Fotoreiseberichte.de - Düsseldorf und Umland

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Säugetiere und andere Tiere aus Düsseldorf und Umgebung

Achtung, zu diesem Kapitel gibt es überarbeitete neue Seiten: Säugetiere, Amphibien, Reptilien, Schnecken, sonstige Tiere und Fische.

Weinbergschnecke (Burgundy Snail, Helix pomatia)Außer Vögeln und Insekten wie Käfern oder Schmetterlingen kommen in Düsseldorf und Umgebung etliche weitere Tiere vor. Schwer zu beobachten sind meist Säugetiere, lediglich Kaninchen und Eichhörnchen bekommt man vergleichsweise leicht zu Gesicht. Mit ein wenig Glück begegnet man zum Beispiel im Grafenberger Wald einem Fuchs. Neben den Säugetieren, die mir bisher in Düsseldorf und Umgebung vor die Linse geraten sind, werden in diesem Kapitel darüber hinaus einige weitere Tiere wie Reptilien und Amphibien sowie Schnecken vorgestellt. Bislang konnte ich leider nicht sämtliche Tierarten bestimmen. Falls Sie helfen können, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail sehr freuen. Die hier gezeigten Tiere sind nach bestem Wissen und Gewissen bestimmt worden. Falls Sie einen Bestimmungsfehler finden, wäre es nett, wenn Sie mir Bescheid geben könnten.

Direkt zu einzelnen Tiergruppen und -arten springen:

Säugetiere
· Bisamratte (Muskrat, Ondatra zibethicus)
· Braunbrustigel (European Hedgehog, Erinaceus europaeus)
· Großer Abendsegler (Common Noctule, Nyctalus noctula)
· Europäischer Iltis (European Polecat, Mustela putorius)
· Europäisches Eichhörnchen (Eurasian Red Squirrel, Sciurus vulgaris)
· Feldhase (European Hare, Lepus europaeus)
· Gelbhalsmaus (Yellow-necked Mouse, Apodemus flavicollis)
· Reh (Roe Deer, Capreolus capreolus)
· Rötelmaus (Bank Vole, Myodes glareolus)
· Wildkaninchen (European Rabbit, Oryctolagus cuniculus)
Reptilien und Amphibien
· Bergmolch (Alpine Newt, Ichthyosaura alpestris)
· Erdkröte (European Toad, Bufo bufo)
· Gelbbauch-Schmuckschildkröte (Yellow-bellied Slider, Trachemys scripta scripta)
· Grasfrosch (Common Frog, Rana temporaria)
· Rotwangen-Schmuckschildkröte (Meso-American Slider, Trachemys scripta elegans)
· Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus)
· Teichmolch (Smooth Newt, Lissotriton vulgaris)
· Waldeidechse (Viviparous Lizard, Zootoca vivipara)
· Zauneidechse (Sand Lizard, Lacerta agilis)
Schnecken
· Bernsteinschnecke (Amber Snail, Succinea/Oxyloma sp.)
· Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)
· Gewöhnliche Wegschnecke (Spanish Slug, Arion vulgaris)
· Hain-Bänderschnecke (Brown-lipped Snail, Cepaea nemoralis)
· Hellbraune Wegschnecke (Dusky Slug, Arion subfuscus)
· Pilzschnegel (Lemon Slug, Malacolimax tenellus)
· Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)
· Schlanke Bernsteinschnecke (Pfeiffer's Amber Snail, Oxyloma elegans)
· Schließmundschnecke (Door Snail, Clausiliidae)
· Schwarzer Schnegel (Ashy-grey Slug, Limax cinereoniger)
· Seidenhaarschnecke (Trochulus sericeus)
· Spitzschlammschnecke (Great Pond Snail, Lymnaea stagnalis)
· Tigerschnegel (Leopard Slug, Limax maximus)
· Weinbergschnecke (Burgundy Snail, Helix pomatia)
Sonstige Tiere
· Flohkrebs (Freshwater Shrimp, Gammarus sp.)
· Dreieckskopf-Strudelwurm (Freshwater Flatworm, Dugesia gonocephala)
Fische
· Flussbarsch (European Perch, Perca fluviatilis)
· Schwarzmund-Grundel (Round Goby, Neogobius melanostomus)

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Säugetiere

Bisamratte (Muskrat, Ondatra zibethicus)

Bisamratte (Muskrat, Ondatra zibethicus)Die ursprüngliche Heimat der Bisamratte, die auch einfach nur Bisam genannt wird, liegt in Nordamerika. Obwohl im deutschen Namen der Bestandteil "Ratte" vorkommt, ist diese Tierart nicht mit den Ratten verwandt, sondern sie gehört zu den Wühlmäusen. Bis zu 35 Zentimeter kann die Kopf-Rumpf-Länge dieser Nagetiere betragen, der Schwanz ist etwa 20 bis 22 Zentimeter lang. Damit sind die Bisamratten kleiner als Biberratten (Nutrias), denen sie recht ähnlich sehen. Der Körperbau der Bisamratte ist gedrungen, das Fell ist fast am gesamten Körper dunkel graubraun. Im Bereich des Kinns ist es dagegen deutlich heller. Fast nackt ist der Schwanz dieser Tierart. Anders als Biberratten haben die Bisamratten keine zwischen den Zehen. Weil die Tiere überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv sind, ist es schwierig, Bisamratten zu Gesicht zu bekommen. Sie leben an Fließ- und Stillgewässern. Auf dem Speisezettel dieser Nagetiere stehen allerlei Pflanzen, darunter Schilf, Seerosen, Getreide, Obst, Gemüse und auch tierische Kost wie Wasserschnecken, Fische und Frösche. Foto: 05.03.2011, Düsseldorf-Hubbelrath

Braunbrustigel (European Hedgehog, Erinaceus europaeus)

Braunbrustigel (European Hedgehog, Erinaceus europaeus)Wenn in Deutschland von einem Igel gesprochen wird, dann ist der Braunbrustigel oder Westeuropäische Igel gemeint. Insgesamt kommen auf der Welt circa 25 verschiedene Arten aus der Familie der Igel vor, bei uns ist nur der Braunbrustigel heimisch. Ausgewachsene Tiere können eine Kopf-Rumpf-Länge von 22 bis 30 Zentimeter erreichen. Der Schwanz ist circa zwei Zentimeter lang. Mittelbraun, weiß und dunkelbraun sind die Stacheln gefärbt, die die Kopfoberseite und den Rücken bedecken. Auf der unteren Seite des Körpers tragen die Braunbrustigel bräunliches Fell. Zu finden sind die Tiere in vielerlei Lebensräumen, darunter Gärten, Parks und Wälder sowie Weideland. Ohrwürmer, Nacktschnecken, Käfer und Regenwürmer sowie weitere kleine Tiere bilden die Nahrung der Braunbrustigel. Er ist das "Wildtier des Jahres 2009" gewesen. Foto 24.06.2010, Düsseldorf-Ludenberg

Großer Abendsegler (Common Noctule, Nyctalus noctula)

