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Pflanzen auf Teneriffa - Teil 8

Scharlachroter Erdrauch (Fumaria coccinea)

Scharlachroter Erdrauch (Fumaria coccinea)Auf den Kanarischen Inseln, so auch auf Teneriffa, kommt eine endemische Pflanzenart aus der Gattung Erdrauch (Fumaria) vor. Sie wird als Scharlachroter Erdrauch bezeichnet. Der Name deutet das wichtigste Merkmal dieser Pflanzenart bereits an. Ihre Blüten sind kräftig rot gefärbt, wenn sie voll entwickelt sind. Junge, noch nicht voll entwickelte Blüten sind dagegen grünlich-weiß gefärbt und werden mit der Zeit von der Spitze her dunkelrot. Die einjährige Spezies weist eine Wuchshöhe von bis zu etwa einem halben Meter auf. Der Scharlachrote Erdrauch gedeiht auf feuchten, aber nicht zu nassen Böden und braucht Sonne. Häufig ist diese Pflanzenart im Halbschatten beispielsweise an Waldrändern zu finden. Foto: 28.03.2011, Anaga-Gebirge

 

Schlafmohn (Opium Poppy, Papaver somniferum)

Schlafmohn (Opium Poppy, Papaver somniferum)Das östliche Mittelmeergebiet ist die ursprüngliche Heimat des Schlafmohns. Diese Pflanzenart erreicht eine Wuchshöhe von 30 Zentimeter bis zu 1,5 Meter. Meist ist der rund geformte Stängel nicht verzweigt. Zwischen fünf und 15 Zentimeter Länge erreichen die Laubblätter dieser Spezies. Zart violett oder weißlich sind die vier Blütenkronblätter gefärbt. Mitunter sind auch rote Blütenkronblätter zu beobachten, was aber selten vorkommt. Der Durchmesser der Blüten beläuft sich auf fünf bis zehn Zentimeter. Mit Ausnahme der Samen ist die gesamte Pflanze giftig. Sie wird in einigen Teilen der Welt, vor allem in Afghanistan, in großem Stil illegal angebaut und zur Gewinnung von Opium genutzt. Foto: 29.03.2011, El Palmar

Schmächtiger Meerkohl (Crambe strigosa)

Schmächtiger Meerkohl (Crambe strigosa)Zwischen einem halben und 1,5 Meter wird der Schmächtige Meerkohl hoch. Diese Pflanzenart ist nur auf den Kanarischen Inseln heimisch, sie kommt dort auf den westlichen Inseln vor. Bevorzugter Standort ist der Lorbeerwald, aber auch anderenorts kann man auf diese Spezies treffen, sofern der Boden nicht zu trocken und der Standort nicht zu sonnig ist. Die relativ großen Blätter - ihre Länge kann bei 20 Zentimeter liegen - sitzen auf verholzten, glatten Stängeln. Anhand der groben Zähnung und der dunkelgrünen Färbung sind die rauen, oft herzförmigen Blätter leicht von denen anderen Pflanzenarten zu unterscheiden. An ausladenden, rispigen Blütenständen sitzen viele kleine, weiße Blüten. Foto: 28.03.2011, Mercedes-Wald

 

Seidenhaarige Schizogyne (Schizogyne sericea)

Seidenhaarige Schizogyne (Schizogyne sericea)Auf sämtlichen Kanareninseln ist die Seidenhaarige Schizogyne heimisch, wobei ihr Status auf Lanzarote und Fuerteventura ein wenig unklar ist. Anzutreffen ist diese zwischen 30 Zentimeter und einem Meter hohe Pflanzenart im Sukkulentenbusch in der Nähe der Küste. Die Sträucher sind dicht mit feinen, wolligen Haaren bedeckt, weshalb sie eher weiß als grün aussehen. Ihre Blätter sind zwischen drei und fünf Zentimeter lang, ein wenig fleischig und lineal geformt; die Blattenden sind stumpf. Von Februar bis Juni steht die Seidenhaarige Schizogyne in Blüte. Leuchtend gelb sind die Blüten gefärbt, sie stehen dicht beieinander. Foto: 29.03.2011, Punta de Teno

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Seidenhaariger Goldstern (Nauplius sericeus)

Seidenhaariger Goldstern (Nauplius sericeus)Die eigentliche Heimat des Seidenhaarigen Goldsterns ist Fuerteventura, auf dieser Kanarischen Insel ist das Gewächs endemisch. Auf Teneriffa und den anderen Kanarischen Inseln ist es jedoch eine beliebte Zierpflanze, die mancherorts aus den Gärten in die Natur abgewandert ist. Als Felspflanze benötigt der zwischen 30 Zentimeter und einem Meter hohe Seidenhaarige Goldstern warme und trockene, steinige Standorte. Obwohl die Sträucher niedrig sind, ist ihr Wuchs ausgesprochen kräftig; sie sind dicht und regelmäßig verzweigt. Ihre behaarten Blätter sind insbesondere an den Zweigenden zu finden. Zwischen 3,5 und 5,5 Zentimeter breit sind die gelben Blüten. Foto: Juni 2004, Puerto de la Cruz

Sideritis sp.

