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Käfer im Ruhrgebiet und Umland - Teil 7

Achtung, zu dieser Seite gibt es eine überarbeitete Version, die Sie hier finden.

Rüsselkäfer (Weevils, Curculionidae)

In aller Welt kommen rund 60.000 verschiedene Rüsselkäfer-Arten vor. Diese Familie ist ein Rekordhalter, denn sie gilt im Tierreich als diejenige mit den meisten Arten. In Deutschland leben circa 780 Rüsselkäfer-Spezies. Das charakteristische Körpermerkmal dieser Tiere ist die verlängerte Schnauze, die wie ein Rüssel aussieht und die es den Käfern ermöglicht, die Säfte von Pflanzen zu saugen. Folgende Rüsselkäfer-Arten finden Sie in diesem Kapitel in alphabetischer Reihenfolge:

· Brennnessel-Grünrüssler (Leaf Beetle, Phyllobius pomaceus)
· Brennnesselrüssler (Small Nettle Weevil, Nedyus quadrimaculatus)
· Cionus olens
· Dunkler Braunwurzschaber (Cionus tuberculosus)
· Echter Streckrüssler (Beet Leaf Weevil, Tanymecus palliatus)
· Eichelbohrer (Acorn Weevil, Curculio glandium)
· Eschen-Blattschaber (Stereonychus fraxini)
· Gefleckter Weiden-Kätzchenrüssler (Dorytomus taeniatus)
· Gefurchter Dickmaulrüssler (Black Vine Weevil, Otiorhynchus sulcatus)
· Gestreifter Blattrandkäfer (Sitona lineatus)
· Himbeerblütenstecher (Strawberry Blossom Weevil, Anthonomus rubi)
· Kirschkernstecher (Cherry-stone Weevil, Furcipus rectirostris)
· Kratzdistelrüssler (Larinus turbinatus)
· Kupfriger Blattrüssler (Phyllobius pyri)
· Langrüssliges Stockrosen-Spitzmäulchen (Rhopalapion longirostre)
· Magdalis sp.
· Phyllobius glaucus
· Rhyncolus sp.
· Schwertlilienrüssler (Iris Seed Weevil, Mononychus punctumalbum)
· Seidiger Glanzrüssler (Polydrusus formosus)
· Weiden-Springrüssler (Tachyerges salicis)
· Zweifarbiger Schmalbauchrüssler (Phyllobius oblongus)

Brennnessel-Grünrüssler (Leaf Beetle, Phyllobius pomaceus)

Wie es der Name bereits vermuten lässt, spielen Brennnesseln im Leben dieser Käferart eine große Rolle. Erwachsene Käfer ernähren sich von den Blättern der Großen Brennnessel (Urtica dioica), die Larven fressen die Wurzeln dieser Pflanzen. Brennnessel-Grünrüssler sind sieben bis zehn Millimeter lang. Auf den Flügeldecken tragen die Tiere glänzende grüne Schuppen, es kommen auch Individuen mit gelbgrünen Schuppen vor. Vor allem im Frühling kann man diese Spezies in der Natur beobachten. Bis vor einiger Zeit hat diese Käferart den wissenschaftlichen Namen Phyllobius urticae getragen. Achtung, es kommen einige sehr ähnlich aussehende Käferarten vor. Zu erkennen sind Brennnessel-Grünrüssler vor allem dann recht gut, wenn man sie an Großen Brennnesseln fressen sieht. Foto: 11.06.2013, Bochum-Riemke

  Brennnessel-Grünrüssler (Leaf Beetle, Phyllobius pomaceus)   Brennnessel-Grünrüssler (Leaf Beetle, Phyllobius pomaceus)  
Foto: 12.04.2014,
Essen-Rellinghausen
Foto: 11.06.2013,
Bochum-Riemke

Brennnesselrüssler (Small Nettle Weevil, Nedyus quadrimaculatus)

