Larve des Gemeinen Furchenschwimmers (Lesser Diving Beetle, Acilius sulcatus)  
  Erwachsener Käfer, Foto: 05.06.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl
  Larve, Foto: 10.05.2009,
Düsseldorf-Gerresheim
 

Gemeiner Speckkäfer (Larder Beetle, Dermestes lardarius)

Gemeiner Speckkäfer (Larder Beetle, Dermestes lardarius)Der Gemeine Speckkäfer erreicht eine Körperlänge von sieben bis 9,5 Millimeter. Der Körper ist länglich und oval geformt. Auf ihm befinden sich zahlreiche winzige Schuppen. Schwarz ist die Färbung des Kopfes, des Halsschildes und der hinteren Bereiche der Deckflügel. Deren vordere Hälfte ist weiß bis beige gefärbt und in der Mitte befinden sich je drei Punkte. Sie sind dunkel bis rötlich gefärbt und der mittlere ist jeweils ein wenig nach hinten versetzt. Darüber hinaus finden sich an der Grenze zum Halsschild schmale, dunkel bis rötlich gefärbte Bereiche. Die Beine sind bräunlich gefärbt, die Fühler rötlichbraun. Zum Ende hin sind sie zu Keulen verdickt. Gemeine Speckkäfer sind fast ausschließlich in Häusern zu finden, die Larven ernähren sich von Vorräten, Textilien und Wolle. Dabei werden die Fraßschäden von den Larven verursacht. Foto: 25.06.2009, Düsseldorf-Grafenberg

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Gemeiner Weichkäfer (Soldier Beetle, Cantharis fusca)

Gemeiner Weichkäfer (Soldier Beetle, Cantharis fusca)Etwa elf bis 15 Millimeter lang und dabei nur wenige Millimeter breit sind die Gemeinen Weichkäfer. Sie wirken dadurch sehr schlank. Ihre Deckflügel sind schwarz gefärbt und fein behaart. Der Körper ist orangerot gefärbt, auf dem Thorax (vorderes Körpersegment) befindet sich ein schwarzer Fleck. Der vordere Teil des Kopfes ist ebenfalls orangerot gefärbt. Dunkelrot sind die ersten Fühlerglieder gefärbt, der Rest der fadenförmigen und einige Millimeter langen Fühler ist schwarz gefärbt. Die Beine sind bei dieser Käferart vollständig dunkel gefärbt, wodurch sich die Tiere von anderen, nahe verwandten Weichkäfern unterscheiden lassen. Die Flugzeit des Gemeinen Weichkäfers findet im Mai und Juni statt, diese Insekten sind beispielsweise an Waldrändern oder in Lebensräumen mit Gebüschen zu finden. Aber auch auf Wiesen und Feldern trifft man sie an. Auf Pflanzen jagen sie nach kleinen Insekten oder sie fressen tote andere Insekten. Mitunter ernähren sich Gemeine Weichkäfer jedoch auch von zarten Pflanzentrieben. Foto: 05.06.2010, Düsseldorf-Knittkuhl

Gemeiner Wollkäfer (Darkling Beetle, Lagria hirta)

Gemeiner Wollkäfer (Darkling Beetle, Lagria hirta)In Wäldern und baumreichen Gebieten wie Parks oder Gärten sowie in Feldgehölzen kann der Gemeine Wollkäfer angetroffen werden. Nur sieben bis zehn Millimeter sind diese Tiere lang. Ihr Körper ist schwarz gefärbt, die Flügeldecken sind braun und stehen leicht auseinander. Ein typisches Merkmal der Gemeinen Wollkäfer ist ihre feine Behaarung, die sie auf den Flügeldecken tragen. Hierdurch sehen sie ein wenig "wollig" aus. Zwischen Mai und August findet die Flugzeit der in Deutschland und in anderen Teilen Europas sowie in den gemäßigten Zonen Asiens recht weit verbreiteten Spezies statt. Auf dem Speisezettel der Käfer stehen junge Blätter diverser Bäume, die Larven fressen dagegen altes, herab gefallenes Laub. Foto: 17.07.2010, Düsseldorf-Grafenberg

Graugrüner Schenkelkäfer (Thick Legged Flower Beetle, Oedemera virescens)

