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Pflanzen in Sri Lanka - Teil 1
Auf dieser Seite werden folgende Arten beschrieben:
· Arundina graminifolia (Bamboo Orchid)
· Asiatische Hakenlilie (Spider Lily, Crinum asiaticum)
·
Bambus (Bamboo)
·
Banane (Banana, Musa sp.)
·
Bärlapp-Art (Club Moss, Lycopodium sp.)
·
Blaue Seerose (Blue Water Lily, Nymphaea stellata), Sri Lankas Nationalblume
·
Bodhibaum oder Pappelfeige (Bodhi Tree, Ficus religiosa)
·
Breitblättriger Ingwer (Shampoo Ginger, Zingiber zerumbet)
·
Brotfruchtbaum (Breadfruit Tree, Artocarpus altilis)
· Caladium sp.
· Chrysothemis pulchella
· Commelina benghalensis (Tropical Spiderwort)
Arundina graminifolia (Bamboo Orchid)
Vom Südrand des Himalaja in Tibet und Bhutan sowie Indien über Südchina,
Laos, Vietnam, Kambodscha und Indonesien bis nach Sri Lanka erstreckt
sich das riesige Verbreitungsgebiet der Orchideenart Arundina
graminifolia. Zwischen 30 Zentimeter und drei Meter können die
Sprosse dieser Pflanzenart hoch werden. Sie tragen viele Blätter, die
zwischen 15 und 30 Zentimeter lang sind. Ihre Breite beläuft sich auf
bis zu 2,5 Zentimeter. Traubig ist der Blütenstand, er erreicht eine
Länge von maximal 40 Zentimeter. Zwischen drei und zwölf Zentimeter
können die einzelnen, rosa bis weiß gefärbten Blüten im Durchmesser groß
werden. Als Standorte bevorzugt diese Orchidee, für die mir kein
deutscher Name bekannt ist, sonnige Plätze, also beispielsweise
Waldlichtungen.
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Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald |
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Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald |
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Asiatische Hakenlilie (Spider Lily, Crinum asiaticum)
In
Deutschland wird die Asiatische Hakenlilie als Zierpflanze verkauft.
Ihre weißen Blüten sind wunderschön anzusehen, weil sie sehr filigran
und groß sind. Die Pflanzen, die ich in Sri Lanka beobachtet habe, haben
häufig auf sandigem Untergrund gestanden, die Wuchshöhe hat in etwa 40
Zentimeter betragen. Ursprünglich stammt diese Spezies aus Asien, sie
ist aber in vielen Teilen der Welt als Gartenpflanze eingeführt worden,
die dann in freie Natur gewandert ist. Deshalb ist die Asiatische
Hakenlilie in warmen Gegenden der Welt ein weit verbreiteter Bewohner. Foto: 2006, Aluthgama
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Foto: 2006, Aluthgama |
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Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald |
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Bambus (Bamboo)
Innerhalb
der Familie der Süßgräser (Poaceae) bilden die Bambusgewächse
eine Unterfamilie, die als Bambusoideae bezeichnet wird. In
dieser Unterfamilie kommen etwa 1.200 verschiedene Arten vor, von denen
in Sri Lanka etliche anzutreffen sind. Für den Laien ist es nahezu
unmöglich, die einzelnen Bambusarten zu erkennen. Die auf dem Foto rechts gezeigte Bambusart
ist
enorm groß gewesen und sie hat einen kleinen Wald gebildet. Etwa sechs oder sieben Meter
hoch ist dieser Bambus gewesen und er hat zahlreiche Blätter getragen. Bis zu zwölf
Zentimeter im Durchmesser sind die Stängel in Bodennähe groß gewesen. Auch
zierlichere Arten, die zwischen einem und zwei Meter groß werden, kann
man in Sri Lanka an vielen Orten finden. Foto: 2006, Kurunegala
Banane (Banana, Musa sp.)
Über
20 verschiedene Bananenarten werden in Sri Lanka angebaut. Unter ihnen
sind Kochbananen, die man beispielsweise als Bestandteil von Curries
isst. Süße, kleine Bananen, die als Dessert oder als Fruchtsnack dienen,
gibt es in Hülle und Fülle. Besonders weit verbreitet sind kleine, gelb
gefärbte Früchte. Sie sind an Marktständen und in Verkaufshütten an den
Straßenrändern im gesamten Land erhältlich. Vor allem im Tiefland kann
man vielerorts kurze, dicke und rosarot gefärbte Bananen kaufen.
