|
|
Spinnentiere aus Düsseldorf und Umgebung
In Düsseldorf und Umgebung gibt es viele Insekten,
darunter auch Spinnen und Weberknechte sowie eine Reihe weiterer
Angehöriger der Klasse der Spinnentiere. Zwar gehören diese
"Krabbelviecher" keineswegs zu den beliebtesten Tieren, doch anders als
die meisten Menschen finde ich Spinnen nicht abstoßend, sondern sehr
faszinierend. Deshalb fotografiere ich auch sie, wenn sie mir vor die
Linse geraten. Leider kenne ich mich mit Spinnen nicht sonderlich gut
aus, weshalb ich die meisten hier gezeigten Arten bisher nicht genau
bestimmen konnte. Falls Sie helfen können, würde ich mich über eine
Nachricht per E-Mail
sehr freuen. Die bisherigen Bestimmungen sind nach bestem Wissen und
Gewissen durchgeführt worden. Falls sich ein Fehler eingeschlichen haben
sollte und Ihnen dies auffällt, wäre es nett, wenn Sie mir Bescheid
geben könnten.
Auf dieser Seite finden Sie Artenporträts und Fotos
der unten in alphabetischer Reihenfolge aufgelisteten
Spinnen und
Weberknechte. Um zu den einzelnen Abbildungen und
Beschreibungen zu gelangen, klicken Sie bitte auf den Namen der
jeweiligen Art.
Spinnen
· Baldachinspinne (Money Spider, Linyphia triangularis)
· Busch-Krabbenspinne (Xysticus cristatus)
· Flachstrecker (Crab
Spider, Philodromus sp.)
· Gartenkreuzspinne
(European Garden Spider, Araneus diadematus)
· Gemeine Streckerspinne (Longjawed Orbweaver, Tetragnatha extensa)
· Große
Zitterspinne (Daddy-long-legs Spider, Pholcus phalangioides)
· Grüne Krabbenspinne (Crab Spider, Diaea dorsata)
· Kürbisspinne (Cucumber
Green Spider, Araniella cucurbitina)
· Listspinne (Nursery Web Spider,
Pisaura mirabilis)
· Schilfradspinne
(Orb-weaver spider, Larinioides cornutus)
· Schwarze Springspinne (Jumping Spider,
Evarcha arcuata)
· Speispinne (Spitting Spider,
Scytodes thoracica)
· Springspinne (Jumping Spider, Heliophanus sp.)
· Springspinne (Jumping Spider, Salticus cingulatus)
· Vierfleckkreuzspinne (Four-spot Orb-weaver, Araneus quadratus)
· Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)
· Wolfspinne (Wolf Spider, Pardosa lugubris)
· Xysticus bifasciatus
· Xysticus robustus
· Zebraspringspinne (Zebra Spider, Salticus scenicus)
Weberknechte
· Weberknecht (Harvestman, Dicranopalpus ramosus)
· Weberknecht (Harvestman, Leiobunum rotundum)
· Weberknecht (Harvestman, Phalangium opilio)
Andere Spinnentiere
· Gerandeter Saftkugler (Pill Millipede, Glomeris marginata)
· Großer Westlicher Bandfüßer (Flat-backed Millipede, Polydesmus angustus)
· Mauerassel (Common Woodlouse,
Oniscus asellus)
· Rote Samtmilbe (Mite, Trombidium holosericeum)
Spinnen
Baldachinspinne (Money Spider, Linyphia triangularis)
Weibliche
Baldachinspinnen der Art Linyphia triangularis
erreichen eine Körperlänge von fünf bis 6,6 Millimeter, Männchen werden
4,6 bis sechs Millimeter groß. Erwachsene Tiere kann man im Spätsommer
und im Herbst in Gebüschen und an Zweigen beobachten, sie kommen häufig
in Wäldern oder an Waldrändern sowie in Landschaften mit Buschwerk vor.
Die Tiere sind an ihrer typischen Zeichnung zu erkennen: Auf dem
vorderen Körperteil befindet sich auf dunklem Grund ein helles,
stimmgabelförmiges Muster. Der Hinterleib ist bräunlich gefärbt und
trägt ein weißes Muster. Foto: 09.08.2008, Düsseldorf-Grafenberg
Zum Seitenanfang ↑
Busch-Krabbenspinne (Xysticus cristatus)
In offenen Landschaften mit hoher Vegetation sowie mitunter an Waldrändern lässt sich die Busch-Krabbenspinne beobachten. Diese Spezies gehört zur Familie der Krabbenspinnen (Thomisidae) und sie ist in weiten Teilen Europas heimisch. Weibchen erreichen eine Körperlänge von sechs bis acht Millimeter, Männchen sind mit drei bis fünf Millimeter Körperlänge etwas kleiner. Insgesamt ist die Färbung der Tiere bräunlich. Der vordere Körperbereich (Prosoma) ist an den Seiten dunkel und trägt ein dunkles Dreieck. Den Hinterleib ziert ein waagerecht verlaufendes Streifenmuster. Männliche Individuen sind etwas dunkler gefärbt als Weibchen. In der Zeit von April bis Juli sind Busch-Krabbenspinnen in der Natur zu finden. Die Tiere bewachen ihre Kokons und halten sich lange Zeit an diesen auf.
