TeneriffaAusflugstipps für Teneriffa
 

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          Von Puerto de la Cruz und den umliegenden Städten aus kann man entweder an organisierten Touren teilnehmen, oder aber die Umgebung auf eigene Faust erkunden. Natürlich gilt dies auch für die Städte im Süden Teneriffas. Ich selbst habe jedoch nur Ausflüge vom Norden aus unternommen und beschreibe sie auf dieser Seite.

Weil die Insel so viele verschiedene Attraktionen zu bieten hat, ist sie das ideale Ziel für einen Familienurlaub. Neben den in diesem Kapitel vorgestellten Ausflugszielen locken verschiedene Spaßbäder, die vor allem Kinder begeistern. Auch Bootsfahrten, die vom Süden der Insel aus unternommen werden können, dürften Heranwachsende begeistern – sieht man doch von Bord aus oft Delfine.

Das gut ausgebaute und verlässliche öffentliche Busnetz ist eine hilfreiche Sache, wenn man keinen Mitwagen zur Verfügung hat. Wer diese Art von Abenteuer nicht mag, findet in der Stadt überall Taxis sowie etliche Autoverleih-Firmen.

Jardín Botánico

Eingang des Botanischen Gartens Ein nicht nur für Pflanzenliebhaber ausgesprochen attraktives und lohnenswertes Ausflugsziel ist der botanische Garten der Stadt Puerto de la Cruz. Er ist eine Oase der Ruhe und beheimatet eine beeindruckende Fülle tropischer sowie einheimischer Arten. Bemerkenswert ist die gigantische Birkenfeige (Ficus benjamini), neben der jede Zimmerpflanze vor Neid erblassen würde. Im hinteren Teil des botanischen Gartens liegt ein gepflegter Seerosenteich, über dem viele Insekten geschäftig schwirren. Vorbildlich ist die Beschriftung sämtlicher Pflanzen, man kann einiges lernen. Etliche Bänke laden überdies zum Verweilen im Schatten ein.

Wasserpflanzen im Botanischen Garten Palmen im Botanischen Garten Wasserpflanzen im Seerosenteich im Botanischen Garten Der Seerosenteich im Botanischen Garten

Sehenswerte Städte

Tipps über Städte kommen bei mir zugegebenermaßen etwas zu kurz, da ich ein Naturfan bin und mich lieber im Grünen aufhalte. Einige Städte habe jedoch selbst ich besucht, obwohl ich dieser Beschäftigung relativ ungern nachgehe. Aber wo ich gerade schon mal auf Teneriffa war ... :-)

Santa Cruz de Tenerife

Eingang zum Marktplatz Unter den von mir besuchten Orten ist natürlich die Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife, in die ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fuhr. Auf dem Marktplatz, der den Namen mercado de nuestra señora de africa trägt, spürt man deutlich die Nähe zum Schwarzen Kontinent, der nur wenige hundert Kilometer westlich der Kanaren liegt. Südfrüchte bekommt man auf dem Markt für wenig Geld, und gutes Brot gibt es an den Ständen ebenso wie allerlei Gewürze aus der ganzen Welt. Entsetzt hat mich die "Tierhaltung" auf diesem Markt. Dort werden beispielsweise Hühner in wirklich winzigen Käfigen zur Schau gestellt und man kann sich dort seinen zukünftigen Braten beim nervösen, ängstlichen Picken anschauen. Gut, dass ich Vegetarierin bin!

In Santa Cruz In der Hauptstadt gibt es viele weitere Sehenswürdigkeiten, die vor allem kultureller Natur sind. Einige Museen laden zum Verweilen ein, und wer durch die Straßen der Stadt flaniert, wird dort spanische Lebensfreude am eigenen Leib erleben. In den Mittagsstunden ziehen sich viele Menschen zur Siesta zurück, manche Geschäfte schließen während der heißesten Stunden des Tages. Santa Cruz bietet viele Möglichkeiten, um diese Ruhepause auf angenehme Weise zu überbrücken. Restaurants mit Gerichten aus aller Herren Länder sind der ideale Anlaufpunkt für alle, die eine Stärkung nötig haben. Ich selbst habe ein kleines, libanesisches Restaurant besucht, als ich in Santa Cruz war. Dort gab es für ein paar Euro herrliche Gemüsegerichte, selbstverständlich waren auch Fleisch und Fisch auf der Karte vertreten.

Icod de los Vinos

Drago Milenario in Icod de los Vinos Der wohl älteste Baum der Insel, der berühmte Drago milenario, steht in dieser Stadt im nördlichen Teil Teneriffas. Bei diesem Baum handelt es sich um einen stattlichen Drachenbaum (Dragon Tree, Dracaena draco). Wie alt der imposante Vertreter seiner Art tatsächlich ist, darüber streiten sich die Gelehrten seit vielen Jahren. Das sollte einen jedoch nicht wirklich kümmern, denn schön anzusehen ist er allemal, wenn auch nahezu ständig von einer großen Menschentraube umringt.