Bananengewächse erinnern ein wenig an kleine Palmen, es handelt sich bei
ihnen um Stauden. Sie können eine Wuchshöhe von über zwei Meter
erreichen und sie bilden nach unten hängende Blütenstände aus. Die Blüten
sind dunkel violett gefärbt. In ihnen entwickeln sich
zunächst kleine Bananen, die nach oben gebogen sind und mit der Zeit
immer größer werden, bis sie schließlich reif sind. Foto: 2006, Nähe Kalawila
Bärlapp-Art (Club Moss, Lycopodium sp.)
Während
meiner Wanderung durch den Regenwald habe ich die rechts gezeigte
Pflanzenart gesehen, die von einem Baum herab gehangen hat, auf dem sie
sich als Aufsitzerpflanze (Epiphyte) niedergelassen hatte. Die Triebe
sind etwa 30 bis 40 Zentimeter lang gewesen und sie haben sich nach
unten hin verzweigt. Leider habe ich diese Pflanze nicht aus der Nähe
anschauen können, weil sie sich etwa drei Meter über dem Boden im Baum
befunden hat. Es handelt sich um eine Bärlapp-Art. Die genaue Spezies
kann ich nicht benennen, weil im entsprechenden Habitat mehrere
unterschiedliche Arten vorkommen. Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald
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Blaue Seerose (Blue Water Lily, Nymphaea stellata), Sri Lankas Nationalblume
In den Flüssen und Gewässern Sri Lankas kommen mehrere
unterschiedliche
Seerosenarten vor. Die Blaue Seerose nimmt unter ihnen eine
besondere Stellung ein, denn sie ist im Februar 1986 zur
Nationalblume erklärt worden. Ihr sri-lankischer Name lautet Nil Manel.
Im Durchmesser sind die Blüten etwa zehn bis zwölf Zentimeter
groß und sie sind zart violett bis bläulich gefärbt. Wie andere
Seerosen verströmen sie einen schwachen, angenehmen Duft. Die
Blätter sind nahezu rund geformt, hellgrün gefärbt und schwimmen
an der Wasseroberfläche. Manche Blätter sind über 30 Zentimeter
groß. Weil Seerosen nährstoffreiches Wasser benötigen, um viele
Blüten bilden zu können, wachsen sie nicht überall. Auch darf
das Wasser nicht salzig oder brackig sein, so dass sie nicht im
Bereich von Flussmündungen vorkommen. Zu finden sind sie in
ruhig fließenden Flussabschnitten und Uferzonen von breiten Flüssen
und mitunter auf Seen. In manchen Gärten werden sie in kleinen
Tümpeln kultiviert.
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Foto: 2006, Nähe Aluthgama |
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Foto: 2006, Bentota |
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Bodhibaum oder Pappelfeige (Bodhi Tree, Ficus religiosa)
Mit
ihrer Wuchshöhe von bis zu 30 Meter sind Bodhibäume oder Pappelfeigen
imposante Erscheinungen. Den Buddhisten und damit einem großen Teil der
sri-lankischen Bevölkerung sind sie heilig. Der Legende nach hat der
indische Prinz Siddharta Gautama unter einer Pappelfeige sitzend die
Erleuchtung erlangt, die im Sanskrit als Bodhi bezeichnet wird. Somit
ist der Prinz unter diesem Baum zum Buddha geworden und die Pappelfeige ist
seither von großer spiritueller Bedeutung für die Anhänger der
friedlichen Lebensphilosophie, die Buddha begründet hat. In der
buddhistischen Kunst symbolisiert die Pappelfeige den Buddha. Auf dem
heiligen Boden buddhistischer und hinduistischer Tempel befindet sich in
Sri Lanka immer auch ein Bodhibaum. Die Blätter erinnern an Herzen mit
langen, nach unten weisenden Spitzen und die Bäume bilden stattliche
Luftwurzeln aus. Ein kleines offenes Gebäude mit dem Namen
Bodhi Gara
wird in Sri Lanka rund um die Tempelbäume errichtet, die aus Ablegern
der großen Pappelfeige gewachsen sind, die in Anuradhapura steht. Dieser
riesige, alte Baum ist laut der Legende ein Ableger jener Pappelfeige,
unter der Siddharta Gautama einst erleuchtet worden ist. Foto: 2006, Bentota
