TeneriffaPflanzen - Teil 6
 

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          Tenerife-Kanarenfingerhut (Isoplexis canariensis)

Tenerife-Kanarenfingerhut Baumheide-Buschwälder sowie Lichtungen in Lorbeerwäldern La Palmas, La Gomeras und Teneriffas sind Standorte, an denen man auf den sehr attraktiven Tenerife-Kanarenfingerhut treffen kann, der auf den drei Inseln endemisch ist. Diese bis zu 1,5 Meter hoch aufragende Pflanzenart ist mit dem in Deutschland bzw. Mitteleuropa heimischen Fingerhut verwandt. Sie ist immergrün, verzweigt und strauchig. Im oberen Teil der Äste sind die Blätter rosettenartig angeordnet, sie sind dunkelgrün gefärbt, glänzen leicht und am Rand gesägt. Ihre Länge beträgt etwa zwölf Zentimeter, die Breite liegt bei zwei Zentimeter. In endständigen Trauben finden sich die Blüten, deren Kronen etwa drei Zentimeter lang sind. Aufgrund ihrer orangeroten Färbung sind sie weithin sichtbar. (Anaga-Gebirge)

Verkahlte Braunwurz (Scrophularia glabrata)

Verkahlte Braunwurz Ein echter Spezialist unter den Pflanzen der Kanaren ist die Verkahlte Braunwurz. Sie kommt auf La Palma in Baumheide-Gebüschen und Kiefernwäldern vor, auf Teneriffa ist sie nur in den Cañadas sowie in einigen absteigenden Barrancos (Schluchten) anzutreffen. Dieser Halbstrauch ist daran zu erkennen, dass er vom Boden an stark verzweigt ist. Äste und Blätter der Verkahlten Braunwurz sind drüsig. An den Ästen stehen die Blätter gegenständig, sie sind gestielt, glänzend und meist etwas ledrig. Dunkelrot bis braunviolett sind die Blüten, ihre bauchige, leicht krugförmige Röhre ist grün gestreift. (Las Cañadas del Teide)

Vieraea laevigata

Vieraea laevigata? Im unteren, feuchten und schattigen Bereich der Masca-Schlucht stand in der Nähe eines Wasserlaufes diese Pflanze. Die Vieraea laevigata kommt ausschließlich im Teno-Gebirge auf Teneriffa vor, ansonsten ist sie nirgendwo auf der ganzen Welt heimisch. Rund 30 Zentimeter beträgt ihre Wuchshöhe, sie kann aber auch bis zu 50 Zentimeter groß werden. Bläulich-grün sind die Blätter gefärbt, die Blüten sind leuchtend gelb gefärbt. Typischer Standort dieser Spezies sind Felsspalten, in die sich die Pflanzen klammern. (Masca-Schlucht)

Weiße Paradiesvogelblume (White Bird of Paradise, Strelitzia nicolai)

Weiße Paradiesvogelblume Ursprünglich stammen die Paradiesvogelblumen (Strelitzia sp.) aus dem subtropischen südlichen Afrika. Sie wurden als Zierpflanzen auf den Kanaren eingebürgert, weil ihre Blütenstände ausgesprochen attraktiv sind. Die Weiße Paradiesvogelblume ist heute nicht nur in Gärten, sondern mancherorts auch an Straßen- und Plantagenrändern sowie in Parks zu sehen. Mit ihrer Wuchshöhe von teils mehr als drei Meter ist diese Staude sehr auffällig. Ihre Blätter sehen aus wie die von Bananenstauden. (Puerto de la Cruz)

Wermut (Wormwood, Artemisia absinthum)

Wermut Das Verbreitungsgebiet des Wermuts erstreckt sich von Südeuropa bis nach Südostasien. Bereits vor 3.000 Jahren wurde dieses stark aromatische Kraut von den Ägyptern als Mittel gegen Würmer eingesetzt, woher der noch heute gebräuchliche englische Name der Pflanzenart rührt. Auch heute findet Wermut noch Verwendung als Heilkraut, allerdings in sehr geringen Dosen, da seine Wirkstoffe extrem stark sind. Die Pflanzen sind buschig und erreichen eine Wuchshöhe von durchschnittlich etwa 80 Zentimeter. Zerreibt man die Blätter zwischen den Fingern, so wird der immens starke Geruch frei, den viele Menschen als geradezu ekelhaft bezeichnen. (Masca-Schlucht)

Wilde Möhre (Wild Carrot, Daucus carota)

