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          Wasserschildkröte Auf Teneriffa kommen neben zahllosen Pflanzenspezies auch etliche Tierarten vor. Besonders augenfällig sind die vielen Vögel, denen in diesem Reisebericht ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Auch die Unterwasserwelt ist mit einer eigenen Seite vertreten. Alle anderen von mir fotografierten Tierarten finden sich auf dieser Seite. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf den Schmetterlingen, die in großer Zahl auf der Insel anzutreffen sind. Aber auch die vielen schönen Eidechsen laden geradezu zum Fotografieren ein. (Foto in diesem Absatz: Wasserschildkröte im Botanischen Garten von Puerto de la Cruz)

Leider habe ich bisher nicht alle in diesem Kapitel gezeigten Spezies bestimmen können. Sollte jemand die unbestimmten Arten kennen, so würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail sehr freuen. Bei der Bestimmung habe ich mich auf Fachbücher gestützt, Irrtümer sind aber nicht ausgeschlossen.

Kanareneidechse (Tenerife Lizard, Gallotia galloti)

Kanareneidechse, Männchen Auf Teneriffa trifft man vielerorts auf Kanareneidechsen, die dort in mehreren Unterarten vorkommen. Ausgewachsene Exemplare erreichen eine Körperlänge von bis zu 44 Zentimeter, das rechts gezeigte Männchen war etwa 25 Zentimeter lang. Kanareneidechsen sind sehr variabel gefärbt. Erwachsene Männchen erkennt man normalerweise an ihrem dunklen, fast schwarzen Kopf und Vorderkörper sowie den dunklen Vorderbeinen. Die Grundfärbung hellt sich zum Schwanz hin auf, sie kann gräulich, bräunlich oder rotbraun ausfallen. Auch die Körperzeichnung ist höchst unterschiedlich. Manche männlichen Exemplare tragen blaue bis violette Wangenflecken. Auf Nacken und Rücken tragen die Tiere oft schmale, unregelmäßige Querbänder, an den Flanken befinden sich bei vielen männlichen Individuen blaue Flecken. Auf dem restlichen Körper sind meist gelbe oder gelbliche Fleckenmuster zu erkennen. (Foto oben rechts: Puerto de la Cruz)

Kanareneidechse, Männchen
Foto: Puerto de la Cruz

Kanareneidechse, Männchen Kanareneidechsen Kanareneidechse, Männchen

 

Mittelmeer-Laubfrosch (Mediterranean Treefrog, Hyla meridionalis)

Mittelmeer-Laubfrosch In feuchten, warmen Gegenden mit (idealerweise) stehenden Gewässern kommt auf den Kanaren der Mittelmeer-Laubfrosch vor. Auf Teneriffa findet sich diese Spezies vor allem in der Masca-Schlucht, die auch in heißen Sommer mancherorts noch kleine Tümpel beherbergt. Oft ruhen die Frösche auf Zweigen oder großen Blättern des Randbewuchses solcher Tümpel. Das rechts gezeigte Tier war etwa fünf Zentimeter lang. Die grüne Färbung bietet den Fröschen eine perfekte Tarnung und man muss schon sehr genau hinschauen, um sie im dichten Grüngürtel der Tümpel ausfindig zu machen. (Masca-Schlucht)

Feuerlibelle (Scarlet Darter, Crocothemis erythraea)

Feuerlibelle Die wohl auffälligste Erscheinung in der Insektenwelt Teneriffas ist die Feuerlibelle. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Teile Afrikas bis in den Mittelmeerraum und auf die Kanaren. Sie liebt sehr warme, stehende Gewässer mit üppigem Bewuchs an den Rändern, weshalb sie auf Teneriffa vorzugsweise an Teichen in Gärten oder an Tümpeln vorkommt, wie sie etwa in der Masca-Schlucht zu finden sind. Mit ihrer Körperlänge von bis zu 50 Millimeter und der Spannweite von nahezu 70 Millimeter ist diese leuchtend dunkelrot gefärbte Libellenart ziemlich groß. (Jardín Botánico, Puerto de la Cruz)

