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Vögel in Bulgarien - Teil 7

Stadttaube (Pigeon, Columba livia f. domestica)

Stadttaube (Pigeon, Columba livia f. domestica)Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Felsentaube, also der Urform der Stadttaube, lag weitab der menschlichen Siedlungen. Die Vögel lebten und brüteten in Felsklippen und -wänden, zum Beispiel an Küsten in Südeuropa. Wie kaum eine andere Vogelart haben sich die Felsentauben neuen Umweltbedingungen angepasst und sich dem Menschen angeschlossen, als er zusehends größere Siedlungen baute. Zudem wurden die Tauben gezüchtet, um sie zu essen, zu Brieftauben auszubilden oder ganz einfach um besondere Mutationen zu erhalten. Immer wieder entkamen solche Zuchttauben in die Freiheit und siedelten sich in Städten an. Mittlerweile sind diese 30 bis 35 Zentimeter großen und in ihrer Färbung recht variablen Vögel aus europäischen Städten nicht mehr wegzudenken. Foto: 16.05.2014, Nähe Schabla-See

Star (Common Starling, Sturnus vulgaris)

Sowohl in Städten als auch in der freien Natur kann man Bulgarien Stare teils in sehr großer Zahl beobachten. Mit ihrer Körpergröße von 19 bis 22 Zentimeter und dem eher dunklen Gefieder können die Vögel von weitem leicht für Amseln gehalten werden, wenn man nicht sonderlich darin geübt ist, Vogelarten voneinander zu unterscheiden. Stare haben jedoch im Schlichtkleid helle Federenden und das Gefieder trägt einen leichten metallischen Schimmer, der vor allem im Prachtkleid während der Balzsaison auffällig ist, weil dann die hellen Federenden abgenutzt sind und nicht mehr vom Metallglanz ablenken. Stare sind virtuose Sänger, die den Gesang anderer Vogelarten nachahmen. Um ihre Lieder vorzutragen, setzen sich Stare an exponierter Stelle in Szene. Insekten, Würmer und kleine Schnecken sowie Pflanzen, Früchte und Beeren sind auf dem Speiseplan der Vögel zu finden.

  Star (Common Starling, Sturnus vulgaris)   Star (Common Starling, Sturnus vulgaris)  
  Foto: 11.05.2014,
Nähe Dolno Cherkovishte
  Foto: 11.05.2014,
Nähe Dolno Cherkovishte
 

Steinkauz (Little Owl, Athene noctua)

Steinkauz (Little Owl, Athene noctua)Weite Teile Europas, darunter unter anderem Bulgarien, sind die Heimat des Steinkauzes. Diese kleine Eulenart wird bis zu 23 Zentimeter groß und ist tag- und nachtaktiv. Die Grundfärbung ist bräunlich, darauf befindet sich ein helles Muster. Auffällig gelb gefärbt sind die Augen der Vögel, deren Kopf sehr rund ist und direkt auf den Schultern zu sitzen scheint; der Hals ist kaum sichtbar. Offenes Gelände mit nur wenigen Bäumen ist dem Steinkauz am liebsten, aber auch in Steinbrüchen oder Obstgärten ist die Art anzutreffen. Auf dem Speiseplan dieser Vögel stehen neben Mäusen unter anderem Insekten, Kleinvögel, Eidechsen und Regenwürmer.  Foto: 11.05.2014, Dolni Glawank

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Steinschmätzer (Northern Wheatear, Oenanthe oenanthe)

Männlicher Steinschmätzer (Northern Wheatear, Oenanthe oenanthe)Steinschmätzer sind mit ihrer Körpergröße von maximal 15 Zentimeter vergleichsweise großen. Diese Vögel zeigen ein typisches Verhalten, an dem man sie recht gut erkennen kann. Sie laufen flink über den Boden, fliegen dann und wann auf eine Mauer, einen Ast oder einen anderen Aussichtspunkt und fliegen alsbald  wieder auf den Boden, um dort erneut umher zu laufen. Im Prachtkleid unterscheiden sich die Männchen stark von den Weibchen. Ihr Gefieder ist dann auf dem Kopf und am Rücken grau gefärbt. Sie tragen einen schwarzen Augenstreif, der bis zur Wange reicht. Über diesem dunklen Bereich befindet sich ein feiner, weißer Streifen. Ockerfarben ist die Brust, der Bauch ist weiß gefärbt. In starkem Kontrast dazu stehen die schwarzen Flügel. Wenn die Männchen außerhalb der Brutperiode ihr Schlichtkleid tragen, sehen sie den Weibchen hingegen ähnlicher. Ihre Maske ist dann weniger ausgeprägt und der Rücken ist braun gefärbt. Insgesamt wirken die Weibchen deshalb nicht ganz so "bunt". Als Lebensraum bevorzugen Steinschmätzer offenes und steiniges Gelände, dort finden sie ihre Nahrung, die zum überwiegenden Teil aus Insekten besteht. Aber auch Regenwürmer und Schnecken stehen auf ihrem Speisezettel. Foto: 17.05.2014, Kap Kaliakra

