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Schmetterlinge
und Falter aus Düsseldorf und Umgebung - Teil 4
Auf dieser Seite finden Sie Artenporträts und Fotos
der unten aufgelisteten Arten. Um zu den einzelnen Abbildungen und
Beschreibungen zu gelangen, klicken Sie bitte auf den Namen der
jeweiligen Art.
· Kleiner Frostspanner (Winter Moth, Operophtera brumata)
· Kleiner Fuchs (Small Tortoiseshell, Nymphalis urticae)
· Kleiner Kohlweißling (Small White, Pieris rapae)
· Kleiner Weinschwärmer (Small Elephant Hawk-moth, Deilephila porcellus)
· Kleines Wiesenvögelchen (Small Heath, Coenonympha pamphilus)
· Kohl-Blattspanner (Flame Carpet, Xanthorhoe designata)
· Kohleule (Cabbage Moth, Mamestra brassicae)
· Labkraut-Haarbüschelspanner (Barred Straw, Eulithis pyraliata)
· Landkärtchen (Map Butterfly, Araschnia levana)
· Laubholz-Fransenfalter (Linden Bark-borer Moth, Chrysoclista linneella)
· Lindenschwärmer (Lime Hawk-moth, Mimas tiliae)
· Marmoriertes Gebüscheulchen (Rosy Marbled, Elaphria venustula)
· Mehlzünsler (Meal Moth, Pyralis farinalis)
· Messingeule (Owlet, Diachrysia chrysitis)
· Mittlerer Weinschwärmer (Elephant Hawk-moth, Deilephila elpenor)
· Möhrenzünsler (Carrot Seed Moth, Sitochroa palealis)
· Mondvogel (Buff-tip, Phalera bucephala)
· Moorwiesen-Halmeulchen (Middle-barred Minor, Oligia fasciuncula)
· Nessel-Schnabeleule (The Snout, Hypena proboscidalis)
· Nesselzünsler (Mother of Pearl, Pleuroptya ruralis)
· Ockergelbger Blattspanner (Yellow Shell, Camptogramma bilineata)
Kleiner Frostspanner (Winter Moth, Operophtera brumata)
Sehr spät im Jahr lässt sich in freier Natur der Kleine
Frostspanner beobachten. Bei den Männchen beträgt die Flügelspannweite
20 bis 25 Millimeter. Ihre Vorderflügel tragen eine beige-bräunliche bis
graugelbe Färbung, auf der einige dunkle Querbänder verlaufen. Der
fransige Rand ist gelblich gefärbt. Auf den kurzen Fühlern tragen die
Tiere feine Härchen. Weibchen dieser Spannerart sehen völlig anders aus.
Sie haben einen dicken Leib und sehr kurze Flügelstummel, weshalb sie
flugunfähig sind. Lediglich laufend können sie sich fortbewegen. Der
Kleine Frostspanner fliegt in nur einer Generation, die Flugzeit
erstreckt sich von Mitte Oktober bis Ende Dezember/Anfang Januar. Männchen schwärmen
nachts aus, sie sind vor allem in Wäldern, aber auch in Parks und Gärten
zu beobachten und werden von Licht angezogen. Foto: 21.11.2010,
Düsseldorf-Grafenberg
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Männchen im Schnee, Foto:
02.01.2011,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Weibchen, Foto:
02.01.2011,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Männchen, Foto: 17.11.2009,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Männchen, Foto: 17.11.2010,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Kleiner Fuchs (Small Tortoiseshell, Nymphalis urticae)
Der Kleine Fuchs gehört zu den Tagfaltern, seine Flügelspannweite
beträgt zwischen 40 bis 50 Millimeter. Auf der Oberseite der Flügel ist
die Grundfärbung orange; die Flügelansätze sind braun gefärbt. Den
vorderen Rand der Vorderflügel säumt ein Muster aus schwarzen, gelben
und weißen Bereichen. Dicht am Rand beider Flügelpaare verläuft zudem
ein blauer Fleckensaum. Die einzelnen kleinen hellblauen Flecken sind
schwarz umrandet. Auf den Vorderflügeln tragen die Tiere je einen
großen und zwei kleine schwarze Flecken, auch auf den Hinterflügeln
befindet sich je ein großer, schwarzer Fleck. In der Zeit zwischen
April/Mai und Oktober sind diese Falter in zwei bis drei Generationen in
der Natur zu beobachten.
