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Natur im Ruhrgebiet: Vögel - Teil 2

Folgende Arten finden Sie auf dieser Seite:

· Gartenbaumläufer (Short-toed Treecreeper, Certhia brachydactyla)
· Gebirgsstelze (Grey Wagtail, Motacilla cinerea)
· Gimpel (Northern Bullfinch, Pyrrhula pyrrhula)
· Graugans (Greylag Goose, Anser anser)
· Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea)
· Grauschnäpper (Spotted Flycatcher, Muscicapa striata)
· Grünfink (Western Greenfinch, Carduelis chloris)
· Grünspecht (Green Woodpecker, Picus viridis)
· Habicht (Northern Goshawk, Accipiter gentilis)
· Haubentaucher (Great Crested Grebe, Podiceps cristatus)
· Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)
· Heckenbraunelle (Dunnock, Prunella modularis)
· Höckergans (Guinean Goose, Anser cygnoides f. domestica)
· Höckerschwan (Mute Swan, Cygnus olor)
· Hohltaube (Stock Pigeon, Columba oenas)
· Kanadagans (Canada Goose, Branta canandensis)
· Kernbeißer (Hawfinch, Coccothraustes coccothraustes)
· Kiebitz (Northern Lapwing, Vanellus vanellus)
· Kleiber (Eurasian Nuthatch, Sitta Europaea)

Gartenbaumläufer (Short-toed Treecreeper, Certhia brachydactyla)

Gartenbaumläufer (Short-toed Treecreeper, Certhia brachydactyla)Äußerlich ist der Gartenbaumläufer kaum von seinem nahen Verwandten, dem Waldbaumläufer, zu unterscheiden. Die Stimme verrät allerdings, mit welcher der beiden Spezies man es zu tun hat. Gartenbaumläufer sind zwölf Zentimeter groß, haben einen länglichen, spitzen, leicht nach unten gebogenen Schnabel und sind auf der Oberseite bräunlich gefärbt. Die Körperunterseite ist weiß bis grau gefiedert. Der recht lange, stabile Schwanz dient den Vögeln als Stütze, wenn sie die Bäume erklimmen und in den Spalten der Rinde nach kleinen Insekten picken. Gartenbaumläufer können nicht mit dem Kopf nach unten einen Baum hinab klettern, diese Art der Fortbewegung ist dem Kleiber vorbehalten. Überall dort, wo es genügend Bäume gibt, kann man im Ruhrgebiet den Gartenbaumläufer beobachten. Das in diesem Absatz gezeigte Tier hielt sich in hohen Bäumen auf, die einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe eines kleinen Stadt-Unterzentrums säumen. Foto: 01.04.2007, Essen-Borbeck

Gebirgsstelze (Grey Wagtail, Motacilla cinerea)

Gebirgsstelze (Grey Wagtail, Motacilla cinerea)Obwohl der Name etwas anderes vermuten lässt, sind die Gebirgsstelzen nicht nur in Gebirgen heimisch. Diese Vögel kommen an schnell fließenden Gewässern vor, besonders gern halten sie sich in flachen Uferzonen auf. Dort sind die 18 Zentimeter langen Vögel ständig auf der Suche nach Insekten wie Libellenlarven, Käfer, Fliegen und Krebstieren. Die Oberseite des Körpers ist graublau gefärbt, am Bürzel ist das Gefieder grüngelb. Die Körperunterseite ist im Sommer leuchtend gelb gefärbt, im Winter gelblich-bräunlich. Während des Sommerhalbjahres kann man die Männchen leicht von den Weibchen unterscheiden, weil ihre Kehle schwarz ist, die der weiblichen Artgenossen ist weiß gefärbt. Auf ihren langen Beinen läuft die Gebirgsstelze über den Boden oder durch Wasser, wobei sie unablässig auf Stelzenart mit dem Schwanz wippt. Foto: 20.05.2007, Essen-Borbeck

Gimpel (Bullfinch, Pyrrhula pyrrhula)

