TeneriffaMietwagentour auf Teneriffa
 

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          Blick auf Taganana Teneriffa mit dem Mietwagen selbst zu erkunden, ist ein besonders interessantes Erlebnis. Die meisten Straßen sind gut ausgebaut und es herrscht wie auch auf dem spanischen Festland Rechtsverkehr. Allein die gewundenen Straßen im Anaga- und Teno-Gebirge oder in der Masca-Schlucht kosten ein wenig Nerven, weil man nie sicher sein kann, ob hinter der nächsten engen Kurve plötzlich ein Reisebus vor einem auf der eigenen Fahrbahn auftaucht. Deshalb sollte man unbedingt auf laute Musik im Wagen verzichten, denn die Fahrer besagter Busse hupen, bevor sie um eine uneinsehbare Kurve fahren. Wer derlei akustische Warnungen überhört, ist selbst schuld - und zieht gegen die großen Reisebusse garantiert den Kürzeren. Die Abbildung rechts zeigt die Ortschaft Taganana und entstand während meiner Mietwagen-Rundreise im Spätsommer 1997.

Bevor Sie auf Entdeckungstour gehen, sollten Sie sich in einem Supermarkt oder Zeitschriftengeschäft eine Straßenkarte kaufen. Man bekommt den sogenannten "Touristen-Führer" für ein paar Euro. Darin sind alle wichtigen Straßen verzeichnet.

Steilküste bei Chinamada im Anaga-GebirgeSeien Sie nicht zu knauserig und holen Sie sich Ihren Mietwagen in Spanien gleich für mindestens zwei bis drei Tage. Denn Teneriffa hat so viel zu bieten, dass man das Eiland an nur einem Tag nicht ausgiebig erkunden kann. Wer für mehrere Tage einen Wagen mietet, kann hingegen ohne Eile die schönsten Ecken der Insel anschauen und nach Herzenslust unterwegs an einem der vielen schönen Aussichtspunkte anhalten. Mir hat es besonders das Anaga-Gebirge im Nordosten Teneriffas angetan. Die zerklüfteten Felsen und der Lorbeerwald - Mercedes-Wald genannt - sind einfach wunderschön. Und wenn Sie Glück haben, sehen Sie vielleicht einen der dort heimischen Adler über den weiten Tälern nach Beute spähen. Die Abbildung unten zeigt die Aussicht auf La Laguna und das dahinter liegende Anaga-Gebirge, das in Wolken gehüllt ist. Während meiner Teneriffareise im Juni 2004 habe ich im Anaga-Gebirge eine herrliche Wanderung zum Höhlendorf Chinamada unternommen.

Panorama bei La Laguna

Bäume nach dem Brand Im Frühjahr 1995 wüteten im Esperanza-Wald verheerende Brände. Im September 1995 bot sich stellenweise ein Bild des Grauens: Die Kiefern und Eukalypten waren verkohlt, das Unterholz nicht mehr vorhanden, und es lag ein beißender Geruch nach verbranntem Holz in der Luft. Die Bäume schienen tot zu sein. Als ich im August 1997 wieder durch den Esperanza-Wald fuhr, war ich erstaunt, denn die verbrannten Bäume hatten zum größten Teil wieder ausgetrieben und außer einem schwarzen, verkohlten Stamm deutete nichts mehr auf die zerstörerische Kraft des Waldbrandes hin. Fast nur junge und deshalb noch dünne Bäume waren verbrannt. Ältere Bäume mit massiveren Stämmen hatten überlebt, weil einzig deren Rinde abgebrannt ist und die Hitze nicht bis zu ihrem Innern durchdringen konnte. Dennoch waren einige Stellen des Nationalparks durch den Brand leider zwei Jahre später noch vollkommen kahl und tot. Unterholz gab es praktisch nirgendwo, wo das Feuer zuvor gelodert hatte.

