Fotoreiseberichte.de - Düsseldorf und Umland

Startseite

Düsseldorf
· Düsseldorf allgemein
· Aaper Wald
· Dernkamp
· Dreiecksweiher
· Eller Forst
· Flughafengebiet
· Grafenberger Wald
· Himmelgeister
  Rheinbogen
  · GEO-Tag 2010
· Hubbelrather Bachtal
· Pillebachtal
· Rahmer Benden
· Rheinufer Hamm
· Rheinufer Lausward
· Rheinufer Volmerswerth
· Rotthäuser Bachtal
· Urdenbacher Kämpe
  und Altrhein
· Literatur & Linktipps

Düsseldorfer Umland
· Bislicher Insel
· Morper Bachtal
  und Morper Bruch
· NSG Elmpter
  Schwalmbruch
· NSG Lüsekamp
· NSG Neandertal
· Tagebau Garzweiler

Die Natur
· Flechten
· Käfer
  · Teil 1
  · Teil 2
  · Teil 3
  · Teil 4
  · Teil 5
  · Teil 6
  · Teil 7
  · Teil 8
· Libellen
· Pilze
· Schmetterlinge
· Schwebfliegen
· Säugetiere und
  andere Tiere
· Spinnentiere
· Sonstige Insekten
· Vögel
· Wanzen und Zikaden

Käfer aus Düsseldorf und Umgebung - Teil 8

Achtung, zu dieser Seite gibt es eine überarbeitete Version, die Sie hier finden.

Stäublingskäfer (Handsome Fungus Beetles, Endomychidae)

In Europa kommen 79 Arten aus der Familie der Stäublingskäfer vor, weltweit sind es circa 1.300 Spezies in rund 120 Gattungen. Bei uns in Deutschland leben elf Arten aus dieser Käferfamilie. Folgende Spezies wird in diesem Kapitel vorgestellt:

· Scharlachroter Stäublingskäfer (False Ladybird, Endomychus coccineus)

Scharlachroter Stäublingskäfer (False Ladybird, Endomychus coccineus)

Scharlachroter Stäublingskäfer (False Ladybird, Endomychus coccineus)Auf den ersten Blick könnte man den Scharlachroten Stäublingskäfer für einen Marienkäfer halten. Aus dem Grund trägt diese Käferart im englischen Sprachraum den Namen "Unechter Marienkäfer". Doch es handelt sich bei Endomychus coccineus um einen Angehörigen einer anderen Käferfamilie. Zwischen vier und sechs Millimeter werden die Tiere lang, ihre Grundfärbung ist rot. Auf den beiden Flügeldecken befinden sich je zwei große, schwarze Flecken. Bei den meisten Individuen ist zudem ein schwarzer Fleck mittig auf dem Halsschild vorhanden. Der Kopf und die Fühler sind schwarz gefärbt, die Beine sind dunkel. Baumpilze bilden die Nahrung dieser Käfer, weshalb sie meist in der Nähe dieser Gewächse zu finden sind. In der Natur zu beobachten sind die Tiere vor allem vom Frühling bis in den Herbst, mitunter sind sie jedoch auch im Winter aktiv. Foto: 11.09.2010, Düsseldorf-Himmelgeist

Weichkäfer (Soldier Beetles, Cantharidae)

Weltweit kommen etwa 4.000 unterschiedliche Arten von Weichkäfern vor. Davon leben circa 530 Arten und Unterarten in Europa, in Mitteleuropa sind es etwa 100. Typisch für Weichkäfer ist der schmale, längliche Körperbau. Sie verfügen nur über einen schwachen Chitinpanzer und sind deshalb sehr weich. Folgende Weichkäferarten finden Sie in diesem Kapitel in alphabetischer Reihenfolge:

· Cantharis cryptica
· Cantharis decipiens
· Cantharis obscura/paradoxa
· Gemeiner Weichkäfer (Soldier Beetle, Cantharis fusca)
· Roter Fliegenkäfer (Soldier Beetle, Cantharis rufa)
· Rotgelber Weichkäfer (Soldier Beetle, Rhagonycha fulva)
· Rotschwarzer Weichkäfer (Soldier Beetle, Cantharis pellucida)

