TeneriffaVögel - Einleitung
 

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          Mönchsittich und Stadttauben Je weiter eine Inselgruppe vom Festland entfernt liegt, desto geringer ist in aller Regel die Artenvielfalt im Reich der Wirbeltiere, zu denen auch die Vögel gehören. Auf den Kanaren kommen vergleichsweise viele Vogelarten vor, da Europa und Afrika nicht fern sind. Zudem liegen die Inseln nur einige hundert Kilometer westlich einer wichtigen Zugstraße zahlreicher Vogelspezies. Wie auf den meisten anderen Inseln der Welt, haben sich auch auf den Kanaren eigenständige Unterarten etlicher Vogelarten gebildet, die in der jeweiligen Erscheinungsform ausschließlich dort heimisch sind. Auch gibt es einige Arten, die nur auf den Kanaren vorkommen, man spricht in diesem Zusammenhang von so genannten Endemiten beziehungsweise endemischen Arten. Das wohl berühmteste Beispiel für einen Teneriffa-Endemiten ist der Teidefink. Foto oben rechts: Mönchsittich und Stadttauben in Puerto de la Cruz.

Singende Mönchsgrasmücke Auf Teneriffa begegnen einem überall mehr oder minder viele verschiedene Vogelarten. In großen Höhenlagen, zum Beispiel im Nationalpark "Las Cañadas", ist die Artenvielfalt allerdings arg eingeschränkt. Dort trifft man normalerweise nur Kanarenpieper, Turmfalken, Felsenhühner, Raubwürger, Teidefinken und Kanarengirlitze an. Besonders artenreich sind die grünen Regionen in der Nähe der nördlichen und nordöstlichen Küste der Insel. Foto in diesem Absatz: Singende männliche Mönchsgrasmücke in der Masca-Schlucht.

Mittelmeermöwe In diesem Kapitel des Reiseberichts findet sich eine Liste der von mir Anfang Juni 2004 beobachteten Vogelarten. Diejenigen Arten, von denen ich brauchbare Fotos anfertigen konnte, sind mit den entsprechenden erläuternden Absätzen weiter unten verlinkt. Am Ende der Erläuterungen findet sich in Klammern jeweils eine Angabe über die Aufnahmeorte der einzelnen Fotos. Foto in diesem Absatz: Mittelmeermöwe in Puerto de la Cruz.

Liste beobachteter Vogelarten (Juni 2004)

Amsel (Blackbird, Turdus merula cabrerae)

Amsel, Männchen Amsel, Weibchen Einer der häufigsten Vögel Mitteleuropas kommt auch auf den Kanaren vor: die Amsel. Mit ihrer Körpergröße von etwa 22 Zentimeter ist die kanarische Unterart Turdus merula cabrerae etwas kleiner als ihre Festland-Vettern. Auch sind die Vögel der Kanaren noch etwas dunkler gefärbt als die mitteleuropäischen Amseln. Die Schnäbel der Insel-Unterart sind zudem kräftiger gefärbt, bei den Weibchen ist meist ein schmaler, kontrastreicher, gelber Augenring zu erkennen. Im grünen Norden Teneriffas sind Amseln überwiegend Waldvögel, was sie in Mitteleuropa einst ebenfalls waren. (Beide Fotos: Jardín Botánico, Puerto de la Cruz)

Blaumeise (Blue Tit, Cyanistes caeruleus teneriffae, früher Parus caeruleus teneriffae)

Blaumeise Die kanarische Unterart der Blaumeisen macht ihrem Namen alle Ehre. Die 11,5 Zentimeter großen Vögel haben einen kräftig dunkelblau gefärbten Scheitel und einen graublauen bis dunkelgrauen Rücken, der erheblich leuchtender gefärbt ist als der ihrer Verwandten vom europäischen Festland. Den auf Teneriffa lebenden Blaumeisen fehlen zudem nahezu vollständig die hellen Bereiche in den Flügeln; das heißt, ihre Rückseite wirkt einfarbig und dunkel, was in herrlichem Kontrast zum hellen, gelben Bauch steht. In Bereichen mit vielen Bäumen, also in Wäldern, Gärten und Gehölzen, trifft man auf der Insel diese Vogelart an. (La Caldera, Aguamansa)

Buchfink (Chaffinch, Fringilla coelebs tintillon)

