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Blaugrüner Hornklee (Lotus glaucus)
An ihren blaugrünen bis leicht silbrigen Blättern, die mehr oder
minder eng anliegend behaart sind, ist diese Pflanzenart zu erkennen.
Die Wuchshöhe beträgt zwischen zehn und 60 Zentimeter, die Äste sind dünn
und hängen normalerweise herab. Intensiv gelb bis orange sind die Blüten
zu Anfang gefärbt, mit der Zeit werden sie bräunlich, bis sie
schließlich vertrocknen. Insbesondere in den nördlichen Bereichen
aller kanarischen Inseln kommt diese auf Madeira und den Kanaren
endemische Spezies vor. Ihre bevorzugten Standorte erstrecken sich bis
in die Lorbeerwälder hinein. Ich halte die in diesem Absatz gezeigte Pflanze
für Blaugrünen Hornklee, bin mir jedoch nur zu 90 Prozent sicher. (La Caldera)
Blaugrüner Tabak (Tree Tobacco, Nicotiana glauca)
Auf allen Kanareninseln kommt der Blaugrüne Tabak vor. Dieser
spärlich verzweigte, kurzlebige Baumstrauch mit seinen kahlen,
blaugrünen, gestielten Blättern ist auf brach liegenden Flächen
zu finden. In Puerto de la Cruz gedeihen zum Beispiel am Rande
eines großen Parkplatzes etliche Tabaksträucher. Die Blüten des
Blaugrünen Tabaks sind bis zu 4,5 Zentimeter lang, röhrenförmig
und gelb gefärbt. Aufgrund des natürlichen Nikotingehalts gehört
der Blaugrüne Tabak zu den Giftpflanzen. (Puerto de la Cruz)
Bonnets Natternkopf (Echium bonnetii)
Auf den Kanaren begegnet man mehreren unterschiedlichen
Natternkopf-Arten. Die wohl häufigste Art ist auf Teneriffa Bonnets Natternkopf.
Mit ihren rau behaarten Blättern und der bis zu fünfblättrigen Grundrosette
ist die Spezies leicht zu erkennen. Meist wachsen die Pflanzen in Gruppen,
ihre violett-blauen Blüten erstrahlen weithin sichtbar im Sonnenlicht.
Zwischen acht und 15 Millimeter lang sind die einzelnen Blütentrichter.
(Foto links: La Caldera, Foto rechts: Teno-Gebirge)
Cañadas-Kanarenmargerite (Argyranthemum tenerifae)
Nur im Nationalpark "Las Cañadas del Teide" ist die
Cañadas-Kanarenmargerite zuhause, sie gedeiht nur dort auf
Teneriffa und sonst nirgendwo. Die zwischen 30 und 50 Zentimeter
hohe Pflanze ist kaum verholzt, ihre Blätter können kahl oder rau
behaart sein. Ihr Erkennungsmerkmal ist, dass sie ein- bis zweifach
fiederschnittig sind; außerdem weisen sie breite Stiele auf.
Wie für Margeritenarten üblich, sind auch die Blüten der
Cañadas-Kanarenmargerite gelb-weiß gefärbt. (Las Cañadas del Teide)
Cheirolophus canariensis
Bei dieser zur Familie der Asteraceae gehörenden Pflanze handelt es sich um
Cheirolophus canariensis, eine ausschließlich auf Teneriffa beheimatete Pflanzenart. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt in der Masca-Schlucht. Rund 50 Zentimeter beträgt die Wuchshöhe, aber auch Exemplare mit einer Höhe von bis zu 1,2 Metern können vorkommen. Die Blätter sind sehr schmal und federartig, die Blüten auffällig rosa-violett gefärbt. (Masca-Schlucht)
Drachenbaum (Dragon Tree, Dracaena draco)
In freier Natur findet man den Drachenbaum heute nur noch selten,
er ist seit einigen Jahrzehnten zu einem künstlich angepflanzten, beliebten
Gartenbaum geworden. Junge Bäume bleiben unverzweigt, bis sie eine
beachtliche Größe erreicht haben. Wenn sie im Alter von acht bis
elf Jahren zum ersten Mal blühen, beginnen sie sich anschließend
unterhalb des Blütenstandes erstmals zu verzweigen. Danach
erfolgt nach jeder Blühperiode eine weitere Verzweigung.