Weiblicher Gimpel (Bullfinch, Pyrrhula pyrrhula)Bei den Gimpeln unterscheiden sich die Geschlechter deutlich, so dass auch Laien sie erkennen können. Weibchen sind auf der Unterseite hell graubraun gefärbt, der Rücken ist bräunlich-grau gefärbt. Männliche Gimpel haben einen blau-grauen Rücken, weiße Flügelbinden sowie einen weißen Bürzel und Unterschwanz. An Bauch, Brust, Flanken und an den Wangen ist das Gefieder der Männchen leuchtend rosenrot gefärbt. Der Kopf ist bei beiden Geschlechtern schwarz gefärbt, auch der kurze, kräftige Schnabel ist schwarz. Gimpel sind zwischen 15 und 19 Zentimeter groß. Weil ihre Rufe und Gesänge recht leise sind, fallen sie dem Betrachter nicht gleich auf. Meist streifen sie paarweise durch das Geäst der Bäume, sie sind im Ruhrgebiet vor allem in Parks und Gärten anzutreffen. Im Volksmund wird diese Vogelart auch als Dompfaff bezeichnet. Foto: 12.03.2007, Essen-Rüttenscheid

  Männlicher Gimpel (Bullfinch, Pyrrhula pyrrhula)   Gimpel (Bullfinch, Pyrrhula pyrrhula), balzendes Paar  
  Männchen, Foto: 19.05.2007,
Essen-Schönebeck
  Balzendes Paar, Foto: 12.03.2007,
Essen-Rüttenscheid
 

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Graugans (Greylag Goose, Anser anser)

Graugans (Greylag Goose, Anser anser)Wenn in Deutschland von Wildgänsen gesprochen wird, dann sind normalerweise die Graugänse gemeint. Diese Vögel erreichen eine Körpergröße von bis zu 84 Zentimeter. Ihr Gefieder ist graubraun gefärbt, vor allem die Körperunterseite ist jedoch relativ hell. Der Schnabel ist orange bis rosa gefärbt und Beine sind rosa bis fleischfarben. Am Bauch tragen die Vögel mehr oder minder große schwarze Flecken im Gefieder. In Deutschland sind Graugänse nicht nur während des Winterhalbjahres anzutreffen, sie brüten auch hierzulande. Die größten Ansammlungen dieser Tiere finden sich jedoch im Winter in den stark besuchten Überwinterungsgebieten am Niederrhein. Dorthin sollte man sich begeben, wenn man Graugänse beobachten möchte. Foto: 20.02.2006, Duisburg-Walsum

  Graugans (Greylag Goose, Anser anser)   Graugans (Greylag Goose, Anser anser)  
  Foto: Februar 2002,
Essen-Schuir
  Foto: 12.03.2003,
Bochum-Langendreer
 

Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea)

Flussufer, Tümpel und Teiche sind die bevorzugten Lebensräume des Graureihers. Dieser circa 90 Zentimeter große Schreitvogel, dessen Flügelspannweite in etwa 1,7 Meter beträgt, ist im Ruhrgebiet vielerorts anzutreffen, wo er Wasserflächen findet. In einigen Fällen wurden jedoch auch schon Graureiher in innenstadtnahen Zonen gesichtet. Auf der Stirn und am Oberkopf ist das Gefieder weiß gefärbt, der Hals ist grauweiß und der Rücken aschgrau; dort verlaufen weiße Bänder. Typisch für den Graureiher sind die schwarzen Augenstreifen oberhalb der Sehorgane sowie drei lange Schopffedern. Außerdem tragen die Vögel drei schwarze Fleckenreihen, die vorn über den Hals verlaufen. Die Schwingen sind ebenfalls schwarz gefärbt. Neben Fischen stehen auch Frösche, Molche, Schlangen, Wasserinsekten, Feldmäuse oder Eier und Jungvögel von Bodenbrütern auf dem Speiseplan des Graureihers. Im Volksmund wird diese Vogelart auch als Fischreiher bezeichnet.

  Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea)   Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea)  
  Foto: 20.02.2007,
Essen-Rüttenscheind
  Foto: 20.02.2007,
Essen-Rüttenscheind
 

  Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea)   Graureiher (Grey Heron, Ardea cinerea)  
  Foto: 20.02.2007,
Essen-Rüttenscheind
  Foto: 20.02.2007,
Essen-Rüttenscheind
 

Grauschnäpper (Spotted Flycatcher, Muscicapa striata)

Grauschnäpper (Spotted Flycatcher, Muscicapa striata)In lichten Wäldern, Parks und Gärten sowie auf Streuobstwiesen begegnet man dem Grauschnäpper. Er ist zwischen 13 und 15 Zentimeter groß und trägt ein unauffälliges Federkleid. Auf der Oberseite ist es grau bis graubraun gefärbt, die Unterseite ist weißlich und zeigt schwache schwarze, längs verlaufende Striche. Der Schwanz und die Flügel sind recht lang. Insekten bilden die Nahrung dieser Vögel. Sie fangen sie im Flug und schnappen geschickt nach ihnen. Um den insektenarmen Winter zu überleben, fliegen die Grauschnäpper im Herbst nach Afrika und ins südwestliche Asien. Foto: 06.06.2007, Essen-Katernberg

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Grünfink (Western Greenfinch, Carduelis chloris)

Grünfink (Western Greenfinch, Carduelis chloris)Mit seiner Körpergröße von 14,5 Zentimeter und dem grünlichen Gefieder ist der Grünfink keine sonderlich auffällige Erscheinung. Wenn man weiß, wonach man Ausschau zu halten hat, kann man diese Vogelart im Ruhrgebiet jedoch relativ häufig antreffen. Insbesondere in Bereichen, in denen es viele Bäume gibt, also beispielsweise in Parks oder Stadtgärten, ist der Grünfink vertreten. Der kurze, dicke Schnabel ist typisch für Vögel, die sich von Körnern und Saaten ernähren. Bei den Grünfinken sehen beide Geschlechter gleich aus. Wenn sich die Vögel am Boden aufhalten, um Nahrung zu sich zu nehmen, hüpfen sie auf beiden Beinen, was für die Art typisch ist. Im Volksmund werden die Tiere auch als Grünlinge bezeichnet. Foto: 17.02.2007, Essen-Schönebeck

 

Grünspecht (Green Woodpecker, Picus viridis)

Männlicher Grünspecht (Green Woodpecker, Picus viridis)Der Grünspecht ist 31 Zentimeter lang und am gesamten Körper überwiegend grünlich in unterschiedlichen Schattierungen gefärbt. Auf der Körperoberseite tragen die Vögel ein dunkelgrünes Gefieder, lediglich die Bürzelgegend ist heller gelbgrün gefärbt; die Körperunterseite ist hingegen hell graugrün gefiedert. Vom Schnabel bis hinter die Augen verläuft ein schwarzer Bereich im Gesicht, der Oberkopf ist auffällig rot gefärbt. Kehle, Kinn und die Ohrengegend tragen weißliche Federn. Männchen sind an einem roten Wangenfleck mit schwarzem Rand zu erkennen, bei den Weibchen ist der Fleck rein schwarz. Die hellgrau gefärbten Augen stehen in starkem Kontrast zur schwarzen Gesichtsmaske. Grünspechte trifft man auf Streuobstwiesen, an Waldrändern, in Parks und in großen Gärten mit Bäumen an. Weil sich Grünspechte vor allem von Ameisen ernähren, sind sie oft auf dem Boden zu beobachten. Dies brachte ihnen den Beinamen Erdspecht ein. Foto: 13.05.2007, Essen-Borbeck

Habicht (Northern Goshawk, Accipiter gentilis)

Habicht (Northern Goshawk, Accipiter gentilis)Die Körperlänge der Habichte kann circa 45 bis 63 Zentimeter betragen, Weibchen sind größer als Männchen. Abhängig von der Größe der einzelnen Individuen fällt die Flügelspannweite jeweils unterschiedlich aus. Sie kann sich auf etwa 90 bis 120 Zentimeter belaufen. Habichte tragen helles Gefieder, das mit einem dunklen Wellenmuster bedeckt ist, am Schwanz tragen die Vögel mehrere schmale dunkle Binden. Unter anderem dadurch sind sie vom recht ähnlich aussehenden Sperber zu unterscheiden, dessen Gefieder nur drei breite dunkle Schwanzbinden aufweist. Die Flügel des Habichts sind relativ breit und an den Spitzen abgerundet. Das Gesicht ist sehr markant und die Vögel tragen einen hellen Überaugenstreif. Leuchtend gelb ist die Iris gefärbt, auch die Beine und Füße sind gelb gefärbt. Habichte kommen in der Natur vor allem dort vor, wo sie viele Bäume finden, also in Wäldern und anderen Gegenden mit dichtem Baumbestand. Auf dem Speiseplan der tagaktiven Greifvögel stehen Säugetiere und kleine bis mittelgroße Vögel. Foto: 11.03.2007, Essen-Bredeney