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Foto: 13.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist |
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Foto: 13.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist |
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Kleiner Kohlweißling (Small White, Pieris rapae)
In
Deutschland gehört der Kleine Kohlweißling zu den am häufigsten
anzutreffenden Schmetterlingsarten. Die Tiere haben eine
Flügelspannweite von 50 bis 50 Millimeter. Auf der Oberseite sind die
Flügel hell bis weißlich gefärbt. Die Vorderflügel tragen an den Spitzen
dunkle Flecken, außerdem zieren je zwei schwarze Punkte die
Vorderflügel. Auf der Unterseite der Hinterflügel ist die Färbung
einheitlich cremefarben, was ein Erkennungsmerkmal für die Art ist. In
vier Generationen fliegen diese Schmetterlinge von Frühling bis Herbst. Foto:
05.07.2009, Düsseldorf-Grafenberg
Kleiner Weinschwärmer (Small Elephant Hawk-moth, Deilephila porcellus)
Von Mitte Mai bis Anfang Juli ist in der deutschen Natur in einigen
Lebensräumen der Kleine Weinschwärmer zu beobachten. Diese dämmerungs-
und nachtaktiven Falter weisen eine Flügelspannweite von 40 bis 45
Millimeter auf. Die Vorderflügel sind olivgrün gefärbt und zeigen am
Vorder- und Außenrand pinkfarbene Bereiche. Grünlich mit pink gefärbtem
Saum sind die Hinterflügel gefärbt. Auch der Körper der Tiere weist
diese beiden Farben auf und ist je nach Individuum mehr olivgrün oder
mehr pink gefärbt. Außerdem ist der Körper dicht behaart. Die Beine und
Fühler dieser Falterart sind sind weiß. Anzutreffen sind diese hübschen
Tiere an offenen und tagsüber sonnenbeschienenen Orten. Hierzu gehören
Straßenränder, Trockenrasen, Bahndämme und Flussufer. Foto:
12.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
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Kleines Wiesenvögelchen (Small Heath, Coenonympha pamphilus)
Das Kleine Wiesenvögelchen ist ein zierliches tagaktives Fluginsekt aus
der Familie der Edelfalter. Die Flügelspannweite der Tiere kann zwischen
23 und 33 Millimeter betragen. Auf der Oberseite sind die Flügel
bräunlich bis ockerfarben oder orange gefärbt. Der Rand ist grau
gefärbt, wobei dieser Farbbereich nicht scharf vom Rest abgegrenzt ist.
Die Unterseite der Hinterflügel ist bei dieser Falterart sehr
unterschiedlich gefärbt, meist ist ein bräunlicher Ton zu sehen. Auf der
Unterseite der Vorderflügel sind die Kleinen Wiesenvögelchen kräftig
orange gefärbt. Sie tragen dort auf jedem der beiden Flügel außerdem
einen weiß gekernten und hell umrandeten dunklen Augenfleck. Bei einigen
Individuen ist dieser Fleck nicht besonders stark ausgeprägt oder fehlt
ganz. In zwei oder drei Generationen sind die Falter
in unserer Natur zu finden. Die Flugzeit ist entsprechend lang, sie
erstreckt sich von Februar bis November. Typische Orte, an denen Kleine
Wiesenvögelchen anzutreffen sind, sind Waldränder, Wiesen, Trockenrasen
und Sand- und Kiesgruben, aber auch Bergwiesen. Foto: 24.07.2010,
Düsseldorf-Knittkuhl
Kohl-Blattspanner (Flame Carpet, Xanthorhoe designata)
Der
Kohl-Blattspanner weist eine Flügelspannweite von 25 bis 28 Millimeter
auf. Typisch für die Art ist die hellgraue Grundfärbung der Vorderflügel
auf der Ober- und Unterseite. Auf der Oberseite wird diese Grundfärbung
von bräunlichroten und braunen Querbinden unterbrochen. Die breitere
Binde ist am unteren Ende gezackt. Bei den einzelnen Individuen dieser
Art kann die Farbgebung des Musters variieren, der Musterverlauf ist
jedoch immer ähnlich. Hellgrau sind auch die Hinterflügel gefärbt,
ebenso der Körper, die Beine und die Fühler. In der Natur kommen zwei
Generationen dieser Falter vor, die erste fliegt im Mai und Juni, die
zweite im August bis Anfang September. Anzutreffen sind die Tiere in
Gärten, Hecken und in mit Bäumen durchsetzten Landschaften. Foto:
02.09.2010,
Düsseldorf-Düsseltal
Kohleule (Cabbage Moth, Mamestra brassicae)
Mit ihrer Flügelspannweite von 36 bis 44 Millimeter ist die Kohleule
mittelgroß. Die Vorderflügel dieser Tiere sind variabel gefärbt und
können deshalb bei den einzelnen Individuen unterschiedlich aussehen.
