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Käfer aus
Düsseldorf und Umgebung - Teil 3
Käfer lassen sich während der warmen Jahreszeit in
unserer Natur leicht beobachten. Man trifft sie zum Beispiel in Parks
und Gärten, in Wäldern, an Flussufern und auf Wiesen. Weil viele dieser
Tiere vergleichsweise klein sind, werden sie leicht übersehen. Deshalb
möchte ich diese oft nicht wahrgenommenen Tiere an dieser Stelle
präsentieren. Ich beobachte und
fotografiere die Tiere in Düsseldorf und der näheren Umgebung. Da ich
keine Insekten-Expertin bin, konnte ich bisher nicht alle Arten selbst
bestimmen. Falls Sie helfen können, würde ich mich über eine Nachricht
per E-Mail freuen,
die unbestimmten Arten finden Sie im
fünften Teil der
Käfersammlung. Und generell gilt: Alle hier genannten
Artbezeichnungen sind ohne Gewähr, da ich wie gesagt kein Insekten-Profi
bin.
Auf dieser Seite finden Sie Artenporträts und Fotos
der unten in alphabetischer Reihenfolge aufgelisteten
Käferarten. Um zu den einzelnen Abbildungen und
Beschreibungen zu gelangen, klicken Sie bitte auf den Namen der
jeweiligen Art.
· Pappelblattkäfer (Poplar Leaf Beetle, Chrysomela populi)
· Pinselkäfer (Bee Beetle, Trichius sp.)
· Prachtkäfer (Jewel Beetle, Agrilus sp.)
· Prächtiger Blattkäfer (Dead-nettle Leaf beetle, Chrysolina fastuosa)
· Rainfarn-Blattkäfer (Leaf Beetle, Galeruca tanaceti)
· Rotbauchiger Laubschnellkäfer (Click Beetle, Athous haemorrhoidalis)
· Roter Fliegenkäfer (Soldier Beetle, Cantharis rufa)
· Roter Zipfelkäfer (Melyrid Beetle, Anthocomus rufus)
· Rotflügeliger Hakenhals-Schnellkäfer (Click Beetle, Denticollis
rubens)
· Rotgelber
Weichkäfer (Soldier Beetle, Rhagonycha fulva)
· Rothalsige Silphe
(Red-breasted Carrion Beetle, Oiceoptoma thoracicum)
· Rotköpfiger Feuerkäfer (Red-headed Cardinal Beetle, Pyrochroa
serraticornis)
· Rotschwarzer Weichkäfer (Soldier Beetle, Cantharis pellucida)
· Sägehörniger Werftkäfer (Large Timberwood Beetle, Hylecoetus dermestoides)
· Scharlachroter Feuerkäfer (Cardinal Beetle, Pyrochroa coccinea)
· Scharlachroter Stäublingskäfer (False Ladybird, Endomychus coccineus)
· Scheckhorn-Distelbock (Golden-bloomed Grey Longhorn, Agapanthia villosoviridescens)
· Schwarzer Moderkäfer (Devil's Choach-horse Beetle, Ocypus olens)
· Schwarzer Schmalbock (Longhorn Beetle, Stenurella nigra)
· Schwarzfleckiger Kranzrüssler (Weevil, Strophosoma melanogrammum)
· Schwarzfleckiger Zangenbock (Blackspotted Pliers Support Beetle, Rhagium mordax)
Pappelblattkäfer (Poplar Leaf Beetle, Chrysomela populi)
Eine
Körperlänge von zehn bis zwölf Millimeter erreichen die
Pappelblattkäfer. Die Tiere sind am Halsschild schwarz oder
grünlich-bronzefarben, der restliche Körper ist dunkel gefärbt. Sie
haben bräunlich-orange bis rot gefärbte Flügeldecken, an deren Enden
sich je ein dunkler Fleck befindet. Ihr Körper ist oval geformt und
relativ stark gewölbt. Blätter von Pappeln und Weiden stehen auf dem
Speisezettel dieser Käferart. Erwachsene Tiere kommen in zwei bis drei
Generationen pro Jahr vor und können praktisch den gesamten Sommer über
an den Rändern von Wäldern, Weiden und Wegen beobachtet werden. Foto:
22.08.2009, Düsseldorf-Hubbelrath
Pinselkäfer (Bee Beetle, Trichius sp.)
