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Mangrovenbäume (Mangroves)
Unter dem Begriff "Mangrovenbäume" werden Pflanzen aus unterschiedlichen botanischen Familien zusammengefasst, die salztolerant sind und deshalb in direkter Küstennähe sowie an Flussläufen (teils mit brackigem Wasser) gedeihen. An tropischen Küsten bildeten sie vielerorts einst regelrechte Wälder, die jedoch inzwischen in vielen Teilen der Welt vom Menschen weitestgehend zerstört wurden. Mangrovenbäume überleben nur in Gezeitenzonen, anderenorts kann man sie nicht ansiedeln. In Sri Lanka sind sie in der Küstenzone und an einigen Flussläufen anzutreffen. Auffällige Merkmale der Mangrovenbäume sind ihre Wurzeln, die bei einigen Arten von oben ins Wasser wachsen und dann als Stelzwurzeln bezeichnet werden (siehe Foto oben), bei anderen Arten hingegen von unten aus dem Wasser empor ragen (siehe Foto unten rechts). Je nach Art können Mangrovenbäume mehrere Meter hoch werden. Die häufigsten Arten, die man in Sri Lanka beobachten kann, sind Lumnitzera racemosa, Rhizophora mucronata und Rhizophora apiculata. (Alle Fotos: Bentota Ganga, 2006)
Melastoma sp.
In Südost-Asien kommen etwa 50 Arten der Familie der Melastomatacease vor. Im Sinharaja-Regenwald habe ich mehrere Pflanzen gesehen, die ich für Melastoma malabathricum halte. Das rechts gezeigte Exemplar war ein wenig ramponiert, vielleicht durch Insektenfraß. Die drei parallel verlaufenden Nerven sind typisch für diese Pflanzenfamilie. Der Standort war schattig und die Wuchshöhe betrug ca. 40 Zentimeter. Die zart violetten Blüten haben fünf Blätter und sind ca. zwei bis drei Zentimeter im Durchmesser groß. (Foto: Sinharaja-Regenwald, 2006)
Mimose (Mimosa, Mimosa pudica)
Durch eine Berührung kann man die Blätter der Mimose dazu bringen, sich zu bewegen. Die Pflanze klappt die Blätter zusammen, was eine effektive Abwehrmethode von Fressfeinden darstellt. Landet beispielsweise ein Insekt auf dem Blatt und möchte es davon fressen, klappt es unter seinen Füßen zusammen und das Insekt stürzt nicht selten herab.
Auch abends ziehen sich die Blätter zusammen und öffnen sich erst wieder am nächsten Morgen. Ursprünglich stammen Mimosen aus Südamerika, aber sie wurden in vielen Teilen der Welt eingebürgert. In Sri Lanka findet man Mimosen an zahlreichen Standorten, sie sind meist recht niedrig, also nur wenige Zentimeter hoch. Die Blüten sind quastenartig und violett bis rosa gefärbt. (Foto: Nähe Ratnapura, 2006)
Moosfarn (Spike Moss, Selaginella ssp.)
Die Gattung der Moosfarne umfasst weltweit 700 Arten, von denen in Sri Lanka etliche vorkommen. Mit ihrer Wuchshöhe von ca. 20 Zentimetern war die rechts gezeigte Selaginella ssp. relativ klein. Auffällig war die bläuliche Färbung. (Foto: Brief Garden, 2006)
Orchidee (Orchid, Vanda tessellata)
Die rechts gezeigte Orchidee wurde sehr wahrscheinlich von Menschen an ihrem Standort in die Natur gebracht. Die Pflanzen befanden sich in einem Hotelgarten und gediehen auf einem großen Baumstamm. Vana tessellata hat bis zu 25 Zentimeter lange, gebogene, grün gefärbte lineale Blätter. Die Blüten befinden sich an hängenden Trauben, sie sind fünf bis zehn Zentimeter breit und blau gefärbt. Oft tragen sie ein schachbrettartiges dunkelblaues Muster. Auch violette Blüten kommen vor, diese sind mit weißlich-blauen Seitenzipfeln ausgestattet. Die Pflanzenart mag zwar direkte Sonne, aber sie kann auch im Schatten gedeihen. (Foto: Habarana, 2006)
Papayabaum (Papaya Tree, Carica papaya)
Die eigentliche Heimat des Papayabaums sind das Tiefland und die Küstenregionen Südamerikas. Von dort aus wurde er wegen seiner schmackhaften Früchte als Nutzpflanze in viele Teile der Welt gebracht und erfolgreich angebaut. Zwischen fünf und zehn Metern liegt die Wuchshöhe des Papayabaums. Er ist nicht verzweigt und trägt nur im oberen Bereich Blätter, die an langen Stielen sitzen. Der Durchmesser der Blätter beträgt zwischen 50 und 70 Zentimeter und sie sind an den Rändern tief gelappt. Blüten können sich am gesamten Stamm und an den Blattachsen bilden, sie sind recht klein und gelblich-weiß gefärbt, siehe Foto. Werden die Blüten befruchtet, reifen aus ihnen länglich-ovale Früchte, die bis zu 45 Zentimeter groß werden können und deren Schale anfangs grün ist. Sind die Früchte reif, ist die Schale gelb-orange gefärbt. (Foto: Kitulgala, 2006)
Pfauenstrauch (Pride of Barbados, Caesalpinia pulcherrima)
Ursprünglich stammt der Pfauenstrauch aus der Karibik. Er wurde aber in alle tropischen Gegenden der Erde vom Menschen eingeführt. Auch in Sri Lanka kann man ihn vornehmlich in Gärten, mancherorts aber auch in freier Natur antreffen. Der Strauch erreicht eine Wuchshöhe von fünf bis sechs Metern. Seine Krone ist recht locker und lässt viel Licht durch, außerdem gehört er zu den laubabwerfenden Pflanzen. Paarig und wechselständig angeordnet sind die bis zu 30 Zentimeter langen Blätter.
