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Schmetterlinge
und Falter aus Düsseldorf und Umgebung - Teil 3
Auf dieser Seite finden Sie Artenporträts und Fotos
der unten aufgelisteten Arten. Um zu den einzelnen Abbildungen und
Beschreibungen zu gelangen, klicken Sie bitte auf den Namen der
jeweiligen Art.
· Goldene Acht (Pale Clouded Yellow, Colias croceus)
· Graubinden-Labkrautspanner (Common Carpet, Epirrhoe alternata)
· Grauer Knospenwickler (Marbled Orchard Tortrix, Hedya nubiferana)
· Grauer Zwergspanner (Small Dusty Wave, Idaea seriata)
· Graugelber Breitflügelspanner (Dotted Border, Agriopis marginaria)
· Großer Frostspanner (Mottled Umber, Erannis defoliaria)
· Großer Johanniskraut-Spanner (Treble-bar, Aplocera plagiata)
· Großer Kohlweißling (Large White, Pieris brassicae)
· Großes Ochsenauge (Meadow Brown, Maniola jurtina)
· Grüner Eichenwickler (Green Oak Tortrix, Tortrix viridana)
· Grüner Langfühler (Green Longhorn, Adela reaumurella)
· Grünes Blatt (Large Emerald, Geometra papilionaria)
· Hauhechel-Bläuling (Common Blue, Polyommatus icarus)
· Halmeulchen (Minor, Oligia sp.)
· Hedya salicella
· Heu-Staubeule (Pale Mottled Willow, Paradrina clavipalpis)
· Himbeermarkmotte (Argolamprotes micella)
· Hornissen-Glasflügler (Hornet Moth, Sesia apiformis)
· Hornklee-Widderchen (Narrow-bordered Five-spot Burnet, Zygaena lonicerae)
· Hornkraut-Tageulchen (Small Yellow Underwing, Panemeria tenebrata)
· Hummelnestmotte (Bee Moth, Aphomia sociella)
· Incurvaria masculella
· Jakobskrautbär (Cinnabar Moth, Tyria jacobaeae)
· Kleidermotte (Common Clothes Moth, Tineola bisselliella)
· Kleiner Feuerfalter (Small Copper, Lycaena phlaeas)
Goldene Acht (Pale Clouded Yellow, Colias croceus)
Die
Flügelspannweite der Goldenen Acht beträgt zwischen 42 und 50
Millimeter. Diese Tiere gehören zur Familie der Weißlinge und sind
tagaktiv. Auf der Oberseite sind die Flügel der männlichen Falter dieser
Art gelb gefärbt, Weibchen haben auf der Flügeloberseite eine
gelblich-grüne Grundfärbung. Bei beiden Geschlechtern ist die
Flügelunterseite jeweils gelblich gefärbt. Darüber hinaus tragen beide
Geschlechter auf der Oberseite der Vorderflügel eine bräunliche bis
schwarze Randbinde. Außerdem ziert ein schwarzer Fleck die Ober-
und Unterseite der Vorderflügel. Auf der Unterseite des Hinterflügels
befindet sich eine Zeichnung in Form einer "8". Auf Wiesen mit Klee und
Luzerne, in Streuobstwiesen sowie auf Mager- und Trockenrasen
sind diese Schmetterlinge anzutreffen. Ihre Flugzeit erstreckt sich von
Mai bis Oktober. In manchen Literaturquellen werden diese schönen Tiere
als Gemeine Heufalter bezeichnet. Es gibt
eine Reihe ähnlicher Arten. Die Tiere zu unterscheiden, ist sehr
schwierig. Mir hat der Experte Jürgen Hensle aus dem
Lepiforum bei der Bestimmung geholfen. Foto: 22.09.2009,
Düsseldorf-Stockum
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Graubinden-Labkrautspanner (Common Carpet, Epirrhoe alternata)
Etwa
25 Millimeter beträgt die Flügelspannweite des
Graubinden-Labkrautspanners. Tagsüber und auch nachts fliegen diese
Falter in ihrem bevorzugten Lebensraum umher, sie kommen beispielsweise
in Wäldern sowie Parks und Gärten vor. In zwei Generationen leben die
Tiere in der deutschen Natur, die erste fliegt von Ende April bis Mitte
Juni und die zweite von Mitte Juli bis September. Farblich sind die
Tiere eher schlicht, ihre Vorderflügel weisen verschiedene Braun- und
Grautöne auf. Am Ansatz zeigen sie ein graues Muster, gefolgt von einer
schmalen hellen Binde, dahinter liegt eine braun gemusterte Binde. Den
Abschluss bildet nach außen hin eine helle Binde, gefolgt von einem
dunkelbraunen und grauen Muster am Flügelrand. Diese Falterart wird auch
als Gemeiner Bindenspanner bezeichnet.
