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Natur im Ruhrgebiet: Hautflügler - Teil 1

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Bienen (Apiformes, Bees)

Experten schätzen, dass weltweit circa 20.000 Bienenarten vorkommen. In Europa leben rund 700 Arten, etwa 500 davon sind in Deutschland heimisch. Es gibt Bienen, die Staaten bilden, und welche, die allein (solitär) leben. Die Bienen werden in Familien wie beispielsweise Apidae (Echte Bienen) unterteilt. Folgende Bienenarten werden in diesem Kapitel vorgestellt:

· Gehörnte Mauerbiene (Mason Bee, Osmia cornuta)
· Graue Sandbiene (Ashy Mining Bee, Andrena cineraria)
· Hahnenfuß-Scherenbiene (Chelostoma florisomne)
· Heriades truncorum (Daisy Carpenter Bee)
· Nomada fucata (Fucate Nomad)
· Rothaarige Wespenbiene (Cuckoo Bee, Nomada lathburiana)
· Rotpelzige Sandbiene (Tawny Mining Bee, Andrena fulva)
· Rotschopfige Sandbiene (Early Mining Bee, Andrena haemorrhoa)
· Weidensandbiene (Mining Bee, Andrena vaga)
· Westliche Honigbiene (Western Honey Bee, Apis mellifera)

Gehörnte Mauerbiene (Mason Bee, Osmia cornuta)

Männliche Gehörnte Mauerbiene (Mason Bee, Osmia cornuta)Die Gehörnte Mauerbiene ist zwischen zwölf und 16 Millimeter lang. Der Körper dieser Bienenart ist schwarz gefärbt und am Hinterleib tragen die Tiere eine rostrote, pelzige Behaarung. Männchen sind etwas kleiner als Weibchen und sie weisen im Gesicht eine weiße Behaarung auf. Ihren Namen tragen die Gehörnten Mauerbienen deshalb, weil die Weibchen zwei kleine Hörner am Kopf tragen, die zwischen den Haaren liegen und meist nur schwer zu sehen sind. Ab Anfang oder Mitte März kann man die Gehörnte Mauerbiene in der Natur beobachten. Die Tiere suchen Frühblüher auf, um ihre Nahrung zu finden. Foto: Männchen, 09.04.2015, Bochum-Querenburg

Graue Sandbiene (Ashy Mining Bee, Andrena cineraria)

Graue Sandbiene (Ashy Mining Bee, Andrena cineraria)Die Graue Sandbiene erreicht eine Körperlänge von zehn bis 14 Millimeter. Ihr Körper ist schwarz gefärbt und zeigt einen leichten Blauschimmer. Für gewöhnlich sind die Männchen etwas zierlicher als die Weibchen, sie sind dabei nicht nur etwas kürzer, sondern meist auch ein wenig schlanker. Zwischen den einzelnen Hinterleibssegmenten haben die Männchen hellgraue Haare, die bei den Weibchen fehlen. Der Thorax ist bei beiden Geschlechtern relativ dicht hellgrau behaart. In der Mitte befindet sich auf diesem Teil des Körpers eine schwarz behaarte Querbinde. Auch das Gesicht ist hellgrau behaart. Ab Mitte März treten die Männchen in Erscheinung, die Weibchen beginnen ab etwa Mitte April zu fliegen. Bis Ende Mai dauert die Flugzeit der Grauen Sandbienen. Sie leben in offenen Gegenden oder an Waldrändern und brauchen sandige oder lehmige Böden, um dort ihre Nester zu errichten. Foto: 22.04.2016, Bochum-Riemke

Hahnenfuß-Scherenbiene (Chelostoma florisomne)

Männliche Hahnenfuß-Scherenbiene (Chelostoma florisomne)Die Hahnenfuß-Scherenbiene gehört zur Familie der Megachilidae und ist eine solitär lebende Art. Zwischen sieben und elf Millimeter beträgt die Körperlänge dieser Tiere. Auf der Oberseite ist ihr Körper schwarz gefärbt, der Hinterleib trägt einige sehr schmale, weiße Querbinden, die aus feinen Härchen bestehen. Dicht weiß behaart ist die Körperunterseite. In diesen Härchen bleiben häufig Pollen kleben, weshalb die Körperunterseite je nach besuchten Blüten gelblich bis weißlichgelb aussehen kann. Männchen sind an ihrer weißen Gesichtsbehaarung zu erkennen. Etwa ab April/Mai bis in den Juli/August kann man diese zierlich gebauten Bienen in der Natur beobachten. Sie kommen in verschiedenen Lebensräumen vor und beziehen oft gern von Menschen bereitgestellte Insektenhotels. Foto: Männchen, 11.06.2015, Bochum-Querenburg