Ihre Grundfärbung kann von grünlich bis graubraun oder schwärzlich
variieren. Typisch für die Art sind zwei oder drei quer verlaufende
dunkle Wellenlinien auf den Flügeln zu sehen, die Linien sind gezähnt.
Außerdem tragen die Tiere zwei sogenannte weißliche Nierenmakel. Nachts
fliegen die Falter umher, Licht lockt sie an. Zu beobachten sind
erwachsene Individuen in der Zeit zwischen April und Oktober, sie fliegen in
zwei bis drei sich überschneidenden Generationen.
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Foto: 30.08.2008,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 13.08.2011,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Labkraut-Haarbüschelspanner (Barred Straw, Eulithis pyraliata)
Beige
bis graubraun sind Labkraut-Haarbüschelspanner sowohl am Körper als auch
an den Flügeln gefärbt. Auf den Vorderflügeln befinden sich zudem graue
Streifen, Flecken und Bögen, ihre Farbschattierung ist variabel. Weil
die Tiere eine ganz besondere Raststellung einnehmen, sind sie leicht zu
identifizieren: Sie setzen sich mit weit abgespreizten Flügeln hin, so
dass der Hinterleib frei sichtbar ist. Oft richten sie ihn sogar auf,
siehe Foto rechts. In der Zeit von Mai bis Ende August sind die Falter
in der Natur anzutreffen. Sie kommen in mäßig feuchten bis leicht
trockenen Gebieten vor, die Sträucher oder Gebüsche beherbergen. Das
heißt, man kann Labkraut-Haarbüschelspanner beispielsweise an Hecken
oder Waldrändern beobachten. Diese meist nachtaktive Falterart wird auch
als Schwefelgelber Haarbüschelspanner bezeichnet. Foto: 12.06.2011,
Düsseldorf-Ludenberg
Landkärtchen (Map Butterfly, Araschnia levana)
Das Landkärtchen ist ein tagaktiver Schmetterling und es fliegt in zwei
Generationen, deren Aussehen deutlich unterschiedlich ist. Die erste
Generation ist in der Zeit von April bis Juni in der Natur anzutreffen,
ihre Grundfärbung ist sehr viel heller als die der zweiten Generation,
die von Juli bis August fliegt. Man spricht in diesem Zusammenhang von
der Frühlings- und von der Sommergeneration. Auf den orange gefärbten
Flügeln befindet sich bei der Frühlingsgeneration ein überwiegend
dunkles Fleckenmuster; auch einige helle Bereiche sind vorhanden. Ein
dunkler Braunton ist die Grundfarbe der Sommergeneration, die ein helles
bis gelbliches Muster sowie orange bis rötlich gefärbte Bereiche auf den
Flügeln trägt. Weibchen haben eine Spannweite von bis
zu 50 Millimeter, Männchen bringen es auf maximal 38 Millimeter.
