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Schmetterlinge
und Falter aus Düsseldorf und Umgebung - Teil 2
Auf dieser Seite finden Sie Artenporträts und Fotos
der unten aufgelisteten Arten. Um zu den einzelnen Abbildungen und
Beschreibungen zu gelangen, klicken Sie bitte auf den Namen der
jeweiligen Art.
Distelfalter (Painted Lady, Vanessa cardui)
Dunkelgrauer Eckflügelspanner (Sharp-angled Peacock, Macaria alternata)
Ethmia terminella
Faulbaum-Bläuling (Holly Blue, Celastrina argiolus)
Federmotte (Plume Moth, Emmelina monodactyla)
Gammaeule (Silver Y, Autographa gamma)
Gelber Fleckleibbär (Buff Ermine, Spilosoma lutea)
Gespinstmotte (Ermine Moth, Yponomeuta sp.)
Gitterspanner (Latticed Heath, Chiasmia clathrata)
Goldene Acht (Pale Clouded Yellow, Colias croceus)
Grauer Zwergspanner (Small Dusty Wave, Idaea seriata)
Graugelber Breitflügelspanner (Dotted Border, Agriopis marginaria)
Großer Frostspanner (Mottled Umber, Erannis defoliaria)
Großer Kohlweißling (Large White, Pieris brassicae)
Distelfalter (Painted Lady, Vanessa cardui)
Mit seiner Flügelspannweite von 45 bis 60 Millimeter ist der
Distelfalter recht groß. Er gehört zur Familie der Edelfalter und ist
tagaktiv. Anders als es sein Name vermuten lässt, findet man erwachsene
Schmetterlinge dieser Art nicht nur auf Disteln, sondern auch auf
anderen Pflanzen, die gern von Schmetterlingen angeflogen werden. Hierzu
zählt beispielsweise der Schmetterlingsflieder. Auf der Unterseite
der Hinterflügel befinden sich beim Distelfalter einige Augenflecken,
die Flügeloberseite ist an den Rändern der Vorderflügel schwarzweiß
gefärbt, der Rest ist orange und schwarz gezeichnet. Die Art ist in
Mitteleuropa in zwei Generationen unterwegs, die erste fliegt von Juli
bis August, die zweite von September bis Oktober. Mitunter sind aber
auch schon früher im Jahr Distelfalter zu beobachten.
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Foto: 31.05.2009,
Düsseldorf-Ludenberg |
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Foto: 21.07.2009,
Düsseldorf-Hamm |
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Dunkelgrauer Eckflügelspanner (Sharp-angled Peacock,
Macaria alternata)
Die
Flügelspannweite des Dunkelgrauen Eckflügelspanners beträgt 22 bis 27
Millimeter. Grau ist die Grundfärbung dieser Art, auf den
Flügeln sind helle Bänder zu sehen. Außerdem tragen die Tiere
bräunliche Flecken. Im oberen Drittel ist der Außenrand der
Flügel konkav geformt, an dieser Stelle tragen die Tiere je
einen dunklen Bereich. Darunter befindet sich am Flügelrand ein
helles Areal, dieses ist durchgängig. Bei der sehr ähnlichen
Art Macaria notata befinden sich zwei dunkle Stellen in
den Außenrandfransen der Vorderflügel, wodurch sich die Arten
unterscheiden lassen. Von Mai bis Juni
erstreckt sich die Flugzeit des Dunkelgrauen Eckflügelspanners.
Typische Lebensräume der in weiten Teilen Europas heimischen Art
sind Wälder und Sanddünen. Foto: 10.05.2009, Düsseldorf-Gerresheim
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Ethmia terminella
Einen
deutschen Namen hat diese Falterart nicht, obwohl Ethmia
terminella keineswegs selten vorkommt. Die Tiere fliegen
nachts und sind relativ klein, ihre Flügelspannweite beträgt nur
14 bis 22 Millimeter. Die Grundfärbung der Vorderflügel ist
weiß, darauf befindet sich ein schwarzes Fleckenmuster.