Wilde Möhre Am Rande des Dorfes Chinamada standen einige Wilde Möhren, die sogar in Blüte standen; ihre Blütenstände waren weiß bis zartrosa gefärbt. Die Wilde Möhre gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und war sogar schon in der Jungsteinzeit eine Nutzpflanze. Meist sind die Pflanzen zweijährig, in manchen Fällen sogar mehrjährig. Im ersten Jahr bildet sich nur eine Blattrosette, mit deren Hilfe die Pflanze Nährstoffe bildet, die sie in der dicken, fleischigen Wurzel einlagert. Bevorzugte Standorte scheinen Kalk- und Sandböden zu sein, obwohl die Wilde Karotte auf fast allen anderen Böden anzutreffen ist. Bis zu einem Meter hoch können die Stängel mit den in Dolden angeordneten Blüten werden. (Chinamada, Anaga-Gebirge)

Wildprets Natternkopf (Echium wildpretii)

Wildprets Natternkopf Wildprets Natternkopf Die Charakterpflanze schlechthin im Bereich des Teide-Nationalparks ist Wildprets Natternkopf. Das zwischen 1,5 und drei Meter hohe Gewächs ist auf Geröllfluren in der subalpinen Zone Teneriffas beheimatet, es ist auf der Insel endemisch. Auf La Palma ist die Pflanzenart seit einiger Zeit ebenfalls eingebürgert. Auf einem kurzen, bis zu 25 Zentimeter langen Stamm oder direkt auf dem Boden liegend befindet sich bei diesem Natternkopf die Blattrosette. Bis zu 50 Zentimeter lang sind die graugrünen, mit weichen Borsten besetzten, spitz zulaufenden Blätter. Darüber befinden sich während der Blütezeit unzählige Einzelblüten im weit emporragenden Blütenstand. Die einzelnen Blüten sind rosarot bis violett gefärbt und bis zu 14 Millimeter lang. (Fotos: Las Cañadas del Teide)

Wollige Cinerarie (Pericallis lanata)

Wollige Cinerarie Nur auf Teneriffa ist dieses kleine, den Schatten liebende Gewächs heimisch. Die Wollige Cinerarie kommt an felsigen Standorten ohne pralle Sonne im Bereich des Sukkulentenbusches vor, normalerweise nicht im Norden der Insel. Zwischen 15 und 30 Zentimeter wird dieser Zwergstrauch hoch, die Blätter sind fünf- bis siebenlappig und etwa drei Zentimeter breit. Die Stiele und die Unterseite der Blätter sind weiß und wollig, woher der Name der Spezies rührt. Ihre Blütenköpfe sind zwischen drei und fünf Zentimeter breit, sie sind purpurn gefärbt und tragen am Grund weißliche Zungen. (Masca-Schlucht)

Zweifarbiger Schöterich (Perennial wallflower, Erysimum bicolor)

Zweifarbiger Schöterich Alle westlichen sowie einige östliche Kanareninseln sind die Heimat des Zweifarbigen Schöterichs. Diese zwischen 0,25 Zentimeter und 1,2 Meter große Pflanzenart gehört zu den Kreuzblütlern und ist an verschiedene Habitate angepasst. Anzutreffen ist die Pflanzenart daher auf felsigen Hängen genauso wie in Lorbeerwäldern. Die Pflanzen bilden Halbsträucher, ihre Blätter sind grünlich bis grau gefärbt. Wie es der Name bereits vermuten lässt, bildet die Pflanzenart Schoten, die zwischen 2,5 und zehn Zentimeter lang sind. Anfänglich sind die Blüten hellgelb gefärbt, später werden sie rosarot.

Rosettenbäumchen (Pinwheel, Aeonium haworthii)

Aeonium haworthii An einem hohen, felsigen Standort im Teno-Gebirge wuchs dieses Aeonium. Es war im Durchmesser etwa zwölf Zentimeter groß. Die Blätter wiesen auffällige rote Ränder auf, die zudem gezähnt waren. Insgesamt war die Wuchshöhe der Pflanze relativ gering, vom Untergrund aus betrachtet, war sie maximal vier Zentimeter hoch. Im Deutschen wird diese Art wegen ihrer charakteristischen Form als Rosettenbäumchen bezeichnet. (Teno-Gebirge)

(Statice sp.)

Statice sp. Die rechts gezeigte Pflanzenart gehört zur Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae) und darin zur Gattung Statice sp.. Diese Gattung ist sehr artenreich, weshalb eine genaue Bestimmung der Pflanze bislang nicht möglich war. Etwa sieben Zentimeter lang war der rechts gezeigte Blütenstand. Der Standort war trocken, sehr sonnig und felsig. (Chinamada, Anaga-Gebirge)

 

 

Unbestimmte Pflanzenart Nr. 1

Unbestimmte Pflanzenart Nr. 1 Auch Pilze gedeihen im Kiefernwald. Dieser Baumpilz hatte einen alten Baumstamm besiedelt, der etwa 20 Zentimeter im Durchmesser groß war. (La Caldera)

 
                 

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