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Bamboo Orchid, Arundina graminifolia
Im Bereich des Sinharaja-Regenwaldes gedeihen an einigen Stellen sehr viele der rechts gezeigten Orchideen, deren deutscher Name mir leider nicht bekannt ist. Im gesamten tropischen Asien und natürlich auch in Sri Lanka ist diese schöne Orchideenart beheimatet, aber auch in Mittelamerika wurde sie eingebürgert. Ihre Wuchshöhe liegt meist zwischen 70 und 200 Zentimeter. Der Standort der Pflanzen ist stets sehr sonnig, die Blüten sind hell- und dunkelviolett gefärbt. Aufgrund ihrer Größe von bis zu acht Zentimetern sind sie weithin sichtbar. (Foto: Sinharaja-Regenwald, 2006)
Bambus (Bamboo)
Innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae) bilden die Bambusgewächse eine Unterfamilie, die als Bambusoideae bezeichnet wird. In dieser Unterfamilie kommen etwa 1.200 verschiedene Arten vor, von denen in Sri Lanka etliche anzutreffen sind. Für den Laien ist es nahezu unmöglich, die einzelnen Bambusarten zu erkennen. Ich konnte sie bedauerlicherweise nicht identifizieren, denn ich bin in Bezug auf die Pflanzenwelt ein Laie. Die auf dem Foto rechts gezeigte Bambusart war enorm groß und bildete einen kleinen Wald. Etwa sechs oder sieben Meter hoch war dieser Bambus und er trug zahlreiche Blätter. Bis zu zwölf Zentimeter im Durchmesser waren die Stängel in Bodennähe groß. Auch zierlichere Arten, die zwischen einem und zwei Meter groß werden, kann man in Sri Lanka an vielen Orten finden. (Foto: Kurunegala, 2006 )
Banane (Banana, Musa sp.)
Über 20 verschiedene Bananenarten werden in Sri Lanka angebaut. Unter ihnen sind Kochbananen, die man beispielsweise als Bestandteil von Curries isst. Süße, kleine Bananen, die als Dessert oder als Fruchtsnack dienen, gibt es in Hülle und Fülle. Besonders weit verbreitet sind kleine, gelb gefärbte Früchte. Sie sind an Marktständen und in Verkaufshütten an den Straßenrändern im gesamten Land erhältlich. Vor allem im Tiefland kann man vielerorts kurze, dicke und rosarot gefärbte Bananen kaufen. Bananengewächse erinnern ein wenig an kleine Palmen, es handelt sich bei ihnen jedoch um Stauden. Sie können eine Wuchshöhe von über zwei Metern erreichen und bilden nach unten hängende Blütenstände aus. Die Blüten sind dunkel violett gefärbt, siehe Foto. In ihnen entwickeln sich zunächst kleine Früchte, die nach oben gebogen sind und mit der Zeit immer größer werden, bis sie schließlich reif sind. (Foto: Nähe Brief Garden, 2006)
Bärlapp-Art (Club Moss, Lycopodium sp.)
