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Natur im Ruhrgebiet: Vögel - Teil 3

Achtung, zu dieser Seite gibt es eine überarbeitete Version, die Sie hier finden.

Folgende Arten finden Sie auf dieser Seite:

· Kohlmeise (Great Tit, Parus major)
· Kormoran (Great Cormorant, Phalacrocorax carbo carbo)
· Kranich (Common Crane, Grus grus), gesichtet als Durchzügler am Himmel
· Krickente (Green-winged Teal, Anas crecca)
· Lachmöwe (Common Black-headed Gull, Chroicocephalus ridibundus)
· Löffler (Eurasian Spoonbill, Platalea leucorodia leucorodia)
· Mäusebussard (Eurasian Buzzard, Buteo buteo)
· Mehlschwalbe (House Martin, Delichon urbica)
· Misteldrossel (Mistle Thrush, Turdus viscivorus)
· Mönchsgrasmücke (Blackcap, Sylvia atricapilla atricapilla)
· Neuntöter (Red-backed Shrike, Lanius collurio)
· Nilgans (Egyptian Goose, Alopochen aegyptiacus)
· Pfeifente (Eurasian Wigeon, Anas penelope)
· Rabenkrähe (Carrion Crow, Corvus corone)
· Reiherente (Tufted Duck, Aythya fuligula)
· Ringeltaube (Wood Pigeon, Columba palumbus)
· Rostgans (Ruddy Shelduck, Tadorna ferruginea)
· Rotkehlchen (European Robin, Erithacus rubecula)
· Saatkrähe (Rook, Corvus frugilegus)
· Schellente (Common Goldeneye, Bucephala clangula)
· Schnatterente (Gadwall, Anas strepera)
· Schwanzmeise (Long-tailed Tit, Aegithalos caudatus)
· Schwarzkehlchen (European Stonechat, Saxicola rubicola)
· Schwarzspecht (Black Woodpecker, Dryocopus martius)
· Seidenreiher (Little Egret, Egretta garzetta)
· Silbermöwe (Herring Gull, Larus argentatus)
· Silberreiher (Great Egret, Egretta alba)
· Singdrossel (Song Thrush, Turdus philomelos)

Kohlmeise (Great Tit, Parus major)

Männliche Kohlmeise (Great Tit, Parus major)Die häufigste Meise Europas ist die Kohlmeise. Auch im Ruhrgebiet kommt sie in großer Zahl vor, und das sogar in den Stadtzentren. Ihre Körperlänge beträgt 14 Zentimeter, die Körperunterseite ist gelb gefärbt und trägt einen mehr oder minder breiten schwarzen Längsstreifen. Bei den Männchen ist er meist dunkler gefärbt und vor allem im Bereich des Bauches breiter, siehe Foto rechts. Der Kopf, der Nacken und die Kehle sind schwarz gefiedert, die Wangen weiß gefärbt. Auf der Körperoberseite tragen Kohlmeisen ein grünlich-bräunliches Gefieder. Foto: 17.02.2007, Essen-Schönebeck

  Kohlmeise (Great Tit, Parus major)   Kohlmeise (Great Tit, Parus major)  
  Foto: 12.03.2007,
Essen-Rüttenscheid
  Foto: 19.05.2007,
Essen-Schönebeck
 

Kormoran (Great Cormorant, Phalacrocorax carbo carbo)

Kormoran (Great Cormorant, Phalacrocorax carbo carbo)Im Ruhrgebiet kann man an Gewässern und Flussläufen mancherorts Kormorane beobachten. Diese bis zu 94 Zentimeter großen Vögel können eine Flügelspannweite von maximal 149 Zentimeter erreichen. Sie tragen im Schlichtkleid am gesamten Körper schwarzes Gefieder, das metallisch glänzt. Im Prachtkleid zieren weiße Flecken ihre Schenkelansätze, der Nacken ist weißlich gefärbt und das Gesicht ist ebenfalls weiß. Am Schnabelgrund tragen die Vögel eine gelbliche Hautpartie. Der Schnabel ist recht lang und hakenförmig. Etwa 400 bis 500 Gramm Fisch stehen täglich auf dem Speiseplan der Kormorane, weshalb sie in vielen Regionen ihres großen europäischen und asiatischen Verbreitungsgebiets insbesondere von Fischzüchtern nicht gern gesehen werden. Kormorane können bis zu 35 Meter tief tauchen. Früher ist angenommen worden, die Tiere würden beim Tauchen durchnässen, weil sie ihr Gefieder nicht einfetten können. Deshalb müssten sie nach den Tauchgängen an Land ihr Gefieder in der Sonne trocknen, woher das Verhalten rühren sollte, die Flügel auszubreiten. Inzwischen weiß man jedoch, dass die Federn der Kormorane beim Tauchen nicht völlig durchnässen. Das Spreizen der Flügel an Land dient demnach einem anderen, bisher unbekannten Zweck. Der NABU und der LBV haben den Kormoran zum "Vogel des Jahres 2010" ernannt. Foto: 02.02.2014, Bochum-Dahlhausen

  Kormoran (Great Cormorant, Phalacrocorax carbo carbo)   Kormoran (Great Cormorant, Phalacrocorax carbo carbo)  
  Foto: 02.10.2013,
Bochum-Laer
  Foto: 02.10.2013,
Bochum-Laer
 

