TeneriffaMasca-Schlucht
 

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          Übersichtskarte Masca-Schlucht Im Westen Teneriffas liegt das Bergdorf Masca, das einst sehr beschaulich war. Trotz seiner Abgeschiedenheit ist es seit einigen Jahren einer der größten Touristenmagneten der Insel. Täglich rollen mehrere Reisebusse über die engen Serpentinen heran, um massenhaft Urlauber in die ruhige Bergwelt zu bringen. An manchen Tagen halten sich in Masca erheblich mehr Touristen auf als Einwohner, derzeit leben noch etwa 100 Menschen dauerhaft in dem Dorf. Auch öffentliche Busse der Linie 363 fahren Masca von Puerto de la Cruz aus an.

Blick auf Masca Das in 600 Meter Höhe gelegene Dorf beherbergt einige Restaurants und Bars, in denen unter anderem lokale Spezialitäten verkauft werden. Zu den Köstlichkeiten, die sich bestens als Mitbringsel für Daheimgebliebene eignen, zählen beispielsweise Ziegenkäse und Honig. Einige Restaurants bieten ihren Gästen die Möglichkeit, auf einer Terrasse sitzend hausgemachten Kuchen und frisch gepressten Fruchtsaft zu genießen und dabei die reizvolle Landschaft zu betrachten. Oft hängen in der Nähe von Masca Wolken zwischen den steilen Felsen der Schlucht (spanisch: Barranco de Masca), die vom Wind aber meist rasch fortgeweht werden, so dass der Blick wieder frei ist auf das geradezu unglaublich blaue Meer.

In der Masca-Schlucht Die meisten Besucher kommen nach Masca, um ursprüngliches kanarisches Dorfleben kennen zu lernen. Aber die Gegend rund um das Bergdorf hat erheblich mehr zu bieten. Eine Wanderung durch die Masca-Schlucht, die sich tief in das Teno-Gebirge eingeschnitten vom Dorf bis zum Meer erstreckt, ist für Naturfreunde ein Genuss. Allerdings sollte man für diese Wanderung trittsicher, einigermaßen trainiert und zudem mit gutem Schuhwerk ausgestattet sein. Menschen mit Gelenkschäden sollten auf das Abenteuer, die Schlucht zu durchwandern, lieber verzichten. Es empfiehlt sich, die Wanderung mit einem kundigen Wanderführer in einer kleinen Gruppe zu unternehmen, da man auf diese Weise erheblich mehr über die atemberaubend schöne Natur erfährt und zudem bei Bedarf Fotopausen einlegen kann. Ist man mit einer größeren Gruppe unterwegs, kann es für die anderen Wanderer schnell lästig werden, wenn man hin und wieder stehen bleibt, um Pflanzen, Tiere oder einfach nur die Landschaft in Ruhe zu betrachten oder zu fotografieren.

Wolken in der Masca-Schlucht Anfang Juni 2004 durchwanderte ich die Schlucht zusammen mit drei weiteren Naturbegeisterten unter der sehr kundigen Führung von Jens Lippmann. Der deutsche Wanderführer hat ein immenses Wissen über die Gegend sowie die Tier- und Pflanzenwelt Teneriffas. Während wir die Schlucht in gemächlichem Tempo genussvoll durchwanderten, hat er uns auf so manches blühendes Kleinod am Wegesrand aufmerksam gemacht. Neben beeindruckenden Gewächsen wie Kanarischen Dattelpalmen hat er uns auch auf filigrane Pflanzen wie den Schmächtigen Meerkohl aufmerksam gemacht. Außerdem hat er uns Frösche, Taumelkäfer und etliche andere Tiere gezeigt.

Felsen neben dem Ausgang der Masca-Schlucht Für den Abstieg von Masca zur Küste haben wir etwa viereinhalb Stunden benötigt. Zwischendurch haben wir an einem kleinen Bachlauf eine längere Mittagspause eingelegt, bei der wir von den in der Schlucht lebenden verwilderten Hauskatzen regelrecht belagert wurden. Am Ende der Schlucht gingen wir an Bord eines Bootes, das uns nach Los Christianos brachte. Unterwegs sahen wir nur einen Delphin im offenen Wasser, später schwammen einige weitere seiner Artgenossen vor uns umher, als wir die riesigen Fischzuchtreusen in der Nähe des Zielhafens erreichten. Vom Boot konnte man außerdem die Brutkolonie einiger Möwen und Seeschwalben in den steilen Felsen sehen.

Impressionen aus der Schlucht und von der Bootsfahrt

Brücke in der Masca-Schlucht Aeonium sp. Spuren von Spaltenvulkanismus
v. l. n. r.: Brücke in der Schlucht, Aeonium sp., Spur des Spaltenvulkanismus

 

Felsen mit Vegetation Erosionsspur mit Wasserlauf Erosionsspuren mit Tümpel Hohe Felswände
Erosionsspuren und Vegetation zwischen den Felswänden

 

Zeichen von Spaltenvulkanismus Dunkle, steile Felsen Wildromantische Kulisse Höhlen in den Felswänden
Der untere Teil der Schlucht ist stärker zerklüftet als der obere

 

Felsbogen Bachlauf Lavaskulptur Blick die Masca-Schlucht hinauf
Spuren von Vulkanismus und Erosion

 

Felswände und Vegetation am Ende der Masca-Schlucht Felsbogen am Ende der Masca-Schlucht Schroffe Felswände
An ihrem Ende verbreitert sich die Masca-Schlucht

 

Badebucht am Ende der Masca-Schlucht Die Masca-Schlucht vom Meer aus betrachtet Steiniger Strand mit Blick auf La Gomera
Das Meer am Ende der Schlucht

 

Letzter Blick auf Masca und die Schlucht Ein Delphin begleitet das Boot Felswände vom Boot aus betrachtet
Bootsfahrt nach Los Gigantes

 

 
                 

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