Großer Abendsegler (Common Noctule, Nyctalus noctula)Fledermäuse sind in Düsseldorf und Umgebung an vielen Stellen heimisch, doch die meisten Menschen nehmen diese Tiere nicht wahr. Der Grund dafür ist, dass die fliegenden Säugetiere nachtaktiv sind. Doch im Herbst kann man sie an vergleichsweise warmen Tagen mitunter in der Abenddämmerung fliegen sehen - so wie Anfang Oktober 2008. In jener Zeit flogen ungewöhnlich viele Insekten umher, was Fledermäuse in großer Zahl anlockte. Große Abendsegler können eine Körperlänge von etwas mehr als acht Zentimeter erreichen, die Flügelspannweite der Tiere beträgt bis zu 40 Zentimeter. Nachtfalter, Grillen und Käfer stehen auf dem Speiseplan dieser Fledermäuse. Die Tiere im Flug zu fotografieren, ist ausgesprochen schwierig. Indem ich die fliegenden Fledermäuse gefilmt und dann ein Einzelbild aus dem Video verwendet habe, ist das in diesem Abschnitt gezeigte, leider nicht sehr gute Foto entstanden. Weitere Informationen über Große Abendsegler und eine Nahaufnahme gibt es bei Wikipedia.de. Wer selbst gern Fledermäuse live erleben möchte, der sollte im Spätsommer zur "Bat Night" des NABU gehen. Diese Veranstaltung rund um die fliegenden Säugetiere findet jährlich statt, Details angaben Terminangaben finden sich auf der NABU-Webseite. Foto: 10.10.2008, Düsseldorf-Ludenberg

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Europäischer Iltis (European Polecat, Mustela putorius)

Europäischer Iltis (European Polecat, Mustela putorius)Zu den Säugetieren, die man in der Natur Deutschlands mit ein wenig Glück beobachten kann, zählt der Europäische Iltis. Diese zur Familie der Marder gehörenden Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 46 Zentimeter (Männchen) oder bis zu 38 Zentimeter (Weibchen). Der Schwanz kann zwischen sieben und 19 Zentimeter lang sein. Mit ihren kurzen Gliedmaßen und dem schlanken Körper huschen die Tiere oft dicht über dem Boden entlang. Ihr Fell ist nahezu am gesamten Körper schwarz oder dunkelbraun gefärbt, im Gesicht und an der Schnauze gibt es einige weißliche Bereiche. Anzutreffen sind die Tiere beispielsweise an Waldrändern, auf Wiesen und Feldern. Sie sind nachtaktiv und am Tage nur selten zu sehen. Als Fleischfresser machen sie Jagd auf allerlei Tiere wie Frösche, Schlangen, Nagetiere und Fische sowie Vögel und deren Eier. In manchen Literaturquellen wird diese Tierart auch als Waldiltis bezeichnet. Foto: 13.06.2009, Düsseldorf-Hubbelrath

Europäisches Eichhörnchen (Eurasian Red Squirrel, Sciurus vulgaris)

Europäisches Eichhörnchen (Eurasian Red Squirrel, Sciurus vulgaris)Vom Kopf bis zum hinteren Ende des Rumpfes misst das Europäische Eichhörnchen rund 20 bis 25 Zentimeter. Der buschige Schwanz der Baumbewohner ist 15 bis 20 Zentimeter lang. Das Fell des Eichhörnchens ist am Bauch hell bis cremefarben, der restliche Körper ist rötlich braun bis braunschwarz behaart. An den Ohren tragen Eichhörnchen im Winterfell je einen aufrecht stehenden Fellpinsel, diese Pinsel fehlen im Sommer ganz oder sind sehr klein. Eichhörnchen sind tagaktiv, sie klettern durch Bäume und können sehr gut springen. Als Allesfresser bedienen sie sich unter anderem gern an Vogelfutterplätzen in Gärten oder sogar auf Balkonen. Foto: 07.12.2008, Düsseldorf-Grafenberg

Feldhase (European Hare, Lepus europaeus)

Feldhase (European Hare, Lepus europaeus)Offene und halboffene Landschaften, in denen der Blick schweifen kann, sind der bevorzugte Lebensraum des Feldhasen. Die Kopf-Rumpf-Länge dieser Tierart kann bis zu 68 Zentimeter betragen, die Ohren sind bis zu 12,9 Zentimeter lang und der Schwanz bis zu circa 13 Zentimeter. Das lange Fell ist auf dem Rücken bräunlich bis gelblich gefärbt, kann aber auch ockerfarben oder gar rötlich sein. Der Hals, der Kopf, die Brust, die Flanken und die Beine sind hellbraun gefärbt und der Bauch ist cremeweiß. Grau gefärbt sind die Ohren, die an der Spitze jeweils einen schwarzen Fleck tragen. Oben schwarz und unten weiß gefärbt ist der Schwanz. Zwar kann man Feldhasen mitunter auch am Tage beobachten, doch die Tiere sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Auf ihrem Speiseplan stehen Pflanzen, Knollen und Wurzeln sowie Getreide. Im Winter kommt die Rinde junger Bäume hinzu. Weil durch die in Europa immer intensiver werdende Landwirtschaft der Lebensraum des Feldhasen zusehends kleiner wird und weil es in manchen Ländern Jäger auf die Tiere abgesehen haben, werden die schönen Hasen seltener. In Deutschland sind sie in vielen Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten als "gefährdet" gelistet, dies gilt auch für Nordrhein-Westfalen. Foto: 03.01.2010, Düsseldorf-Himmelgeist

  Feldhase (European Hare, Lepus europaeus)   Feldhase (European Hare, Lepus europaeus)  
  Foto: 10.04.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist
  Foto: 10.04.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist
 

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Gelbhalsmaus (Yellow-necked Mouse, Apodemus flavicollis)

Gelbhalsmaus (Yellow-necked Mouse, Apodemus flavicollis)Ein sehr heimlicher Bewohner der Natur ist die Gelbhalsmaus. Dieses nachtaktive Säugetier ist in Wäldern und anderen baumreichen Lebensräumen anzutreffen. Zwar gehören Gelbhalsmäuse zu den häufigsten Säugetieren in unserem Land, doch nur die wenigsten Menschen bekommen die Tiere jemals zu Gesicht. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt zwischen 8,8 und 13 Zentimeter, der Schwanz wird bis zu 13,5 Zentimeter lang. Auf der Oberseite des Körpers ist das Fell gelbbraun oder rotbraun gefärbt, weiß ist es dagegen auf der Körperunterseite. Bei vielen Tieren kommt ein gelblich-braunes Halsband als Zeichnung vor. Auf den Hinterfüßen tragen die Tiere oberseits weiße Haare. Weil Gelbhalsmäuse sehr gut klettern können, turnen sie oft im Geäst der Bäume umher. Den Tag verbringen die Tiere in Nestern, die als Kobel bezeichnet werden. Diese befinden sich meist zwischen größeren Steinen oder Baumwurzeln. Zu den Feinden der Gelbhalsmäuse gehören neben Füchsen beispielsweise auch nachtaktive Greifvögel wie Schleiereulen. Foto: 22.05.2010, Düsseldorf-Ludenberg

Reh (Roe Deer, Capreolus capreolus)