Foto: 12.06.2011, Düsseldorf-Knittkuhl
Flachstrecker (Crab Spider, Philodromus sp.)
In
Deutschland sind mehrere Arten aus der Gattung Philodromus
heimisch vor, sie sehen sich teilweise recht ähnlich. Diese Tiere
gehören zu den Laufspinnen, ihre Körperlänge beträgt je nach Art etwa
vier bis sieben Millimeter. Farblich variieren die Arten in
verschiedenen Brauntönen, die jeweils charakteristische Muster
aufweisen. Auffällig sind die beiden recht langen vorderen Beinpaare,
die oft nach vorn gestreckt werden, während die Tiere zum Beispiel auf
der Unterseite von Blättern oder Zweigen lauern. Anzutreffen sind
Flachstrecker in der Natur an vielen Stellen, beispielsweise auf
Feuchtwiesen in Hecken und Gebüschen sowie an Waldrändern.
Foto: 15.06.2008, Düsseldorf-Grafenberg
Gartenkreuzspinne (European Garden Spider, Araneus diadematus)
In vielen Teilen der Welt, darunter auch in Deutschland, ist die
Gartenkreuzspinne heimisch. Diese Spinnenart ist überwiegend bräunlich
gefärbt. Auf dem Rücken tragen die Tiere einen für sie typischen hellen,
kreuzförmigen Bereich, der die Menschen einst bei der Namensgebung
inspiriert hat. Weibchen können eine Rumpflänge (die Beine zählen dabei
nicht mit) von bis zu 18 Millimeter erreichen, Männchen bringen es nur
auf etwa zehn Millimeter Größe. Gartenkreuzspinnen sind nur wenig
spezialisiert, deshalb trifft man sie an sehr vielen verschiedenen Orten
an, also beispielsweise in menschlichen Siedlungen und Gärten. Auch in
anderen Lebensräumen wie Wälder und Heckenlandschaften ist diese
Spinnenart im Sommer zu finden. Jungtiere sammeln sich anfangs zu
dichten Trauben, siehe Foto unten rechts. Die kleinen Spinnen sind
auffällig gelb gefärbt und tragen eine schwarze Zeichnung auf dem
Hinterleib.
| |
 |
|
 |
|
| |
Weibchen, Foto: 03.10.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
|
Jungtiere, Foto: 12.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist |
|
| |
 |
|
 |
|
| |
Männchen, Foto: 13.09.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
|
Männchen, Foto: 13.09.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
|
Zum Seitenanfang ↑
Gemeine Streckerspinne (Longjawed Orbweaver, Tetragnatha extensa)
Die Gemeine Streckerspinne ist in Europa weit verbreitet. Ihre
bevorzugten Lebensräume sind Wiesen und Hochstaudenfluren, die
meist in der Nähe von Gewässern liegen. In diesen Habitaten
kommt die Spinnenart sehr häufig vor. Weibchen erreichen eine
Körperlänge von zehn bis zwölf Millimeter, Männchen sind mit
sechs bis neun Millimeter Länge etwas kleiner. Bei dieser
Spezies ist der hintere Körperteil länglich und vergleichsweise
schmal. Die Grundfärbung ist gelblich bis grünlich, viele Tiere
tragen eine Strichzeichnung mit angedeuteter Mittellinie. Doch
weil das Aussehen der Art sehr variabel ist, kann diese
Strichzeichnung vereinzelt nur sehr schwach ausfallen und das
Muster daher eher netzartig erscheinen. Der vordere
Körperbereich und die Beine sind braun gefärbt, dies gilt zudem
für die Unterseite des hinteren Körperteils. In Bodennähe baut
die Gemeine Streckerspinne kleine Radnetze. Häufig kann man die
Tiere dabei beobachten, wie sie in ihrer Ruhestellung an der
Unterseite von Blättern, Stängeln oder Grashalmen sitzen. Dabei
ist der Körper lang gestreckt, einige Beine weisen nach vorn.
Von Mai bis September können erwachsene Individuen dieser
Spinnenart in der Natur angetroffen werden.
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 15.05.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
|
Foto: 15.05.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
|
Große Zitterspinne (Daddy-long-legs Spider, Pholcus phalangioides)
Ihren
Namen trägt die Große Zitterspinne aus gutem Grund: Sobald sie sich
aufregt oder bedroht fühlt, beginnt sie in ihrem Netz stark zu zittern.
Sitzt sie nicht im Netz, sondern auf einem anderen Untergrund, hält sie
dies nicht vom Zittern ab. Sie wackelt dann auf ihren Beinen rasch hin
und her. Durch dieses besondere Verhalten ist die Spinne für Fressfeinde
nur schwer auszumachen. Der stabförmige Körper ist bei den Männchen
sechs Millimeter lang, bei den Weibchen misst er bis zu zehn Millimeter.