Erwachsene Schmetterlinge kommen in der Nähe von Wiesen vor, die Raupen
ernähren sich bevorzugt von Brennnesseln. Das Landkärtchen ist der "Schmetterling
des Jahres 2007" gewesen. Foto: 04.07.2009,
Erkrath-Reutersberg
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Frühlingsgeneration, Foto:
21.05.2011,
Düsseldorf-Hubbelrath |
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Frühlingsgeneration, Foto: 18.04.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist |
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Sommergeneration, Foto:
04.07.2009,
Erkrath-Reutersberg |
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Sommergeneration, Foto:
04.07.2009,
Erkrath-Reutersberg |
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Laubholz-Fransenfalter (Linden Bark-borer Moth, Chrysoclista linneella)
Sehr klein, aber auch ausgesprochen hübsch ist der
Laubholz-Fransenfalter. Die Körperlänge dieser Tiere beträgt nur wenige
Millimeter, die Flügelspannweite bis zu zwölf Millimeter. Auffällig
orange sind große Teile der Vorderflügel gefärbt. Auf dieser Signalfarbe
finden sich einige dunkle und helle Flecken, die irisierend wirken. An
den Rändern sind die Vorderflügel dunkel gefärbt und außerdem stark
gefranst. Hell sind die Beine gefärbt, die recht langen Fühler sind an
der Basis bis etwa zum letzten Sechstel dunkel gefärbt, die Fühlerenden
sind hell gefärbt. In der Zeit von Mai bis September sind die Tiere in der
Natur zu finden. Sie halten sich an Laubbäumen, vorzugsweise Linden,
auf. Letztere bevorzugen sie, weil die Larven dieser Falter unter der
Rinde der Linden heranwachsen und dort Pflanzenmaterial fressen. Nicht
nur in Europa kommt der Laubholz-Fransenfalter vor, auch nach
Nordamerika ist er eingeführt worden. Manche Literaturquellen nennen die
Art Palmgeistchen. Foto: 10.06.2010,
Düsseldorf-Flingern
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Lindenschwärmer (Lime Hawk-moth, Mimas tiliae)
Die Flügelspannweite des Lindenschwärmers beträgt 60 bis 80 Millimeter.
Zwar ist die Färbung dieser Falterart recht variabel. Doch Muster und
Farben sind trotz allem so charakteristisch, dass die Tiere innerhalb ihres
Verbreitungsgebiets unverwechselbar sind. Bei den Weibchen, die einen
dickeren Körper haben als die Männchen und etwas größer sind, fällt die
Grundfärbung der Flügel meist bräunlich aus und sie tragen häufig
grünliche Bänder. Dies ist auch bei dem rechts gezeigten Weibchen der
Fall. Foto: 09.06.2009,
Düsseldorf-Flingern
Männchen
weisen in vielen Fällen eine grünliche Flügelgrundfärbung auf. Bei ihnen
ist der Hinterleib eher schlank und deutlich nach vorn gekrümmt, siehe
Foto in diesem Absatz und unten links. Diese Falter fliegen in Mitteleuropa nur in einer
Generationen, sie ist in der Zeit von etwa Mitte April bis Anfang Juli
in der Natur zu finden. Den Namen haben diese Insekten daher, dass sich
ihre Raupen unter anderem von Lindenblättern ernähren. Erwachsene Falter
fressen während ihres kurzen Lebens nichts. Raupen sind vor allem im
Juli und August zu finden. Verpuppungsreife Raupen wie das unten rechts
gezeigte Exemplar sind mehrere Zentimeter lang. Foto: 26.04.2010,
Düsseldorf-Düsseltal
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Foto: 26.04.2010,
Düsseldorf-Düsseltal |
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Verpuppungsreife Raupe,
Foto: 11.08.2010,
Düsseldorf-Düsseltal |
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Marmoriertes Gebüscheulchen (Rosy Marbled, Elaphria venustula)
Zwischen
19 und 23 Millimeter beträgt die Flügelspannweite des Marmorierten
Gebüscheulchens. Die Tiere sind schmal und erreichen in ruhender
Körperhaltung nur eine Länge von etwa zwei Zentimeter. Ihre Vorderflügel
sind oft rosa bis rötlich-beige sowie stellenweise dunkelbraun,
graubraun und weißlich gefärbt. Ihre Flugzeit findet im Mai und Juni
statt, die Tiere leben in offenen Landschaften mit Gebüschen und
Wäldern. In Parks oder großen Gärten können sie ebenfalls anzutreffen
sein. Weil die Art nachtaktiv ist, fällt sie in der Natur oft kaum auf.
Die Falter lassen sich zuweilen von Licht anlocken. Foto:
13.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
Mehlzünsler (Meal Moth, Pyralis farinalis)
Zu
den Falterarten, die für Menschen zum Problem werden können, gehört der
Mehlzünsler. Er ist ein Vorratsschädling, seine Larven fressen
beispielsweise Mehl. Erwachsene Falter haben eine Flügelspannweite von
18 bis 30 Millimeter. Die Grundfärbung der Flügel ist bräunlich. Am
Ansatz sind die Vorderflügel dunkel rötlichbraun, der mittlere Bereich
bis hin zu den Enden ist hellbraun gefärbt und die Ränder sind
dunkelbraun bis braun. Außerdem zieren einige weiße bis graue Bögen die
Flügel. Zwischen Juni und August findet die Flugzeit der überwiegend
nachtaktiven Tiere statt. Sie lassen sich von künstlichen Lichtquellen
anlocken und setzen sich häufig mit nach oben gebogenem Hinterleib hin,
siehe Abbildung unten rechts.
