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Schmetterlinge
und Falter aus Düsseldorf und Umgebung - Teil 5
Auf dieser Seite finden Sie Artenporträts und Fotos
der unten aufgelisteten Arten. Um zu den einzelnen Abbildungen und
Beschreibungen zu gelangen, klicken Sie bitte auf den Namen der
jeweiligen Art.
· Olivbrauner
Zünsler (Pyrausta despicata)
· Orangegelber Breitflügelspanner (Scarce Umber, Agriopis aurantiaria)
· Pandemis cerasana (Barred Fruit-tree Tortrix)
· Pappel-Zahnspinner (Swallow Prominent, Pheosia tremula)
· Pelzmotte (Case-bearing Clothes Moth, Tinea pellionella)
· Perlglanzspanner
(Light Emerald, Campaea margaritata)
· Postillon (Clouded Yellow,
Colias croceus)
· Prachtgrüner Bindenspanner (Green Carpet, Colostygia pectinataria)
· Ptycholoma lecheana
· Pustelspanner (Blotched Emerald, Comibaena bajularia)
· Rapsweißling (Green-veined
White, Pieris napi)
· Rispengraszünsler (Garden Grass-veneer, Chrysoteuchia culmella)
· Rosskastanienminiermotte (Horse Chestnut Leaf-miner, Cameraria
ohridella)
· Rostfarbiger Dickkopffalter (Large Skipper, Ochlodes sylvanus)
· Rotgebänderter Blütenspanner (Double-striped Pug, Gymnoscelis rufifasciata)
· Rundflügel-Kätzcheneule (Common Quaker, Orthosia cerasi)
· Rundstirnmotte
(Nettle-tap, Anthophila fabriciana)
· Schatteneule (Brown Rustic, Rusina ferruginea)
· Scheck-Tageule (Mother Shipton, Callistege mi)
· Schwalbenschwanz (Old World Swallowtail, Papilio machaon)
· Schwammspinner (Gypsy Moth, Lymantria dispar)
· Schwarzbraunbinden-Blattspanner (Silver-ground Carpet, Xanthorhoe montanata)
Olivbrauner Zünsler (Pyrausta despicata)
Relativ
unauffällig gefärbt ist der Olivbraune Zünsler. Auf den Flügeln, deren
Grundfärbung bräunlich ist, finden sich in unterschiedlichen Tönen
gefärbte bräunliche Zeichnungen. Meist sind sie jedoch nur aus der Nähe
zu erkennen, weil sie nicht sehr kontrastreich sind. Auffälligstes
Merkmal sind die dunkelbraunen Bänder und zwei rundliche dunkelbraune
Muster. Die Flügelspannweite dieser Art beträgt zwischen 14 und 21
Millimeter. Zwei Generationen dieser Falterart fliegen pro Jahr. Die
erste von Mai bis Juni unterwegs, die zweite in den Monaten Juli und
August. Vor allem nachts fliegen diese Falter, tagsüber kann man sie
ruhend antreffen. Mitunter suchen sie aber auch Blüten auf, um am Tage
Nektar zu trinken.
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Foto: 26.06.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Foto: 10.07.2011,
Düsseldorf-Knittkuhl |
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Orangegelber Breitflügelspanner (Scarce Umber, Agriopis aurantiaria)
Recht spät im Jahr, in der Zeit von Oktober bis November, kann man draußen
den Orangegelben Breitflügelspanner beobachten. Männliche Tiere haben
eine Flügelspannweite von 27 bis 35 Millimeter, siehe Foto rechts. Die
Färbung der Vorderflügel ist bräunlich-beige mit einer dunkelbraunen
Zeichnung. Die Hinterflügel sind heller beige gefärbt und tragen
ebenfalls eine zarte dunkelbraune Zeichnung sowie einige Punkte.
