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Portugiesischer Kirschlorbeer (Prunus lusitanica)
Dieser immergrüne, insgesamt nur spärlich mit Blättern bewachsene Strauch
oder Baum wird zwischen drei und acht Meter groß, in seltenen Fällen
erreicht er eine Wuchshöhe von 20 Meter. Anzutreffen ist der Portugiesische
Kirschlorbeer in feuchten Lorbeerwäldern auf den Kanaren und auf Madeira, wo
er endemisch ist; das heißt, sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt nur
auf diesen Inseln. Die Blattstiele sind rötlich-grün bis rot gefärbt,
die Blätter selbst länglich und
dunkelgrün. Zwischen vier und 18 Zentimeter lang werden die Blütentrauben, auf
denen viele weiße, runde Einzelblüten sitzen. (Anaga-Gebirge)
Rautenblättrige Sida (Sida rhombifolia)
Die ursprüngliche Heimat dieser zwischen 30 Zentimeter und einem Meter
hohen Pflanze ist das tropische Amerika. Auf den Kanaren fühlt sich
dieses Wärme liebende Gewächs sehr wohl, es gedeiht an Wegrändern
im Kulturland und ist nur selten an abgelegenen Standorten zu finden.
Es handelt sich bei dieser Pflanzenart um einen steifen, aufrecht
stehenden Halbstrauch, der nur wenig verzweigt ist. Die Blätter haben
kurze Stiele, sind etwa drei bis sechs Zentimeter lang und dunkelgrün
gefärbt; gelb mit dunkelroten Flecken am Grund sind die Blüten gefärbt.
(La Caldera)
Retama-Ginster (Retama sphaerocarpa)
Dieser riesige Strauch, dessen Breite etwa dreieinhalb Meter betrug, wuchs in einer Schlucht
relativ frei stehend. Die Wuchshöhe des rechts gezeigten Strauchs betrug etwa 1,8 Meter.
Ausgewachsene Exemplare des Retama-Ginsters können bis zu 2,5 Meter hoch werden. Farblich
ist der Retama-Ginster relativ variabel, er kann von graugrün bis gelbgrün
gefärbt sein. Im deutschen Sprachraum wird diese Pflanzenart auch
Gewöhnliche Retama genannt. (Masca-Schlucht)
Schmächtiger Meerkohl (Crambe strigosa)
Zwischen einem halben und 1,5 Meter wird der Schmächtige Meerkohl hoch. Diese
Pflanzenart ist nur auf den Kanaren heimisch, sie kommt auf den westlichen
Inseln vor. Bevorzugter Standort ist der Lorbeerwald, aber auch anderenorts
kann man auf diese Spezies treffen, sofern der Boden nicht zu trocken ist.
Die relativ großen Blätter - ihre Länge kann bei 20 Zentimeter liegen -
sitzen auf verholzten, glatten Stängeln. Anhand der groben Zähnung und der
dunkelgrünen Färbung sind die rauen, oft herzförmigen Blätter leicht von
denen anderen Pflanzenarten zu unterscheiden. An ausladenden, rispigen
Blütenständen sitzen viele kleine, weiße Blüten. (Masca-Schlucht)
Seidenhaariger Goldstern (Nauplius sericeus)
Die eigentliche Heimat des Seidenhaarigen Goldsterns ist Fuerteventura, auf
dieser Kanareninsel ist das Gewächs endemisch. Auf Teneriffa und den anderen
kanarischen Inseln ist es jedoch eine beliebte Zierpflanze, die mancherorts
aus den Gärten in die Natur abgewandert ist. Als Felspflanze benötigt der
zwischen 30 Zentimeter und einem Meter hohe Seidenhaarige Goldstern warme
und trockene, steinige Standorte. Obwohl die Sträucher niedrig sind, ist ihr
Wuchs ausgesprochen kräftig; sie sind dicht und regelmäßig verzweigt. Ihre
behaarten Blätter sind insbesondere an den Zweigenden zu finden. Zwischen
3,5 und 5,5 Zentimeter breit sind die gelben Blüten. (Puerto de la Cruz)
Sideritis sp.
An einem windumtosten Pass im Teno-Gebirge wuchsen an einer sonnigen Stelle diese etwa 20
Zentimeter hohen Pflanzen. Es handelt sich um eine Sideritis-Art, deren genaue Bezeichnung
mir leider nicht bekannt ist. (Teno-Gebirge)
Sommerwurz (Orobanche sp.)