Reh (Roe Deer, Capreolus capreolus)In Mitteleuropa ist das Reh der häufigste Vertreter der Familie der Hirsche. Man bezeichnet männliche Rehe als Böcke, Weibchen nennt man nach der Vollendung des ersten Lebensjahres Schmalrehe und in den darauffolgenden Jahren Ricken. Die Jungtiere heißen Kitze. Vom Kopf bis zum Rumpf messen Rehe zwischen 100 und 140 Zentimeter. Auf 60 bis 90 Zentimeter kann sich die Schulterhöhe dieser Tiere belaufen. Männchen tragen ein Geweih. Während des Sommers ist das Fell der Rehe rotbraun gefärbt, im Winter ist es dunkelbraun oder graubraun. Kitze haben ein rotbraunes Fell mit weißen Punkten auf dem Rücken und auf den Flanken. Die Abbildung rechts zeigt zwei Weibchen (links) und einen Bock (rechts). Foto: 05.03.2011, Düsseldorf-Hubbelrath

Rötelmaus (Bank Vole, Myodes glareolus)

Zwischen sieben und 13 Zentimeter beträgt die Kopf-Rumpf-Länge der Rötelmaus. Ihre Schwanzlänge kann sich auf drei bis etwa 6,5 Zentimeter belaufen. Weiß bis grau ist das Bauchfell gefärbt, die Flanken sind bräunlich bis graubraun, häufig weist das Fell dort einen cremefarbenen Hauch auf. Auf der Oberseite ist das Fell bräunlich, der Rücken ist bei vielen Individuen rotbraun gefärbt. In diesem Körperbereich kann das Fell auch fuchsrot bis gelblich sein. Die Ohren können zwischen neun und 16 Millimeter groß werden, sie wirken sehr rund. Heimisch ist die Rötelmaus, die auch als Waldwühlmaus bezeichnet wird, in Buchen- und Mischwäldern. Darüber hinaus kommt sie in waldnahen Lebensräumen vor, in denen es Hecken und Gebüsche gibt. Mitunter sind diese kleinen Säugetiere zudem in waldnahen Gärten und an Fließgewässern zu finden. Während des Frühjahrs bilden Keimlinge, Gräser und Kräuter die Nahrung dieser Mäuse, im Sommer und Herbst fressen sie außerdem Knospen, Pilze, Samen, Früchte und Moose. Das ganze Jahr über stehen kleine Insekten sowie Würmer auf ihrem Speiseplan und für den Winter legt die Rötelmaus im Herbst einen Vorrat an, der aus Samen wie Eicheln oder Bucheckern besteht.

  Rötelmaus (Bank Vole, Myodes glareolus)   Rötelmaus (Bank Vole, Myodes glareolus)  
  Foto: 10.04.2011,
Düsseldorf-Ludenberg
  Foto: 17.04.2010,
Erkrath-Reutersberg
 

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Wildkaninchen (European Rabbit, Oryctolagus cuniculus)

Wildkaninchen (European Rabbit, Oryctolagus cuniculus)Wildkaninchen gehören zu denjenigen Säugetieren, die man in vielen Teilen Deutschlands recht häufig zu Gesicht bekommt - so auch in Düsseldorf und Umgebung. Sie haben ein graubraunes Fell, das im Nacken rostrot bis braun gefärbt ist. Ihre Ohren sind verglichen mit denen des Feldhasen relativ kurz, sie erreichen eine Länge von sechs bis acht Zentimeter. Vom Kopf bis zum Schwanz können ausgewachsene Wildkaninchen eine Körpergröße von 35 bis 45 Zentimeter aufweisen; ihr weißer Schwanz ist vier bis sieben Zentimeter lang. Selten sieht man ein einzelnes Wildkaninchen, denn die Tiere sind sehr gesellig und leben mit mehreren Artgenossen in mehr oder minder großen Kolonien. Sie bevorzugen sandige Böden, um dort ihre unterirdischen Bauten anzulegen, die im Extremfall bis zu drei Meter tief und über 40 Meter lang sein können. Gräser und Kräuter, mitunter auch Rinde und dünne Zweige stehen auf dem Speiseplan dieser vegetarisch lebenden Tiere. Foto: 16.05.2010, Düsseldorf-Unterbach

Reptilien und Amphibien

Bergmolch (Alpine Newt, Ichthyosaura alpestris)

Molche sind faszinierende Lebewesen, die einen Teil des Jahres an Land leben und einige Zeit im Wasser. Während der Paarungszeit im Frühling gehen sie in das feuchte Element, um dort ihre Eier abzulegen. Auch verfärben sie sich in dieser Zeit, sie tragen dann ein Prachtkleid. Männliche Bergmolche werden bis zu neun Zentimeter lang, im Frühjahr ist ihre obere Körperseite bläulich gefärbt. Die Flanken tragen ein schwarz-weiß punktiertes Muster, zum Bauch hin befinden sich auf dem Körper seitlich einige blaue Streifen. Der Bauch ist rötlich bis orange gefärbt. Weibchen können bis zu zwölf Zentimeter lang werden. Während sie ihre sogenannte Wassertracht tragen, sind sie dunkelgrau-grünlich-braun marmoriert. Auch bei den weiblichen Tieren ist der Bauch während der Paarungszeit orange bis rötlich gefärbt. Ab Mai verlassen die erwachsenen Tiere das Wasser wieder und leben fortan an Land. Ihre Nahrung jagen sie nachts, sie ernähren sich unter anderem von Regenwürmern und Käfern. Die kalte Jahreszeit verbringen Bergmolche an Land in einem Versteck, sie fallen in eine Kältestarre.

  Männlicher Bergmolch Bergmolch (Alpine Newt, Ichthyosaura alpestris)   Weiblicher Bergmolch in Wassertracht Bergmolch (Alpine Newt, Ichthyosaura alpestris)  
  Männchen, Foto: 14.05.2011,
Düsseldorf-Ludenberg
  Weibchen in Wassertracht, Foto: 11.04.2009,
Düsseldorf-Ludenberg
 

Erdkröte (European Toad, Bufo bufo)

In Deutschland ist die Erdkröte vergleichsweise häufig anzutreffen. Sie ist ein Froschlurch aus der Gattung der Echten Kröten. Männchen werden bis zu neun Zentimeter lang, Weibchen erreichen eine Körperlänge von bis zu zwölf Zentimeter. Die Färbung der Tiere kann variabel sein, charakteristisch sind die warzigen Hautdrüsen. Bei einigen Erdkröten können verwaschene dunkle Flecken ausgemacht werden, diese sind häufiger bei Männchen als bei Weibchen zu beobachten. Erdkröten sind wechselwarm und vor allem in der Dämmerung aktiv. Am Tage ruhen sie meist in Verstecken. Anzutreffen sind sie in vielen Lebensräumen, darunter Wiesen, Wälder, Hecken und auch in naturnahen Gärten und auf Weiden. Für ihre Fortpflanzung benötigen die Tiere Gewässer wie Teiche, Seen oder Weiher.