Orange, rot oder gelb sind die Blüten dieser zur Familie der Hülsenfrüchtler gehörenden Pflanzenart. Die Blüten sitzen an 30 bis 40 Zentimeter langen Blütenständen. Unreife Fruchtschoten sind grün gefärbt und werden mit der Zeit braun. Sie sind bis zu zwölf Zentimeter lang.
In manchen Teilen der Welt werden die Schoten vom Menschen zur Gewinnung von Gerbsäuren genutzt, aus denen Farben und Tinten hergestellt werden. (Beide Fotos: Dambulla, 2006)
Pfeifenblume (Aristolochia ssp.)
An einer sehr exponierten Stelle auf dem Sigiriya-Felsen fand ich an einem Zaun die rechts gezeigte Pflanze, die zur Gattung Aristolochia gehört. Diese Pflanzen sind immergrün und rankend, ihre Stängel verholzen mit der Zeit. Die Blätter der rechts gezeigten Pflanze waren ca. fünf Zentimeter lang. Der Standort war der prallen Sonne ausgesetzt, nicht sonderlich feucht und zudem nicht windgeschützt. Vermutlich handelt es sich um Aristolochia indica, ich bin mir dessen jedoch nicht ganz sicher. (Foto: Sigiriya, 2006)
Portiabaum (Coast Cotton Tree, Thespesia populnea)
In der Nähe des Strandes sind in Sri Lanka vielerorts Portiabäume anzutreffen. Die tropischen Küstenregionen Asiens sind die ursprüngliche Heimat dieser Bäume, die inzwischen auch in der Neuen Welt eingebürgert wurden. Bis zu 20 Meter können diese immergrünen Bäume hoch werden. Ihre Blätter sind bis zu 15 Zentimeter lang und herzförmig. An den Bäumen stehen die Blüten jeweils einzeln, sie sind zwischen fünf und acht Zentimeter lang und glockenförmig. Ihre gelbe Färbung verlieren sie, sobald sie verblüht sind; dann sind sie oragen-gelb bis rosa. (Beide Fotos: Aluthgama, 2006)
Reis (Rice, Oryza sp.)
Reis ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Süßgräser (Poaceae).
Die Pflanzen haben längliche Blätter und lange Rispen. In vielen Teilen der Welt wird Reis heute großflächig angebaut, so auch in Sri Lanka. Zwei Wildformen - Oryza rufipogon und Oryza nivara - sind in Myanmar, Südchina, Laos und Thailand
beheimatet. Aus diesen Wildreisarten wurde das Getreide entwickelt, das in Sri Lanka auf weiten Flächen kultiviert wird. (Foto: Galatara, 2006)
Rosenapfel (Shrubby Simpoh, Dillenia suffruticosa)
Vor allem an Flussufern habe ich diese Pflanzenart in Sri Lanka vielerorts gesehen, die immergrün ist und bis zu zehn Meter hoch werden kann. Häufig ist sie zwischen den Mangrovenbäumen anzutreffen. Ihre Blüten sind im Durchmesser bis zu zwölf Zentimeter groß; die ledrigen, auf der Oberseite glänzenden Blätter sind bis zu 15 Zentimeter breit und 30 zentimeter lang. Besonders auffällig sind die rosarot gefärbten Fruchtkapseln, die in sieben Kammern unterteilt sind. Sie sind gleichzeitig mit den Blüten am selben Strauch vorhanden. (Foto: Bentota Ganga, 2006)
Rotangpalme (Rattan Palm, Calamus ovoideus)
Von stattlicher Größe ist die rechts gezeigte Palmenart aus der Familie der Rotangpalmen, deren exakten deutschen Namen ich leider nicht kenne. Diese Palmen sind in Asien die Lieferanten für Peddigrohr (Kern) und Rattan (Außenhaut). Sie wachsen mit Hilfe ihrer starken Dornen als so genannte Spreizklimmer an anderen, großen Regenwaldbäumen empor. In Sri Lanka wird diese Palmenart als thundarena bezeichnet. Die Einheimischen nutzen die Rotangpalmen als Rohstofflieferanten für ihr Flechtwerk. Sie stellen aus dem ebenso stabilen wie flexiblen Material beispielsweise Rattankörbe und -stühle her. (Foto: Sinharaja-Regenwald, 2006) |