Die Färbung des Körpers ist grau bis graubraun. Die Beine der Großen
Zitterspinne sind sehr lang. Kleine Insekten wie Mücken, Fliegen oder
Kellerasseln stehen auf dem Speisezettel dieser Spinnenart. Die Große
Zitterspinne ist die "Spinne
des Jahres 2003" gewesen. Foto:
26.02.2009, Düsseldorf-Düsseltal
Grüne Krabbenspinne (Crab Spider, Diaea dorsata)
Wie
bei zahlreichen anderen Spinnenarten ist auch bei der Grünen
Krabbenspinne ein Unterschied in der Körpergröße der beiden
Geschechter zu erkennen. Männchen werden drei bis vier
Millimeter lang, Weibchen fünf bis sechs Millimeter. Dagegen ist
die Färbung bei den Geschlechtern relativ ähnlich. Weibliche
Tiere haben einen einfarbig grünen vorderen Körperbereich, die
Beine sind ebenfalls grün. Der Hinterleib ist bei ihnen weißgelb
und trägt auf der Oberseite eine braune, schildförmige
Zeichnung. Männchen weisen auf dem Vorderkörper und auf den
Vorderbeinen eine variable braune Fleckung auf. In Wäldern, die
nicht zu nass sind, ist die Grüne Krabbenspinne auf der
Vegetation zu finden. Gern hält sie sich in Gebüschen oder
Baumkronen auf. Sie lauert Beutetieren auf, die sie blitzschnell
packt. Foto:
23.05.2010, Erkrath-Millrath
Zum Seitenanfang ↑
Kürbisspinne (Cucumber Green Spider, Araniella cucurbitina)
Im
Frühling und Sommer kann man in der Natur die recht bunt wirkenden
Kürbisspinnen beobachten. Sie haben einen auffällig grünlich-gelb
gefärbten Hinterleib, der restliche Körper und die Beine sind
grünlich-braun gefärbt. Erwachsene Tiere zeigen zudem einen roten Punkt
im Bereich ihrer Spinndrüse am Hinterleib. Auf den Beinen tragen die
Tiere lange Stacheln. Weibliche Kürbisspinnen sind etwa sechs
Millimeter lang, Männchen bis zu vier Millimeter. Die Tiere sind in
Deutschland weit verbreitet. Antreffen kann man sie an Waldrändern, in
Nadelwäldern, in Gebüschen und Hecken sowie auf Wiesen, Brachland, in
Sümpfen und Mooren. Im Grün der Pflanzen ist die zu den Radnetzspinnen
gehörende Art aufgrund ihrer eigenen Färbung recht gut getarnt.
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 31.05.2009,
Düsseldorf-Knittkuhl |
|
Foto: 14.05.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl |
|
Listspinne (Nursery Web Spider, Pisaura mirabilis)
Eine
Vertreterin der Familie der Raubspinnen ist die Listspinne. Bei dieser
Art sind die Hinterbeine relativ lang, der Hinterleib ist schmal. Wie
bei den meisten Spinnenarten, sind die Männchen kleiner als weibliche
Tiere. Sie erreichen eine Rumpflänge von zehn bis 13 Millimeter,
Weibchen sind zwölf bis 15 Millimeter lang. Die Färbung des Körpers ist
bei dieser Spinnenart recht variabel. Der vordere Bereich kann hellbraun
bis rotbraun oder schwarz bis grau gefärbt sein. In der Mitte ist häufig
ein deutlich abgesetzter, hellerer Längsstrich vorhanden. Auf dem
Hinterkörper tragen die Tiere eine Zackenbinde, die einen dunklen Rand
aufweist. Antreffen kann man die Tiere in Lebensräumen wie Feuchtwiesen,
Mooren und Dünenbereichen. Im Frühling kann man die Listspinnen häufig
beim Sonnenbad beobachten, siehe Foto in diesem Absatz. Manche
Literaturquellen bezeichnen die Listspinne als Brautgeschenkspinne oder einfach als Raubspinne.