Brennnesselrüssler (Small Nettle Weevil, Nedyus quadrimaculatus)Man muss schon sehr genau hinschauen, um den Brennnesselrüssler in der Natur zu finden. Diese Käfer erreichen eine Körpergröße von maximal drei Millimeter, oft sind sie noch kleiner. Zudem halten sie sich meist auf der Unterseite der Blätter von Brennnesseln - bevorzugt sind dies Große Brennnesseln (Urtica dioica) - auf und sind deshalb gut versteckt. Auf der Körperoberseite tragen Brennnesselrüssler feine, dunkle Schuppen, dazwischen liegen einige Bereiche mit weißen Schuppen. Auch die Unterseite des Körpers trägt weißliche Schuppen. Ab April bis in den Sommer kann man diese Käferart in der Natur beobachten. Brennnesselrüssler bohren mit ihrem Rüssel Brennnesseln an und trinken deren Saft. Eine alternative Schreibweise dieser Tierart lautet Brennnessel-Rüssler. Foto: 11.06.2013, Bochum-Riemke

Cionus olens

Cionus olensNur 3,5 bis 4,2 Millimeter Körpergröße erreicht der Rüsselkäfer Cionus olens. Diese Art wird aufgrund ihrer geringen Länge leicht übersehen. Der Körper ist dunkelbraun bis rötlichbraun gefärbt. Da er sehr viele feine Haare trägt, wirkt er jedoch hellgrau. Vor allem der Kopf, der Halsschild und die Flügel sind bei den meisten Individuen stark behaart. Etwas oberhalb der Mitte findet sich auf den Flügeldecken ein nahezu kreisrunder Bereich ohne Behaarung, er sieht wie ein dunkler Fleck aus und ist ein Erkennungsmerkmal von Cionus olens. Die Beine und die Fühler sind bräunlich gefärbt. Beobachten lassen sich die Tiere in der Natur vom Fühling bis in den Sommer, also etwa ab Mai bis in den August. Sie halten sich meist auf Königskerzen (Verbascum sp.) auf. Foto: 06.05.2016, Gelsenkirchen-Ückendorf

Dunkler Braunwurzschaber (Cionus tuberculosus)

Dunkler Braunwurzschaber (Cionus tuberculosus)Etwa 3,5 bis vier Millimeter ist der Dunkle Braunwurzschaber lang. Sein Körperbau ist rundlich und gedrungen. Die Flügeldecken sind grau gefärbt und bei vielen Individuen mit einem Muster aus schwarzen Flecken bedeckt. In der Mitte der Flügeldecken befindet sich an der Nahtstelle ein dunkler Fleck, der hinten hell gesäumt sein kann. Manche Individuen weisen jedoch kaum eine Zeichnung auf den Flügeldecken auf. Der schwarze Halsschild hat an den Seiten bräunliche Bereiche. Der Kopf, der Rüssel und die Beine sind dunkelgrau gefärbt. Man kann den Dunklen Braunwurzschaber in Wäldern und oft auch an Gewässerufern antreffen, wo er auf Braunwurzarten wie zum Beispiel der Knotigen Braunwurz (Scrophularia nodosa) lebt. Sowohl erwachsene Käfer als auch die Larven ernähren sich von Braunwurz-Blättern. Die Flugzeit dieser Käferart dauert von Mai bis August. Foto: 20.07.2014, Bochum-Riemke

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Echter Streckrüssler (Beet Leaf Weevil, Tanymecus palliatus)