Kanarischer Blaupfeil (Epaulet Skimmer, Orthetrum chrysostigma)

Kanarische Blaupfeile bei der Paarung Ebenfalls auffällig gefärbt und schön anzusehen ist der Kanarische Blaupfeil. Diese endemische, also nur auf den Kanaren vorkommende Art ist vom Kopf bis zum Hinterleib etwa acht bis neun Zentimeter lang und weist eine Flügelspannweite von etwa 70 Millimeter auf. An warmen, stehenden Gewässern halten sich die Tiere besonders gern auf. Mit etwas Glück kann man Kanarische Blaupfeile bei der Paarung beobachten, wie es rechts im Bild zu sehen ist. Das linke Tier ist das Männchen, rechts im Bild ist das Weibchen zu erkennen. (Masca-Schlucht)

Kanarenbläuling (Canary Blue, Cyclyrius webbianus)

Kanarenbläuling Im Nationalpark "Las Cañadas del Teide" blühen im Frühling unzählige Pflanzen. Zwischen den Blüten gaukeln die kleinen, zierlichen Bläulinge umher. Diese nur etwa zweieinhalb Zentimeter langen Schmetterlinge haben eine Spannweite von rund drei Zentimeter. Sie leben ganzjährig auf Teneriffa und sind in Höhenlagen zwischen 2000 und 2.500 Meter heimisch. Weibliche Bläulinge sind auf der Oberseite orange bis golden gefärbt, die Männchen sind auf den Flügeln überwiegend violettbraun gefärbt, zum Körper hin verläuft dieser Farbton in ein mehr oder minder intensives Blau. In der nebenstehenden Abbildung ist ein Männchen zu sehen. (Las Cañadas del Teide)

Kanarischer Admiral (Canary Red Admiral, Vanessa vulcanica)

Kanarischer Admiral Wer auf den Kanaren einem Schmetterling mit schwarzer Grundfärbung und einem überwiegend roten Muster mit einigen weißen Bereichen begegnet, der hat es mit einem Kanarischen Admiral zu tun. Die Spannweite dieser Spezies beträgt ungefähr fünf Zentimeter. Besonders gern halten sich die Tiere in Gebieten auf, in denen es üppigen Bewuchs mit vielen Blüten gibt. In der Fachwelt ist es übrigens umstritten, ob es sich beim Kanarischen Admiral tatsächlich um eine eigenständige Art handelt. Manche Spezialisten beschreiben die Falter in ihren Publikationen als Unterart Vanessa indica vulcanica des in Asien vorkommenden Indischen Admirals. (Anaga-Gebirge)

Südlicher Sonnenröschen-Bläuling (Southern Brown Argus, Aricia cramera)

Südlicher Sonnenröschen-Bläuling Die Flügelgrundfarbe der Kanarischen Bläulinge ist braun, an den Rändern tragen die Tiere orange Muster, die am äußeren Flügelrand einen zarten braun-weißen Rand aufweisen. Mit ihrer Spannweite von etwa 25 Millimeter gehören diese Schmetterlinge zu den zierlichen Arten. Der Körper der Kanarischen Bläulinge ist im oberen Bereich stark behaart, die Härchen schimmern - je nach Lichteinfall - braun bis bläulich. (La Caldera)

Kanaren-Waldbrettspiel (Canary Speckled Wood, Pararge xiphioides)

