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Vögel in Bulgarien - Teil 5

Neuntöter (Red-backed Shrike, Lanius collurio)

Der Neuntöter erreicht eine Körpergröße von 16 bis 18 Zentimeter. Damit ist er die kleinste in Mitteleuropa heimische Würgerart. Männchen und Weibchen unterscheiden sich bei dieser Vogelart deutlich. Bei männlichen Individuen ist der Kopf oberseits bis in den Nacken hell blaugrau gefärbt, die Kehle ist weiß. Vom Schnabel bis hinter die Augen zieht sich je ein breiter, schwarzer Streif. Die Körperunterseite ist weißlich bis cremefarben, an der Brust ist das Gefieder oft lachsfarben überhaucht. Rücken und Flügel sind bei den Männchen kastanienbraun gefärbt, woher auch der alternative Name Rotrückenwürger rührt. Auf der Oberseite ist der Schwanz dunkel gefärbt. Weibchen sind deutlich schlichter gefärbt und sie tragen keine kräftige schwarze Gesichtsmaske, diese ist lediglich bräunlich angedeutet. Bei ihnen ist die gesamte Oberseite des Körpers rötlich-braun gefärbt, über den Augen befindet sich ein heller Streif. Einfarbig braun mit weißem Saum ist der Schwanz gefärbt, die Körperunterseite ist beige. An den Flanken und an der Brust ist ein Schuppenmuster zu erkennen. Insekten bilden den Großteil der Nahrung der Neuntöter, hinzu kommen weitere kleine Tiere wie Eidechsen. Neuntöter leben in offenen Habitaten, die mit Dornengebüschen durchsetzt sind. Da sie diese in Bulgarien nahezu überall finden, gehören sie zu den häufigsten Vögeln des Landes. Neuntöter verbringen den Winter in Afrika.

  Männlicher Neuntöter (Red-backed Shrike, Lanius collurio)   Weiblicher Neuntöter (Red-backed Shrike, Lanius collurio)  
  Männchen, Foto: 11.05.2014,
Nähe Dolno Cherkovishte
  Weibchen mit Rosenkäfer als Beute, wahrscheinlich Kupfer-Rosenkäfer (Protaetia cuprea), Foto: 17.05.2014, Kap Kaliakra  

Ortolan (Ortolan Bunting, Emberiza hortulana)

Männlicher Ortolan (Ortolan Bunting, Emberiza hortulana)Beim Ortolan sind Männchen und Weibchen unterschiedlich gefärbt. Das Männchen hat einen graugrünen Kopf, gelbe Augenringe und eine gelbe Kehle. Außerdem gibt es einen gelblichen Streif an den Backen, der ein Stück weit nach hinten reicht. Auf der Unterseite ist der Körper des Männchens zimtbraun gefärbt, die Oberseite ist bräunlich. Weibchen sind am Körper ähnlich gefärbt, der Kopf ist deutlich matter als der der Männchen. Ihre Kehle ist weißlich und nicht gelb, dasselbe gilt für den Backenstreif. Die Körperlänge dieser Vogelart beträgt circa 17 Zentimeter. Typische Lebensräume, die diese Vogelart bevorzugt, sind trocken und warm, also beispielsweise Regionen mit Felsen, die sonnenexponiert sind, aber auch ein wenig Vegetation aufweisen. Ihre Jungen ziehen Ortolane mit Insekten groß, ansonsten bilden Samen ihre Nahrung. Den Winter verbringen diese Vögel im subtropischen Afrika, nur im Sommer sind sie in Bulgarien anzutreffen. Eine alternative Bezeichnung der Spezies lautet Gartenammer. Foto: 11.05.2014, Dnevni grablivi ptitzi bei Madzharovo

Pirol (Eurasian Golden-Oriole, Oriolus oriolus)