Echter Streckrüssler (Beet Leaf Weevil, Tanymecus palliatus)Das Aussehen des Echten Steckrüsslers ist recht variabel. Deshalb hat er die Forscher früher sehr verwirrt und oftmals wurde irrtümlich angenommen, man habe es mit verschiedenen Spezies zu tun. Acht bis zwölf Millimeter sind diese Tiere lang. Ihre Färbung ist entweder einfarbig hell graubraun oder graubraun gescheckt. Auf dem Körper und auf den Flügeldecken tragen Echte Streckrüssler eine dichte, feine Behaarung. Ihr Kopf wirkt nach vorn langgezogen, was an der Form ihrer Mundwerkzeuge liegt. Der Rüssel dieser Käferart ist nur geringfügig länger als breit. Die Tiere kommen in verschiedenen Lebensräumen vor, darunter eher trockene Wiesen und Felder, Weiden, Dünen, Steinbrüche und Ruderalflächen. Allzu kühl sollte es dort jedoch nicht sein, denn der Echte Streckrüssler mag es gern warm. Die Flugzeit dieser Insekten dauert etwa von April bis Juli. Foto: 08.06.2014, Bochum-Riemke

Eschen-Blattschaber (Stereonychus fraxini)

Eschen-Blattschaber (Stereonychus fraxini)Sehr klein und unscheinbar ist der Eschen-Blattschaber. Sie sind nur 3,0 bis 3,2 Millimeter lang und fallen wegen ihrer schwarz-bräunlichen Färbung nicht allzu sehr auf. Schwarz ist die Grundfarbe dieser Tiere, sie sind braun gemustert. Auf dem Halsschild befindet sich mittig ein schwarzer Bereich, die Seiten sind braun oder bei einigen Individuen weißlich gefärbt. Einige braune Bereiche sowie diffuse, helle Flecken zieren die ansonsten schwarzen Flügeldecken. Typisch für die Tiere ist ein heller Fleck im hinteren Drittel der Flügeldecken, der sich über beide Hälften erstreckt und unregelmäßig geformt ist. Braun sind die Beine dieser kleinen Insekten gefärbt. Der Eschen-Blattschaber ist eng an Eschen (Fraxinus sp.) gebunden, weil ihre Pflanzensäfte seine Nahrung bilden. Von April bis Juli kann man diese Käferart in der Natur beobachten, sie kommt in Laubwäldern sowie in Parks und Gärten vor. Foto: 24.04.2015, Bochum-Riemke

Eichelbohrer (Acorn Weevil, Curculio glandium)

Eichelbohrer (Acorn Weevil, Curculio glandium)Die Körperlänge des Eichelbohrers beträgt zwischen vier und 7,5 Millimeter. Gelblichbraun bis rötlichbraun ist die Grundfärbung dieser Käferart. Längliche, eng anliegende Schuppen bedecken den Körper. Auf den Flügeldecken sind einige braune Flecken zu erkennen, die unregelmäßig angeordnet sind. Das auffälligste Merkmal dieser Käferart ist der lange Rüssel, der nach unten gebogen und dunkelbraun gefärbt ist. Außerdem sind die dunklen, runden Augen gut im ansonsten hellen Gesicht zu erkennen. In Wäldern und Hecken sind die Tiere vom Frühling bis in den Herbst häufig anzutreffen. Mit dem Rüssel bohren die Weibchen tiefe Löcher in unreife Eicheln, danach legen sie jeweils ein bis zwei Eier in die Frucht. Die Larven schlüpfen in den Eicheln und finden dort gleich Nahrung. Foto: 22.09.2013, Bochum-Stiepel

  Eichelbohrer (Acorn Weevil, Curculio glandium)   Eichelbohrer (Acorn Weevil, Curculioglandium)  
Foto: 03.05.2014,
Bochum-Riemke
Foto: 03.05.2014,
Bochum-Riemke

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Gefleckter Weiden-Kätzchenrüssler (Dorytomus taeniatus)