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Haubentaucher (Great Crested Grebe, Podiceps cristatus)

Haubentaucher (Great Crested Grebe, Podiceps cristatus)Eng ans Wasser gebunden ist der Haubentaucher. Im Ruhrgebiet sind diese Vögel vor allem entlang der Ruhr, aber auch auf Seen anzutreffen. Zwischen 46 und 51 Zentimeter sind die Vögel groß. Der Hals ist lang und vorne weiß gefärbt, auch das Gesicht ist weiß. Der Scheitel ist schwarz gefärbt und die Vögel tragen im Prachtkleid eine braunrote sowie schwarz gefärbte Federhaube, die im Schlichtkleid fehlt. Nacken und Rücken sind braun gefiedert. Beide Geschlechter sehen gleich aus und sind vom Laien nicht zu unterscheiden. Neben Fischen, die die Hauptnahrung dieser Vögel darstellen, erbeuten Haubentaucher auch Kaulquappen, Krebstiere, Wasserinsekten und Spinnen. Mitunter fressen sie zudem Pflanzensamen. Der Nabu hat den Haubentaucher zum "Vogel des Jahres 2001" gewählt. Foto: 10.03.2007, Essen-Bredeney

  Haubentaucher (Great Crested Grebe, Podiceps cristatus), Altvogel mit Nachwuchs   Haubentaucher (Great Crested Grebe, Podiceps cristatus), Altvogel mit Jungtier  
  Altvogel mit Nachwuchs, Foto: 12.07.2007,
Essen-Heisingen
  Altvogel mit Jungtier, Foto: 01.08.2007,
Essen-Heisingen
 

Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)

Einst waren die Haussperlinge, die auch als Spatzen bezeichnet werden, im Ruhrgebiet sehr häufig anzutreffen. Mit der Zeit verloren sie jedoch - wie an vielen weiteren Orten in Deutschland - ihre Brut- und Schlafplätze, als immer mehr alte Häuser renoviert wurden oder weil Fassadenbegrünungen entfernt worden sind. So verschwanden ganze Spatzenscharen aus dem Stadtbild, heute pfeifen diese Vögel im Ruhrgebiet nur noch in einigen Stadtteilen von den Dächern. Haussperlinge sind 14 bis 16 Zentimeter groß. Die Männchen, siehe Foto oben, tragen an der Körperunterseite ein graues Gefieder, eine auffällig schwarz gefärbte Kehle, weiße Wangen, eine bleigraue Stirn sowie einen rotbraunen Bereich am Hinterkopf. Auch Flügel und Rücken sind rotbraun gefärbt, außerdem werden die Flügel von einer weißen Binde geziert. Die Weibchen sind auf der Körperoberseite unauffällig in unterschiedlichen Brauntönen gefärbt, die Körperunterseite ist grau-braun gefiedert (siehe Foto in diesem Absatz). Der Nabu hat den Haussperling zum "Vogel des Jahres 2002" gewählt.

  Männchen Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)   Weiblicher Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)  
  Männchen, Foto: 08.06.2007,
Essen-Rüttenscheid
  Weibchen, Foto: April 2002,
Essen-Rüttenscheid
 

Heckenbraunelle (Dunnock, Prunella modularis)

Heckenbraunelle (Dunnock, Prunella modularis)Auf den ersten Blick ähneln die Heckenbraunellen den Haussperlingen, aber schaut man genauer hin, so fallen doch einige Unterschiede auf. Anders als bei den Spatzen sind Rücken und Flügel der Heckenbraunellen schwarz gestreift, die Grundfarbe ist braun. Die Körperunterseite ist hellgrau-braun, der Kopf ist bleigrau gefärbt. Auffällig ist der lange, spitze, schwarz gefärbte Schnabel, der die Heckenbraunelle als Insektenfresser kennzeichnet. Etwa 15 Zentimeter groß sind diese Vögel, die in Gärten, Parks und an Waldrändern mit Hecken und Unterholz anzutreffen sind. Im Unterschied zu vielen anderen Vogelarten singen bei den Heckenbraunellen nicht nur die Männchen, sondern auch die Weibchen, die zudem genauso aussehen wie ihre männlichen Artgenossen. Foto: 22.02.2007, Essen-Schönebeck