Kranich (Common Crane, Grus grus)

Ziehende Kraniche (Common Crane, Grus grus)Am Boden sieht man Kraniche im Ruhrgebiet und in dessen näherer Umgebung normalerweise nicht. Lediglich während der Zugzeiten kann man diese schönen Vögel in nordöstlicher Richtung (Frühling) oder in südwestlicher Richtung (Herbst) am Himmel ziehen sehen. Den Winter verbringen Kraniche unter anderem in der spanischen Extremadura, ihre Brutgebiete liegen hingegen im Norden, zum Beispiel in Skandinavien. Einige Kraniche brüten auch in Deutschland. Kraniche sind bis zu 1,3 Meter groß. diese Vögel sind im Flug leicht daran zu erkennen, dass ihre Beine und der Hals gestreckt sind, außerdem fliegen sie häufig in V- oder 1-Formationen. Sie rufen meist trompetend, während sie fliegen. So kann man den Kranichzug, der teilweise auch nachts stattfindet, mitunter akustisch verfolgen, ohne die Vögel zu sehen. Der NABU hat den Kranich zum "Vogel des Jahres 1978" gewählt. Foto: 28.11.2014, Bochum-Riemke

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Krickente (Green-winged Teal, Anas crecca)

Die Krickente ist die kleinste in Deutschland heimische Entenart. Mit ihrer Körperlänge von etwa 35 bis 36 Zentimeter sind die Vögel äußerst zierlich. Insbesondere während der Zeit, in der die Tiere ihr Prachtkleid tragen, unterscheiden sich die Männchen stark von den Weibchen. Letztere tragen auf der Oberseite ein braun geflecktes Gefieder, eine helle Körperunterseite mit dunklen Flecken im Bereich der Brust und eine grüne Flügelbinde. Männchen im Prachtkleid sind am Kopf kastanienbraun gefärbt, auf beiden Seiten tragen die Vögel einen grünen Gefiederbereich; das Kopfgefieder schimmert zudem metallisch. Der restliche Körper entspricht in etwa der Gefiederfärbung der Weibchen, wenn auch oft ein wenig dunkler. Nach der Mauser sehen die Erpel dann fast genauso aus wie die Weibchen, sie tragen dann ihr sogenanntes Schlichtkleid. Pflanzenteile bilden die Hauptnahrung der Krickenten, sie nehmen jedoch auch Wirbellose zu sich.

  Krickenten (Green-winged Teal, Anas crecca)   Krickenten (Green-winged Teal, Anas crecca)  
  Foto: 07.10.2007,
Essen-Heisingen
  Foto: 07.10.2007,
Essen-Heisingen
 

Lachmöwe (Common Black-headed Gull, Chroicocephalus ridibundus)

Lachmöwe (Common Black-headed Gull, Chroicocephalus ridibundus) im SchlichtkleidObwohl viele Menschen glauben, Möwen würden grundsätzlich nur am Meer leben, kommen einige Arten aus dieser Vogelfamilie auch im Binnenland vor. Lachmöwen sind im Ruhrgebiet vor allem entlang der Ruhr, aber auch an Seen und Tümpeln zu finden. Die Vögel sind circa 38 Zentimeter lang und tragen während des Sommers ein anderes Federkleid als im Winter. Ganzjährig ist die Oberseite der Flügel hellgrau gefärbt, die Spitzen sind schwarz. Schnabel und Beine haben im Sommer eine auffällig rote Färbung, im Winter sind sie oft blasser gefärbt. Während des warmen Halbjahrs ist der Kopf dunkelbraun gefiedert, im Winter ist er weiß. Schwarze Flecken hinter den Augen bilden den einzigen Gefiederschmuck der Lachmöwen im Schlichtkleid. Männchen und Weibchen dieser Vogelart sehen gleich aus. Foto: 22.02.2007, Essen-Rüttenscheid

  Lachmöwe (Common Black-headed Gull, Chroicocephalus ridibundus) im Schlichtkleid   Lachmöwe (Common Black-headed Gull, Chroicocephalus ridibundus) im Schlichtkleid  
  Lachmöwe im Schlichtkleid, Foto: Januar 2006,
Essen-Bredeney
  Lachmöwe im Schlichtkleid, Foto: 22.02.2007,
Essen-Rüttenscheid
 

Löffler (Eurasian Spoonbill, Platalea leucorodia leucorodia)

Löffler (Eurasian Spoonbill, Platalea leucorodia leucorodia), es handelt sich um den linken Vogel in dieser AbbildungVon Südeuropa bis ins weit entfernte asiatische Japan und über Teile Nordafrikas erstreckt sich das riesige Verbreitungsgebiet der Löffler. In Deutschland sind diese Vögel nur vereinzelt anzutreffen. Sie tragen ihren Namen aufgrund ihrer sehr speziellen Schnabelform, die diese 84 Zentimeter großen Tiere unverwechselbar macht. Der Schnabel dieser Vögel ist lang und schwarz gefärbt. Er läuft am Ende nicht spitz zu, sondern ist flach und breit in abgerundeter Form. Dadurch erinnert er an einen Löffel. Auf seiner Oberseite ist der Schnabel an der breiten Stelle leicht gelblich gefärbt. Nahezu am gesamten Körper ist das Gefieder des Löfflers weiß gefärbt, den einzigen Schmuck bildet ein gelblicher Brustfleck. Die Beine sind ebenfalls schwarz gefärbt und relativ lang. Die Augen werden von je einem gelben, nackten Hautring umgeben. Anzutreffen sind Löffler in Sümpfen, auf überflutetem Grasland, auf Reisfeldern und an Seen sowie Stauseeufern. Frösche und Fische bilden ihre Nahrung, sie fangen die Tiere in flachem Wasser. Foto: 28.02.2016, Duisburg-Walsum