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Foto: 23.04.2011,
Düsseldorf-Rath |
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Foto: 08.05.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Grauer Knospenwickler (Marbled Orchard Tortrix, Hedya nubiferana)
Ein sehr zierlicher Vertreter der Familie der Wickler
ist der Graue Knospenwickler. Diese nachtaktive Falterart erreicht eine
Flügelspannweite von nur 15 bis 21 Millimeter und ist lediglich circa
einen Zentimeter lang. In der Zeit von Mai/Juni bis August sind die Tiere in
der Natur anzutreffen, sie lassen sich zuweilen von Licht anlocken. Ihre
Vorderflügel sind zum Rand hin hell gefärbt mit einem dunklen Saum,
innen weisen die Vorderflügel eine graue bis graubraune Färbung auf, die
teilweise mit blauen, irisierenden Schuppen bedeckt ist. Wenn die Falter
ruhig auf einem Ast sitzen, sehen sie aus wie Vogelkot und sind perfekt
getarnt. Die Raupen des Grauen Knospenwicklers ernähren sich unter
anderem von Weißdorn und Schlehdorn. Ein alternativer wissenschaftlicher
Name dieser Spezies ist Hedya dimidioalba.
Foto: 26.05.2009, Düsseldorf-Grafenberg
Grauer Zwergspanner (Small Dusty Wave, Idaea seriata)
In
der Nähe menschlicher Siedlungen ist der Graue Zwergspanner sehr häufig zu
beobachten. Oft kommen die Tiere auch in Häuser, weil sie abends vom
Licht angelockt werden. Die Flügelspannweite dieser Nachtfalter beträgt zwischen 19
und 21 Millimeter. Tagsüber kann man die hellgrau bis weißlich
gefärbten Tiere an vielen Stellen ruhend an Gebäuden beobachten. Auf den hell
gefärbten Flügeln tragen sie dunkle Wellen und Fleckenmuster. Von April
bis Oktober erstreckt sich die Flugzeit dieser Tiere; sie kommen in
mehreren Generationen vor, die sich überschneiden. Foto: 20.09.2008,
Düsseldorf-Grafenberg
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Foto: 06.03.2010,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 03.06.2009,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 19.11.2009,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 03.06.2009,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Graugelber Breitflügelspanner (Dotted Border, Agriopis marginaria)
Die
nachtaktiven Graugelben Breitflügelspanner sind überwiegend
gelblich-grau gefärbt, wie es ihr Name bereits vermuten lässt. Männliche
Falter erreichen eine Flügelspannweite von 27 bis 32 Millimeter. Zu
erkennen sind die Tiere an ihrer grauen Querbinde, die ein Stück hinter
der Flügelbinde verläuft. Außerdem tragen diese Nachtfalter feine dunkle
Punkte am Rand ihrer Flügel. Weibchen dieser Falterart haben nur kurze
gelbliche Stummelflügel und können nicht fliegen. Sie erreichen eine
Körpergröße von lediglich zehn bis 14 Millimeter. Sehr zeitig im Jahr beginnt
die Flugzeit dieser Falter, sie nimmt ihren Anfang im Februar und dauert
bis Mitte Mai. Foto: 19.02.2009, Düsseldorf-Grafenberg
Großer Frostspanner (Mottled Umber, Erannis defoliaria)
Der Große Frostspanner ist eine Falterart, die vom Spätherbst bis in den
Dezember in freier Natur beobachtet werden kann. Männliche und weibliche
Tiere unterscheiden sich bei dieser Art sehr stark. Weibchen sind
flügellos und grau gefärbt, die Männchen haben eine Flügelspannweite von
bis zu 46 Millimeter. Die Grundfärbung ist hell
ockergelb, darauf findet sich ein charakteristisches dunkles Muster, was
vor allem für die Vorderflügel gilt. Im Frühling kann man die sehr
variabel gezeichneten Raupen des Großen Frostspanners beobachten, siehe
Foto unten rechts. Sie kommen in vielen verschiedenen Farbvariationen
vor, die Bestimmung ist deshalb nicht einfach. Einige Beispiele sind auf
der Webseite
Schmetterling-Raupe.de zu sehen.