Zwischen acht und elf Millimeter lang ist der Graugrüne Schenkelkäfer. Wie es der deutsche Name der Art vermuten lässt, sind die Tiere am Körper graugrün gefärbt. Ihre Fühler und Beine sind bräunlich-grün gefärbt. Männchen und Weibchen lassen sich durch ein Detail unterscheiden: Bei männlichen Tieren sind die Schenkel der hinteren Beine verdickt, bei den Weibchen ist dies nicht der Fall. Weil die Verdickungen der Beine nicht so stark ausfallen wie beim sehr ähnlichen Grünlichen Scheinbockkäfer (Oedemera lurida), kann man die Männchen der beiden Arten dadurch unterscheiden. Weibchen des Graugrünen Schenkelkäfers weisen ein nach hinten ausgeschnittenes letztes Hinterleibssegment auf; daran können sie von Weibchen des Grünlichen Scheinbockkäfers unterschieden werden. Anzutreffen sind die Graugrünen Schenkelkäfer in der warmen Jahreszeit auf Wiesen und an Waldrändern. Pollen bilden die Nahrung der erwachsenen Käfer.

  Männlicher Graugrüner Schenkelkäfer (Thick Legged Flower Beetle, Oedemera virescens)   Weiblicher Graugrüner Schenkelkäfer (Thick Legged Flower Beetle, Oedemera virescens)  
  Männchen, Foto: 22.05.2010,
Düsseldorf-Ludenberg
  Weibchen, Foto: 18.07.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl
 

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Grüner Sauerampferkäfer (Green Dock Leaf Beetle, Gastrophysa viridula)

Zwischen vier und sieben Millimeter lang wird der Grüne Sauerampferkäfer. Männchen sind bei dieser Käferart kleiner als die Weibchen. Der Körper ist dunkel gefärbt und glatt, die Deckflügel schimmern in einem hübschen metallischen Grünton, der je nach Lichteinfall bläulich bis gelblich oder auch rot oder violett wirken kann. Weibchen sind an ihrem vergrößerten Hinterleib zu erkennen. Vor allem während der Paarungszeit kann dieser stark angeschwollen sein und weit unter den Deckflügeln hervorstehen, siehe Foto rechts. Wie es der deutsche Name vermuten lässt, sind die Tiere in aller Regel auf Ampfer (Rumex) zu finden. Sie fressen die Blätter und pflanzen sich auch auf diesen Gewächsen fort. Typische Lebensräume der im Sommer häufig in der Natur zu findenden Käfer sind Waldränder, Gärten und auch Heidelandschaften sowie naturnahe Wiesen. In manchen Literaturquellen wird diese Insektenart als Ampfer-Blattkäfer bezeichnet.

  Grüne Sauerampferkäfer (Green Dock Leaf Beetle, Gastrophysa viridula) bei der Paarung   Grüner Sauerampferkäfer (Green Dock Leaf Beetle, Gastrophysa viridula), Larven  
  Foto: 06.06.2010,
Düsseldorf-Gerresheim
  Larven, Foto: 29.05.2010,
Düsseldorf-Gerresheim
 

Grüner Scheinbockkäfer (Thick Legged Flower Beetle, Oedemera nobilis)

In Mitteleuropa kommen etwa 30 Arten von Scheinbockkäfern vor. Zu ihnen gehört auch der Grüne Scheinbockkäfer, dessen Körperlänge ungefähr zehn bis zwölf Millimeter beträgt. Die Tiere sind metallisch glänzend grün gefärbt und die beiden Geschlechter unterscheiden sich voneinander. Bei den Männchen, siehe Foto unten links, sind die Schenkel der hinteren Beine keulenförmig verdickt, dieses Merkmal weisen die Weibchen nicht auf, siehe Foto unten rechts. Der Körper der Tiere ist lang gestreckt. Im Frühling sind die Tiere auf verschiedenen Blüten häufig anzutreffen, sie ernähren sich von Pollen und Nektar.

  Männlicher Grüner Scheinbockkäfer (Thick Legged Flower Beetle, Oedemera nobilis)   Weiblicher Grüner Scheinbockkäfer (Thick Legged Flower Beetle, Oedemera nobilis)  
  Foto: 13.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist
  Foto: 14.06.2009,
Düsseldorf-Düsseltal
 

Grünrüssler (Weevil, Phyllobius sp.)