Breitblättriger Ingwer (Shampoo Ginger, Zingiber zerumbet)
Das
ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Breitblättrigen Ingwers, der zu den
Ingwergewächsen gehört, liegt in Indien. Diese Pflanzenart kann eine
Wuchshöhe von über einem Meter erreichen. Die Blütenstände befinden sich
in der frühen Wachstumsphase dicht über dem Boden, sie sind
kolbenförmig, anfangs grün und später auffallend rot gefärbt, siehe Foto
in diesem Absatz. Aus ihnen sprießen mit der Zeit mehrere weiße
Einzelblüten. Zwischen 15 und 20 Zentimeter lang sind die Blätter dieser
Pflanzenart. Foto: 2006, Galatara
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Brotfruchtbaum (Breadfruit Tree, Artocarpus altilis)
Zur
Gattung der Maulbeergwächse (Moraceae)gehört der immergrüne Brotfruchtbaum, der in
den Tropen beheimatet ist. Ursprünglich stammt er aus Südostasien, also
beispielsweise aus Sri Lanka. Er ist vom Menschen in vielen Teilen der
Welt angesiedelt worden, um die nahrhaften Früchte ernten zu können. Bis
zu 20 Meter hoch können Brotfruchtbäume werden, der Stamm kann einen
Durchmesser von 70 bis 100 Zentimeter aufweisen. Innerhalb der gesamten
Pflanze zirkuliert ein milchiger, weißer Saft, der die Haut stark reizt,
was die Ernte der Früchte erschwert, wenn diese weit oben in der Krone
hängen. Dann werden sie mit Stangen aus dem Baum geholt, um einen
Hautkontakt mit dem Pflanzensaft zu vermeiden. Brotfrüchte können bis zu
zwei Kilogramm schwer werden. Ihr Fruchtfleisch ist weiß, stärkehaltig
und der Geschmack sowie die Konsistenz erinnern an Kartoffeln. Foto: 2006, Nähe Sinharaja-Regenwald
Caladium sp.
Am
Rande eines Weges in einer Ortschaft auf dem Land, die von Reisfeldern
umgeben gewesen ist, habe ich diese Pflanze beobachtet. Sie gehört zur
Gattung Caladium,
ich weiß allerdings leider nicht genau, zu welcher Spezies. Die Blätter
sind zwischen zehn und 15 Zentimeter lang gewesen. Ihre Färbung ist
dunkelgrün gewesen und sie haben rötliche und weiße Farbflecken
getragen. Sie erinnerten mich aufgrund ihrer Blattform an die Buntwurz (Caladium
bicolor), die ich in
Trinidad & Tobago gesehen habe. Foto: 2006, Galatara
Chrysothemis pulchella
Der
Standort der in diesem Abschnitt gezeigten Pflanze namens
Chrysothemis pulchella
ist sehr schattig gewesen. Das Exemplar ist etwa 40 Zentimeter hoch
gewesen, die Blätter haben eine Länge von etwa zehn Zentimeter
aufgewiesen und sie sind dunkelgrün gewesen. Die Blattränder sind
gezähnt und die Blüten zweifarbig gewesen, also orangerot und gelb.
Ursprünglich stammt diese Pflanzenart aus dem mittelamerikanischen und
karibischen Raum. Sie ist von Menschen als Zierpflanze in andere Länder
- so auch nach Sri Lanka - gebracht worden. Foto:
2006, Bentota
Commelina benghalensis (Tropical Spiderwort)
Von
nur geringer Wuchshöhe (wenige Zentimeter) ist Commelina
benghalensis. Diese Pflanzenart besitzt kriechende Stängel, die
zwischen 30 und 40 Zentimeter lang werden können. Die mittelgrün
gefärbten Blätter sind bis zu sieben Zentimeter lang, länglich-oval
geformt und spitz zulaufend; ihre Breite liegt zwischen einem und 2,5
Zentimeter. Zart violett sind die beiden oberen Blütenblätter gefärbt,
die fast rund geformt sind. Darunter befinden sich gelbe Staubgefäße und
zwei längliche, nach innen gebogene Pflanzenteile. Je nach
Feuchtigkeitsgehalt des Standortes, ist die Pflanze ein- oder
mehrjährig. Das in diesem Abschnitt gezeigte Exemplar ist an einem
schattigen, feuchten Ort zwischen antikem Mauerwerk angesiedelt gewesen.
Leider ist mir der deutsche Name dieser Pflanzenart nicht bekannt. Foto: 2006, Sigiriya
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