  Erdkröte (European Toad, Bufo bufo)   Erdkröte (European Toad, Bufo bufo)  
  Foto: 04.06.2010,
Düsseldorf-Ludenberg
  Foto: 26.06.2010,
Düsseldorf-Ludenberg
 

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Gelbbauch-Schmuckschildkröte (Yellow-bellied Slider, Trachemys scripta scripta)

Gelbbauch-Schmuckschildkröte (Yellow-bellied Slider, Trachemys scripta scripta)Die eigentliche Heimat der Gelbbauch-Schmuckschildkröte ist der Süden der USA. In Deutschland ist diese Art eingeführt worden, weil sie als Haustier hierher gelangt und von einigen "Tierfreunden" in die Natur entlassen worden ist. Leider ist es nach wie vor eine gängige Praxis, lästig gewordene Heimtiere in die Natur zu entlassen und ihnen so zu einem vermeintlich schönen Leben zu verhelfen. Tatsächlich ist dies aber sowohl für die Schildkröten problematisch, von denen viele das Leben in Freiheit nicht überleben, als auch für die heimische Natur, für die die Tiere Eindringlinge darstellen. Bis zu 25 Zentimeter können ausgewachsene weibliche Gelbbauch-Schmuckschildkröten groß werden, mitunter sogar bis zu 30 Zentimeter. Männliche Individuen sind hingegen nur maximal 15 Zentimeter lang. Erkennen kann man diese Reptilienart an ihren auffälligen gelben Flecken und Streifen, die sie seitlich am Kopf und am Hals tragen. Dunkel grün bis olivgrün ist die Haut dieser Tiere gefärbt. Ihr Rückenpanzer ist oval geformt, er ist grünlich bis bräunlich gefärbt. Der Bauchpanzer ist gelb gefärbt, was für die Art charakteristisch ist. Tierische und pflanzliche Kost steht auf dem Speiseplan der Gelbbauch-Schmuckschildkröten. Foto: 20.08.2011, Düsseldorf-Hubbelrath

Grasfrosch (Common Frog, Rana temporaria)

Grasfrosch (Common Frog, Rana temporaria)Fast überall in Deutschland ist der Grasfrosch heimisch. In feuchten Wiesen, die im Frühling unter Wasser stehen, sowie in Stillgewässern legen diese Tiere ihren Laich ab. Erwachsene Grasfrösche leben in feuchtem Grün in Wäldern, Parks, Gärten, Gebüschen und auf Grünland. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von bis zu elf Zentimeter und sie sind recht variabel gefärbt: Bei dieser Froschart kann die Körperoberseite dunkelbraun, gelblichbraun oder sogar rötlichbraun gefärbt sein. Beobachten kann man erwachsene Tiere in Deutschland oft schon ab Mitte März, wenn die Frösche aus ihrer Winterstarre erwachen. Dann begeben sich die Tiere meist gleich zu ihren Laichgewässern. Foto: 16.05.2009, Düsseldorf-Ludenberg

  Laich des Grasfrosches (Common Frog, Rana temporaria)   Kaulquappen des Grasfrosches (Common Frog, Rana temporaria)  
  Laich; Foto 20.03.2011,
Düsseldorf-Ludenberg
  Kaulquappen; Foto 15.05.2010,
Düsseldorf-Ludenberg
 

  Veralgter Laich des Grasfrosches (Common Frog, Rana temporaria)   Junge Larven des Grasfrosches (Common Frog, Rana temporaria)  
  Veralgter Laich; Foto 09.04.2011,
Düsseldorf-Ludenberg
  Junge Larven; Foto 09.04.2011,
Düsseldorf-Ludenberg
 

Rotwangen-Schmuckschildkröte (Meso-American Slider, Trachemys scripta elegans)

Rotwangen-Schmuckschildkröte (Meso-American Slider, Trachemys scripta elegans)Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Rotwangen-Schmuckschildkröte befindet sich in Mittelamerika und Südamerika. In deutschen Zoohandlungen sind sie in den vergangenen Jahren in großer Zahl verkauft worden, doch viele "Tierfreunde" sind ihrer Haustiere irgendwann überdrüssig geworden. Um ihnen etwas "Gutes" zu tun, wurden und werden immer wieder Rotwangen-Schmuckschildkröten aus der Gefangenschaft in die Freiheit entlassen. Deshalb tummeln sich diese Tiere an vielen deutschen Gewässern, was ein großes Problem für die einheimische Tierwelt und auch für die ausgesetzten Schildkröten darstellt. Denn die kalten mitteleuropäischen Winter werden für viele Schildkröten zum tödlichen Verhängnis. Rotschwangen-Schmuckschildkröten können bis zu 30 Zentimeter lang werden. Dunkelgrün ist der Rückenpanzer gefärbt, auch die Haut der Tiere weist diese Färbung auf. Den Panzer zieren gelbliche und orange gefärbte Flecken und Streifen. Am Bauchpanzer sind diese Reptilien gelb gefärbt. Kinn, Kehle und Hals tragen gelbe Streifen, an den Schläfendecken liegen gelb bis orangerot gefärbte Flecken. Kleine Tiere wie Fische, Schnecken oder Kaulquappen sowie Wasserpflanzen bilden die Nahrung der Rotwangen-Schmuckschildkröten. Foto: 11.09.2011, Düsseldorf-Ludenberg

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Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus)

Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus)An Teichen, Seen und Tümpeln kann man im Frühling und Sommer, also in der Zeit von etwa April bis Oktober, den Teichfrosch beobachten. Genau genommen stellen diese Frösche keine eigene Art im wissenschaftlichen Sinne dar. Sie sind Hybriden aus den beiden Arten Pelophylax ridibundus (Seefrosch) und Pelophylax lessonae (Kleiner Teichfrosch). In vielen anderen Tiergattungen kommen ebenfalls Hybriden vor, die sich nicht fortpflanzen können, was aber für die Teichfrösche nicht gilt. Sie können untereinander Nachkommen zeugen, die je nach genetischer Nähe zur einen oder anderen Ursprungsart in ihrem Aussehen sehr variabel sein können. Oft sind die Tiere ein Mittelding zwischen den beiden Ausgangsarten. Die Körperlänge männlicher Teichfrösche kann bis zu neun Zentimeter betragen. Weibchen sind meist größer, sie bringen es auf eine Körpergröße von bis zu zwölf Zentimeter. Teichfrösche haben eine grüne Grundfärbung und sie tragen ein Fleckenmuster auf dem Rücken und den Beinen, das sehr unterschiedlich aussehen kann. Diese Froschart ist früher als Rana kl. esculenta bezeichnet worden. Foto: 31.05.2009, Düsseldorf-Ludenberg

Teichmolch (Smooth Newt, Lissotriton vulgaris)

In Deutschland kommen verschiedene Molcharten vor. Der Teichmolch ist der am häufigsten vorkommende Vertreter dieser Tiergruppe. Seine Körperlänge kann bis zu elf Zentimeter betragen. Recht variabel ist die Oberseite des Körpers gefärbt. Teichmolche können dort gelblichbraun bis schwarz gefärbt sein. Während der Paarungsperiode haben die Männchen auf der Oberseite recht große dunkle Punkte. Seitlich am Kopf verlaufen bei beiden Geschlechtern einige helle und dunkle Streifen. In der Mitte ist der Bauch der Männchen orange gefärbt, dort befinden sich ebenfalls große dunkle Flecken. Dagegen haben die Weibchen feine dunkle Tupfen am Bauch. In der Zeit des Jahres, die die Teichmolche im Wasser verbringen, tragen sie ihre Wassertracht. Typisch ist bei den Männchen dann ihr hoher gewellter bis gezackter und flexibler Hautkamm, der sich auf Rücken und Schwanz befindet. Lebensräume, in denen diese Tiere beobachtet werden können, sind halboffen oder offen. Ihre Laichzeit dauert etwa von März bis Mai.