Der Pirol ist einer der auffälligsten Vögel Bulgariens, was vor allem für die Männchen gilt. Sie sind leuchtend gelb und schwarz gefärbt, ihr Schnabel ist rötlich. Die Weibchen sind schlichter gefärbt, ihre Flügel sind bräunlich, der Kopf und die Flanken sind gelblich bis grünlichgelb gefärbt und die Körperunterseite inklusive der Kehle sind hell cremefarben mit braunen Strichen. Ihr Schnabel ist weniger kräftig rot als der der Männchen. Pirole haben eine Körperlänge von 24 Zentimeter und sind damit recht groß. Ihr flötender Gesang ist sehr häufig zu hören, auch die Weibchen tragen ihn vor. Allerdings singen die Männchen meist ein wenig virtuoser. Weil Pirole Bäume brauchen, bevorzugen sie Lebensräume wie lichte Auwälder und Bruchwälder, außerdem kommen sie in gewässernahen Gehölzen vor. Ferner leben sie in Laub- und Mischwäldern, auch in Nadelwäldern kommen sie vor. In Bulgarien halten sie sich zudem in Parks und Gärten auf. Früchte sowie Insekten bilden die Nahrung der Pirole. Den Winter verbringen diese Vögel im Süden des afrikanischen Kontinents.

  Männlicher Pirol (Eurasian Golden-Oriole, Oriolus oriolus)   Weiblicher Pirol (Eurasian Golden-Oriole, Oriolus oriolus)  
  Männchen, Foto: 18.05.2014,
Krapets
  Foto: 14.05.2014,
Nähe Atanassow-See
 

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Rallenreiher (Squacco Heron, Ardeola ralloides)

Zwischen 40 und 49 Zentimeter sind Rallenreiher groß. Halten sie sich am Boden auf, wirkt ihr meist Hals kurz und dick, weil sie ihn nur dann strecken, wenn sie neugierig oder alarmiert umher blicken. Auf der Oberseite des Körpers, am Kopf sowie am Hals und im Nacken sind die Federn ockerbraun gefärbt. Die Körperunterseite ist teils ockerbraun und teils weißlich. Der Schwanz und die Flügel sind weiß, was vor allem im Flug deutlich wird. Auf dem Kopf befinden sich im Brutkleid einige Streifen und die Vögel tragen verlängerte Federn, die bis in den Nacken fallen. Im Schlichtkleid ist der Schnabel am Grund gelblich, im Prachtkleid kann er bläulich sein. Orange bis rötlich sind die Beine und Füße gefärbt, bei jüngeren Rallenreihern sind sie gelblich. Beobachten lassen sich diese Vögel in Feuchtgebieten mit Ufervegetation oder Röhrichtzonen sowie in Süßwassersümpfen. Ihre tierische Nahrung, bestehend unter anderem aus kleinen Fischen, Amphibien und Krustentieren, erbeuten die Vögel in ihrem feuchten Lebensraum. Im Winter wandern die Vögel in den Süden ab. In Europa und auch in Bulgarien sind Rallenreiher selten. Insbesondere Bruten sind in Europa nur an einigen Stellen zu beobachten.

  Rallenreiher (Squacco Heron, Ardeola ralloides)   Rallenreiher (Squacco Heron, Ardeola ralloides)  
  Foto: 14.05.2014,
Burgas
  Foto: 14.05.2014,
Burgas
 

Rauchschwalbe (Barn Swallow, Hirundo rustica rustica)

Nur während der warmen Monate des Jahres sind die Rauchschwalben Mittel- und Südeuropa zu beobachten. Diese 17 bis 19 Zentimeter langen Vögel verbringen den Winter im tropischen Afrika. An ihrem sehr tief gegabelten Schwanz sind diese Tiere leicht zu erkennen und von anderen Vogelarten zu unterscheiden. Das Gesicht der Rauchschwalbe ist dunkelrot gefärbt, der Kopf, der Rücken, die Flügel und der Schwanz sind schwarz gefärbt. Das Gefieder trägt dort einen metallischen, bläulichen Schimmer, den man jedoch nur aus der Nähe und im direkten Sonnenlicht besonders gut erkennen kann. Die Körperunterseite der Vögel ist cremeweiß gefärbt. Überall dort, wo Fluginsekten vorkommen, geht die Rauchschwalbe auf die Jagd. Da sie in Bulgarien ideale Lebensbedingungen vorfinden und weil es dort reichlich Insekten gibt, leben dort entsprechend viele Rauchschwalben.