Mäusebussard (Common Buzzard, Buteo buteo)

In Deutschland und somit auch im Ruhrgebiet sowie in dessen Umland ist der Mäusebussard der am häufigsten vertretene Greifvogel. Diese Tiere kreisen sowohl über den städtischen Zonen als auch über den Randbereichen des Ballungsraums und selbstverständlich über unbebauten Naturarealen. Man kann Mäusebussarde im Flug gut an ihren abgerundeten Flügeln und am kurzen, gefächerten und seitlich abgerundeten Schwanz erkennen. Darüber hinaus sind Mäusebussarde recht ruffreudig, sie stoßen oft ihre weithin hörbaren Rufe aus, die wie "hiäh" klingen. Bis zu 57 Zentimeter beträgt die Körpergröße dieser Vögel und sie sind variabel gefärbt. Viele Individuen sind braun, weiß und grau in unterschiedlichen Schattierungen gefärbt. Ihre Nasenhaut ist wie die Beine gelb gefärbt und der Schnabel ist dunkel. Mäusebussarde ernähren sich von Tieren, darunter kleine Säugetiere wie Maulwürfe, Ratten, Mäuse, aber auch Jungvögel, Eidechsen oder Insekten stehen auf ihrem Speiseplan. Während des Winters bleiben diese Vögel ihren Revieren treu, sie ziehen nicht in den Süden.

  Mäusebussard (Common Buzzard, Buteo buteo)   Mäusebussard (Common Buzzard, Buteo buteo)  
  Foto: 29.01.2011,
Duisburg-Walsum
  Foto: 05.05.2007,
Essen-Schönebeck
 

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Mehlschwalbe (House Martin, Delichon urbica)

Mehlschwalbe (House Martin, Delichon urbica)Mehlschwalben verbringen nur das warme Sommerhalbjahr in Mitteleuropa, sie ziehen hier ihren Nachwuchs groß. Den Winter verbringen die Vögel in Afrika. Sie sind nur circa 12,5 bis 13 Zentimeter lang und damit recht zierlich. Auf der Körperoberseite ist das Gefieder erwachsener Vögel schwarzblau gefärbt, die Unterseite ist cremeweiß. Relativ kurz ist der Schwanz der Mehlschwalben, er ist nur geringfügig gegabelt. Insekten bilden die Nahrung dieser eleganten Flieger. Ihre Nester bauen diese Tiere aus kleinen Lehmkügelchen. Besonders beliebt sind als Nistplätze wind- und wettergeschützte Dachvorsprünge. Weil in Deutschland immer mehr offene Flächen, auf denen die Schwalben Lehm finden könnten, erschlossen und versiegelt werden, sind die Vögel in Not geraten. Es kann deshalb sinnvoll sein, ihnen künstliche Nistkästen anzubieten, wobei jedoch viele Details zu beachten sind. Aufgrund der Bestandsrückgänge werden Mehlschwalben hierzulande in der Kategorie V (Vorwarnstufe) der Roten Liste der Brutvogelarten aufgeführt. Der NABU hat die Mehlschwalbe zum "Vogel des Jahres 1974" gewählt. Foto: 01.05.2016, Hattingen

Misteldrossel (Mistle Thrush, Turdus viscivorus)

Misteldrossel (Mistle Thrush, Turdus viscivorus)Mit ihrer Körperlänge von bis zu 29 Zentimeter ist die Misteldrossel relativ groß. Sie ähnelt in ihrem Aussehen der Singdrossel, doch diese ist deutlich kleiner. Auf der Körperunterseite ist die Gefiederfärbung der Misteldrossel cremeweiß, die Vögel tragen dort dunkelbraune Flecken. Graubraune Federn zieren die Oberseite des Körpers. Im Flug kann man die weißen Unterflügel erkennen. Bei dieser Vogelart sehen Männchen und Weibchen gleich aus. Parkanlagen und lichte Wälder sind typische Lebensräume, in denen man Misteldrosseln antrifft, mitunter kommen sie aber auch in Gärten vor. Auf dem Speiseplan der Misteldrossel stehen allerlei Insekten und Weichtiere sowie Obst und Beeren. Die kalte Jahreszeit verbringen viele Misteldrosseln in Südwesteuropa, einige Tiere bleiben jedoch hier in Deutschland. Foto: 18.04.2016, Bochum-Stahlhausen

Mönchsgrasmücke (Blackcap, Sylvia atricapilla atricapilla)

Mit dem Beginn des Frühlings erklingen in Deutschland die Lieder der Mönchsgrasmücke, die im März aus ihrem südlichen Überwinterungsquartieren heimkehrt. Die Vögel sind etwa 15 Zentimeter groß. Anhand körperlicher Merkmale können bei dieser Art Männchen und Weibchen leicht unterschieden werden. Männliche Mönchsgrasmücken haben eine dunkelgrau gefärbte obere Körperseite, die Unterseite ist hellgrau gefärbt. Den Kopf der Männchen ziert eine schwarze Kappe. Bei den Weibchen ist diese Kappe rotbraun gefärbt, auch junge Tiere tragen eine braune Kappe. Mönchsgrasmücken leben überall dort, wo es Büsche und lichte Baumbestände gibt, also in Parks und Gärten sowie in Wäldern.

