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Säugetiere und
andere Tiere aus Düsseldorf und Umgebung
Außer
Vögeln und
Insekten wie
Käfern oder
Schmetterlingen kommen in Düsseldorf und Umgebung etliche weitere Tiere vor. Schwer zu
beobachten sind meist Säugetiere, lediglich Kaninchen und Eichhörnchen
bekommt man vergleichsweise leicht zu Gesicht. Mit ein wenig Glück begegnet man zum
Beispiel im
Grafenberger Wald einem Fuchs. Neben den Säugetieren, die mir bisher
in Düsseldorf und Umgebung vor die Linse geraten sind, werden in diesem
Kapitel darüber hinaus einige weitere Tiere wie Reptilien und Amphibien
sowie Schnecken vorgestellt. Bislang konnte ich leider nicht sämtliche
Tierarten bestimmen. Falls Sie helfen können, würde ich mich über eine
Nachricht per E-Mail
sehr freuen. Die hier gezeigten Tiere sind nach bestem Wissen und
Gewissen bestimmt worden. Falls Sie einen Bestimmungsfehler finden, wäre
es nett, wenn Sie mir Bescheid geben könnten.
Direkt zu einzelnen Tiergruppen und -arten springen:
Säugetiere
· Bisamratte (Muskrat, Ondatra zibethicus)
· Braunbrustigel (European
Hedgehog, Erinaceus europaeus)
· Großer
Abendsegler (Common Noctule, Nyctalus noctula)
· Europäischer Iltis
(European Polecat, Mustela putorius)
· Europäisches
Eichhörnchen (Eurasian Red Squirrel, Sciurus vulgaris)
· Feldhase (Brown Hare, Lepus
europaeus)
· Gelbhalsmaus (Yellow-necked
Mouse, Apodemus flavicollis)
· Reh (Roe Deer, Capreolus capreolus)
· Rötelmaus (Bank Vole, Myodes glareolu)
Reptilien und Amphibien
· Bergmolch (Alpine Newt, Ichthyosaura alpestris)
· Erdkröte (European Toad, Bufo
bufo)
· Grasfrosch (Common Frog,
Rana temporaria)
· Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus, früher Rana kl. esculenta)
· Waldeidechse (Viviparous Lizard, Zootoca vivipara)
· Zauneidechse (Sand Lizard,
Lacerta agilis)
Schnecken
· Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)
· Gemeine Bernsteinschnecke (Amber Snail, Succinea putris)
· Große Wegschnecke
(Red Slug, Arion rufus)
· Hain-Bänderschnecke (Brown-lipped Snail, Cepaea nemoralis)
· Hellbraune Wegschnecke (Dusky Slug, Arion subfuscus)
· Pilzschnegel (Lemon Slug, Malacolimax tenellus)
· Posthornschnecke
(Great Ramshorn, Planorbarius corneus)
· Schließmundschnecke (Door Snail, Clausilia sp.)
· Schwarzer
Schnegel (Ashy-grey slug, Limax cinereoniger)
· Seidige Haarschnecke (Trichia sericea)
· Spitzschlammschnecke (Great Pond Snail, Lymnaea stagnalis)
· Tigerschnegel (Leopard
Slug, Limax maximus)
· Weinbergschnecke
(Burgundy Snail, Helix pomatia)
Sonstige Tiere
· Bachflohkrebs (Freshwater
Shrimp, Gammarus pulex)
· Strudelwurm (Freshwater
Flatworm, Dugesia gonocephala)
Fische
· Flussbarsch (European Perch,
Perca fluviatilis)
· Schwarzmund-Grundel (Round Goby,
Neogobius melanostomus)
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Säugetiere
Bisamratte (Muskrat, Ondatra zibethicus)
Die ursprüngliche Heimat der Bisamratte, die auch
einfach nur Bisam genannt wird, liegt in Nordamerika. Obwohl im
deutschen Namen der Bestandteil "Ratte" vorkommt, ist diese Tierart
nicht mit den Ratten verwandt, sondern sie gehört zu den Wühlmäusen. Bis
zu 35 Zentimeter kann die Kopf-Rumpf-Länge dieser Nagetiere betragen,
der Schwanz ist etwa 20 bis 22 Zentimeter lang. Damit sind die
Bisamratten kleiner als
Biberratten (Nutrias), denen sie recht ähnlich sehen. Der Körperbau der
Bisamratte ist gedrungen, das Fell ist fast am gesamten Körper dunkel
graubraun. Im Bereich des Kinns ist es dagegen deutlich heller. Fast
nackt ist der Schwanz dieser Tierart. Anders als Biberratten haben die
Bisamratten keine zwischen den Zehen. Weil die Tiere überwiegend
dämmerungs- und nachtaktiv sind, ist es schwierig, Bisamratten zu
Gesicht zu bekommen. Sie leben an Fließ- und Stillgewässern. Auf dem
Speisezettel dieser Nagetiere stehen allerlei Pflanzen, darunter Schilf,
Seerosen, Getreide, Obst, Gemüse und auch tierische Kost wie
Wasserschnecken, Fische und Frösche. Foto: 05.03.2011,
Düsseldorf-Hubbelrath
Braunbrustigel (European Hedgehog, Erinaceus europaeus)
Wenn
in Deutschland von einem Igel gesprochen wird, dann ist der
Braunbrustigel oder Westeuropäische Igel gemeint. Insgesamt kommen auf
der Welt circa 25 verschiedene Arten aus der Familie der Igel vor, bei
uns ist nur der Braunbrustigel heimisch. Ausgewachsene Tiere können eine
Kopf-Rumpf-Länge von 22 bis 30 Zentimeter erreichen. Der Schwanz ist
circa zwei Zentimeter lang. Mittelbraun, weiß und dunkelbraun sind die
Stacheln gefärbt, die die Kopfoberseite und den Rücken bedecken. Auf der
unteren Seite des Körpers tragen die Braunbrustigel bräunliches Fell. Zu
finden sind die Tiere in vielerlei Lebensräumen, darunter Gärten, Parks
und Wälder sowie Weideland.