Cantharis cryptica

Cantharis crypticaDer Weichkäfer Cantharis cryptica hat keinen deutschen Namen. Diese Spezies ist zwischen sieben und acht Millimeter lang. Der Körper ist hell rötlichbraun gefärbt und wie für Weichkäfer typisch geformt, also länglich und sehr schlank. Einzig an den Schenkeln befinden sich bei Cantharis cryptica am zweiten und dritten Beinpaar schmale dunkle Bereiche, die für die Art typisch sind. An der Basis sind die Flügeldecken rund um die Nahtstelle etwas dunkler als in den restlichen Bereichen. Die dunklen Augen stehen in starkem Kontrast zum rötlich gefärbten Kopf, die Fühler sind einfarbig rötlichbraun. Der gesamte Körper ist fein behaart, was vor allem auf den Flügeldecken aus der Nähe gut zu erkennen ist. Etwa im Mai beginnt die Flugzeit dieser Weichkäfer-Art, die beispielsweise an Waldrändern oder Hecken beobachtet werden kann. Foto: 26.06.2011, Düsseldorf-Ludenberg

Cantharis decipiens

Cantharis decipiensCirca sechs bis acht Millimeter ist die Käferart Cantharis decipiens lang. Diese Tiere sind fast am gesamten Körper unscheinbar gelbbraun gefärbt, auch die Fühler und die Beine haben diese Farbe. Lediglich der Kopf ist graubraun bis bräunlich-schwarz gefärbt und auf dem Halsschild tragen die Tiere einen schwarzen Fleck. Typisch für die Spezies ist zudem, dass die Flügeldecken behaart sind. Im April beginnt die Flugzeit von Cantharis decipiens, sie dauert bis in den August. Beobachten kann man diese Weichkäferart in Gegenden mit Gebüschen, auf Wiesen und an Waldrändern. Foto: 15.05.2010, Düsseldorf-Ludenberg

Zum Seitenanfang ↑

Cantharis obscura/paradoxa

Zwischen acht und 15 Millimeter beträgt die Körperlänge der Käferarten Cantharis obscura und Cantharis paradoxa. Diese Tiere sehen einander so ähnlich, dass sie nur anhand einer Genitaluntersuchung zweifelsfrei zu unterscheiden sind. Beide Arten sind nahezu am gesamten Körper schwarz gefärbt. Nur am Halsschild befinden sich an beiden Seiten orangegelblich bis gelblich gefärbte Bereiche. Die Flügeldecken weisen eine sehr feine Behaarung auf, die Haare liegen eng an. In de deutschen Natur lässt sich C. paradoxa von Mai bis Juli beobachten, wohingegen C. obscura meist schon etwas früher liegt, also von April bis Juli. Allerdings kann es in warmen Jahren geschehen, dass beide Arten nahezu gleichzeitig auftreten, weshalb eine zweifelsfreie Identifizierung anhand der Flugzeit ebenfalls nicht möglich ist. Anzutreffen sind diese Käfer in Wäldern, an Waldrändern sowie in Gegenden mit Gebüschen. In Parks und Gärten kommen sie ebenfalls vor.

  Cantharis obscura/paradoxa   Cantharis obscura/paradoxa  
  Foto: 18.04.2009,
Düsseldorf-Gerresheim
  Foto: 18.04.2009,
Düsseldorf-Hubbelrath
 

Gemeiner Weichkäfer (Soldier Beetle, Cantharis fusca)

Gemeiner Weichkäfer (Soldier Beetle, Cantharis fusca)Etwa elf bis 15 Millimeter lang und dabei nur wenige Millimeter breit sind die Gemeinen Weichkäfer. Sie wirken dadurch sehr schlank. Ihre Deckflügel sind schwarz gefärbt und fein behaart. Der Körper ist orangerot gefärbt, auf dem Thorax (vorderes Körpersegment) befindet sich ein schwarzer Fleck. Der vordere Teil des Kopfes ist ebenfalls orangerot gefärbt. Dunkelrot sind die ersten Fühlerglieder gefärbt, der Rest der fadenförmigen und einige Millimeter langen Fühler ist schwarz gefärbt. Die Beine sind bei dieser Käferart vollständig dunkel gefärbt, wodurch sich die Tiere von anderen, nahe verwandten Weichkäfern unterscheiden lassen. Die Flugzeit des Gemeinen Weichkäfers findet im Mai und Juni statt, diese Insekten sind beispielsweise an Waldrändern oder in Lebensräumen mit Gebüschen zu finden. Aber auch auf Wiesen und Feldern trifft man sie an. Auf Pflanzen jagen sie nach kleinen Insekten oder sie fressen tote andere Insekten. Mitunter ernähren sich Gemeine Weichkäfer jedoch auch von zarten Pflanzentrieben. Foto: 05.06.2010, Düsseldorf-Ludenberg

Roter Fliegenkäfer (Soldier Beetle, Cantharis rufa)