Am Rande eines landwirtschaftlich genutzten Bereichs in der Nähe des
Lorbeerwaldes standen zwei Exemplare dieser Sommerwurzart, die ich nirgendwo
sonst im Anaga-Gebirge oder auf Teneriffa gesehen habe. Die Blütenstände der
Pflanze, die schmarotzend wächst, waren zwischen 20 und 25 Zentimeter hoch, die
Stängel waren rötlichbraun gefärbt und leicht behaart. Die einzelnen
Blüten waren cremefarben, die Kronblätter waren etwa 1,5 Zentimeter lang.
Den genauen Namen der Art weiß ich leider nicht. (Beide Fotos: Anaga-Gebirge)
Stadt-Aeonium (Aeonicum urbicum)
Auf La Gomera und auf Teneriffa liegt das ursprüngliche Verbreitungsgebiet
des Stadt-Aeoniums. Diese zwischen 30 und 60 Zentimeter, in seltenen Fällen
bis zu zwei Meter hohe Pflanze gedeiht auf Hausdächern und Felsen sowie an
Mauern, von denen die Blütenstände meist waagerecht abstehen. Das nebenstehende
Foto zeigt ein Stadt-Aeonium, das an einer Mauer wuchs und das ich von oben
fotografiert habe. Der Stamm dieser Pflanzenart ist zwischen 1,5 und drei
Zentimeter dick, unverzweigt und glatt. An seinem Ende steht eine einzelne,
im Durchmesser zwischen 15 und 30 Zentimeter große Blattrosette. Die einzelnen
Blätter sind vier bis sieben Millimeter dick, spatelförmig und graugrün
gefärbt. Manche Blätter sind am Rand rötlich und gewimpert. Auf eine Länge
von bis zu 75 Zentimeter bringen es die weißlichen Blütenstände.
(Anaga-Gebirge)
Storchschnabel (Crane's bill, Geranium sp.)
Dieses ausgesprochen zarte, filigrane Pflänzchen mit den auffällig dunkelrot
überlaufenen Blättern wuchs auf einer Geröllhalde, die sich auf einer
weitläufigen Lichtung im Kiefernwald befindet. Der Standort war sehr
sonnig, aber nicht selten ist diese Gegend auch durch Nebel vom Sonnenlicht
abgeschnitten. Die Wuchshöhe der Storchschnabel-Art betrug etwa acht Zentimeter.
Insgesamt kommen in der Gattung Geranium etwa 300 verschiedene Arten vor.
Um welche es sich im Falle der rechts gezeigten Pflanze handelt, weiß ich
leider nicht, weshalb ich den exakten wissenschaftlichen Namen derzeit nicht nennen kann.
(La Caldera)
Tanger-Platterbse (Lathyrus tingitanus)
Zwischen 60 und 120 Zentimeter lang werden die Stängel dieser Pflanzenart.
Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Azoren über die Kanaren und
Madeira bis zum westlichen Mittelmeerraum. Auf Mauern und Gebüschen in der
Lorbeerwaldstufe trifft man auf die rankenden Pflanzenart. Die Blätter sind
zwischen zwei und acht Zentimeter lang, schmal-lanzettlich und dunkelgrün
gefärbt. Mit ihrer Größe von zwei bis drei Zentimeter ist die Blütenkrone
recht auffällig, hinzu kommt die leuchtend purpurne bis violette Färbung.
(Anaga-Gebirge)
Tellerförmiges Aeonium (Aeonium tabulaeforme)
Der Norden Teneriffas ist die Heimat dieser endemischen Pflanze. Feuchte,
schattige Standorte auf felsigem Untergrund, also zum Beispiel in Felsspalten,
sind Orte, an denen man das Tellerförmige Aeonium antrifft. Zwischen 30 und 60
Zentimeter wird diese Pflanzenart hoch, wenn sie in Blüte steht. Die
Blattrosette ist zwischen zehn und 40 Zentimeter groß. Sie liegt flach
auf dem Boden und wirkt wie ein Teller, sofern der Untergrund gerade ist.
Eine Rosette kann bis zu 200 einzelne Blätter beherbergen, die dachziegelartig
aufeinander liegen. An bis zu 40 Zentimeter langen Blütenständen sitzen die
blassgelben Blüten dieser Spezies. (Masca-Schlucht)
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