Ohrwürmer, Nacktschnecken, Käfer und Regenwürmer sowie weitere
kleine Tiere bilden die Nahrung der Braunbrustigel. Er ist das "Wildtier
des Jahres 2009" gewesen. Foto 24.06.2010,
Düsseldorf-Grafenberg
Großer Abendsegler (Common Noctule, Nyctalus noctula)
Fledermäuse
sind in Düsseldorf und Umgebung an vielen Stellen heimisch, doch die
meisten Menschen nehmen diese Tiere nicht wahr. Der Grund dafür ist,
dass die fliegenden Säugetiere nachtaktiv sind. Doch im Herbst kann man
sie an vergleichsweise warmen Tagen mitunter in der Abenddämmerung
fliegen sehen - so wie Anfang Oktober 2008. In jener Zeit flogen
ungewöhnlich viele Insekten umher, was Fledermäuse in großer Zahl
anlockte. Große Abendsegler können eine Körperlänge von etwas mehr als
acht Zentimeter erreichen, die Flügelspannweite der Tiere beträgt bis
zu 40 Zentimeter. Nachtfalter, Grillen und
Käfer stehen auf dem
Speiseplan dieser Fledermäuse. Die Tiere im Flug zu fotografieren, ist
ausgesprochen schwierig. Indem ich die fliegenden Fledermäuse gefilmt
und dann ein Einzelbild aus dem Video verwendet habe, ist das in diesem
Abschnitt gezeigte, leider nicht sehr gute Foto entstanden. Weitere
Informationen über Große Abendsegler und eine Nahaufnahme gibt es bei
Wikipedia.de. Wer selbst gern Fledermäuse live erleben möchte, der
sollte im Spätsommer zur "Bat Night" des NABU gehen. Diese Veranstaltung
rund um die fliegenden Säugetiere findet jährlich statt, Details angaben
Terminangaben finden sich auf der
NABU-Webseite. Foto: 10.10.2008, Düsseldorf-Grafenberg
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Europäischer Iltis (European Polecat, Mustela putorius)
Zu
den Säugetieren, die man in der Natur Deutschlands mit ein wenig Glück
beobachten kann, zählt der Europäische Iltis. Diese zur Familie der
Marder gehörenden Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 46
Zentimeter (Männchen) oder bis zu 38 Zentimeter (Weibchen). Der Schwanz
kann zwischen sieben und 19 Zentimeter lang sein. Mit ihren kurzen
Gliedmaßen und dem schlanken Körper huschen die Tiere oft dicht über dem
Boden entlang. Ihr Fell ist nahezu am gesamten Körper schwarz oder
dunkelbraun gefärbt, im Gesicht und an der Schnauze gibt es einige
weißliche Bereiche. Anzutreffen sind die Tiere beispielsweise an
Waldrändern, auf Wiesen und Feldern. Sie sind nachtaktiv und am Tage nur
selten zu sehen. Als Fleischfresser machen sie Jagd auf allerlei Tiere
wie Frösche, Schlangen, Nagetiere und Fische sowie Vögel und deren Eier.
In manchen Literaturquellen wird diese Tierart auch als
Waldiltis bezeichnet. Foto: 13.06.2009,
Düsseldorf-Hubbelrath
Europäisches Eichhörnchen (Eurasian Red Squirrel, Sciurus vulgaris)
Vom
Kopf bis zum hinteren Ende des Rumpfes misst das Europäische
Eichhörnchen rund 20 bis 25 Zentimeter. Der buschige Schwanz der
Baumbewohner ist 15 bis 20 Zentimeter lang. Das Fell des Eichhörnchens
ist am Bauch hell bis cremefarben, der restliche Körper ist rötlich
braun bis braunschwarz behaart. An den Ohren tragen Eichhörnchen im
Winterfell je einen aufrecht stehenden Fellpinsel, diese Pinsel fehlen
im Sommer ganz oder sind sehr klein. Eichhörnchen sind tagaktiv, sie
klettern durch Bäume und können sehr gut springen. Als Allesfresser
bedienen sie sich unter anderem gern an Vogelfutterplätzen in Gärten
oder sogar auf Balkonen. Foto: 07.12.2008, Düsseldorf-Grafenberg
Feldhase (Brown Hare, Lepus europaeus)
Offene
und halboffene Landschaften, in denen der Blick schweifen kann, sind der
bevorzugte Lebensraum des Feldhasen. Die Kopf-Rumpf-Länge dieser Tierart
kann bis zu 68 Zentimeter betragen, die Ohren sind bis zu 12,9
Zentimeter lang und der Schwanz bis zu circa 13 Zentimeter. Das lange
Fell ist auf dem Rücken bräunlich bis gelblich gefärbt, kann aber auch
ockerfarben oder gar rötlich sein. Der Hals, der Kopf, die Brust, die
Flanken und die Beine sind hellbraun gefärbt und der Bauch ist
cremeweiß. Grau gefärbt sind die Ohren, die an der Spitze jeweils einen
schwarzen Fleck tragen. Oben schwarz und unten weiß gefärbt ist der
Schwanz. Zwar kann man Feldhasen mitunter auch am Tage beobachten, doch
die Tiere sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Auf ihrem
Speiseplan stehen Pflanzen, Knollen und Wurzeln sowie Getreide. Im
Winter kommt die Rinde junger Bäume hinzu. Weil durch die in Europa
immer intensiver werdende Landwirtschaft der Lebensraum des Feldhasen
zusehends kleiner wird und weil es in manchen Ländern Jäger auf die
Tiere abgesehen haben, werden die schönen Hasen seltener. In Deutschland
sind sie in vielen Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten
Arten als "gefährdet" gelistet, dies gilt auch für Nordrhein-Westfalen.