  Weibliche Mönchsgrasmücke (Blackcap, Sylvia atricapilla atricapilla)   Männliche Mönchsgrasmücke (Blackcap, Sylvia atricapilla atricapilla)  
  Weibchen, 21.04.2015,
Bochum-Gerthe
  Männchen, Foto: 13.04.2014,
Bochum-Querenburg
 

Neuntöter (Red-backed Shrike, Lanius collurio)

Neuntöter (Red-backed Shrike, Lanius collurio), JungtierDer Neuntöter erreicht eine Körpergröße von 16 bis 18 Zentimeter. Damit ist er die kleinste in Mitteleuropa heimische Würgerart. Männchen und Weibchen unterscheiden sich bei dieser Vogelart deutlich. Bei männlichen Individuen ist der Kopf oberseits bis in den Nacken hell blaugrau gefärbt, die Kehle ist weiß. Vom Schnabel bis hinter die Augen zieht sich je ein breiter, schwarzer Streif. Die Körperunterseite ist weißlich bis cremefarben, an der Brust ist das Gefieder oft lachsfarben überhaucht. Rücken und Flügel sind bei den Männchen kastanienbraun gefärbt, woher auch der alternative Name Rotrückenwürger rührt. Auf der Oberseite ist der Schwanz dunkel gefärbt. Weibchen sind deutlich schlichter gefärbt und sie tragen keine kräftige schwarze Gesichtsmaske, diese ist lediglich bräunlich angedeutet. Bei ihnen ist die gesamte Oberseite des Körpers rötlich-braun gefärbt, über den Augen befindet sich ein heller Streif. Einfarbig braun mit weißem Saum ist der Schwanz gefärbt, die Körperunterseite ist beige. An den Flanken und an der Brust ist ein Schuppenmuster zu erkennen. Insekten bilden den Großteil der Nahrung der Neuntöter, hinzu kommen weitere kleine Tiere wie Eidechsen. Neuntöter leben in offenen Habitaten, die mit Dornengebüschen durchsetzt sind. Die Vögel verbringen den Winter in Afrika. Foto: Jungtier, 02.08.2015, Bergkamen-Wettinghofen

Nilgans (Egyptian Goose, Alopochen aegyptiacus)

Nilgans (Egyptian Goose, Alopochen aegyptiacus)Wie es der Name bereits erahnen lässt, stammt die Nilgans ursprünglich aus Afrika. Im 18. Jahrhundert wurde sie als Ziervogel in Europa eingeführt, etliche Tiere entkamen aus der Gefangenschaft und konnten sich erfolgreich in freier Natur ansiedeln. Vereinzelt findet man auch im Ruhrgebiet Brutpaare dieser bis zu 73 Zentimeter großen Vogelart. Beide Geschlechter sehen gleich aus. Die Körperunterseite ist hellbraun gefärbt, die Oberseite dunkelbraun. Der Hals trägt rostrotes Gefieder, das Gesicht ist hell gefärbt und rund um die Augen befinden sich leuchtend rostrote Flecken. Der Schnabel ist fleischfarben bis leuchtend rot mit schwarzer Spitze, auch die Beine und Füße sind fleischfarben. Insgesamt wirken Nilgänse recht bunt. Foto: 25.07.2007, Essen-Heisingen

  Erwachsene Nilgans (Egyptian Goose, Alopochen aegyptiacus)   Junge Nilgans (Egyptian Goose, Alopochen aegyptiacus)  
  Altvogel, Foto: 24.05.2014,
Hattingen-Niederwenigern
  Jungtier, Foto: 24.05.2014,
Hattingen-Niederwenigern
 

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Pfeifente (Eurasian Wigeon, Anas penelope)

Männliche Pfeifente (Eurasian Wigeons, Anas penelope)Das Brutgebiet der Pfeifenten ist groß, es reicht von Island bis zur Beringstraße. Den Winter verbringen die Tiere weiter südlich, einige überwintern beispielsweise an der deutschen Nordseeküste. Ferner kommen sie im Winter auf manchen Seen im deutschen Binnenland vor. Die Körperlänge der Pfeifenten beträgt 41 bis 51 Zentimeter. Bei dieser Vogelart lassen sich die beiden Geschlechter im Prachtkleid leicht voneinander unterscheiden. Männchen haben im Brutkleid einen rotbraunen Kopf und an der Stirn befindet sich eine weißliche Blässe. Graurosa ist die Brust gefärbt, die Körperoberseite ist mit blassgrauen Federn bedeckt; die Unterseite ist cremefarben. Das gesamte Jahr über sind die Weibchen auf der Körperoberseite unauffällig bräunlich gefärbt, ihr Bauch ist cremeweiß. Am Kopf und am Hals ist ihr Gefieder rötlichbraun. Während sie ihr Schlichtkleid tragen, ähneln die Männchen den Weibchen sehr. Sie sind jedoch anhand des Schnabels von ihnen zu unterscheiden: Der Schnabel der Männchen ist blaugrau gefärbt, die Spitze ist schwarz. Dieses Merkmal fehlt bei den Weibchen. Foto: Männchen, 21.11.2014, Bochum-Querenburg