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Männchen, Foto: 17.11.2009,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 10.05.2008,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Großer Johanniskraut-Spanner (Treble-bar, Aplocera plagiata)
In
der Zeit von Mitte Mai bis Mitte Juli ist die erste Generation des
Großen Johanniskraut-Spanners in der deutschen Natur anzutreffen, die
zweite Generation dieser hübschen Falterart hat ihre Flugzeit von Juli
bis September. Die Spezies weist eine Flügelspannweite von 27 bis 40
Millimeter auf. Ihre Grundfärbung ist weißgrau bis blaugrau, außerdem
befindet sich auf den Flügeln ein filigranes Muster aus dunklen,
bräunlichen Bereichen. Dieses Muster besteht aus feinen Querlinien. Zu
finden sind die tagaktiven Schmetterlinge an warmen Standorten. Sie
bevorzugen Hanglagen, trockene Waldränder, Böschungen, magere Wiesen und
Bergheiden. Im Ruhrgebiet ist die Art auch auf Ruderalflächen zu finden.
Erwachsene Falter saugen an verschiedenen Pflanzen, darunter
Gewöhnlicher Natternkopf, Schmetterlingsflieder und
Taubenkopf-Leinkraut. Foto: 13.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
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Großer Kohlweißling (Large White, Pieris brassicae)
Der
Große Kohlweißling ist in Deutschland regelmäßig anzutreffen, obwohl er
seltener ist als der relativ ähnliche
Kleine Kohlweißling. Die
Grundfärbung der Flügeloberseite ist weiß, die Ecken der Vorderflügel
sind schwarz gefärbt. Weibchen tragen darüber hinaus schwarze Flecken
auf den Flügeln. Auf der Unterseite sind die Flügel grünlich gefärbt.
Mit 60 bis 65 Millimeter ist die Flügelspannweite dieser Tagfalter
relativ groß. In zwei Generationen ist der Große Kohlweißling in der
Zeit von März bis Oktober in der Natur zu finden, Raupen sind von Juni
bis Oktober zu beobachten. Foto: 26.04.2009, Düsseldorf-Düsseltal
Großes Ochsenauge (Meadow Brown, Maniola jurtina)
Das
Große Ochsenauge gehört zur Familie der Edelfalter. Diese Tiere
sind tagaktiv und leicht an ihren hellbraunen Flecken auf der
Oberseite ihrer Vorderflügel zu erkennen; die Grundfärbung ist
braun. Auf diesen hellbraunen Bereichen befindet sich auf jedem
Vorderflügel je ein großer, dunkler Fleck, der einen kleinen,
hellen Punkt in sich trägt. Die Flügelunterseite ist überwiegend
hellbraun gefärbt, die Vorderflügel weisen zudem orange gefärbte
Bereiche auf. Außerdem ist dort ebenfalls ein dunkler Fleck mit
einem hellen Punkt zu sehen, auf der Unterseite der Hinterflügel
befindet sich je ein kleiner, dunkler Fleck. Zwischen 40 und 50
Millimeter beträgt die Flügelspannweite dieser Tiere. Vor allem
auf Wiesen, aber auch an Wald- und Straßenrändern kann man diese
Schmetterlingsart beobachten. Von Mitte Juni bis zum Beginn des
Herbstes erstreckt sich die Flugzeit des Großen Ochsenauges.