Foto: 03.01.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
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Foto: 10.04.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist |
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Foto: 10.04.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist |
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Gelbhalsmaus (Yellow-necked Mouse, Apodemus flavicollis)
Ein
sehr heimlicher Bewohner der Natur ist die Gelbhalsmaus. Dieses
nachtaktive Säugetier ist in Wäldern und anderen baumreichen
Lebensräumen anzutreffen. Zwar gehören Gelbhalsmäuse zu den häufigsten
Säugetieren in unserem Land, doch nur die wenigsten Menschen bekommen
die Tiere jemals zu Gesicht. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt zwischen 8,8
und 13 Zentimeter, der Schwanz wird bis zu 13,5 Zentimeter lang. Auf der
Oberseite des Körpers ist das Fell gelbbraun oder rotbraun gefärbt, weiß
ist es dagegen auf der Körperunterseite. Bei vielen Tieren kommt ein
gelblich-braunes Halsband als Zeichnung vor. Auf den Hinterfüßen tragen
die Tiere oberseits weiße Haare. Weil Gelbhalsmäuse sehr gut klettern
können, turnen sie oft im Geäst der Bäume umher. Den Tag verbringen die
Tiere in Nestern, die als Kobel bezeichnet werden. Diese befinden sich
meist zwischen größeren Steinen oder Baumwurzeln. Zu den Feinden der
Gelbhalsmäuse gehören neben Füchsen beispielsweise auch nachtaktive
Greifvögel wie Schleiereulen. Foto: 22.05.2010,
Düsseldorf-Grafenberg
Maus (Mouse)
In
den Wäldern in und um Düsseldorf hört man es im Unterholz oft rascheln.
Dort laufen unzählige kleine Mäuse herum, die man vor allem im Frühling
gut beobachten kann. Stellt man sich ruhig an einen Platz, kann man die
flinken Nager dabei beobachten, wie sie ihre Verstecke, die meist unter
einer schützenden Schicht aus altem Laub liegen, verlassen. Sie huschen
über den Boden und suchen nach Futter oder balgen mit ihren Artgenossen.
Dabei geben sie leise pfeifende Geräusche von sich. Bei allem sind sie
stets auf der Hut und verschwinden beim kleinsten Anzeichen von Gefahr
umgehend in einem ihrer Gänge im Waldboden oder zwischen Wurzeln von
Bäumen. Das in diesem Absatz gezeigte Tier konnte ich bisher nicht
bestimmen. Falls Sie helfen können, würde ich mich über eine Nachricht
per
E-Mail
freuen. Foto: 17.04.2010, Düsseldorf-Gerresheim
Reh (Roe Deer, Capreolus capreolus)
In
Mitteleuropa ist das Reh der häufigste Vertreter der Familie der
Hirsche. Man bezeichnet männliche Rehe als Böcke, Weibchen nennt man
nach der Vollendung des ersten Lebensjahres Schmalrehe und in den
darauffolgenden Jahren Ricken. Die Jungtiere heißen Kitze. Vom Kopf bis
zum Rumpf messen Rehe zwischen 100 und 140 Zentimeter. Auf 60 bis 90
Zentimeter kann sich die Schulterhöhe dieser Tiere belaufen. Männchen
tragen ein Geweih. Während des Sommers ist das Fell der Rehe rotbraun
gefärbt, im Winter ist es dunkelbraun oder graubraun. Kitze haben ein
rotbraunes Fell mit weißen Punkten auf dem Rücken und auf den Flanken.
Die Abbildung rechts zeigt zwei Weibchen (links) und einen Bock
(rechts). Foto: 05.03.2011, Düsseldorf-Hubbelrath
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Rötelmaus (Bank Vole, Myodes glareolu)
Zwischen
sieben und 13 Zentimeter beträgt die Kopf-Rumpf-Länge der Rötelmaus.
Ihre Schwanzlänge kann sich auf drei bis etwa 6,5 Zentimeter belaufen.
Weiß bis grau ist das Bauchfell gefärbt, die Flanken sind bräunlich bis
graubraun, häufig weist das Fell dort einen cremefarbenen Hauch auf. Auf
der Oberseite ist das Fell bräunlich, der Rücken ist bei vielen
Individuen rotbraun gefärbt. In diesem Körperbereich kann das Fell auch
fuchsrot bis gelblich sein. Die Ohren können zwischen neun und 16
Millimeter groß werden, sie wirken sehr rund. Heimisch ist die
Rötelmaus, die auch als Waldwühlmaus bezeichnet wird, in Buchen- und
Mischwäldern. Darüber hinaus kommt sie in waldnahen Lebensräumen vor, in
denen es Hecken und Gebüsche gibt. Mitunter sind diese kleinen
Säugetiere zudem in waldnahen Gärten und an Fließgewässern zu finden.
Während des Frühjahrs bilden Keimlinge, Gräser und Kräuter die Nahrung
dieser Mäuse, im Sommer und Herbst fressen sie außerdem Knospen, Pilze,
Samen, Früchte und Moose. Das ganze Jahr über stehen kleine Insekten
sowie Würmer auf ihrem Speiseplan und für den Winter legt die Rötelmaus
im Herbst einen Vorrat an, der aus Samen wie Eicheln oder Bucheckern
besteht. Foto: 10.04.2011, Düsseldorf-Ludenberg
Reptilien und Amphibien
Bergmolch (Alpine Newt, Ichthyosaura alpestris)
Molche sind faszinierende Lebewesen, die einen Teil des Jahres an Land
leben und einige Zeit im Wasser. Während der Paarungszeit im Frühling
gehen sie in das feuchte Element, um dort ihre Eier abzulegen. Auch
verfärben sie sich in dieser Zeit, sie tragen dann ein Prachtkleid.
