Fotoreiseberichte.de - Ruhrgebiet

Startseite

· Ruhrgebiet allgemein
· Literatur & Linktipps

Die Städte
Bochum
Bottrop
Dortmund
Duisburg
Essen
Gelsenkirchen
Hattingen
Mülheim
Oberhausen

Die Natur
· Amphibien & Reptilien
· Fische
· Flechten
· Hautflügler (Bienen,
  Wespen und Co.)
· Insekten
· Käfer
· Libellen
· Pilze
· Säugetiere
· Schmetterlinge
· Schnecken
· Schwebfliegen
· Sonstige Tiere
· Spinnentiere
· Vögel
  · Teil 1
  · Teil 2
  · Teil 3
  · Teil 4
· Wanzen
· Zikaden

Natur im Ruhrgebiet: Vögel - Teil 2

Achtung, zu dieser Seite gibt es eine überarbeitete Version, die Sie hier finden.

Folgende Arten finden Sie auf dieser Seite:

· Gartenbaumläufer (Short-toed Treecreeper, Certhia brachydactyla)
· Gebirgsstelze (Grey Wagtail, Motacilla cinerea)
· Gelbspötter (Icterine Warbler, Hippolais icterina)
· Gimpel (Northern Bullfinch, Pyrrhula pyrrhula)
· Goldammer (Yellowhammer, Emberiza citrinella)
· Graugans (Greylag Goose, Anser anser)
· Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea cinerea)
· Grauschnäpper (Spotted Flycatcher, Muscicapa striata)
· Grünfink (Western Greenfinch, Carduelis chloris)
· Grünspecht (Green Woodpecker, Picus viridis)
· Habicht (Northern Goshawk, Accipiter gentilis)
· Haubentaucher (Great Crested Grebe, Podiceps cristatus)
· Hausrotschwanz (Black Redstart, Phoenicurus ochruros)
· Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)
· Heckenbraunelle (Dunnock, Prunella modularis)
· Höckergans (Guinean Goose, Anser cygnoides f. domestica)
· Höckerschwan (Mute Swan, Cygnus olor)
· Hohltaube (Stock Pigeon, Columba oenas)
· Kanadagans (Canada Goose, Branta canandensis)
· Kappensäger (Hooded Merganser, Lophodytes cucullatus)
· Kernbeißer (Hawfinch, Coccothraustes coccothraustes)
· Kiebitz (Northern Lapwing, Vanellus vanellus)
· Kleiber (Eurasian Nuthatch, Sitta Europaea)

Gartenbaumläufer (Short-toed Treecreeper, Certhia brachydactyla)

Gartenbaumläufer (Short-toed Treecreeper, Certhia brachydactyla)Äußerlich ist der Gartenbaumläufer kaum von seinem nahen Verwandten, dem Waldbaumläufer, zu unterscheiden. Die Stimme verrät allerdings, mit welcher der beiden Spezies man es zu tun hat. Gartenbaumläufer sind zwölf Zentimeter groß, haben einen länglichen, spitzen, leicht nach unten gebogenen Schnabel und sind auf der Oberseite bräunlich gefärbt. Die Körperunterseite ist weiß bis grau gefiedert. Der recht lange, stabile Schwanz dient den Vögeln als Stütze, wenn sie die Bäume erklimmen und in den Spalten der Rinde nach kleinen Insekten picken. Gartenbaumläufer können nicht mit dem Kopf nach unten einen Baum hinab klettern, diese Art der Fortbewegung ist dem Kleiber vorbehalten. Überall dort, wo es genügend Bäume gibt, kann man im Ruhrgebiet den Gartenbaumläufer beobachten. Das in diesem Absatz gezeigte Tier hielt sich in hohen Bäumen auf, die einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe eines kleinen Stadt-Unterzentrums säumen. Foto: 17.03.2016, Bochum-Gerthe

Gebirgsstelze (Grey Wagtail, Motacilla cinerea)