  Weibliche Pfeifente (Eurasian Wigeons, Anas penelope)   Pfeifenten-Paar (Eurasian Wigeons, Anas penelope)  
  Weibchen, Foto: 21.11.2014,
Bochum-Querenburg
  Paar, Foto: 21.11.2014,
Bochum-Querenburg
 

Rabenkrähe (Carrion Crow, Corvus corone)

Rabenkrähe (Carrion Crow, Corvus corone)Einer der größten Rabenvögel, denen man im Ruhrgebiet begegnet, ist die Rabenkrähe. Das Gefieder der Rabenkrähe ist am gesamten Körper glänzend schwarz gefärbt, der Schnabel ist groß und wuchtig. Genau wie die Beine ist er schwarz gefärbt. Rabenkrähen sind circa 47 Zentimeter groß. Hinsichtlich ihrer Nahrung sind sie wenig wählerisch, sie ernähren sich sowohl von Aas als auch von Eiern, Vögeln sowie Samen, Getreide, Früchten und menschlichen Abfällen. In Essen beispielsweise sind sie oft in einer Gruppe von Stadttauben auf dem Parkplatz eines großen Supermarktes anzutreffen, weil sie dort Nahrung finden, denn die Menschen lassen öfter Fastfood-Reste auf den Parkplatz fallen. Foto: 11.03.2007, Essen-Bredeney

  Rabenkrähe (Carrion Crow, Corvus corone)   Rabenkrähe (Carrion Crow, Corvus corone)  
  Foto: 17.02.2007,
Essen-Schönebeck
  Foto: 12.03.2007,
Essen-Rüttenscheid
 

Reiherente (Tufted Duck, Aythya fuligula)

Männliche Reiherenten (Tufted Duck, Aythya fuligula)Fließgewässer und Seen sind typische Orte, an denen Reiherenten leben. Diese Vögel erreichen eine Körpergröße von bis zu 47 Zentimeter. Männchen und Weibchen unterscheiden sich bei dieser Entenart in ihrem Aussehen. Im Prachtkleid tragen männliche Individuen am Kopf schimmernd dunkelviolett gefärbte Federn. Hierzu stehen die gelben Augen in starkem Kontrast. Außerdem ist ihr verlängerter Federschopf ein sicheres Erkennungsmerkmal. Die Federn am Rücken und an den Flügeln sind bei den Männchen bräunlichgrau gefärbt, die Unterseite des Körpers trägt weiße Federn und der Schnabel ist hellgrau mit schwarzer Spitze. Erheblich unauffälliger sehen die Weibchen aus. Ihr Gefieder ist insbesondere an den Flanken deutlich dunkler gefärbt als das der Männchen. Insgesamt ist ihr Federkleid bräunlich. Muscheln und Schnecken sowie andere Kleintiere, Insekten und pflanzliche Kost bilden die Nahrung der Reiherenten. Foto: Männchen, 01.01.2014, Bochum-Querenburg

  Junge Reiherente (Tufted Duck, Aythya fuligula)   Weibliche Reiherente (Tufted Duck, Aythya fuligula)  
  Jungtier, Foto: 01.08.2007,
Essen-Heisingen
  Weibchen, Foto: 17.05.2015,
Hattingen
 

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Ringeltaube (Wood Pigeon, Columba palumbus)

Ringeltaube (Wood Pigeon, Columba palumbus)In Deutschland und somit auch im Ruhrgebiet ist die Ringeltaube die größte und am häufigsten anzutreffende Wildtaube. Mit ihrer Körperlänge von bis zu 42 Zentimeter ist sie eine imposante Erscheinung. Bei beiden Geschlechtern sind Kopf und Rücken blaugrau gefärbt, die Flügel- und Schwanzspitzen sind dunkel. An der Körperunterseite tragen die Vögel grau-rosa gefärbtes Gefieder. Gelb ist die Iris und der Schnabel ist rosa-orange bis hellbraun gefärbt. Typische Erkennungsmerkmale der Ringeltauben sind die weißen Halsflecken. In Wäldern und an deren Rändern sowie in Parks und Gärten sind die Vögel beheimatet. Knospen, Samen und Beeren stehen auf ihrem Speiseplan. Foto: 15.04.2007, Essen-Schönebeck

Rostgans (Ruddy Shelduck, Tadorna ferruginea)

Weibliche Rostgans (Ruddy Shelduck, Tadorna ferruginea)Die eigentliche Heimat der Rostgänse liegt in Asien, wo die Vögel vor allem Steppen und Wüstenzonen bewohnen. In Europa gehören sie zu den sogenannten Neozoen, also zu den neu hinzu gekommenen - in diesem Fall vom Menschen eingeführten - Spezies. Bei den hier in der freien Natur zu beobachtenden Individuen handelt es sich meist um Gefangenschaftsflüchtlinge. Das in diesem Absatz gezeigte Tier war beringt und ist vermutlich seinem früheren Besitzer entflogen. Rostgänse sind bis zu 67 Zentimeter groß, beide Geschlechter sehen fast gleich aus. Das Gefieder ist nahezu am gesamten Körper rostrot, lediglich am Kopf ist es heller, fast orange gefärbt. Das Gesicht und der Bereich hinter den Augen sind weiß gefiedert, bei einigen Exemplaren ist der gesamte Kopf weiß. Zu der hellen Partie stehen die schwarzen Augen und der schwarze Schnabel in starkem Kontrast. Männchen tragen am Hals einen dunklen Ring, wodurch sie von den Weibchen zu unterscheiden sind. Foto: 12.02.2003, Bochum-Langendreer