In Deutschland kommen etliche verschiedene Käferarten aus der Gattung der Grünrüssler vor, die den lateinischen Namen Phyllobius trägt. Für einen Laien wie mich ist es sehr schwierig, die Arten zu unterscheiden. Deshalb kann ich die von mir fotografierten Grünrüssler leider keiner Art zuordnen. Je nach Art sind die Tiere unterschiedlich groß, viele sind deutlich kleiner als einen Zentimeter. Sie kommen in Wäldern und in mit Gebüschen bestandenen Gebieten vor und sind im Frühling in der Natur zu finden. Falls Sie die unten gezeigten Tiere bestimmen können, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail freuen. 

  Unbestimmter Grünrüssler Nr. 1   Unbestimmter Grünrüssler Nr. 2  
  Unbestimmter Grünrüssler Nr. 1,
Foto: 01.06.2008, Düsseldorf-Hubbelrath
  Unbestimmter Grünrüssler Nr. 2,
Foto: 10.05.2009, Düsseldorf-Gerresheim
 

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Himbeerblütenstecher (Strawberry Blossom Weevil, Anthonomus rubi)

Himbeerblütenstecher (Strawberry Blossom Weevil, Anthonomus rubi)Der Himbeerblütenstecher ist ein bis zu 3,5 Millimeter langer Rüsselkäfer, der bei vielen Gartenbesitzern nicht gern gesehen ist. Die winzigen Insekten pflanzen sich vort, indem sie die Blütenknospen von Himbeeren, Brombeeren oder Erdbeeren annagen und ihre Eier hinein legen. Die Larven fressen die Knospen dann von innen auf, es bilden sich keine Blüten. Treten die Käfer in großer Zahl auf, kann dies zu einem Ernteausfall an der betroffenen Pflanze führen. Schwarz ist die Grundfärbung der Käfer, das Schildchen ist weiß. Der Körper ist fein behaart und auf den Deckflügeln verlaufen feine parallele Längsrillen. Ab April bis in den Spätsommer oder frühen Herbst sind die Käfer in der Natur anzutreffen. In manchen Literaturquellen wird diese Käferart auch als Erdbeerblütenstecher bezeichnet. Foto: 12.07.2011, Düsseldorf-Kaiserswerth

Hirschkäfer (Stag Beetle, Lucanus cervus)

Männlicher Hirschkäfer (Stag Beetle, Lucanus cervus)Zwischen 25 und 75 Millimeter kann die Körperlänge der Hirschkäfer betragen, weibliche Tiere erreichen eine maximale Körperlänge von 40 Millimeter. Das auffälligste Merkmal der schwarzbraun gefärbten Tiere sind die geweihartig vergrößerten Mandibeln (Oberkiefer) der Männchen, siehe Foto rechts. Zwischen Ende Mai und Ende Juli liegt die Hauptflugzeit dieser Insekten. In der Abenddämmerung kann man sie in ihren Lebensräumen mit ein wenig Glück beobachten, allerdings sind die Käfer in Deutschland selten geworden. Weil ihnen altes Holz als Brutmöglichkeit fehlt, ist ihr Bestand stark geschrumpft, deshalb gelten sie laut der Roten Liste in NRW und in Deutschland als "stark gefährdet". Anzutreffen sind Hirschkäfer vor allem in alten Eichenwäldern, mitunter aber auch in Gärten. Foto: 31.05.2009, Düsseldorf-Grafenberg

  Männlicher Hirschkäfer (Stag Beetle, Lucanus cervus)   Männlicher Hirschkäfer (Stag Beetle, Lucanus cervus)  
  Männlicher Hirschkäfer, Foto: 13.06.2009, Düsseldorf-Grafenberg   Männlicher Hirschkäfer, Foto: 13.06.2009, Düsseldorf-Grafenberg  

Junikäfer (Summer Chafer, Amphimallon solstitialis)