Männliche Bergmolche werden bis zu neun Zentimeter lang, im Frühjahr ist ihre obere
Körperseite bläulich gefärbt. Die Flanken tragen ein schwarz-weiß
punktiertes Muster, zum Bauch hin befinden sich auf dem Körper seitlich
einige blaue Streifen. Der
Bauch ist rötlich bis orange gefärbt. Weibchen können bis zu zwölf
Zentimeter lang werden. Während sie ihre sogenannte Wassertracht tragen,
sind sie dunkelgrau-grünlich-braun marmoriert. Auch bei den weiblichen
Tieren ist der Bauch während der Paarungszeit orange bis rötlich
gefärbt. Ab Mai verlassen die erwachsenen Tiere das Wasser wieder und
leben fortan an Land. Ihre Nahrung jagen sie nachts, sie ernähren sich
unter anderem von Regenwürmern und
Käfern. Die kalte Jahreszeit
verbringen Bergmolche an Land in einem Versteck, sie fallen in eine
Kältestarre. Foto: 14.05.2011, Düsseldorf-Knittkuhl
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Veralgter Laich, Foto: 09.04.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Junge Larven, Foto: 09.04.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Erdkröte (European Toad, Bufo bufo)
In Deutschland ist die Erdkröte vergleichsweise häufig anzutreffen. Sie
ist ein Froschlurch aus der Gattung der Echten Kröten. Männchen werden
bis zu neun Zentimeter lang, Weibchen erreichen eine Körperlänge von bis
zu zwölf Zentimeter. Die Färbung der Tiere kann variabel sein,
charakteristisch sind die warzigen Hautdrüsen. Bei einigen Erdkröten
können verwaschene dunkle Flecken ausgemacht werden, diese sind häufiger
bei Männchen als bei Weibchen zu beobachten. Erdkröten sind wechselwarm
und vor allem in der Dämmerung aktiv. Am Tage ruhen sie meist in Verstecken.
Anzutreffen sind sie in vielen Lebensräumen, darunter Wiesen, Wälder,
Hecken und auch in naturnahen Gärten und auf Weiden. Für ihre
Fortpflanzung benötigen die Tiere Gewässer wie Teiche, Seen oder Weiher.
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Foto: 04.06.2010,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 26.06.2010,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Grasfrosch (Common Frog, Rana temporaria)
Fast
überall in Deutschland ist der Grasfrosch heimisch. In feuchten Wiesen,
die im Frühling unter Wasser stehen, sowie in Stillgewässern legen diese
Tiere ihren Laich ab. Erwachsene Grasfrösche leben in feuchtem Grün in
Wäldern, Parks, Gärten, Gebüschen und auf Grünland. Die Tiere erreichen
eine Körperlänge von bis zu elf Zentimeter und sie sind recht variabel
gefärbt: Bei dieser Froschart kann die Körperoberseite dunkelbraun,
gelblichbraun oder sogar rötlichbraun gefärbt sein. Beobachten kann man
erwachsene Tiere in Deutschland oft schon ab Mitte März, wenn die
Frösche aus ihrer Winterstarre erwachen. Dann begeben sich die Tiere
meist gleich zu ihren Laichgewässern. Foto: 16.05.2009,
Düsseldorf-Ludenberg
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Laich, Foto: 20.03.2011,
Düsseldorf-Gerresheim |
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Kaulquappen, Foto: 15.05.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus, früher Rana kl. esculenta)
An
Teichen, Seen und Tümpeln kann man im Frühling und Sommer, also in der
Zeit von etwa April bis Oktober, den Teichfrosch beobachten. Genau
genommen stellen diese Frösche keine eigene Art im wissenschaftlichen
Sinne dar. Sie sind Hybriden aus den beiden Arten Pelophylax ridibundus
(Seefrosch) und Pelophylax lessonae (Kleiner Wasserfrosch). In vielen
anderen Tiergattungen kommen ebenfalls Hybriden vor, die sich nicht
fortpflanzen können, was aber für die Teichfrösche nicht gilt. Sie
können untereinander Nachkommen zeugen, die je nach genetischer Nähe zur
einen oder anderen Ursprungsart in ihrem Aussehen sehr variabel sein
können. Oft sind die Tiere ein Mittelding zwischen den beiden
Ausgangsarten. Die Körperlänge männlicher Teichfrösche kann bis zu neun
Zentimeter betragen. Weibchen sind meist größer, sie bringen es auf eine
Körpergröße von bis zu zwölf Zentimeter. Teichfrösche haben eine grüne
Grundfärbung und sie tragen ein Fleckenmuster auf dem Rücken und den
Beinen, das sehr unterschiedlich aussehen kann. Foto: 31.05.2009,
Düsseldorf-Knittkuhl
Waldeidechse (Viviparous Lizard, Zootoca vivipara)
Maximal
18 Zentimeter können Waldeidechsen lang werden. Die Kopf-Rumpf-Länge
beträgt bei den Männchen bis zu sechs und bei den Weibchen bis zu sieben
Zentimeter. Der Schwanz ist bei dieser Eidechsenart damit länger als
Kopf und Rumpf. Die Tiere sind schlank gebaut und haben recht kurze
Beine. Meist sind die Tiere bräunlich gefärbt, doch auch Individuen mit
grauer Grundfärbung kommen vor. Auf dem Rücken tragen viele erwachsene
Tiere einen aus dunklen Einzelflecken bestehenden Strich. Ihre Seiten
sind dunkel gefärbt und helle, variable Flecken auf der Oberseite.