Roter Fliegenkäfer (Soldier Beetle, Cantharis rufa)Zur Familie der Weichkäfer (Cantharidae) gehört der Rote Fliegenkäfer. Zwischen 8,5 und zehn Millimeter beträgt die Körperlänge dieser Spezies. Typisches Merkmal dieser schlank gebauten Tiere ist es, dass sie am gesamten Körper hellrot gefärbt sind. Ihre Flügeldecken sind rötlichbraun bis gelbbraun gefärbt. Relativ breit und abgerundet ist der Halsschild des Roten Fliegenkäfers. An der Basis sind die Fühler dunkelrot gefärbt, zum Ende hin verläuft dieser Farbton in ein helleres Rot. Gelblichrot sind die Beine gefärbt. Bei einigen Individuen sind die Augen dunkel. Darüber hinaus gibt es einige Exemplare, deren Schenkel der mittleren und hinteren Beinpaare dunkel gefärbt sind oder die auf dem Halsschild einen dunklen, M-förmigen Fleck tragen. In der Natur anzutreffen sind Rote Fliegenkäfer meist ab dem späten Frühling. Foto: 12.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist

Zum Seitenanfang ↑

Rotgelber Weichkäfer (Soldier Beetle, Rhagonycha fulva)

Rotgelber Weichkäfer (Soldier Beetle, Rhagonycha fulva)Ab Juni kann man Rotgelbe Weichkäfer auf Gräsern, Doldenblütlern und auf anderen Pflanzen meist in sehr großer Zahl beobachten. Diese zur Familie der Weichkäfer gehörenden Tiere werden zwischen sieben und zehn Millimeter lang. Nahezu ihr gesamter Körper ist rotgelb gefärbt. Lediglich an den hinteren Enden der Deckflügel weisen sie eine dunklere Färbung auf. Ihre ersten beiden Fühlerglieder sind rötlich gefärbt, die restlichen braun. Im oberen Bereich sind die Beine orange gefärbt, die Füße - bei den Käfern Tarsen genannt - weisen eine braune Färbung auf. Meist halten sich die Käfer auf Blüten auf, dort jagen sie nach kleinen Insekten, von denen sie sich ernähren. Sie sind tagaktiv und können sehr gut fliegen. Weil die Paarung bei dieser Käferart relativ lang dauert, ist es leicht, sie zu beobachten. Manche Literaturquellen bezeichnen die Art als Ockerbrauner Weichkäfer. Foto: 05.07.2008, Düsseldorf Hafen

Rotschwarzer Weichkäfer (Soldier Beetle, Cantharis pellucida)

Rotschwarzer Weichkäfer (Soldier Beetle, Cantharis pellucida)Zu den vielen Cantharis-Arten, die in Deutschland vorkommen, gehört auch der Rotschwarze Weichkäfer. Seine Körperlänge beläuft sich auf 10,5 bis 13,5 Millimeter. Der Kopf dieser Art ist rot gefärbt, der Bereich hinter den Augen dunkel. Halsschild und Körper sind rot gefärbt, ebenso wie die oberen Bereiche der Beine. Der Rest der Beine ist dunkel, die Deckflügel sind schwarz gefärbt. In den Monaten Mai und Juni sind die Käfer in Gebieten Gebüschen zu finden. Sie ernähren sich räuberisch von kleinen Insekten sowie von Blütenpollen. Darüber hinaus fressen sie tote andere Insekten. Foto: 29.05.2010, Düsseldorf-Gerresheim

Werftkäfer (Ship-timber Beetles, Lymexylidae)

Die Familie der Werftkäfer ist recht klein. Weltweit umfasst sie nur circa 70 Arten, von denen drei in Deutschland beheimatet sind. In diesem Kapitel wird folgende Spezies präsentiert:

· Sägehörniger Werftkäfer (Large Timberwood Beetle, Hylecoetus dermestoides)

Sägehörniger Werftkäfer (Large Timberwood Beetle, Hylecoetus dermestoides)

Weiblicher Sägehörniger Werftkäfer (Large Timberwood Beetle, Hylecoetus dermestoides)Bereits im zeitigen Frühjahr von Anfang April bis in den Juni lassen sich in der deutschen Natur Sägehörnige Werftkäfer beobachten. Diese Tiere werden in manchen Literaturquellen auch als Bohrkäfer bezeichnet. Ihre Körperlänge beläuft sich auf sechs bis 18 Millimeter. Weibchen sind gelblichbraun bis rötlich gefärbt, Männchen können sehr variabel gefärbt sein. Ihre Farben reichen von rötlich über bräunlich bis sehr dunkel oder fast schwarz. Typisch für die Käfer ist, dass der Halsschild an den Seiten verdickt ist. Außerdem ist auf der Stirn ein kleiner, heller Bereich zu sehen. Die Tiere halten sich in baumreichen Gegenden auf, denn ihre Larven leben in verschiedenen Bäumen wie Buchen, Eichen oder Fichten. Foto: 10.04.2011, Düsseldorf-Ludenberg