Junikäfer (Summer Chafer, Amphimallon solstitialis)Der Junikäfer gilt als "kleiner Bruder" des Maikäfers, weil er ihm ein wenig ähnlich sieht. Mit seiner Körperlänge von 14 bis 18 Millimeter ist der Junikäfer recht groß. Der Körper ist gelbbraun gefärbt und trägt eine helle, pelzige Behaarung. Auffällig sind die rötlichbraun gefärbten, dicken Kolben an den Fühlerenden. Die Flügeldecken tragen einige Längsrillen. Erwachsene Käfer sind von Juni bis August zu finden, auf ihrem Speisezettel stehen Blätter. Anzutreffen sind die Tiere vor allem auf Wiesen, in Gärten und in Heckenlandschaften. In manchen Literaturquellen wird die Art auch als Gerippter Brachkäfer bezeichnet, der alternative wissenschaftliche Name lautet Amphimallon solstitiale. Foto: 19.06.2009, Düsseldorf-Flingern

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Kartoffelkäfer (Colorado potato beetle, Leptinotarsa decemlineata)

Kartoffelkäfer (Colorado potato beetle, Leptinotarsa decemlineata)Zwischen sieben und 15 Millimeter Körperlänge erreicht der Kartoffelkäfer. Die Tiere sind gelb gefärbt, der Halsschild trägt schwarze Flecken. Typisch für die Art sind die zehn schwarzen, parallel verlaufenden Längsstreifen, die sich auf den Flügeldecken befinden. Ursprünglich stammt der Kartoffelkäfer aus dem US-Bundesstaat Colorado. Vermutlich mit Schiffen ist die Art schon vor langer Zeit nach Europa eingeschleppt worden. Die ersten Sichtungsmeldungen auf dem europäischen Kontinent stammen laut Wikipedia aus dem Jahr 1877. In Deutschland ist die Käferart demnach ebenfalls in dem genannten Jahr erstmals beobachtet worden. Weil Kartoffelkäfer in Europa keine natürlichen Feinde haben, gelten sie als landwirtschaftliche Schädlinge, denn sie ernähren sich überwiegend von Kartoffelpflanzen und können bei einem Massenbefall ganze Felder mit dieser Nutzpflanze vernichten. Aber auch andere Nachtschattengewächse stehen auf dem Speiseplan der Kartoffelkäfer. Foto: 07.08.2010, Düsseldorf-Rath

Kleiner Julikäfer (Margined Vine Chafer, Anomala dubia)

Kleiner Julikäfer (Margined Vine Chafer, Anomala dubia)Im Frühling sind in der Natur die Kleinen Julikäfer zu beobachten. Diese Tiere erreichen eine Körperlänge von zwölf bis 15 Millimeter. Bei den meisten Individuen sind Kopf, Halsschild und Schildchen grünlich gefärbt, diese Körperpartien weisen zudem einen metallischen Glanz auf. Hell bräunlich sind die Flügeldecken gefärbt, sie tragen zudem deutlich sichtbare Längsrillen. Auf dem Halsschild sind bei genauer Betrachtung winzige punktförmige Vertiefungen zu erkennen. Die Beine sind schwarz gefärbt, der Körper weist eine dunkle Färbung auf. Anders als der recht ähnlich aussehende Gartenlaubkäfer weisen die Kleinen Julikäfer keine Behaarung auf. Vor allem Weidenblätter bilden die Nahrung dieser Insekten. Foto: 13.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist

Kleiner Leuchtkäfer (Glow-worm, Lamprohiza splendidula)

Der Kleine Leuchtkäfer, auch als Kleines Glühwürmchen bezeichnet, ist ein nachtaktives Insekt aus der Familie der Leuchtkäfer (Lampyridae). Männliche Tiere sind zwischen acht und zehn Millimeter lang, die Weibchen erreichen eine Körperlänge von zehn Millimeter. Typisch für die Art ist der schmale Körperbau der Männchen. Außerdem sind die Kleinen Leuchtkäfer daran zu erkennen, dass sie am Halsschild im vorderen Bereich zwei Fensterflecken aufweisen. Die Männchen sind dunkelbraun gefärbt und haben voll ausgebildete Flügel; Weibchen weisen nur Stummelflügel auf, sie können nicht fliegen. Auf der Körperunterseite befindet sich am fünften oder sechsten Hinterleibssegment eine Leuchtplatte, die bei gelblich gefärbt ist, siehe Foto unten rechts. Darüber hinaus besitzen insbesondere weibliche Kleine Leuchtkäfer zusätzliche kleine Leuchtflecken am ersten und fünften Hinterleibssegment. Während der ersten Nachthälfte fliegen die Männchen umher und präsentieren dabei ihr Leuchten. Weibchen sitzen im Gras oder auf der Vegetation und präsentieren dort ihr Leuchten, um Partner anzulocken. Anzutreffen sind die Tiere in lichten Wäldern, Parks und Gärten sowie auf Wiesen. Ihre Flugzeit findet in den Monaten Juni und Juli statt. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Kleinen Glühwürmchen stark zurückgegangen.

