|
Startseite
· Sri Lanka allgemein
· Kulinarisches
· Sri-Lanker
· Reisetipps
· Ausflugstipps
· Edelsteine
· Tempelanlagen
· Teeplantagen
· Sigiriya
· Sinharaja-Regenwald
· Udawalawe-Nationalpark
· Pinnawela-Elefanten-
waisenhaus
· Gewürzgärten
· Botanischer Garten
(Peradeniya)
· Brief Garden
·
Meeresschildkröten-
farm in Kosgoda
· Fluss-Safaris
· Kandy-Tänzer
· Tsunami
· Insekten,
Gliederfüßer
und Schildkröten
· Säugetiere, Krebstiere
und Schnecken
· Reptilien und Amphibien
· Vögel
· Teil 1
· Teil 2
· Teil 3
· Teil 4
· Teil 5
· Teil 6
· Teil 7
· Vogelbriefmarken
· Pflanzen
· Teil 1
· Teil 2
· Teil 3
· Teil 4
· Teil 5
· Teil 6
· Teil 7
· Teil 8
· Teil 9
· Teil 10
· Verschiedene Fotos
· Literatur & Linktipps
|
Pflanzen in Sri Lanka - Teil 2
Auf dieser Seite werden folgende Arten beschrieben:
· Dendrobium sp.
· Drillingsblume oder Bougainvillea (Bougainvillea, Bougainvillea spectabilis)
·
Efeutute (Pothos, Epipremnum pinnatum)
· Eisenholzbaum (Na Tree, Mesua nagassarium), Sri Lankas
Nationalbaum
· Exacum trinervium (Binara)
· Fischgiftbaum oder Putatbaum (Sea Poison Tree, Barringtonia
asiatica)
· Frangipani (Frangipani, Plumeria obtusa)
· Gemeiner Oleander (Oleander, Nerium oleander)
· Goldtrompete (Golden Trumpet, Allamanda cathartica)
· Kannenpflanze (Pitcher Plant, Nepenthes distillatoria)
· Kasuarine (Casuarina Tree, Casuarina sp.)
· Kautschukbaum (Para Rubber Tree, Hevea brasiliensis)
Dendrobium sp.
An
einem abgebrochenen Baumstumpf hat sich in etwa zwei Meter Höhe über dem
Erdboden die rechts gezeigte Orchidee befunden. Sie gehört zur Gattung
Dendrobium, die weltweit mit circa 1.200 Arten vorkommt.
Mehrere dieser Spezies sind in Sri Lanka heimisch. Die Blätter der hier
gezeigten Pflanze sind etwa 30 bis 40
Zentimeter lang gewesen und sie haben mich zunächst an Farnwedel
erinnert. Der Standort ist
recht schattig gewesen und die Rinde des Baums, auf dem sich die
Orchidee angesiedelt hat, ist sehr rau gewesen. Sollte einem Orchideenkenner anhand des Fotos das Kunststück
gelingen, die Spezies genau zu bestimmen, würde ich mich über eine
Nachricht per E-Mail sehr freuen. Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald
Zum Seitenanfang ↑
Drillingsblume oder Bougainvillea (Bougainvillea, Bougainvillea spectabilis)
An
einem Flussufer habe ich die rechts gezeigte Drillingsblume oder
Bougainvillea gesehen. Der Busch hatte eine stattliche Größe, er ist
etwa zwei Meter hoch und dicht beblättert gewesen. Seine Blüten haben
eine rosa-gelbliche Färbung aufgewiesen. Es handelt sich bei dieser
Pflanzenart um eine Kulturform der Bougainvillea, die auch in
Deutschland sowie in vielen anderen Ländern als Zierpflanze sehr beliebt
ist und in unterschiedlichen Farben zu finden ist. Foto: 2006, Aluthgama
Efeutute (Pothos, Epipremnum pinnatum)
In
weiten Teilen Asiens sowie in Ozeanien ist die Efeutute in freier Natur
heimisch. Auch in Sri Lanka ist sie vielerorts zu finden, sie ist vom
Menschen ins Land eingeschleppt worden. Dass ihr das tropisch-warme
Klima gut bekommt, erkennt man unschwer an den stattlichen Exemplaren
dieser Spezies, die sich in vielen Teilen des Landes finden. Mit Hilfe
ihrer Luftwurzeln klettert die Efeutute bis zu 20 Meter hoch an Bäumen
empor und bildet dabei bis zu vier Zentimeter dicke Sprossachsen aus.