  Weiblicher Teichmolch (Smooth Newt, Lissotriton vulgaris)   Männlicher Teichmolch (Smooth Newt, Lissotriton vulgaris)  
  Weibchen, Foto: 05.06.2010,
Düsseldorf-Ludenberg
  Männchen, Foto: 22.04.2014,
Düsseldorf-Ludenberg
 

Waldeidechse (Viviparous Lizard, Zootoca vivipara)

Waldeidechse (Viviparous Lizard, Zootoca vivipara)Maximal 18 Zentimeter können Waldeidechsen lang werden. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt bei den Männchen bis zu sechs und bei den Weibchen bis zu sieben Zentimeter. Der Schwanz ist bei dieser Eidechsenart damit länger als Kopf und Rumpf. Die Tiere sind schlank gebaut und haben recht kurze Beine. Meist sind die Tiere bräunlich gefärbt, doch auch Individuen mit grauer Grundfärbung kommen vor. Auf dem Rücken tragen viele erwachsene Tiere einen aus dunklen Einzelflecken bestehenden Strich. Ihre Seiten sind dunkel gefärbt und helle, variable Flecken befinden sich auf der Oberseite. Bläulich oder weißlich ist die Kehle der Tiere gefärbt, der Bauch ist hell- oder dunkelgelb gefärbt. Männliche Waldeidechsen haben während der Paarungszeit einen orange oder rötlich gefärbten Bauch, auf dem sich dunkle Flecken befinden. Nicht nur Waldareale, sondern auch andere Lebensräume wie Heiden, Moore, Grasfluren oder Sandgruben bilden die Heimat dieser in weiten Teilen Eurasiens vorkommenden Eidechsenart. Kleine Insekten wie Fliegen, Ameisen, Heuschrecken oder Zikaden bilden ihre Nahrung. Die Waldeidechse ist das "Reptil des Jahres 2006" gewesen. Foto: 05.09.2010, Erkrath-Reutersberg

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Zauneidechse (Sand Lizard, Lacerta agilis)

Männliche Zauneidechse (Sand Lizard, Lacerta agilis)Ende März oder Anfang April erwachen die Zauneidechsen in Deutschland aus der Winterstarre und bleiben bis etwa Oktober aktiv. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von bis zu etwa 24 Zentimeter. Bei dieser Tierart ist die Zeichnung je nach Geschlecht, Jahreszeit und Individuum unterschiedlich. Das Foto in diesem Abschnitt zeigt ein Männchen, allerdings sind so stark grün gefärbte Tiere laut Siegfried Troidl von Lacerta.de eher selten zu beobachten. Er hat mir bei der Bestimmung des Tieres geholfen. Anzutreffen sind Zauneidechsen in sogenannten Magerbiotopen, also beispielsweise an Bahndämmen, in Dünen, in Steinbrüchen oder an Waldrändern. Totholz und Steine sind in ihrem Lebensraum für die Tiere genauso wichtig wie sonnige Bereiche, denn sie sind wechselwarm und brauchen Sonnenstrahlung, um ihren Körper aufzuwärmen. Allerlei kleine Tiere wie Käfer, Wanzen und Zikaden, Ameisen oder Heuschrecken bilden die Nahrung der Zauneidechsen. Foto: 01.05.2009, Düsseldorf-Himmelgeist

  Zauneidechse (Sand Lizard, Lacerta agilis)   Zauneidechse (Sand Lizard, Lacerta agilis)  
  Foto: 17.04.2010,
Düsseldorf-Gerresheim
  Foto: 17.04.2010,
Düsseldorf-Gerresheim
 

Unbestimmte Amphibien

  Unbestimmte Kröte Nr. 1   Unbestimmter junger Frosch Nr. 1  
  Unbestimmte Kröte Nr. 1,
Foto: 20.07.2009, Düsseldorf-Angermund
  Unbestimmter junger Frosch Nr. 1,
Foto: 20.06.2009, Elmpt, Niederkrüchten
 

Schnecken

Bernsteinschnecke (Amber Snail, Succinea/Oxyloma sp.)

Bernsteinschnecke (Amber Snail, Succinea/Oxyloma sp.)Die Bernsteinschnecken gehören zu den Landlungenschnecken. Bei ausgewachsenen Individuen der Gattungen Succinea und Oxyloma misst das Gehäuse je nach Art zehn bis 15 Millimeter oder ist sogar noch etwas größer. Es weist drei bis vier Windungen auf und ist für gewöhnlich hellbraun bis bernsteinfarben. Dabei variiert die Farbpalette von hellen bis zu dunklen Farbtönen, aber auch Individuen mit grünlich-gelbem Gehäuse kommen vor. Der Körper der Schnecken ist in aller Regel grau-gelblich gefärbt und glatt. Zudem können helle oder fast weiße Schnecken sowie schwarzgraue Tiere vorkommen. Zu finden sind Bernsteinschnecken an feuchten Standorten wie zum Beispiel auf Feuchtwiesen, an sumpfigen Ufern von Bächen, Flüssen und Seen, an verlandeten Flussarmen, in Mooren und in feuchten Hochstaudenfluren. Vermodernde und frische Pflanzenteile bilden die Nahrung dieser Tiere. Foto: 07.08.2010, Düsseldorf-Ludenberg

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Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)

Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)In der deutschen Natur ist die Garten-Bänderschnecke heimisch. Ihr Aussehen ist sehr variabel, die Färbung des Gehäuses kann von beige-gelblich bis bräunlich-grau variieren. Meist sind unterschiedlich breite dunkelbraune Streifen auf dem Gehäuse zu finden, es sind zwischen einem und fünf dieser Streifen vorhanden. Es gibt jedoch auch Individuen, die keine Streifen auf den Häusern tragen, siehe Fotos unten. Der Körper der Tiere ist beige gefärbt. Die Schnecken sind in der Zeit von März bis Oktober draußen zu finden. Von der nahe verwandten Hain-Bänderschnecke sind die Garten-Bänderschnecken am hellen Streifen an der Mündung des Gehäuses zu erkennen. Krautige Algen stehen auf dem Speiseplan dieser Schneckenart, sie ist in Gärten kein Nutzpflanzenschädling. Überall dort, wo die Tiere genügend Nahrung finden, sind sie anzutreffen, also beispielsweise an Waldrändern, in Gärten und in Gebüschen. In manchen Literaturquellen wird die Garten-Bänderschnecke auch als Weißmündige Bänderschnecke oder als Garten-Schnirkelschnecke bezeichnet. Foto: 28.06.2009, Düsseldorf-Ludenberg

  Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)   Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)  
  Foto: 10.07.2008,
Düsseldorf-Ludenberg
  Foto: 08.05.2010,
Düsseldorf-Ludenberg
 

Gewöhnliche Wegschnecke (Spanish Slug, Arion vulgaris)

Acht bis zwölf Zentimeter sind ausgewachsene Gewöhnliche Wegschnecken lang. Die Tiere sind in Deutschland sehr häufig zu beobachten und um sie gab es in der Vergangenheit einige Verwirrung. Man hatte angenommen, sie stamme ursprünglich aus Südeuropa, weshalb man sie als Spanische Wegschnecke bezeichnet hat. Inzwischen weiß man jedoch, dass das nicht korrekt ist. Die Körperfärbung der Gewöhnlichen Wegschnecke variiert sehr stark von braun, über rötlich bis hin zu gelb-orange; Jungtiere sind cremefarben. Im vorderen Bereich ihres Mantelschildes tragen Gewöhnliche Wegschnecken auf beiden Seiten jeweils ein großes, gut sichtbares Atemloch. Damit sie nicht austrocknen, schützen sich diese Nacktschnecken mit einem schleimigen Sekret. Außerdem kommen sie meist nur bei feuchtem Wetter oder während des Sommers vor allem nachts aus ihrem Unterschlupf. Gewöhnliche Wegschnecken ernähren sich überwiegend von saftigen Pflanzen, aber auch von Aas; darüber hinaus wird Kanibalismus beobachtet. Sie zerkleinern ihre Nahrung mit Hilfe ihrer Raspelzunge.

  Gewöhnliche Wegschnecke (Spanish Slug, Arion vulgaris)   Gewöhnliche Wegschnecken bei der Paarung (Spanish Slug, Arion vulgaris)  
  Foto: 10.07.2008,
Düsseldorf-Ludenberg
  Foto: 22.08.2009,
Düsseldorf-Hubbelrath
 

Hain-Bänderschnecke (Brown-lipped Snail, Cepaea nemoralis)

Hain-Bänderschnecke (Brown-lipped Snail, Cepaea nemoralis)In ihrem Aussehen ist die Hain-Bänderschnecke sehr variabel. Die Grundfärbung ist oft gelblich, sie kann aber auch rötlich oder bräunlich sein. Mehrere Linien zieren das Gehäuse vieler Individuen, jedoch gibt es einige Exemplare dieser Art, die keine Streifen aufweisen. Bis zu 5,5 Windungen kann das Gehäuse aufweisen, es erreicht eine Höhe von 17 bis 18 Millimeter und meist eine maximale Breite von circa 23 Millimeter. Ganz typisch für die Art ist der dunkle Abschluss des Gehäuses, wodurch sich die Art von der Garten-Bänderschnecke unterscheidet. Typische Orte, an denen man die Hain-Bänderschnecke antrifft, sind Gärten, Parks, lichte Wälder sowie Landschaften mit Gebüschen und Hecken. Feuchte Hochstaudenfluren bewohnt die Art ebenfalls. Abgestorbene und verrottende Pflanzenteile bilden die Nahrung dieser Schneckenspezies. Sie wird in manchen Literaturquellen als Hain-Schnirkelschnecke oder als Schwarzmündige Bänderschnecke bezeichnet. Foto: 24.05.2010, Düsseldorf-Hubbelrath

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Hellbraune Wegschnecke (Dusky Slug, Arion subfuscus)

Hellbraune Wegschnecke (Dusky Slug, Arion subfuscus)Die Hellbraune Wegschnecke erreicht eine Länge von fünf bis sieben Zentimeter. Oben sind diese Tiere variabel gefärbt, sie können ockergelb bis dunkelbraun gefärbt sein. Dabei ist der Rücken meist etwas dunkler als der Rest der Körperoberseite gefärbt. Auf beiden Seiten tragen die Tiere am Rücken eine dunkelbraune Längsbinde. Auf dem Mantelschild ist ebenfalls seitlich eine dunkle Binde zu sehen. Junge Exemplare dieser Schneckenart sind häufig kontrastreicher gezeichnet als ältere Tiere; bei letzteren ist der Mantelschild meist recht hell. Der Fuß ist hell bis weißlich gefärbt. Anzutreffen ist die Hellbraune Wegschnecke vor allem in Wäldern, aber auch in Parks und Gärten sowie auf Wiesen. Pflanzenteile, Algen und Pilze bilden die Nahrung der Tiere. Diese Art wird auch als Braungestreifte Wegschnecke bezeichnet. Foto: 07.10.2008, Erkrath-Reutersberg

Pilzschnegel (Lemon Slug, Malacolimax tenellus)

Pilzschnegel (Lemon Slug, Malacolimax tenellus)Der Pilzschnegel ist eine an Land lebende Nacktschnecke aus der Familie der Egelschnecken (Limacidae). Wie es der Name bereits vermuten lässt, bilden vor allem Pilze, aber auch Algen und Flechten die Nahrung dieser 30 bis 50 Millimeter langen Tiere. Die Körperfärbung variiert bei erwachsenen Tieren von zitronengelb bis orangebraun. Bei einigen Exemplaren ist die Haut so durchscheinend, dass man die Umrisse der inneren Organe der Pilzschnegel erkennen kann. Wie bei anderen Schnegeln befindet sich das Atemloch in der hinteren Hälfte des Mantelschilds. Anzutreffen sind Pilzschnegel in Wäldern, die noch naturbelassen sind. Sie leben sowohl in Nadel- als auch in Laubwäldern. Wichtig ist, dass es dort genügend Totholz und entsprechend viele Pilze gibt. Foto: 07.10.2008, Erkrath-Reutersberg

Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)

Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)Posthornschnecken leben in Süßwasser. Anzutreffen sind diese Tiere in stehenden und langsam fließenden Gewässern. Ihr Gehäuse ist dunkelbraun bis rötlich-schwarz gefärbt, flach und hat einen Durchmesser von bis zu vier Zentimeter. Eine Besonderheit dieser Schnecken ist es, dass sie zu den wenigen heimischen Arten gehören, die über roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) verfügen. Deshalb ist ihr Blut rot gefärbt. Außerdem ermöglicht diese Besonderheit es der Schneckenart, in sauerstoffarmen Gewässern überleben zu können. Auf dem Speiseplan dieser tagaktiven Tiere steht praktisch alles, was sie finden können: Sie fressen tote Pflanzenteile, Algen und auch Aas. Foto: 05.06.2010, Düsseldorf-Ludenberg

  Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)   Atmende Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)  
  Foto: 05.06.2010,
Düsseldorf-Ludenberg
  Foto: 31.05.2009,
Düsseldorf-Ludenberg
 

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Schlanke Bernsteinschnecke (Pfeiffer's Amber Snail, Oxyloma elegans)

Zwischen neun und 17 Millimeter, in seltenen Fällen bis zu 20 Millimeter, ist das Gehäuse erwachsener Individuen der Schlanken Bernsteinschnecke groß. Bei den meisten Individuen hat das Gehäuse drei Windungen. Wie für Bernsteinschnecken üblich, ist die letzte (dritte) Windung die größte, auf sie entfallen etwa zwei Drittel der Gesamtlänge des Gehäuses. Bernsteinfarben bis dunkel graubraun ist das Gehäuse dieser Spezies gefärbt. Hell mit dunklen Flecken oder dunkel graubraun bis schwarz ist der weiche Körper der Schlanken Bernsteinschnecke. Beobachten lassen sich diese Tiere beispielsweise an stehenden Gewässern oder an sumpfingen, schlammigen Standorten.