Pinselkäfer
kommen in Deutschland in mehreren Arten vor. Sie sehen einander sehr
ähnlich, so dass eine Bestimmung der exakten Spezies für einen Laien
schwierig ist. Der Körper dieser Tiere ist rund neun bis zwölf
Millimeter lang. Die Flügel weisen eine gelbliche bis rötliche
Grundfärbung auf, darauf befindet sich eine variable schwarze Zeichnung.
Auf dem restlichen Körper tragen die Käfer dicht angeordnete gelbliche
bis weißliche Haare. Vorwiegend auf Doldenblüten, aber auch auf einigen
anderen Blüten sind die Käfer in den Monaten Juni und Juli zu
beobachten. Leider kann ich nicht genau sagen, um welche
Trichius-Spezies es sich handelt. Falls Sie bei der Bestimmung helfen
können, würde ich mich über eine Nachricht per
E-Mail freuen.
Foto: 13.07.2008, Düsseldorf-Düsseltal
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Prachtkäfer (Jewel Beetle, Agrilus sp.)
In
Mitteleuropa und somit auch in Deutschland kommen viele verschiedene
Prachtkäferarten vor. Sie sind schmal und länglich gebaut, haben
vergleichsweise große Augen und relativ kurze Fühler. Auffällig ist
zudem, dass der Kopf sehr kurz ist, er ist doppelt so breit wie lang.
Die Tiere sind meist glänzend gefärbt, das nebenstehend abgebildete Tier
wies eine bräunlich bis kupferfarbene Färbung auf. Um welche Art es sich
handelt, konnte ich bisher leider nicht ermitteln. Falls Sie bei der
genauen Bestimmung dieser Prachtkäferart helfen können, würde ich mich
über eine Nachricht per
E-Mail
freuen. Foto: 28.06.2008, Düsseldorf-Volmerswerth
Prächtiger Blattkäfer (Dead-nettle Leaf beetle, Chrysolina fastuosa)
Sehr
hübsch anzusehen ist der Prächtige Blattkäfer, der seinem Namen alle
Ehre macht. Diese maximal etwa fünf Millimeter langen Tiere glänzen am
gesamten Körper stark metallisch grünlich, rötlich und bläulich. Bei
manchen Individuen ist stellenweise ein Violettschimmer auszumachen.
Häufig ist die Hauptfärbung jedoch grün. Ein typisches Erkennungsmerkmal
ist ein blauer Längsstreifen, der sich über die Körpermitte erstreckt.
Bei den meisten Exemplaren dieser Käferart ist er vorhanden. Außerdem
befinden sich im Brustbereich (Thorax) oft zwei blaue Flecken.
Anzutreffen sind die Käfer von April bis August in buschreichen
Lebensräumen wie etwa Brachland, Hecken, Waldränder oder Wiesen. Die
bunten Käfer sind tagaktiv, sie ernähren sich von Blättern. Alternative
Bezeichnungen für die Spezies sind Goldglänzender Blattkäfer oder
Ovaläugiger Blattkäfer. Foto: 26.06.2010, Düsseldorf-Hubbelrath
Rainfarn-Blattkäfer (Leaf Beetle, Galeruca tanaceti)
Eine
Körperlänge von sechs bis zehn Millimeter können Rainfarn-Blattkäfer
erreichen. Am gesamten Körper sind diese Tiere mattschwarz gefärbt und
sie sind unbehaart. Auf Kopf, Halsschild und Flügeldecken tragen diese
Käfer unzählige kleine punktförmige Vertiefungen. Zudem sind auf den
Flügeln senkrecht verlaufende Rippen zu erkennen. Männchen und
Weibchen sind während der Zeit der Eiablage oft gut voneinander zu
unterscheiden. Bei vielen weiblichen Tieren vergrößert sich der
Hinterleib wegen der im Bauch heranreifenden Eier sehr stark. Die
Flügeldecken können den hinteren Körperteil dann nicht mehr bedecken, siehe Foto unten
links. Von Juni bis September sind die die Käfer an trockenen, sonnigen
Orten in der Natur anzutreffen. Foto: 13.09.2010, Düsseldorf-Knittkuhl
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Weibchen bei der
Eiablage,
Foto: 13.09.2010, Düsseldorf-Knittkuhl |
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Foto: 13.09.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Rotbauchiger Laubschnellkäfer (Click Beetle, Athous haemorrhoidalis)
Bis
zu 1,5 Zentimeter können Rotbauchige Laubschnellkäfer lang werden. Ihr
Kopf und Thorax sind schwarz gefärbt, die Flügel weisen eine braune
Färbung auf und sind fein behaart. Rötlichbraun ist die Bauchseite
dieser Tiere gefärbt und die Beine sind hellbraun bis schwarz. Auf den
Flügeln tragen die sehr schmal wirkenden Tiere feine Längsrillen.