Cremefarben sind die Hinterflügel, sie werden meist von den
Vorderflügeln verdeckt. Von Mai bis Juli erstreckt sich die
Flugzeit dieser Tiere. Ihre Larven ernähren sich vom
Gewöhnlichen Natternkopf. Foto: 15.06.2009,
Düsseldorf-Grafenberg
Faulbaum-Bläuling (Holly Blue, Celastrina argiolus)
Der
Faulbaum-Bläuling ist eine Schmetterlingsart, die zu den
Tagfaltern gehört. Beide Geschlechter dieser in unserer Natur nur vereinzelt
anzutreffenden Falterspezies sind blau gefärbt. Weibchen lassen
sich daran erkennen, dass die Blaufärbung auf der
Flügeloberseite nicht bis zum Rand reicht. Auf der Unterseite
sind die Flügel graublau gefärbt und tragen schwarze Flecken und
Streifen. In der Zeit von April bis September ist diese
Schmetterlingsart zu beobachten, sie fliegt in zwei
Generationen. Der typische Lebensraum des Faulbaum-Bläulings
sind Laubwälder. Foto: 04.07.2009, Erkrath-Reutersberg
Federmotte (Plume Moth, Emmelina monodactyla)
Weltweit
gibt es in 90 verschiedenen Gattungen circa 1.000
Federmottenarten. In Deutschland sind einige davon heimisch,
darunter Emmelina monodactyla. Ein deutscher Name ist mir
für diese Art leider nicht bekannt, lediglich die
Oberbezeichnung Federmotte ist mir geläufig. Diese nachtaktiven
Falter wirken ausgesprochen filigran. Sie haben sehr schmale
Flügel, deren Spannweite bis zu 27 Millimeter beträgt. Die
Färbung der Tiere ist hellgrau bis grau. An den Enden sind die
Vorderflügel gespalten, was jedoch nur aus nächster Nähe zu
sehen ist oder wenn die Tiere abfliegen. Auf der Oberseite des
Leibes tragen diese Falter einige dunkle Flecken. Gärten und
lichte Wälder sind Orte, an denen man diese Insekten antreffen
kann. Während des gesamten Jahres kann man erwachsene Falter in
freier Natur beobachten. Foto: 14.09.2009,
Düsseldorf-Grafenberg
Gammaeule (Silver Y, Autographa gamma)
Gammaeulen
sind zwischen 35 und 40 Millimeter groß. Diese Falter sind
überwiegend nachts aktiv, können aber auch am Tage beobachtet
werden. Die Grundfärbung ist graubraun bis braun und auf den
Vorderflügeln befinden sich die für die Art typischen
Zeichnungen in Form des griechischen Buchstaben Gamma. Da diese
weiße Zeichnung aber auch an ein "Y" erinnert, hat die Art im
Englischen den Namen "Silbernes Y" erhalten. Im Mai beginnt die
Flugzeit dieser Tiere, die bis in den Oktober hinein reicht. Bei
milder Witterung sind die Gammaeulen jedoch bereits Ende Februar
aktiv, mitunter sind sie sogar bis Anfang Dezember in freier
Natur zu sehen. Sie halten sich gern in Wiesen auf, auch in
Parks und Gärten kommen diese Falter vor. Foto: 21.07.2009,
Erkrath-Millrath
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Foto: 21.07.2009
Erkrath-Millrath |
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Foto: 21.07.2009
Erkrath-Millrath |
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Gelber Fleckleibbär (Buff Ermine, Spilosoma lutea)
Der
Gelbe Fleckleibbär ist ein überwiegend nachtaktiver Falter aus der
Familie der Bärenspinner. Die Tiere erreichen eine Flügelspannweite von
30 bis 42 Millimeter. Ihre Vorderflügel sind gelblich gefärbt. Eine
variable, in Reihen schräg angeordnete dunkle Punktzeichnung ziert die
vorderen Flügel. Der Körper der Tiere ist schwarz-gelb geringelt. Dunkel
sind auch die Beine sowie die Fühler gefärbt. Außerdem tragen diese
Falter auf dem oberen Rücken eine dichte gelblich-bräunliche Behaarung.
Beobachten kann man den Gelben Fleckleibbär in der Zeit von Mai bis Juli
in der ersten Generation und von August bis September in der zweiten.