Gefleckter Weiden-Kätzchenrüssler (Dorytomus taeniatus)Nur etwa drei bis 4,5 Millimeter beträgt die Körperlänge des Gefleckten Weiden-Kätzchenrüsslers. Der Körper dieser Käfer ist auf der Oberseite schwarz und hellbraun marmoriert. An den Beinen sind die Tiere rötlichbraun gefärbt und der Kopf sowie der Rüssel sind schwarz mit bräunlicher behaarung. Bis zu jener Stelle, an der die Fühler einwärts lenken, ist der Rüssel relativ gerade, erst dahinter biegt er sich ein wenig nach unten. Vor allem auf Sal-Weiden (Salix caprea) kann man diese Käferart etwa ab April bis in den Juli beobachten. Blätter stehen auf dem Speisezettel der erwachsenen Käfer. Die Weibchen legen in den Kätzchen der Weiden ihre Eier ab. Nach der Reifung schlüpfen die Larven und entwickeln sich in den Kätzchen, wodurch sich eine gallenartige Veränderung dieser Pflanzenteile ergibt. Foto: 01.05.2016, Hattingen

Gefurchter Dickmaulrüssler (Black Vine Weevil, Otiorhynchus sulcatus)

Circa zehn Millimeter beträgt die Körperlänge des Gefurchten Dickmaulrüsslers. Sein Körper wirkt recht stämmig und er ist überall schwarz gefärbt mit einem Muster aus bräunlichen Flecken. Manche Individuen haben eine runzelige Körperoberseite, bei anderen ist sie gekörnt. Typisch für den Gefurchten Dickmaulrüssler ist der breite Rüssel, mit dem die Tiere ihre Nahrung leicht zerkleinern können. Auf dem Speisezettel erwachsener Käfer stehen zarte Triebe, Knospen und Blätter verschiedener Pflanzenarten. Die Larven dieser Käferart gelten als Schädlinge, weil sie schwere Fraßschäden an den von ihnen befallenen Pflanzen verursachen können. Fliegen können erwachsene Käfer dieser Spezies nicht, aber sie können erstaunlich weit zu Fuß gehen. Tagsüber sieht man sie recht selten, sie sind überwiegend nachtaktiv. Etwa von Mai bis September sind diese Insekten in der Natur anzutreffen.

  Gefurchter Dickmaulrüssler (Black Vine Weevil, Otiorhynchus sulcatus)   Gefurchter Dickmaulrüssler (Black Vine Weevil, Otiorhynchus sulcatus)  
Foto: 01.06.2014,
Bochum-Querenburg
Foto: 01.06.2014,
Bochum-Querenburg

Gestreifter Blattrandkäfer (Sitona lineatus)

Gestreifter Blattrandkäfer (Sitona lineatus)Etwa vier bis fünf Millimeter beträgt die Körperlänge des Gestreiften Blattrandkäfers. Seine Färbung ist variabel, er kann braun bis schwarz sein. Sein Körper und die Flügeldecken sind mit kleinen Schuppen bedeckt, die gelblich, kupfern, graugrün oder braun gefärbt sind. Typisch für die Art ist außerdem, dass sich zwischen den Schuppen kurze Härchen befinden. Auf dem Halsschild tragen Gestreifte Blattrandkäfer für gewöhnlich drei dunkle Längsstreifen. Die Flügeldecken sind bei den meisten Individuen ebenfalls hell und dunkel längs gestreift. Manche Exemplare zeigen dieses Streifenmuster jedoch nicht. Von Mai bis Juli dauert die Flugzeit dieser Käferart, die man auf Feldern und Wiesen antreffen kann. An Erbsen kann der Gestreifte Blattrandkäfer Fraßschäden verursachen. Erwachsene Tiere fressen die Blätter, die Larven ernähren sich von den Wurzeln dieser Pflanzen. Foto: 21.05.2015, Bochum-Riemke

Himbeerblütenstecher (Strawberry Blossom Weevil, Anthonomus rubi)