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Foto: 02.07.2010,
Düsseldorf-Düsseltal |
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Foto: 02.07.2010,
Düsseldorf-Düsseltal |
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Messingeule (Owlet, Diachrysia chrysitis)
Innerhalb der Gruppe der nachtaktiven Falter gehört diese Art zu den
sogenannten Eulenfaltern (Noctuidae). Auffälligste Merkmale der
Messingeule sind die beiden grünlich bis messingfarbenen, metallisch
schimmernden Bänder auf den Vorderflügeln dieser Tiere. Außerdem ist der
Körper der kleinen Insekten pelzig behaart. Das Gesicht der Tiere trägt
rötlich gefärbte Haare. Die Flügelspannweite beträgt zwischen 28 und 35
Millimeter. Gern halten sich diese Falter in waldnahen Gärten auf, auch
in Hecken und Gebüschen sind sie zu finden. Ihre Flugzeit erstreckt sich
von Mai bis September. In dieser Zeitspanne gibt es zwei Generationen
der Falter. Foto: 12.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
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Mittlerer Weinschwärmer (Elephant Hawk-moth, Deilephila elpenor)
Ein wunderschöner Vertreter der Nachtfalter ist der Mittlere
Weinschwärmer. Die Tiere erreichen eine Flügelspannweite von 45 bis 60
Millimeter und sind prächtig gefärbt. Die Vorderflügel sind olivgrün und
tragen einen rosa gefärbten Rand sowie drei rosa bis hellviolett
gefärbte Schrägbinden. Ebenfalls pink gefärbt sind die Hinterflügel, auf
denen sich am Ansatz eine schwarze Binde befindet. Dichte Haare zieren
den olivgrün und pink gefärbten Körper. Die Beine und die Fühler sind
bei dieser Falterart weiß gefärbt. Zu den typischen Lebensräumen, in
denen die Mittleren Weinschwärmer zu finden sind, gehören feuchte Areale
wie Auwälder. Auch an Gewässern sowie in Parks und Gärten kann man die
nachtaktiven Tiere antreffen. Von Mitte Mai bis in den Juli hinein
dauert die Flugzeit der erwachsenen Falter, Raupen sind von Mitte Juni
bis in den August hinein zu finden.
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Foto: 12.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist |
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Foto: 12.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist |
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Möhrenzünsler (Carrot Seed Moth, Sitochroa palealis)
Der Möhrenzünsler kommt in nahezu ganz Europa vor. Die
Flügelspannweite dieser Falterart beträgt zwischen 26 und 32 Millimeter.
Weiß bis cremeweiß ist die Grundfärbung beider Flügelpaare. Manche
Individuen weisen eine gelbliche bis grünliche Flügelfärbung auf.
Typisch für die Art ist die dunkel gezeichnete Flügeläderung. Darüber
hinaus zeigen manche Möhrenzünsler feine schwarze Punkte auf den
Flügeln. In zwei Generationen fliegen diese Tiere pro Jahr, sie sind von
Mai bis September in der Natur anzutreffen. Überwiegend in der Dämmerung
und in der Nacht fliegen die Falter. Weil sich die Raupen von
Doldenblütlern wie etwa der Wilden Möhre ernähren, haben diese Zünsler
im Deutschen ihren Namen erhalten.
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Foto: 31.07.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Foto: 31.07.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Mondvogel (Buff-tip, Phalera bucephala)
Der Mondvogel ist ein nachtaktiver Falter, der zu den
Zahnspinnern (Notodontidae) gehört. Bis zu 32 Millimeter können die
Tiere lang werden, ihre Flügelspannweite erreicht maximal 55 bis 68
Millimeter. Damit sind die Falter vergleichsweise groß. Ihre
Vorderflügel sind grau gefärbt und tragen silberne Schuppen. An den
Flügelspitzen befindet sich jeweils ein heller Fleck mit hellbrauner
Zeichnung - der Mondfleck. Ähnlich hell gefärbt ist auch die Behaarung
der Brust. Hell beige sind die Hinterflügel gefärbt und der Kopf ist
braun. In der Zeit von Mai bis Juli können Falter dieser Art in
Laubwäldern, offenen, mit gebüsch durchsetzten Gebieten sowie in Parks
und Gärten beobachtet werden. Ein alternativer Name dieser Spezies
lautet Mondfleck.
