Fotoreiseberichte.de - Teneriffa

Pflanzen auf Teneriffa - Teil 7

Mexikanischer Stachelmohn (Mexican Poppy, Argemone mexicana)

Mexikanischer Stachelmohn (Mexican Poppy, Argemone mexicana)Auf trockenen Böden, die durchaus mit Steinen durchsetzt sein können, gedeiht der Mexikanische Stachelmohn. Auch auf Brachflächen und an Wegrändern ist diese zwischen 20 und 80 Zentimeter hohe Pflanzenart zu finden. Ursprünglich stammt der Mexikanische Stachelmohn von den Westindischen Inseln, also aus dem Karibikraum. Das warme Klima der Kanarischen Inseln bekommt den Pflanzen so gut, dass sie sich dort etablieren konnten. Die gelben Blüten sind bei dieser Mohnart kugelig angeordnet, die Blütenblätter bedecken sich gegenseitig. Dadurch lässt sich Argemone mexicana vom ebenfalls auf den Kanaren heimischen Gelblichweißen Stachelmohn unterscheiden, dessen Blüten nicht kugelig sind und bei dem sich die Blütenblätter nicht überlappen. Foto: Juni 2004, Puerto de la Cruz

 

Montpellier-Zistrose (Montpelier Rock Rose, Cistus monspeliensis)

Montpellier-Zistrose (Montpelier Rock Rose, Cistus monspeliensis)Die Montpellier-Zistrose liebt warme Standorte in Kiefernwäldern beziehungsweise in ähnlichen Gebieten. Meist trifft man die 30 Zentimeter bis einen Meter großen Sträucher in dicht beieinander stehenden Beständen an. Der Duft, der von den Sträuchern ausgeht, ist sehr aromatisch. Bis zu fünf Zentimeter lang sind die dreinervigen, leicht gewellten, dunkelgrünen Blätter, die drüsig-klebrig sind. Auf der Unterseite sind die Blätter heller gefärbt und filzig behaart. Die Blütenblätter sind weiß, wodurch man die Montpellier-Zistrose von den anderen auf Teneriffa heimischen Cistus-Spezies unterscheiden kann, denn sie haben rosa gefärbte Blüten. Foto: 27.03.2011, La Esperanza

Nacktstengeliger Dornlattich (Bold-leaf Launaea, Launaea nudicaulis)

Nacktstengeliger Dornlattich (Bold-leaf Launaea, Launaea nudicaulis)Auf kargen, trockenen Böden im Küstenbereich, also beispielsweise auf Sandflächen, ist der Nacktstengelige Dornlattich anzutreffen. Diese Pflanzenart kommt auf nahezu allen Kanarischen Inseln sowie im südlichen Mittelmeergebiet bis nach Afghanistan vor. Die Wuchshöhe des Nacktstengeligen Dornlattichs beträgt zwischen 20 und 50 Zentimeter, mancherorts liegt die Pflanze jedoch dicht am Boden und sogar die Blütenstängel ragen kaum empor. Die Spezies ist krautig und bildet Rosetten, die Blätter sind länglich und an den Rändern eingeschnitten sowie gewellt. Außerdem trägt die Art auffällige weiße Dornen an den Blatträndern. Leuchtend gelb sind Blüten gefärbt. Foto: 31.03.2011, El Médano

Zum Seitenanfang ↑

Napffrüchtige Rübe (Patellifolia patellaris)

Napffrüchtige Rübe (Patellifolia patellaris)Zwischen zehn Zentimeter und 1,5 Meter lang wird die Napffrüchtige Rübe. Diese Pflanze ist meist niedrig liegend, sie kann aber auch aufsteigend sein. Anzutreffen ist sie auf Küstenfelsen sowie auf Flächen mit Schutt und Geröll. Sie kommt auf allen Kanareninseln mit Ausnahme von La Palma vor. Die Blätter sind grün, ein wenig fleischig und gestielt. Ihre Form ist dreieckig-eiförmig. Unscheinbar sind die Blüten, sie befinden sich entlang der Triebe in den Achseln der blattähnlichen Hochblätter. Sie sind grünlich gefärbt und in der Zeit von Oktober bis in den Juli zu finden. Foto: 29.03.2011, Garachico

Nickender Sauerklee (Bermuda Buttercup or Sourgrass, Oxalis pes-caprae)