Foto: 25.04.2009, Düsseldorf-Grafenberg
Schilfradspinne (Orb-weaver spider, Larinioides cornutus)
Die
Schilfradspinne gehört zu den Radnetzspinnen und ist in Deutschland weit
verbreitet. Es gibt einige ähnliche Arten, die hierzulande entweder gar
nicht vorkommen oder in anderen Lebensräumen, denn die Schilfradspinne
ist in aller Regel in der Nähe von Gewässern zu finden. Weibchen werden
bis zu 13 Millimeter groß, Männchen nur bis zu acht Millimeter. Die
Körperfärbung und das Muster sind bei den Tieren variabel. Von
schwarz-weiß bis gelblich-braun über grau-rosa reicht die mögliche
Farbpalette. Auffällig ist ein dunkelbrauner Keilfleck auf dem vorderen
Teil des Körpers, außerdem sind die Beine hell und dunkel gemustert und
sie tragen borstige Haare. In manchen Literaturquellen wird diese
Spinnenart auch als Schilf-Radnetzspinne bezeichnet. Foto:
24.04.2010, Düsseldorf Hafen
| |
 |
|
 |
|
| |
Weibchen, Foto: 26.09.2008,
Düsseldorf-Urdenbach |
|
Männchen, Foto: 22.04.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl |
|
Zum Seitenanfang ↑
Schwarze Springspinne (Jumping Spider, Evarcha arcuata)
In
feuchten Wiesen und in der Krautschicht nicht zu trockener Lebensräume
ist die Schwarze Springspinne beheimatet. Die Männchen dieser Tierart
werden fünf bis sechs Millimeter lang, Weibchen sind mit einer
Körperlänge von sechs bis acht Millimeter etwas größer. Auch in der
Färbung unterscheiden sich die beiden Geschlechter. Weitestgehend
schwarz bis bräunlich gefärbt sind die Männchen, siehe Foto rechts. Die
Augenumgebung ist bei ihnen weiß behaart; die Unterschenkel des ersten
Beinpaares sind vorn ebenfalls weiß gefärbt. Bei den Weibchen ist der
vordere Körperbereich oben bräunlich gefärbt und an den Seiten weiß
behaart. Auf dem Hinterkörper tragen die Weibchen eine bräunlich-weiße
Sprenkelung. Außerdem tragen sie paarige, häufig hell umrandete schwarze
Schrägflecken. In der Zeit von Juni bis Oktober kann man diese kleinen
geschickten Jäger in freier Natur beobachten. Foto: 22.08.2009,
Düsseldorf-Hubbelrath
Speispinne (Spitting Spider, Scytodes thoracica)
Zwischen
vier und sechs Millimeter beträgt die Körperlänge der Speispinne. Ihre
Grundfärbung ist hellbraun bis sandfarben und leicht durchscheinend. Auf
weiten Teilen des Körpers trägt diese Spinnenart ein dunkelbraunes
Fleckenmuster. Auch die Beine weisen ein Muster auf, sie sind hell und
dunkel "geringelt". Besonders auffällig ist bei dieser Spinnenart der
hoch aufgewölbte Vorderleib, er ist in etwa so groß wie der Hinterleib.
Ihr Name weist auf ihre Art zu jagen hin: Aus umgewandelten Giftdrüsen
spucken Speispinnen einen klebrigen Leim und überwältigen damit ihre
Beute aus einer Distanz von bis zu 20 Millimeter. Foto: 09.05.2008,
Düsseldorf-Grafenberg
Springspinne (Jumping Spider, Heliophanus sp.)
In
Mitteleuropa kommen viele verschiedene Springspinnenarten vor, darunter
auch einige aus der Gattung Heliophanus. Dieser Gattung gehört das
rechts gezeigte Tier an, eine genaue Artbestimmung kann ich leider nicht
durchführen. Springspinnen dieser Gattung werden nur wenige Millimeter
lang, das hier gezeigte Tier maß etwa fünf bis sechs Millimeter.
Auffällig sind die hellen Beine und die dunkle Körperfärbung, zu der die
hellen Flecken auf dem Hinterleib in Kontrast stehen. Auch die helle
Umrandung des Hinterleibs ist ein hervorstechendes Merkmal dieser Art.
Foto: 01.05.2009, Düsseldorf-Himmelgeist
Zum Seitenanfang ↑
Springspinne (Jumping Spider, Salticus cingulatus)
In der Zeit von Mai bis August lässt sich in der deutschen Natur die
Springspinnenart Salticus cingulatus beobachten. Anders als
ihre nahe Verwandte, die
Zebraspringspinne,
hat sie keinen deutschen Namen. Männliche Exemplare von Salticus
cingulatus erreichen eine Körperlänge von vier bis fünf Millimeter,
Weibchen sind zwischen fünf und sechs Millimeter groß (siehe Foto
rechts). Die Färbung der
weiblichen Individuen und der Jungtiere ist relativ hell. Vor allem auf
dem Hinterkörper dominiert die weiße Behaarung die an sich dunkle
Grundfärbung. Auf dem Hinterleib verlaufen bei dieser Spezies weiße
Querbinden, die schäg gestellt sind und in der Mitte verbunden sind.
Männchen dieser Art können leicht mit denen der Zebraspringspinne
verwechselt werden, sie sind allerdings etwas weniger kontrastreich
gefärbt als diese Art. Besonders gern hält sich Salticus cingulatus
an Baumstämmen und hölzernen Zaunpfählen auf, wodurch sich die Art
ebenfalls von der nahen Verwandten unterscheiden lässt, die häufig an
Häusern zu finden ist. Foto: 30.06.2010, Düsseldorf-Flingern
Vierfleckkreuzspinne (Four-spot Orb-weaver, Araneus quadratus)
Faszinierend
schöne Tiere sind die Vierfleckkreuzspinnen. Sie gehören zu den Echten
Radnetzspinnen und sind recht variabel gefärbt. Sie sind etwas größer
und kräftiger gebaut als
Gartenkreuzspinnen und halten sich anders als diese selten in der
Mitte ihrer Netze auf. Männchen erreichen eine Körperlänge von sieben
bis zehn Millimeter, Weibchen können bis zu 18 Millimeter groß werden.