Zum Seitenanfang ↑

Zipfelkäfer (Soft-winged Flower Beetles, Malachiidae)

Die Zipfelkäfer, die auch als Warzenkäfer bezeichnet werden, kommen weltweit in etwa 3.000 Arten vor. Circa 50 dieser Spezies sind in 14 Gattungen in Mitteleuropa heimisch. In Deutschland leben 43 Zipfelkäferarten. Folgende Spezies werden in diesem Kapitel in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt:

· Axinotarsus pulicarius
· Roter Zipfelkäfer (Melyrid Beetle, Anthocomus rufus)
· Zweifleckiger Zipfelkäfer (Common Malachite Beetle, Malachius bipustulatus)

Axinotarsus pulicarius

Axinotarsus pulicariusZipfelkäfer sind generell recht klein, doch für Axinotarsus pulicarius gilt dies ganz besonders. Nur drei bis 3,5 Millimeter sind diese Tiere groß. Der Körper ist schwarz gefärbt, auch die Beine und die Fühler sind schwarz. Die Flügeldecken sind fast vollständig schwarz, lediglich im hinteren Bereich befindet sich eine gelbliche bis gelblichorange gefärbte Binde. Recht rund ist der Halsschild geformt. In der Mitte ist er schwarz, an den Rändern rot bis orangerot. Auf den Flügeldecken befinden sich feine Härchen. Meist kann man Axinotarsus pulicarius auf Doldenblütlern beobachten, wo die kleinen Käfer nach Nahrung suchen; sie fressen Pollen. Beobachten kann man die Tiere vom Frühling bis in den Sommer hinein. Foto: 17.07.2010, Düsseldorf-Gallberg

Roter Zipfelkäfer (Melyrid Beetle, Anthocomus rufus)

Weiblicher Roter Zipfelkäfer (Melyrid Beetle, Anthocomus rufus)Der Spätsommer und der Herbst sind Zeiten, in denen man in der Natur den Roten Zipfelkäfer beobachten kann. Diese Tiere erreichen eine Körperlänge von nur circa fünf Millimeter. Ihre Form ist länglich und der Körper ist schwarz gefärbt. Auffällig rot gefärbt sind die Flügeldecken. Der Halsschild ist breiter als lang und nur an den Seiten rot gefärbt; in der Mitte weist er eine schwarze Färbung auf. Fühler und Beine sowie der Kopf sind ebenfalls schwarz gefärbt. Männchen und Weibchen lassen sich daran unterscheiden, dass die Flügeldecken bei weiblichen Tieren den Hinterleib nicht komplett bedecken, siehe Foto in diesem Absatz. Bei den Männchen bedecken sie den Hinterleib fast vollständig, nur ein kleiner Zipfel des Hinterleibs ragt unter ihnen hervor. Weil sich die Käfer hauptsächlich von Pollen des Schilfes (Phragmites communis) ernähren und dieser spät im Jahr blüht, sind sie selbst nur während dieser Zeitspanne anzutreffen - und dann meist auf ihrer Nahrungspflanze. Alternative Namen der Art sind Herbst-Zipfelkäfer und Roter Warzenkäfer. Foto: 05.09.2010, Erkrath-Reutersberg

Zweifleckiger Zipfelkäfer (Common Malachite Beetle, Malachius bipustulatus)

Zweifleckiger Zipfelkäfer (Common Malachite Beetle, Malachius bipustulatus)Mit ihrer Körperlänge von nur sechs Millimeter sind die Zweifleckigen Zipfelkäfer eher klein und werden deshalb häufig übersehen. Ihr Körper schimmert metallisch-grünlich, sie tragen außerdem winzige Härchen auf den Flügeldecken. Am Ende der Deckflügel befindet sich je ein roter Punkt, auch seitlich am vorderen Körper sowie am Fühleransatz gibt es rote Körperpartien. Der Hinterleib ragt wie ein kleiner Zipfel unter den Deckflügeln hervor. Weil sich die Käfer von Pollen ernähren, kann man sie häufig auf Blüten oder Gräsern bei der Nahrungsaufnahme beobachten. In manchen Literaturquellen wird diese Art als Zweifleckiger Warzenkäfer bezeichnet. Foto: 13.06.2009, Erkrath-Reutersberg

 

Zum Seitenanfang ↑

 

Interessante Internetseiten:

Kerbtier.de

Käfer bei Insektenbox.de

Naturgucker.de