Buchfink Auf den Kanaren und anderen Inseln innerhalb des Verbreitungsgebietes haben sich einige verschiedene Unterarten des Buchfinken ausgebildet. Auf Teneriffa tragen die Vögel eine schwarze Stirn, einen dunklen, schiefergrauen Mantel und eine orange-rosa gefärbte Vorderseite. Buchfinken werden 15 Zentimeter groß und sind leicht an ihren kräftigen Schnäbeln zu erkennen. Sehr eng mit ihnen verwandt ist der Teidefink, den man aufgrund seiner am gesamten Körper blauen Färbung jedoch leicht von ihnen unterscheiden kann. Bevorzugte Lebensräume der Buchfinken sind Wälder, Parks, Gärten und Gehölze. (La Caldera, Aguamansa)

 

Einfarbsegler (Plain Swift, Apus unicolor)

Einfarbsegler Mit seiner Körpergröße von 14 bis 15 Zentimeter und einer Spannweite von 39 Zentimeter ist der Einfarbsegler eine auffällige Erscheinung am Himmel über Teneriffa. Die Vögel jagen meist in Gruppen pfeilschnell durch die Luft, bei Sonnenuntergang bis etwa eine Stunde danach fliegen die fast am gesamten Körper einfarbig dunkel befiederten Vögel tiefer durch die Städte. Sie gleiten dann in einer Höhe von etwa zehn Meter über die Köpfe der Menschen, die abends durch die Straßen flanieren. Der Flug ist akrobatisch und reißend, die Rufe der Einfarbsegler erinnern stark an die der in Mitteleuropa im Sommer heimischen Mauersegler. (Puerto de la Cruz)

Gebirgsstelze (Grey Wagtail, Motacilla cinerea canariensis)

Gebirgsstelze Mit ihrer kräftig gelb gefärbten Unterseite, der grünlichen Oberseite und der Körpergröße von bis zu 19 Zentimeter ist die Gebirgsstelze ein auffälliger Vogel. Der Schwanz dieser Vogelart ist im Vergleich zum Körper recht lang und wippt beim Gehen oft auf und ab. Am liebsten halten sich diese geschickten Insektenjäger in der Nähe schnell fließender Bäche und Flüsse auf, aber auch an stehenden Gewässern sind sie auf Teneriffa anzutreffen. (Loro Parque am Teich der Koi-Karpfen, es handelt sich tatsächlich um einen frei lebenden Wildvogel!)

Hauslachtaube (African Collared Dove, Streptopelia roseogrisea forma domestica)

Hauslachtaube Das Gefieder der Hauslachtaube, einer Zuchtform der afrikanischen Lachtaube, ist hell cremefarben und steht in auffälligem Kontrast zu dem dunklen Nackenstreif, den schwarzen Augen, dem dunklen Schnabel und den dunkelroten Beinen. Einst war die 29 Zentimeter große Hauslachtaube ein beliebter Käfigvogel. Die Vorfahren der auf Teneriffa frei lebenden Hauslachtauben sind einst entflogen und haben sich im angenehmen Klima der Insel schnell in der Natur etabliert. Vielerorts brüten Hauslachtauben auf den Kanaren. Nicht nur aufgrund ihres erheblich helleren Gefieders und des etwas zierlicheren Körperbaus sind sie von den ebenfalls auf den Kanaren heimischen Türkentauben leicht zu unterscheiden. Die Rufe der Hauslachtauben ("kuu-krr uu") sind deutlich verschieden zu denen der Türkentauben ("gu-guuuh gu"). Vor allem in Städten trifft man die Vögel an, aber auch in Parks und Gärten. (Plaza Iglesia, Puerto de la Cruz)

Kanarengirlitz (Island Canary, Serinus canaria)

Kanarengirlitz, Männchen Kanarengirlitz, Weibchen Wer kennt sie nicht, die legendären Kanarienvögel? Ihr Gesang schallt nicht nur in Deutschland durch viele Häuser, denn die hübschen Vögel erfreuen sich größter Beliebtheit als gefiederte Hausgenossen. Dass ihre Urahnen nach wie vor in freier Natur auf den Kanaren leben, wissen leider nur wenige Menschen. Die Ähnlichkeit mit den Kanarienvögeln ist den Kanarengirlitzen deutlich anzusehen. Mit ihren kräftig und leuchtend gelb gefärbten Unterseiten und den bräunlich gesprenkelten Oberseiten sind die 12,5 Zentimeter großen Vögel kaum zu übersehen. Männchen tragen häufig den arttypischen, sehr melodiösen Gesang vor. Der bevorzugte Lebensraum dieser Vögel enthält viele Bäume. Kanarengirlitze sind auf den atlantischen Inseln endemisch. Das linke Foto zeigt ein Weibchen, rechts ist ein Männchen zu sehen. (Beide Fotos Nationalpark "Las Cañadas del Teide")