  Männlicher Kleiner Leuchtkäfer (Glow-worm, Lamprohiza splendidula)   Männlicher Kleiner Leuchtkäfer (Glow-worm, Lamprohiza splendidula), Unterseite  
  Männchen, Foto: 09.07.2011,
Düsseldorf-Grafenberg
  Unterseite eines Männchens, Foto: 09.07.2011,
Düsseldorf-Grafenberg
 

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Kratzdistelrüssler (Weevil, Larinus turbinatus)

Kratzdistelrüssler (Weevil, Larinus turbinatus)Der Kratzdistelrüssler ist ein kleiner, sehr gedrungen wirkender Käfer. Seine Grundfärbung ist schwarz, die Flügeldecken tragen einige Längsrillen. Außerdem sind auf den Flügeldecken und auf dem oberen Körper graue Haarflecken vorhanden, die dem Käfer ein geschecktes Aussehen verleihen. Auffälligstes Merkmal dieser vier bis neun Millimeter langen Tiere ist der Kopf mit dem rüsselartigen Fortsatz. Im Sommer kann man die Tiere auf Disteln finden, dort legen die Weibchen ihre Eier ab. Foto: 12.07.2011, Düsseldorf-Kaiserswerth

  Kratzdistelrüssler (Weevil, Larinus turbinatus)   Kratzdistelrüssler (Weevil, Larinus turbinatus)  
  Foto: 04.07.2009,
Erkrath-Reutersberg
  Foto: 12.07.2011,
Düsseldorf-Kaiserswerth
 

Kugeliger Marienkäfer (Lady Beetle, Oenopia conglobata)

Kugeliger Marienkäfer (Lady Beetle, Oenopia conglobata)Eine Körperlänge von 3,5 bis fünf Millimeter erreicht der Kugelige Marienkäfer. Der schwarz gefärbte Körper der Tiere ist oval geformt und leicht gewölbt. Bei den meisten Individuen dieser Art sind die Deckflügel hellrosa oder gelblich gefärbt, sie tragen je acht eckige schwarze Punkte. Variabel ist die Größe dieser Punkte, sie können miteinander verbunden sein. Darüber hinaus gibt es Käfer dieser Art, deren Flügeldecken komplett schwarz gefärbt sind. Einen hellen Beigeton weist der Halsschild auf, er trägt zudem sieben kleine schwarze Flecken. Am hinteren Ende und an den Seiten ist der Kopf schwarz gefärbt, der vordere Bereich weist eine helle Färbung auf. Gelblich sind die Fühler gefärbt, zum Ende hin werden sie etwas dunkler. Die Beine der auch als Pappelmarienkäfer bezeichneten Tiere sind gelbbraun gefärbt. In der Natur zu finden sind die Tiere im Sommer, sie halten sich gern in der Nähe von Laubbäumen auf, darunter unter anderem Pappeln, Ulmen, Platanen oder Eichen. Foto: 11.09.2010, Düsseldorf-Himmelgeist

Licht-Marienkäfer (Ladybird, Calvia decemguttata)

Licht-Marienkäfer (Ladybird, Calvia decemguttata)Diese Marienkäferart wird zwischen fünf und 6,7 Millimeter lang. Die Grundfärbung des Lichtmarienkäfers ist ein zartes Hellbraun mit rötlichem Anflug. Auf jeder Flügeldecke sind fünf weiße Punkte zu sehen, von denen jeweils zwei nebeneinander angeordnet sind, der dritte befindet sich am hinteren Ende der Flügeldecken. Auffällig sind die schwarzen Augen, die sich von dem ebenfalls hellbraunrot gefärbten Kopf abheben. Auf dem Halsschild, der dieselbe Farbe hat, gibt es einige weißliche Flecken, die verwaschen wirken. Licht-Marienkäfer haben ihren Namen erhalten, weil sie sich von künstlichem Licht angezogen fühlen. In manchen Quellen werden sie auch als Zehnfleck-Marienkäfer bezeichnet. Weil die Art stark an Wälder gebunden ist, findet man den Licht-Marienkäfer normalerweise nur dort. Blattläuse bilden die Nahrung dieser Tiere. Foto: 17.06.2010, Düsseldorf-Düsseltal