Gebirgsstelze (Grey Wagtail, Motacilla cinerea)Obwohl der Name etwas anderes vermuten lässt, sind die Gebirgsstelzen nicht nur in Gebirgen heimisch. Diese Vögel kommen an schnell fließenden Gewässern vor, besonders gern halten sie sich in flachen Uferzonen auf. Dort sind die 18 Zentimeter langen Vögel ständig auf der Suche nach Insekten wie Libellenlarven, Käfer, Fliegen und Krebstieren. Die Oberseite des Körpers ist graublau gefärbt, am Bürzel ist das Gefieder grüngelb. Die Körperunterseite ist im Sommer leuchtend gelb gefärbt, im Winter gelblich-bräunlich. Während des Sommerhalbjahres kann man die Männchen leicht von den Weibchen unterscheiden, weil ihre Kehle schwarz ist, die der weiblichen Artgenossen ist weiß gefärbt. Auf ihren langen Beinen läuft die Gebirgsstelze über den Boden oder durch Wasser, wobei sie unablässig auf Stelzenart mit dem Schwanz wippt. Foto: 20.05.2007, Essen-Borbeck

Gelbspötter (Icterine Warbler, Hippolais icterina)

Gelbspötter (Icterine Warbler, Hippolais icterina)In Deutschland kann man den Gelbspötter nur in der warmen Zeit des Jahres beobachten, den Winter verbringen diese Vögel südlich der Sahara in Afrika. Erste Vögel treffen im April in Europa ein, der Zug ins Winterquartier beginnt Ende Juli bis Mitte September. Gelbspötter sind zwölf bis 13,5 Zentimeter groß und sie sind eher unauffällig gefärbt. Auf der Oberseite ist der Körper bräunlich olivgrün gefärbt, die Unterseite ist gelb. Ein breiter gelber Zügelstreif, der sich ein Stück weiter nach hinten bis hinter die Augen fortsetzt, ist der einzige Schmuck dieser Vögel. Die Beine sind hell bräunlich gefärbt, der Oberschnabel ist dunkelgrau und der Unterschnabel ist gelblich bis rosa-gelblich gefärbt. Antreffen kann man diese Vogelart vor allem in Auwäldern sowie in feuchten Laubmischwäldern. Darüber hinaus kommen sie in Feldgehölzen, Gegenden mit Hecken sowie mitunter sogar in Parkanlagen und auf Friedhöfen vor. Während der Brutsaison ernähren sie sich von Insekten, gelegentlich fressen sie Spinnentiere oder kleine Schnecken. Foto: 27.05.2016, Bochum-Riemke

Gimpel (Bullfinch, Pyrrhula pyrrhula)

Weiblicher Gimpel (Bullfinch, Pyrrhula pyrrhula)Bei den Gimpeln unterscheiden sich die Geschlechter deutlich, sodass auch Laien sie erkennen können. Weibchen sind auf der Unterseite hell graubraun gefärbt, der Rücken ist bräunlich-grau gefärbt. Männliche Gimpel haben einen blau-grauen Rücken, weiße Flügelbinden sowie einen weißen Bürzel und Unterschwanz. An Bauch, Brust, Flanken und an den Wangen ist das Gefieder der Männchen leuchtend rosenrot gefärbt. Der Kopf ist bei beiden Geschlechtern schwarz gefärbt, auch der kurze, kräftige Schnabel ist schwarz. Gimpel sind zwischen 15 und 19 Zentimeter groß. Weil ihre Rufe und Gesänge recht leise sind, fallen sie dem Betrachter nicht gleich auf. Meist streifen sie paarweise durch das Geäst der Bäume, sie sind im Ruhrgebiet vor allem in Parks und Gärten anzutreffen. Im Volksmund wird diese Vogelart auch als Dompfaff bezeichnet. Foto: 12.03.2007, Essen-Rüttenscheid

  Männlicher Gimpel (Bullfinch, Pyrrhula pyrrhula)   Gimpel (Bullfinch, Pyrrhula pyrrhula), balzendes Paar  
  Männchen, Foto: 08.03.2014,
Bochum-Querenburg
  Balzendes Paar, Foto: 12.03.2007,
Essen-Rüttenscheid
 

Zum Seitenanfang ↑

Goldammer (Yellowhammer, Emberiza citrinella)