Weibchen haben sehr kurze Stummelflügel und können nicht fliegen, sie
sind dunkelbraun bis grau gefärbt und haben einen sehr breiten Rumpf,
siehe Fotos im
Bestimmungsteil des Lepiforums. Anzutreffen sind die Tiere in
buschigem Gelände, in Gärten und in Waldgebieten. Während sich die
Männchen zu Licht hingezogen fühlen, können die Weibchen aufgrund ihrer
Flugunfähigkeit nur an Baumstämmen emporklettern. Foto: 31.10.2009,
Düsseldorf-Grafenberg
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Pandemis cerasana (Barred Fruit-tree Tortrix)
Ein Mitglied der Familie der Wickler (Tortricidae) ist
die Art Pandemis cerasana. Diese Tiere sind überwiegend
nachtaktiv und unscheinbar gefärbt. Ihre Vorderflügel weisen eine
bräunliche Grundfärbung auf, darauf erstrecken sich Streifen und Bänder
in verschiedenen Brauntönen. Dabei kann die Farbnuance von einem
rötlichen Braun bis zu einem Graubraun variieren, siehe auch das
Bildmaterial in der
Bestimmungshilfe des Lepiforums. In Parks, Gärten und offenen
Landschaften mit Gehölzen sowie in Wäldern ist Pandemis cerasana
von Juni bis August anzutreffen. Die Flügelspannweite der Art beläuft
sich auf 16 bis 25 Millimeter. Foto: 13.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist
Pappel-Zahnspinner (Swallow Prominent, Pheosia tremula)
Die
Flügelspannweite des Pappel-Zahnspinners beträgt zwischen 46 und 56
Millimeter. Weibliche Tiere werden etwas größer als männliche
Artgenossen. Auf den Vorderflügeln tragen die Falter braune
Farbbereiche, die unterschiedlich dunkel gefärbt sind. Außerdem
erstreckt sich über die Vorderflügel ein heller, porzellanartig
schimmernder Bereich. Von den sehr ähnlich aussehenden
Birken-Zahnspinnern (Pheosia gnoma) unterscheidet sich diese
nachtaktive Falterart durch je einen weißen Keilfleck im hinteren
Kantenbereich der Vorderflügel. In Gegenden mit Pappelbeständen sind die
Pappel-Zahnspinner, die mitunter auch als Espen-Porzellanspinner
bezeichnet werden, zu finden. Typische Lebensräume sind somit Auwälder,
Parks, Gärten, Moore und Mischwälder. Zwei Generationen dieser Falter
fliegen pro Jahr. Die erste ist in der Zeit von Ende April bis Mitte
Juni in der Natur zu finden, die zweite von Mitte Juli bis Mitte August. Foto: 13.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
Pelzmotte (Case-bearing Clothes Moth, Tinea pellionella)
Die
Pelzmotte gehört zu den Schmetterlingen, die als Schädlinge angesehen
werden. Denn ihre Larven (Raupen) ernähren sich von Textilien und
fressen somit Löcher in Stoffe, sofern erwachsene Pelzmotten in Gebäude
eindringen und dort ihre Gelege platzieren können. Pelzmotten haben eine
Flügelspannweite von neun bis 16 Millimeter und sind nur etwa sechs bis
neun Millimeter lang. Ihre Flügel sind hell- bis dunkelgrau gefärbt und
die Vorderflügel tragen je drei dunkle Punkte. Bei Individuen mit
dunkelgrauen Flügeln sind diese Punkte nur schwach zu erkennen. Der Saum
der Flügel ist stark ausgefranst. Im Kopfbereich tragen Pelzmotten eine
dichte bräunliche Behaarung. In freier Natur ernähren sich die Raupen
der Pelzmotten von Tierhaaren und Federn, sie kommen in den Nestern von
Säugetieren und Vögeln vor. Die Flugzeit der Pelzmotten in der Natur
findet in der Zeit von Mai/Juni bis Oktober statt, in Gebäuden können
