TeneriffaPflanzen - Teil 3
 

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          Großähriges Gliedkraut (Sideritis macrostachys)

Großähriges Gliedkraut Am Fuße eines Felsens wuchs diese etwa 20 Zentimeter hohe Pflanze, die im Anaga-Gebirge endemisch ist. Das heißt, das Großährige Gliedkraut kommt nur dort vor. Ausgewachsene Exemplare der Spezies können bis zu einem Meter groß werden. Nahe Verwandte dieser Sideritis-Art sind ebenfalls auf den Kanaren heimisch, sind zum Teil aber nur an anderen Standorten zu finden. Die Blätter des Großährigen Gliedkrauts sind sehr hell und charakteristisch geformt. Der Standort war feucht und nicht allzu schattig. Nur an diesen feuchten, felsigen Standorten in der Nähe von Lorbeerbäumen ist diese Gliedkrautart gedeiht diese Gliedkrautart. (Anaga-Gebirge)

Großblättriges Johanniskraut (Hypericum grandifolium)

Großblättriges Johanniskraut An schattigen Standorten mit feuchten Böden in der oberen Küstenregion bis in Wälder hinein trifft man auf allen Kanareninseln auf das Großblättrige Johanniskraut. Die zwischen 30 Zentimeter und 1,8 Meter große Pflanzenart ist auf den Kanaren und auf Madeira endemisch, also nur dort heimisch. Wie bei allen anderen Johanniskrautarten sind die Blätter auch bei dieser Spezies gegenständig angeordnet. Sie sind breit und eiförmig, ihre Länge kann bis zu neun Zentimeter betragen. Leuchtend gelb und sehr groß sind die Blüten, ihre Kronenblätter sind erheblich länger als die Kelchblätter. (Anaga-Gebirge)

Harzklee (Bituminaria bituminosa)

Harzklee An Wegrändern, auf Felsen und auf Unkrautfluren trifft man auf den Kanaren und im Mittelmeerraum auf den Harzklee, der auch Asphaltklee genannt wird. Die Pflanzen sind am Grund oft holzig, sofern sie auf Felsen wachsen. Sie bilden zudem oft strauchähnliche Gemeinschaften. Ihren Namen trägt die violett blühende Kleeart nicht ohne Grund. Zerreibt man den Stängel, so verströmt er einen starken Teergeruch. Von anderen ähnlichen Pflanzenarten ist der Harzklee anhand seiner Blätter zu unterscheiden, die nicht gezähnt sind. (Teno-Gebirge)

Kanarenenzian (Ixanthus viscosus)

Kanarenenzian Kanarenenzian In den Lorbeerwäldern der Kanaren findet man eine nur auf diesen Inseln heimische Pflanze aus der Familie der Enziangewächse. Der Kanarenenzian ist kräftig und am Grunde verholzt. Seine Wuchshöhe liegt zwischen 20 Zentimeter und zwei Meter, er kann also recht stattlich werden. Die Blätter dieser Pflanzenart sind spitz, eiförmig bis lanzettlich und weisen drei oder fünf parallel zueinander verlaufende Hauptnerven auf. Hellgrüne bis gelbliche Blätter umgeben die gelben Blüten. (Beide Fotos: Anaga-Gebirge)

Kanaren-Glockenblume (Canarina canariensis), Nationalblume der Kanaren

Kanaren-Glockenblume Zwar sind die Kanarischen Inseln keine Nation im eigentlichen Sinne, aber sie haben dennoch eine Nationalblume: die Kanaren-Glockenblume. Diese prächtige Blühpflanze wird von den Einheimischen als "Bicácaro" bezeichnet. Die Pflanze ist krautig und mehrjährig, sie kann eine Wuchshöhe von mehreren Metern erreichen. Während der trockenen Sommermonate überlebt sie aufgrund ihrer knolligen bis rübenartigen Wurzel, in der sie viel Feuchtigkeit speichert. Drei bis sechs Zentimeter groß sind die Blüten, sie tragen zudem sechs Zipfel, woran sie leicht zu erkennen sind. Wie kleine Glocken wirken die hängenden, orange-rot gefärbten Blüten. Bestäubte Blüten bilden sehr saftige, drei bis vier Zentimeter große Beerenfrüchte. Während einer Wanderung im Anaga-Gebirge habe ich selbst eine dieser Früchte probiert. In die feuchten Wintermonate fällt die Blütezeit der nur auf den Kanaren vorkommenden, dort also endemischen Pflanzenart. Als Standort bevorzugt die Kanaren-Glockenblume feuchte Lorbeerwälder, weshalb sie auf Teneriffa vor allem im Anaga-Gebirge, aber auch im Teno-Gebirge anzutreffen ist. (Foto: Nähe Batán de Arriba, Anaga-Gebirge)