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Höckergans (Guinean Goose, Anser cygnoides f. domestica)

Höckergans (Guinean Goose, Anser cygnoides f. domestica)Eigentlich sind Höckergänse Haustiere, mitunter entwischen sie jedoch und schließen sich dann Wildgänsen an, so etwa den Graugänsen. Es handelt sich bei den Höckergänsen um die domestizierte Form der Schwanengänse. Die Tiere sind zwischen 81 und 94 Zentimeter groß. Ihr Gefieder ist überwiegend braun gefärbt, der Kopf und Nacken sind dunkelbraun gefiedert und der untere Bauch ist weiß. Im Gesicht tragen Höckergänse einen weißen Federbereich und an der Schnabelwurzel einen mehr oder minder großen Höcker, der bei der Namensgebung Pate stand. Auffällig orange sind Beine und Füße gefärbt. Foto: 12.02.2003, Bochum-Langendreer

Höckerschwan (Mute Swan, Cygnus olor)

Höckerschwan (Mute Swan, Cygnus olor)Auf Seen und Flüssen kann man im Ruhrgebiet den Höckerschwan beobachten. Dieser am gesamten Körper weiß gefiederte, bis zu 150 Zentimeter lange und maximal 15 Kilogramm schwere Wasservogel ist unverwechselbar. Im Gesicht tragen Höckerschwäne einen schwarzen Bereich und direkt oberhalb der Schnabelwurzel einen schwarzen Höcker, der bei den Männchen größer ist als bei den Weibchen. Der Schnabel dieser Vogelart ist orange gefärbt, die Spitze ist schwarz; auch die Beine sind schwarz gefärbt. Pflanzen und die daran haftenden Tiere wie Wasserinsekten bilden die Nahrung der ebenso stattlichen wie wehrhaften Vögel. Foto: 10.03.2007, Essen-Bredeney

  Höckerschwan (Mute Swan, Cygnus olor)   Höckerschwan (Mute Swan, Cygnus olor)  
  Foto: 10.03.2007,
Essen-Bredeney
  Foto: 10.03.2007,
Essen-Bredeney
 

Hohltaube (Stock Pigeon, Columba oenas)

Hohltaube (Stock Pigeon, Columba oenas)Circa 30 Zentimeter groß sind die Hohltauben. Diese Vögel sind relativ scheu und man kann sie im Ruhrgebiet nur an solchen Stellen beobachten, wo sie viele Bäume finden. Sie kommen somit vor allem in Wäldern und größeren Parkanlagen vor, halten sich dabei aber meist vor den Blicken der Menschen verborgen, indem sie sich recht weit oben in den Bäumen aufhalten. Das Gefieder dieser Taubenart ist graublau in unterschiedlichen Schattierungen gefärbt. Arttypisch ist der blass-orange gefärbte Kehl- und Brustbereich, seitlich am Hals ist das Gefieder grünlich glänzend gefärbt. Der Schnabel der Hohltaube ist gelblich gefärbt. Früchte, Beeren, Samen, Eicheln und andere Pflanzenteile bilden die Nahrung der Vögel. Sie ziehen im Winter in den Süden und sind etwa in der Zeit von Februar bis November in Deutschland und somit auch im Ruhrgebiet anzutreffen. Foto: April 2004, Essen-Dellwig

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Kanadagans (Canada Goose, Branta canadensis)

Kanadagans (Canada Goose, Branta canadensis)Die ursprüngliche Heimat der Kanadagans ist der nordamerikanische Kontinent. In einigen europäischen Ländern haben sich in freier Natur Populationen dieser Vögel angesiedelt, deren Entstehung sehr wahrscheinlich auf Gefangenschaftsflüchtlinge zurückgeht. Auch im Ruhrgebiet kommen Kanadagänse vor und brüten hier sogar. Mit ihrer Körpergröße von bis zu einem Meter sind sie recht stattlich. Ihr Körper ist auf der Oberseite grau bis rotbraun gefiedert, der Brustbereich ist hell bis weiß gefärbt; dies gilt auch für die oberen Schwanzdecken und den Bauch. Kopf und Hals sind schwarz gefärbt, von der Kehle bis hinter die Augen erstreckt sich ein weißer Bereich. Da Kanadagänse Gewässer zum Leben benötigen, sind sie vor allem an Flussufern und Seen anzutreffen. Foto: 13.05.2007, Essen-Borbeck