Bläulich oder weißlich ist die Kehle der Tiere gefärbt, der Bauch ist
hell- oder dunkelgelb gefärbt. Männliche Waldeidechsen haben während der
Paarungszeit einen orange oder rötlich gefärbten Bauch, auf dem sich
dunkle Flecken befinden. Nicht nur Waldareale, sondern auch andere
Lebensräume wie Heiden, Moore, Grasfluren oder Sandgruben bilden die
Heimat dieser in weiten Teilen Eurasiens vorkommenden Eidechsenart.
Kleine Insekten wie Fliegen, Ameisen, Heuschrecken oder Zikaden bilden
ihre Nahrung. Die Waldeidechse ist das "Reptil
des Jahres 2006" gewesen. Foto: 05.09.2010, Erkrath-Reutersberg
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Zauneidechse (Sand Lizard, Lacerta agilis)
Ende
März oder Anfang April erwachen die Zauneidechsen in Deutschland aus der
Winterstarre und bleiben bis etwa Oktober aktiv. Die Tiere erreichen
eine Körperlänge von bis zu etwa 24 Zentimeter. Bei dieser Tierart ist
die Zeichnung je nach Geschlecht, Jahreszeit und Individuum
unterschiedlich. Das Foto in diesem Abschnitt zeigt ein Männchen,
allerdings sind so stark grün gefärbte Tiere laut Siegfried Troidl von
Lacerta.de eher selten zu beobachten. Er hat mir bei der Bestimmung
des Tieres geholfen. Anzutreffen sind Zauneidechsen in sogenannten
Magerbiotopen, also beispielsweise an Bahndämmen, in Dünen, in
Steinbrüchen oder an Waldrändern. Totholz und Steine sind in ihrem
Lebensraum für die Tiere genauso wichtig wie sonnige Bereiche, denn sie
sind wechselwarm und brauchen Sonnenstrahlung, um ihren Körper
aufzuwärmen. Allerlei kleine Tiere wie
Käfer,
Wanzen und
Zikaden, Ameisen oder Heuschrecken bilden die Nahrung der
Zauneidechsen. Foto: 01.05.2009, Düsseldorf-Himmelgeist
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Foto: 17.04.2010,
Düsseldorf-Gerresheim |
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Foto: 17.04.2010,
Düsseldorf-Gerresheim |
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Unbestimmte Amphibien
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Unbestimmte Kröte Nr. 1,
Foto: 20.07.2009, Düsseldorf-Angermund |
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Unbestimmter junger Frosch Nr. 1,
Foto: 20.06.2009, Elmpt, Niederkrüchten |
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Schnecken
Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)
In
der deutschen Natur ist die Garten-Bänderschnecke heimisch. Ihr Aussehen
ist sehr variabel, die Färbung des Gehäuses kann von beige-gelblich bis
bräunlich-grau variieren. Meist sind unterschiedlich breite dunkelbraune
Streifen auf dem Gehäuse zu finden, es sind zwischen einem und fünf
dieser Streifen vorhanden. Es gibt jedoch auch Individuen, die keine
Streifen auf den Häusern tragen, siehe Fotos unten. Der Körper der Tiere ist beige gefärbt. Die
Schnecken sind in der Zeit von März bis Oktober draußen zu finden. Von
der nahe verwandten
Hain-Bänderschnecke sind die Garten-Bänderschnecken
am hellen Streifen an der Mündung des Gehäuses zu erkennen. Krautige
Algen stehen auf dem Speiseplan dieser Schneckenart, sie ist in Gärten
kein Nutzpflanzenschädling. Überall dort, wo die Tiere genügend Nahrung
finden, sind sie anzutreffen, also beispielsweise an Waldrändern, in
Gärten und in Gebüschen. In manchen Literaturquellen wird die
Garten-Bänderschnecke auch als Weißmündige Bänderschnecke oder als
Garten-Schnirkelschnecke bezeichnet. Foto:
28.06.2009, Düsseldorf-Ludenberg
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Foto: 10.07.2008,
Düsseldorf-Gerresheim |
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Foto: 08.05.2010,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Gemeine Bernsteinschnecke (Amber Snail, Succinea putris)
Die
Gemeine Bernsteinschnecke gehört zu den Landlungenschnecken. Bei
ausgewachsenen Individuen ist das Gehäuse zehn bis 15 Millimeter lang,
in seltenen Fällen noch etwas länger. Es weist drei bis vier Windungen
auf und ist meist bernsteinfarben. Dabei variiert die Farbpalette von
hell bis dunkel bernsteinfarben, aber auch grünlich-gelbe Individuen
kommen vor. Der Körper der Schnecken ist in aller Regel grau-gelblich
gefärbt und glatt. Aber es können auch helle oder fast weiße Schnecken
vorkommen sowie schwarzgraue Tiere. Zu finden ist die Gemeine
Bernsteinschnecke an feuchten Standorten wie Feuchtwiesen, sumpfigen
Ufern von Bächen, Flüssen und Seen, an verlandeten Flussarmen, in Mooren
und in feuchten Hochstaudenfluren. Vermodernde und frische Pflanzenteile
bilden die Nahrung dieser Schneckenart. Foto: 07.08.2010, Düsseldorf-Knittkuhl
Große Wegschnecke (Red Slug, Arion rufus)
Zehn bis 15 Zentimeter lang sind ausgewachsene Große Wegschnecken. Die
Tiere sind in Deutschland sehr häufig zu beobachten. Ihre Körperfärbung
variiert innerhalb ihres europäischen Verbreitungsgebiets, in
Deutschland sind die Schnecken braun bis orange gefärbt. Im vorderen
Bereich ihres Mantelschildes tragen sie auf beiden Seiten jeweils ein
großes, gut sichtbares Atemloch. Damit sie nicht austrocknen, schützen
sich die Großen Wegschnecken mit einem schleimigen Sekret. Außerdem
kommen sie meist nur bei feuchtem Wetter oder während des Sommers vor
allem nachts aus ihrem Unterschlupf. Große Wegschnecken ernähren sich
überwiegend von saftigen Pflanzen, aber auch von Aas. Sie zerkleinern
ihre Nahrung mit Hilfe ihrer Raspelzunge. Bei der Paarung, siehe Foto
unten links, umschlingen sich die beiden Partner, die Zwitter sind. Sie stülpen ihre weiß gefärbten Bildungsorgane der Spermien in die weibliche
Geschlechtsöffnung der jeweils anderen Schnecke ein. In manchen Literaturquellen
werden die Tiere auch als Rote Wegschnecken
bezeichnet. Foto: 10.07.2008, Düsseldorf-Gerresheim
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Foto: 10.07.2008,
Düsseldorf-Gerresheim |
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Foto: 22.08.2009,
Düsseldorf-Hubbelrath |
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Hain-Bänderschnecke (Brown-lipped Snail, Cepaea nemoralis)