Heriades truncorum (Daisy Carpenter Bee)

Heriades truncorum (Daisy Carpenter Bee)Mit ihrer Körpergröße von sechs bis acht Millimeter gehören die Löcherbienen der Art Heriades truncorum zu den eher kleinen Insekten und man kann sie leicht übersehen. Diese Tiere benötigen Totholz oder alternative Hölzer wie etwa Holzzäune, um darin nisten zu können. Sie suchen gern nach Holz, das bereits von Käfern mit Fraßlöchern und -gängen versehen worden ist. Weil sie sehr wärmeliebend sind, kann man die Löcherbienen der Art Heriades truncorum in der Natur meist nicht vor Mitte Juni beobachten, sie fliegen etwa bis September. Foto: 05.08.2007, Oberhausen

Nomada fucata (Fucate Nomad)

Nomada fucata (Fucate Nomad), MännchenDie Bienenart Nomada fucata gehört zur Familie der Wespenbienen und sie lebt solitär. Das heißt, diese Tiere bilden keine Staaten. Weibchen sind acht bis zehn Millimeter lang, die Männchen messen sieben bis zehn Millimeter. Der Kopf ist bei beiden Geschlechtern schwarz, bei den Männchen gibt es oft gelbe Flecken an diesem Körperteil. Der Thorax ist ebenfalls schwarz, das Schildchen ist leuchtend gelb gefärbt. Der Hinterleib ist überwiegend schwarz-gelb gefärbt, im vorderen Bereich ist er dunkelrot. Die Beine sind rotbraun bis gelblich gefärbt. Bei den Weibchen sind die Fühler orange bis rotbraun, bei den Männchen sind sie gelblich-orange bis rotorange und tragen im mittleren Bereich auf der Oberseite schwarze Abschnitte. Ihre Flugzeit ist auf die ihrer Wirtsart, der Gemeinen Sandbiene (Andrena flavipes), abgestimmt, damit sie deren Brut parasitieren kann. Deshalb findet die Flugzeit in zwei Generationen von Anfang April bis Ende Mai sowie von Anfang Juli bis Ende August statt. Zu finden ist Nomada fucata an Waldrändern, in Parks, Gärten und in trockenen, sandigen Lebensräumen wie Kiesgruben. Foto: Männchen, 01.07.2007, Essen-Schönebeck

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Rothaarige Wespenbiene (Cuckoo Bee, Nomada lathburiana)

Rothaarige Wespenbiene (Cuckoo Bee, Nomada lathburiana)Die Rothaarige Wespenbiene ist anhand ihres Aussehens von anderen Arten ihrer Gattung nicht zu unterscheiden. Weil sie aber vor allem die Weidensandbiene (Andrena vaga) parasitiert, ist es bei einer Sichtung einer Wespenbiene in der Nähe dieser Sandbienenart sehr wahrscheinlich, dass man es mit der Rothaarigen Wespenbiene zu tun hat. Weibchen werden zehn bis zwölf Millimeter groß, die Männchen erreichen eine Körperlänge von neun bis zwölf Millimeter. Der Kopf und der Thorax sind schwarz, das Schildchen ist gelb gefleckt und auch im Schulterbereich befinden sich gelbe Flecken. Der Hinterleib ist schwarz-gelb gefärbt, davor befindet sich ein dunkelroter Bereich. Rotbraun sind die Beine und Fühler gefärbt, letztere können gelbliche Spitzen haben. Eine feine, rötliche Behaarung bedeckt vor allem den Thoraxbereich. Von März/April bis Juni dauert die Flugzeit dieser Insektenart. Man kann sie meist in sandigen, trockenen Gegenden beobachten, wo sie sich vorzugsweise in der Nähe der Weidensandbienen aufhalten. Sie legen ihre Eier in deren Nestern und die Larven fressen die Eier oder den Nachwuchs ihrer unfreiwilligen Wirte auf. Erwachsene Rothaarige Wespenbienen ernähren sich von Nektar. Foto: 21.04.2015, Bochum-Gerthe