Wälder, Gebüsche, Gärten und Wiesen sind Orte, an denen man diese Käfer
häufig beobachten kann. Sie sind Frühlingstiere und tagaktiv. Fühlen sie
sich gestört, springen sie weg, wobei sie ein klickendes Geräusch
verursachen. Foto: 09.05.2008, Düsseldorf-Grafenberg
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Foto: 29.05.2010,
Düsseldorf-Gerresheim |
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Foto: 15.05.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Roter Fliegenkäfer (Soldier Beetle, Cantharis rufa)
Zur
Familie der Weichkäfer (Cantharidae) gehört der Rote Fliegenkäfer.
Zwischen 8,5 und zehn Millimeter beträgt die Körperlänge dieser Spezies.
Typisches Merkmal dieser schlank gebauten Tiere ist es, dass sie am
gesamten Körper hellrot gefärbt sind. Ihre Flügeldecken sind
rötlichbraun bis gelbbraun gefärbt. Relativ breit und abgerundet ist der
Halsschild des Roten Fliegenkäfers. An der Basis sind die Fühler
dunkelrot gefärbt, zum Ende hin verläuft dieser Farbton in ein helleres
Rot. Gelblichrot sind die Beine gefärbt. Bei einigen Individuen sind die
Augen dunkel. Darüber hinaus gibt es einige Exemplare, deren Schenkel
der mittleren und hinteren Beinpaare dunkel gefärbt sind oder die auf
dem Halsschild einen dunklen, M-förmigen Fleck tragen. In der Natur
anzutreffen sind Rote Fliegenkäfer meist ab dem späten Frühling.
Foto: 28.05.2011, Düsseldorf-Gerresheim
Roter Zipfelkäfer (Melyrid Beetle, Anthocomus rufus)
Der
Spätsommer und der Herbst sind Zeiten, in denen man in der Natur den
Roten Zipfelkäfer beobachten kann. Diese Tiere erreichen eine
Körperlänge von nur circa fünf Millimeter. Ihre Form ist länglich und
der Körper ist schwarz gefärbt. Auffällig rot gefärbt sind die
Flügeldecken. Der Halsschild ist breiter als lang und nur an den Seiten
rot gefärbt; in der Mitte weist er eine schwarze Färbung auf. Fühler und
Beine sowie der Kopf sind ebenfalls schwarz gefärbt. Männchen und
Weibchen lassen sich daran unterscheiden, dass die Flügeldecken bei
weiblichen Tieren den Hinterleib nicht komplett bedecken, siehe Foto in
diesem Absatz. Bei den Männchen bedecken sie den Hinterleib fast
vollständig, nur ein kleiner Zipfel des Hinterleibs ragt unter ihnen
hervor. Weil sich die Käfer hauptsächlich von Pollen des Schilfes (Phragmites communis)
ernähren und dieser spät im Jahr blüht, sind sie selbst nur während
dieser Zeitspanne anzutreffen - und dann meist auf ihrer
Nahrungspflanze. Alternative Namen der Art sind Herbst-Zipfelkäfer und
Roter Warzenkäfer. Foto: 05.09.2010, Erkrath-Reutersberg
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Rotflügeliger Hakenhals-Schnellkäfer (Click Beetle,
Denticollis rubens)
In
seinem europäischen Verbreitungsgebiet ist der Rotflügelige
Hakenhals-Schnellkäfer heutzutage leider kein häufiger Anblick mehr.
Weil diese Insektenart auf Totholz angewiesen ist, um sich zu vermehren,
ist sie mancherorts selten geworden oder gar bedroht. Diese zwischen elf
und 16 Millimeter lange Käferart braucht liegendes Totholz, weil ihre
Larven darin leben. Die Körperfärbung erwachsener Käfer ist dunkel, die
Flügeldecken und der Halsschild sind bräunlich-rot gefärbt. Der Kopf ist
schwarz gefärbt, dies gilt auch für die auffälligen Fühler. Im Frühling
sind erwachsene Tiere dieser Art in der Natur zu finden. Foto:
25.04.2009, Düsseldorf-Grafenberg
Rotgelber Weichkäfer (Soldier Beetle, Rhagonycha fulva)
Ab
Juni kann man Rotgelbe Weichkäfer auf Gräsern, Doldenblüten und auf
anderen Pflanzen meist in sehr großer Zahl beobachten. Diese zur Familie
der Weichkäfer gehörenden Tiere werden zwischen sieben und zehn
Millimeter lang. Nahezu ihr gesamter Körper ist rotgelb gefärbt.