Folgen des Waldbrandes von 1995Um solche Katastrophen zu vermeiden, sollten Sie sich unbedingt an die Empfehlungen der Forstwacht halten und bei Waldbrandgefahr im Esperanza-Wald auf die Zigaretten und natürlich auf offenes Feuer verzichten. Viele Waldbrände entstehen nämlich durch achtlos aus dem Fenster geworfene Zigarettenstummel. Die Abbildung rechts zeigt einen Teil des Waldes im Nationalpark, der im Sommer 1995 durch einen Brand teilweise zerstört worden ist.

Der karge Süden TeneriffasDer Süden der Insel ist wüstenhaft und karg. Es ist dort permanent heißer und seltener bewölkt als im Norden. Mir persönlich sagt diese Landschaftsform nicht so sehr zu wie das üppige Grün des Orotava-Tals. Dennoch sind die kleinen Vulkankegel, die allerorten emporragen, durchaus sehenswert. In der Nähe des internationalen Flughafens, wo auch das rechts gezeigte Foto entstand, sind viele dunkelbraune Kegel zu sehen, deren Boden recht fruchtbar sein soll, obwohl die Gegend zu den trockensten Bereichen Teneriffas gehört.

Die Felsen bei Los GigantesViel schöner anzusehen sind die prächtigen Felsen von Los Gigantes im Südwesten Teneriffas. Dort ragen etwa 300 Meter hohen Klippen nahezu senkrecht aus dem Meer. Außerdem hat man einen phantastischen Blick auf die Nachbarinsel La Gomera, zu der es mehrmals täglich Fährverbindungen gibt. In den Gewässern zwischen Teneriffa und La Gomera leben Tümmler und Pilotwale, die man während einer Überfahrt mit etwas Glück zu Gesicht bekommt. Aber auch bei einer Bootsfahrt entlang der Klippen kann man die Tiere oft sehen, wie ich es während meiner Tour zur Masca-Schlucht erlebt habe. Die Abbildung rechts zeigt die Felsen von Los Gigantes und ganz rechts im Bild die Ortschaft selbst. Entstanden ist das Foto kurz vor Sonnenuntergang vom westlichsten Punkt Teneriffas aus, der Punta de Teno genannt wird.

Vulkanasche-Berg bei El PalmarTeneriffas vulkanischer Charakter offenbart sich nicht nur im Teide-Nationalpark. Ein interessantes Überbleibsel der wilden erdgeschichtlichen Vergangenheit ist ein Berg aus Vulkanasche bei El Palmar. Dieser Berg weist an drei Stellen Einschnitte auf (siehe Abbildung rechts). Sie rühren nicht etwa daher, dass der Berg eingestürzt ist. Vielmehr entstanden sie, weil die Einheimischen das Material abgetragen haben, um es als Baustoff zu nutzen.

Strand bei Benijo Autofahren kann auch im Urlaub anstrengend sein. Deshalb sollte man nicht nur regelmäßig Pausen einlegen, sondern sich vielleicht auch zwischendurch eine Abkühlung im Meer gönnen. Während meiner eigenen Inselrundfahrt 1997 entdeckten mein Reisebegleiter und ich durch Zufall einen wunderschönen Strand ganz in der Nähe der Ortschaft Benijo. Da, wo die Straße aufhört, sollten Sie sich einen Parkplatz suchen und in Richtung Meer gehen. Es erwarten Sie steile Klippen, die sehr eindrucksvoll aussehen. Etwas versteckt windet sich ein Trampelpfad zum Sandstrand an der Felswand entlang. Diesen Weg sollten Sie nur begehen, wenn Sie absolut trittsicher sind, da er nicht ganz ungefährlich ist. Wenn Sie sich durch den steilen Pfad nicht abschrecken lassen, erwartet Sie ein puderiger, feiner Strand mit bizarren Felstürmen im Meer, der für mich persönlich auf Teneriffa der schönste Ort zum Baden ist.

 
                 

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