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Foto: 26.06.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Foto: 05.07.2008, Düsseldorf Hafen |
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Grüner Langfühler (Green Longhorn, Adela reaumurella)
Der
Grüne Langfühler gehört zur Familie der Langhornmotten. Diese
Tierart ist tagaktiv und weist eine Flügelspannweite von 14 bis
18 Millimeter auf. Die Männchen haben sehr lange Antennen, die
weißlich gefärbt sind; bei den Weibchen sind die Antennen
deutlich kürzer. Bei beiden Geschlechtern sind die Vorderflügel
metallisch grün gefärbt, sie schimmern im Sonnenlicht sehr
stark. Außerdem sind die Tiere am Kopf und an Teilen des Körpers
behaart, die Härchen sind bei den Männchen schwarz gefärbt, bei
den Weibchen etwas heller. Von April bis Juni sind die Tiere in
der Natur anzutreffen, sie halten sich vor allem in lichten
Wäldern auf und schwärmen im Sonnenlicht in großer Zahl.
Foto: 27.04.2008, Düsseldorf-Grafenberg
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Männchen; Foto: 27.04.2008,
Düsseldorf-Rath |
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Foto: 27.04.2008,
Düsseldorf-Rath |
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Grüner Eichenwickler (Green Oak Tortrix, Tortrix viridana)
Zwischen
16 und 24 Millimeter beträgt die Flügelspannweite des Grünen
Eichenwicklers, der mitunter auch einfach nur als Eichenwickler
bezeichnet wird. Die Vorderflügel dieser Falterart sind grasgrün bis
blassgrün gefärbt. An den Flügelenden befindet sich ein weißlicher,
fransiger Saum. Dies gilt ebenfalls für die Hinterflügel, deren
Grundfärbung hellgrau ist. Der Kopf der Grünen Eichenwickler ist
gelblich gefärbt, der Hinterleib grau und die Brust grün. Überall dort,
wo es Eichen gibt, ist die Falterart anzutreffen, ihre Flugzeit dauert
von Mai bis Juni oder Juli. Weil die Falter dämmerungs- und nachtaktiv
sind, sieht man sie nicht sonderlich häufig, zumal sie sich bevorzugt im
Bereich der Baumkronen aufhalten. Ihre Raupen ernähren sich von frisch
geöffneten Eichenknospen und jungen Blättern, weshalb sie bei einem
Massenauftreten schwere Schäden an den Bäumen hervorrufen können.
Foto: 12.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
Grünes Blatt (Large Emerald, Geometra papilionaria)
Das
Grüne Blatt ist ein nachtaktiver Falter aus der Familie der Spanner (Geometridae).
Zwischen 40 und 65 Millimeter kann die Flügelspannweite des Grünen
Blatts betragen. Junge Falter sind
leuchtend tiefgrün gefärbt. Je älter die Tiere werden, desto mehr verblasst die Färbung.
Deshalb sind ältere Individuen eher blaugrün bis graugrün gefärbt. Auf
den Flügeln tragen diese Schmetterlinge eine feine, dunkelgrün und weiß
gefärbte Zeichnung. Auf den Vorderflügeln befinden sich drei
bogenförmige, unterbrochene Linien. Zwei dieser Linien setzen sich auf
den Hinterflügeln fort. Die Fühler und die Beine dieser Falterart sind
orange gefärbt. Typische Lebensräume des Grünen Blattes sind Laubwälder,
Marschland und Heideflächen. Darüber hinaus sind die Tiere in waldnahen
Siedlungsräumen zu beobachten. Von Mai bis August findet die Flugzeit
dieser Spezies statt. Foto: 13.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
Hauhechel-Bläuling (Common Blue, Polyommatus icarus)
Die
häufigste in Deutschland zu beobachtende Art aus der Familie der
Bläulinge (Lycaenidae) ist der Hauhechel-Bläuling. Deshalb trägt
diese Spezies auch den Namen Gemeiner Bläuling. Die Körperlänge dieser tagaktiven Falter beträgt
25 bis 30 Millimeter, die Flügelspannweite liegt zwischen 29 und
36 Millimeter. Die Geschlechter dieser Schmetterlingsart sehen
unterschiedlich aus. Bei den Weibchen, siehe Foto unten links, ist
die Flügeloberseite bräunlich-blau, bei den Männchen ist sie
kräftig blau gefärbt, mitunter ist ein Violettstich zu erkennen,
siehe Foto unten rechts.