In
ihrem Aussehen ist die Hain-Bänderschnecke sehr variabel. Die
Grundfärbung ist oft gelblich, sie kann aber auch rötlich oder bräunlich
sein. Mehrere Linien zieren das Gehäuse vieler Individuen, jedoch gibt
es einige Exemplare dieser Art, die keine Streifen aufweisen. Bis zu 5,5
Windungen kann das Gehäuse aufweisen, es erreicht eine Höhe von 17 bis
18 Millimeter und meist eine maximale Breite von circa 23 Millimeter.
Ganz typisch für die Art ist der dunkle Abschluss des Gehäuses, wodurch
sich die Art von der
Garten-Bänderschnecke unterscheidet. Typische Orte, an denen man die
Hain-Bänderschnecke antrifft, sind Gärten, Parks, lichte Wälder sowie
Landschaften mit Gebüschen und Hecken. Feuchte Hochstaudenfluren bewohnt
die Art ebenfalls. Abgestorbene und verrottende Pflanzenteile bilden die
Nahrung dieser Schneckenspezies. Sie wird in manchen Literaturquellen
als Hain-Schnirkelschnecke oder als Schwarzmündige Bänderschnecke
bezeichnet. Foto:
24.05.2010, Düsseldorf-Hubbelrath
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Hellbraune Wegschnecke (Dusky Slug, Arion subfuscus)
Die
Hellbraune Wegschnecke erreicht eine Länge von fünf bis sieben
Zentimeter. Oben sind diese Tiere variabel gefärbt, sie können ockergelb
bis dunkelbraun gefärbt sein. Dabei ist der Rücken meist etwas dunkler
als der Rest der Körperoberseite gefärbt. Auf beiden Seiten tragen die
Tiere am Rücken eine dunkelbraune Längsbinde. Auf dem Mantelschild ist
ebenfalls seitlich eine dunkle Binde zu sehen. Junge Exemplare dieser
Schneckenart sind häufig kontrastreicher gezeichnet als ältere Tiere;
bei letzteren ist der Mantelschild meist recht hell. Der Fuß ist hell
bis weißlich gefärbt. Anzutreffen ist die Hellbraune Wegschnecke vor
allem in Wäldern, aber auch in Parks und Gärten sowie auf Wiesen.
Pflanzenteile, Algen und Pilze bilden die Nahrung der Tiere. Diese Art
wird auch als Braungestreifte Wegschnecke bezeichnet. Foto:
07.10.2008, Erkrath-Reutersberg
Pilzschnegel (Lemon Slug, Malacolimax tenellus)
Der Pilzschnegel ist
eine an Land lebende Nacktschnecke aus der Familie der
Egelschnecken (Limacidae). Wie es der Name bereits vermuten lässt,
bilden vor allem Pilze, aber auch Algen und Flechten die Nahrung dieser
30 bid 50 Millimeter langen Tiere. Die Körperfärbung variiert bei
erwachsenen Tieren von zitronengelb bis orangebraun. Bei einigen
Exemplaren ist die Haut so durchscheinend, dass man die Umrisse der
inneren Organe der Pilzschnegel erkennen kann. Wie bei anderen Schnegeln
befindet sich das Atemloch in der hinteren Hälfte des Mantelschilds.
Anzutreffen sind Pilzschnegel in Wäldern, die noch naturbelassen sind.
Sie leben sowohl in Nadel- als auch in Laubwäldern. Wichtig ist, dass es
dort genügend Totholz und entsprechend viele Pilze gibt. Foto:
07.10.2008, Erkrath-Reutersberg
Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)
Posthornschnecken
leben in Süßwasser. Anzutreffen sind diese Tiere in stehenden und
langsam fließenden Gewässern. Ihr Gehäuse ist dunkelbraun bis
rötlich-schwarz gefärbt, flach und hat einen Durchmesser von bis zu vier
Zentimeter. Eine Besonderheit dieser Schnecken ist es, als einzige Art
in Europa über roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) zu verfügen. Deshalb ist
ihr Blut rot gefärbt. Außerdem ermöglicht diese Besonderheit es der
Schneckenart, in sauerstoffarmen Gewässern überleben zu können. Auf dem
Speiseplan dieser tagaktiven Tiere steht praktisch alles, was sie finden
können: Sie fressen tote Pflanzenteile, Algen und auch Aas. Foto:
05.06.2010, Düsseldorf-Knittkuhl
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Foto: 05.06.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Foto: 31.05.2009,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Schließmundschnecke (Door Snail, Clausilia sp.)