Kanarenpieper (Canarian Pipit, Anthus berthelotii)

Kanarenpieper Ein weiterer Endemit der atlantischen Inseln ist der 14 Zentimeter große Kanarenpieper. Dieser relativ unscheinbar braun und cremefarben befiederte Vogel fällt vor allem durch seine häufigen Rufe auf, der wie "tsik" klingt. Die gesprenkelte, fast schon gestreift wirkende Brust ist ein sicheres Erkennungszeichen dieser Vogelart, die auf Teneriffa von der Küste bis ins Hochland nahezu überall anzutreffen ist. Selbst im auf den ersten Blick lebensfeindlichen Cañadas-Nationalpark kann man diese Vögel beobachten. Manche Kanarenpieper sind auf der Unterseite rötlich gefärbt, was an der roten Erde ihres Lebensraumes liegt. (Teno-Gebirge)

Kanaren-Zilpzalp (Chiff-chaff, Phylloscopus collybita canariensis)

Kanaren-Zilpzalp Zu den kleinsten Singvögeln der Inseln vor der afrikanischen Küste gehört der elf Zentimeter große Kanaren-Zilpzalp. Seine geringe Körpergröße macht er allerdings durch seinen häufig vernehmbaren Gesang wett. Wieder und wieder tragen die Vögel eine Tonfolge vor, aus der sich ihr Name ableitet: "zilp zalp zalp zilp zilp zalp". Männchen sind auf der Oberseite grünlich und auf der Unterseite gelb gefärbt. Die Weibchen sind auf der Oberseite mittelbraun und auf der Unterseite hell graubraun befiedert. Beide Geschlechter tragen einen deutlich sichtbaren hellen Überaugenstreif. Anzutreffen sind die Vögel in Gärten, Parks, Gehölzen und Wäldern. (Jardín Botánico, Puerto de la Cruz)

Mittelmeermöwe (Yellow-legged Gull, Larus michahellis atlantis)

Mittelmeermöwe Einst wurde die bis zu 67 Zentimeter große Weißkopfmöwe als Unterart der Silbermöwe betrachtet, was allerdings ein Irrtum war. Die stattlichen Vögel sind leicht an ihren leuchtend gelben Beinen und den gelben Irisringen zu erkennen und dadurch auch von den Silbermöwen (fleischfarbene Beine) zu unterscheiden. Wie die meisten Möwenarten sind die Weißkopfmöwen eng ans Meer gebunden, das ihnen ihre tägliche Nahrung liefert. Gern halten sie sich in der Nähe von Fischerhäfen auf, um sich dort gierig auf den Beifang zu stürzen, wenn die Fischer ihren Fang an Land bringen. Obwohl der Name Mittelmeermöwe impliziert, diese Vögel kämen nur rund um dieses große Gewässer vor, leben sie auch auf den Kanarischen Inseln, dort allerdings in der atlantischen Unterart. (Puerto de la Cruz)

Mönchsittich (Monk Parakeet, Myiopsitta monachus)

Mönchsittich Die ursprüngliche Heimat der Mönchsittiche ist Südamerika, dort sind die Tiere die am weitesten verbreiteten Sittiche. Schon seit langer Zeit sind Mönchsittiche als Käfigvögel beliebt. Auf Teneriffa sind etliche der 29 Zentimeter großen Vögel aus der Gefangenschaft entkommen und haben sich zu Schwärmen zusammengeschlossen, die vor allem in den Innenstädten von größeren Orten, zum Beispiel in Puerto de la Cruz und Santa Cruz, leben. Sie brüten auf den Kanaren und fühlen sich im angenehmen Klima der Inseln ausgesprochen wohl. (Plaza del Charco, Puerto de la Cruz)

Raubwürger (Great Grey Shrike, Lanius excubitor koenigi)

Raubwürger Mit ihrer Körpergröße von 24 Zentimeter sind die Raubwürger die größten Würger Europas und damit auch der Kanaren. Ihr Gefieder ist grau, schwarz und weiß gefärbt, der kräftige schwarze Schnabel ist ein sicheres Erkennungsmerkmal dieser Vögel, denn der Oberschnabel ist an seiner Spitze stark nach unten gebogen. In offenem, buschigem Gelände ist diese Vogelart zuhause. Raubwürger ernähren sich von Insekten, kleinen Eidechsen und Skinken, die sie von einer Warte aus erspähen und erstaunlich rasch anfliegen. Auf Teneriffa gehören die Raubwürger zu den wenigen Vogelarten, die im karten Nationalpark "Las Cañadas" anzutreffen sind. (Roques de García, Nationalpark "Las Cañadas del Teide")

