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Pflanzen in Sri Lanka - Teil 4
Auf dieser Seite werden folgende Arten beschrieben:
· Portiabaum (Coast Cotton
Tree, Thespesia populnea)
· Reis (Rice, Oryza sp.)
· Rosenapfel (Shrubby Simpoh, Dillenia suffruticosa)
· Rotangpalme (Rattan Palm, Mangifera indica)
·
Schraubenbaum (Screw Pine, Pandanus odoratissimus)
· Seerose (Water Lily, Nymphaea sp.)
· Spiralingwer (Crape Ginger, Costus lasius)
· Teakholzbaum (Teak, Tectona grandis)
· Teestrauch (Tea Plant,
Camellia assamica)
· Tropischer Oleander (Yellow Oleander,
Thevetia peruviana)
· Weihnachtsstern (Poinsettia, Euphorbia pulcherrima)
· Ziegenfuß-Prunkwinde (Beach Morning Glory, Ipomoea pes-caprae)
Portiabaum (Coast Cotton Tree, Thespesia populnea)
In der Nähe des Strandes sind in Sri Lanka vielerorts Portiabäume
anzutreffen. Die tropischen Küstenregionen Asiens sind die ursprüngliche
Heimat dieser Bäume, die inzwischen auch in der Neuen Welt eingebürgert
worden sind. Bis zu 20 Meter können diese immergrünen Bäume hoch werden.
Ihre Blätter sind maximal 15 Zentimeter lang und herzförmig. An den
Bäumen stehen die Blüten jeweils einzeln, sie sind zwischen fünf und
acht Zentimeter lang und glockenförmig. Ihre gelbe Färbung verlieren
sie, sobald sie verblüht sind, dann sind sie oragengelb bis rosa.
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Foto: 2006, Aluthgama |
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Foto: 2006, Aluthgama |
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Reis (Rice, Oryza sp.)
Reis
ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Süßgräser (Poaceae).
Die Pflanzen haben längliche Blätter und bilden lange Rispen aus. In
diesen befinden sich die kleinen Samenkörner, die Reiskörner. In vielen Teilen
der Welt wird Reis heute großflächig angebaut, so auch in Sri Lanka.
Zwei Wildformen - Oryza rufipogon und Oryza nivara - sind
in Myanmar, Südchina, Laos und Thailand beheimatet. Aus diesen
Wildreisarten ist das Getreide durch langjährige Zucht entwickelt worden, das
heute in Sri Lanka auf weiten Flächen kultiviert wird. Foto: 2006, Galatara
Rosenapfel (Shrubby Simpoh, Dillenia suffruticosa)
Vor allem an Flussufern habe ich in Sri Lanka vielerorts diese
Pflanzenart namens Rosenapfel gesehen, die immergrün ist und bis zu zehn
Meter hoch werden kann. Häufig ist sie zwischen den Mangrovenbäumen
anzutreffen. Ihre Blüten sind im Durchmesser bis zu zwölf Zentimeter
groß; die ledrigen, auf der Oberseite glänzenden Blätter sind bis zu 15
Zentimeter breit und 30 Zentimeter lang. Besonders auffällig sind die
rosarot gefärbten Fruchtkapseln, die in sieben Kammern unterteilt sind.
Sie sind gleichzeitig mit den Blüten am selben Strauch vorhanden.
