TeneriffaPflanzen - Teil 5
 

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          Portugiesischer Kirschlorbeer (Prunus lusitanica)

Portugiesischer Kirschlorbeer Dieser immergrüne, insgesamt nur spärlich mit Blättern bewachsene Strauch oder Baum wird zwischen drei und acht Meter groß, in seltenen Fällen erreicht er eine Wuchshöhe von 20 Meter. Anzutreffen ist der Portugiesische Kirschlorbeer in feuchten Lorbeerwäldern auf den Kanaren und auf Madeira, wo er endemisch ist; das heißt, sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt nur auf diesen Inseln. Die Blattstiele sind rötlich-grün bis rot gefärbt, die Blätter selbst länglich und dunkelgrün. Zwischen vier und 18 Zentimeter lang werden die Blütentrauben, auf denen viele weiße, runde Einzelblüten sitzen. (Anaga-Gebirge)

Rautenblättrige Sida (Sida rhombifolia)

Rautenblättrige Sida Die ursprüngliche Heimat dieser zwischen 30 Zentimeter und einem Meter hohen Pflanze ist das tropische Amerika. Auf den Kanaren fühlt sich dieses Wärme liebende Gewächs sehr wohl, es gedeiht an Wegrändern im Kulturland und ist nur selten an abgelegenen Standorten zu finden. Es handelt sich bei dieser Pflanzenart um einen steifen, aufrecht stehenden Halbstrauch, der nur wenig verzweigt ist. Die Blätter haben kurze Stiele, sind etwa drei bis sechs Zentimeter lang und dunkelgrün gefärbt; gelb mit dunkelroten Flecken am Grund sind die Blüten gefärbt. (La Caldera)

Retama-Ginster (Retama sphaerocarpa)

Retama-Ginster Dieser riesige Strauch, dessen Breite etwa dreieinhalb Meter betrug, wuchs in einer Schlucht relativ frei stehend. Die Wuchshöhe des rechts gezeigten Strauchs betrug etwa 1,8 Meter. Ausgewachsene Exemplare des Retama-Ginsters können bis zu 2,5 Meter hoch werden. Farblich ist der Retama-Ginster relativ variabel, er kann von graugrün bis gelbgrün gefärbt sein. Im deutschen Sprachraum wird diese Pflanzenart auch Gewöhnliche Retama genannt. (Masca-Schlucht)

Schmächtiger Meerkohl (Crambe strigosa)

Schmächtiger Meerkohl Zwischen einem halben und 1,5 Meter wird der Schmächtige Meerkohl hoch. Diese Pflanzenart ist nur auf den Kanaren heimisch, sie kommt auf den westlichen Inseln vor. Bevorzugter Standort ist der Lorbeerwald, aber auch anderenorts kann man auf diese Spezies treffen, sofern der Boden nicht zu trocken ist. Die relativ großen Blätter - ihre Länge kann bei 20 Zentimeter liegen - sitzen auf verholzten, glatten Stängeln. Anhand der groben Zähnung und der dunkelgrünen Färbung sind die rauen, oft herzförmigen Blätter leicht von denen anderen Pflanzenarten zu unterscheiden. An ausladenden, rispigen Blütenständen sitzen viele kleine, weiße Blüten. (Masca-Schlucht)

Seidenhaariger Goldstern (Nauplius sericeus)

Seidenhaariger Goldstern Die eigentliche Heimat des Seidenhaarigen Goldsterns ist Fuerteventura, auf dieser Kanareninsel ist das Gewächs endemisch. Auf Teneriffa und den anderen kanarischen Inseln ist es jedoch eine beliebte Zierpflanze, die mancherorts aus den Gärten in die Natur abgewandert ist. Als Felspflanze benötigt der zwischen 30 Zentimeter und einem Meter hohe Seidenhaarige Goldstern warme und trockene, steinige Standorte. Obwohl die Sträucher niedrig sind, ist ihr Wuchs ausgesprochen kräftig; sie sind dicht und regelmäßig verzweigt. Ihre behaarten Blätter sind insbesondere an den Zweigenden zu finden. Zwischen 3,5 und 5,5 Zentimeter breit sind die gelben Blüten. (Puerto de la Cruz)

Sideritis sp.

Sideritis sp. An einem windumtosten Pass im Teno-Gebirge wuchsen an einer sonnigen Stelle diese etwa 20 Zentimeter hohen Pflanzen. Es handelt sich um eine Sideritis-Art, deren genaue Bezeichnung mir leider nicht bekannt ist. (Teno-Gebirge)

 

 

 

 

Sommerwurz (Orobanche sp.)