Männliche Goldammer (Yellowhammer, Emberiza citrinella)Rund 16 Zentimeter ist die Goldammer lang. Während der Brutperiode tragen die Männchen ein besonders prächtiges Federkleid. Ihr Kopf ist dann leuchtend gelb gefärbt, außerdem trägt er einige bräunliche Streifen. Die Körperunterseite ist ebenfalls gelb gefärbt und die Brust ziert ein rötlicher Farbton. Bräunlich-grau sind in dieser Phase die Flügeldecken gefärbt. Im Schlichtkleid ähneln die Männchen den Weibchen. Deren Gefieder ist eher unscheinbar grünlich-braun gefärbt. Auf der Unterseite und an der Kehle ist ein Gelbhauch zu erkennen. In offenen Kulturlandschaften mit Hecken und kleinen Feldgehölzen sind Goldammern anzutreffen. Samen bilden die Hauptnahrung dieser Vögel, gelegentlich verspeisen sie auch Insekten. Der NABU hat die Goldammer zum "Vogel des Jahres 1999" gewählt. Foto: Männchen, 22.05.2014, Bochum-Riemke

  Männliche Goldammer (Yellowhammer, Emberiza citrinella)   Weibliche Goldammer (Yellowhammer, Emberiza citrinella)  
  Männchen, Foto: 24.05.2014,
Bochum-Querenburg
  Weibchen, Foto: 21.05.2015,
Bochum-Riemke
 

Graugans (Greylag Goose, Anser anser)

Graugans (Greylag Goose, Anser anser)Wenn in Deutschland von Wildgänsen gesprochen wird, dann sind normalerweise die Graugänse gemeint. Diese Vögel erreichen eine Körpergröße von bis zu 84 Zentimeter. Ihr Gefieder ist graubraun gefärbt, vor allem die Körperunterseite ist jedoch relativ hell. Der Schnabel ist orange bis rosa gefärbt und Beine sind rosa bis fleischfarben. Am Bauch tragen die Vögel mehr oder minder große schwarze Flecken im Gefieder. In Deutschland sind Graugänse nicht nur während des Winterhalbjahres anzutreffen, sie brüten auch hierzulande. Die größten Ansammlungen dieser Tiere finden sich jedoch im Winter in den stark besuchten Überwinterungsgebieten am Niederrhein. Dorthin sollte man sich begeben, wenn man Graugänse beobachten möchte. Foto: 20.02.2006, Duisburg-Walsum

  Graugans (Greylag Goose, Anser anser)   Graugans (Greylag Goose, Anser anser)  
  Foto: 29.01.2011,
Duisburg-Walsum
  Foto: 20.10.2013,
Witten-Heven
 

Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea cinerea)

Flussufer, Tümpel und Teiche sind die bevorzugten Lebensräume des Graureihers. Dieser circa 90 Zentimeter große Schreitvogel, dessen Flügelspannweite in etwa 1,7 Meter beträgt, ist im Ruhrgebiet vielerorts anzutreffen, wo er Wasserflächen findet. In einigen Fällen wurden jedoch auch schon Graureiher in innenstadtnahen Zonen gesichtet. Auf der Stirn und am Oberkopf ist das Gefieder weiß gefärbt, der Hals ist grauweiß und der Rücken aschgrau; dort verlaufen weiße Bänder. Typisch für den Graureiher sind die schwarzen Augenstreifen oberhalb der Sehorgane sowie drei lange Schopffedern. Außerdem tragen die Vögel drei schwarze Fleckenreihen, die vorn über den Hals verlaufen. Die Schwingen sind ebenfalls schwarz gefärbt. Neben Fischen stehen auch Frösche, Molche, Schlangen, Wasserinsekten, Feldmäuse oder Eier und Jungvögel von Bodenbrütern auf dem Speiseplan des Graureihers. Im Volksmund wird diese Vogelart auch als Fischreiher bezeichnet.

  Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea)   Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea)  
  Foto: 20.02.2007,
Essen-Rüttenscheid
  Foto: 20.02.2007,
Essen-Rüttenscheid
 

  Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea)   Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea)  
  Foto: 20.02.2007,
Essen-Rüttenscheid
  Foto: 20.02.2007,
Essen-Rüttenscheid
 

Zum Seitenanfang ↑

Grauschnäpper (Spotted Flycatcher, Muscicapa striata)

Grauschnäpper (Spotted Flycatcher, Muscicapa striata)In lichten Wäldern, Parks und Gärten sowie auf Streuobstwiesen begegnet man dem Grauschnäpper. Er ist zwischen 13 und 15 Zentimeter groß und trägt ein unauffälliges Federkleid. Auf der Oberseite ist es grau bis graubraun gefärbt, die Unterseite ist weißlich und zeigt schwache schwarze, längs verlaufende Striche. Der Schwanz und die Flügel sind recht lang. Insekten bilden die Nahrung dieser Vögel. Sie fangen sie im Flug und schnappen geschickt nach ihnen. Um den insektenarmen Winter zu überleben, fliegen die Grauschnäpper im Herbst nach Afrika und ins südwestliche Asien. Foto: 06.06.2007, Essen-Katernberg

