TeneriffaPflanzen - Teil 2
 

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          Blaugrüner Hornklee (Lotus glaucus)

Blaugrüner Hornklee An ihren blaugrünen bis leicht silbrigen Blättern, die mehr oder minder eng anliegend behaart sind, ist diese Pflanzenart zu erkennen. Die Wuchshöhe beträgt zwischen zehn und 60 Zentimeter, die Äste sind dünn und hängen normalerweise herab. Intensiv gelb bis orange sind die Blüten zu Anfang gefärbt, mit der Zeit werden sie bräunlich, bis sie schließlich vertrocknen. Insbesondere in den nördlichen Bereichen aller kanarischen Inseln kommt diese auf Madeira und den Kanaren endemische Spezies vor. Ihre bevorzugten Standorte erstrecken sich bis in die Lorbeerwälder hinein. Ich halte die in diesem Absatz gezeigte Pflanze für Blaugrünen Hornklee, bin mir jedoch nur zu 90 Prozent sicher. (La Caldera)

Blaugrüner Tabak (Tree Tobacco, Nicotiana glauca)

Blaugrüner Tabak Auf allen Kanareninseln kommt der Blaugrüne Tabak vor. Dieser spärlich verzweigte, kurzlebige Baumstrauch mit seinen kahlen, blaugrünen, gestielten Blättern ist auf brach liegenden Flächen zu finden. In Puerto de la Cruz gedeihen zum Beispiel am Rande eines großen Parkplatzes etliche Tabaksträucher. Die Blüten des Blaugrünen Tabaks sind bis zu 4,5 Zentimeter lang, röhrenförmig und gelb gefärbt. Aufgrund des natürlichen Nikotingehalts gehört der Blaugrüne Tabak zu den Giftpflanzen. (Puerto de la Cruz)

Bonnets Natternkopf (Echium bonnetii)

Bonnets Natternkopf Bonnets Natternkopf Auf den Kanaren begegnet man mehreren unterschiedlichen Natternkopf-Arten. Die wohl häufigste Art ist auf Teneriffa Bonnets Natternkopf. Mit ihren rau behaarten Blättern und der bis zu fünfblättrigen Grundrosette ist die Spezies leicht zu erkennen. Meist wachsen die Pflanzen in Gruppen, ihre violett-blauen Blüten erstrahlen weithin sichtbar im Sonnenlicht. Zwischen acht und 15 Millimeter lang sind die einzelnen Blütentrichter. (Foto links: La Caldera, Foto rechts: Teno-Gebirge)

Cañadas-Kanarenmargerite (Argyranthemum tenerifae)

Cañadas-Kanarenmargerite Nur im Nationalpark "Las Cañadas del Teide" ist die Cañadas-Kanarenmargerite zuhause, sie gedeiht nur dort auf Teneriffa und sonst nirgendwo. Die zwischen 30 und 50 Zentimeter hohe Pflanze ist kaum verholzt, ihre Blätter können kahl oder rau behaart sein. Ihr Erkennungsmerkmal ist, dass sie ein- bis zweifach fiederschnittig sind; außerdem weisen sie breite Stiele auf. Wie für Margeritenarten üblich, sind auch die Blüten der Cañadas-Kanarenmargerite gelb-weiß gefärbt. (Las Cañadas del Teide)

Cheirolophus canariensis

Cheirolophus canariensis Bei dieser zur Familie der Asteraceae gehörenden Pflanze handelt es sich um Cheirolophus canariensis, eine ausschließlich auf Teneriffa beheimatete Pflanzenart. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt in der Masca-Schlucht. Rund 50 Zentimeter beträgt die Wuchshöhe, aber auch Exemplare mit einer Höhe von bis zu 1,2 Metern können vorkommen. Die Blätter sind sehr schmal und federartig, die Blüten auffällig rosa-violett gefärbt. (Masca-Schlucht)

Drachenbaum (Dragon Tree, Dracaena draco)

Drachenbaum In freier Natur findet man den Drachenbaum heute nur noch selten, er ist seit einigen Jahrzehnten zu einem künstlich angepflanzten, beliebten Gartenbaum geworden. Junge Bäume bleiben unverzweigt, bis sie eine beachtliche Größe erreicht haben. Wenn sie im Alter von acht bis elf Jahren zum ersten Mal blühen, beginnen sie sich anschließend unterhalb des Blütenstandes erstmals zu verzweigen. Danach erfolgt nach jeder Blühperiode eine weitere Verzweigung. Da Drachenbäume im Erwachsenenalter etwa alle 15 Jahre blühen, kann man mit Hilfe der Verzweigungen das ungefähre Alter der Bäume abschätzen. Drachenbäume erreichen eine Wuchshöhe von rund 20 Meter und bilden mit zunehmendem Alter eine immer dichter verzweigte Krone aus. Der berühmteste Drachenbaum der Insel steht in der Stadt Icod de los Vinos, man nennt ihn den Drago milenario. (Chinamada, Anaga-Gebirge)

Dunkelpurpurrote Wolfsmilch (Purple Flowered Spurge, Euphorbia atropurpurea)

