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Tenerife-Kanarenfingerhut (Isoplexis canariensis)
Baumheide-Buschwälder sowie Lichtungen in Lorbeerwäldern La Palmas, La Gomeras
und Teneriffas sind Standorte, an denen man auf den sehr attraktiven
Tenerife-Kanarenfingerhut treffen kann, der auf den drei Inseln endemisch
ist. Diese bis zu 1,5 Meter hoch aufragende Pflanzenart ist mit dem in
Deutschland bzw. Mitteleuropa heimischen Fingerhut verwandt. Sie ist immergrün,
verzweigt und strauchig. Im oberen Teil der Äste sind die Blätter rosettenartig
angeordnet, sie sind dunkelgrün gefärbt, glänzen leicht und am Rand gesägt. Ihre
Länge beträgt etwa zwölf Zentimeter, die Breite liegt bei zwei Zentimeter. In
endständigen Trauben finden sich die Blüten, deren Kronen etwa drei Zentimeter
lang sind. Aufgrund ihrer orangeroten Färbung sind sie weithin sichtbar.
(Anaga-Gebirge)
Verkahlte Braunwurz (Scrophularia glabrata)
Ein echter Spezialist unter den Pflanzen der Kanaren ist die Verkahlte Braunwurz.
Sie kommt auf La Palma in Baumheide-Gebüschen und Kiefernwäldern vor, auf
Teneriffa ist sie nur in den Cañadas sowie in einigen absteigenden Barrancos
(Schluchten) anzutreffen. Dieser Halbstrauch ist daran zu erkennen, dass er
vom Boden an stark verzweigt ist. Äste und Blätter der Verkahlten Braunwurz
sind drüsig. An den Ästen stehen die Blätter gegenständig, sie sind gestielt,
glänzend und meist etwas ledrig. Dunkelrot bis braunviolett sind die Blüten,
ihre bauchige, leicht krugförmige Röhre ist grün gestreift. (Las
Cañadas del Teide)
Vieraea laevigata
Im unteren, feuchten und schattigen Bereich der Masca-Schlucht stand in der Nähe eines
Wasserlaufes diese Pflanze. Die Vieraea laevigata kommt ausschließlich im Teno-Gebirge auf Teneriffa vor, ansonsten ist sie nirgendwo auf der ganzen Welt heimisch. Rund 30 Zentimeter beträgt ihre Wuchshöhe, sie kann aber auch bis zu 50 Zentimeter groß werden. Bläulich-grün sind die Blätter gefärbt, die Blüten sind leuchtend gelb gefärbt. Typischer Standort dieser Spezies sind Felsspalten, in die sich die Pflanzen klammern. (Masca-Schlucht)
Weiße Paradiesvogelblume (White Bird of Paradise, Strelitzia nicolai)
Ursprünglich stammen die Paradiesvogelblumen (Strelitzia sp.) aus dem
subtropischen südlichen Afrika. Sie wurden als Zierpflanzen auf den Kanaren
eingebürgert, weil ihre Blütenstände ausgesprochen attraktiv sind. Die Weiße
Paradiesvogelblume ist heute nicht nur in Gärten, sondern mancherorts auch
an Straßen- und Plantagenrändern sowie in Parks zu sehen. Mit ihrer Wuchshöhe
von teils mehr als drei Meter ist diese Staude sehr auffällig. Ihre Blätter
sehen aus wie die von Bananenstauden. (Puerto de la Cruz)
Wermut (Wormwood, Artemisia absinthum)
Das Verbreitungsgebiet des Wermuts erstreckt sich von Südeuropa bis nach
Südostasien. Bereits vor 3.000 Jahren wurde dieses stark aromatische Kraut von den
Ägyptern als Mittel gegen Würmer eingesetzt, woher der noch heute gebräuchliche
englische Name der Pflanzenart rührt. Auch heute findet Wermut noch Verwendung
als Heilkraut, allerdings in sehr geringen Dosen, da seine Wirkstoffe extrem
stark sind. Die Pflanzen sind buschig und erreichen eine Wuchshöhe von durchschnittlich
etwa 80 Zentimeter. Zerreibt man die Blätter zwischen den Fingern, so wird der
immens starke Geruch frei, den viele Menschen als geradezu ekelhaft bezeichnen.