Grünfink (Western Greenfinch, Carduelis chloris)

Männlicher Grünfink (Western Greenfinch, Carduelis chloris)Mit seiner Körpergröße von 14,5 Zentimeter und dem grünlichen Gefieder ist der Grünfink keine übermäßig auffällige Erscheinung. Schaut man jedoch genauer hin, dann zeigt sich die subtile Schönheit seines Gefieders mit den verschiedenen grauen sowie grünlichen Farbschattierungen und einigen gelben Bereichen, was für die Männchen gilt. Weibliche Grünfinken sind noch etwas schlichter gefärbt, sie sind nahezu am gesamten Körper dezent graugrün gefärbt. Der kurze, dicke Schnabel ist typisch für Vögel, die sich von Körnern und Saaten ernähren. Wenn sich die Vögel am Boden aufhalten, um Nahrung zu sich zu nehmen, hüpfen sie auf beiden Beinen, was für die Art typisch ist. In Wäldern und anderen Gegenden mit Bäumen - zum Beispiel auch Parks oder Gärten - sind diese Vögel anzutreffen. Im deutschen Sprachraum werden diese Vögel alternativ als Grünlinge bezeichnet. Foto: Männchen, 17.02.2007, Essen-Schönebeck

Grünspecht (Green Woodpecker, Picus viridis)

Der Grünspecht ist 31 Zentimeter lang und am gesamten Körper überwiegend grünlich in unterschiedlichen Schattierungen gefärbt. Auf der Körperoberseite tragen die Vögel ein dunkelgrünes Gefieder, lediglich die Bürzelgegend ist heller gelbgrün gefärbt; die Körperunterseite ist hingegen hell graugrün gefiedert. Vom Schnabel bis hinter die Augen verläuft ein schwarzer Bereich im Gesicht, der Oberkopf ist auffällig rot gefärbt. Kehle, Kinn und die Ohrengegend tragen weißliche Federn. Männchen sind an einem roten Wangenfleck mit schwarzem Rand zu erkennen, bei den Weibchen ist der Fleck rein schwarz. Die hellgrau gefärbten Augen stehen in starkem Kontrast zur schwarzen Gesichtsmaske. Grünspechte trifft man auf Streuobstwiesen, an Waldrändern, in Parks und in großen Gärten mit Bäumen an. Weil sich Grünspechte vor allem von Ameisen ernähren, sind sie oft auf dem Boden zu beobachten. Dies brachte ihnen den Beinamen Erdspecht ein.

  Männlicher Grünspecht (Green Woodpecker, Picus viridis)   Weiblicher Grünspecht (Green Woodpecker, Picus viridis)  
  Männchen, Foto: 13.05.2007,
Essen-Borbeck
  Weibchen, Foto: 02.10.2013,
Bochum-Laer
 

Zum Seitenanfang ↑

Habicht (Northern Goshawk, Accipiter gentilis)

Habicht (Northern Goshawk, Accipiter gentilis)Die Körperlänge der Habichte kann circa 45 bis 63 Zentimeter betragen, Weibchen sind größer als Männchen. Abhängig von der Größe der einzelnen Individuen fällt die Flügelspannweite jeweils unterschiedlich aus. Sie kann sich auf etwa 90 bis 120 Zentimeter belaufen. Habichte tragen helles Gefieder, das mit einem dunklen Wellenmuster bedeckt ist, am Schwanz tragen die Vögel mehrere schmale dunkle Binden. Unter anderem dadurch sind sie vom recht ähnlich aussehenden Sperber zu unterscheiden, dessen Gefieder nur drei breite dunkle Schwanzbinden aufweist. Die Flügel des Habichts sind relativ breit und an den Spitzen abgerundet. Das Gesicht ist sehr markant und die Vögel tragen einen hellen Überaugenstreif. Leuchtend gelb ist die Iris gefärbt, auch die Beine und Füße sind gelb gefärbt. Habichte kommen in der Natur vor allem dort vor, wo sie viele Bäume finden, also in Wäldern und anderen Gegenden mit dichtem Baumbestand. Auf dem Speiseplan der tagaktiven Greifvögel stehen Säugetiere und kleine bis mittelgroße Vögel. Foto: 11.03.2007, Essen-Bredeney