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Foto: 2006, Nähe Aluthgama |
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Blüte, Foto: 2006, Nähe Aluthgama |
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Rotangpalme (Rattan Palm, Calamus ovoideus)
Von
stattlicher Größe ist die rechts gezeigte Palmenart aus der
Familie der Rotangpalmen, deren exakten deutschen Namen ich
leider nicht kenne. Diese Palmen sind in Asien die Lieferanten
für Peddigrohr (Kern) und Rattan (Außenhaut). Sie wachsen mit
Hilfe ihrer starken Dornen als sogenannte Spreizklimmer an
anderen, großen Regenwaldbäumen empor. In Sri Lanka wird diese
Palmenart als "Thundarena" bezeichnet. Die Einheimischen nutzen
die Rotangpalmen als Rohstofflieferanten für ihr Flechtwerk. Sie
stellen aus dem ebenso stabilen wie flexiblen Material
beispielsweise Rattankörbe und -stühle her. Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald
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Schraubenbaum (Screw Pine, Pandanus odoratissimus)
Vor
allem im Raum des Indischen Ozeans sind Schraubenbäume heimisch. Es
kommen weltweit circa 60 verschiedene Arten vor. In Sri Lanka kann man
recht häufig Pandanus odoratissimus beobachten, die Spezies wird
in manchen Literaturquellen auch als Pandanus fascicularis
bezeichnet. Diese Pflanzenart bildet dichte Gebüsche und wird bis zu
vier oder fünf Meter hoch. Die Stämme verzweigen sich und stehen zudem
auf Stelzwurzeln. Von mehreren Vegetationspunkten aus sprießen dünne und
an den Rändern gezähnte Blätter. Am Ende sind die Blätter spitz und sie
können relativ lang werden, ein Meter Länge ist keine Seltenheit. Von
den großen, weißen Blüten geht ein angenehmer Duft aus. Sie werden von
den Sri-Lankern gern in buddhistischen Tempeln als Opfergaben vor
Statuen oder auf Altäre gelegt. Mancherorts werden die Blüten in Asien
sogar gegessen. Die Früchte des Schraubenbaums sind orangerot gefärbt,
wenn sie reif sind; unreife Früchte sind gelblich-grün gefärbt. Im
Pazifikraum sind die Früchte auf manchen Inselgruppen ein wichtiges
Nahrungsmittel für die Bevölkerung. Foto: 2006, Aluthgama
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Blüte,
Foto: 2006, Aluthgama |
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Unreife Frucht,
Foto: 2006, Aluthgama |
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Reife Frucht, Foto: 2006, Aluthgama |
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Stelzwurzeln, Foto: 2006, Aluthgama |
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Blüte, Foto: 2006, Aluthgama |
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Seerose (Water Lily, Nymphaea sp.)
Seerosen
sind in aller Welt verbreitet, es existieren etwa 40 verschiedene Arten.
In Sri Lanka kommen vor allem in nährstoffreichen Gewässern einige
unterschiedliche Arten vor, darunter auch die
Blaue Seerose. Die Blätter der Seerosen sind herzförmig bis rund und
sie schwimmen auf der Wasseroberfläche. Auf langen Stängeln bilden sich
die Blüten, die knapp oberhalb der Wasseroberfläche erblühen. Die
Blütedauer ist je nach Seerosenart verschieden. Foto: 2006, Nähe Aluthgama
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Foto: 2006, Nähe Aluthgama |
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Foto: 2006, Nähe Aluthgama |
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Spiralingwer (Crape Ginger, Costus lasius)
Nur
etwa einen halben Meter hoch ist der in diesem Absatz gezeigte
Spiralingwer gewesen. Grundsätzlich kann diese Pflanzenart jedoch etwa
doppelt so groß werden. Typisch für diese
Spezies ist ihr auffälliger, spiralförmiger Wuchs, was ich bei keiner
anderen Pflanzenart in Sri Lanka beobachtet habe - somit ist der
Spiralingwer unverwechselbar. Die dunkelgrün gefärbten Blätter sind in
etwa 15 Zentimeter lang gewesen; ihre Oberfläche ist glänzend gewesen.
Die Blüten des Spiralingwers sind sehr prächtig und gelb gefärbt. Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald
Teakholzbaum (Teak, Tectona grandis)
Der
Teakholzbaum gehört zu den Riesen unter den Bäumen, denn er kann eine
Wuchshöhe von bis zu 50 Meter erreichen. Sein Stammdurchmesser beträgt
zwischen 40 und 100 Zentimeter. Auch die Blätter dieser Baumart können
sehr groß werden, sie sind bis zu 75 Zentimeter lang und dunkelgrün
gefärbt. Junge Blätter sind heller gefärbt, wie man auf dem Foto rechts
erkennen kann. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser in aller Welt
industriell genutzten Baumart liegt in Indien, Thailand und Myanmar.
Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald
Teestrauch (Tea Plant, Camellia assamica)
Eine
der wichtigsten Kulturpflanzen Sri Lankas ist der Teestrauch. Auf der
Insel wird vor allem die strauchwüchsige Teeart Camellia assamica
angepflanzt, in anderen Teilen Asiens wird hingegen Camellia sinensis
kultiviert. Aber auch Hybriden kommen in Sri Lanka vor. Teesträucher
können bis zu sechs Meter hoch werden, sie entwickeln sich also zu
Bäumen. Die Blätter sind elliptisch geformt, weisen einen gezähnten Rand
auf und können bis zu zehn Zentimeter lang werden. Sie sind leuchtend
grün gefärbt, die Blüten sind bis zu drei Zentimeter groß und weiß
gefärbt. Bis zu fünf Prozent der Inhaltsstoffe der Blätter macht das
Gift Koffein aus. Junge Triebe haben den höchsten Koffeingehalt.
Weiterführende Informationen über den Anbau und die Produktion von Tee
in Sri Lanka finden sich im
entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts. Foto: 2006, Nähe Nuwara Eliya
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Tropischer Oleander (Yellow Oleander, Thevetia peruviana)
Die unter diesen Zeilen gezeigte Tropischer Oleander ist sehr wahrscheinlich von
Menschen an ihrem Standort in die Natur gebracht worden. Die Pflanzen
haben sich in einem Hotelgarten befunden und sie sind auf einem großen
Baumstamm angesiedelt gewesen. Thevetia peruviana hat bis zu 25
Zentimeter lange, gebogene, grün gefärbte lineale Blätter. Die Blüten
befinden sich an hängenden Trauben, sie sind fünf bis zehn Zentimeter
breit und blau gefärbt. Oft tragen sie ein schachbrettartiges
dunkelblaues Muster. Auch violette Blüten kommen vor, diese sind mit
weißlich-blauen Seitenzipfeln ausgestattet. Zwar mag die Pflanzenart
direkte Sonne, im Schatten kann sie jedoch ebenso gedeihen.
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Foto: 2006, Aluthgama |
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Foto: 2006, Aluthgama |
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Weihnachtsstern (Poinsettia, Euphorbia pulcherrima)
Zur
Gattung der Wolfsmilchgewächse gehört der Weihnachtsstern. In
Deutschland ist diese Pflanzenart wegen der auffällig rot gefärbten
Hochblätter als Zimmerpflanze sehr beliebt. Mit den bis zu vier Meter
hohen Sträuchern am Naturstandort sind die kleinen Topfpflanzen
hinsichtlich ihrer Imposanz jedoch überhaupt nicht zu vergleichen. Die
Blätter des Weihnachtssterns sind dunkelgrün gefärbt, haben eine helle
Unterseite und sind zwei bis acht Zentimeter lang. Wie weiter oben
erwähnt, sind die Hochblätter rot gefärbt, in ihrer Nähe befinden sich
die kleinen, gelblich-grünen Blüten des Weihnachtssterns. Ursprünglich
stammt der Weihnachtsstern aus den tropischen Laubwäldern Mittel- und
Südamerikas, er ist vom Menschen in aller Welt angepflanzt worden und
hat sich so vielerorts aus Gärten in die freie Natur ausgebreitet. Foto: 2006, Nuwara Eliya
Ziegenfuß-Prunkwinde (Beach Morning Glory, Ipomoea pes-caprae)
Eine
typische Pflanze der oberen Strandbereiche tropischer Küstenzonen ist
die Ziegenfuß-Prunkwinde, die in manchen Literaturquellen auch als
Strandwinde bezeichnet wird. Sie ist sehr tolerant
gegenüber Salz, so dass ihr die Meeresbrise nichts ausmacht. Die
Samen der Strandwinde werden vom Meerwasser verdriftet, so kann sich die
Pflanzenart in neuen Gestaden ausbreiten. Mit ihren bis zu 35 Meter
langen Ranken "kriecht" die Pflanze über den Untergrund und breitet sich
darauf wie ein grüner Teppich aus. Die Blüten sind rosa bis violett
gefärbt und blühen nur einen Tag. Sie öffnen sich morgens und sind am
Nachmittag meist schon verwelkt. Die oval geformten Blätter der
Strandwinde sind bis zu zehn Zentimeter lang und die Wurzeln der Pflanze
stabilisieren den sandigen Untergrund. Foto: 2006, Aluthgama
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