Rotkehlchen (European Robin, Erithacus rubecula)

Rotkehlchen (European Robin, Erithacus rubecula)Das 14 Zentimeter lange Rotkehlchen gehört zu den wenigen Vogelarten, die sogar von absoluten Laien sicher identifiziert werden können. Keine andere im Ruhrgebiet vorkommende Vogelspezies sieht dem Rotkehlchen ähnlich. Stirn, Wangen, Kehle und Brust sind orangerot gefärbt, das Gefieder der Körperoberseite ist oliv-braun. Der Bauch und die Flanken sind hellgrau gefiedert. Auffällig sind die großen, schwarzen Augen und der dünne, dunkle Schnabel. Er verrät, dass das Rotkehlchen zu den Insektenfressern gehört. An jenen Stellen, wo die Vögel Gebüsche, Hecken und Wälder vorfinden, sind sie im Ruhrgebiet beheimatet. Da sie wenig Scheu vor dem Menschen haben, sind sie typische Gartenbewohner, die sich auf weniger als zwei Meter nähern. Der NABU hat das Rotkehlchen zum "Vogel des Jahres 1992" gewählt. Foto: 02.03.2014, Bochum-Querenburg

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Saatkrähe (Rook, Corvus frugilegus)

Saatkrähe (Rook, Corvus frugilegus)Bis zu 46 Zentimeter groß ist die Saatkrähe. Das Gefieder dieser Vögel ist am gesamten Körper schwarz gefärbt und metallisch glänzend. Auffälligstes Merkmal ist der kräftige Schnabel. An der Basis ist er hell gefärbt, zur Spitze hin ist er dunkel. Beide Geschlechter sehen gleich aus, sie lassen sich nicht anhand körperlicher Merkmale unterscheiden. Saatkrähen leben vor allem in offenem Gelände, aber auch in Gehölzen. Sie sind sehr sozial und deshalb nur selten allein anzutreffen. Mit ihren Artgenossen stehen sie meist in Rufkontakt. Auf dem Speisezettel dieser Vögel stehen Früchte, Samen, Insekten und kleine Tiere wie Mäuse. Auch Aas verschmähen sie nicht. Der NABU hat die Saatkrähe zum "Vogel des Jahres 1986" gewählt. Foto: 20.02.2006, Duisburg-Walsum

Schellente (Common Goldeneye, Bucephala clangula)

Die Schellente hat ein großes Verbreitungsgebiet, das sich über Europa, Sibirien und Amerika erstreckt. Innerhalb dieses Areals leben die Vögel in der nördlichen Nadelwaldzone, wo sie Gewässern ihren Nachwuchs großziehen. Gern halten sie sich an stehenden Gewässern wie Seen auf. Mit ein wenig Glück kann man die bis zu 50 Zentimeter großen Tiere vor allem im Winterhalbjahr im Ruhrgebiet beobachten, sie halten sich beispielsweise auf dem Kemnader See in Bochum/Witten auf. Männchen und Weibchen unterscheiden sich im Prachtkleid äußerlich deutlich. Das Gefieder der männlichen Tiere ist schwarzweiß, der Kopf ist dunkelgrün gefärbt und glänzt metallisch, er trägt an jeder Seite je einen weißen Fleck. In auffälligem Kontrast dazu stehen die gelben Augen, der Schnabel ist schwarz. Im Ruhekleid sehen die Männchen den bräunlich gefärbten Weibchen ähnlich. Bei ihnen ist der Kopf braun, der Körper ist graubraun gefärbt. Am Kopf tragen Weibchen keine weißen Flecken und ihre Augen sind meist weniger intensiv gelb gefärbt als die der Männchen. Pflanzenteile, Insekten, Schnecken, Krebstiere und kleine Fische bilden die Nahrung dieser Enten.

  Weibliche Schellente (Common Goldeneye, Bucephala clangula)   Männliche Schellente (Common Goldeneye, Bucephala clangula)  
  Weibchen, Foto: 01.01.2014,
Witten-Heven
  Männchen, Foto: 01.01.2014,
Witten-Heven
 

Schnatterente (Gadwall, Anas strepera)

Mit ihrer Körpergröße von bis zu 55 Zentimeter ist die Schnatterente in etwa so groß wie die Stockente, allerdings sind viele Schnatterenten-Individuen etwas kleiner als diese Vogelart. Während der Zeit, in der die Männchen ihr Prachtgefieder tragen, ist ihr Schnabel schwarz gefärbt und das Gefieder ist fein grau-braun gezeichnet. Der restliche Kopf ist hellbraun mit rotbrauner Fleckung gefärbt, zudem gibt es eine feine, streifenförmige Zeichnung. Der vordere Brustbereich sowie der obere Rücken, die Schultern und auch die Flanken sind dunkelgrau gefärbt. Der Rücken trägt mittelbraune Federn mit hellen Flecken. Im Schlichtkleid sehen die Männchen den Weibchen ähnlich, die wiederum an weibliche Stockenten erinnern. Sie sind somit am gesamten Körper bräunlich gefärbt. Unterscheiden lassen sich weibliche Schnatterenten von weiblichen Stockenten am orangegelb gefärbten Schnabel und am weißen Gefiederbereich an Kinn und Kehle. Die Füße der Schnatterenten sind bei beiden Geschlechtern gelborange gefärbt und die Augen schwarz. Anzutreffen sind Schnatterenten auf flachen Seen und Teichen. Sie ernähren sich überwiegend von Wasserpflanzen, aber auch von Wasserinsekten, Weichtieren, Würmern, Käfern und kleinen Fischen. Nur in einigen Gebieten Deutschlands sind Schnatterenten Brutvögel. In den meisten Teilen des Landes sind sie lediglich als Durchzügler im Winterhalbjahr zu beobachten.