  Rauchschwalbe (Barn Swallow, Hirundo rustica rustica)   Rauchschwalbe (Barn Swallow, Hirundo rustica rustica)  
  Foto: 18.05.2014,
Dirankulak-See
  Foto: 18.05.2014,
Krapets
 

Rötelschwalbe (Red-rumped Swallow, Cecropis daurica)

Rötelschwalben (Red-rumped Swallow, Cecropis daurica)Die Rötelschwalbe ist ein hübscher, rund 18 Zentimeter großer Vogel. In Südeuropa und Nordafrika sowie im Nahen Osten liegt das Verbreitungsgebiet dieser Vögel, die dort allerdings nur im Sommerhalbjahr anzutreffen sind. Auf der Körperoberseite und an den Flügeln sind die Vögel dunkel gefärbt, ebenso auf dem Kopf. Der Bürzel ist rotbraun gefärbt, im Nacken tragen die Vögel ein bräunliches Gefiederband und die Körperunterseite ist hell gefärbt. Auf dem hellen Untergrund ist ein feines, bräunliches Strichmuster zu erkennen. Der Schwanz ist ähnlich wie bei der Rauchschwalbe stark gegabelt. Ihre Nester bauen die Vögel an Häusern, Gemäuern, unter Brücken und in Höhlen. Insekten, die sie in der Luft fangen, bilden die Nahrung der Rötelschwalben. Die Art wird in manchen Quellen auch als Hirundo daurica bezeichnet. Foto: 11.05.2014, Nähe Dolno Cherkovishte

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Rohrdommel (Great Bittern, Botaurus stellaris)

In ausgedehnten, dichten Röhrichtbeständen ist die Rohrdommel heimisch. Diese Vögel sind zwischen 70 und 80 Zentimeter groß. Weibliche Rohrdommeln sind für gewöhnlich etwas zierlicher gebaut als die Männchen und wiegen durchschnittlich deutlich weniger als diese. Außerdem ist die Gefiederzeichnung der Männchen kräftiger als die ihrer Artgenossinnen. Rohrdommeln haben ein in unterschiedlichen Brauntönen gefärbtes Federkleid, das Reihen aus Flecken sowie Längsstreifen aufweist. Um mit ihrer Umgebung zu verschmelzen, verharren die Vögel häufig mit steil nach oben gestrecktem Schnabel. Diese Körperhaltung wird als Pfahlstellung bezeichnet. Einige Rohrdommeln verbringen den Winter im Süden, einige bleiben ihrem Brutgebiet treu, sofern die Gewässer dort nicht vollständig zufrieren. Verschiedene Tiere wie kleine Frösche, Fische und Wasserinsekten bilden die Nahrung dieser Vögel. Mitunter fressen sie zudem kleine Säuger und Kleinvögel, auch die Nester von Enten werden gelegentlich geplündert.

  Rohrdommel (Great Bittern, Botaurus stellaris)   Rohrdommel (Great Bittern, Botaurus stellaris)  
  Foto: 14.05.2014,
Burgas
  Foto: 14.05.2014,
Burgas
 

Rohrweihe (Western Marsh Harrier, Circus aeruginosus)