Kanaren-Waldbrettspiel Das Kanaren-Waldbrettspiel kommt nur auf den Kanarischen Inseln vor. Diese Schmetterlingsart sieht dem europäischen Waldbrettspiel (Pararge aegeria) zum Verwechseln ähnlich, aber auf den Kanaren kann man sich nahezu vollständig sicher sein, Pararge xiphioides vor sich zu haben. Die Körpergröße dieser hübschen Schmetterlinge beträgt 40 bis 45 Millimeter, die Tiere sind in Höhenlagen zwischen 200 und 2.000 Meter beheimatet. Ein besonderes Erkennungsmerkmal dieser Tierart sind die beiden dunklen Flecken links und rechts in den oberen Flügeln; die Grundfärbung ist bräunlich, das Muster orange gefleckt. (Anaga-Gebirge)

Kleiner Kohlweißling (Small White, Pieris rapae)

Kleiner Kohlweißling In Deutschland ist der Kleine Kohlweißling einer der häufigsten Schmetterlinge. Auch auf Teneriffa trifft man auf diese filigranen Tiere. Die Spannweite dieser Spezies beträgt zwischen 40 und 50 Millimeter. Die Flügel sind weiß bis gelblich (selten) und tragen drei schwarze Punkte. Männchen weisen einen kleinen schwarzen Saum an den oberen Kanten des oberen Flügelpaares auf, bei Weibchen liegt dort ein dunkelgrauer bis schwarzer Keil. In der nebenstehenden Abbildung ist ein weiblicher Kleiner Kohlweißling zu sehen. (Puerto de la Cruz)

Monarchfalter (Monarch, Danaus plexippus)

Monarchfalter Die eigentliche Heimat des Monarchfalters liegt in Nordamerika. Da die Tiere keine allzu tiefen Temperaturen vertragen, wandern sie im Herbst zu ihren Überwinterungsplätzen, die in wärmeren Gefilden von Kalifornien bis nach Mittelamerika liegen. Bei diesen Wanderungen können die Schmetterlinge zum Beispiel durch starke Winde von ihrer Route abkommen und über den Atlantik getragen werden. So sind wohl auch die Ahnen der heute auf den Kanaren heimischen Monarchfalter auf die Kanaren gelangt. Die Flügelspannweite dieser schwarz, orangerot und weiß gemusterten Tiere beträgt bis zu 12,5 Zentimeter. (Puerto de la Cruz)

Resedafalter (Bath White, Pontia daplidice)

Resedafalter In Mittel- und Südeuropa sowie auf den Kanaren ist der Resedafalter an steinigen und trockenen sowie sonnigen Standorten heimisch. Auf Teneriffa sind diese Faktoren, die die Schmetterlingsart an ihre Umgebung stellt, vor allem im Teide-Nationalpark gegeben. Dort fliegen im Frühling und Sommer zahllose Resedafalter umher. Die Spannweite dieser Tiere beträgt 35 bis 40 Millimeter. Männchen und Weibchen lassen sich anhand feiner Unterschiede in der Zeichnung voneinander unterscheiden, weibliche Tiere sind auf den Flügelunterseiten eher grünlich-bräunlich gemustert. In der nebenstehenden Abbildung ist ein Weibchen zu sehen. (Las Cañadas del Teide)

? (African Grass Blue, Zizeeria knysna)

Zizeeria knysna In Höhenlangen von 0 bis 100 Meter kommt auf den Kanaren die Spezies Zizeeria knysna vor, deren deutscher Name mir leider nicht bekannt ist. Die Schmetterlinge sind zwischen 20 und 24 Millimeter groß. Ihre Flügel sind bräunlich bis bräunlichblau gefärbt und tragen einen weißen bis cremefarbenen Saum, woran sie leicht zu erkennen sind. Die Fühler tragen ein schwarzweißes Muster, ihre Enden sind weiß. Zizeeria knysna ist überall zu finden, wo es viele Blüten gibt, also auch in Gärten, die mitten in großen Städten liegen. (Puerto de la Cruz)

Kleiner Feuerfalter (Small Copper, Lycaena phlaeas)