Anzutreffen sind die hübschen Falter in Gärten, auf offenem Gelände und an
Waldrändern. In manchen Literaturquellen wird diese Art auch als
Gelbe Tigermotte bezeichnet. Foto: 21.06.2010, Düsseldorf-Grafenberg
Gespinstmotte (Ermine Moth, Yponomeuta sp.)
Gespinstmotten
kommen in Mitteleuropa in 74 verschiedenen Arten vor. Die Grundfärbung
der Vorderflügel dieser Schmetterlinge ist weißlich, die Hinterflügel
sind grau und in der Ruhestellung meist verdeckt. Auf den Vorderflügeln
tragen Gespinstmotten schwarze Punkte, deren Anordnung je nach Art
variiert. Anhand der Futterpflanzen der Raupen kann man normalerweise
erkennen, um welche Art es sich handelt. Bei den ausgewachsenen Faltern
ist es hingegen - insbesondere für Laien wie mich - deutlich
schwieriger. Im
Lepiforum hat
der Experte Helmut Kolbeck versucht, mir bei der
Bestimmung zu helfen. Anhand des Fotos lässt sich nur sagen, dass es
sich entweder um Yponomeuta rorrella oder um Yponomeuta
padella handelt. Genauer lässt sich die hier gezeigte Art leider
nicht bestimmen. Die Flügelspannweite dieser kleinen Schmetterlinge
beträgt meist nur rund 20 bis 30 Millimeter. Sie sind nachtaktiv und
fliegen in den Sommermonaten, also von Juli bis August. Foto:
24.07.2008, Düsseldorf-Grafenberg
Gitterspanner (Latticed Heath, Chiasmia clathrata)
Der Gitterspanner gehört zu den Nachtfaltern, die Art fliegt jedoch oft
ebenso am Tag. Die Flügelspannweite der Tiere kann bis zu 25 Millimeter
betragen. Sowohl die Vorder- als auch die Hinterflügel sind von einer
weißen bis gelblichen Grundfärbung. Auf den Vorderflügeln verlaufen vier
schwarze bis dunkelbraune Querlinien, auf dem Hinterflügel sind nur drei
Querlinien zu finden. Darüber hinaus gibt es eine dunkle Flügeläderung,
die mit den Querlinien ein Gittermuster bildet. In der Zeit von Mitte
April bis circa Mitte Juni fliegt die erste Generation dieser Falter,
die zweite von Mitte Juni bis Mitte August. Offene Graslandschaften oder
Moore oder andere offene Flächen sind typische Lebensräume, in denen der
Gitterspanner in Deutschland anzutreffen ist. In manchen Literaturquellen wird diese
Falterart auch als Kleekräuterrasen-Gitterstriemenspanner, Klee-Gitterspanner oder Kleespanner
bezeichnet.
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Foto: 05.06.2010,
Düsseldorf-Ludenberg |
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Foto: 05.06.2010,
Düsseldorf-Ludenberg |
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Goldene Acht (Pale Clouded Yellow, Colias croceus)
Die
Flügelspannweite der Goldenen Acht beträgt zwischen 42 und 50
Millimeter. Diese Tiere gehören zur Familie der Weißlinge und sind
tagaktiv. Auf der Oberseite sind die Flügel der männlichen Falter dieser
Art gelb gefärbt, Weibchen haben auf der Flügeloberseite eine
gelblich-grüne Grundfärbung. Bei beiden Geschlechtern ist die
Flügelunterseite jeweils gelblich gefärbt. Darüber hinaus tragen beide
Geschlechter auf der Oberseite der Vorderflügel eine bräunliche bis
schwarze Randbinde. Außerdem ziert ein schwarzer Fleck die Ober-
und Unterseite der Vorderflügel. Auf der Unterseite des Hinterflügels
befindet sich eine Zeichnung in Form einer "8". Auf Wiesen mit Klee und
Luzerne, in Streuobstwiesen sowie auf Mager- und Trockenrasen
sind diese Schmetterlinge anzutreffen. Ihre Flugzeit erstreckt sich von
Mai bis Oktober. In manchen Literaturquellen werden diese schönen Tiere
als Gemeine Heufalter bezeichnet. Es gibt
eine Reihe ähnlicher Arten. Die Tiere zu unterscheiden, ist sehr
schwierig. Mir hat der Experte Jürgen Hensle aus dem