  Kanadagans (Canada Goose, Branta canadensis)   Junge Kanadagans (Canada Goose, Branta canadensis)  
  Foto: 12.03.2007,
Essen-Rüttenscheid
  Jungtier, Foto: 13.05.2007,
Essen-Borbeck
 

Kernbeißer (Hawfinch, Coccothraustes coccothraustes)

Kernbeißer (Hawfinch, Coccothraustes coccothraustes)Betrachtet man einen Kernbeißer, so fällt als erstes der große, kräftige und glänzend gefärbte Schnabel ins Auge. Mit diesem "Werkzeug" können die bis zu 18 Zentimeter langen Finkenvögel sogar harte Samen wie Kirschkerne mühelos zerbeißen. Bauch und Brust dieser Vogelart tragen hellbraune Federn, der obere Rücken ist dunkelbraun und die Flügel sind schwarzblau gefärbt. Weil Kernbeißer gesellige Tiere sind, trifft man sie selten einzeln an. Sie durchstreifen gemeinsam Gärten, Parkanlagen und Laubwälder. Neben Samen stehen auch Insekten und deren Larven sowie Früchte und Knospen auf dem Speiseplan der Vögel. Foto: März 2003, Essen-Rüttenscheid

Kiebitz (Northern Lapwing, Vanellus vanellus)

Kiebitz (Northern Lapwing, Vanellus vanellus)Vor einigen Jahrzehnten ist der Kiebitz in Deutschland in vielen Landesteilen zu finden gewesen. Inzwischen sind diese auf dem Boden brütenden Vögel jedoch selten geworden, denn sie benötigen unberührte, weitläufige steppenartige Lebensräume. Im westlichen Ruhrgebiet finden die Vögel einen solchen Lebensraum beispielsweise in der Walsumer Rheinaue. Dort kann man die zwischen 28 und 31 Zentimeter großen Tiere beobachten. Ihre Körperunterseite ist überwiegend weiß gefärbt, über die Brust und Kehle erstreckt sich ein schwarzer Bereich. Die Flügel der Kiebitze sind braun mit grünlichem Schimmer gefärbt, die Unterschwanzdecke ist rostfarben. Das auffälligste Merkmal dieser Vogelart ist die dunkle Federhaube, die den Kopf ziert. Während der Balzzeit im März tragen die Männchen ihre faszinierenden Balzflüge mit dem deutlich vernehmbaren Flügelwummern vor. Dieses Geräusch erzeugen die Vögel mit ihren speziell geformten Federn an den Flügeln. Insekten, Würmer und Wirbellose bilden die Nahrung dieser Vögel. Kiebitze verbringen die kalten Wintermonate im Süden. Der NABU hat den Kiebitz zum "Vogel des Jahres 1996" gewählt. Foto: 19.08.2007, Duisburg-Walsum

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Kleiber (Eurasian Nuthatch, Sitta europaea)

Kleiber (Eurasian Nuthatch, Sitta europaea)Vor allem in Parks, aber auch in Gärten mit Bäumen und an den Stadträndern kommt im Ruhrgebiet der Kleiber vor. Diese 15 Zentimeter große Vogelart ist auf der Körperoberseite bläulich-grau gefärbt, die Unterseite ist ockerfarben bis rostrot gefiedert. Ein sehr auffälliges Merkmal des Kleibers ist sein schwarzer Augenstreif, der Schnabel ist ebenfalls schwarz gefärbt und recht kräftig. Als einzige Vogelart in unseren Breiten können Kleiber kopfüber an Baumstämmen entlang klettern. Der Nabu hat den Kleiber zum "Vogel des Jahres 2006" gewählt. Foto: 11.03.2007, Essen-Bredeney

  Kleiber (Eurasian Nuthatch, Sitta europaea)   Kleiber (Eurasian Nuthatch, Sitta europaea)  
  Foto: 12.03.2007,
Essen-Rüttenscheid
  Foto: 19.05.2007,
Essen-Borbeck
 

 

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Interessante Internetseiten:

Birdnet.de

Vogelmeldung.de

Naturgucker.de