Der vordere Teil des Körpers ist meist hell beigebraun gefärbt und auf
dem Rücken verläuft dort ein dunkel gefärbtes Band. Außerdem tragen die
Spinnen auf diesem Teil ihres Körpers lange, weißgraue Haare. Der
hintere Körperteil ist groß und wirkt rundlich, häufig ist er hell
gefärbt. Dabei kann er gelbliche bis grünliche, aber auch bräunliche
oder cremefarbene Schattierungen aufweisen. Tiere mit dunklem Hinterleib
kommen ebenfalls vor. Typisch für die Art ist ein durch weiße Flecken
angedeutetes Mittelband, außerdem tragen die Tiere dort einige kleine
weiße Flecken sowie vier große. Ihre Beine sind meist kräftig
hell-dunkel gefärbt. Feuchte Hochstaudenfluren, Waldränder, Trockenrasen
und Lichtungen sind typische Orte, an denen man diese Spinnen beobachten
kann. Erwachsene Tiere sind in der Natur zwischen Juli und Oktober zu
finden. Foto: 18.07.2010, Düsseldorf-Knittkuhl
Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)
Die
Wespenspinne ist ein Mitglied der Familie der Radnetzspinnen, die nach
der Form ihrer Netze benannt wurde. Männliche Tiere werden nur sechs
Millimeter lang, die Weibchen hingegen bringen es auf eine stattliche
Körpergröße von 25 Millimeter und mehr. Weithin sichtbar ist ihr
gelb-weiß und schwarz gestreifter, dicker Hinterleib. Diese Warnfärbung
signalisiert, dass die Spinnenart giftig ist. Dem Menschen kann sie
jedoch kaum gefährlich werden: Ihre Giftklauen sind zu kurz, um die
menschliche Haut zu durchstoßen. Lediglich bei kleinen Kindern und an
Körperpartien mit sehr dünner Haut könnte eine Wespenspinne ihr Gift
injizieren. Weil sich diese auffälligen Spinnen vornehmlich von
Grashüfpern und Heuschrecken ernähren, findet man sie auf Wiesen mit
halbhoher bis hoher Vegetation, die auch offene Bereiche aufweisen und
viele Beutetiere der Wespenspinne beherbergen. Junge Spinnen sind ab Mai
zu beobachten, von Juli bis August erwachsene Tiere; Weibchen kann man
sogar bis in den Oktober hinein in der Natur finden.
Foto: 18.07.2010, Düsseldorf-Knittkuhl
Zum Seitenanfang ↑
Wolfspinne (Wolf Spider, Pardosa lugubris)
In etwa zwischen fünf und sieben Millimeter groß werden Wolfsspinnen der Art
Pardosa lugubris.
Bei den Weibchen, siehe Foto unten links, ist der Körper dunkel gefärbt
und der vordere Körperteil weist in der Mitte einen breiten, hellbraunen
Streifen auf. Auf dem hinteren Körper tragen die Tiere ein hellbraunes
Muster, das jedoch nur schwach ausgeprägt ist. Männchen sind ähnlich gefärbt, aber ihr Vorderkörper ist
insgesamt etwas dunkler. Bei ihnen ist der Mittelstreifen grau bis weiß
gefärbt. Mittelfeuchte bis trockene Lebensräume in offenen Landschaften,
aber auch in Laubwäldern sind typische Habitate, in denen man
Wolfspinnen antrifft. Weibchen kann man mitunter dabei beobachten, wie
sie einen Eikokon tragen, was auch das Foto unten links zeigt.
| |
 |
|
 |
|
| |
Weibchen mit Eikokon, Foto: 09.08.2008,
Düsseldorf-Grafenberg |
|
Foto: 25.04.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
|
Xysticus bifasciatus
Die
Spinnenart Xysticus bifasciatus kommt in Deutschland vergleichsweise häufig vor, hat aber
keinen deutschen Namen. Weibliche Tiere erreichen eine Körperlänge von
sieben bis zehn Millimeter, Männchen sind sechs bis sieben Millimeter
groß. Hell bräunlich bis beige ist die Körperfärbung dieser Art, die nur
eine äußerst schwache Zeichnung aufweist. Trockene, warme Lebensräume
werden von der Art bevorzugt. Die Tiere halten sich meist in Bodennähe
an Stellen auf, an denen es Bäume gibt, also etwa an lockeren
Baumbeständen, Waldrändern und -lichtungen. Weibchen halten sich nach
der Eiablage ständig bei ihrem Eikokon auf und schützen so den
Nachwuchs, siehe Foto in diesem Absatz. Foto: 24.06.2010, Düsseldorf-Düsseltal
Xysticus robustus
In der Zeit von Mai bis Oktober kann in Deutschland und in anderen Ländern Mitteleuropas die Spinnenart
