TeneriffaPflanzen - Teil 4
 

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          Knotenblütige Mittagsblume (Mesembryathemum nodiflorum)

Knotenblütige Mittagsblume In der Nähe der Küste gedeiht auf brachliegenden Flächen die Knotenblütige Mittagsblume, so zum Beispiel auch am Rande eines Parkplatzes in Puerto de la Cruz. Dieses zwischen zehn und 20 Zentimeter hohe Gewächs ist während der feuchten Jahreszeit grün und wechselt zur Trockenzeit seine Farbe, dann ist die Mittagsblume rot überlaufen. Sie ist stark verzweigt und liegt meist am Boden. Ihre fleischigen Blätter und die etwa 1,5 Zentimeter breiten Blüten sind ein typisches Erkennungsmerkmal dieser Pflanzenart. (Puerto de la Cruz)

König-Juba-Wolfsmilch (Euphorbia regis-jubae)

König-Juba-Wolfsmilch Die Blätter der König-Juba-Wolfsmilch-Pflanzen sind fünf bis acht Zentimeter lang, lanzettlich, hellgrün gefärbt und sie laufen am Ende spitz aus. Zwischen 30 Zentimeter und zwei Meter werden die Büsche hoch, sie gedeihen in trockeneren Bereichen bis in die Höhenlangen der Kiefernwälder hinein. Aber auch in aufgelassenem Kulturland kann man sie vereinzelt antreffen. Von weitem betrachtet, sehen die Pflanzen der Stumpfblättrigen Wolfsmilch relativ ähnlich. Schaut man sich jedoch die Blätter genauer an, kann man die beiden Arten unterscheiden, denn die König-Juba-Wolfsmilch hat erheblich spitzere Blätter als die andere Spezies. (La Caldera)

Kretische Strauchpappel (Cornish Mallow, Lavatera cretica)

Kretische Strauchpappel Diese Pflanzenart kannte ich bisher nur aus dem Mittelmeerraum, wo ich sie auf beispielsweise auf Mallorca gesehen habe. Aber auch auf den Kanaren ist sie heimisch, sie ist dort aus Gärten in die Natur gewandert. An Wegrändern oder auf Brachen am Rande fruchtbarer Ackergebiete kann man diese bis zu 1,5 Meter hohe, violett blühende Pflanzenart antreffen. Die Blätter der Kretischen Strauchpappel sind wechselständig angeordnet. Sie sind bis zu sieben Zentimeter lang und gestielt. (Anaga-Gebirge)

Kreuzblättriges Johanniskraut (Hypericum reflexum)

Kreuzblättriges Johanniskraut Kreuzblättriges Johanniskraut Ein weiterer Endemit ist das Kreuzblättrige Johanniskraut. Diese Pflanzenart kommt nur auf den westlichen Kanaren und auf Gran Canaria vor. Sie gedeiht an Felshängen von der unteren Stufe bis hinauf in die Höhenlagen der (Kiefern-)Wälder. Besonders leicht lässt sich diese Johanniskrautart daran erkennen, dass ihre bis zu drei Zentimeter langen Blätter kreuzgegenständig angeordnet sind. Das heißt, ein Blattpaar, das gegenständig steht, folgt um 90 Grad gedreht auf ein ebenfalls gegenständig stehendes Blattpaar. Die Blüten des Kreuzblättrigen Johanniskrauts sind gelb gefärbt und die Kelchblätter weisen an den Rändern kleine schwarze Drüsen auf, die man nur aus nächste Nähe erkennen kann. (Foto links: Masca-Schlucht, Foto rechts: La Caldera)

Kristall-Mittagsblume (Common Ice Plant, Mesembryanthemum crystallinum)

Kristall-Mittagsblume Kristall-Mittagsblume In unmittelbarer Küstennähe auf mit Geröll durchsetzten Böden gedeiht die Kristall-Mittagsblume. Sie ist trockenem Klima bestens angepasst und verträgt deshalb viel Sonne. Auf allen kanarischen Inseln sowie in Nordwestafrika und im Mittelmeerraum ist diese flach am Boden wachsende, jedoch zuweilen bis zu 80 Zentimeter hohe Pflanzenart zu finden. Junge Blätter sind grün gefärbt, sie überlaufen später rot; sie sind etwa vier mal fünf Zentimeter groß und sehr fleischig. Überall auf den Pflanzen sitzen glitzernde Papillen. Die Blüten sind bis zu 1,5 Zentimeter breit und tragen sehr schmale, weiße bis gelbliche Kronblätter. (Puerto de la Cruz)

Lockerblättriges Aichryson (Aichryson laxum)

Lockerblättriges Aichryson Lockerblättriges Aichryson Feuchte Felsspalten und Mauern sind die bevorzugten Standorte des Lockerblättrigen Aichrysons. Diese zwischen 15 und 30, selten 50 Zentimeter hohe Pflanzenart ist vollständig abstehend behaart, die Haare sind allerdings weich und biegsam. Die Blätter sind grün oder rot überlaufen. Außerdem weist die Pflanzenart verzweigte, aufrecht-gabelige Ästchen auf. Die Blätter sind rhombisch geformt und sitzen an langen Stielen. Acht bis zwölf leuchtend gelbe, schmale Kronblätter weisen die Blüten auf. Die Spezies ist auf den Kanaren endemisch und in Portugal in letzter Zeit eingebürgert worden. (Anaga-Gebirge)