  Schnatterente (Gadwall, Anas strepera), Weibchen   Schnatterente (Gadwall, Anas strepera), Männchen  
  Weibchen, Foto: 28.12.2015,
Bochum-Querenburg
  Männchen, Foto: 28.12.2015,
Bochum-Querenburg
 

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Schwanzmeise (Long-tailed Tit, Aegithalos caudatus)

Schwanzmeise (Long-tailed Tit, Aegithalos caudatus)Die Körperlänge der Schwanzmeise beträgt insgesamt etwa 15 Zentimeter. Hiervon entfallen acht bis neun Zentimeter auf die langen, ausladenden, überwiegend dunkel gefärbten Schwanzfedern. Der Kopf ist schwarz-weiß gefärbt; der breite, weiße Streifen reicht von der Schnabelbasis bis in den Nacken. Die Flügel sind schwarz und weinrot gefärbt, auch der Nacken ist schwarz gefiedert. Das Gesicht, die Wangen und die Körperunterseite sind grauweiß in unterschiedlichen Schattierungen gefiedert. Die Augenlider sind auffällig gelb bis rötlich gefärbt und der schwarze Schnabel wirkt im Vergleich zu den restlichen Proportionen der Schwanzmeise eher winzig. Die Vögel sind sehr agil und gesellig, weshalb man sie meist in kleinen Verbänden Gärten, Parks und Wälder durchstreifen sieht, wobei sie ständig in Rufkontakt miteinander stehen. Foto: 22.02.2007, Essen-Rüttenscheid

  Schwanzmeise (Long-tailed Tit, Aegithalos caudatus)   Schwanzmeise (Long-tailed Tit, Aegithalos caudatus)  
  Foto: 22.02.2007,
Essen-Rüttenscheid
  Foto: 22.02.2007,
Essen-Rüttenscheid
 

Schwarzkehlchen (European Stonechat, Saxicola rubicola)

Männliches Schwarzkehlchen (European Stonechat, Saxicola rubicola)In Deutschland ist das Europäische Schwarzkehlchen ein sehr seltener Vogel und es wird deshalb in der Kategorie V (Vorwarnstufe) der Roten Liste der Brutvogelarten aufgeführt. Die Tiere sind rund 12,5 Zentimeter groß und die Geschlechter unterscheiden sich im Prachtkleid im Aussehen deutlich. Beim Männchen sind Kopf und Kehle dann schwarz gefärbt, die Brust und der Bauch sind rötlichbraun bis orange gefärbt und die Körperoberseite bräunlich. Auffällig ist der weiße Halsring. Einen bräunlichen Gesamteindruck machen die Weibchen. Auf der Oberseite des Körpers ist die Braunfärbung dunkler als auf der Unterseite des Körpers. Die obere Brust kann bei den Weibchen rötlich überhaucht sein, außerdem tragen sie wie die Männchen einen weißen Halsring. Der Kopf der Weibchen ist dunkelbraun gefärbt. Das Schlichtkleid beider Geschlechter ist deutlich matter und etwas kontrastärmer als das Prachtkleid. Spinnen und weiche Insekten bilden die Nahrung dieser Vögel. Als Lebensraum bevorzugen Schwarzkehlchen mit Büschen durchsetzte Weiden, Brach- und Ödland, also offene Landschaften, wie sie in Deutschland immer seltener werden. Schwarzkehlchen sind Zugvögel, sie sind von März bis November in Deutschland. Den Rest des Jahres verbringen sie in Süd- und Südwesteuropa. Foto: 04.06.2016, Dorsten-Hervest

Schwarzspecht (Black Woodpecker, Dryocopus martius)

Schwarzspecht (Black Woodpecker, Dryocopus martius)In Deutschland und in weiten Teilen Europas ist der Schwarzspecht heimisch. Allein schon aufgrund seiner stattlichen Körpergröße von bis zu 50 Zentimeter ist diese Art unverwechselbar. Außerdem ist sie die einzige Specht-Spezies, die ein rein schwarzes Gefieder und kombiniert mit einer roten Haube trägt. Die Irisringe und der Schnabel sind hell gefärbt. Insekten wie die Larven von Käfern, die in altem Holz leben, bilden die Nahrung des Schwarzspechtes. Aufgrund ihrer Ernährungs- und Nistplatzvorlieben ist diese Vogelart eng an Altholzbestände gebunden, sodass sie im Ruhrgebiet nur an wenigen Orten zu beobachten ist. Der NABU hat den Schwarzspecht zum "Vogel des Jahres 1981" gewählt. Foto: 16.09.2007, Essen-Stadtwald