Während meiner Wanderung durch den Regenwald sah ich die rechts gezeigte Pflanzenart, die von einem Baum herab hing, auf dem sie sich als Aufsitzerpflanze (Epiphyte) niedergelassen hatte. Die Triebe waren etwa 30 bis 40 Zentimeter lang und sie verzweigten sich nach unten hin. Ich vermute, sie wachsen von oben nach unten. Leider konnte ich sie nicht aus der Nähe anschauen, weil sie etwa drei Meter über dem Boden im Baum hingen. Es handelt sich um eine Bärlapp-Art; die genaue Spezies kann ich leider nicht benennen, weil im entsprechenden Habitat mehrere unterschiedliche Arten vorkommen. (Foto: Sinharaja-Regenwald, 2006)
Blaue Seerose (Blue Water Lily, Nymphaea stellata), Sri Lankas Nationalblume
In den Flüssen und Gewässern Sri Lankas kommen mehrere unterschiedliche Seerosenarten vor. Die Blaue Seerose nimmt unter ihnen eine besondere Stellung ein, denn sie wurde im Februar 1986 zur Nationalblume erklärt. Ihr sri-lankischer Name lautet Nil Manel. Im Durchmesser sind die Blüten etwa zehn bis zwölf Zentimeter groß und sie sind zart violett bis bläulich gefärbt. Wie andere Seerosen verströmen sie einen zarten, angenehmen Duft. Die Blätter sind nahezu rund geformt, hellgrün gefärbt und schwimmen an der Wasseroberfläche. Manche Blätter sind über 30 Zentimeter groß. Weil Seerosen nährstoffreiches Wasser benötigen, um viele Blüten bilden zu können, wachsen sie nicht überall. Auch darf das Wasser nicht salzig oder brackig sein, sodass sie nicht im Bereich von Flussmündungen vorkommen. Zu finden sind sie in ruhig fließenden Abschnitten und Uferzonen von breiten Flüssen und mitunter auf Seen. In manchen Gärten werden sie in kleinen Tümpeln kultiviert. (Foto: Bentota Ganga, 2006)
Bodhibaum oder Pappelfeige (Bodhi Tree, Ficus religiosa)
Mit ihrer Wuchshöhe von bis zu 30 Metern sind Bodhibäume oder Pappelfeigen imposante Erscheinungen. Den Buddhisten, und damit einem großen Teil der sri-lankischen Bevölkerung, sind sie heilig. Der Legende nach erlangte der indische Prinz Siddharta Gautama unter einer Pappelfeige sitzend die Erleuchtung, die im Sanskrit als Bodhi bezeichnet wird. Somit wurde der Prinz unter diesem Baum zum Buddha und die Pappelfeige ist seither von großer spiritueller Bedeutung für die Anhänger der friedlichen Lebensphilosophie, die Buddha begründete. In der buddhistischen Kunst symbolisiert die Pappelfeige den Buddha. Auf dem heiligen Boden buddhistischer und hinduistischer Tempel befindet sich in Sri Lanka immer auch ein Bodhibaum. Die Blätter erinnern an Herzen mit langen, nach unten weisenden Spitzen und die Bäume bilden stattliche Luftwurzeln aus. Ein kleines offenes Gebäude mit dem Namen Bodhi Gara wird in Sri Lanka rund um die Tempelbäume errichtet, die aus Ablegern der großen Pappelfeige gewachsen sind, die in Anuradhapura steht. Dieser riesige, alte Baum ist laut der Legende ein Ableger jener Pappelfeige, unter der Siddharta Gautama einst erleuchtet wurde. (Foto: Kande Vihara, 2006)
Breitblättriger Ingwer (Shampoo Ginger, Zingiber zerumbet)
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieses Ingwergewächses liegt in Indien. Es kann eine Wuchshöhe von über einem Meter erreichen. Die Blütenstände befinden sich in der frühen Wachstumsphase dicht über dem Boden, sie sind kolbenförmig, anfangs grün und später auffallend rot gefärbt (siehe Foto rechts), aus ihnen sprießen weiße Einzelblüten. Zwischen 15 und 20 Zentimeter lang sind die schmalen Blätter. (Foto: Galatara, 2006)
Brotfruchtbaum (Breadfruit Tree, Artocarpus altilis)
Zur Gattung der Maulbeerbäume gehört der immergrüne Brotfruchtbaum, der in den Tropen beheimatet ist. Ursprünglich stammt er aus Südostasien, also beispielsweise aus Sri Lanka, und wurde vom Menschen in vielen Teilen der Welt angesiedelt, um die nahrhaften Früchte ernten zu können. Bis zu 20 Meter hoch können Brotfruchtbäume werden, der Stamm kann einen Durchmesser von 70 bis 100 Zentimeter aufweisen. Innerhalb der gesamten Pflanze zirkuliert ein milchiger, weißer Saft, der die Haut stark reizt, was die Ernte der Früchte erschwert, wenn diese weit oben in der Krone hängen. Dann werden sie mit Stangen aus dem Baum geholt, um einen Hautkontakt mit dem Pflanzensaft zu vermeiden. Brotfrüchte können bis zu zwei Kilogramm schwer werden. Ihr Fruchtfleisch ist weiß, stärkehaltig und der Geschmack sowie die Konsistenz erinnern an Kartoffeln. (Foto: Nähe Sinharaja-Regenwald, 2006)
Caladium ssp.