Stelzenläufer (Black-winged Stilt, Himantopus himantopus)

Aufgrund ihres schwarzweißen Gefieders erinnern Stelzenläufer ein wenig an Weißstörche, wobei sie allerdings erheblich kleiner sind als diese. Die langen, leuchtend rot gefärbten Beine passen ebenfalls zu diesem Erscheinungsbild. Wie die Flügel sind auch die Schnäbel dieser Vögel schwarz gefärbt, sie sind lang, gerade und spitz zulaufend. Stelzenläufer sind 36 Zentimeter groß und eher scheu, sodass man sich ihnen normalerweise kaum nähern kann, ohne dass die Tiere laut rufend auffliegen. In Europa kommen diese Vögel im Sommerhalbjahr vor, sie halten sich in Bulgarien an der Küste des Schwarzen Meeres auf. Überwinterungsgebiete der Stelzenläufer befinden sich unter anderem im nördlichen Afrika. Mit dem langen Schnabel und und ihren langen Beinen können Stelzenläufer in vergleichsweise tiefem Wasser waten und nach Nahrung suchen. Sie ernähren sich von Kaulquappen sowie von schwimmenden und kriechenden kleinen Tieren, darunter zum Beispiel Köcherfliegenlarven oder Schwimmkäfer.

  Stelzenläufer (Black-winged Stilt, Himantopus himantopus)   Brütender Stelzenläufer (Black-winged Stilt, Himantopus himantopus)  
  Foto: 14.05.2014,
Burgas
  Brütender Vogel, Foto: 14.05.2014,
Poda-Schutzgebiet in Burgas
 

Stieglitz (Eurasian Goldfinch, Carduelis carduelis)

Stieglitz (Eurasian Goldfinch, Carduelis carduelis)Aufgrund seiner geringen Körpergröße von nur rund zwölf Zentimeter und aufgrund seines leisen Gesangs fällt der Stieglitz kaum auf, und das, obwohl er in vielen Teilen Europas zu den farbenprächtigsten Wildvögeln gehört. Stirn und Kehle dieser Tiere sind leuchtend karminrot gefärbt, die weißen Wangen stehen dazu in starkem Kontrast. Der Scheitel und der Nacken sind schwarz gefärbt, auf dem Rücken ist das Gefieder hellbraun und an den Schultern gelb. Flügel und Schwanz sind schwarz-weiß gezeichnet, an den Flügeln tragen die Vögel zudem gelbe Gefiederbereiche, die vor allem während des Fluges gut zu erkennen sind. Die Körperunterseite der Stieglitze, die auch als Distelfinken bezeichnet werden, ist hell braun-weißlich gefärbt. Überall dort, wo die Tiere ihre Leibspeise - dies sind feine Sämereien wie unter anderem Distelsamen - finden, sind sie anzutreffen. Einige Baumsamen stehen ebenfalls auf ihrem Speisezettel. Foto: 13.05.2014, Nähe Dolno Cherkovishte

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Sumpfläufer (Broad-billed Sandpiper, Limicola falcinellus)

Sumpfläufer (Broad-billed Sandpiper, Limicola falcinellus)In Sibirien und Fennoskandinavien liegen die Brutgebiete des Sumpfläufers, den Winter verbringt diese Art an tropischen und subtropischen Küsten in vielen Teilen der Welt. In Ost- und Mitteleuropa sind Sumpfläufer eher selten und in kleiner Zahl zu beobachten, wenn sie während des Zuges rasten. Es ist demnach großes Glück, diese 16 bis 17 Zentimeter langen Vögel beobachten zu können. Typische Gegenden, in denen man sie antreffen kann, sind beispielsweise schlammige Uferzonen des Schwarzen Meeres. Auf der Oberseite sind Sumpfläufer bräunlich gefärbt, das Gefieder ist dort gefleckt. Die Unterseite ihres Körpers ist weiß. Von den Seiten des Kopfes zur Brust hin befindet sich eine dunkle Strichelung auf dem hellen Grund. Der Kopf ist oben dunkel und der helle Überaugenstreif gabelt sich. Dunkelbraun ist der mittellange Schnabel gefärbt. An der Spitze ist er meist ein wenig nach unten gebogen. Die Wissenschaft weiß bisher nicht allzu viel über die Nahrung der Sumpfläufer. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Vögel von Tieren wie Wasserkäfern, Schnecken und Zweiflüglern ernähren. Foto: 14.05.2014, Salinen von Burgas

Teichrohrsänger (Eurasian Reed Warbler, Acrocephalus scirpaceus)

