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Wer auf Teneriffa Urlaub macht, sollte sich
keinesfalls die köstlichen kanarischen Spezialitäten
entgehen lassen. Ich selbst habe nicht alles ausprobiert, was die
einheimische Küche zu bieten hat, da ich Vegetarierin bin. Im
Unterschied zu manch anderem Urlaubsziel bietet Teneriffa jedoch auch
für Vegetarier eine Vielzahl schmackhafter Speisen. In den
meisten Hotels wird das Essen als Buffet gereicht, wo für
jeden Geschmack etwas Passendes dabei sein sollte. (Foto rechts
© Benno Buschmann)
Gehen Sie auswärts essen, wird meist eine Schale mit Brot auf den Tisch gestellt, zu der eine Knoblauchmajonäse gereicht wird. Das alles ist keinesfalls kostenlos, wie man es hier in Deutschland beispielsweise vom Italiener kennt. Isst man das Brot, taucht es später auf der Rechnung auf! In dieser Rubrik stelle ich Ihnen einige Gerichte und Spezialitäten kurz vor, die Sie auf Teneriffa in Restaurants auf der Karte finden können; auch andere Kanarische Inseln bieten einige dieser Leckereien. Viele dieser Speisen bekommen Sie sogar in Ihrem Hotel, weil gelegentlich ein einheimisches Buffet serviert wird. Papas arrugadas con mojo Zu den papas, das kommt von patata, dem spanischen Wort für Kartoffel, wird meist mojo rojo oder mojo picón (siehe unten) serviert. Papas arrugadas werden auf fast allen Speisekarten als Vorspeise geführt. Lassen Sie sich davon nicht täuschen, denn die Portionen sind meist so umfangreich, dass man allein von ihnen satt wird. Das Gericht gehört zum Preiswertesten, was man auf Teneriffa in Restaurants bestellen kann. Für unter zehn Mark sind die auch für Vegetarier empfehlenswerten Kartoffeln zu haben. Mojo ist eine aus unterschiedlichen Gewürzen und Öl zubereitete Sauce. Es gibt sie in allen erdenklichen Variationen: mojo rojo (mit Paprikapulver rot gefärbt), mojo picón (mit scharfem Paprika rot gefärbt), mojo verde (mit Koriandergrün oder Petersilie), mojo de ajo (mit viel Knoblauch) und mojo azafranillo (mit auf Teneriffa angebautem Safran). Gofio Über Jahrhunderte hinweg diente neben der Kartoffel das hier zu Lande völlig unbekannte Gofio als Nahrungsgrundlage auf Teneriffa. Einst war es ein Grundnahrungsmittel der Wanderhirten und Guanchen, also der Ureinwohner der Kanaren. Bis in die heutige Zeit ist es bei den Einheimischen noch immer ausgesprochen populär. Zur Herstellung von Gofio werden Mais und Weizen im ersten Verarbeitungsschritt in einer speziellen Mühle, der Gofio-Mühle, bei einer Temperatur von zirka 150°C zuerst geröstet. Sind die dunklen Körner abgekühlt, werden sie entweder mit oder ohne Salz fein gemahlen. Fertig zubereitetes Gofio wird nicht umsonst "kanarischer Beton" genannt, denn genau so fühlt es sich im Magen an, wenn man als ungeübter Tourist zuviel davon isst. Man reicht es als Beilage zu Käse, Suppen oder Fleisch. Ausprobieren sollte man es auf jeden Fall, meinem persönlichen Geschmack entsprach es jedoch eher weniger. Rezepte, in denen Gofio als Zutat vorkommt, finden Sie beispielsweise hier. Conejo salmorejo Bei dieser einheimischen Spezialität handelt es sich um Kaninchen in einer scharfen Soße. Aus nahe liegenden Gründen habe ich es selbst nicht probiert. Bekannte sagten nach dem Genuss dieser Speise, sie sei überaus pikant und man sollte sie sich nicht entgehen lassen. Paella Teneriffa gehört zu Spanien, der Paella-Nation schlechthin. In fast allen einheimischen Restaurants stehen reichhaltige Paellas mit unterschiedlichen Zutaten auf der Speisekarte. Sie sollen auf Teneriffa besonders gut schmecken, da die Meeresfrüchte frischer nicht sein könnten. Tapas Unter Tapas versteht man in ganz Spanien verschiedene kleine Vorspeisen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt: Schafskäse in Olivenöl, Schinkenscheiben, angebratene Chilischoten, Sardellenfilets und Brot mit Knoblauchmajonäse finden sich beispielsweise auf vielen Speisekarten. Vor der Hauptmahlzeit oder in Hülle und Fülle zum Sattessen - Tapas lassen echten Genuss aufkommen. Zum Glück gibt es sie auch für Vegetarier. Empanadas Hinter diesem Namen verbergen sich kleine frittierte oder gebackene Teigtaschen, die meist mit Thunfisch (bonito) und Tomaten gefüllt sind. Man bekommt sie ferner mit einer pikant gewürzten Gemüsefüllung. Pan de plátano Diese Süßigkeit sollten Sie unbedingt probieren, wenn Sie auf Teneriffa sind. Man bekommt sie in allen gut sortierten Bäckereien. Pan de plátano ist ein Hefegebäck mit zerdrückten Bananen, ins Deutsche übersetzt heißt es Bananenbrot. Es wird mit Palmhonig gebacken und ist recht dunkel. Bei anstrengenden Wanderungen ist zwischendurch es eine hervorragende Stärkung. Zu den geschmacklichen Highlights Teneriffas gehören zweifelsohne die auf der Insel angebauten Bananen (plátanos). Sie sind deutlich kleiner als ihre in Deutschland erhältlichen Verwandten und schmecken viel aromatischer als ihre großen "Kolleginnen". Queso de cabra Wer auf Teneriffa gern einheimischen Käse probieren möchte, sollte Ziegenkäse (queso de cabra) bestellen oder kaufen. Manche Sorten lassen sich problemlos als Souvenir mit nach Deutschland nehmen, da sie nicht permanent gekühlt werden müssen. Vino del país Auf Teneriffa wird sehr guter Wein angebaut, den man in Supermärkten ebenso bekommt wie direkt beim Erzeuger. Es empfiehlt sich, einen Korkenzieher im Reisegepäck zu haben, wenn man vor Ort den Wein probieren möchte, da in vielen Hotelzimmern dieses wichtige Utensil bedauerlicherweise fehlt. |
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