Nickender Sauerklee (Bermuda Buttercup or Sourgrass, Oxalis pes-caprae)Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Nickenden Sauerklees liegt in Südafrika. Die Art ist mit dem in Europa heimischen Sauerklee verwandt und ist von Menschen nach Südeuropa gebracht worden. Die einzelnen Pflanzen stehen in Gruppen eng an den Boden geschmiegt. Mit ihrer maximalen Wuchshöhe von nur 15 Zentimeter sind die Pflänzchen recht unauffällig, allerdings fallen während der Blütezeit ihre leuchtend gelb gefärbten Blüten ins Auge. Ihren Namen trägt diese Spezies aufgrund ihrer Eigenschaft, die Blütenöffnungen gelegentlich nach unten zu neigen und später wieder der Sonne entgegen zu strecken. Sie vollführt quasi eine Art Nickbewegung. Foto: 28.03.2011, Anaga-Gebirge

Nymphendolde (Canary Samphire, Astydamia latifolia)

Auf de Kanarischen Inseln ist die Nymphendolde endemisch. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich also nur über diese Inseln und über Teile Marokkos. Zwischen zehn und 40 Zentimeter kann diese Spezies hoch werden. Sie ist kräftig und wächst auf küstennahen Felsen. Meerwasserspritzer machen dieser robusten Pflanzenart nichts aus. Die Blätter sind fleischig und am Grund verbreitert. An den Rändern sind sie eingeschnitten und gezähnt, manche Teilbereiche der eingeschnittenen Blätter sind nach innen gedreht. Auf aufrecht stehenden Stängeln bilden sich in Dolden die gelblichen bis gelblichgrünen Blüten der Nymphendolde.

  Nymphendolde (Canary Samphire, Astydamia latifolia)   Nymphendolde (Canary Samphire, Astydamia latifolia)  
  Foto: 29.03.2011,
Punta de Teno
  Foto: 29.03.2011,
Punta de Teno
 

Zum Seitenanfang ↑

Perraudière-Winde (Convolvulus perraudieri)

Perraudière-Winde (Convolvulus perraudieri)An felsigen Standorten zwischen Sukkulentenpflanzen südlicher und südwestlicher Hänge findet man auf Gran Canaria und Teneriffa mit etwas Glück diesen seltenen Kanaren-Endemiten. Die Perraudière-Winde ist strauchig, sie klettert in sich und windet sich dabei, wie es für Convolvulus-Spezies üblich ist. Bis zu 4,5 Zentimeter lang sind die graugrünen Blätter, ihre Form ist länglich-lanzettlich. Sie sind mit feinem Filz bestanden, also mit kleinen geringelten Härchen. Bläulich bis zart violett sind die Blüten gefärbt. Die Blütenblätter weisen fünf radialstrahlige, etwas dunklere bläuliche Streifen auf. Foto: Juni 2004, Teno-Gebirge

 

 

Plocama (Plocama pendula)

Zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) gehört die Pflanzenart namens Plocama. Sie ist auf sämtlichen Kanarischen Inseln beheimatet und ist dort in den unteren Küstenregionen zu finden. Plocama ist ein Endemit der Kanaren. Die Spezies bevorzugt felsige Standorte und gedeiht beispielsweise in Schluchten (Barrancos). Zwischen einem und vier Meter sind die Sträucher oder kleinen Bäume hoch. Ihre Äste sind schlank und überhängend, das heißt, die Blätter hängen nach unten. Auch in der Trockenzeit sind sie leuchtend grün gefärbt, sie erreichen eine Länge von circa fünf Zentimeter. Die Blüten sind unscheinbar und nur aus der Nähe wirklich zu erkennen.

  Plocama (Plocama pendula)   Plocama (Plocama pendula)  
  Foto: 29.03.2011,
Punta de Teno
  Foto: 29.03.2011,
Punta de Teno
 

Portugiesischer Kirschlorbeer (Portugal Laurel, Prunus lusitanica)

Portugiesischer Kirschlorbeer (Portugal Laurel, Prunus lusitanica)Dieser immergrüne, insgesamt nur spärlich mit Blättern bewachsene Strauch oder Baum wird zwischen drei und acht Meter groß. In seltenen Fällen erreicht er eine Wuchshöhe von 20 Meter. Anzutreffen ist der Portugiesische Kirschlorbeer in feuchten Lorbeerwäldern auf den Kanarischen Inseln und auf Madeira, wo er endemisch ist. Das heißt, sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt nur auf diesen Inseln. Die Blattstiele sind rötlich-grün bis rot gefärbt, die Blätter selbst länglich und dunkelgrün. Zwischen vier und 18 Zentimeter lang werden die Blütentrauben, auf denen viele weiße, runde Einzelblüten sitzen. Foto: Juni 2004, Anaga-Gebirge