Lockerblütiges Monanthes (Monanthes laxiflora)

Lockerblütiges Monanthes Bei diesem nur maximal zehn Zentimeter hohen, strauchartigen Pflänzchen sind die kahlen Blätter an den Stängeln kreuzweise gegenständig angeordnet. Sie sind eiförmig, fleischig und weisen eine deutlich sichtbare Längsfurche auf. Ihre Länge beträgt etwa sechs bis acht Millimeter, die Breite ungefähr zwei Millimeter. Auf ihrer Oberfläche kann sich ein weißlicher, wachsartiger Überzug befinden; manche Blättchen sind zudem rot gefleckt. Das Lockerblütige Monanthes wächst mancherorts an Felsen und Mauern herunter. (Anaga-Gebirge)

Aeonium lindleyi

Mauerpfefferblättriges Aeonium Bei dieser Pflanzenart war ich mir anfangs nicht sicher, um welche Aeonium-Art es sich handelt. Der Pflanzenexperte Bjørn Malkmus-Hussein von Rareplants.de identifizierte sie Jahre nach meiner Teneriffareise als Aeonium lindleyi. Bis zu 30 Zentimeter wird diese Pflanzenart hoch, die auf Teneriffa ausschließlich im Anaga-Gebirge vorkommt. Die Blütezeit dieser Spezies liegt im Juli und August. (Anaga-Gebirge)

 

 

Mexikanischer Stachelmohn (Argemone mexicana)

Mexikanischer Stachelmohn Auf trockenen Böden, die durchaus mit Geröll durchsetzt sein können, gedeiht der Mexikanische Stachelmohn. Auch auf Brachflächen und an Wegrändern ist diese zwischen 20 und 80 Zentimeter hohe Pflanzenart zu finden. Ursprünglich stammt der Mexikanische Stachelmohn von den Westindischen Inseln, also aus dem Karibikraum. Das warme Klima der Kanaren bekommt den Pflanzen so gut, dass sie sich dort etablieren konnten. Die gelben Blüten sind bei dieser Mohnart kugelig angeordnet, die Blütenblätter bedecken sich gegenseitig. Dadurch lässt sich Argemone mexicana vom ebenfalls auf den Kanaren heimischen Gelblichweißen Stachelmohn unterscheiden, dessen Blüten nicht kugelig sind und bei dem sich die Blütenblätter nicht überlappen. (Puerto de la Cruz)

Montpellier-Zistrose (Cistus monspeliensis)

Montpellier-Zistrose Die Montpellier-Zistrose liebt warme Standorte in Kiefernwäldern beziehungsweise in ähnlichen Gebieten. Meist trifft man die 30 Zentimeter bis einen Meter großen Sträucher in dicht beieinander stehenden Beständen an. Der Duft, der von den Sträuchern ausgeht, ist sehr aromatisch. Bis zu fünf Zentimeter lang sind die dreinervigen, leicht gewellten, dunkelgrünen Blätter, die drüsig-klebrig sind. Auf der Unterseite sind die Blätter heller gefärbt und filzig behaart. Die Blütenblätter sind weiß, wodurch man die Montpellier-Zistrose von den anderen auf Teneriffa heimischen Cistus-Spezies unterscheiden kann, denn sie haben rosa Blüten. (La Caldera)

Pericallis tussilaginis

Pericallis tussilaginis Auf etwa 20 Zentimeter hohen Stängeln saßen diese zart violett gefärbten Blüten, deren Durchmesser bei etwa drei Zentimeter lag. Der Standort war etwas feucht und nicht zu schattig. Pericallis tussilaginis kann bis zu 30 Zentimeter, in seltenen Fällen sogar 80 Zentimeter hoch werden. Die Blätter dieser Pflanzenart sind herzförmig und tragen auf der Unterseite silbrige Härchen. (Anaga-Gebirge)

 

 

Perraudière-Winde (Convolvulus perraudieri)

Perraudière-Winde An felsigen Standorten zwischen Sukkulentenpflanzen südlicher und südwestlicher Hänge findet man auf Gran Canaria und Teneriffa mit etwas Glück diesen seltenen Kanaren-Endemiten. Die Perraudière-Winde ist strauchig, sie klettert in sich und windet sich dabei, wie es für Convolvulus-Spezies üblich ist. Bis zu 4,5 Zentimeter lang sind die graugrünen Blätter, ihre Form ist länglich-lanzettlich. Sie sind mit feinem Filz bestanden, also mit kleinen geringelten Härchen. Bläulich bis zart violett sind die Blüten gefärbt. Die Blütenblätter weisen fünf radialstrahlige, etwas dunklere bläuliche Streifen auf. (Anaga-Gebirge)

 
                 

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