Rohrweihe (Western Marsh Harrier, Circus aeruginosus)Rohrweihen sind zwischen etwa 50 und 62 Zentimeter groß, ihre Flügelspannweite kann bis zu 130 Zentimeter betragen. Weibchen sind bei dieser Art - wie auch bei vielen anderen Greifvögeln - etwas schwerer als die Männchen. Das Gefieder sieht bei den beiden Geschlechtern unterschiedlich aus. Am gesamten Körper sind die Weibchen dunkelbraun gefärbt, der Kopf ist hell gelblich gefärbt. Männchen tragen ein rostbraunes Federkleid, die mittleren Bereiche der Flügel sind silbergrau gefärbt und die Flügelspitzen schwarz. Der Kopf trägt eine Strichelzeichnung und der Schwanz, oft als Stoß bezeichnet, ist lang und grau gefärbt. Offene Wiesenlandschaften, Flussniederungen und Gebiete mit Seen mit Röhrichtbeständen sind typische Lebensräume, in denen man Rohrweihen antrifft. Ein großer Teil der Nahrung der Rohrweihen besteht aus Singvögeln und Wasservögeln, wobei sie von letzteren vor allem die Jungtiere bevorzugen. Darüber hinaus stehen Fische, Frösche und Eidechsen auf den Speiseplan der Rohrweihen. Von dieser schwer zu fotografierenden Vogelart gibt es an dieser Stelle nur ein kleines Belegbild. Foto: 14.05.2014, Burgas

Rosapelikan (Great White Pelican, Pelecanus onocrotalus)

Der Rosapelikan ist mit seiner Körpergröße von 1,6 Meter und seiner Flügelspannweite von bis zu 2,8 Meter einer der größten Vögel, die man in Bulgarien beobachten kann. Das Gefieder dieser Vögel ist weiß gefärbt, im Brutkleid ist es teils rosa. Die langen Federn an den Flügeln sind schwarz, was man vor allem dann gut sieht, wenn die Rosapelikane fliegen. Oft gleiten sie mit ausgebreiteten Schwingen in der Thermik, wobei gut zu erkennen ist, dass ihre Flügel relativ breit sind. Im Gesicht befindet sich rund um die Augen ein unbefiederter Bereich, der rosafarben bis fleischfarben ist. Der Oberschnabel ist bei den meisten Individuen rötlich gefärbt, der große Kehlsack am Unterschnabel ist gelb. Rosa sind die Beine dieser Vögel gefärbt. Auf dem Speiseplan der Rosapelikane stehen vor allem Fische. In Bulgarien lassen sich diese Vögel am Schwarzen Meer beobachten. Den Winter verbringen die Rosapelikane in Nordostafrika.

  Rosapelikane (Great White Pelican, Pelecanus onocrotalus)   Rosapelikane (Great White Pelican, Pelecanus onocrotalus)  
  Gemeinschaftsjagd mit Kormoranen und Mittelmeermöwen, Foto: 14.05.2014,
Salinen von Burgas
  Foto: 14.05.2014,
Burgas
 

Rotkopfwürger (Woodchat Shrike, Lanius senator)

Männlicher Rotkopfwürger (Woodchat Shrike, Lanius senator)In weiten Teilen Südeuropas sowie in einigen mitteleuropäischen Regionen kommt im Sommerhalbjahr der Rotkopfwürger vor. Diese 17 Zentimeter große Vogelart ist an der Körperunterseite weiß bis cremefarben gefärbt, die Schultern sind weiß befiedert. Teile des Gesichts sind weiß, von den Augen über die Stirn verläuft ein schwarzer Streifen und der gesamte Oberkopf sowie der Nacken sind rotbraun gefärbt. Bei den Männchen ist dieser Bereich intensiver gefärbt. Die Flügel und der Schwanz sind schwarz gefärbt, die Bürzelgegend ist cremeweiß. Überall, wo viele Insekten wie Schmetterlinge, Käfer und Raupen leben, ist diese Vogelart anzutreffen. Auf dem Speisezettel der Rotkopfwürger stehen aber auch Eidechsen, Frösche und kleine Vögel. Foto: 11.05.2014, Dnevni grablivi ptitzi bei Madzharovo

 

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