Ihre Blätter sind wechselständig angeordnet und herzförmig. Sie können
eine Länge von maximal einem Meter und eine Breite von maximal etwa 45
Zentimeter erreichen. Junge Blätter sind allerdings sehr viel kleiner,
also etwa zehn bis 15 Zentimeter lang. Die Blätter sind grün gefärbt,
einige sind hellgrün bis gelblich gemustert, die Oberfläche ist
glänzend. In Deutschland ist die Efeutute als Zimmerpflanze sehr
beliebt. Foto: 2006, Nähe Ratnapura
Eisenholzbaum (Na Tree, Mesua nagassarium), Sri Lankas Nationalbaum
Sri
Lanka, Indien, Südnepal, Vietnam und die malaiische Halbinsel bilden das
Verbreitungsgebiet des Eisenholzbaumes. Ihren Namen verdankt diese
Pflanze der Tatsache, dass ihr Holz extrem hart ist, weshalb die Bäume
vielerorts kultiviert werden. Die Wuchshöhe kann bis zu 13 Meter
betragen, der Stamm erreicht im Durchmesser eine Größe von bis zu 90
Zentimeter. Dunkelgrün sind die älteren Blätter gefärbt; sie sind
länglich geformt, laufen spitz zu und sind oft bis zu 15 Zentimeter
lang. Junge, sich gerade entwickelnde Blätter sind rötlich bis rosa
gefärbt, siehe Foto. Sämtliche Blätter hängen nach unten herab. Der Duft
der Blüten ist sehr lieblich, weshalb sie in einigen Teilen Asiens von
den Einheimischen regelrecht geerntet werden. Zwischen vier und 7,5
Zentimeter sind die Blüten groß und sie sind weiß gefärbt. Der
Eisenholzbaum ist immergrün und ist in vielen Landesteilen Sri Lankas zu
finden. Am 26. Februar 1986 ist er zum Nationalbaum erklärt worden. Foto: 2006, Nähe Ratnapura
Zum Seitenanfang ↑
Exacum trinervium (Binara)
In
Sri Lanka ist die natürliche Heimat von Exacum trinervium, diese
Pflanzenart ist dort endemisch. Das heißt, sie kommt ursprünglich nur in
diesem Land in freier Natur vor. Die Wuchshöhe kann bis zu einem
Meter betragen und die Pflanze bevorzugt feuchte Standorte, zum Beispiel
Regenwaldgebiete. Der Stamm verzweigt sich mehrmals, der Querschnitt der
einzelnen Zweige ist entweder zylindrisch-rund oder viereckig. Bis zu
7,5 Zentimeter lang sind die elliptisch bis lanzettlich geformten
Blätter, die in Längsrichtung von drei Nerven (Streifen) durchzogen
werden. Etwa drei Zentimeter sind die Blüten im Durchmesser groß. Sie
sind violett bis bläulich gefärbt und tragen in der Mitte leuchtend
gelbe Staubgefäße, auch die Basis der Blätter ist gelb gefärbt. Leider
ist mir der deutsche Name dieser Pflanzenart nicht bekannt. Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald
Fischgiftbaum oder Putatbaum (Sea Poison Tree, Barringtonia asiatica)
Der
bis zu 20 oder sogar 25 Meter hohe Fischgiftbaum ist in vielen Teilen
Asiens beheimatet. Er wächst
vor allem in der Nähe von Mangroven, aber auch an Küsten. Die Rinde
dieser Bäume ist grau gefärbt und recht weich. Auffällig groß und bis zu
15 Zentimeter lang sind die Blätter des Fischgiftbaumes, sie sind oval
geformt und haben eine glänzende Oberfläche. Ältere Blätter sind grün
gefärbt, junge Blätter zeigen einen mehr oder minder stark ausgeprägten