Lediglich an den hinteren Enden der Deckflügel weisen sie eine dunklere
Färbung auf. Ihre ersten beiden Fühlerglieder sind rötlich gefärbt, die
restlichen braun. Im oberen Bereich sind die Beine orange gefärbt, die
Füße - bei den Käfern Tarsen genannt - weisen eine braune Färbung auf.
Meist halten sich die Käfer auf Blüten auf, dort jagen sie nach kleinen
Insekten, von denen sie sich ernähren. Sie sind tagaktiv und können sehr
gut fliegen. Weil die Paarung bei dieser Käferart relativ lang dauert,
ist es leicht, sie zu beobachten. Manche Literaturquellen bezeichnen die
Art als Ockerbrauner Weichkäfer. Foto: 05.07.2008, Düsseldorf Hafen
Rothalsige Silphe (Red-breasted Carrion Beetle, Oiceoptoma thoracica)
Die
Rothalsige Silphe ist ein Käfer aus der Familie der Aaskäfer. Ihre
Körperlänge beträgt elf bis 16 Millimeter und diese Tiere fast am
gesamten Körper schwarz gefärbt. Lediglich der Halsschild ist orange bis
rot gefärbt und trägt feine, eng anliegende goldene Härchen. Bei
genauerer Betrachtung fallen zudem auf den Deckflügeln einige
hervorstehende Längsrippen auf. Außerdem sind die Käfer an ihren am Ende
kolbenartig verdickten Fühlern zu erkennen. An Kot und Aas sind die
Tiere häufig zu finden, aber auch an Stinkmorcheln kommen sie vor. Das
Foto in diesem Absatz zeigt zwei Käfer bei der Paarung, wobei der untere
kaum zu erkennen ist, weil er vom oberen fast vollständig verdeckt wird.
Die beiden Tiere hielten sich in unmittelbarer Nähe eines Fuchskadavers
auf. Einige Literaturquellen bezeichnen die Art alternativ als Oeceoptoma thoracicum. Foto: 01.06.2009, Düsseldorf-Grafenberg
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Rotköpfiger Feuerkäfer (Red-headed Cardinal Beetle,
Pyrochroa serraticornis)
Rund
zehn bis 14 Millimeter beträgt die Körperlänge des Rotköpfigen
Feuerkäfers. Damit ist er ein wenig kleiner als der Scharlachrote
Feuerkäfer, siehe
unten. Er unterscheidet sich von ihm aber nicht nur durch die
geringere Körpergröße, sondern auch dadurch, dass sein Kopf leuchtend
rot gefärbt ist. Die Beine und die Fühler sowie der restliche Körper
sind tiefschwarz gefärbt. Anzutreffen sind die Tiere an Waldrändern und
auf Lichtungen. Die Flugzeit dieser Käferart liegt in den Monaten Mai
und Juni. Foto: 01.05.2009, Düsseldorf-Himmelgeist
Rotschwarzer Weichkäfer (Soldier Beetle, Cantharis pellucida)
Zu
den vielen Cantharis-Arten, die in Deutschland vorkommen, gehört auch
der Rotschwarze Weichkäfer. Seine Körperlänge beläuft sich auf 10,5 bis
13,5 Millimeter. Der Kopf dieser Art ist rot gefärbt, der Bereich hinter
den Augen dunkel. Halsschild und Körper sind rot gefärbt, ebenso wie die
oberen Bereiche der Beine. Der Rest der Beine ist dunkel, die Deckflügel
sind schwarz gefärbt. In den Monaten Mai und Juni sind die Käfer in
Gebieten Gebüschen zu finden. Sie ernähren sich räuberisch von kleinen
Insekten sowie von Blütenpollen. Darüber hinaus fressen sie tote andere
Insekten. Foto: 29.05.2010, Düsseldorf-Gerresheim
Sägehörniger Werftkäfer (Large Timberwood Beetle, Hylecoetus dermestoides)
Bereits
im zeitigen Frühjahr von Anfang April bis in den Juni lassen sichin der
deutschen Natur Sägehörnige Werftkäfer beobachten. Diese Tiere werden in
manchen Literaturquellen auch als Bohrkäfer bezeichnet. Ihre Körperlänge
beläuft sich auf sechs bis 18 Millimeter. Weibchen sind gelblichbraun
bis rötlich gefärbt, Männchen können sehr variabel gefärbt sein. Ihre
Farben reichen von rötlich über bräunlich bis sehr dunkel oder fast
schwarz. Typisch für die Käfer ist, dass der Halsschild an den Seiten
verdickt ist. Außerdem ist auf der Stirn ein kleiner, heller Bereich zu
sehen. Die Tiere halten sich in baumreichen Gegenden auf, denn ihre
Larven leben in verschiedenen Bäumen wie Buchen, Eichen oder Fichten.