In offenen Bereichen, in denen nektarreiche Blüten wie Disteln
und dergleichen zu finden sind, kann man den Hauhechel-Bläuling
von Ende April bis September antreffen. Meist fliegen die Tiere
innerhalb eines Jahres in zwei Generationen, bei sehr günstigem
Klima auch in drei. Foto: 20.09.2008, Düsseldorf-Kaiserswerth
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Weibchen; Foto: 20.09.2008,
Düsseldorf-Kaiserswerth |
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Männchen, Foto: 22.09.2009,
Düsseldorf-Stockum |
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Männchen, Foto: 18.07.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Männchen, Foto: 01.08.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Halmeulchen (Minor, Oligia sp.)
In
Deutschland kommen mehrere verschiedene Halmeulchen vor, die der Gattung
Oligia angehören. Die einzelnen Arten sehen einander äußerst ähnlich und
einige von ihnen können optisch nicht bestimmt werden. Es erfordert eine
mikroskopische Untersuchung der Fortpflanzungsorgane, um die Art zu
identifizieren. Das hier gezeigte Tier gehört einer solchen Spezies an,
die höchstwahrscheinlich nur mikroskopisch zu bestimmen ist. In einer
Diskussion im Lepiforum haben Experten die Vermutung geäußert, es
könnte sich um Oligia strigilis, Oligia versicolor
oder um Oligia latruncula handeln. Einiges spricht gegen O.
strigilis, so dass die Art wahrscheinlich entweder O.
versicolor oder O. latruncula ist. Etwa 20 bis 22
Millimeter ist das rechts gezeigte Tier lang gewesen, es ist in offenem
Grasland vorgekommen, das mit Hecken und Gehölzen durchsetzt ist.
Foto: 13.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
Hedya salicella
In
der Zeit von Mai bis September ist in vegetationsreichen
Gegenden der kleine Falter namens Hedya salicella zu
beobachten. Die Tiere erreichen eine Flügelspannweite von 19 bis
24 Millimeter und sind nachtaktiv. Von künstlichem Licht lassen
sie sich anziehen. Große Teile der Vorderflügel sind hell
gefärbt, auch haselnussbraune Bereiche und sogar bläulich-grau
schimmernde Areale finden sich auf den Flügen. Auffällig ist ein
haselnussbrauner Bereich auf dem Oberkörper der Tiere, der nach
oben steht. Die Beine sind hell und dunkel gemustert. Ein
deutscher Name ist mir für diese Falterart nicht bekannt,
dasselbe gilt für einen englischen Namen. Foto: 12.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist
Heu-Staubeule (Pale Mottled Willow, Paradrina clavipalpis)
Die Heu-Staubeule ist ein nachtaktiver Falter aus der Familie
der Eulenfalter (Noctuidae). Zwischen 26 und 32 Millimeter
beträgt die Flügelspannweite dieser unauffällig gefärbten Tiere.
Ihre Vorderflügel sind meist beige bis bräunlich oder grau
gefärbt und weisen ein schwaches Muster aus Punkten, Wellen und
Strichen in verschiedenen Grau- und Braunschattierungen auf.
Ring- und Nierenmakel dieser Art sind dunkel gefüllt, außerdem
finden sich am Rand des Nierenmakels oft weiße Punkte. Hell
weißlich und durchscheinend sind die Hinterflügel der Männchen
gefärbt, Weibchen haben sind die Adern der Hinterflügel
bräunlich bestäubt und der Rand weist eine leichte
Schwarzschattierung auf. Raupen sind variabel gefärbt, sie
können grünlich bis rötlichbraun gefärbt sein. Falter können
während der Flugzeit von März bis November beobachtet werden,
die Raupen der zweiten Generation überwintern in Kokons. Die
eigentliche Verpuppung erfolgt dann normalerweise erst im
Frühjahr.