(Masca-Schlucht)
Wilde Möhre (Wild Carrot, Daucus carota)
Am Rande des Dorfes Chinamada standen einige Wilde Möhren, die sogar in Blüte
standen; ihre Blütenstände waren weiß bis zartrosa gefärbt. Die Wilde
Möhre gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und war sogar schon
in der Jungsteinzeit eine Nutzpflanze. Meist sind die Pflanzen zweijährig, in manchen
Fällen sogar mehrjährig. Im ersten Jahr bildet sich nur eine Blattrosette,
mit deren Hilfe die Pflanze Nährstoffe bildet, die sie in der dicken, fleischigen
Wurzel einlagert. Bevorzugte Standorte scheinen Kalk- und Sandböden zu sein, obwohl
die Wilde Karotte auf fast allen anderen Böden anzutreffen ist. Bis zu einem Meter hoch
können die Stängel mit den in Dolden angeordneten Blüten werden.
(Chinamada, Anaga-Gebirge)
Wildprets Natternkopf (Echium wildpretii)
Die Charakterpflanze schlechthin im Bereich des Teide-Nationalparks ist
Wildprets Natternkopf. Das zwischen 1,5 und drei Meter hohe Gewächs ist
auf Geröllfluren in der subalpinen Zone Teneriffas beheimatet, es ist auf
der Insel endemisch. Auf La Palma ist die Pflanzenart seit einiger Zeit ebenfalls
eingebürgert. Auf einem kurzen, bis zu 25 Zentimeter langen Stamm oder direkt auf
dem Boden liegend befindet sich bei diesem Natternkopf die Blattrosette. Bis zu
50 Zentimeter lang sind die graugrünen, mit weichen Borsten besetzten, spitz
zulaufenden Blätter. Darüber befinden sich während der Blütezeit unzählige
Einzelblüten im weit emporragenden Blütenstand. Die einzelnen Blüten sind
rosarot bis violett gefärbt und bis zu 14 Millimeter lang. (Fotos: Las
Cañadas del Teide)
Wollige Cinerarie (Pericallis lanata)
Nur auf Teneriffa ist dieses kleine, den Schatten liebende Gewächs heimisch.
Die Wollige Cinerarie kommt an felsigen Standorten ohne pralle Sonne im Bereich
des Sukkulentenbusches vor, normalerweise nicht im Norden der Insel. Zwischen
15 und 30 Zentimeter wird dieser Zwergstrauch hoch, die Blätter sind fünf-
bis siebenlappig und etwa drei Zentimeter breit. Die Stiele und die Unterseite
der Blätter sind weiß und wollig, woher der Name der Spezies rührt. Ihre
Blütenköpfe sind zwischen drei und fünf Zentimeter breit, sie sind purpurn
gefärbt und tragen am Grund weißliche Zungen. (Masca-Schlucht)
Zweifarbiger Schöterich (Perennial wallflower, Erysimum bicolor)
Alle westlichen sowie einige östliche Kanareninseln sind die Heimat des Zweifarbigen
Schöterichs. Diese zwischen 0,25 Zentimeter und 1,2 Meter große Pflanzenart
gehört zu den Kreuzblütlern und ist an verschiedene Habitate angepasst. Anzutreffen
ist die Pflanzenart daher auf felsigen Hängen genauso wie in Lorbeerwäldern. Die
Pflanzen bilden Halbsträucher, ihre Blätter sind grünlich bis grau gefärbt.
Wie es der Name bereits vermuten lässt, bildet die Pflanzenart Schoten, die zwischen 2,5 und
zehn Zentimeter lang sind. Anfänglich sind die Blüten hellgelb gefärbt, später werden sie rosarot.
Rosettenbäumchen (Pinwheel, Aeonium haworthii)
An einem hohen, felsigen Standort im Teno-Gebirge wuchs dieses Aeonium. Es war im Durchmesser
etwa zwölf Zentimeter groß. Die Blätter wiesen auffällige rote
Ränder auf, die zudem gezähnt waren. Insgesamt war die Wuchshöhe der Pflanze
relativ gering, vom Untergrund aus betrachtet, war sie maximal vier Zentimeter hoch.
Im Deutschen wird diese Art wegen ihrer charakteristischen Form als Rosettenbäumchen bezeichnet. (Teno-Gebirge)
(Statice sp.)
Die rechts gezeigte Pflanzenart gehört zur Familie der Bleiwurzgewächse
(Plumbaginaceae) und darin zur Gattung Statice sp.. Diese Gattung
ist sehr artenreich, weshalb eine genaue Bestimmung der Pflanze bislang nicht
möglich war. Etwa sieben Zentimeter lang war der rechts gezeigte Blütenstand.
Der Standort war trocken, sehr sonnig und felsig. (Chinamada, Anaga-Gebirge)
Unbestimmte Pflanzenart Nr. 1
Auch Pilze gedeihen im Kiefernwald. Dieser Baumpilz hatte einen alten Baumstamm
besiedelt, der etwa 20 Zentimeter im Durchmesser groß war. (La Caldera)
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