die Tiere auch außerhalb dieser Periode anzutreffen sein. Foto:
19.05.2010, Düsseldorf-Grafenberg
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Perlglanzspanner (Light Emerald, Campaea margaritata)
Ein vergleichsweise großer Vertreter aus der Gruppe der Spanner ist der
Perlglanzspanner. Seine Flügelspannweite beträgt zwischen 42 und 54
Millimeter. Weibchen sind meist ein wenig größer als die männlichen
Tiere der Art. Zwischen Juni und August fliegt die Falterart, in warmen
Gegenden gibt es eine zweite Generation, die im August und September
beobachtet werden kann. Die Färbung frisch geschlüpfter Tiere ist
grünlich, mit der Zeit verblasst der Farbton und die Flügel sind dann
weißlich. Die Tiere halten sich in Gegenden mit viel Vegetation auf,
also beispielsweise in Wäldern. Foto: 18.05.2009, Düsseldorf-Grafenberg
Postillon (Clouded Yellow, Colias croceus)
Der Postillon ist ein tagaktiver Falter, der zur Familie der Weißlinge
gehört. Die Flügelspannweite dieser Schmetterlingsart beträgt 40 bis 50
Millimeter. Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt. Bei den
männlichen Tieren ist die Flügeloberseite orangegelb und die Tiere
tragen eine dunkle Randbinde. Das Foto rechts lässt diese durchscheinend
erahnen. Auf der Unterseite sind die Flügel gelblich gefärbt und tragen
eine "8" auf den Hinterflügen. Weibchen haben auf der Flügeloberseite
der Vorderflügel eine weißlichgelbe Grundfärbung, eine dunkle Randbinde,
die von weißlichgelben Punkten durchsetzt ist und je einen dunklen
Punkt. Auf den grau gefärbten Hinterflügeln tragen sie je einen orange
gefärbten Punkt und einige dunkle Bereiche am Rand. Ab April oder Mai
bis in den Herbst sind die Falter in der Natur zu finden. Diese
Schmetterlingsart wird in manchen Literaturquellen als
Wander-Gelbling bezeichnet. Es gibt eine Reihe
ähnlicher Arten. Die Tiere zu unterscheiden, ist sehr schwierig. Mir hat
der Experte Jürgen Hensle aus dem
Lepiforum bei der Bestimmung geholfen. Foto: 22.09.2009,
Düsseldorf-Stockum
Prachtgrüner Bindenspanner (Green Carpet, Colostygia pectinataria)
In
der Zeit von Mai bis Juli lässt sich in der deutschen Natur der
Prachtgrüne Bindenspanner beobachten. Diese nachtaktiven Falter sind
ausgesprochen attraktiv und vor allem junge Individuen sind auf den
Vorderflügeln auffällig grünlich gefärbt. Sie weisen ein schwarzes, für
die Art charakteristisches Muster auf. Je älter die Tiere sind, desto
stärker nutzen die Flügel ab und die Farbe verblasst, bis schließlich
bei alten Exemplaren aus dem Grünton eine bräunliche, gelblichbraune
oder cremefarbene Nuance wird, siehe Foto in diesem Absatz. Die
Hinterflügel sind hellgrau gefärbt und weisen ein zartes, helles
Linienmuster auf. Anzutreffen sind die Tiere, deren Flügelspannweite
circa 22 bis 27 Millimeter beträgt, in Waldstücken, auf offenen Flächen
mit Gebüschen und in Heidegebieten. Bei der Bestimmung dieser Art habe
ich tatkräftige Unterstützung von Experten im
Lepiforum erhalten. Ohne ihre Hilfe hätte ich wohl nicht
herausgefunden, um welche Spezies es sich handelt. Foto: 12.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist
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Ptycholoma lecheana
Die
Falterart Ptycholoma lecheana gehört zur Schmetterlingsfamilie der