Haubentaucher (Great Crested Grebe, Podiceps cristatus)

Eng ans Wasser gebunden ist der Haubentaucher. Im Ruhrgebiet sind diese Vögel vor allem entlang der Ruhr, aber auch auf Seen anzutreffen. Zwischen 46 und 51 Zentimeter sind die Vögel groß. Der Hals ist lang und vorne weiß gefärbt, auch das Gesicht ist weiß. Der Scheitel ist schwarz gefärbt und die Vögel tragen im Prachtkleid eine braunrote sowie schwarz gefärbte Federhaube, die im Schlichtkleid fehlt. Nacken und Rücken sind braun gefiedert. Beide Geschlechter sehen gleich aus und sind vom Laien nicht zu unterscheiden. Neben Fischen, die die Hauptnahrung dieser Vögel darstellen, erbeuten Haubentaucher auch Kaulquappen, Krebstiere, Wasserinsekten und Spinnen. Mitunter fressen sie zudem Pflanzensamen. Der NABU hat den Haubentaucher zum "Vogel des Jahres 2001" gewählt.

  Haubentaucher (Great Crested Grebe, Podiceps cristatus) im Schlichtkleid   Haubentaucher (Great Crested Grebe, Podiceps cristatus) im Prachtkleid  
  Vogel im Schlichtkleid, Foto: 21.12.2013,
Bochum-Querenburg
  Altvögel im Prachtkleid, Foto: 10.03.2007,
Essen-Bredeney
 

  Haubentaucher (Great Crested Grebe, Podiceps cristatus), Altvogel mit Nachwuchs   Haubentaucher (Great Crested Grebe, Podiceps cristatus), Altvogel mit Jungtier  
  Altvogel mit Nachwuchs, Foto: 12.07.2007,
Essen-Heisingen
  Altvogel mit Jungtier, Foto: 01.08.2007,
Essen-Heisingen
 

Hausrotschwanz (Black Redstart, Phoenicurus ochruros)

Hausrotschwänze sind in Deutschland nur während des Sommerhalbjahrs anzutreffen, den Winter verbringen diese Vögel vor allem im Mittelmeerraum. Zwischen 14 und 15 Zentimeter Körperlänge erreicht der Hausrotschwanz. Bei den Männchen sind Gesicht, Brust und Oberseite sehr dunkel schiefergrau gefärbt. Ihre Zügel und Wangen sowie die Kinnunterseite bis hin zum Bauch tragen eine schwarze Färbung. An der Unterseite sind die Vögel grau gefärbt. Charakteristisch ist der rote Schwanz, den auch Weibchen aufweisen. Ihr restliches Gefieder ist bräunlich gefärbt. Jungvögel sehen Weibchen sehr ähnlich. Die Nahrung der Hausrotschwänze besteht hauptsächlich aus Insekten, die sie geschickt aus der Luft schnappen können. Ihren Gesang tragen Männchen in Städten meist von Dachspitzen aus vor, mitunter singen sie von hohen Bäumen aus. Nicht voll ausgefärbte Männchen, die in ihrem Aussehen noch ein wenig an Weibchen erinnern, können manchmal ebenfalls beim Singen beobachtet werden.

  Männlicher Hausrotschwanz (Black Redstart, Phoenicurus ochruros)   Einjähriger männlicher Hausrotschwanz (Black Redstart, Phoenicurus ochruros), noch nicht voll ausgefärbt  
  Männchen, Foto: 18.04.2016,
Bochum-Stahlhausen
  Männchen (einjährig), Foto: 02.05.2015,
Bochum-Riemke
 

Zum Seitenanfang ↑

Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)