Xysticus robustus angetroffen werden. Die Tiere gehören der Familie der Krabbenspinnen (Thomisidae) an. Wie für diese Familie typisch, sind diese Spinnen Lauerjäger, ihre Beute bilden Käfer. Indem sie an einer Stelle verharren und dann blitzschnell mit den vorderen Beinen zupacken, fangen die Spinnen ihre Opfer. Weibchen sind zwischen sieben und zehn Millimeter lang, Männchen erreichen lediglich eine Körpergröße von fünf bis sechs Millimeter. In ihrer Färbung unterscheiden sich die beiden Geschlechter. Männliche Individuen sind schwarzbraun gefärbt und weisen für gewöhnlich keine deutlichen Muster auf. Weibchen sind graubraun bis schwarzgrau gefärbt und zeigen ein Dreieck im vorderen Körperbereich. Die Grundfärbung der Beine ist hell, allerdings ist diese Färbung nur an wenigen Stellen zu sehen, wo keine dunkelbraunen Flecken vorhanden sind. Trockene und warme Lebensräume wie Trockenrasen oder Flächen mit Geröll sind typische Orte, an denen man
Xysticus robustus beobachten kann. Foto: 12.06.2011, Düsseldorf-Knittkuhl
Zum Seitenanfang ↑
Zebraspringspinne (Zebra Spider, Salticus scenicus)
Obwohl
sie sehr klein sind, sollten andere Insekten auf der Hut sein vor den
Zebraspringspinnen, denn diese Tiere sind geschickte Jäger. Anstatt wie
die meisten Spinnen ein Netz aus feinen Seidenfäden zu bauen, setzen
diese kleinen Achtbeiner auf Muskelkraft. Sie pirschen sich geschickt
wie Katzen an ihre Beute an und springen sie dann aus einer Entfernung
von ein bis zu fünf Zentimeter an. Unmittelbar nachdem sie die Beute
gepackt haben, beißen sie zu und injizieren ihr Gift. Bis das Opfer tot
ist, halten sie es fest umklammert, damit es nicht entkommen kann.
Weibliche Zebraspringspinnen sind fünf bis sieben Millimeter lang, die
Männchen bringen es auf eine Körpergröße von fünf bis sechs Millimeter.
Der Körper ist bräunlich-weiß oder schwarz-weiß gemustert, was an die Fellzeichnung der
Zebras erinnert. Am Kopf tragen die Spinnen zwei große Frontaugen, vier
weitere Augen befinden sich seitlich am vorderen Leib.
Zebraspringspinnen halten sich gern auf Mauern oder Zäunen auf, aber
auch auf Pflanzen sind sie zu finden. Für ihre Beutetiere ist ihr Gift
tödlich, dem Menschen kann es jedoch nichts anhaben. Die
Zebraspringspinne ist die "Spinne
des Jahres 2005" gewesen. Foto:
08.05.2011, Düsseldorf-Grafenberg
Bisher nicht bestimmte Spinnenarten
Die folgenden Spinnenarten konnte
ich bisher nicht bestimmen. Sollten Sie die Tiere erkennen und mir sagen
können, um welche Spezies es sich handelt, würde ich mich über eine
Nachricht per E-Mail
freuen.
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Spinnenart Nr. 1,
Foto: 02.05.2009, Düsseldorf-Gerresheim |
|
Unbestimmte Spinnenart Nr. 2,
Foto: 06.08.2008, Düsseldorf-Grafenberg |
|
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Spinnenart Nr. 3,
Foto: 26.09.2008, Düsseldorf-Urdenbach |
|
Unbestimmte Spinnenart Nr. 4,
Foto: 08.02.2009, Düsseldorf-Grafenberg |
|
Zum Seitenanfang ↑
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Spinnenart Nr. 5,
Foto: 15.06.2008, Düsseldorf-Grafenberg |
|
Unbestimmte Spinnenart Nr. 6,
Foto: 15.06.2008, Düsseldorf-Grafenberg |
|
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Spinnenart Nr. 7,
Foto: 07.10.2008, Morper Bachtal, Erkrath-Reutersberg |
|
Unbestimmte Spinnenart Nr. 8,
Foto: 06.03.2010, Düsseldorf-Grafenberg |
|
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Spinnenart
Nr. 7,
Foto: 20.09.2010, Düsseldorf-Grafenberg |
|
Unbestimmte Spinnenart Nr. 8,
Foto: 21.09.2010, Düsseldorf-Kaiserswerth |
|
Zum Seitenanfang ↑
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Spinnenart Nr. 9,
Foto: 01.08.2010, Düsseldorf-Knittkuhl |
|
Unbestimmte Spinnenart
Nr. 10,
Foto: 13.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist |
|
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Spinnenart Nr.
11,
Foto: 11.09.2010, Düsseldorf-Himmelgeist |
|
Unbestimmte Spinnenart Nr.
12,
Foto: 11.09.2010, Düsseldorf-Himmelgeist |
|
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Spinnenart Nr.
13,
Foto: 18.04.2009, Düsseldorf-Gerresheim |
|
Unbestimmte Spinnenart Nr.
14,
Foto: 10.04.2010, Düsseldorf-Knittkuhl |
|
Zum Seitenanfang ↑
Weberknechte
Weberknecht (Harvestman, Dicranopalpus ramosus)
In
Deutschland ist die Weberknecht-Art Dicranopalpus ramosus vergleichsweise
häufig anzutreffen. Während des Spätsommers und Herbstes kann man die
Tiere oft an Hauswänden sitzen sehen; sie kommen aber auch in Gebüschen
und Gärten vor. Typisch für sie sind ihre sehr langen, meist eng
nebeneinander leigenden Beine. Außerdem weisen die Tiere zwei lange
sogenannte
Pedipalpi auf. Es sind zwei Extremitäten im Kopfbereich, die bei Dicranopalpus ramosus
nach vorn weisen und ein sicheres Erkennungsmerkmal der Art sind.
