TeneriffaPflanzen - Teil 1
 

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          Acker-Gauchheil (Scarlet Pimpernel, Anagallis arvensis)

Acker-Gauchheil Das Acker-Gauchheil ist in aller Welt verbreitet, so auch auf Teneriffa. Bevorzugte Standorte sind Äcker, Gärten und Schuttplätze und in anderen Regionen beispielsweise auch Weinberge. Die rechts gezeigte Pflanze war nur vier Zentimeter hoch und wuchs auf einer Lichtung im Kiefernwald. Der Standort war relativ feucht und sonnig. Die orange gefärbten fünf Blütenblätter waren an ihrer Basis dunkelrot gefärbt. Ausgewachsene Exemplare der Pflanzenart können eine Sprosslänge von bis zu 30 Zentimeter erreichen. (La Caldera)

Affenpalme (Kleinia neriifolia)

Affenpalme Etwa 1,2 Meter hoch war diese verzweigte Pflanze mit ihren fleischigen Stämmen und den langen, schmalen Blättern. Sehr große Exemplare der Affenpalme können bis zu drei Meter hoch werden. Es handelt sich bei dieser Pflanzenart um einen Strauch, nur ältere Pflanzen sehen bäumchenartig aus. Die ursprüngliche Heimat dieser Pflanzenart, die in vielen Ländern der Welt als Zimmerpflanze beliebt ist, sind die kanarischen Inseln, sie ist dort endemisch. Während der trockenen Monate fallen die Blätter ab, sie hinterlassen an den zylindrischen, graugrünen Gliedern der Pflanze Narben. In ihrer Form erinnern die Blätter an den Oleander, sie sind bis zu 1,5 Zentimeter breit und zwölf Zentimeter lang. Aufgrund dieser Ähnlichkeit der Blätter wird die Affenpalme auch als Oleanderblättrige Kleinie bezeichnet. Früher trug die Spezies den wissenschaftlichen Namen Senecio kleinia, wurde aber später der Gattung Kleinia zugeordnet. Bevorzugte Standorte der Affenpalme sind trockene, teils auch felsige Gegenden, also Gebiete, an denen der sogenannte Sukkulentenbusch heimisch ist. (Masca-Schlucht)

Ahornblättrige Strauchpappel (Lavatera acerifolia)

Ahornblättrige Strauchpappel Ein typisches Kennzeichen dieser nur auf den Kanaren heimischen Pflanzenart ist der strauchähnliche, hohe Wuchs, der bis zu drei Meter betragen kann. Auch die handförmigen, um die zehn Zentimeter großen Blätter mit ihren fünf bis sieben Lappen sind charakteristisch für die Ahornblättrige Strauchpappel. Sie sind, genau wie die Blüten, lang gestielt. Die Blätter der Blüten sind annähernd herzförmig und rosa gefärbt. Am schmalen Ende weisen sie eine kräftige Purpurfärbung auf. Im Durchmesser sind die Blüten etwa acht Zentimeter groß. Leuchtend gelb sind die Staubgefäße, die in schönem farblichen Kontrast zum Rest der Blüte stehen. Diese Pflanzenart liebt Geröll und Felsspalten als Standort, sie mag es schattig mit leicht feuchtem Boden. (Masca-Schlucht)

Amerikanische Agave (Agave, Agave americana)

Amerikanische Agave Vielerorts wachsen auf Teneriffa und den anderen Kanareninseln Amerikanische Agaven. Wie der Name es bereits vermuten lässt, stammen diese Pflanzen aus Amerika. Am Boden bilden sie bis zu 1,5 Meter hohe, ausladende Rosetten, aus denen die langen, spitzen und sehr fleischigen Blätter ragen. Sie können mehr als 1,5 Meter lang werden. Weithin sichtbar sind die teilweise über drei Meter hoch aufragenden Blütenstände. Auf sehr dicken Stängeln sitzen mehrere Blüten, siehe Foto rechts. (Masca-Schlucht)

Aubers Natternkopf (Viper's Bugloss, Echium auberianum)

Aubers Natternkopf Die gesamte Pflanze ist rau und stechend behaart. Am Grund sind die gelblichen, etwa drei Millimeter langen Borsten zwiebelartig verdickt. Auf einem sehr kurzen Stamm sitzt eine kleine Blattrosette; die Blätter sind gestielt und länglich lanzettlich geformt. Ihre Länge kann bis zu 20 Zentimeter betragen, die Breite maximal 1,5 Zentimeter. Die Blütenstände dieser Pflanzenart sind lang und kegelförmig, sie ragen bis zu 80 Zentimeter empor. An ihnen befinden sich zahlreiche, zehn bis 15 Millimeter lange, trichterförmige Blüten, die blau gefärbt sind. Aubers Natternkopf ist nur auf Teneriffa heimisch. Die Spezies gedeiht im subalpinen Bereich des Teide-Nationalparks auf lockeren Bimsböden. (Las Cañadas del Teide)

Bartflechte (Usnea barbata)

Bartflechte (Usnea barbata) Über den Zweigen der Kanaren-Kiefern hängen zahllose Bartflechten, die aufgrund der von den Wolken herrührenden Feuchtigkeit im Kiefernwald Teneriffas bestens überleben können. Die Farbe ist hellgrün, die einzelnen Gebilde sind bis zu 30 Zentimeter lang. (La Caldera)