Da Drachenbäume im Erwachsenenalter etwa alle 15 Jahre blühen, kann
man mit Hilfe der Verzweigungen das ungefähre Alter der Bäume
abschätzen. Drachenbäume erreichen eine Wuchshöhe von rund 20 Meter
und bilden mit zunehmendem Alter eine immer dichter verzweigte Krone
aus. Der berühmteste Drachenbaum der Insel steht in der Stadt
Icod de los Vinos,
man nennt ihn den Drago millenario. (Chinamada, Anaga-Gebirge)
Dunkelpurpurrote Wolfsmilch (Purple Flowered Spurge, Euphorbia atropurpurea)
Diese zwischen 30 Zentimeter und 1,5 Meter hohen Gewächse sind an
ihren dunklen, purpurroten, teils bläulichen Blütenständen zu erkennen,
in denen gelbe Nektardrüsen sitzen. Die Äste der strauchförmig wachsenden
Wolfsmilchart sind zimtbraun und recht dick. An den Enden der Zweige sind
die Blätter schopfartig angeordnet. Sie sind blaugrün, manche purpurrot
überlaufen, und bis zu 15 Zentimeter lang. Ihre Form ist länglich und
ihr Ende ist stumpf. Man trifft die Dunkelpurpurrote Wolfsmilch an
felsigen Standorten an, meist nur fern der Küste. (Foto links: Masca-Schlucht,
Foto rechts: Puerto de la Cruz)
Efeufarn (Asplenium hemionitis)
Lorbeerwälder stellen die bevorzugten Standorte für den Efeufarn
dar, der zuweilen auch epiphytisch, also auf anderen Pflanzen sitzend,
anzutreffen ist. Die Wuchshöhe des Farns beträgt zwischen zehn und 50
Zentimeter. Ältere Wedel dieser Farnart sind ledrig und dunkelgrün, junge
hingegen zart und hellgrün. Die drei- bis fünflappigen Blätter sitzen auf
grünen bis dunkelroten, langen Stielen. Schräg zur Mittelrippe befinden sich vor
allem bei älteren Blättern bräunliche Streifen, die so genannten Sori.
(Anaga-Gebirge)
Eukalyptus oder Fieberbaum (Eucalyptus, Eucalyptus sp.)
Aus ihrer australischen Heimat wurden mehrere verschiedene
Eukalyptusarten auf Teneriffa eingeführt. Glaubt man einer
botanischen Liste, so sind derzeit vier unterschiedliche Arten
auf der Insel angesiedelt: Eucalyptus camaldulensis, Eucalyptus ficifolia,
Eucalyptus globulus und Myrtus communis. Die Bäume
werden etwa zehn Meter groß, sind immergrün und benötigen sehr
viel Wasser, weshalb sie insbesondere in den Höhenlagen anzutreffen
sind, die oft in Wolken gehüllt sind. Auf der Oberseite sind die
länglichen, teils gewellten Blätter dunkelgrün, ihre Unterseite
ist hellgrün gefärbt. Von den Bäumen, den Blättern und ihren
Samenkapseln geht ein intensiver Duft aus, den man von Halsbonbons
her kennt. (La Caldera)
Fenchel (Fennel, Foeniculum vulgare)
Der Fenchel ist eine Planzenart mit vielseitigem Nutzen für den Menschen, er wird
als Gewürzlieferant geschätzt sowie als Gemüse- und Heilpflanze eingesetzt.
In der entsprechenden Familie der Doldenblüter ist Foeniculum vulgare
der einzige Vertreter der Gattung. Fenchel ist krautig und zweijährig, die Wuchshöhe
kann bis zu 1,5 Meter betragen. Den Blütenstand bildet die Pflanze erst im zweiten
Jahr aus; die Blüten sind gelb. Weil Fenchel nährstoffreiche Böden zum
Gedeihen benötigt, ist er auf Teneriffa beispielsweise am Rande von landwirtschaftlich
genutzten Arealen zu finden. Die rechts gezeigte Pflanze diente einigen
zierlichen Kanarengirlitzen als Sitzplatz.
(Chinamada, Anaga-Gebirge)
Filziger Feigenkaktus (Oputia tomentosa)
Zwischen drei und sechs Meter kann die Wuchshöhe des Filzigen
Feigenkaktus betragen. Dieser Baum mit breiter Krone und seinem bis
zu 30 Zentimeter dicken Stamm trägt zahlreiche Stängelblätter, die
eine schmale Eiform aufweisen oder länglich sind. Sie sind graugrün
gefärbt und mehr oder minder samtig. Ihre Länge beträgt zwischen zehn
und 20 Zentimeter. Nur selten tragen sie mehrere Dornen, die meisten
Blätter sind nicht mit Dornen bewachsen. Filzige Feigenkakteen tragen
viele orange gefärbte, vier bis fünf Zentimeter große Blüten. Auf
Teneriffa kommt diese Feigenkaktus-Art nicht so häufig vor wie andere
Spezies aus der Oputia-Gattung. Im Anaga-Gebirge ist die Art
vergleichsweise oft anzutreffen, anderenorts nur mit etwas Glück
zu finden. (Masca-Schlucht)
Gabelige Leuchterblume (Ceropegia dichotoma)
Bei dieser Pflanzenart handelt es sich um einen Sukkulentenbusch, der auf Teneriffa im Norden der Insel und dort insbesondere im Teno- und im Anaga-Gebirge vorkommt. Rund 30 Zentimeter beträgt die Wuchshöhe dieser Pflanzenart, aber auch bis zu 70 Zentimeter können einige Exemplare der Spezies groß werden. Sie bevorzugen sie Felsspalten oder ältere Böden als Standorte. Die Färbung der Pflanze ist olivegrün, die Blüten sind gelb.
(Anaga-Gebirge)
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