Rotschimmer. Auf einem langen Stiel sitzen die Blüten, die ihre Pracht
dann entfalten, wenn es dunkel ist und meist morgens schon herab
gefallen sind. Man findet diese schönen, filigranen Gebilde dann auf dem
Boden unter den Bäumen verstreut. Der intensive Duft der Blüten lockt
nachts Falter und Nektar fressende Fledermäuse an. Die Früchte hängen
wie grüne Laternen an den Bäumen, siehe Foto unten rechts. Alle Teile
des Baumes enthalten eine Substanz namens Saponin. Insbesondere die Samen werden
vom Menschen genutzt, um damit Fische zu fangen. Pulverisierte Samen
werden in Süßwasser gestreut und entfalten dort ihre betäubende Wirkung
auf die Fische. Foto: 2006, Aluthgama
| |
 |
|
 |
|
| |
Blüte, Foto: 2006, Aluthgama |
|
Frucht, Foto: 2006, Aluthgama |
|
Frangipani (Frangipani, Plumeria obtusa)
Zwar
sehen die weiß-gelben Blüten des Frangipani-Baumes hübsch aus. Doch das
allein ist jedoch nicht der Grund für ihre Beliebtheit bei den Menschen.
Die Blüten verströmen einen intensiven, süßlichen und sehr angenehmen Duft,
weshalb die Pflanze häufig in Gärten angepflanzt wird. Das Personal
sri-lankischer Hotels pflückt gern die Blüten und legt sie als duftenden Schmuck
in den Zimmern der Gäste aus. Bis zu 4,5 Meter hoch können die Bäume oder
Büsche werden. Ihre Rinde ist grau bis bräunlich gefärbt und manche
Bäume tragen nur wenige Blätter. Die Blätter sind meist mehr als zehn
Zentimeter lang und elliptisch geformt. Foto: 2006, Aluthgama
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 2006, Nuwara Eliya |
|
Foto: 2006, Aluthgama |
|
Zum Seitenanfang ↑
Gemeiner Oleander (Oleander, Nerium oleander)
Der
Gemeine Oleander ist immergrün und verholzend. Seine Wuchshöhe kann bis
zu fünf Meter betragen. Die Blätter sind sechs bis zehn Zentimeter lang
und dunkelgrün gefärbt. Sie stehen für gewöhnlich zu dritt quirlförmig
angeordnet am Ast. In Trugdolden sind die Blüten des Gemeinen Oleanders
zu mehreren angeordnet. Weil der Oleander als Zierpflanze sehr beliebt
ist, gibt es verschiedene Zuchtformen, so dass die Blüten von weiß bis
rosarot unterschiedlich gefärbt sein können. Das natürliche
Verbreitungsgebiet des Gemeinen Oleanders ist riesig, es erstreckt sich
von Nordafrika über Südeuropa über den Nahen Osten bis nach Indien und
China. Foto: 2006, Nuwara Eliya
Goldtrompete (Golden Trumpet, Allamanda cathartica)
Die
ursprüngliche Heimat der Goldtrompete ist das tropische Amerika. Weil
sie hübsche Blüten bildet, ist die Pflanze vom Menschen auch in anderen
Teilen der Welt eingebürgert worden. Auf diesem Wege ist sie nach Sri
Lanka gekommen. Bis zu 4,5 Meter hoch kann die Goldtrompete mit Hilfe
ihrer Zweige klettern. Ihre Blätter sind dunkel blaugrün gefärbt, spitz
zulaufend geformt und sie haben eine glänzende Oberfläche. Von der Seite
betrachtet, sind die leuchtend gelben Blüten trompetenförmig, sie können
bis zu 15 Zentimeter lang werden. Foto: 2006, Nähe Ratnapura
Kannenpflanze (Pitcher Plant, Nepenthes distillatoria)
Sri
Lankas Regenwälder sind die Heimat von Nepenthes distillatoria.