Zahlreiche
Schneckenarten aus der Familie der Schließmundschnecken sind in
Deutschland heimisch. Kennzeichnend für diese Schnecken ist ihr
schlankes und turmförmiges Gehäuse. Die Tiere können sich vollständig in
dieses Gehäuse zurückziehen und es mit einem speziellen Verschluss
abdichten. Dieser Verschluss wird in der Fachsprache als Clausilium
bezeichnet. Weil die meisten Schließmundschnecken nur wenige Zentimeter
lang werden, übersieht man sie in der Natur leicht. Die unten gezeigten
Tiere hatten eine Gehäuselänge von etwa zehn bis zwölf Millimeter. Um
welche Arten es sich im Detail handelt, kann ich leider nicht sagen. Falls
Sie bei der Bestimmung helfen können, würde ich mich über eine Nachricht
per
E-Mail freuen.
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Foto: 17.07.2010,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 04.06.2010,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Schwarzer Schnegel (Ashy-grey slug, Limax cinereoniger)
Bis
zu 20 Zentimeter lang werden können erwachsene Schwarze Schnegel. Diese
Tiere leben an Land und tragen kein Gehäuse, sie gehören zu den
Landlungenschnecken. Die Färbung dieser
Schneckenart ist recht variabel. Neben fast komplett schwarz gefärbten
Individuen kommen graubraune Tiere vor oder Exemplare, die grau-braun
gestreift sind. Das Atemloch befindet sich beim Schwarzen Schnegel im
hinteren Bereich des Mantelschildes. Dadurch sind vor allem die
schwarzen Individuen von den ähnlich aussehenden Schwarzen Wegschnecken
(Arion ater) zu unterscheiden, denn deren Atemloch befindet
sich weiter vorn. Anzutreffen ist der Schwarze Schnegel in weiten Teilen
Europas. Die Tiere kommen in naturnahen Wäldern vor. Um sich vor
Fressfeinden zu verstecken, kriechen die Schnecken unter umgestürzte
Bäume, größere herab gefallene Äste oder Steine. Foto: 21.07.2009,
Erkrath-Millrath
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Foto: 12.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist |
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Foto: 12.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist |
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Seidige Haarschnecke (Trichia sericea)
Maximal
acht Millimeter ist das Gehäuse der Seidigen Haarschnecke im Durchmesser
groß. Die Art ist somit vergleichsweise klein. Der Körper ist braun
gefärbt, dies gilt auch für das Gehäuse. Meist trägt es ein helles
Kielband und ist außerdem behaart, wie es der deutsche Name bereits
vermuten lässt. Leben die Tiere in eher feuchten Gebieten, ist das
Gehäuse recht dünnschalig. Bei Individuen, die in offenen, trockenen und
warmen Lebensräumen anzutreffen sind, ist das Gehäuse meist deutlich
härter. Auch weisen diese Tiere eine dunkle Bänderung des Gehäuses auf.
Besonders leicht lassen sich die Seidigen Haarschnecken in der
Krautschicht von Wäldern oder in offenen Landschaften mit reichlich
Gebüschen während des Sommerhalbjahrs beobachten. Foto: 12.06.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl
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Spitzschlammschnecke (Great Pond Snail, Lymnaea stagnalis)
Das
Gehäuse der Spitzschlammschnecke wird etwa 4,5 Zentimeter, in manchen
Fällen sogar bis zu sieben Zentimeter lang. Es ist dunkelbraun gefärbt
und weist 7,5 Windungen auf. Anzutreffen sind diese Tiere in stehenden
oder langsam fließenden Gewässern. In Moorgewässern kommen sie wegen des
dort herrschenden pH-Wertes nicht vor. Die Art ist robust und übersteht
das vorübergehende Trockenfallen ihres Lebensraums genauso wie Frost im
Winter. Auf dem Speisezettel dieser Tiere stehen Aas, pflanzliche Kost
und Schwebstoffe aus dem Wasser. Diese Art wird in manchen
Literaturquellen auch als Spitzhorn-Schlammschnecke bezeichnet. Foto: 31.05.2009,
Düsseldorf-Knittkuhl
Tigerschnegel (Leopard Slug, Limax maximus)
Eine
maximale Körperlänge von 13 Zentimeter, laut machen Literaturquellen
auch 20 Zentimeter, können Tigerschnegel erreichen. Diese überwiegend
nachtaktiven Nacktschnecken weisen eine hellbraune oder hellgraue
Grundfärbung auf. Auffällig ist das sich darauf befindende dunkle
Flecken- und Streifenmuster, das ein wenig an ein Raubtierfell erinnert.
Die Flecken erstrecken sich auf dem Mantelschild, die Streifen auf dem
Fuß, also dem hinteren Körperteil. Der Kopf ist hellbraun gefärbt,
ebenso die Fühler, an deren Ende sich die Augen befinden. Typische Orte,
an denen man die Tiere findet, sind Parks, Gärten, Wälder und Auen.
Pilze und welke Pflanzenteile, Moose sowie pilzige Bereiche an Totholz
bilden die Nahrung dieser Schnecken. Andere Nacktschnecken sowie tote
Artgenossen bereichern die Kost der Tigerschnegel. Im Jahr 2005 ist
diese Art "Weichtier
des Jahres" gewesen. Foto: 22.05.2010, Düsseldorf-Grafenberg
Weinbergschnecke (Burgundy Snail, Helix pomatia)
Mit
ihrer Körperlänge von bis zu zehn Zentimeter ist die Weinbergschnecke
eine besonders auffällige Schneckenart. Anzutreffen sind diese
gehäusetragenden Schnecken vor allem in Gegenden mit feuchten und
kalkreichen Böden. Weil die Tiere eine Besonderheit darstellen, stehen
sie in Deutschland unter Schutz. Der Körper der Schnecken ist beige,
bräunlich oder grau gefärbt. Das Gehäuse ist meist bräunlich in
unterschiedlichen Tönen gefärbt, die Färbung kann je nach Individuum
variieren. Algenbewüchse und welke Pflanzenteile bilden die Nahrung
dieser stattlichen Schnecken. Foto: 24.08.2008, Düsseldorf-Grafenberg
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Bisher nicht bestimmte Schneckenarten
Während meiner Streifzüge durch die Natur in und um Düsseldorf habe ich
einige Schneckenarten fotografiert, die ich bisher nicht bestimmen
konnte. Falls Sie bei der Identifizierung helfen können, würde ich mich
über eine Nachricht per
E-Mail
freuen.