Weibchen sind etwas kontrastreicher gefärbt als die Männchen, auf dem
Körper tragen weibliche Tiere eine graue Zeichnung. Zudem haben sie am
Rumpf im hinteren Bereich einen Höcker, der den Männchen fehlt. Der
Rumpf ist bei den Weibchen etwa vier bis sechs Millimeter lang, bei den
Männchen drei bis vier Millimeter. Die Beine messen mehrere Zentimeter. Foto: 08.08.2008, Düsseldorf-Düsseltal
Weberknecht (Harvestman, Leiobunum rotundum)
Weltweit
leben rund 4.000 verschiedene Weberknechtarten, von denen einige in
Deutschland vorkommen. Zu den hier beheimateten Arten gehört auch
Leiobunum rotundum, einen volkstümlichen Namen hat diese Art meines
Wissens nicht. Bei dieser Spezies sind die beiden Geschlechter
unterschiedlich gefärbt. Männchen sind drei bis vier Millimeter lang und
am Körper einfarbig rötlich bis gelblich gefärbt. Weibchen sind etwas
größer, sie können eine Körperlänge von fünf bis sechs Millimeter
erreichen. Am Körper sind sie ebenfalls gelblichrot gefärbt und tragen
einen Sattelfleck, siehe Foto in diesem Absatz. Außerdem ist die Art an
einem vor den Augen liegenden, trapezförmigen Fleck zu erkennen. Die
langen Beine der Männchen sind schwarz, bei den Weibchen sind sie
entweder schwarz oder dunkelbraun. Typische Lebensräume, in denen
Leiobunum rotundum anzutreffen ist, sind Wiesen, Weiden, Parks,
Gärten, lichte Wälder, Lichtungen und Waldränder. Am Tage ruhen die
Tiere meist in einem Versteck, oft zu mehreren. Nachts gehen sie auf die
Jagd nach ihrer Nahrung, die aus kleinen Tieren (Gliederfüßern bzw.
Arthropoden) besteht. Foto: 08.09.2008, Düsseldorf-Grafenberg
Weberknecht (Harvestman, Phalangium opilio)
Wie
bei vielen Weberknechtarten unterscheiden sich auch bei Phalangium
opilio die beiden Geschlechter deutlich von einander. Die Männchen
sind kleiner, ihr Körper ist nur etwa vier bis sechs Millimeter lang. Dagegen sind die Körper der Weibchen fünf bis sieben
Millimeter lang. Graubraun ist die Grundfärbung bei diesen Tieren, die
Färbung fällt bei den Männchen ein wenig heller aus und sie kann bei
weiblichen Weberknechten einen rötlichbraunen Ton aufweisen. Außerdem
ist auf dem Rücken ein Sattelfleck zu sehen, der bei den Männchen nur
schwach ausgeprägt ist, bei den Weibchen ist er deutlich zu sehen. Ein
weiteres Unterscheidungsmerkmal der Geschlechter sind die Kieferklauen,
von Experten als Cheliceren bezeichnet. Männliche Tiere haben sehr stark
ausgeprägte Kieferklauen, sie tragen am zweiten Segment ein nach vorn
weisendes Horn. Zu finden sind die Tiere in vielen Lebensräumen,
darunter Felder, Parks, Gärten, an Waldrändern sowie auf Wiesen und auf
Trockenrasen. Diese Weberknechte ernähren sich von kleinen Insekten
(Gliederfüßern bzw. Arthropoden). In der Natur beobachten kann man
erwachsene Exemplare von Phalangium opilio in der Zeit von Juni
bis November.
| |
 |
|
 |
|
| |
Männchen,
Foto: 26.09.2008,
Düsseldorf-Urdenbach |
|
Weibchen,
Foto: 19.06.2010,
Düsseldorf-Gerresheim |
|
Zum Seitenanfang ↑
Bisher nicht bestimmte Weberknechtart
Die folgende Weberknechtart konnte
ich bisher nicht bestimmen. Sollten Sie das Tier erkennen und mir sagen
können, um welche Spezies es sich handelt, würde ich mich über eine
Nachricht per E-Mail
freuen.
| |
 |
|
 |
|
| |
Unbestimmte Weberknechtart Nr. 1, Foto: 31.08.2008, Düsseldorf-Volmerswerth |
|
Unbestimmte Weberknechtart Nr.
2, Foto: 16.05.2010, Düsseldorf-Unterbach |
|
Andere Spinnentiere
Gerandeter Saftkugler (Pill Millipede, Glomeris marginata)
Der
Gerandete Saftkugler ist ein in Deutschland sehr häufig vorkommender
Vertreter der Saftkugler, die eine Ordnung innerhalb der Gruppe der
Tausendfüßer bilden. Die Körperlänge dieser schwarz gefärbten Art kann
zwischen sieben und 20 Millimeter betragen. Der Körper ist glatt und
hoch gewölbt, es gibt zwölf Rückenplatten und 17 Beinpaare. Rollen sich
die Tiere zusammen, bilden sie perfekte Kugeln, die nach allen Seiten
abschließen. Laubwälder, darunter vor allem Buchenwälder sind die Heimat
des Gerandeten Saftkuglers, der nur selten in offenen Gebieten vorkommt.