Wickler (Tortricidae). Obwohl die Art recht häufig in der Natur zu
finden ist, hat sie keinen deutschen Namen. Zwischen 16 und 20
Millimeter beträgt die Flügelspannweite dieser überwiegend nachtaktiven
Falter, die am Tage nur dann fliegen, wenn sie sich gestört fühlen. Ihre
Grundfärbung ist dunkelbraun, wobei der innere Bereich der Flügel und
auch der Kopf gelblichbraun gefärbt sind. Auf den Vorderflügeln befinden
sich dunkelgraue, metallisch glänzende Streichen und Flecken. Von Mai
bis Juli findet die Flugzeit dieser Tiere statt. Foto: 08.05.2011, Düsseldorf-Knittkuhl
Pustelspanner (Blotched Emerald, Comibaena bajularia)
Ein sehr hübscher Vertreter der
Familie der Spanner (Geometridae) ist der Pustelspanner. Diese
nachtaktiven Schmetterlinge haben eine Flügelspannweite von 23 bis 27
Millimeter. Die Flügel sind hellgrün gefärbt und weisen einige für die
Art typische beige und braun gefärbte Bereiche an den Rändern auf. Der
Körper ist ebenfalls grün gefärbt und die Fühler dieser Tiere weisen
kleine Kämme auf. Im Juni und Juli sind die Falter in Wäldern und in
Gebieten mit Baumbeständen anzutreffen. Wichtige Voraussetzung ist
dabei, dass es Eichen gibt, denn die Blätter dieser Bäume bilden die
Nahrung der Raupen des Pustelspanners. In manchen Literaturquellen wird
die Art als Grüner Eichenwaldspanner bezeichnet. Foto: 12.06.2010,
Düsseldorf-Himmelgeist
Rapsweißling (Green-veined White, Pieris napi)
Zur Familie der Weißlinge gehört der tagaktive Rapsweißling. Die
Flügelspannweite dieser Tiere kann bis zu 42 Millimeter betragen. Der
Kopf der Schmetterlinge ist mit schwarzen und weißen Schuppen besetzt
und zudem behaart. Gelblich-weiß ist die Grundfarbe der Flügel, die
jedoch im grellen Sonnenlicht eher weiß wirken. Innerhalb der Flügel
verlaufen einige grünliche Adern, vor allem das hintere Flügelpaar ist
damit durchsetzt. An Wald- und Gebüschrändern mit Gras und Blüten ist
die Art in den Monaten März oder April bis Oktober zu beobachten. Diese
Schmetterlingsart wird auch als Grünader-Weißling bezeichnet.
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Foto: 26.08.2008,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 26.04.2009,
Düsseldorf-Düsseltal |
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Rispengraszünsler (Garden Grass-veneer, Chrysoteuchia culmella)
Eine
der häufigsten im Gras anzutreffenden Zünslerarten ist der
Rispengraszünsler. Diese kleinen Falter haben eine Flügelspannweite von
rund 20 Millimeter. Beige ist die Grundfarbe der Vorderflügel, sie
tragen dunkle Streifenmuster und golden glänzende Flügelränder. Ab etwa
Mitte Mai bis in den Monat August fliegen diese Tiere in Deutschland.
Ihre Larven ernähren sich von verschiedenen Grasarten. Erwachsene Falter
sitzen bewegungslos meist eng an Grasstängel oder andere Vegetation
geschmiegt. Wer durch hohes Gras läuft, schreckt die Falter auf. Sie
fliegen dann einige Meter weit und lassen sich wieder an der Vegetation
nieder. Nachts werden sie von Kunstlicht angelockt. Foto: 09.06.2009,
Düsseldorf-Grafenberg
Rosskastanienminiermotte (Horse Chestnut Leaf-miner,
Cameraria ohridella)
Im Jahr 1984 ist die Rosskastanienminiermotte, die auch als Balkan-Miniermotte bezeichnet wird, in Mazedonien entdeckt worden.