Diese im Deutschen als Kannenpflanze bezeichnete Spezies gehört zur
Gruppe der fleischfressenden Pflanzen. An den Spitzen ihrer Blätter
bilden sich kannenförmige Gebilde, in denen sich eine klare
Flüssigkeit befindet. Hierbei handelt es sich um die
Verdauungsflüssigkeit der Pflanze, also um Wasser, das mit bestimmten
Stoffen angereichert ist. Der obere Kannenrand ist rund und gewölbt.
Läuft dort ein Insekt entlang, rutscht es ins Innere der Kanne und fällt
in die Flüssigkeit, aus der es sich nicht mehr befreien kann, denn die
Innenwände der Kanne sind glatt. An ihnen finden Insektenfüße keinen
Halt. Der kleine Deckel klappt nicht zu, sobald ein Insekt gefangen
worden ist. Er bleibt in seiner leicht schrägen Position und dient als
Regenschutz, damit die Verdauungsflüssigkeit nicht durch von oben in die
Kanne tropfendes Regenwasser zu stark verdünnt wird. Kannenpflanzen
ranken im Regenwald beispielsweise an Hängen empor. Die Kannen von
Nepenthes distillatoria können über zehn Zentimeter groß werden. Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald
Zum Seitenanfang ↑
Kasuarine (Casuarina Tree, Casuarina sp.)
Innerhalb des Pflanzenreichs zählen die Kasuarinen zu den
Buchenartigen. Der Gattung Casuarina gehören mindestens
sechs Arten an, die Forscher sind sich über die exakte Anzahl
noch nicht einig. Die ursprüngliche Heimat der Kasuarinen
erstreckt sich über Australien und die nördlich dieses
Kontinents gelegenen Inseln. In anderen Ländern der Welt sind
die Pflanzen eingebürgert worden, so auch in Sri Lanka. Dort findet man die bis
zu 20 Meter hohen, immergrünen Bäume an vielen Stellen. Vor
allem im Bereich der Küste sind Kasuarinen relativ häufig
anzutreffen, denn sie sind recht unempfindlich gegenüber Salz.
Ihre mehr als zehn Zentimeter langen, dünnen Blätter erinnern an
die der Koniferen oder Nadelbäume. Die Kronen der Kasuarinen
sind relativ locker.
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 2006, Aluthgama |
|
Foto: 2006, Aluthgama |
|
Kautschukbaum (Para Rubber Tree, Hevea brasiliensis)
Die eigentliche Heimat des Kautschukbaumes ist das tropische
Amazonasbecken. Von dort aus hat der Baum seinen Siegeszug in vielen
anderen tropischen Regionen der Welt angetreten, denn er ist der
Lieferant des Kautschuksaftes, der auch als Latex bezeichnet wird und
der zur Herstellung von Gummi Verwendung findet. In Sri Lanka werden
Kautschukbäume in großen Plantagen angebaut und es gibt sogar ein
Forschungsinstitut, das sich ausschließlich mit dem Naturstoff
beschäftigt. Kautschukbäume erreichen eine Wuchshöhe von 30 bis 40
Meter, der Stamm ist mit seinem Durchmesser von bis zu 35 Zentimeter
relativ schlank. Graugrün ist die Rinde gefärbt und der Baum, der zur
Familie der Wolfsmilchgewächse gehört, ist gleichmäßig verzweigt. Wenn
die Bäume mindestens fünf bis sechs Jahre alt sind, kann man sie zur
Ernte nutzen. Mit einem speziellen Messer wird die Rinde spiralförmig
aufgeschnitten und am Baum wird ein Auffangbehälter befestigt, in den
der Naturkautschuk läuft, siehe Foto unten links. Ist der Baum etwa 25
Jahre alt, lässt sich kein Naturkautschuk mehr aus ihm gewinnen, weil er
die Produktion der Substanz einstellt. Er wird dann gefällt und dient
der Holzgewinnung.
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 2006, Nähe Ratnapura |
|
Plantage, Foto: 2006, Nähe Ratnapura |
|
Zum Seitenanfang ↑
|
Sri Lanka auf einer größeren Karte anzeigen
|