Sideritis sp.Die Gattung Sideritis wird im Deutschen als Gliedkräuter bezeichnet. Es kommen etwa 140 verschiedene Arten vor. Welche davon auf Teneriffa heimisch sind, ist mir nicht bekannt, weshalb ich die in diesem Absatz gezeigte Pflanzenart bisher nur auf Gattungsebene bestimmen konnte. Gliedkräuter sind einjährige, krautige Pflanzen. An einem windumtosten Pass im Teno-Gebirge gediehen an einer sonnigen Stelle die rechts gezeigten, etwa 20 Zentimeter hohen Pflanzen. Foto: Juni 2004, Teno-Gebirge

 

 

 

Silene gallica

Silene gallicaZu den auf Teneriffa vorkommenden Pflanzen aus der Gattung Silene (Leimkraut) gehört auch Silene gallica. Diese Art kommt nicht nur auf den Kanaren, sondern darüber hinaus in Europa und in Nordafrika vor. Meist sind die Pflanzen an Wegrändern anzutreffen, doch auch auf manchen Wiesen gedeihen sie. Silene gallica ist einjährig und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 45 Zentimeter. Lange, dichte Härchen bedecken die Pflanze an vielen Stellen, auf den Blüten sind sie beispielsweise ebenfalls zu finden. Lanzettlich sind die Blätter geformt, sie erreichen einen Länge von bis zu 3,5 Zentimeter. Am oberen Ende des Stängels bilden sich die Blüten, sie sind außen grünlich oder rot gestreift. Die Kronblätter können weiß, rosa, rötlich oder in einer Mischung aus diesen Farben gefärbt sein. Foto: 29.03.2011, El Palmar

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Sitzendblättriger Hornklee (Lotus sessilifolius)

Sitzendblättriger Hornklee (Lotus sessilifolius)Die westlichen Kanaren und Gran Canaria sind die Heimat des Sitzendblättrigen Hornklees. Diese niedrige Pflanzenart erreicht eine Wuchshöhe von zehn bis 30 Zentimeter. Typisch für diese Spezies ist die feine Behaarung, wodurch die Blätter und Stängel graugrün aussehen. Die Blättchen sind schmal geformt und maximal neun Millimeter lang. In der Zeit von Dezember bis April steht der Sitzendblättrige Hornklee in Blüte. Seine Blüten sind gelb gefärbt und werden mit der Zeit rötlich bis bräunlich, während sie verwelken. Geröllflächen und küstennahe Felsen sind Standorte, an denen man diesen Kanarenendemit beobachten kann. Foto: 31.03.2011, El Médano

Sizilianische Spreublume (Achyranthes sicula)

Sizilianische Spreublume (Achyranthes sicula)Auf Ruderalflächen und an manchen Wegrändern ist auf Teneriffa sowie auf einigen weiteren Kanarischen Inseln die Sizilianische Spreublume heimisch. Diese Pflanzenart wird zwischen 30 und 70 Zentimeter groß, ihre Blütezeit findet zwischen Februar und Juli statt. Die Stängel dieser Spezies sind vierkantig und entweder kahl oder behaart. Gegenständig sind die Blätter angeordnet. Auf der Oberseite sind sie grün, die Unterseite schimmert wegen der dort vorhandenen Behaarung silbrig. Die Blüten sind anfangs aufrecht stehend, mit der Zeit können sie jedoch hängen. Foto: 29.03.2011, El Palmar

 

 

Sommerwurz (Broomrape, Orobanche sp.)