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Foto: 13.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist |
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Foto: 13.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist |
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Moorwiesen-Halmeulchen (Middle-barred Minor, Oligia fasciuncula)
Das
Moorwiesen-Halmeulchen ist ein nachtaktiver Schmetterling aus der
Familie der Eulenfalter (Noctuidae). Mit ihrer Flügelspannweite von 21
bis 26 Millimeter sind diese Tiere mittelgroß. Ihre Vorderflügel sind
bräunlich bis rötlichbraun gefärbt. Der mittlere Flügelbereich ist meist
dunkler als der Rest der Flügel, die Makel sind nur leicht aufgehellt.
In feuchten Lebensräumen wie feuchten Wiesen oder Mooren sind die Tiere
anzutreffen. Ihre Flugzeit findet zwischen Juni und Juli statt, sie
lassen sich von Licht anziehen. Verschiedene Gräser bilden die Nahrung
der Larven dieser Falterart. Foto: 12.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist
Nessel-Schnabeleule (The Snout, Hypena proboscidalis)
Die
Nessel-Schnabeleule gehört zu den Faltern, die aufgrund eines
Körpermerkmals leicht zu erkennen sind: Sie weist einen "Schnabel" auf,
also eine nach vorn weisende Verlängerung im Gesicht. Etwa 25 bis 38
Millimeter beträgt die Flügelspannweite dieser nachtaktiven Art. Ihre
Vorderflügel sind gelblichbraun bis graubraun gefärbt. Darauf verlaufen
dunkle, bräunlich gefärbte Querlinien. Einfarbig weißgrau bis grau sind
die Hinterflügel. In ein bis zwei Generationen fliegen die Falter pro
Jahr, ihre Flugzeit erstreckt sich über die Zeit von Juni bis August. Zu
finden sind die Falter in der Nähe der Futterpflanzen ihrer Raupen.
Diese ernähren sich von Brennnesseln, Hopfen, Ziest und Giersch. Weil
diese Pflanzen beispielsweise in Wäldern, Parks und Gärten vorkommen,
sind dort auch die Falter heimisch. Foto: 09.07.2011,
Düsseldorf-Grafenberg
Nesselzünsler (Mother of Pearl, Pleuroptya ruralis)
Der
Nesselzünsler gehört zur Familie der Rüsselzünsler, deren
wissenschaftlicher Name Crambidae lautet. Seine Flügelspannweite beträgt
zwischen 26 und 40 Millimeter. Sowohl die Vorder- als auch die
Hinterflügel weisen eine helle, beigegraue Grundfärbung auf. Darauf
verlaufen graue bis bräunlichgraue bogenförmige Muster und es gibt
einige graue Flächen. Je nach Lichteinfall, ergibt sich ein Schimmer in
verschiedenen Farben, weil die Flügel leicht irsisierend sind. Nachts,
also während der Aktivitätsphase der Tiere, ist dies jedoch leider kaum
zu sehen. Der Rumpf ist recht lang und ist in der Ruhestellung der
Flügel länger als diese. Anzutreffen sind Nesselzünsler überall dort, wo
sie Brennnnesseln finden, weil sich ihre Larven von diesen Pflanzen
ernähren. Die Flugzeit der Falter findet in zwei Generationen statt, von
denen die erste im Mai und Juni ist und die zweite von Juli bis
September. Foto: 09.07.2011, Düsseldorf-Grafenberg
Ockergelbger Blattspanner (Yellow Shell, Camptogramma bilineata)
Der Ockergelbe Blattspanner ist ein tagaktiver Falter, der in
Deutschland häufig anzutreffen ist. Die Färbung dieser Spezies ist sehr
variabel, es gibt Exemplare in Ockergelb bis hin zu braun gefärbten
Tieren. Auf den Flügeln finden sich Muster mit gezackten und gewundenen
Linien, die hellbraun und dunkelbraun gefärbt sind. Zwischen 20 und 25
Millimeter beträgt die Flügelspannweite dieser Schmetterlingsspezies.
Von Mai bis August fliegt diese Art in zwei Generationen, mitunter
kommen die Tiere auch bis in den September hinein draußen vor. Foto: 10.08.2009,
Düsseldorf-Grafenberg
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