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Foto: 11.03.2011,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Raupe, Foto: 08.12..2010,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Himbeermarkmotte (Argolamprotes micella)
Die
Himbeermarkmotte ist sehr zierlich, ihre Flügelspannweite beträgt
maximal zwölf bis 14 Millimeter. Sie gehört zur Familie der
Palpenmotten. Typisch für diese Familie sind die nach hinten gebogenen
Labialpalpen. Hierunter sind Taster der Mundwerkzeuge zu verstehen, also
im Fall der Himbeermarkmotte die sogenannten Lippentaster. Schwarzbraun
bis rotbraun sind die Vorderflügel dieser kleinen Falterart gefärbt. Sie
glänzen golden und tragen zahlreiche kleine weiße Punkte. Außerdem
tragen sie an den Enden feine Fransen. Himbeermarkmotten kommen in
Gebüschen, Gärten und an Waldrändern vor, ihre Flugzeit findet im Juni
und Juli statt. Foto: 26.06.2011, Düsseldorf-Knittkuhl
Hornissen-Glasflügler (Hornet Moth, Sesia apiformis)
Auf
den ersten Blick sieht der Hornissen-Glasflügler nicht wie ein
Falter aus, sondern wie ein sehr großes Stechinsekt, denn er
ähnelt einer Hornisse. Mit seiner schwarz-gelben Körperfärbung
signalisiert er wie die Hornissen oder Wespen Gefahr -
allerdings ist der Hornissen-Glasflügler nicht gefährlich. Die
Körpergröße dieser Falter beträgt mehr als einen Zentimeter, der
Rumpf ist breit und klobig. Wie es der Name nahelegt, sind die
Flügel durchscheinend und sie wirken gläsern, wodurch sich der
Hornissen-Glasflügler deutlich von anderen Faltern
unterscheidet. Zwischen 30 und 45 Millimeter kann die
Flügelspannweite der hübschen Fluginsekten betragen. Weibchen
sind etwas kleiner als Männchen. Vom sehr ähnlich aussehenden
Großen Weiden-Glasflügler (Sesia bembeciformis) ist die
Art an ihren gelben "Schulterflecken" zu unterscheiden, die sich
direkt am Flügelansatz befinden. Zu beobachten sind
Hornissen-Glasflügler an Gewässern und in offenem, feuchtem
Gelände. Ihre Flugzeit beginnt Ende Mai und dauert bis Ende
Juli. In manchen Literaturquellen wird die Art als
Bienen-Glasflügler bezeichnet. Foto:
05.06.2010, Düsseldorf-Düsseltal
Hornklee-Widderchen (Narrow-bordered Five-spot Burnet, Zygaena lonicerae)
In der deutschen Natur ist das Hornklee-Widderchen an vielen
Stellen zu finden. Die Tiere kommen in Arealen vor, die nicht zu
feucht und nicht zu trocken sind. Neben Küstengebieten besiedeln
sie auch offene Wälder bis hin zu subalpinen Matten, wo sie bis
in Höhenlagen von 2.000 Meter vorkommen. Die Flügelspannweite
dieser tagaktiven Falterart beträgt zwischen 30 und 46
Millimeter. Schwarz ist die Grundfärbung, auch der Körper, die
Beine und die Fühler sind so gefärbt. Auf den Vorderflügeln
tragen die Tiere je fünf karmin- bis zinnoberrote Flecken, die
Hinterflügel sind überwiegend rot gefärbt und weisen einen
schwarzen Rand auf. Im Brustbereich und am Hinterkörper tragen
die Falter eine schwarze Behaarung, die bei den einzelnen
Individuen unterschiedlich dicht sein kann. Das
Hornklee-Widderchen sieht dem Sumpfhornklee-Widderchen (Zygaena trifolii)
sehr ähnlich. Diese Schwesterart kommt in den meisten Fällen in