Sommerwurz Sommerwurz Am Rande eines landwirtschaftlich genutzten Bereichs in der Nähe des Lorbeerwaldes standen zwei Exemplare dieser Sommerwurzart, die ich nirgendwo sonst im Anaga-Gebirge oder auf Teneriffa gesehen habe. Die Blütenstände der Pflanze, die schmarotzend wächst, waren zwischen 20 und 25 Zentimeter hoch, die Stängel waren rötlichbraun gefärbt und leicht behaart. Die einzelnen Blüten waren cremefarben, die Kronblätter waren etwa 1,5 Zentimeter lang. Den genauen Namen der Art weiß ich leider nicht. (Beide Fotos: Anaga-Gebirge)

Stadt-Aeonium (Aeonicum urbicum)

Stadt-Aeonium Auf La Gomera und auf Teneriffa liegt das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Stadt-Aeoniums. Diese zwischen 30 und 60 Zentimeter, in seltenen Fällen bis zu zwei Meter hohe Pflanze gedeiht auf Hausdächern und Felsen sowie an Mauern, von denen die Blütenstände meist waagerecht abstehen. Das nebenstehende Foto zeigt ein Stadt-Aeonium, das an einer Mauer wuchs und das ich von oben fotografiert habe. Der Stamm dieser Pflanzenart ist zwischen 1,5 und drei Zentimeter dick, unverzweigt und glatt. An seinem Ende steht eine einzelne, im Durchmesser zwischen 15 und 30 Zentimeter große Blattrosette. Die einzelnen Blätter sind vier bis sieben Millimeter dick, spatelförmig und graugrün gefärbt. Manche Blätter sind am Rand rötlich und gewimpert. Auf eine Länge von bis zu 75 Zentimeter bringen es die weißlichen Blütenstände. (Anaga-Gebirge)

Storchschnabel (Crane's bill, Geranium sp.)

Storchschnabel Dieses ausgesprochen zarte, filigrane Pflänzchen mit den auffällig dunkelrot überlaufenen Blättern wuchs auf einer Geröllhalde, die sich auf einer weitläufigen Lichtung im Kiefernwald befindet. Der Standort war sehr sonnig, aber nicht selten ist diese Gegend auch durch Nebel vom Sonnenlicht abgeschnitten. Die Wuchshöhe der Storchschnabel-Art betrug etwa acht Zentimeter. Insgesamt kommen in der Gattung Geranium etwa 300 verschiedene Arten vor. Um welche es sich im Falle der rechts gezeigten Pflanze handelt, weiß ich leider nicht, weshalb ich den exakten wissenschaftlichen Namen derzeit nicht nennen kann. (La Caldera)

Tanger-Platterbse (Lathyrus tingitanus)

Tanger-Platterbse Zwischen 60 und 120 Zentimeter lang werden die Stängel dieser Pflanzenart. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Azoren über die Kanaren und Madeira bis zum westlichen Mittelmeerraum. Auf Mauern und Gebüschen in der Lorbeerwaldstufe trifft man auf die rankenden Pflanzenart. Die Blätter sind zwischen zwei und acht Zentimeter lang, schmal-lanzettlich und dunkelgrün gefärbt. Mit ihrer Größe von zwei bis drei Zentimeter ist die Blütenkrone recht auffällig, hinzu kommt die leuchtend purpurne bis violette Färbung. (Anaga-Gebirge)

Tellerförmiges Aeonium (Aeonium tabulaeforme)

Tellerförmiges Aeonium Der Norden Teneriffas ist die Heimat dieser endemischen Pflanze. Feuchte, schattige Standorte auf felsigem Untergrund, also zum Beispiel in Felsspalten, sind Orte, an denen man das Tellerförmige Aeonium antrifft. Zwischen 30 und 60 Zentimeter wird diese Pflanzenart hoch, wenn sie in Blüte steht. Die Blattrosette ist zwischen zehn und 40 Zentimeter groß. Sie liegt flach auf dem Boden und wirkt wie ein Teller, sofern der Untergrund gerade ist. Eine Rosette kann bis zu 200 einzelne Blätter beherbergen, die dachziegelartig aufeinander liegen. An bis zu 40 Zentimeter langen Blütenständen sitzen die blassgelben Blüten dieser Spezies. (Masca-Schlucht)

 
                 

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