Einst waren die Haussperlinge, die auch als Spatzen bezeichnet werden, im Ruhrgebiet sehr häufig anzutreffen. Mit der Zeit verloren sie jedoch - wie an vielen weiteren Orten in Deutschland - ihre Brut- und Schlafplätze, als immer mehr alte Häuser renoviert wurden oder weil Fassadenbegrünungen entfernt worden sind. So verschwanden ganze Spatzenscharen aus dem Stadtbild, heute pfeifen diese Vögel im Ruhrgebiet nur noch in einigen Stadtteilen von den Dächern. Haussperlinge sind 14 bis 16 Zentimeter groß. Die Männchen, siehe Foto unten links, tragen an der Körperunterseite ein graues Gefieder, eine auffällig schwarz gefärbte Kehle, weiße Wangen, eine bleigraue Stirn sowie einen rotbraunen Bereich am Hinterkopf. Auch Flügel und Rücken sind rotbraun gefärbt, außerdem werden die Flügel von einer weißen Binde geziert. Die Weibchen, siehe Foto unten rechts, sind auf der Körperoberseite unauffällig in unterschiedlichen Brauntönen gefärbt, die Körperunterseite ist grau-braun gefiedert. Der NABU hat den Haussperling zum "Vogel des Jahres 2002" gewählt.

  Männchen Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)   Weiblicher Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)  
  Männchen, Foto: 08.06.2007,
Essen-Rüttenscheid
  Weibchen, Foto: April 2002,
Essen-Rüttenscheid
 

Heckenbraunelle (Dunnock, Prunella modularis)

Heckenbraunelle (Dunnock, Prunella modularis)Auf den ersten Blick ähneln die Heckenbraunellen den Haussperlingen, aber schaut man genauer hin, so fallen doch einige Unterschiede auf. Anders als bei den Spatzen sind Rücken und Flügel der Heckenbraunellen schwarz gestreift, die Grundfarbe ist braun. Die Körperunterseite ist hellgrau-braun, der Kopf ist bleigrau gefärbt. Auffällig ist der lange, spitze, schwarz gefärbte Schnabel, der die Heckenbraunelle als Insektenfresser kennzeichnet. Etwa 15 Zentimeter groß sind diese Vögel, die in Gärten, Parks und an Waldrändern mit Hecken und Unterholz anzutreffen sind. Im Unterschied zu vielen anderen Vogelarten singen bei den Heckenbraunellen nicht nur die Männchen, sondern auch die Weibchen, die zudem genauso aussehen wie ihre männlichen Artgenossen. Foto: 22.02.2007, Essen-Schönebeck

Höckergans (Guinean Goose, Anser cygnoides f. domestica)

Höckergans (Guinean Goose, Anser cygnoides f. domestica)Eigentlich sind Höckergänse Haustiere, mitunter entwischen sie jedoch und schließen sich dann Wildgänsen an, so etwa den Graugänsen. Es handelt sich bei den Höckergänsen um die domestizierte Form der Schwanengänse. Die Tiere sind zwischen 81 und 94 Zentimeter groß. Ihr Gefieder ist überwiegend braun gefärbt, der Kopf und Nacken sind dunkelbraun gefiedert und der untere Bauch ist weiß. Im Gesicht tragen Höckergänse einen weißen Federbereich und an der Schnabelbasis einen mehr oder minder großen Höcker, der bei der Namensgebung Pate stand. Auffällig orange sind Beine und Füße gefärbt. Foto: 12.02.2003, Bochum-Langendreer

Zum Seitenanfang ↑

Höckerschwan (Mute Swan, Cygnus olor)

Höckerschwan (Mute Swan, Cygnus olor)Auf Seen und Flüssen kann man im Ruhrgebiet den Höckerschwan beobachten. Dieser am gesamten Körper weiß gefiederte, bis zu 150 Zentimeter lange und maximal 15 Kilogramm schwere Wasservogel ist unverwechselbar. Im Gesicht tragen Höckerschwäne einen schwarzen Bereich und direkt oberhalb der Basis des Schnabels einen schwarzen Höcker, der bei den Männchen größer ist als bei den Weibchen. Der Schnabel dieser Vogelart ist orange gefärbt, die Spitze ist schwarz; auch die Beine sind schwarz gefärbt. Pflanzen und die daran haftenden Tiere wie Wasserinsekten bilden die Nahrung der ebenso stattlichen wie wehrhaften Vögel. Foto: 10.03.2007, Essen-Bredeney

  Höckerschwan (Mute Swan, Cygnus olor)   Höckerschwan (Mute Swan, Cygnus olor)  
  Foto: 10.03.2007,
Essen-Bredeney
  Foto: 10.03.2007,
Essen-Bredeney
 

  Höckerschwan (Mute Swan, Cygnus olor), Jungtiere   Höckerschwan (Mute Swan, Cygnus olor), Jungtier  
  Jungvögel, Foto: 24.05.2014,
Hattingen-Niederwenigern
  Jungvogel, Foto: 24.05.2014,
Hattingen-Niederwenigern
 