Ursprünglich hatte man angenommen, die Art stamme aus Südostasien. Diese
These gilt nun als widerlegt, die Tiere haben ihren Ursprung in
unzugänglichen bewaldeten Schluchten des Balkans, siehe
Wissenschaftsmeldung. Seit ihrer Entdeckung in Europa breitet sich
die kleine Falterart über unseren Kontinent immer weiter aus, in Deutschland ist sie inzwischen
häufig anzutreffen. Die Tiere sind nur etwa fünf Millimeter lang und
werden deshalb sehr leicht übersehen. Ihre Flügel sind orange-braun gefärbt und tragen weiße Querbänder. In zwei Generationen fliegen diese kleinen Tiere, die erste Generation ist etwa von Mai bis Juli zu sehen, die zweite von Mitte August bis etwa Ende September.
Foto in diesem Absatz: 03.07.2011, Düsseldorf-Grafenberg
Sehr viel auffälliger als die ausgewachsenen Mini-Schmetterlinge sind ihre Raupen. Zwar sind auch sie nur wenige Millimeter groß und aufgrund ihrer hellen Färbung kaum spektakulär. Doch weil sie sich durch die Blätter von Rosskastanien fressen, hinterlassen sie dort ihre Spuren. Diese sind zunächst transparent und verfärben sich später bräunlich. Besonders stark befallene Rosskastanienbäume weisen an fast jedem Blatt solche Fraßspuren auf. Hält man ein befallenes Blatt gegen das Licht oder lässt eine helle Lichtquelle auf einen transparenten Bereich scheinen, sind die Raupen darin oft zu erkennen.
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Paarung, Foto: 08.05.2010,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Raupe, Foto: 15.06.2008,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Rostfarbiger Dickkopffalter (Large Skipper, Ochlodes sylvanus)
Pate für den deutschen Namen dieser tagaktiven Falterart stand die
rostrote Grundfärbung der Flügeloberseiten. Auf den Unterseiten sind die
Flügel grünlich-gelblich bis bräunlich gefärbt. Die Flügelspannweite des
Rostfarbigen Dickkopffalters beträgt zwischen 25 und 32 Millimeter.
Männliche Tiere sind an einem schwarzen Bereich auf den Vorderflügeln zu
erkennen, siehe Foto rechts. Der Körper der Tiere ist zudem im vorderen
Bereich stark behaart. In der Zeit von Mai bis etwa August sind die
hübschen Falter in der Natur zu finden. Sie halten sich besonders gern
an Waldrändern auf, aber auch in der Nähe von Brombeergestrüppen und in
Lebensräumen mit Farnen. Foto: 20.06.2009, Niederkrüchten, NSG
Lüsekamp
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Rotgebänderter Blütenspanner (Double-striped Pug, Gymnoscelis rufifasciata)
Zu
den nachtaktiven Faltern gehört der Rotgebänderte Blütenspanner. Die Art
ist etwa von April bis in den August hinein in der Natur anzutreffen.
Kunstlicht lockt die Falter an. Ihre Flügelspannweite beträgt zwischen
15 und 19 Millimeter. Recht variabel ist die Färbung der Tiere. Bei
einigen Individuen ist die Grundfarbe grau, bei anderen graubraun und
wieder andere sind braun gefärbt, wobei die Farbnuancen von einem hellen
bis zu einem dunklen Grundton reichen können. Auf den Vorderflügeln
befinden sich Bänder und Felder, die dunkel und hell gefärbt sind. Bei
einigen Individuen sind die Muster rötlichbraun, woraus sich rötliche
Bänder ergeben, siehe auch
Fotosammlung in der Bestimmungshilfe des Lepiforums. Foto:
28.05.2011, Düsseldorf-Grafenberg
Rundflügel-Kätzcheneule (Common Quaker, Orthosia cerasi)
Die
Rundflügel-Kätzcheneule hat eine Flügelspannweite von 34 bis 40
Millimeter. Weil die Tiere nachtaktiv sind, sieht man sie
vergleichsweise selten, obwohl sie relativ häufig in der deutschen Natur
vorkommen. Sehr variabel ist die Färbung der Vorderflügel. Es kommen
Individuen mit beige, braun oder rotbraun gefärbten Vorderflügeln vor.