Eine Körperlänge von nur etwa 3,5 Millimeter erreicht der Himbeerblütenstecher. Diese zierliche Käferart ist vor allem bei Gartenbesitzern nicht sonderlich beliebt, sie gilt als Schädling. Die Insekten pflanzen sich fort, indem sie die Blütenknospen von Himbeeren, Brombeeren oder Erdbeeren mit Hilfe ihres Rüssels anstechen und anschließend ihre Eier hinein legen. Nachdem die Larven geschlüpft sind, fressen sie die Knospen von innen heraus auf und die Blütenbildung ist gestoppt. Befallen die Käfer eine Pflanze in großer Zahl, kann dies zu einem kompletten Ernteausfall führen. Himbeerblütenstecher weisen eine schwarze Grundfärbung auf, das Schildchen ist weiß. Ihr Körper ist fein behaart und auf den Deckflügeln verlaufen zarte parallele Längsrillen. Die Flugzeit beginnt im April, die Käfer sind bis in den Spätsommer oder frühen Herbst in der Natur anzutreffen. In manchen Literaturquellen wird diese Käferart alternativ als Erdbeerblütenstecher bezeichnet.

  Himbeerblütenstecher (Strawberry Blossom Weevil, Anthonomus rubi)   Himbeerblütenstecher (Strawberry Blossom Weevil, Anthonomus rubi)  
Foto: 03.05.2015,
Bochum-Riemke
Foto: 01.05.2014,
Bochum-Riemke

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Kirschkernstecher (Cherry-stone Weevil, Furcipus rectirostris)

Kirschkernstecher (Cherry-stone Weevil, Furcipus rectirostris)Nur etwa vier Millimeter beträgt die Körperlänge des Kirschkernstechers. Die Käfer sind braun in unterschiedlichen Schattierungen braun gefärbt, wobei sich auf ihrem eher dunklen Halsschild meist mittig eine helle, senkrechte Linie befindet. Erkennen lässt sich diese Art leicht an ihren beiden zahnartigen Strukturen auf der Unterseite der Vorderschenkel. Sie befinden sich an dessen Innenrand. Verwandte und ähnlich aussehende Arten aus der Familie der Rüsselkäfer haben diese beiden "Zähne" nicht. Beobachten lässt sich der Kirschkernstecher beispielsweise in lichten Wäldern, auf Streuobstwiesen und Obstbaumplantagen, in Gärten sowie in Parkanlagen. Wie es der deutsche Name vermuten lässt, halten sich diese Käfer bevorzugt auf Kirschbäumen (Prunus sp.) auf. Diese Pflanzen dienen ihrem Nachwuchs als Nahrung. Etwa von April bis September dauert die Flugzeit des Kirschkernstechers. Ein alternativer wissenschaftlicher Name dieser Käferart lautet Anthonomus rectirostris. Foto: 11.05.2015, Bochum-Riemke

Kratzdistelrüssler (Larinus turbinatus)

Kratzdistelrüssler haben einen recht gedrungen wirkenden Körperbau. Ihre Oberseite ist relativ stark gewölbt. Sie sind mit ihrer Körpergröße von vier bis neun Millimeter eher klein. Schwarz ist die Grundfärbung. Auf dem Kopf, dem Halsschild, dem Schildchen und den Flügeldecken tragen die Tiere eine feine, gelblichbraune bis ockerfarbene oder graue Härchen. Weil diese Behaarung nicht gleichmäßig, sondern in Flecken angeordnet ist, wirken Kratzdistelrüssler gescheckt. Typisch für diese Insekten ist der rüsselartige Fortsatz im Gesicht. Von Mai bis September dauert die Flugzeit dieser Spezies. Meist kann man diese Käferart auf verschiedenen Distelarten, darunter Kratzdisteln (Cirsium sp.), beobachten. Die Weibchen legen ihre Eier in die Blütenköpfe.