Hohltaube (Stock Pigeon, Columba oenas)

Hohltaube (Stock Pigeon, Columba oenas)Circa 30 Zentimeter groß sind die Hohltauben. Diese Vögel sind relativ scheu und man kann sie im Ruhrgebiet nur an solchen Stellen beobachten, wo sie viele Bäume finden. Sie kommen somit vor allem in Wäldern und größeren Parkanlagen vor, halten sich dabei aber meist vor den Blicken der Menschen verborgen, indem sie sich recht weit oben in den Bäumen aufhalten. Das Gefieder dieser Taubenart ist graublau in unterschiedlichen Schattierungen gefärbt. Arttypisch ist der blass-orange gefärbte Kehl- und Brustbereich, seitlich am Hals ist das Gefieder grünlich glänzend gefärbt. Der Schnabel der Hohltaube ist gelblich gefärbt. Früchte, Beeren, Samen, Eicheln und andere Pflanzenteile bilden die Nahrung der Vögel. Sie ziehen im Winter in den Süden und sind etwa in der Zeit von Februar bis November in Deutschland und somit auch im Ruhrgebiet anzutreffen. Foto: April 2004, Essen-Dellwig

Zum Seitenanfang ↑

Kanadagans (Canada Goose, Branta canadensis)

Kanadagans (Canada Goose, Branta canadensis)Die ursprüngliche Heimat der Kanadagans ist der nordamerikanische Kontinent. In einigen europäischen Ländern haben sich in freier Natur Populationen dieser Vögel angesiedelt, deren Entstehung sehr wahrscheinlich auf Gefangenschaftsflüchtlinge zurückgeht. Auch im Ruhrgebiet kommen Kanadagänse vor und brüten hier sogar. Mit ihrer Körpergröße von bis zu einem Meter sind sie recht stattlich. Ihr Körper ist auf der Oberseite grau bis rotbraun gefiedert, der Brustbereich ist hell bis weiß gefärbt; dies gilt auch für die oberen Schwanzdecken und den Bauch. Kopf und Hals sind schwarz gefärbt, von der Kehle bis hinter die Augen erstreckt sich ein weißer Bereich. Da Kanadagänse Gewässer zum Leben benötigen, sind sie vor allem an Flussufern und Seen anzutreffen. Foto: 13.05.2007, Essen-Borbeck

  Kanadagans (Canada Goose, Branta canadensis)   Junge Kanadagans (Canada Goose, Branta canadensis)  
  Foto: 12.03.2007,
Essen-Rüttenscheid
  Jungtier, Foto: 13.05.2007,
Essen-Borbeck
 

Kappensäger (Hooded Merganser, Lophodytes cucullatus)

Die aus den nordamerikanischen Nadelwaldgürtel stammenden Kappensäger gehören zur Familie der Entenvögel (Anatidae). In Mitteleuropa ist diese Art nicht heimisch und wenn es hier zu Sichtungen kommt, dann handelt es sich bei den Tieren sehr wahrscheinlich um Gefangenschaftsflüchtlinge, beispielsweise aus Zoos. Experten gehen davon aus, dass es eher unwahrscheinlich ist, verirrte Zugvögel in Deutschland zu entdecken. Entsprechende Fälle sind bislang nicht zweifelsfrei belegt worden. Männchen und Weibchen unterscheiden sich im Aussehen, was vor allem im Brutkleid gilt. Bei männlichen Individuen ist das Prachtgefieder überwiegend schwarz-weiß gefärbt, das gilt vor allem für die auffällige Federholle am Kopf. Weibchen sind unauffällig braun gefärbt, ihre Federholle ist hell rötlichbraun. Während der kurzen Zeitspanne, in der die Männchen ihr Schlichtkleid tragen, sehen sie den Weibchen relativ ähnlich. Anhand des weiß durchsetzten Gefieders an der Brust und der gelben Irisfärbung kann man die Männchen jedoch erkennen; bei den Weibchen ist die Iris rotbraun. Nur etwa 40 bis 49 Zentimeter beträgt die Körpergröße dieser geschickten Taucher. Sie sind damit etwas kleiner als Stockenten. Kleine Fische und Krebstiere bilden die hauptsächliche Nahrung der Kappensäger.