etwas anderen Lebensräumen vor und hat zudem stärker abgerundete
Vorderflügel. Die Flugzeit des Hornklee-Widderchens fällt in die
Monate Juni und Juli. Foto: 10.07.2011, Düsseldorf-Knittkuhl
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Foto: 18.07.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Foto: 10.07.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Hornkraut-Tageulchen (Small Yellow Underwing, Panemeria tenebrata)
Tagsüber
kann man von Mitte April bis Mitte Juni auf Wiesen, anderen
Graslandflächen mit hohem Bewuchs und in offenen Landschaften
das Hornkraut-Tageulchen antreffen. Diese Falterart
gehört zur Familie der Eulenfalter und weist eine
Flügelspannweite von 19 bis 22 Millimeter auf. Dunkelbraun ist
die Grundfärbung der Vorderflügel, einige graue Partien zieren
dieses Flügelpaar. Außerdem verlaufen zwei gezackte Querlinien
über die Vorderflügel. Die beiden Hinterflügel weisen eine
schwärzliche Grundfärbung auf und tragen je ein breites gelbes
Mittelband. Weil naturbelassene Wiesen in Deutschland immer
seltener werden, ist das Hornkraut-Tageulchen in einigen
Bundesländern nicht mehr sehr häufig. Laut
Schmetterlinge-Deutschlands.de gilt für die Art in
Nordrhein-Westfalen die Vorwarnstufe der Roten Liste der
bedrohten Arten. Foto: 21.05.2011, Düsseldorf-Hubbelrath
Hummelnestmotte (Bee Moth, Aphomia sociella)
Die
Hummelnestmotte ist ein Kleinschmetterling, der mit seiner
Flügelspannweite von 18 bis 44 Millimeter jedoch vergleichsweise groß
ist. Bei dieser Falterart sind die Männchen etwas prächtiger gefärbt als
die Weibchen. Die Grundfärbung männlicher Tiere ist graubraun, außerdem
gibt es zum Rand der Flügel hin einige grünlich oder violett schimmernde
Bereiche sowie einige dunklere Flecken. Weibchen sind lediglich
graubraun gefärbt und tragen einige Flecken. In diesem Absatz ist ein
Männchen zu sehen, was unter anderem auch daran zu erkennen ist, dass
ihm die längere "Zünslernase" fehlt, die die Weibchen aufweisen. Draußen
beobachten kann man die nachtaktive Hummelnestmotte in der Zeit von Mai
bis September, die Tiere werden von Licht angezogen. Der Name der Art
rührt daher, dass die erwachsenen Tiere Wespen- und Hummelnester mit
ihrem Geruchssinn aufspüren und ihre Eier in deren unmittelbarer Nähe
ablegen. Die Raupen kriechen in die Nester und ernähren sich dort von
allem, was sie finden können - auch von Hummeln oder Wespen. Ist ein
Nest mit vielen Raupen befallen, können diese ihren Unterschlupf
innerhalb kurzer Zeit vollständig zerstören. Foto: 07.05.2011,
Düsseldorf-Grafenberg
Incurvaria masculella
Schon
im April beginnt die Flugzeit der Falterart Incurvaria mascuella, bis in
den Mai hinein können diese Tiere in der deutschen Natur beobachtet
werden. Ihre Flügelspannweite beträgt zwölf bis 16 Millimeter. Braun ist
die Grundfärbung der Vorderflügel, sie tragen je zwei weiße, dreieckig
geformte Bereiche. Sind die Flügel in Ruhestellung, berühren sich diese
weißen Areale über dem Rumpf. Aus manchen Blickwinkeln betrachtet,
erscheinen die Flügel mit einem violetten Metallschimmer überhaucht.