Teichrohrsänger (Eurasian Reed Warbler, Acrocephalus scirpaceus)Südlich der Sahara verbringt der Teichrohrsänger die kalte Jahreszeit. Lediglich von April bis Oktober ist diese etwa 13 Zentimeter große Vogelart in Mittel- und Südeuropa anzutreffen. Die Körperoberseite der Teichrohrsänger ist braun gefärbt, die Unterseite gelblichweiß bis leicht grau. Anhand ihres Gefieders sind Männchen und Weibchen nicht zu unterscheiden. Als Lebensraum benötigen die Vögel dichtes Schilf, wie er beispielsweise am Ufer von Flüssen, Seen und Teichen zu finden ist. Indem die Vögel zwischen den Pflanzen hin und her hüpfen, spüren sie ihre Nahrung auf, die aus Weichtieren, Insekten, Spinnen und Larven besteht. Der Teichrohrsänger wird in Deutschland im Volksmund auch als Rohrspatz bezeichnet. Foto: 16.05.2014, Durankulak-See

Triel (Eurasian Stone-curlew, Burhinus oedicnemus)

Triel (Eurasian Stone-curlew, Burhinus oedicnemus)Der Triel hat in etwa die Größe einer Taube, er ist zwischen 38 und 46 Zentimeter groß. Sein Körperbau ist kompakt und er er hat auffällig lange Beine. Diese sind gelblich gefärbt. Das Gefieder ist auf der Oberseite bräunlich mit einer Strichelung, die Körperunterseite ist hell cremefarben. An der Kehle und an der Brust befindet sich eine braune Strichelzeichnung. Sehr auffällig sind die großen Augen mit ihrer gelben Iris. Über den Augen befindet sich je ein heller Bogen und die Vögel tragen an den Wangen auf hellem Grund einen dunklen, hinten nach oben gebogenen Streif. Der Schnabel ist an der Basis gelb, der restliche Teil ist dunkelgrau. Trockene, steinige Lebensräume werden vom Triel bewohnt, sofern die Vegetation niedrig ist. Gebiete mit hoher Vegetation meiden die scheuen Vögel, weil diese den Blick in die Ferne versperren würde. Triele halten sich meist am Boden auf und suchen dort auch ihre Nahrung. Diese besteht aus Insekten, Spinnen, Asseln und weiteren Tieren. Gelegentlich wird auch pflanzliche Kost verzehrt. Triele verbringen nur den Sommer in Bulgarien, im Winter verweilen sie in Afrika oder auf der arabischen Halbinsel. Außerdem überwintern einige Triele in Griechenland. Foto: 17.05.2014, Nähe Kap Kaliakra

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Türkentaube (Collared Dove, Streptopelia decaocto)

Türkentaube (Collared Dove, Streptopelia decaocto)Erst in den 1930er Jahren haben die Türkentauben damit begonnen, ihr Verbreitungsgebiet vom Vorderen Orient aus nach Europa auszudehnen. Zunächst haben sie sich im Südosten des Kontinents ausgebreitet, also beispielsweise in Bulgarien. Dann sind sie nach Mitteleuropa gelangt, inzwischen kommen sie auch im Norden unseres Kontinents vor. Die Vögel sind bis zu 33 Zentimeter lang und nahezu am gesamten Körper hell beigebraun gefärbt. Beide Geschlechter sehen gleich aus. Insgesamt wirken die Vögel sehr schmal und sie sind deshalb nicht mit den stämmigeren Stadttauben oder mit Ringeltauben zu verwechseln. Typisch für die Türkentaube ist der schwarze Nackenring. Rötlich sind die Augen gefärbt, sie tragen einen hellen Ring. Die Haut an den Beinen und Füßen weist ebenfalls eine rötliche Färbung auf. Der Schnabel dieser Taubenart ist dunkel gefärbt. Weil die Vögel dem Menschen gegenüber scheuer sind als andere Taubenarten, kommen sie vor allem in ruhigen Gegenden vor. Sie leben in lichten Wäldern, Gegenden mit Gehölzen sowie im Umfeld der Menschen, beispielsweise in Parks und Gärten. Samen, Getreide und Früchte stehen auf dem Speisezettel der Tiere. Foto: 15.05.2014, Burgas

Turteltaube (Turtle Dove, Streptopelia turtur)

Turteltaube (Turtle Dove, Streptopelia turtur)Vielerorts lässt sich in Bulgarien die Turteltaube beobachten. Der Körperbau der Turteltauben ist zierlich und diese Vögel erreichen eine maximale Körperlänge von 28 Zentimeter, ihr Schwanz ist relativ lang. Typische Lebensräume, in denen diese Vogelart vorkommt, sind lichte Wälder, Ackerland, Heidegebiete, Parks und große Gärten. Ein sicheres Erkennungsmerkmal ist die charakteristische schwarz und weißblau gefärbte Halszeichnung. Auf der Oberseite ist der Körper rostbraun gefärbt und weist dunkelbraune Flecken auf. An Brust und Bauch ist das Gefieder bräunlich mit einem Hauch rosa, der Oberkopf ist grau, der Schnabel dunkel und die Augen sind rot gefärbt. Ebenfalls rot sind die Beine und Füße. Ihre Nahrung suchen Turteltauben häufig am Boden. Da sie relativ scheu sind, lassen sie sich oft nur schwer beobachten. Foto: 14.05.2014, Poda-Schutzgebiet in Burgas

 

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