Rotpelzige Sandbiene (Tawny Mining Bee, Andrena fulva)

Rotpelzige Sandbiene (Tawny Mining Bee, Andrena fulva)Weibliche Rotpelzige Sandbienen erreichen eine Körperlänge von acht bis zwölf Millimeter, manchmal sogar bis zu 14 Millimeter. Die Männchen werden zehn bis zwölf Millimeter lang. Charakteristisch für diese Sandbienenart ist, dass sie am gesamten Körper dicht pelzig behaart ist. Die Härchen auf der Oberseite des Körpers sind rotbraun gefärbt, auf der Unterseite sind sie schwarz. Dies gilt auch für die Haare an den Beinen. In lichten Wäldern, auf Trockenrasen sowie in Parks und Gärten lässt sich diese weit verbreitete Bienenart beobachten. Jährlich fliegt nur eine Generation der Rotpelzigen Sandbiene. Männchen können von Anfang März bis Ende April angetroffen werden, die Weibchen fliegen von Mitte April bis Ende Mai. Foto: 13.04.2014, Bochum-Querenburg

Rotschopfige Sandbiene (Early Mining Bee, Andrena haemorrhoa)

Zwischen neun und zehn Millimeter beträgt die Körperlänge der Rotschopfigen Sandbiene. Diese Tiere sind im Brustbereich dicht behaart, die Haare sind rötlichgelb bis rötlich gefärbt. Schwarz ist der Hinterleib gefärbt. An seiner Spitze befinden sich einige rötliche Haare. Rotschopfige Sandbienen gelten als sehr anpassungsfähig und sie sind in Mitteleuropa weit verbreitet. Typische Lebensräume, in denen diese Tiere anzutreffen sind, sind beispielsweise Waldränder, Trockenrasen oder sandige Heideflächen. Darüber hinaus kann man sie oft in Parks oder Gärten beobachten. Bei dieser Bienenart handelt es sich um eine solitär lebende Spezies. Die Tiere fliegen jährlich in einer Generation, ihre Flugzeit dauert von April bis Juni. Während dieser gesamten Zeit lassen sich Weibchen beobachten, die Männchen fliegen hingegen nur im April und Mai.

  Weibliche Weibchen, Rotschopfige Sandbiene (Early Mining Bee, Andrena haemorrhoa)   Weibliche Weibchen, Rotschopfige Sandbiene (Early Mining Bee, Andrena haemorrhoa)  
  Weibchen, Foto: 13.04.2014,
Bochum-Querenburg
  Weibchen, Foto: 01.05.2015,
Bochum-Riemke
 

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Weidensandbiene (Mining Bee, Andrena vaga)

Weidensandbiene (Mining Bee, Andrena vaga)Die Weidensandbiene ist in Nordrhein-Westfalen in ihrem Bestand gefährdet. Einer der Gründe dafür ist, dass die von diesen Wildbienen bevorzugten Lebensräume in dem Bundesland immer seltener werden. Insbesondere auf sandigen und lehmigen Flächen entlang von Flusstälern kommen die Tiere vor, aber auch an Wegrändern und mancherorts in Parks und Gärten. Zwischen elf und 14 Millimeter werden diese Bienen lang. Männchen sind in aller Regel ein wenig kleiner als Weibchen. Auf dem Kopf und dem Thorax (Brustteil) tragen die Tiere eine dichte, grauweiße Behaarung. Nur wenige Haare befinden sich auf dem schwarz gefärbten Hinterleib. Männchen sind unter anderem an ihrem grauweißen "Schnauzbart" zu erkennen, der bei den Weibchen fehlt. Die Flugzeit der Weidensandbiene beginnt im März und dauert bis in den Mai. Weil die Tiere vor allem an Weiden Pollen sammeln, tragen sie mit der Zeit leuchtend gelbe Pollenhosen an den hinteren Beinen. Sehr häufig wird die Weidensandbiene von der Rothaarigen Wespenbiene (Nomada lathburiana) parasitiert. Foto: 21.04.2015, Bochum-Gerthe

Westliche Honigbiene (Western Honey Bee, Apis mellifera)