Foto: 10.04.2011, Düsseldorf-Ludenberg
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Scharlachroter Feuerkäfer (Cardinal Beetle, Pyrochroa coccinea)
Aufgrund
ihrer leuchtend scharlachroten Färbung der Deckflügel und des
Halsschildes ist diese Käferart selbst in üppiger Vegetation leicht
aufzuspüren. Der restliche Körper dieser Tiere ist schwarz gefärbt. Bei
männlichen Tieren sind die Fühler gekämmt, das heißt, sie tragen Kämme,
siehe Foto rechts. Weibchen haben dagegen gezähnte Fühler. Die
Körpergröße dieser Insekten beträgt 14 bis 18 Millimeter. Laubwälder,
Waldränder und -lichtungen sind Orte, an denen man diese Tiere in der
Zeit von Mai bis etwa Anfang Juli beobachten kann. Sie halten sich
häufig auf Totholz oder auf Blüten auf. Der Honigtau von Blattläusen
bildet die Nahrung dieser schönen Käfer. Foto: 10.05.2009,
Düsseldorf-Gerresheim
Scharlachroter Stäublingskäfer (False Ladybird, Endomychus coccineus)
Auf
den ersten Blick könnte man den Scharlachroten Stäublingskäfer für einen
Marienkäfer halten. Aus dem Grund trägt diese Käferart im englischen
Sprachraum den Namen "Unechter Marienkäfer". Doch es handelt sich bei Endomychus coccineus um
einen Angehörigen einer anderen Käferfamilie. Zwischen vier und sechs
Millimeter werden die Tiere lang, ihre Grundfärbung ist rot. Auf den
beiden Flügeldecken befinden sich je zwei große, schwarze Flecken. Bei
den meisten Individuen ist zudem ein schwarzer Fleck mittig auf dem
Halsschild vorhanden. Der Kopf und die Fühler sind schwarz gefärbt, die
Beine sind dunkel. Baumpilze bilden die Nahrung dieser Käfer, weshalb
sie meist in der Nähe dieser Gewächse zu finden sind. In der Natur zu
beobachten sind die Tiere in der warmen Jahreszeit. Foto: 11.09.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
Scheckhorn-Distelbock (Golden-bloomed Grey Longhorn, Agapanthia villosoviridescens)
Der
Scheckhorn-Distelbock ist eine sehr imposante Erscheinung. Diese
Käferart erreicht eine Körperlänge von zehn bis 22 Millimeter. Kopf und
Halsschild sind schwarz gefärbt und gelb längs gestreift. Graugelb sind
die Flügeldecken gemustert, die Maserung ist sehr fein. In etwa so lang
wie der Körper sind die Fühler, sie sind meist gebogen. Abwechselnd grau
und schwarz ist ihre Färbung, wobei sie an der Basis schwarz sind.