  Schlanke Bernsteinschnecke (Pfeiffer's Amber Snail, Oxyloma elegans)   Eigelege einer Schlanken Bernsteinschnecke (Pfeiffer's Amber Snail, Oxyloma elegans)  
  Foto: 20.09.2010,
Düsseldorf-Grafenberg
  Eigelege, Foto: 31.05.2009,
Düsseldorf-Ludenberg
 

Schließmundschnecke (Door Snail, Clausiliidae)

Zahlreiche Schneckenarten aus der Familie der Schließmundschnecken sind in Deutschland heimisch. Kennzeichnend für diese Schnecken ist ihr schlankes und turmförmiges Gehäuse. Die Tiere können sich vollständig in dieses Gehäuse zurückziehen und es mit einem speziellen Verschluss abdichten. Dieser Verschluss wird in der Fachsprache als Clausilium bezeichnet. Weil die meisten Schließmundschnecken nur wenige Millimeter lang werden, übersieht man sie in der Natur leicht. Die unten gezeigten Tiere hatten eine Gehäuselänge von etwa zehn bis zwölf Millimeter. Um welche Arten es sich im Detail handelt, kann ich leider nicht sagen. Falls Sie bei der Bestimmung helfen können, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail freuen.

  Schließmundschnecke (Door Snail, Clausiliidae)   Schließmundschnecke (Door Snail, Clausiliidae)  
  Foto: 17.07.2010,
Düsseldorf-Ludenberg
  Foto: 04.06.2010,
Düsseldorf-Ludenberg
 

Schwarzer Schnegel (Ashy-grey Slug, Limax cinereoniger)

Schwarzer Schnegel (Ashy-grey Slug, Limax cinereoniger)Bis zu 20 Zentimeter lang werden können erwachsene Schwarze Schnegel. Diese Tiere leben an Land und tragen kein Gehäuse, sie gehören zu den Landlungenschnecken. Die Färbung dieser Schneckenart ist recht variabel. Neben fast komplett schwarz gefärbten Individuen kommen graubraune Tiere vor oder Exemplare, die grau-braun gestreift sind. Das Atemloch befindet sich beim Schwarzen Schnegel im hinteren Bereich des Mantelschildes. Dadurch sind vor allem die schwarzen Individuen von den ähnlich aussehenden Schwarzen Wegschnecken (Arion ater) zu unterscheiden, denn deren Atemloch befindet sich weiter vorn. Anzutreffen ist der Schwarze Schnegel in weiten Teilen Europas. Die Tiere kommen in naturnahen Wäldern vor. Um sich vor Fressfeinden zu verstecken, kriechen die Schnecken unter umgestürzte Bäume, größere herab gefallene Äste oder Steine. Foto: 21.07.2009, Erkrath-Millrath

  Schwarzer Schnegel (Ashy-grey Slug, Limax cinereoniger)   Schwarzer Schnegel (Ashy-grey Slug, Limax cinereoniger)  
  Foto: 12.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist
  Foto: 12.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist
 

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Seidenhaarschnecke (Trochulus sericeus)

Seidenhaarschnecke (Trochulus sericeus)Maximal acht Millimeter ist das Gehäuse der Seidenhaarschnecke oder Seidigen Haarschnecke im Durchmesser groß. Die Art ist somit vergleichsweise klein. Der Körper ist braun gefärbt, dies gilt auch für das Gehäuse. Meist trägt es ein helles Kielband und ist außerdem behaart, wie es der deutsche Name bereits vermuten lässt. Leben die Tiere in eher feuchten Gebieten, ist das Gehäuse recht dünnschalig. Bei Individuen, die in offenen, trockenen und warmen Lebensräumen anzutreffen sind, ist das Gehäuse meist deutlich härter. Auch weisen diese Tiere eine dunkle Bänderung des Gehäuses auf. Besonders leicht lassen sich die Seidigen Haarschnecken in der Krautschicht von Wäldern oder in offenen Landschaften mit reichlich Gebüschen während des Sommerhalbjahrs beobachten. Foto: 12.06.2011, Düsseldorf-Ludenberg

Spitzschlammschnecke (Great Pond Snail, Lymnaea stagnalis)

Spitzschlammschnecke (Great Pond Snail, Lymnaea stagnalis)Das Gehäuse der Spitzschlammschnecke wird etwa 4,5 Zentimeter, in manchen Fällen sogar bis zu sieben Zentimeter lang. Es ist dunkelbraun gefärbt und weist 7,5 Windungen auf. Anzutreffen sind diese Tiere in stehenden oder langsam fließenden Gewässern. In Moorgewässern kommen sie wegen des dort herrschenden pH-Wertes nicht vor. Die Art ist robust und übersteht das vorübergehende Trockenfallen ihres Lebensraums genauso wie Frost im Winter. Auf dem Speisezettel dieser Tiere stehen Aas, pflanzliche Kost und Schwebstoffe aus dem Wasser. Diese Art wird in manchen Literaturquellen auch als Spitzhorn-Schlammschnecke bezeichnet. Foto: 31.05.2009, Düsseldorf-Ludenberg

Tigerschnegel (Leopard Slug, Limax maximus)

Tigerschnegel (Leopard Slug, Limax maximus)Eine maximale Körperlänge von 13 Zentimeter, laut machen Literaturquellen auch 20 Zentimeter, können Tigerschnegel erreichen. Diese überwiegend nachtaktiven Nacktschnecken weisen eine hellbraune oder hellgraue Grundfärbung auf. Auffällig ist das sich darauf befindende dunkle Flecken- und Streifenmuster, das ein wenig an ein Raubtierfell erinnert. Die Flecken erstrecken sich auf dem Mantelschild, die Streifen auf dem Fuß, also dem hinteren Körperteil. Der Kopf ist hellbraun gefärbt, ebenso die Fühler, an deren Ende sich die Augen befinden. Typische Orte, an denen man die Tiere findet, sind Parks, Gärten, Wälder und Auen. Pilze und welke Pflanzenteile, Moose sowie pilzige Bereiche an Totholz bilden die Nahrung dieser Schnecken. Andere Nacktschnecken sowie tote Artgenossen bereichern die Kost der Tigerschnegel. Im Jahr 2005 ist diese Art "Weichtier des Jahres" gewesen. Foto: 22.05.2010, Düsseldorf-Ludenberg

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Weinbergschnecke (Burgundy Snail, Helix pomatia)

Weinbergschnecke (Burgundy Snail, Helix pomatia)Mit ihrer Körperlänge von bis zu zehn Zentimeter ist die Weinbergschnecke eine besonders auffällige Schneckenart. Anzutreffen sind diese gehäusetragenden Schnecken vor allem in Gegenden mit feuchten und kalkreichen Böden. Weil die Tiere eine Besonderheit darstellen, stehen sie in Deutschland unter Schutz. Der Körper der Schnecken ist beige, bräunlich oder grau gefärbt. Das Gehäuse ist meist bräunlich in unterschiedlichen Tönen gefärbt, die Färbung kann je nach Individuum variieren. Algenbewuchs und welke Pflanzenteile bilden die Nahrung dieser stattlichen Schnecken. Foto: 24.08.2008, Düsseldorf-Ludenberg

Bisher nicht bestimmte Schneckenarten

Während meiner Streifzüge durch die Natur in und um Düsseldorf habe ich einige Schneckenarten fotografiert, die ich bisher nicht bestimmen konnte. Falls Sie bei der Identifizierung helfen können, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail freuen.