Dunkelpurpurrote Wolfsmilch Dunkelpurpurrote Wolfsmilch Diese zwischen 30 Zentimeter und 1,5 Meter hohen Gewächse sind an ihren dunklen, purpurroten, teils bläulichen Blütenständen zu erkennen, in denen gelbe Nektardrüsen sitzen. Die Äste der strauchförmig wachsenden Wolfsmilchart sind zimtbraun und recht dick. An den Enden der Zweige sind die Blätter schopfartig angeordnet. Sie sind blaugrün, manche purpurrot überlaufen, und bis zu 15 Zentimeter lang. Ihre Form ist länglich und ihr Ende ist stumpf. Man trifft die Dunkelpurpurrote Wolfsmilch an felsigen Standorten an, meist nur fern der Küste. (Foto links: Masca-Schlucht, Foto rechts: Puerto de la Cruz)

Efeufarn (Asplenium hemionitis)

Efeufarn Lorbeerwälder stellen die bevorzugten Standorte für den Efeufarn dar, der zuweilen auch epiphytisch, also auf anderen Pflanzen sitzend, anzutreffen ist. Die Wuchshöhe des Farns beträgt zwischen zehn und 50 Zentimeter. Ältere Wedel dieser Farnart sind ledrig und dunkelgrün, junge hingegen zart und hellgrün. Die drei- bis fünflappigen Blätter sitzen auf grünen bis dunkelroten, langen Stielen. Schräg zur Mittelrippe befinden sich vor allem bei älteren Blättern bräunliche Streifen, die sogenannten Sori. (Anaga-Gebirge)

Eukalyptus oder Fieberbaum (Eucalyptus, Eucalyptus sp.)

Eukalyptus oder Fieberbaum Aus ihrer australischen Heimat wurden mehrere verschiedene Eukalyptusarten auf Teneriffa eingeführt. Glaubt man einer botanischen Liste, so sind derzeit vier unterschiedliche Arten auf der Insel angesiedelt: Eucalyptus camaldulensis, Eucalyptus ficifolia, Eucalyptus globulus und Myrtus communis. Die Bäume werden etwa zehn Meter groß, sind immergrün und benötigen sehr viel Wasser, weshalb sie insbesondere in den Höhenlagen anzutreffen sind, die oft in Wolken gehüllt sind. Auf der Oberseite sind die länglichen, teils gewellten Blätter dunkelgrün, ihre Unterseite ist hellgrün gefärbt. Von den Bäumen, den Blättern und ihren Samenkapseln geht ein intensiver Duft aus, den man von Halsbonbons her kennt. (La Caldera)

Fenchel (Fennel, Foeniculum vulgare)

Fenchel Der Fenchel ist eine Planzenart mit vielseitigem Nutzen für den Menschen, er wird als Gewürzlieferant geschätzt sowie als Gemüse- und Heilpflanze eingesetzt. In der entsprechenden Familie der Doldenblüter ist Foeniculum vulgare der einzige Vertreter der Gattung. Fenchel ist krautig und zweijährig, die Wuchshöhe kann bis zu 1,5 Meter betragen. Den Blütenstand bildet die Pflanze erst im zweiten Jahr aus; die Blüten sind gelb. Weil Fenchel nährstoffreiche Böden zum Gedeihen benötigt, ist er auf Teneriffa beispielsweise am Rande von landwirtschaftlich genutzten Arealen zu finden. Die rechts gezeigte Pflanze diente einigen zierlichen Kanarengirlitzen als Sitzplatz. (Chinamada, Anaga-Gebirge)

Filziger Feigenkaktus (Oputia tomentosa)

Filziger Feigenkaktus Zwischen drei und sechs Meter kann die Wuchshöhe des Filzigen Feigenkaktus betragen. Dieser Baum mit breiter Krone und seinem bis zu 30 Zentimeter dicken Stamm trägt zahlreiche Stängelblätter, die eine schmale Eiform aufweisen oder länglich sind. Sie sind graugrün gefärbt und mehr oder minder samtig. Ihre Länge beträgt zwischen zehn und 20 Zentimeter. Nur selten tragen sie mehrere Dornen, die meisten Blätter sind nicht mit Dornen bewachsen. Filzige Feigenkakteen tragen viele orange gefärbte, vier bis fünf Zentimeter große Blüten. Auf Teneriffa kommt diese Feigenkaktus-Art nicht so häufig vor wie andere Spezies aus der Oputia-Gattung. Im Anaga-Gebirge ist die Art vergleichsweise oft anzutreffen, anderenorts nur mit etwas Glück zu finden. (Masca-Schlucht)

Gabelige Leuchterblume (Ceropegia dichotoma)

Gabelige Leuchterblume Bei dieser Pflanzenart handelt es sich um einen Sukkulentenbusch, der auf Teneriffa im Norden der Insel und dort insbesondere im Teno- und im Anaga-Gebirge vorkommt. Rund 30 Zentimeter beträgt die Wuchshöhe dieser Pflanzenart, aber auch bis zu 70 Zentimeter können einige Exemplare der Spezies groß werden. Sie bevorzugen sie Felsspalten oder ältere Böden als Standorte. Die Färbung der Pflanze ist olivegrün, die Blüten sind gelb. (Anaga-Gebirge)

 
                 

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