Pflanzenreste und Falllaub bilden die Nahrung dieser Tiere. Dass man sie
nur selten zu Gesicht bekommt, liegt an ihrer heimlichen Lebensweise:
Sie halten sich gern unter Totholz auf. Der Gerandete Saftkugler ist ist
"Wirbelloses
Tier des Jahres 2006" gewesen.
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 09.04.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl |
|
Foto: 22.05.2010,
Düsseldorf-Grafenberg |
|
Großer Westlicher Bandfüßer (Flat-backed Millipede, Polydesmus angustus)
Auf
den feuchten Böden von Wäldern ist der Große Westliche Bandfüßer
heimisch. Auch in Gebüschen, Parks und Gärten kommt diese Tierart vor.
Tagsüber halten sich die Tiere in altem Holz versteckt. Im Schutz der
Dunkelheit kommen die 18 bis 23 Millimeter langen Tiere hervor. Ihr
Rumpf setzt sich aus 20 hellbraunen bis rötlichbraunen Segmenten
zusammen, der Körper ist zudem glänzend. Herabgefallenes Laub sowie Holz
und Moos bilden die Nahrung dieser Tiere. In manchen Literaturquellen
wird diese Art auch als Rotbrauner Bandfüßer bezeichnet.
Foto: 04.06.2010, Düsseldorf-Grafenberg
Zum Seitenanfang ↑
Mauerassel (Common Woodlouse, Oniscus asellus)
Viele
Menschen halten Mauerasseln für Insekten. Dies stimmt nicht, als
Landasseln gehören sie zu den Krebstieren. Schwarz-braun bis grau ist
ihr Körper gefärbt, die Tiere erreichen eine Länge von bis zu 16
Millimeter und eine Breite von bis zu sechs Millimeter. Ihr Panzer ist
im Vergleich zu dem anderer Landasselarten wie der Kellerassel deutlich
glänzender. Heimisch sind die Mauerasseln praktisch überall dort, wo sie
verrottendes Holz finden. Doch in Häusern kann man sie zuweilen
ebenfalls finden, wenn sie vom Garten aus hinein gelangen und feuchte
Ecken vorfinden. Totes Pflanzenmaterial sowie andere vegetarische Kost
steht auf dem Speiseplan der Mauerassel, aber auch Aas und verrottendes
Holz bilden die Nahrung dieser Tiere. Natürliche Feinde der Mauerassel
sind beispielsweise Igel,
Spitzmäuse oder Kröten. Vor ihren Feinden verstecken sie sich, indem sie
sich beispielsweise unter die Rinde umgestürzter Bäume oder
herabgefallener Äste verkriechen. Foto: 10.07.2008, Düsseldorf-Gerresheim
Rote Samtmilbe (Mite, Trombidium holosericeum)
Bis zu vier Millimeter lang können erwachsene Rote
Samtmilben werden. Die Tiere haben eine weiche Haut und tragen
darauf eine sehr dichte, scharlachrot gefärbte Behaarung. Weil die
Härchen so dicht sind, wirkt der Körper der kleinen Milben wie mit Samt
überzogen. Bei genauem Betrachten der Insekten kann man
erkennen, dass die Augen klein und gestielt sind. Ein weiteres typisches
Merkmal der Tiere sind die scherenförmig ausgebildeten Kieferklauen,
wissenschaftlich als Cheliceren bezeichnet. Zudem befinden sich im
Kopfbereich zwei sogenannte Pedipalpen, die die Roten Samtmilben zum
Tasten verwenden. Heimisch ist die Milbenart an vielen Stellen, sie ist
beispielsweise an Waldrändern oder auf Trockenrasen anzutreffen. Im
Sonnenschein laufen die Tiere oft über die Vegetation, über Baumstämme
oder Mauern. Auf dem Boden suchen erwachsene Milben nach ihrer Nahrung,
sie saugen unter anderem Insekteneier oder andere kleine Insekten aus.
Die Larven der Roten Samtmilbe leben als Parasiten auf anderen Insekten
und saugen deren Blut.
Sie befallen unter anderem Weberknechte, Schnaken oder Schmetterlinge,
sie hängen wie kleine rote Kugeln meist in der Nähe der Flügel am Körper.
In der Natur beobachten kann man die Larven und erwachsene Milben im
Sommerhalbjahr. Foto: 24.04.2011, Düsseldorf-Himmelgeist
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 05.09.2010, Erkrath-Reutersberg |
|
Larven auf Schnake,
Foto: 06.06.2010,
Düsseldorf-Gerresheim |
|
Zum Seitenanfang ↑ |
Düsseldorf auf einer größeren Karte anzeigen
Interessante Internetseiten:
Naturgucker.de
|