Kleiner Feuerfalter An den Blüten der Zistrosen fand der rechts gezeigte Kleiner Feuerfalter seine Nahrung. Diese etwa drei Zentimeter große Schmetterlingsart ist in ganz Europa sowie in Nordafrika und in der gemäßigten Zone sogar in Ostasien heimisch. Auch in Nordamerika ist diese Schmetterlingsart anzutreffen. Die Hinterflügel sind dunkelbraun gefärbt und tragen einen orange gefärbten Bereich am unteren Saum. Die Vorderflügel sind überwiegend orange gefärbt, sie tragen einige für die Art charakteristisch angeordnete braune Bereiche. Der Körper ist ebenfalls braun gefärbt und im oberen Bereich mäßig stark behaart. (La Caldera)

Biene

Biene Der Nationalpark "Las Cañadas del Teide" wird als perfekter Standort für die Imkerei genutzt. Im Park gedeihen viele Blühpflanzen und im Frühling sowie Sommer scheint praktisch immer die Sonne, was für Bienen ideale Bedingungen zum Sammeln von Nektar bedeutet. Deshalb wimmelt es im Nationalpark vor allem im Frühling geradezu vor Bienen. Das Brummen der kleinen Insekten ist mancherorts das einzige Geräusch, das man abgesehen vom Heulen des Windes hört. Die Bienen sind nicht sonderlich aggressiv, so dass man als Wanderer nichts von ihnen zu befürchten hat, sofern man sie nicht bedrängt oder hektisch nach ihnen schlägt. (Las Cañadas del Teide)

Cochenille-Laus (Cochineal, Coccus cacti)

Cochenille-Läuse Früher wurden auf Teneriffa Cochenille-Läuse gezüchtet, um aus ihnen roten Farbstoff zu gewinnen. Die kleinen Insekten halten sich besonders gern auf Feigenkakteen auf, weshalb es einst etliche Plantagen gab, auf denen die Läuse auf diesen Pflanzen gehegt wurden. Im 19. Jahrhundert verhalf der karminrote Farbstoff den Kanaren zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Heute werden die Insekten nicht mehr in großem Stil gezüchtet. Trotzdem finden sie sich noch vielerorts auf Feigenkakteen oder anderen Pflanzen, so zum Beispiel auch auf Bananenblättern, wie in der Abbildung rechts zu sehen ist. Die Läuse sind einige Millimeter lang und weiß. Sie umgeben sich mit einem weißen, klebrigen Gespinst, das auf de Foto zu sehen ist. (Puerto de la Cruz)

Opuntienspinne (Tent-web Spider, Cyrtophora citricola)

Opuntienspinne Der Mittelmeerraum, aber auch die Kanaren sind typische Verbreitungsgebiete der Opuntienspinne. Es handelt sich bei den Tieren um Mitglieder der Familie der Echten Radnetzspinnen. Weibliche Opuntienspinnen, siehe Foto rechts, erreichen eine Körperlänge von zehn bis 15 Millimetern, Männchen sind viel kleiner. Sie werden nur zwei bis vier Millimeter groß. Weibchen weisen unterschiedliche Färbungen auf. Der Vorderkörper kann hell beige oder schwarz gefärbt sein. Außerdem tragen die Spinnen dort weiße Haare. Weniger dicht behaart ist der Hinterkörper, er ist meist dunkel gefärbt und trägt drei Höckerpaare, die meist hell gefärbt sind. (Puerto de la Cruz)

Unbestimmte Tierart Nr. 1

Unbestimmte Tierart Nr. 1 Mit ihrer Körperlänge von nur etwa acht Millimeter und relativ kurzen Beinen, die rund fünf Millimeter messen, sind diese Spinnen recht klein. Ihre Netze sind dafür umso beeindruckender. Es sind große Gebilde, in denen ein fein gesponnenes "Zelt" hängt, an dessen Spitze sich die die Spinnen meist aufhalten. Die Tiere sind am gesamten Körper in unterschiedlichen Tönen grau marmoriert, dieses Muster setzt sich auch an den Beinen fort. (Puerto de la Cruz)

 
                 

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