Auf dieser Grundfarbe erstrecken sich sehr zarte und wenig
kontrastreiche Muster aus hellen Ringen und kleinen, dunklen Flecken.
Nieren- und Ringmakel sind hell umrandet. Bei manchen Individuen sind
die beiden Makel miteinander verbunden. Männchen haben kurz gekämmte
Fühler, die der Weibchen sind fadenförmig. Ab Ende Februar oder Anfang
März fliegen die Tiere je nach Höhenlage bis in den Mai oder Juni. Ihre
Raupen ernähren sich unter anderem von Eichen- und Weidenblättern.
Anzutreffen sind die Falter in Wäldern, in gebüsch- und heckenreichen
Gegenden, Moorgebieten sowie in Parks und Gärten. In manchen
Literaturquellen wird die Art auch als Gemeine Kätzcheneule bezeichnet.
Foto: 12.03.2011, Düsseldorf-Grafenberg
Rundstirnmotte (Nettle-tap, Anthophila fabriciana)
Aufgrund
ihrer geringen Größe und der zierlichen Flügelspannweite von nur zehn
bis 15 Millimeter wird diese Falterart häufig übersehen. Die Tiere
halten sich gern auf Blättern von im Schatten stehenden Pflanzen auf,
zum Beispiel auf Brennnesselblättern. Sie sitzen auf der Oberseite und
bewegen sich dort nur wenig. Diese zierlichen Falter sind bräunlich in
verschiedenen Schattierungen gefärbt, außerdem weisen die Vorderflügel
einen hellen, ausgefransten Rand auf. Während die kleinen Insekten sich
ruhend auf Blättern aufhalten, sind sie meist in kleineren Gruppen
zusammen, mitunter sieht man aber auch einzelne Rundstirnmotten. Die
Flugzeit der tagaktiven Tiere erstreckt sich von Mai bis Oktober.
Foto: 06.06.2010, Düsseldorf-Gerresheim
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Schatteneule (Brown Rustic, Rusina ferruginea)
Lichte
Wälder sowie Bereiche mit Gehölzen, Parks und Gärten sind typische
Lebensräume der Schatteneule. Diese Falter sind nachtaktiv und kommen
vergleichsweise häufig vor. Ihre Flügelspannweite beträgt 32 bis 40
Millimeter. Dunkelbraun mit einem bräunlichen Muster sind die
Vorderflügel gefärbt, am äußeren Rand befinden sich vier helle Flecken.