Anzutreffen sind diese Käfer von Mai bis Juni/Juli, selten bis in den
August hinein an den Rändern von Nadelmischwäldern, an Waldwegen und auf
Gebirgswiesen sowie auf Bahndämmen. Diese Tiere halten sich vor allem
auf Disteln, Brennnesseln und Doldenblütlern auf. Der Grund dafür ist,
dass sich die Larven der Spezies in den Stängeln dieser Pflanzen
entwickeln. Sie überwintern dort auch und verpuppen sich erst im
Frühling des Folgejahres, um dann im Mai als Käfer zu schlüpfen. Foto: 21.05.2011,
Düsseldorf-Hubbelrath
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Schwarzer Moderkäfer (Devil's Choach-horse Beetle, Ocypus olens)
Der Schwarze Moderkäfer gehört zur Familie der Kurzflügler. Woher ihr
Name rührt, ist bei näherer Betrachtung der Tiere sofort ersichtlich:
Ihre Flügel sind sehr stark verkürzt. Mit seiner Körperlänge von bis zu
32 Millimeter ist der Schwarze Moderkäfer recht groß. Die Körperfärbung
ist schwarz mit einem metallischen Glanz. Auffällig ist der große Kopf
mit den kräftigen Kieferzangen. Moderndes Holz oder verrottende
Pflanzenteile sind für diese Käferart sehr wichtig, denn darin suchen
sie nach Insektenlarven, die ihre Nahrung bilden. Schnecken und
Regenwürmer stehen ebenfalls auf ihrem Speisezettel. Fühlt sich der
schwarze Moderkäfer bedroht, stellt er seinen Hinterleib auf und reckt
ihn nach vorn, außerdem spreizt er seine Kieferklauen, siehe Foto unten
rechts. Anzutreffen sind die Tiere in Laubwäldern.
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Foto: 24.09.2009,
Düsseldorf-Ludenberg |
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Foto: 24.09.2009,
Düsseldorf-Ludenberg |
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Schwarzer Schmalbock (Longhorn Beetle, Stenurella nigra)
Nur
etwa acht Millimeter lang wird der Schwarze Schmalbock. Diese Käferart
aus der Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) ist sehr schmal gebaut.
Typisch für die Spezies ist der längliche, glockenförmige Halsschild.
Auf der Oberseite ist der Körper glänzend schwarz gefärbt. Betrachtet
man die Unterseite, so fallen rote Bereiche im hinteren Körperteil auf,
der Rest der Unterseite ist schwarz gefärbt. Mitunter kann man Exemplare
dieser Käferart beobachten, bei denen der Halsschild rot gefärbt ist.
Wie andere Bockkäfer auch, haben diese Tiere sehr lange, dünne Fühler.
Zwischen Mai und August kann man den Schwarzen Schmalbock vor allem bei
Sonnenschein auf Blüten in der Nähe von Waldrändern antreffen. Besonders
gern suchen die Tiere Blüten von Sträuchern auf, darunter Weißdorn. Foto: 20.06.2009, Elmpt, Niederkrüchten
Schwarzfleckiger Kranzrüssler (Weevil, Strophosoma melanogrammum)
Der
Schwarzfleckige Kranzrüssler ist mit seiner Körperlänge von 3,8 bis 5,5
Millimeter ein recht kleiner Käfer. Die Tiere sind mit kleinen seidigen
Schuppen bedeckt, die braun oder kupferfarben sind. Ihre Fühler sind
braunrot gefärbt, die Beine weisen eine braune Färbung auf. Ihre schwarzen Augen bilden
zu der restlichen Körperfärbung
einen starken Kontrast. Wälder sind der typische Lebensraum dieser
Käferart,
die an verschiedenen Laub- und Nadelbäumen anzutreffen ist. Erwachsene
Käfer ernähren sich von pflanzlicher Kost. Foto: 28.09.2008,
Düsseldorf-Grafenberg
Schwarzfleckiger Zangenbock (Blackspotted Pliers Support Beetle, Rhagium mordax)
Zwischen
13 und 22 Millimeter kann die Körperlänge des Schwarzfleckigen
Zangenbocks betragen. Diese Käferspezies ist zudem recht variabel
gefärbt, die Grundfärbung liegt zwischen mittel- bis dunkelbraun. Auf
den Flügeldecken verlaufen zwei unscharf begrenzte, dunkle Querbinden.
Mittig befinden sich an den äußeren Rändern der Flügeldecken zwei
Schwarze Punkte. Die Fühler sind vergleichsweise kurz und die Tiere
weisen an den Seiten des Halsschilds spitze Höcker auf. Auf dem gesamten
Körper finden sich feine, gelbliche Härchen. Anzutreffen sind die Käfer
in Laubmischwäldern, in Nadelwäldern kommen sie nur selten vor; die
Flugzeit findet vor allem während des Frühlings statt. Weitere
gebräuchliche Namen dieser Käferart sind Schrot-Zangenbock,
Laubholz-Zangenbock und Bissiger Zangenbock. Foto: 23.04.2011,
Düsseldorf-Rath
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