Lepiforum bei der Bestimmung geholfen. Foto: 22.09.2009,
Düsseldorf-Stockum
Grauer Zwergspanner (Small Dusty Wave, Idaea seriata)
In
der Nähe menschlicher Siedlungen ist der Graue Zwergspanner sehr häufig zu
beobachten. Oft kommen die Tiere auch in Häuser, weil sie abends vom
Licht angelockt werden. Die Flügelspannweite dieser Nachtfalter beträgt zwischen 19
und 21 Millimeter. Tagsüber kann man die hellgrau bis weißlich
gefärbten Tiere an vielen Stellen ruhend an Gebäuden beobachten. Auf den hell
gefärbten Flügeln tragen sie dunkle Wellen und Fleckenmuster. Von April
bis Oktober erstreckt sich die Flugzeit dieser Tiere; sie kommen in
mehreren Generationen vor, die sich überschneiden. Foto: 20.09.2008,
Düsseldorf-Grafenberg
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Foto: 06.03.2010,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 03.06.2009,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 19.11.2009,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 03.06.2009,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Graugelber Breitflügelspanner (Dotted Border, Agriopis marginaria)
Die
nachtaktiven Graugelben Breitflügelspanner sind überwiegend
gelblich-grau gefärbt, wie es ihr Name bereits vermuten lässt. Männliche
Falter erreichen eine Flügelspannweite von 27 bis 32 Millimeter. Zu
erkennen sind die Tiere an ihrer grauen Querbinde, die ein Stück hinter
der Flügelbinde verläuft. Außerdem tragen diese Nachtfalter feine dunkle
Punkte am Rand ihrer Flügel. Weibchen dieser Falterart haben nur kurze
gelbliche Stummelflügel und können nicht fliegen. Sie erreichen eine
Körpergröße von lediglich zehn bis 14 Millimeter. Sehr zeitig im Jahr beginnt
die Flugzeit dieser Falter, sie nimmt ihren Anfang im Februar und dauert
bis Mitte Mai. Foto: 19.02.2009, Düsseldorf-Grafenberg
Großer Frostspanner (Mottled Umber, Erannis defoliaria)
Der Große Frostspanner ist eine Falterart, die vom Spätherbst bis in den
Dezember in freier Natur beobachtet werden kann. Männliche und weibliche
Tiere unterscheiden sich bei dieser Art sehr stark. Weibchen sind
flügellos und grau gefärbt, die Männchen haben eine Flügelspannweite von
bis zu 46 Millimeter. Die Grundfärbung ist hell
ockergelb, darauf findet sich ein charakteristisches dunkles Muster, was
vor allem für die Vorderflügel gilt. Im Frühling kann man die sehr
variabel gezeichneten Raupen des Großen Frostspanners beobachten, siehe
Foto unten rechts. Sie kommen in vielen verschiedenen Farbvariationen
vor, die Bestimmung ist deshalb nicht einfach. Einige Beispiele sind auf
der Webseite
Schmetterling-Raupe.de zu sehen.
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Männchen, Foto: 17.11.2009,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Foto: 10.05.2008,
Düsseldorf-Grafenberg |
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Großer Kohlweißling (Large White, Pieris brassicae)
Der
Große Kohlweißling ist in Deutschland regelmäßig anzutreffen, obwohl er
seltener ist als der relativ ähnliche
Kleine Kohlweißling. Die
Grundfärbung der Flügeloberseite ist weiß, die Ecken der Vorderflügel
sind schwarz gefärbt. Weibchen tragen darüber hinaus schwarze Flecken
auf den Flügeln. Auf der Unterseite sind die Flügel grünlich gefärbt.
Mit 60 bis 65 Millimeter ist die Flügelspannweite dieser Tagfalter
relativ groß. In zwei Generationen ist der Große Kohlweißling in der
Zeit von März bis Oktober in der Natur zu finden, Raupen sind von Juni
bis Oktober zu beobachten. Foto: 26.04.2009, Düsseldorf-Düsseltal
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