  Licht-Marienkäfer (Ladybird, Calvia decemguttata)   Licht-Marienkäfer (Ladybird, Calvia decemguttata), Larve  
  Foto: 17.06.2010,
Düsseldorf-Düsseltal
  Larve, Foto: 23.06.2010,
Düsseldorf-Düsseltal
 

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Mausgrauer Schnellkäfer (Click Beetle, Agrypnus murinus)

Zwischen 13 und 17 Millimeter ist der Mausgraue Schnellkäfer groß. Wie viele andere Schnellkäfer auch, ist er länglich gebaut, allerdings ist sein Rücken verglichen mit anderen Arten etwas breiter. Seine Grundfärbung ist bräunlich. Auf dem Halsschild und auf den Flügeldecken befinden sich unregelmäßig angeordnete graue, schuppige Flecken unterschiedlicher Größe. Die Flügeldecken weisen zudem feine Längsrillen auf. Rotbraun gefärbt sind die Fühler, sie sind gesägt. Ein auffälliges Merkmal der Art ist, dass der Halsschild an den beiden hinteren Seiten spitz zuläuft. Typische Orte, an denen die Art in der Zeit von April bis September zu finden ist, sind Wiesen, Waldränder und Bereiche mit Gebüschen. Blätter und Blüten bilden die Nahrung dieser Käferart, die in manchen Literaturquellen auch als Mausgrauer Sandschnellkäfer bezeichnet wird.

  Mausgrauer Schnellkäfer (Click Beetle, Agrypnus murinus)   Mausgrauer Schnellkäfer (Click Beetle, Agrypnus murinus)  
  Foto: 06.06.2010,
Düsseldorf-Gerresheim
   Foto: 21.05.2011,
Düsseldorf-Hubbelrath
 

Mönchs-Kotkäfer (Dung Beetle, Onthophagus coenobita)

Mönchs-Kotkäfer (Dung Beetle, Onthophagus coenobita)In der Zeit von April bis September ist in der deutschen Natur der Mönchs-Kotkäfer zu finden. Diese Tiere sind relativ unauffällig und zwischen vier und sechs Millimeter groß. Die Flügeldecken sind bräunlich gefärbt und tragen einige mittelbraune Sprenkel, die sich jedoch kaum von der Grundfärbung absetzen. Die Färbung des Halsschildes ist metallisch messingfarben bis rötlich glänzend. Außerdem ist diese Körperpartie zart punktiert; dasselbe gilt für den Kopf dieser Käferart. Schwarz sind die Beine gefärbt, die Körperunterseite trägt helle, Haare. Anzutreffen sind Mönchs-Kotkäfer beispielsweise auf Schafdung, aber auch auf faulenden Pilzen oder verrottenden Pflanzenteilen. Foto: 09.05.2010, Düsseldorf-Gerresheim

Nashornkäfer (European Rhinoceros Beetle, Oryctes nasicornis)

Männlicher Nashornkäfer (European Rhinoceros Beetle, Oryctes nasicornis), TotfundEine sehr imposante Erscheinung ist der Nashornkäfer. Diese Insekten aus der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) sind in Deutschland keineswegs selten. Dennoch bekommen viele Menschen sie nicht zu Gesicht, weil die Tiere nachtaktiv sind. Das auffälligste Merkmal dieser zwischen 20 und 40 Millimeter langen Käfer ist ein nach hinten gebogenes Horn, das männliche Tiere auf dem Kopf tragen. Weibchen haben dagegen ein glattes Hornschild. Rötlich-braun ist die Färbung des Panzers, die Flügeldecken sind bräunlich gefärbt und die Tiere sind auf der Unterseite des Körpers dicht behaart. In Eichenwäldern in vermoderten Baumstümpfen oder auch zuweilen in Komposthaufen leben die Larven des Nashornkäfers. Die Larven werden bis zu zwölf Zentimeter lang und sind hell gefärbt. Nashornkäfer kommen in Europa, Nordafrika und in Teilen Südostasiens vor. Foto: 31.05.2011, Düsseldorf-Düsseltal

 

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