  Unbestimmte Schneckenart Nr. 1   Unbestimmte Schneckenart Nr. 2  
  Unbestimmte Schneckenart Nr. 1,
Foto: 24.08.2008, Düsseldorf-Ludenberg
  Unbestimmte Schneckenart Nr. 2,
12.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
 

  Unbestimmte Schneckenart Nr. 3   Unbestimmte Schneckenart Nr. 4  
  Unbestimmte Schneckenart Nr. 3,
12.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
  Unbestimmte Schneckenart Nr. 4,
20.09.2010, Düsseldorf-Ludenberg
 

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Sonstige Tiere

Flohkrebs (Freshwater Shrimp, Gammarus sp.)

Flohkrebs (Freshwater Shrimp, Gammarus sp.)In Seen, fließenden Gewässern wie Bächen oder Flüssen und auch in Mooren lebt in Europa sowie in Asien verschiedene Arten von Flohkrebsen, darunter der Gewöhnliche Flohkrebs (Gammarus pulex) und der Bachflohkrebs (Gammarus fossarum). Diese Tiere sind in einer Tiefe von bis zu zwei Meter anzutreffen und bevorzugen je nach Art eher schnell oder langsam fließende Gewässerabschnitte. Sie sind äußerlich nur schwer zu unterscheiden. Weil sie nur zwischen 15 und 24 Millimeter lang werden, fallen sie den meisten Betrachtern kaum auf. Ihre Körperfarbe ist graubraun, an den Flanken tragen sie im hinteren Körperbereich eine leicht rötliche Färbung. Auf dem Speisezettel der kleinen Tiere stehen abgestorbene Pflanzenteile. Sie bewegen sich durch kräftige Schläge ihres Hinterleibes fort, auch gegen die Strömung können sie schwimmen. Foto: 21.07.2009, NSG Neandertal, Erkrath-Millrath

Dreieckskopf-Strudelwurm (Freshwater Flatworm, Dugesia gonocephala)

Dreieckskopf-Strudelwurm (Freshwater Flatworm, Dugesia gonocephala)Eher kühle, fließende Gewässer, aber auch wärmere stehende Wasserbereiche sind Orte, an denen man in Deutschland Dreieckskopf-Strudelwürmer antreffen kann. Diese Tiere sind bis zu zwei Zentimeter lang und haben einen sehr flachen Körperbau. Bräunlich ist die Färbung des Körpers, meist gibt es eine feine, schwach ausgeprägte Marmorierung auf der Oberseite. Typisch für die Art ist der dreieckig geformte Kopf. An diesem Körperteil befinden sich zwei sogenannte Wimperngrübchen, mit denen die Tiere Reize wahrnehmen können. Dreieckskopf-Strudelwürmer bewegen sich meist kriechend am Boden des von ihnen bewohnten Gewässers voran und suchen nach Beute. Auf ihrem Speisezettel stehen Kleinstlebewesen. In manchen Literaturquellen wird die Art als Bachplanarie bezeichnet und sie gehört zur Familie der Dugesiidae. Foto: 21.07.2009, NSG Neandertal, Erkrath-Millrath

Bisher nicht bestimmte Tiere

Die folgenden Tierarten konnte ich bisher nicht identifizieren. Sollten Sie die Tiere erkennen und mir sagen können, um welche Spezies es sich handelt, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail freuen.

  Unbestimmte Tierart Nr. 1      
  Unbestimmte Tierart Nr. 1,
Foto: 09.08.2008, Düsseldorf-Ludenberg
     

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Fische

Flussbarsch (European Perch, Perca fluviatilis)

Flussbarsch (European Perch, Perca fluviatilis)In einigen deutschen Gewässern kommt der Flussbarsch vor. Dieser durchschnittlich 20 Zentimeter lange Süßwasserfisch ist an seiner für die Art typischen, geteilten Rückenflosse sowie an der rötlichen Färbung der Brust- und Bauchflossen zu erkennen. An beiden Rückenflossen weisen die Fische ebenso wie an der Afterflosse spitze Stachelstrahlen auf. Auf den Häuten zwischen diesen Stacheln befinden sich oftmals schwarze Flecken unterschiedlicher Größe. Der graugrün gefärbte Körper zeigt ein schwaches Muster, das aus sechs bis acht senkrecht verlaufenden Streifen besteht. Das in diesem Absatz gezeigte Tier ist anlässlich des GEO-Tags der Artenvielfalt 2010 mit einer Sondergenehmigung zu Dokumentationszwecken gefangen und danach umgehend wieder freigelassen worden. Foto: 12.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist

Schwarzmund-Grundel (Round Goby, Neogobius melanostomus)

Schwarzmund-Grundel (Round Goby, Neogobius melanostomus)In Brack- und Süßwasser kommt in Europa – so auch im Rhein – die Schwarzmund-Grundel vor. Die Fische weisen den typischen Körperbau der Grundeln auf, das heißt, sie laufen nach hinten recht spitz zu und haben einen eher runden Kopf. Zwischen 15 und 25 Zentimeter beträgt die durchschnittliche Länge dieser Spezies. Hellgrau bis silbrig ist die Grundfärbung dieser Tiere. An den Seiten weisen sie eine Reihe aus länglichen dunklen Flecken auf, darüber hinaus verläuft vom Mundwinkel bis zum Auge eine dunkle Zeichnung. Ein weiteres arttypisches Merkmal ist der dunkle Augenfleck, der sich auf der vorderen Rückenflosse befindet. Männliche Tiere sind während der Laichzeit komplett schwarz. Die ursprüngliche Heimat der Tiere ist unter anderem im Schwarzen Meer, die Fische sind mit dem Ballastwasser von Schiffen und durch den Main-Donau-Kanal in mitteleuropäische Gewässer eingewandert. Das in diesem Absatz gezeigte Tier ist zu Forschungszwecken im Rahmen des GEO-Tags der Artenvielfalt 2010 mit einer Sondergenehmigung gefangen und umgehend wieder freigelassen worden. Foto: 12.06-2011, Düsseldorf-Himmelgeist

 

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Interessante Internetseiten:

Amphibienführer für Deutschland

BPO Natura

Eidechsenseite Lacerta.de

Salamanderseiten

Naturgucker.de