Seidenreiher (Little Egret, Egretta garzetta)

Seidenreiher (Little Egret, Egretta garzetta)Der Seidenreiher ist vor allem in Südeuropa heimisch, allerdings breiten sich die Vögel seit einiger Zeit immer weiter nach Norden aus. Im Sommer 2007 waren fünf Individuen wochenlang in der Rheinaue Walsum zu beobachten. Zwischen 55 und 65 Zentimeter beträgt die Körpergröße der vollständig weiß gefiederten Vögel. Schnabel und Beine sind schwarz gefärbt, die Zehen hingegen sind gelb. Auch die Iris ist beim Seidenreiher leuchtend gelb gefärbt. Im Prachtkleid tragen die Vögel einen weißen Federschopf am Hinterkopf sowie einige längere, feine Schmuckfedern an den Flügeln. Indem sie recht zügig durch flaches Wasser laufen und dabei nach ihrer Nahrung Ausschau halten, finden die Seidenreiher Beutetiere wie kleine Fische, Krebstiere, Lurche, Insekten und auch Würmer. Sie picken die Beute mit schnellen Schnabelstößen aus dem Wasser oder vom Boden auf. Mit dem Silberreiher kommt eine weitere rein weiße Reiherart in der Region vor, allerdings ist dieser deutlich größer als der Seidenreiher und hat zudem keine gelben Füße. Foto: 19.08.2007, Duisburg-Walsum

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Silbermöwe (Herring Gull, Larus argentatus)

Im Ruhrgebiet kann man vor allem an der Ruhr Silbermöwen beobachten, sie halten sich dort überwiegend im Winter auf und sind im Frühling und Sommer nur selten hier anzutreffen. Diese Vögel kommen ansonsten vor allem an der Küste vor, doch den großen Fluss scheinen sie ebenfalls als Lebensraum zu schätzen. Silbermöwen sind etwa 60 Zentimeter groß und haben eine Flügelspannweite von rund 1,5 Meter. Die Grundfärbung ist weiß, die Flügeldecken sind mittelgrau gefärbt und der Schnabel gelb mit einem roten Fleck im vorderen Bereich des Unterschnabels. Die Augen sind ebenfalls leuchtend gelb gefärbt und die Beine rosagelblich. Im Schlichtkleid tragen die Vögel am Kopf eine zarte, hellgraue Strichelung, die im Prachtkleid nicht vorhanden ist. Fische bilden die Hauptnahrung dieser Möwen; Krebstiere, Muscheln sowie Eier, Kleinsäuger und Vögel ergänzen ihren Speisezettel.

  Silbermöwe (Herring Gull, Larus argentatus), Individuum im Schlichtkleid   Silbermöwe (Herring Gull, Larus argentatus), noch nicht voll ausgefärbtes Individuum  
  Individuum im Schlichtkleid, Foto: 28.12.2015,
Bochum-Querenburg
  Foto: 17.05.2015,
Hattingen
 

Silberreiher (Great Egret, Egretta alba)

Silberreiher (Great Egret, Egretta alba)Erblickt man im Ruhrgebiet und dessen Umgebung einen weißen Reiher, handelt es sich meist um einen Silberreiher, obgleich mit dem Seidenreiher gelegentlich eine zweite rein weiße Art in der Region vorkommt. Mit ihrer Körpergröße von rund 90 Zentimeter und der Flügelspannweite von etwa 170 Zentimeter ist der Silberreiher einer der größten Vertreter der Familie der Reiher und er überragt die zweite in der Region vorkommende weiße Reiherart deutlich. Während der Brutsaison verfärbt sich der sonst gelbliche Schnabel der Silberreiher schwarz. Beine und Füße dieser Vogelart sind ebenfalls schwarz oder dunkelgrau. Zwischen Schnabel und Auge befindet sich auf jeder Seite des Gesichts ein nackter, grünlichgelber Hautbereich. Zu finden sind diese Vögel an Gewässern sowie auf sehr feuchten Wiesen. Silberreiher ernähren sich von Fischen, Insekten und Krustentieren. Foto: 28.02.2016, Duisburg-Walsum

Singdrossel (Song Thrush, Turdus philomelos)

Singdrossel (Song Thrush, Turdus philomelos)Mit ihrer Körpergröße von 23 Zentimeter sind Singdrosseln ein wenig kleiner als Amseln. Weil ihr Schwanz vergleichsweise kurz ist, wirkt der Körperbau der Vögel recht gedrungen. Die Färbung der Körperoberseite ist braun bis oliv-braun, auf der Körperunterseite tragen die Vögel ein hellbraunes bis weißliches Gefieder, das mit braunen Sprenkel bedeckt ist. Ihre ockerbraunen Flügelunterseiten sieht man nur, während die Tiere fliegen. Im Ruhrgebiet sind Singdrosseln während des Sommerhalbjahres anzutreffen, sie überwintern im Süden und kehren relativ zeitig im Spätwinter zurück. Sie sind vor allem in Parks und Gärten anzutreffen. Auf dem Speisezettel dieser Vögel stehen Regenwürmer, Insekten, Schnecken und Beeren. Foto: 29.03.2007, Bottrop

 

 

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Interessante Internetseiten:

Birdnet.de

Vogelmeldung.de

Naturgucker.de