  Kratzdistelrüssler (Larinus turbinatus)   Kratzdistelrüssler (Larinus turbinatus)  
Foto: 22.09.2013,
Bochum-Querenburg
Foto: 18.08.2007,
Gelsenkirchen-Ückendorf

Kupfriger Blattrüssler (Phyllobius pyri)

Kupfriger Blattrüssler (Phyllobius pyri)Circa fünf bis sieben Millimeter beträgt die Körperlänge des Kupfrigen Blattrüsslers. Die eigentliche Grundfarbe dieser Käferart ist schwarzbraun. Aufgrund ihrer grünlichen bis olivgrünen oder bräunlichen bis kupferfarbenen Schuppen sieht man davon jedoch meist nicht viel, es sei denn, die Schuppen sind stark abgenutzt. Das Schildchen ist hell cremefarben. Auf den Schenkeln des mittleren und des hinteren Beinpaares gibt es je einen hellen Bereich. Fühler und Beine sind bräunlich gefärbt. Eines der Erkennungsmerkmale dieser Käferart ist, dass sie an den vorderen Schenkeln je einen deutlich sichtbaren Zahn trägt. Die Blätter verschiedener Laubbäume bilden die Nahrung dieser Käferart. Zu finden sind die Tiere beispielsweise an Waldrändern, in Gärten und in Gegenden mit Hecken und Gebüschen. Von März bis etwa Juli dauert die Flugzeit des Kupfrigen Blattrüsslers. Foto: 18.04.2016, Bochum-Stahlhausen

Langrüssliges Stockrosen-Spitzmäulchen (Rhopalapion longirostre)

Paarung zweier LangrüssligeR Stockrosen-Spitzmäulchen (Rhopalapion longirostre)Das Langrüsslige Stockrosen-Spitzmäulchen ist eine sehr kleine Käferart, die auf Stockrosen (Alcea rosea) heimisch ist. Diese Pflanzenart bildet die Nahrung und gleichzeitig die Kinderstube dieser winzigen Insekten. Mit ihrem langen Rüssel bohren die Weibchen die Knospen der Stockrosen an. In diese Bohrlöcher legen sie ihre Eier. Aus diesen schlüpfen nach kurzer Zeit die Larven, die sich vom Pflanzenmaterial ernähren. Erwachsene weibliche Käfer dieser Spezies sind zwischen 2,5 und 3,5 Millimeter lang, die Männchen erreichen eine Körperlänge von 2,2 bis drei Millimeter. Weibliche Individuen lassen sich daran erkennen, dass ihr Rüssel etwa so lang ist wie ihr Körper. Der Körper ist schwarz gefärbt und trägt eine feine, dichte graue Behaarung. Rötlich-gelb sind die Beine gefärbt. Von April bis Oktober dauert die Flugzeit des Langrüssligen Stockrosen-Spitzmäulchens. Foto: Paarung, 15.06.2014, Bochum-Riemke

  Männliches Langrüssliges Stockrosen-Spitzmäulchen (Rhopalapion longirostre)   Weibliches Langrüssliges Stockrosen-Spitzmäulchen (Rhopalapion longirostre)  
Männchen, Foto: 15.06.2014,
Bochum-Riemke
Weibchen, Foto: 15.06.2014,
Bochum-Riemke

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Magdalis sp.

Magdalis sp. auf Crataegus sp.Aus der Gattung Magdalis gibt es in Deutschland 19 Arten, von denen viele sehr ähnlich aussehen und nur von Experten anhand einer mikroskopischen Untersuchung der Fortpflanzungsorgane auf Artebene bestimmt werden können. Die kleinste Art ist zwei bis 3,5 Millimeter groß, die größte misst 4,6 bis acht Millimeter. Viele Vertreter der Gattung sind am gesamten Körper schwarz gefärbt. Typisch ist der leicht glockenförmige Halsschild. Parallel verlaufende, vertikale Streifen befinden sich auf den Flügeldecken. Zu finden sind diese Käfer beispielsweise an Waldrändern, in Gärten, in Gegenden mit Gebüschen und auf Streuobstwiesen. Ihre Flugzeit beginnt meist etwa im April und dauert bis in den August August. Anhand des Fotos ließ sich das hier gezeigte Individuum nur auf Gattungsebene bestimmen. Foto: 10.05.2015, Bochum-Riemke