Zum Seitenanfang ↑

Pterocephalus lasiospermum

Pterocephalus lasiospermumIm Teide-Nationalpark wächst in der Caldera an vielen Orten die rechts gezeigte Pflanzenart, deren wissenschaftlicher Name Pterocephalus lasiospermum lautet. Ein deutscher Name ist mir nicht bekannt. Diese Spezies erreicht eine Wuchshöhe von rund 30 Zentimeter, mitunter kann sie sogar 80 Zentimeter groß werden. Die Blätter sind kurz, oval bis lanzettlich geformt. Voll entfaltete Blüten sind hellrosa gefärbt. An sonnigen Standorten mit steinigen Böden ist diese Art in der Hochebene auf Teneriffa heimisch. Foto: Juni 2004, Teide-Nationalpark

Retama-Ginster (Retama sphaerocarpa)

Retama-Ginster (Retama sphaerocarpa)Dieser riesige Strauch, dessen Breite etwa dreieinhalb Meter betrug, wuchs in einer Schlucht relativ frei stehend. Die Wuchshöhe des rechts gezeigten Strauchs betrug etwa 1,8 Meter. Ausgewachsene Exemplare des Retama-Ginsters können bis zu 2,5 Meter hoch werden. Farblich ist der Retama-Ginster relativ variabel, er kann von graugrün bis gelbgrün gefärbt sein. Im deutschen Sprachraum wird diese Pflanzenart auch Gewöhnliche Retama genannt. Die Blüten dieser Pflanzenart sind sehr zierlich und leuchtend gelb gefärbt; die Blütezeit ist im Frühjahr. Foto: Juni 2004, Masca-Schlucht

Riesenfenchel (Giant Canary Fennel, Ferula linkii)

Riesenfenchel (Giant Canary Fennel, Ferula linkii)Stattliche 2,5 bis drei Meter kann der Riesenfenchel groß werden, sobald er in Blüte steht. Die Blätter dieser Pflanzenart sind unverwechselbar, sie sind sehr fein gefiedert und hell- bis mittelgrün gefärbt. sie stehen dicht beieinander, wie die Abbildung rechts zeigt. Weißlich-gelb sind die Blüten gefärbt, die in Dolden angeordnet sind. In Höhenlagen zwischen 600 und etwa 2.000 Meter ist der Riesenfenchel anzutreffen. Er kommt auf allen Kanarischen Inseln mit Ausnahme von Lanzarote vor. In manchen Literaturquellen wird diese Spezies auch als Links Rutenkraut bezeichnet. Foto: 28.03.2011, Anaga-Gebirge

  Riesenfenchel (Giant Canary Fennel, Ferula linkii)   Riesenfenchel (Giant Canary Fennel, Ferula linkii)  
  Foto: 28.03.2011,
Anaga-Gebirge
  Foto: 27.03.2011,
Teide-Nationalpark
 

Rötliches Hirtentäschel (Shepherd's Purse, Capsella rubella)

Rötliches Hirtentäschel (Shepherd's Purse, Capsella rubella)Aus Deutschland und anderen Teilen Mitteleuropas ist vielen Teneriffa-Urlaubern das Gewöhnliche Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris) bekannt. Auf Teneriffa ist eine nah verwandte Art, das Rötliche Hirtentäschel, beheimatet. Die Pflanzenart erreicht eine Wuchshöhe von maximal 40 bis 50 Zentimeter. Zu erkennen ist sie an ihren ihren herzförmigen Schoten, die grünlichrot gefärbt sind. Am oberen Ende des Stängels befindet sich der Blütenstand. Weißlich bis rosa sind die zierlichen Blüten gefärbt. Die Blätter der Pflanzenart sind schmal und liegen in Rosetten in der Nähe des Bodens. Foto: 29.03.2011, El Palmar

 

Zum Seitenanfang ↑

 


Teneriffa auf einer größeren Karte anzeigen

Linktipp:

Der Botaniker Peter Schönfelder stellt auf seiner Webseite "Flora Canaria" Fotos von Wild-, Zier- und Nutzpflanzen der Kanaren vor.