Fährt man hingegen wie ich an einem Tag mit leichtem Nieselregen nach Icod de los Vinos, hat man das Prachtstück beinahe für sich allein. Die Stadt selbst ist ebenfalls recht hübsch, und man sollte sich die Zeit nehmen, ein wenig durch die Straßen zu schlendern.

Los Realejos

Kirche im Stadtteil Realejo bajo Hinter diesem Namen verbirgt sich eine lang gestreckte Ortschaft, die sich an eine steil ansteigende Flanke des Teide-Massivs schmiegt und die in der Nähe von Puerto de la Cruz liegt. Die Stadt besteht aus den beiden Hauptteilen Realejo bajo und Realejo alto. Mein Feriendomizil, das Bahía Parque Hotel, befand sich in Realejo bajo, also im weiter unten gelegenen Teil der Stadt. Man baute die Häuser in Los Realejos überaus geschickt an den Hang. Eine der Kirchen im Stadtteil Realejo bajo sieht von außen entsprechend "schief" aus, siehe Abbildung in diesem Absatz.

Garachico

Blick auf Garachico Dieser kleine Ort liegt an der Nordwestküste Teneriffas. Im Jahre 1706 wurde der größte Teil des Dorfes während eines Ausbruchs des Vulkans Negro unter schwarzen Lavamassen begraben. Einst hatte Garachico einen schiffbaren Naturhafen, der durch den Vulkanausbruch nahezu vollständig mit flüssigem Gestein gefüllt wurde. Auf dem nebenstehenden Foto sind im westlichen Ortsteil die Überbleibsel dieser Katastrophe in Form eines schwarzen, felsigen Küstenbereichs zu sehen. Die engen Gassen Garachicos sind bezaubernd. Einen Besuch dieser Stadt, die sich den typisch kanarischen Charme bewahrt hat, sollte sich kein Teneriffaurlauber entgehen lassen.

Masca

Blick auf Masca Einst ein verschlafenes Bergdorf, ist das idyllische Masca in den vergangenen Jahren bedauerlicherweise zu einer oft geradezu überlaufenen Touristenattraktion geworden. Von den großen Hotels aus werden organisierte Touren in die gebirgige Gegend des Teno Alto unternommen, bei denen man mit vielen anderen Leuten in einen Reisebus gestopft wird, der sich mühsam über die teils beängstigend enge Serpentinenstraße quält, die nach Masca führt.

Mit dem Mietwagen kann man die Strecke selbst befahren. Es lohnt sich meiner Meinung nach mehr als eine organisierte Tour, da man auf diese Weise an Punkten mit besonders schöner Aussicht einfach anhalten kann. Wer es sich nicht zutraut, die kurvige Strecke mit dem Wagen selbst zu meistern und auch keine Lust auf Touristenbusse hat, kann Masca mit öffentlichen Verkehrsmitteln ansteuern. Erkundigen Sie sich nach den genauen Fahrzeiten, denn wenn der Bus ohne Sie aus Masca wieder abfährt, ist ein Wegkommen nicht leicht.

Palmen und Agaven in Masca Als ich während meiner Reisen 1995 und 1997 Masca besuchte, waren dort einige große Reisegruppen unterwegs. Da dies praktisch immer so ist, siedelten sich in Masca viele Restaurants und Souvenirläden an, die den Charme des einstmals ruhigen Dorfes leider zerstört haben. Die phantastische Landschaft entschädigt den Naturliebhaber jedoch für die Menschenmassen. Im Teno-Gebirge liegend, ist Masca von schroffen Bergen und wilden Schluchten umgeben, die oft von Nebelschleiern verhüllt werden. Fotogene Motive bieten sich in der Umgebung von Masca zuhauf. 2004 fuhr ich erneut nach Masca, um von dort aus durch die Schlucht ans Meer zu wandern. In diesem Kapitel habe ich diese wunderschöne Wanderung und die anschließende Bootsfahrt beschrieben. Weitere fotografische Eindrücke anderer Urlauber finden Sie bei Panoramio.

Das Erholungsgebiet "La Caldera" bei Aguamansa

Berglandschaft in La Caldera Mehrmals täglich fährt ein öffentlicher Bus (Linie 345) von Puerto de la Cruz aus den Berg hinauf nach Aguamansa. Dieser Ort ist vor allem durch seine Forellenzuchtbecken weltweit vielen Fischliebhabern ein Begriff. Der Bus fährt jedoch noch ein kleines Stück weiter, die Endstation der Linie ist das Erholungsgebiet "La Caldera". Man kann dort stundenlang im Kiefern- und Eukalyptuswald spazieren gehen, ohne einem Menschen zu begegnen. Wer sich vorab informieren möchte, findet hier den Busfahrplan. Während aller meiner drei Reisen nach Teneriffa war ich dort zum Wandern. Mehr Informationen und Bildmaterial über La Caldera finden Sie in diesem Kapitel.

 
                 

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