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Unbestimmte Schneckenart Nr. 1,
Foto: 24.08.2008, Düsseldorf-Grafenberg |
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Unbestimmte Schneckenart Nr.
2,
12.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist |
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Unbestimmte Schneckenart Nr.
3,
12.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist |
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Unbestimmte Schneckenart Nr.
4,
20.09.2010, Düsseldorf-Grafenberg |
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Unbestimmte Schneckenart Nr.
5,
20.09.2010, Düsseldorf-Grafenberg |
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Sonstige Tiere
Bachflohkrebs (Freshwater Shrimp, Gammarus pulex)
In
Seen, fließenden Gewässern wie Bächen oder Flüssen und auch in Mooren
lebt in Europa sowie in Asien der Bachflohkrebs. Diese Tiere sind in
einer Tiefe von bis zu zwei Meter anzutreffen. Weil sie nur zwischen 15
und 24 Millimeter lang werden, fallen sie den meisten Betrachtern kaum
auf. Ihre Körperfarbe ist graubraun, an den Flanken tragen sie im
hinteren Körperbereich eine leicht rötliche Färbung. Auf dem
Speisezettel der kleinen Tiere stehen abgestorbene Pflanzenteile. Sie
bewegen sich durch kräftige Schläge ihres Hinterleibes fort, auch gegen
die Strömung können sie schwimmen. Früher wurde diese Tierart als
Rivulogammarus pulex bezeichnet. Foto: 21.07.2009, NSG Neandertal,
Erkrath-Millrath
Strudelwurm (Freshwater Flatworm, Dugesia gonocephala)
Eher
kühle, fließende Gewässer, aber auch wärmere stehende Wasserbereiche
sind Orte, an denen man in Deutschland Strudelwürmer antreffen kann.
Diese Tiere sind bis zu zwei Zentimeter lang und haben einen sehr
flachen Körperbau. Bei Dugesia gonocephala ist der Körper bräunlich gefärbt. Im Bereich des Kopfes
befinden sich zwei sogenannte Wimperngrübchen, mit denen die Tiere Reize
wahrnehmen können. Sie bewegen sich meist kriechend am Boden des
Gewässers voran und suchen nach Beute. Auf ihrem Speisezettel stehen
Kleinstlebewesen. In manchen Literaturquellen wird die Art als
Bachplanarie bezeichnet. Foto: 21.07.2009, NSG Neandertal, Erkrath-Millrath
Bisher nicht bestimmte Tiere
Die folgenden Tierarten konnte ich bisher nicht identifizieren. Sollten
Sie die Tiere erkennen und mir sagen können, um welche Spezies es sich
handelt, würde ich mich über eine Nachricht per
E-Mail
freuen.
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Unbestimmte Tierart Nr. 1,
Foto: 09.08.2008, Düsseldorf-Grafenberg |
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Fische
Flussbarsch (European Perch, Perca fluviatilis)
In einigen deutschen Gewässern kommt der Flussbarsch vor. Dieser durchschnittlich 20 Zentimeter lange Süßwasserfisch ist an seiner für die Art typischen, geteilten Rückenflosse sowie an der rötlichen Färbung der Brust- und Bauchflossen zu erkennen. An beiden Rückenflossen weisen die Fische ebenso wie an der Afterflosse spitze Stachelstrahlen auf. Auf den Häuten zwischen diesen Stacheln befinden sich oftmals schwarze Flecken unterschiedlicher Größe. Der graugrün gefärbte Körper zeigt ein schwaches Muster, das aus sechs bis acht senkrecht verlaufenden Streifen besteht. Das in diesem Absatz gezeigte Tier ist anlässlich des
GEO-Tags der Artenvielfalt
2010 mit einer Sondergenehmigung zu Dokumentationszwecken gefangen und danach
umgehend wieder freigelassen worden. Foto: 12.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
Schwarzmund-Grundel (Round Goby, Neogobius melanostomus)
In Brack- und Süßwasser kommt in Europa – so auch im Rhein – die Schwarzmund-Grundel vor. Die Fische weisen den typischen Körperbau der Grundeln auf, das heißt, sie laufen nach hinten recht spitz zu und haben einen eher runden Kopf. Zwischen 15 und 25 Zentimeter beträgt die durchschnittliche Länge dieser Spezies. Hellgrau bis silbrig ist die Grundfärbung dieser Tiere. An den Seiten weisen sie eine Reihe aus länglichen dunklen Flecken auf, darüber hinaus verläuft vom Mundwinkel bis zum Auge eine dunkle Zeichnung. Ein weiteres arttypisches Merkmal ist der dunkle Augenfleck, der sich auf der vorderen Rückenflosse befindet. Männliche Tiere sind während der Laichzeit komplett schwarz. Die ursprüngliche Heimat der Tiere ist unter anderem im Schwarzen Meer, die Fische sind mit dem Ballastwasser von Schiffen und durch den Main-Donau-Kanal in mitteleuropäische Gewässer eingewandert.
Das in diesem Absatz gezeigte Tier ist zu Forschungszwecken im Rahmen
des
GEO-Tags der Artenvielfalt 2010 mit einer Sondergenehmigung gefangen und umgehend wieder
freigelassen worden. Foto: 12.06-2011, Düsseldorf-Himmelgeist
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