Rotkehlchen (European Robin, Erithacus rubecula superbus)

Rotkehlchen Fast jedes Kind weiß, wie Rotkehlchen aussehen. Auf Teneriffa haben die 14 Zentimeter aber eine Überraschung parat: sie sind kräftiger und dunkler gefärbt als ihre Verwandten vom Festland. Und damit auch erheblich auffälliger gefärbt. Der rote Latz der Rotkehlchen ist kräftig dunkelrot gefärbt, die Oberseite braun mit einer hellgrauen Zone, die zwischen dem Rot und dem Braun liegt. Der Bauch ist weiß oder hellbraun gefärbt. Wälder, Hecken, Gebüsche, Gärten und Parks sind die bevorzugten Lebensräume der Rotkehlchen. (La Caldera, Aguamansa)

Samtkopfgrasmücke (Sardinian Warbler, Sylvia melanocephala leucogastra)

Samtkopfgrasmücke, Männchen In Macchien, Unterholz, Gebüschen, Parks und Gärten leben die schönen Samtkopfgrasmücken. Diese 13,5 Zentimeter großen Vögel haben leuchtend rot gefärbte Augen- und Irisringe, was sie zu auffälligen Erscheinungen in der Vogelwelt der Insel macht. Bei den Männchen stehen die roten Augen in herrlichem Kontrast zum schwarzen Kopfgefieder, die Weibchen tragen ein graues Kopfgefieder, dessen Farbe sich auf der gesamten Körperoberseite fortsetzt. Die Unterseite ist bei den Weibchen bräunlich, die Kehle weiß. Männchen weisen eine dunkelgraue Oberseite, eine hellgraue Unterseite und eine weiße Kehle auf. Das Foto in diesem Absatz zeigt ein Männchen. (Chinamada, Anaga-Gebirge)

Seidenreiher (Little Egret, Egretta garzetta)

Seidenreiher Aufgrund ihrer zurückgezogenen Lebensweise sind die scheuen Seidenreiher auf Teneriffa nur schwer zu beobachten. Zudem muss man Glück haben und eine der wenigen Stellen ausfindig machen, an denen sich die bis zu 65 Zentimeter großen, rein weiß befiederten Vögel aufhalten. Ihre schwarzen Schnäbel und Beine stehen in auffälligem Kontrast zum Gefieder, die Füße sind gelb gefärbt. Die leuchtend gelben Irisringe verleihen den Vögeln einen "stechenden" Blick. Da Seidenreiher vor allem kleine Fische und Krebstiere erbeuten, halten sie sich in aller Regel direkt am Wasser beziehungsweise am Meer auf. (Puerto de la Cruz)

Stadttaube (Pigeon, Columba livia forma domestica)

Stadttaube Von vielen Leuten wird sie gehasst, die Stadttaube. Auf Teneriffa hat sie jedoch auch etliche Freunde, denn den unzähligen Vögeln in den Städten der Insel geht es angesichts der reichlichen Futtermengen richtig gut. Viele Passanten werfen den ständig hungrigen, bis zu 34 Zentimeter großen und überwiegend grau gefärbten Vögeln gern ein paar Brotkrumen oder andere Leckereien hin. Unter den vielen Stadttauben Teneriffas sind nicht nur graue Tiere vertreten, sondern auch entflogene Zuchttauben, die beispielsweise rein weiß sind. Auch finden sich zahlreiche Mischlinge aus Ehen zwischen grauen und anders gefärbten Tauben. (Puerto de la Cruz)

Teidefink oder Teydefink (Blue Chaffinch, Fringilla teydea)

Teidefink, Weibchen Eine echte Besonderheit der Kanaren ist der dort endemische Teidefink. Dieser 16,5 Zentimeter große Vogel ist - wie man unschwer am Körperbau und an der Statur erkennen kann - sehr eng mit dem Buchfink verwandt. Männliche Teidefinken sind unverkennbar graublau gefärbt, die Weibchen tragen ein überwiegend oliv-braunes Gefieder. Da sich die Vögel von Kiefernsamen und anderen Sämereien ernähren, sind sie in waldigen Gebieten beheimatet. Die Abbildung rechts zeigt ein Weibchen. (La Caldera, Aguamansa)

Türkentaube (Collared Dove, Streptopelia decaocto)