 

 

Bastardsenf (Mediterranean Mustard, Hirschfeldia incana)

Bastardsenf An den bis zu 50 Zentimeter langen, schmalen Stängeln des Bastardsenfs befinden sich kleine, gelbe Blüten. Sie sind im Durchmesser etwa drei bis vier Millimeter groß. Diese Pflanzenart bildete große Gruppen im Teide-Nationalpark und stand im Juni in Blüte. Der Bastardsenf wird auch als Grausenf bezeichnet. (Las Cañadas del Teide)

 

Baumheide (Tree Heather, Erica arborea)

Baumheide Diese zwischen vier und zwölf, in seltenen Fällen bis zu 20 Meter hohe Pflanzenart stand Pate, als es um die Benennung eines Ökosystems ging: der Baumheide-Buschwald. Vor allem in diesen Wäldern, aber auch in Lorbeerwäldern und als Unterwuchs in Kiefernwäldern trifft man die Baumheide an. Sie ist auf den Kanaren, auf Madeira und vom Mittelmeerraum bis hin zum Schwarzen Meer heimisch. Die nadelartigen, grünen Blätter sind zwischen sechs und acht Millimeter lang, junge Triebe sind dicht weiß behaart. In üppigen Rispen stehen die Blüten eng beieinander. Sie sind weiß gefärbt, glockenförmig und tragen im Innern rötliche Staubgefäße. (Anaga-Gebirge)

Baumschlinge (Periploca laevigata)

Baumschlinge An Rande des Dorfes Masca am Eingang der nach dem Ort benannten Schlucht gedieh diese auf den ersten Blick seltsam anmutende Pflanze auf anderen Büschen, das heißt, sie wuchs auf deren Zweigen. Die fleischigen "Hörner" dieser Baumschlinge, deren exakte Artbezeichnung ich leider nicht weiß, waren etwa zehn bis zwölf Zentimeter lang. An den Spitzen waren die "Hörner" rot gefärbt, an der Basis waren sie grülich-gelb und fast über die gesamte Länge trugen sie dunkle Flecken. Die Baumschlinge gehört zur Familie der Asclepiaceae. (Masca)

Bencomia caudata

Bencomia caudata Auf feuchten, schattigen Felsen in den Lorbeerwäldern Teneriffas und an den Rändern von Terrassenfeldern trifft man auf diese auffällige, weithin sichtbare Pflanzenart. Sie gehört zur Familie der Rosengewächse und trägt den lateinischen Namen Bencomia caudata. Ein deutscher Name ist mir nicht bekannt. Die Pflanze wird zwei, mitunter drei Meter hoch und verholzt mit der Zeit. Die Blätter dieses Strauchs sind lang, dunkelgrün gefärbt und gefiedert. Außer auf Teneriffa kommt sie noch auf Gran Canaria vor. (Anaga-Gebirge)

Behaarter Federkopf (Pterocephalus lasiospermus)

Behaarter Federkopf Der Behaarte Federkopf ist ein weiterer Teneriffa-Endemit, das heißt, sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt ausschließlich auf dieser Insel. Es handelt sich bei dieser Pflanzenart um einen Kugelbusch von niedrigem Wuchs. Die Blätter sind gegenständig angeordnet, graugrün gefärbt, lang und mit feinen, eng anliegenden Härchen bewachsen. Zartrosa sind die Blütenköpfe gefärbt, sie sitzen jeweils auf einem langen Stiel. Der Behaarte Federkopf gedeiht in der subalpinen Zone der Insel. Einige wenige Pflanzen sind auf die Nachbarinsel La Palma verschleppt worden, dort sind die Blüten dunkler rosa gefärbt als bei der auf Teneriffa vorkommenden Urform der Pflanzenart. (Las Cañadas del Teide)

Beinwellblättrige Zistrose (Amargante, Cistus symphytifolius)

Beinwellblättrige Zistrose Mehrere verschiedene Zistrosenarten gedeihen auf Teneriffa, unter ihnen ist die Beinwellblättrige Zistrose. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe zwischen 60 Zentimeter und zwei Meter, womit sie zu den größeren Spezies ihrer Gattung gehört. Vor allem in den Kiefernwäldern ist diese Art anzutreffen, selten findet man sie im Baumheide-Buschwald. Die Beinwellblättrige Zistrose ist ein Kanaren-Endemit, der auf den westlichen Inseln und auf Gran Canaria vorkommt ist. Zu erkennen ist die Art an ihrem lockeren Wuchs und ihrem aromatischen Duft. Ihre Blätter sind gegenständig angeordnet, gestielt, breit und an den Rändern zum Teil gewellt. Mit ihrer Länge von bis zu zwölf Zentimeter und der filzigen Behaarung sind sie unverwechselbar. Geöffnete Blüten dieser Pflanzenart sind rosa gefärbt, sechs Zentimeter breit und tragen in der Mitte leuchtend gelbe Staubblätter, die von einem ebenfalls gelb gefärbten Griffel überragt werden. (La Caldera)

 
                 

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