  Kappensäger (Hooded Merganser, Lophodytes cucullatus), Weibchen   Kappensäger (Hooded Merganser, Lophodytes cucullatus), Weibchen  
  Weibchen, Foto: 30.12.2015,
Herne-Sodingen
  Weibchen, Foto: 30.12.2015,
Herne-Sodingen
 

Kernbeißer (Hawfinch, Coccothraustes coccothraustes)

Betrachtet man einen Kernbeißer, so fällt als erstes der große, kräftige und glänzend gefärbte Schnabel ins Auge. Mit diesem "Werkzeug" können die bis zu 18 Zentimeter langen Finkenvögel sogar harte Samen wie Kirschkerne mühelos zerbeißen. Bauch und Brust dieser Vogelart tragen hellbraune Federn, der obere Rücken ist dunkelbraun und die Flügel sind schwarzblau gefärbt. Weil Kernbeißer gesellige Tiere sind, trifft man sie selten einzeln an. Sie durchstreifen gemeinsam Gärten, Parkanlagen und Laubwälder. Neben Samen stehen auch Insekten und deren Larven sowie Früchte und Knospen auf dem Speiseplan der Vögel.

  Kernbeißer (Hawfinch, Coccothraustes coccothraustes)   Kernbeißer (Hawfinch, Coccothraustes coccothraustes)  
  Foto: 09.03.2014,
Bochum-Querenburg
  Foto: 13.04.2014,
Bochum-Querenburg
 

Zum Seitenanfang ↑

Kiebitz (Northern Lapwing, Vanellus vanellus)

Kiebitz (Northern Lapwing, Vanellus vanellus)Vor einigen Jahrzehnten ist der Kiebitz in Deutschland in vielen Landesteilen zu finden gewesen. Inzwischen sind diese auf dem Boden brütenden Vögel jedoch selten geworden, denn sie benötigen unberührte, weitläufige steppenartige Lebensräume. Im westlichen Ruhrgebiet finden die Vögel einen solchen Lebensraum beispielsweise in der Walsumer Rheinaue. Dort kann man die zwischen 28 und 31 Zentimeter großen Tiere beobachten. Ihre Körperunterseite ist überwiegend weiß gefärbt, über die Brust und Kehle erstreckt sich ein schwarzer Bereich. Die Flügel der Kiebitze sind braun mit grünlichem Schimmer gefärbt, die Unterschwanzdecke ist rostfarben. Das auffälligste Merkmal dieser Vogelart ist die dunkle Federhaube, die den Kopf ziert. Während der Balzzeit im März tragen die Männchen ihre faszinierenden Balzflüge mit dem deutlich vernehmbaren Flügelwummern vor. Dieses Geräusch erzeugen die Vögel mit ihren speziell geformten Federn an den Flügeln. Insekten, Würmer und Wirbellose bilden die Nahrung dieser Vögel. Kiebitze verbringen die kalten Wintermonate im Süden. Der NABU hat den Kiebitz zum "Vogel des Jahres 1996" gewählt. Foto: 19.08.2007, Duisburg-Walsum

Kleiber (Eurasian Nuthatch, Sitta europaea)

Kleiber (Eurasian Nuthatch, Sitta europaea)Vor allem in Parks, aber auch in Gärten mit Bäumen und an den Stadträndern kommt im Ruhrgebiet der Kleiber vor. Diese 15 Zentimeter große Vogelart ist auf der Körperoberseite bläulich-grau gefärbt, die Unterseite ist ockerfarben bis rostrot gefiedert. Ein sehr auffälliges Merkmal des Kleibers ist sein schwarzer Augenstreif, der Schnabel ist ebenfalls schwarz gefärbt und recht kräftig. Als einzige Vogelart in unseren Breiten können Kleiber kopfüber an Baumstämmen entlang klettern. Der NABU hat den Kleiber zum "Vogel des Jahres 2006" gewählt. Foto: 11.03.2007, Essen-Bredeney

  Kleiber (Eurasian Nuthatch, Sitta europaea)   Kleiber (Eurasian Nuthatch, Sitta europaea)  
  Foto: 16.04.2016,
Bochum-Riemke
  Foto: 19.05.2007,
Essen-Borbeck
 

 

Zum Seitenanfang ↑

 

Interessante Internetseiten:

Birdnet.de

Vogelmeldung.de

Naturgucker.de