Kanaren-Hahnenfuß (Ranunculus cortusifolius)

Kanaren-Hahnenfuß Kanaren-Hahnenfuß Auf allen Kanareninseln, auf Madeira sowie auf den Azoren ist der Kanaren-Hahnenfuß endemisch. Die Pflanzenart gedeiht in Kiefern- und Lorbeerwäldern sowie an felsigen, feuchten Standorten. Es handelt sich bei dieser Hahnenfuß-Spezies um eine kräftige, steif abstehend behaarte Staude, deren Grundblätter herzförmig sind. Ihr Durchmesser kann bis zu 30 Zentimeter betragen und sie sind drei- bis siebenlappig. Bis zu fünf Zentimeter breit sind die leuchtend gelb gefärbten, glänzenden Blüten. (Foto links: Anaga-Gebirge, Foto rechts: La Caldera)

Kanaren-Kiefer (Pinus canariensis)

Kanaren-Kiefer Kanaren-Kiefer Die Kanaren-Kiefer ist der Charakterbaum schlechthin in den höheren Lagen Teneriffas. Auf einer Höhe zwischen 800 und 2.200 Meter bildet die Kanaren-Kiefer dichte Wälder, deren Böden mit den herabgefallenen Nadeln bedeckt sind. Diese welken Nadeln sind vor allem während der heißen Jahreszeit extrem trocken und brennen daher leicht. Somit sind die Kiefernwälder der Kanaren meist von Waldbränden bedroht. Kanaren-Kiefern werden etwa 25 Meter hoch, in Ausnahmefällen sogar bis zu 40 Meter. Ihre Nadeln sind zwischen 15 und 30 Zentimeter lang. An trockenen, sonnigen Tagen verströmen die Kiefern einen starken, harzigen Geruch, der unter anderem von ihren borkigen Stämmen ausgeht. (Fotos: La Caldera)

Kanaren-Strauchminze (Bystropogon canariensis)

Kanaren-Strauchminze Auf eine Wuchshöhe von bis zu 2,5 Meter kann es die Kanaren-Strauchminze bringen. Diese hohen Sträucher tragen elliptische oder eiförmig-lanzettliche Blätter, deren Ränder gesägt bzw. gekerbt und auf beiden Seiten behaart sind. Der Kanaren-Endemit wächst vor allem in Baumheide-Buschwäldern, aber auch in Gebieten mit Kiefernwäldern. In kleinen Köpfchen sind die weißen Blüten angeordnet. Wie die Blätter sitzen auch sie an behaarten Stielen. (Foto: Anaga-Gebirge)

Kanaren-Wolfsmilch (Canary Island Spurge, Euphorbia canariensis)

Kanaren-Wolfsmilch Diese nur langsam wachsende Wolfsmilchart ist ein Kanaren-Endemit der trockenen Regionen. Zwischen zwei und drei Meter liegt die Wuchshöhe dieser Pflanzenart, deren Triebe zwischen acht und 15 Zentimeter dick sind. Das gesamte Erscheinungsbild der Kanaren-Wolfsmilch ist "kaktusartig", zumindest auf den ersten Blick. Meist sind die Triebe fünfkantig, in seltenen Fällen weisen sie jedoch auch vier oder sechs Kanten auf; sie tragen zudem Dornen. Der Saft dieser Pflanzenart ist sehr giftig und die Dornen können üble Verletzungen herbeiführen. Mancherorts ist diese Wolfsmilchart geradezu typisch für eine bestimmte Landschaftsform. In der Masca-Schlucht beispielsweise dominiert die Kanaren-Wolfsmilch den Sukkulentenbusch. (Punta de Teno)

Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis)

Kanarische Dattelpalme Voll ausgewachsene Kanarische Dattelpalmen können bis zu 18 Meter groß werden, die meisten Vertreter dieser Spezies sind jedoch nur zwischen acht und zwölf Meter groß. Der Stamm der Kanarischen Dattelpalme wirkt unter dem dichten Gewirr der Wedel eher gedrungen, die Bäume stehen normalerweise einzeln an Hängen von Schluchten, sofern es sich nicht um kultivierte Zierpflanzen handelt. Die Krone der Palmen besteht aus fünf bis sechs Meter langen, schief stehenden, grünen Wedeln, deren einzelne Fiedern durchschnittlich etwa 45 Zentimeter lang sind. (Masca-Schlucht)

Kanarische Goldgebirgsrose oder Copa de Guanche (Greenovia aurea)

Kanarische Goldgebirgsrose oder Copa de Guanche Die Kanarische Goldgebirgsrose, die auf Teneriffa Copa de Guanche, also Guanchenbecher, genannt wird, wuchs in einem Barranco, der durch den Kiefernwald verläuft. Die Pflanze war an der Basis etwa zwölf Zentimeter breit und insgesamt gut fünf Zentimeter hoch. Der Durchmesser dieser Pflanzenart kann bis zu 20 oder sogar 25 Zentimeter betragen. Bläulich bis weißlich schimmern die Blätter dieser Spezies, die nicht nur auf Teneriffa, sondern auch auf Gran Canaria, La Palma, El Hierro und La Gomera heimisch ist. Sie bevorzugt auf Teneriffa halbschattige und nährstoffreiche Standorte. (La Caldera)

Kanarischer Storchschnabel (Geranium canariense)

Kanarischer Storchschnabel Der Kanarische Storchschnabel wird rund 50 Zentimeter hoch, in einigen Fällen sogar fast einen Meter. Die dunkelgrün gefärbten Blätter sind stark eingeschnitten und teilweise recht groß. Wächst die Pflanze an einem vollsonnigen Standort, sind die Blätter rötlich überhaucht. Hauptsächlich ist die Pflanzenart an halbschattigen Standorten zu finden. Die Blüten sind rosa-violett gefärbt. Anzutreffen ist der Kanarische Storchschnabel auf den westlichen Kanaren und auf Gran Canaria. (La Caldera)

Kanarischer Zitronenstrauch (Cedronella canariensis)

Kanarischer Zitronenstrauch Der Kanarische Zitronenstrauch ist meist etwa eineinhalb Meter hoch, kann aber auch eine Wuchshöhe von rund zwei Metern erreichen. Die Blüten sind büschelartig angeordnet und weiß bis rosa gefärbt. Kräftig grün sind die Blätter gefärbt, sie sind zudem dreigefiedert. An feuchten, halboffenen Standorten ist diese Pflanzenart auf Teneriffa anzutreffen. Heimisch ist sie auf den Kanaren und auf Madeira. (Anaga-Gebirge)

Klauen-Distel (Carduus clavulatus)

Klauen-Distel Ihre gesamte Wuchsform zeigt sofort, dass es sich bei dieser Pflanzenart um ein Mitglied der Familie der Disteln handelt. Die Klauen-Distel trägt krautige, eiförmig-lanzettliche Blätter, die stark ausgefranst sind und an den einzelnen Ausbuchtungen einen kleinen Stachel tragen. Die Pflanze ist überall mit Dornen besetzt und die Blütenköpfe weisen eine kugelige Form auf. Sie sind im Durchmesser etwa zwei Zentimeter groß und rosa bis purpurn gefärbt. Klauen-Disteln gedeihen an feuchten Wegrändern bis hinein in den Bereich der Lorbeerwälder. Auf den Kanaren gehört diese bis zu 60 Zentimeter große Distelart zu den häufig anzutreffenden Pflanzen. (Anaga-Gebirge)

 
                 

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