Phyllobius glaucus

Phyllobius glaucusDie Käferart Phyllobius glaucus ist in Deutschland recht weit verbreitet. An einigen Obstbäumen kann es zu einem Massenbefall kommen, der die Ernte schädigen kann. Männchen sind etwa acht bis zwölf Millimeter lang, weibliche Individuen erreichen eine Körperlänge von sieben bis elf Millimeter. Der Körperbau dieser Spezies ist länglich-oval und ihre Färbung ist variabel. Häufig tragen die Tiere grünlichgraue oder grünliche Schuppen, die sehr dicht angeordnet sind. Unter diesen Schuppen sind die Käfer schwarz, ihre leicht verdickten Schenkel sind oft rötlich gefärbt. Außerdem haben die Tiere an den Schenkeln des vorderen Beinpaares auf der Unterseite je einen kleinen Sporn. Von Mai bis Juli dauert die Flugzeit dieser Spezies, die vor allem in Wäldern oder Gegenden mit Gebüschen zu finden ist. Früher wurde diese Käferart wissenschaftlich als Phyllobius calcaratus bezeichnet. Foto: 02.05.2015, Bochum-Riemke

Rhyncolus sp.

Rhyncolus sp.In Deutschland kommen vier Arten der Gattung Rhyncolus vor, die sich sehr ähnlich sehen. Sie sind nur von Experten anhand von Genitaluntersuchungen unter dem Mikroskop auf Artebene bestimmbar. Mittels Fotos lassen sich die Tiere lediglich auf Gattungsebene identifizieren. Für gewöhnlich sind Rhyncolus sp. dunkel bräunlich oder schwarz gefärbt; die Flügeldecken weisen mitunter einen dunkelroten Schimmer auf. Ihr Halsschild ist punktiert und die Flügeldecken weisen vertikale Linien aus Punktgruben auf. Die kleinste in Deutschland heimische Art ist etwa 2,2 bis 2,5 Millimeter groß, die längste misst 3,5 bis 4,5 Millimeter. Morsches Holz, das gern auch feucht sein darf, ist der bevorzugte Lebensraum von Rhyncolus sp. Beobachten kann man die Tiere vor allem in Wäldern. Sie sind das gesamte Jahr über aktiv, lassen sich aber ins besondere während der warmen Jahreszeit gut beobachten. Foto: 06.06.2015, Bochum-Riemke

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Schwertlilienrüssler (Iris Seed Weevil, Mononychus punctumalbum)

Der Schwertlilienrüssler ist hinsichtlich seines Lebensraums ein ausgesprochener Spezialist. Wie es der deutsche Name der Käferart bereits vermuten lässt, kommt die Spezies fast ausschließlich auf Sumpfschwertlilien vor. Doch auch auf Hahnenfußgewächsen kann man sie mitunter beobachten. Im Frühling und frühen Sommer sind die zwischen 3,8 und 5,2 Millimeter großen Tiere auf den genannten Pflanzen zu finden. Sie halten sich häufig auf den Blüten auf. Der Körper der Schwertlilienrüssler ist schwarz, die Flügeldecken sind dunkelgrau-schwarz gefärbt. Ihre Körperform ist oval und sie sind auf der Oberseite stark gewölbt. Der gesamte Körper ist mit Schuppen bedeckt. In der Flügelmitte ist ein heller Fleck zu sehen, die Körperunterseite ist heller grau gefärbt. Ein auffälliges Körpermerkmal dieser Käferart ist der lange Rüssel, den die Tiere zum Saugen von Pflanzensäften einsetzen. Einige Literaturquellen bezeichnen die Art alternativ als Mononychus punctum-alba und ein alternativer deutscher Name lautet Weißpunktiger Schwertlilienrüssler.