Am Rande eines Weges in einer Ortschaft auf dem Land, die von Reisfeldern umgeben war, wuchs diese Pflanze. Sie gehört zur Gattung Caladium, ich weiß allerdings leider nicht genau, zu welcher Spezies. Die Blätter waren zwischen zehn und 15 Zentimeter lang, dunkelgrün gefärbt und trugen rötliche und weiße Farbflecken. Sie erinnerten mich aufgrund ihrer Blattform an die Buntwurz (Caladium bicolor), die ich in Trinidad & Tobago gesehen habe. (Foto: Galatara, 2006)
Tropical Spiderwort, Commelina benghalensis
Von nur geringer Wuchshöhe (wenige Zentimeter) ist Commelina benghalensis. Diese Pflanzenart besitzt kriechende Stängel, die zwischen 30 und 40 Zentimeter lang werden können. Die mittelgrün gefärbten Blätter sind bis zu sieben Zentimeter lang, länglich-oval geformt und spitz zulaufend; ihre Breite liegt zwischen einem und 2,5 Zentimeter. Zartviolett sind die beiden oberen Blütenblätter gefärbt, die fast rund geformt sind. Darunter befinden sich gelbe Staubgefäße und zwei längliche, nach innen gebogene Pflanzenteile. Je nach Feuchtigkeitsgehalt des Standortes ist die Pflanze ein- oder mehrjährig. Das rechts gezeigte Exemplar gedieh an einem schattigen, feuchten Ort zwischen antikem Mauerwerk. Leider ist mir der deutsche Name dieser Pflanzenart nicht bekannt. (Foto: Sigiriya, 2006)
Dendrobium sp.
An einem abgebrochenen Baumstumpf hing in etwa zwei Metern Höhe über dem Erdboden die rechts gezeigte Orchidee. Sie gehört zur Gattung Dendrobium, die in aller Welt mit 1200 Arten vorkommt, von denen mehrere in Sri Lanka heimisch sind. Die Blätter waren etwa 30 bis 40 Zentimeter lang und erinnerten mich an zunächst Farne. Der Standort war recht schattig und die Rinde des Baums, auf dem die Orchidee wuchs, sehr rau. Sollte einem Orchideenkenner anhand des Fotos das Kunststück gelingen, die Spezies genau zu bestimmen, würde ich mich über eine E-Mail sehr freuen. (Foto: Sinharaja-Regenwald, 2006)
Efeutute (Pothos, Epipremnum pinnatum)
In weiten Teilen Asiens und auch in Ozeanien ist die Efeutute in freier Natur heimisch. Auch in Sri Lanka ist sie vielerorts zu finden, sie wurde vom Menschen ins Land eingeschleppt. Dass ihr das tropisch-warme Klima gut bekommt, erkennt man leicht an den stattlichen Exemplaren dieser Spezies, die sich in der Natur finden. Mit Hilfe ihrer Luftwurzeln klettert die Efeutute bis zu 20 Meter hoch an Bäumen empor und bildet dabei bis zu vier Zentimeter dicke Sprossachsen aus. Ihre Blätter sind wechselständig angeordnet und herzförmig. Sie können eine Länge von bis zu 100 Zentimetern und eine Breite von maximal etwa 45 Zentimetern erreichen. Die Blätter sind grün gefärbt, einige sind hellgrün bis gelblich gemustert, die Oberfläche ist glänzend. In Deutschland ist die Efeutute als Zimmerpflanze sehr beliebt. (Foto: Nähe Ratnapura, 2006)
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