Auch mittig auf den Vorderflügeln tragen einige Individuen kleine helle
Flecken. Männchen haben etwas breitere Vorderflügel als Weibchen,
darüber hinaus sind ihre Fühler stärker gefiedert. Von Juni bis
Juli/August findet die Flugzeit dieser Spezies statt. In manchen
Literaturquellen wird die Art auch als Dunkle Waldschatteneule
bezeichnet. Foto: 13.06.2010, Düsseldorf-Himmelgeist
Scheck-Tageule (Mother Shipton, Callistege mi)
Zwischen 25 und 30 Millimeter beträgt die
Flügelspannweite der Scheck-Tageule. Die Vorderflügel tragen ein Muster
aus grauen, weißen und braunen Bereichen. In der Mitte der Vorderflügel
ist ein breiter, dunkler Bereich vorhanden, der zur Körpermitte hin je
eine rund geformte Einbuchtung aufweist. Dunkelbraun ist die
Grundfärbung der Hinterflügel, sie tragen gelblich bis weißlich
gefärbte, geschwungene Binden oder Flecken. Von April bis Mitte Juli ist
die erste Generation dieser tagaktiven Falterart in der Natur zu finden,
die zweite von Ende Juli bis Ende August. Anzutreffen sind
Scheck-Tageulen in sonnigen, offenen Lebensräumen, darunter Trockenrasen
und Wiesen sowie an Waldrändern. Der alternative wissenschaftliche Name
dieser Art lautet Euclidia mi. Foto: 07.05.2011,
Düsseldorf-Hubbelrath
Schwalbenschwanz (Old World Swallowtail, Papilio machaon)
Der Schwalbenschwanz ist einer der schönsten Falter,
die in der deutschen Natur beobachtet werden können. Er gehört zur
Familie der Ritterfalter (Papilionidae) und ist mit seiner Spannweite
von 50 bis 75 Millimeter eine der beiden größten hierzulande
vorkommenden Arten. Die Flügel sind gelb und schwarz gemustert, auf den
Hinterflügeln befindet sich eine blaue Binde. Außerdem tragen die Tiere
dort an der Innenseite je einen roten Augenfleck und je ein kurzes, zum
größte Teil schwarz gefärbtes "Schwänzchen". Auch die bis zu 45
Millimeter langen Raupen des Schwalbenschwanzes sind sehr auffällig
gefärbt. Ihre Grundfärbung ist grün, darauf befindet sich ein schwarz,
gelb und orange gefärbtes Muster, siehe Fotosammlung in der
Bestimmungshilfe des Lepiforums. Die erste Generation dieser
Falterart fliegt von April bis Juli, die zweite im Juli und August.
Mancherorts fliegt im September noch eine dritte Generation. Anzutreffen
sind Schwalbenschwänze in offenen, sonnigen Gebieten. Foto:
07.05.2011, Düsseldorf-Hubbelrath
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Schwammspinner (Gypsy Moth, Lymantria dispar)
Die
Flügelspannweite des Schwammspinners beträgt zwischen 32 und 55
Millimeter. Weibchen haben helle Vorderflügel mit dünnen, dunklen
Zeichnungen und leben meist sehr versteckt. Männchen sind bräunlich-grau
gefärbt und tragen ebenfalls dunkle Zeichnungen auf den Vorderflügeln.
Manche Männchen sind insgesamt sehr dunkel gefärbt, siehe Foto rechts.
Man spricht dann von sogenannten melanistischen Männchen. In der Nähe
von Wäldern können die Tiere in den Sommermonaten beobachtet werden,
mitunter treten ihre Raupen in Massen auf und fressen dann ganze Bäume
kahl. Die Flugzeit der Art erstreckt sich von Ende Juli bis in den
September. Foto: 07.08.2008, Düsseldorf-Düsseltal
Schwarzbraunbinden-Blattspanner (Silver-ground Carpet,
Xanthorhoe montanata)
Auf
naturnahen Wiesen in Waldnähe sowie in lichten Wäldern und in der Nähe
von Siedlungen kann man von Mai bis Juli in weiten Teilen Europas, so
auch in Deutschland, den Schwarzbraunbinden-Blattspanner beobachten.
Diese Nachtfalterart fliegt nachts und am Tage. Letzteres ist allerdings meist
nur dann zu beobachten, wenn die Tiere aus niedriger Vegetation
auffliegen, weil sie sich gestört fühlen. Ihre Flügelspannweite beträgt
24 bis 28 Millimeter. Silbrigweiß bis weißgrau ist die Grundfärbung der
Flügel. Auf den Flügeln befinden sich graue, braune und schwarze
Bereiche; die Zeichnung ist insgesamt sehr variabel, wie die
Artübersicht im Bestimmungsteil des Lepiforums zeigt:
Link. Auf dem hell gefärbten Rumpf befinden sich zudem einige dunkle
Fleckenpaare. Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Pflanzen,
darunter Ampfer und Schlüsselblumen. Foto: 29.05.2010,
Düsseldorf-Gerresheim
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