Westliche Honigbiene (Western Honey Bee, Apis mellifera)Eine häufig anzutreffende Vertreterin aus der Gattung der Honigbienen (Apis) ist in Deutschland die Westliche Honigbiene. Sie kommt in Europa, Afrika und im Nahen Osten vor, es existieren 25 Unterarten, die als Bienenrassen bezeichnet werden. Für die Imkerei ist die Westliche Honigbiene wichtig, sie liefert den begehrten Honig. Königinnen dieser Bienenart sind 15 bis 18 Millimeter lang, Drohnen messen 13 bis 16 Millimeter und Arbeiterinnen weisen eine Körperlänge von elf bis 13 Millimeter auf. Im warmen Sommerhalbjahr sind die Westlichen Honigbienen in der Natur häufig auf allerlei Blüten anzutreffen. Foto: 28.09.2013, Bochum-Querenburg

Hummeln (Bumblebees, Bombus)

In der Systematik des Tierreichs bilden die Hummeln eine Gattung innerhalb der Familie der Bienen (Apidae). Hummeln leben für gewöhnlich sozial. Das heißt, sie bilden wie viele andere Bienen Staaten. Auf der ganzen Welt gibt es circa 250 Hummelarten, davon leben 70 in Europa und 36 in Deutschland. Aufgrund der Verluste ihrer Lebensräume sind manche Hummelarten in einigen Bundesländern bereits ausgestorben, deutschlandweit gelten derzeit 16 Spezies als vom Aussterben bedroht. Folgende Hummelarten werden in diesem Kapitel vorgestellt:

· Ackerhummel (Common Carder Bumblebee, Bombus pascuorum)
· Bärtige Kuckuckshummel (Barbut's Cuckoo Bee, Bombus barbutellus)
· Baumhummel (Tree Bumblebee, Bombus hypnorum)
· Dunkle Erdhummel (Buff-tailed Bumblebee, Bombus terrestris)
· Gartenhummel (Garden Bumblebee, Bombus hortorum)
· Keusche Kuckuckshummel (Vestal Cuckoo Bee, Bombus vestalis)
· Steinhummel (Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)
· Wald-Kuckuckshummel (Forest Cuckoo Bee, Bombus sylvestris)
· Wiesenhummel (Early Bumblebee, Bombus pratorum)

Ackerhummel (Common Carder Bumblebee, Bombus pascuorum)

Rund 15 Millimeter sind die Arbeiterinnen der Ackerhummel lang. Die Tiere tragen am Kopf und am Brustrücken einen rötlich-braunen Pelz. Der Hinterleib ist dunkel gefärbt und mit gelblichem bis cremefarbenem Pelz bedeckt. Die Beine dieser Insekten sind dunkel gefärbt. Nektar bildet die Nahrung der kleinen Hummeln. Arbeiterinnen sind in der Zeit von Ende April bis Oktober in der Natur anzutreffen, Königinnen fliegen Anfang April bis Mitte Mai, Jungköniginnen sind von Mitte August bis Oktober draußen zu finden. In manchen Literaturquellen wird die Ackerhummel auch als Bombus pascuorum floralis bezeichnet.

  Ackerhummel (Common Carder Bumblebee, Bombus pascuorum)   Ackerhummel (Common Carder Bumblebee, Bombus pascuorum)  
  Foto: 13.05.2007,
Essen-Borbeck
  Foto: 15.09.2013,
Bochum-Riemke
 

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Bärtige Kuckuckshummel (Barbut's Cuckoo Bee, Bombus barbutellus)

Bärtige Kuckuckshummel (Barbut's Cuckoo Bee, Bombus barbutellus)Die Bärtige Kuckuckshummel gehört zu den parasitären Arten. Vor allem die Gartenhummel (Bombus hortorum) wird von ihr parasitiert. In ihrem Aussehen ähnelt sie ihrer Wirtsart. Der größte Teil des Körpers ist schwarz. Der Thorax (Brustbereich) trägt auf der Oberseite vorn und hinten jeweils einen gelben Bereich, der hintere Abschnitt des Hinterleibs ist weiß behaart. Weibchen sind 18 bis 20 Millimeter lang, die Männchen messen 15 bis 16 Millimeter. Die Weibchen, die überwintert haben, kann man etwa ab Ende April bis Ende Juli in unserer heimischen Natur beobachten. Ab Mitte Juni fliegen die Männchen und ab Mitte Juli die Weibchen der neuen Generation. Foto: 21.11.2014, Bochum-Querenburg