Männliche Tiere sind an ihren gekämmten Fühlern zu erkennen, siehe Foto
rechts. Die Larven dieser Falterart leben in Blättern, in denen sie
Minen (Bohrgänge) bilden. Blätter verschiedener Baumarten, darunter vor
allem Weißdorn (Crataegus) bilden die Nahrung der Larven. Foto:
10.04.2011, Düsseldorf-Ludenberg
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Jakobskrautbär (Cinnabar Moth, Tyria jacobaeae)
In
der Zeit von Mai bis Juni findet man erwachsene Exemplare des
Jakobskrautbärs. Diese Falterart hat eine Flügelspannweite von 32 bis 45
Millimeter. Zu erkennen sind die Tiere an ihren schwarzen Flügeln, die
zwei rote Punkte und lange rote Striche an den Rändern tragen. Wiesen,
Waldwiesen, Ränder von Fließgewässern und Steinbrüche sind Orte, an
denen man diese Falter beobachten kann. Ihre Raupen sind schwarz-gelb
gefärbt und sie tragen lange, weiße Haare. Mit der Warnfärbung weisen
sie auf ihre Giftigkeit hin. Sie können bis zu 30 Millimeter lang
werden. Zu finden sind sie meist auf den Blütenständen von
Jakobs-Greiskraut. Der Jakobskrautbär wird in manchen Literaturquellen
als Blutbär oder Karminbär
bezeichnet. Foto: 12.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
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Raupe, Foto: 24.07.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Foto: 17.07.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Füße einer Raupe, Foto: 24.07.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Foto: 24.07.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Kleidermotte (Common Clothes Moth, Tineola bisselliella)
Die
Kleidermotte ist ein kleiner Vertreter aus der Familie der Echten Motten
(Tineidae). Ihre Körperlänge beträgt etwa sechs bis neun Millimeter, die
Flügelspannweite beläuft sich auf neun bis 16 Millimeter. Je nachdem,
wovon sich die Falter im Raupenstadium ernährt haben, sind die Flügel
unterschiedlich gefärbt. Sie können hellgelb bis dunkelbraun gefärbt
sein und glänzen metallisch. Die Hinterflügel sind normalerweise heller
als die Vorderflügel, außerdem tragen beide Flügelpaare keine Zeichnung
und sie sind am Rand ausgefanst. Der Kopfbereich ist stark behaart, die
Haare sind bräunlich bis rötlichbraun gefärbt. In freier Natur leben die
Raupen der Kleidermotten beispielsweise in den Nestern von Säugetieren
und Vögeln, wo sie sich von Tierhaaren oder Federn ernähren. Mitunter
gelingt es Kleidermotten jedoch auch, in Häuser zu fliegen. Dort können
die Larven Schäden an Textilien anrichten - daher der Name
"Kleidermotte", denn die Tiere zerfressen unter anderem Kleidungsstücke
und gelten deshalb als Schädlinge. Zwischen Mai und September findet die
Flugzeit der Kleidermotten in der Natur statt, in Gebäuden können sie
auch im Winter vorkommen. Foto: 29.05.2009,
Düsseldorf-Grafenberg
Kleiner Feuerfalter (Small Copper, Lycaena phlaeas)
In Deutschland ist der Kleine Feuerfalter zwar
weit verbreitet. Doch er kommt nicht überall gleichermaßen häufig vor.
Vielerorts - so auch im Rheinland - ist er eher selten zu finden. Bis zu
27 Millimeter kann die Flügelspannweite dieser tagaktiven Falterart
betragen. Orangerot sind die Vorderflügel auf der Oberseite gefärbt, sie
tragen einen breiten, braunen Außenrand und einige braune Bereiche als
Muster. Ähnlich ist auch die Unterseite der Vorderflügel gefärbt.
Bräunlich ist die Grundfärbung der Hinterflügel, auf ihnen befindet sich
eine orange gefärbte Binde; auf der Unterseite sind sie graubraun
gefärbt. Außerdem tragen sie einige dunkle Flecken sowie eine fein
gezeichnete, orange gefärbte Binde am äußeren Rand. Nur an sehr warmen
Tagen fliegen die Falter bereits im März, ansonsten beginnt die Flugzeit
etwa ab Mitte April und sie reicht bis in den Oktober hinein. Generell
mögen die Tiere, die in einem Jahr in mehreren Generationen fliegen,
warme Lebensräume.
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Foto: 05.09.2010,
Düsseldorf-Gerresheim |
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Foto: 05.09.2010,
Düsseldorf-Gerresheim |
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