Türkentaube Die 33 Zentimeter langen Türkentauben sind zierlich und haben für Tauben einen vergleichsweise langen Schwanz. Ihr Gefieder ist auf der Oberseite hellbraun, an den Flügelenden dunkel bis schwarz und am Kopf hellgrau. Der Unterbauch ist ebenfalls hellgrau, die Brust schimmert grau-rosa. Im Nacken tragen die Vögel einen schwarzen Hinterhalsring, ihre Augen und der Schnabel sind ebenfalls schwarz und stehen in starkem Kontrast zum hellen Kopfgefieder. Die Füße dieser schönen Taubenart sind dunkelrot gefärbt. Ursprünglich stammt diese Spezies aus Südwest-Asien. In den vergangenen Jahrhunderten haben die Vögel ihren Verbreitungsraum erfolgreich immer weiter nach Westen ausgedehnt. Sie sehen den auf Teneriffa ebenfalls heimischen Hauslachtauben relativ ähnlich, sind aber etwas größer und vor allem dunkler gefärbt. Türkentauben sind in steppenartigen Landschaften, Gärten, Parks, Baum- und Buschgruppen ebenso zuhause wie in den Innenstädten der Orte auf Teneriffa. (Jardín Botánico, Puerto de la Cruz)

Turmfalke (Common Kestrel, Falco tinnunculus canariensis)

Turmfalke Turmfalke Der häufigste und vor allem bekannteste Falke in Europa ist der Turmfalke. Auch auf Teneriffa kommt diese bis zu 35 Zentimeter große Vogelart vor. Die Flügelspannweite der Turmfalken beträgt bis zu 60 Zentimeter, die Vögel können perfekt auf der Stelle in der Luft flattern. Diese Flugtechnik wird Rüttelflug genannt; beim Rütteln halten die Vögel nach Beutetieren wie kleinen Mäusen oder Eidechsen Ausschau. Da auf den Kanaren zwei Unterarten des Turmfalken vorkommen (dies sind Falco tinnunculus canariensis und Falco tinnunculus dacotiae), variiert die Gefiederfarbe der Tiere, die man auf den Inseln antrifft. Das Gefieder von Falco tinnunculus dacotiae ist deutlich blasser als das der anderen Unterart, woran man die beiden Subspezies unterscheiden kann. Turmfalken sind vorzugsweise in Kulturlandschaften von der Küstenebene bis hinauf ins Gebirge anzutreffen. (Beide Fotos Teno-Gebirge)

Turteltaube (Turtle Dove, Streptopelia turtur turtur)

Turteltaube Eine ausnehmend schöne Erscheinung ist die Turteltaube. Die Vögel sind zierlich und erreichen eine maximale Körperlänge von 28 Zentimeter, ihr Schwanz ist recht lang. Lichte Wälder, Ackerland, Heiden, Parks und große Gärten sind Lebensräume, in denen man die Vögel mit der charakteristischen, schwarzweiß gestreiften Halszeichnung antreffen kann. Die Körperoberseite der Turteltauben ist rostbraun gefärbt und weist dunkelbraune Flecken auf. Brust und Bauch sind bräunlich mit einem Hauch rosa, der Oberkopf ist grau, der Schnabel dunkel und die Augen rot gefärbt. Auch die Füße der häufig am Boden nach Nahrung suchenden Vögel sind rot. (Loro Parque, Puerto de la Cruz, der Wildvogel hielt sich auf einer Rasenfläche auf)

Weidensperling (Spanish Sparrow, Passer hispaniolensis hispaniolensis)

Weidensperling, Männchen Weidensperling, Jungtier Weidensperling, Weibchen Auf den ersten Blick erscheinen sie einem wie die aus Mitteleuropa bekannten Spatzen. Aber die 14,5 Zentimeter großen Vögel sind keine Haus-, sondern Weidensperlinge. Wie eng sie mit den Spatzen verwandt wird, erkennt man nicht nur an ihren Rufen. Auch das Gefieder ist ähnlich, weist allerdings bei den Männchen einen entscheidenden Unterschied auf: Männliche Weidensperlinge tragen einen kastanienbraunen Scheitel, der bei den Haussperlingen grau ist. Außerdem ist der schwarze Bereich rund um die Kehle bei den Weidensperlingen größer und sie weisen an den Flanken schwarze Flecken auf. Da der Haussperling auf den Kanaren nicht vorkommt, handelt es sich bei den dort lebenden "Spatzen" also grundsätzlich um Weidensperlinge. Besonders gern halten sich die dem Menschen gegenüber recht zutraulichen Vögel in Städten auf, aber auch in Gelände mit einzelnen Bäumen sind sie anzutreffen. (Linkes Foto, Weibchen: Plaza del Charco, Puerto de la Cruz; mittleres Foto, Jungtier: Plaza Iglesia, Puerto de la Cruz; rechtes Foto, Männchen: Plaza Iglesia, Puerto de la Cruz)

 
                 

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