Sommerwurz (Broomrape, Orobanche sp.)Am Rande eines landwirtschaftlich genutzten Bereichs in der Nähe des Lorbeerwaldes standen zwei Exemplare dieser Sommerwurzart, die ich nirgendwo sonst im Anaga-Gebirge oder auf Teneriffa gesehen habe. Die Blütenstände der Pflanze, die schmarotzend wächst, waren zwischen 20 und 25 Zentimeter hoch, die Stängel waren rötlichbraun gefärbt und leicht behaart. Die einzelnen Blüten waren cremefarben, die Kronblätter waren etwa 1,5 Zentimeter lang. Den genauen Namen der Art weiß ich leider nicht, in der Gegend kommt jedoch Orobanche ramosa vor. Deshalb könnte es sich möglicherweise um diese Art handeln. Foto: Juni 2004, Anaga-Gebirge

 

 

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Spritzgurke (Squirting Cumcumber, Ecballium elaterium)

Spritzgurke (Squirting Cumcumber, Ecballium elaterium)Die Spritzgurke, auch als Eselsgurke bezeichnet, ist eine bemerkenswerte Pflanze. Sie bildet nach der Befruchtung ihrer gelben Blüten kleine gurkenförmige Früchte, die einen flüssigen Kern enthalten. In dieser Flüssigkeit schwimmen die Samen der Pflanze. Weil die kleinen "Gurken" mit zunehmender Reife stark unter Druck stehen, reißen sie irgendwann vom Stielen ab und fliegen durch den Rückstoß, den die ausströmende Flüssigkeit verursacht, bis zu zehn oder zwölf Meter weit. Auf diese Weise verspritzen die krautigen Pflanzen ihre Samen auf sehr effiziente Weise. Bis zu 150 Zentimeter können die rankenden Stängel der Spritzgurke werden. Ihre Blätter sind dick und auf der Unterseite steif behaart. Auch die Früchte sind behaart. Typische Standorte dieser Spezies sind ungenutzte Flächen, also Brachen. Foto: 01.04.2011, Puerto de la Cruz

Sprossender Zwergginster (Tagasaste, Chamaecytisus proliferus)

Sprossender Zwergginster (Tagasaste, Chamaecytisus proliferus)Auf Teneriffa, La Gomera, La Palma, El Hierro und Gran Canaria ist der Sprossende Zwergginster heimisch; genau genommen ist er dort endemisch, weil er sonst nirgendwo natürlich vorkommt. Diese Pflanzenart ist recht formenreich und sie bildet häufig hohe Sträucher oder Baumsträucher. Ihre Wuchshöhe kann zwischen einem halben und fünf Meter betragen, mitunter werden die Pflanzen sogar bis zu sieben Meter groß. Die Form der Blättchen ist ausgesprochen variabel, die Färbung ist kahl und grün bis silbrig behaart. Typisch sind die anfangs weißen, später gelblichen Blüten. Standorte, an denen man den Sprossenden Zwergginster finden kann, sind Lorbeer- und Kiefernwälder. Foto: 01.04.2011, Aguamansa

Stacheliger Natternkopf (Echium aculeatum)

Stacheliger Natternkopf (Echium aculeatum)In bestimmten Teneriffas in der Nähe von Santiago del Teide und Masca ist die Natternkopfart Echium aculeatum beheimatet, sie kommt in Höhenlagen von etwa 500 Meter vor. Es handelt sich bei dieser Pflanzenart um eine stark verzweigte, bis zu 50 Zentimeter hohe Spezies; manche Exemplare des Stacheligen Natternkopfs können sogar bis zu einen Meter groß werden. Eng beieinander stehen die Blätter, sie sind lanzettlich geformt und bis zu circa fünf Zentimeter lang. Ihre Ränder sind gezähnt. Die Blüten stehen in kompakten Blütenständen beieinander. Weiß sind die Kronblätter gefärbt, Blüten sind zwischen April und Juni zu finden. Foto: 29.03.2011, Masca

Stadt-Aeonium (Dinner Plate Aeonium, Aeonium urbicum)

Stadt-Aeonium (Dinner Plate Aeonium, Aeonium urbicum)Auf La Gomera und auf Teneriffa liegt das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Stadt-Aeoniums. Diese zwischen 30 und 60 Zentimeter, in seltenen Fällen bis zu zwei Meter hohe Pflanze gedeiht auf Hausdächern und Felsen sowie an Mauern, von denen die Blütenstände meist waagerecht abstehen. Der Stamm dieser Pflanzenart ist zwischen 1,5 und drei Zentimeter dick, unverzweigt und glatt. An seinem Ende steht eine einzelne, im Durchmesser zwischen 15 und 30 Zentimeter große Blattrosette. Die einzelnen Blätter sind vier bis sieben Millimeter dick, spatelförmig und graugrün gefärbt. Manche Blätter sind am Rand rötlich und gewimpert. Auf eine Länge von bis zu 75 Zentimeter bringen es die weißlichen Blütenstände. Foto: 29.03.2011, Masca

 

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Linktipp:

Der Botaniker Peter Schönfelder stellt auf seiner Webseite "Flora Canaria" Fotos von Wild-, Zier- und Nutzpflanzen der Kanaren vor.