  Schwertlilienrüssler (Iris Seed Weevil, Mononychus punctumalbum)   Schwertlilienrüssler (Iris Seed Weevil, Mononychus punctumalbum)  
Foto: 11.06.2013,
Bochum-Riemke
Foto: 30.09.2013,
Bochum-Querenburg

Seidiger Glanzrüssler (Polydrusus formosus)

Der Seidige Glanzrüssler ist etwa fünf bis sieben Millimeter lang. Auf den ersten Blick sieht man bei diesen Tieren meist nicht, dass sie eigentlich vollständig schwarz gefärbt sind. Weil ihr Körper aber dicht mit metallisch glänzenden und leuchtend grün gefärbten Schuppen bedeckt ist, wird die Grundfarbe überdeckt. Lediglich Individuen, die ihre Schuppen teilweise oder weitestgehend verloren haben, zeigen die schwarze Färbung. Die Beine der Seidigen Glanzrüssler sind orange gefärbt und grün bestäubt. Bräunlichgelb sind die Fühler gefärbt, wobei sie an den Keulen dunkler sind als im restlichen Teil. Ungefähr im Mai beginnt die Flugzeit dieser Käferart, sie dauert bis in den August. Beobachten lassen sich Seidige Glanzrüssler in Laubwäldern, Hecken oder anderen buschigen Landschaften sowie in Parks und Gärten. Ein alternativer wissenschaftlicher Name dieser Käferart lautet Polydrusus sericeus.

  Seidiger Glanzrüssler (Polydrusus formosus)   Seidiger Glanzrüssler (Polydrusus formosus)  
Foto: 24.05.2015,
Bochum-Riemke
Foto: 11.05.2015,
Bochum-Riemke

Weiden-Springrüssler (Tachyerges salicis)

Weiden-Springrüssler (Tachyerges salicis)Der Weiden-Springrüssler ist sehr klein und wird deshalb häufig übersehen. Nur etwa 2,2 bis 2,8 Millimeter beträgt die Körperlänge dieser Käferart. Schwarz ist die Grundfarbe dieser winzigen Insekten. Auf den Flügeldecken tragen die Tiere je zwei weiße, gezackte Bänder. Das obere dieser beiden Bänder ist stellenweise ockerfarben bis gelblich. Auf dem Halsschild tragen sie einige gelbliche bis ockerfarbene Härchen. Weiden (Salix sp.) sind die Futterpflanzen dieser Käferart, weshalb man sie auf diesen Bäumen antrifft. Sie halten sich bevorzugt in feuchten Lebensräumen auf, also beispielsweise auf Weiden an Gewässerufern. Circa Mitte Mai beginnt die Flugzeit des Weiden-Springrüsslers, sie dauert bis in den September. Foto: 08.05.2015, Bochum-Riemke

Zweifarbiger Schmalbauchrüssler (Phyllobius oblongus)

Zweifarbiger Schmalbauchrüssler (Phyllobius oblongus)Mit seiner Körperlänge von nur vier bis sechs Millimeter ist der Zweifarbige Schmalbauchrüssler recht zierlich. Beide Geschlechter sind bei dieser Spezies gleich groß. Der Kopf, der Halsschild und der Körper dieser Tiere sind schwarz gefärbt, wohingegen die Flügeldecken, das Schildchen, die Beine und die Fühler braun gefärbt sind. Am gesamten Körper sind diese kleinen Insekten fein hell behaart. Typische Lebensräume, in denen diese Art vorkommt, sind unter anderem Waldränder sowie Gebüsche und Hecken. Blätter verschiedener Pflanzenarten bilden die Nahrung erwachsener Käfer dieser Spezies. Die Flugzeit des Zweifarbigen Schmalbauchrüsslers beginnt im April oder Mai und dauert bis in den Juli hinein. Foto: 20.04.2014, Herne-Holthausen

 

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Interessante Internetseiten:

Kerbtier.de

Käfer bei Insektenbox.de

Naturgucker.de