Baumhummel (Tree Bumblebee, Bombus hypnorum)

Baumhummel (Tree Bumblebee, Bombus hypnorum)Baumhummeln sind an ihrem typischen Äußeren zu erkennen: Ihr Brustbereich (Thorax) trägt orangebraune bis schwarze Haare und das Ende des Hinterleibs ist weiß behaart. Königinnen dieser oberirdisch nistenden Hummelart erreichen eine Körperlänge von 17 bis 20 Millimeter, Arbeiterinnen sind acht bis 18 Millimeter lang und Drohnen (Männchen) werden 14 bis 16 Millimeter groß. Lebensräume, in denen man Baumhummeln beobachten kann, sind Parks, Gärten und lichte Wälder. Diese Hummeln sind im Ruhrgebiet nicht selten. Foto: 22.05.2014, Bochum-Riemke

Dunkle Erdhummel (Buff-tailed Bumblebee, Bombus terrestris)

In Europa gehört die Dunkle Erdhummel zu den am häufigsten vorkommenden Hummeln. Sie ähnelt der Hellgelben Erdhummel sehr stark, weshalb sie nur schwer zu unterscheiden sind. Da die Königinnen der Dunklen Erdhummel jedoch deutlich größer sind als die der ähnlichen Art, ist bei dem rechts gezeigten Tier eine Identifizierung möglich gewesen. Königinnen der Dunklen Erdhummel erreichen eine Körperlänge von 20 bis 28 Millimeter, Arbeiterinnen und Männchen sind etwas kleiner. Hinter dem dunklen Kopf weisen die Dunklen Erdhummeln einen kräftig gelben Streifen auf, dahinter folgt ein schwarzer Bereich. Der Hinterleib schließt daran mit einem weiteren kräftig gelb gefärbten Streifen an, darauf folgt ein schwarzer Bereich und das Ende des Hinterleibs ist weiß gefärbt; die Beine sind schwarz. Von März bis Oktober sind diese Tiere in Gärten, an Waldrändern und auf Waldlichtungen, auf Ackerflächen und Grasland sowie auf Marschen und in Mooren anzutreffen. Weil die Königinnen die Nester unter der Erde anlegen, heißen die Tiere Erdhummeln. Die Dunkle Erdhummel wird von der Keuschen Kuckuckshummel (Bombus vestalis) parasitiert.

  Dunkle Erdhummel (Buff-tailed Bumblebee, Bombus terrestris), Königin   Dunkle Erdhummel (Buff-tailed Bumblebee, Bombus terrestris)  
  Königin, Foto: 09.03.2014,
Bochum-Querenburg
  Foto: 01.05.2015.,
Bochum-Riemke
 

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Gartenhummel (Garden Bumblebee, Bombus hortorum)

Gartenhummel (Garden Bumblebee, Bombus hortorum)Gartenhummeln sind in Deutschland weit verbreitet. Ihre Grundfärbung ist schwarz. Im vorderen und hinteren Bereich des Thorax tragen sie je eine Binde aus hellgelb gefärbten Haaren, darüber hinaus ist der Hinterleib an der Grenze zum Thorax hellgelb behaart. Der hintere Bereich des Hinterleibs ist weiß behaart. Die schwarzen Körperpartien sowie die Beine sind schwarz tragen schwarze Härchen. Königinnen erreichen eine Körperlänge von 18 bis 26 Millimeter. Arbeiterinnen sind elf bis 16 groß und Drohnen 13 bis 15 Millimeter. Bei den Königinnen beträgt die Flügelspannweite bis zu 40 Millimeter, die der Arbeiterinnen beläuft sich auf circa 30 Millimeter. An Waldrändern sowie auf Wiesen, die an Wälder grenzen, aber auch in Parks und Gärten ist die Gartenhummel heimisch. Von März bis Mai fliegen die Königinnen, von Anfang Mai bis Ende Juli dauert die Flugzeit der Arbeiterinnen. Drohnen können von Ende Juni bis Ende Juli in der Natur angetroffen werden. Foto: 09.06.2015, Bochum-Riemke

Keusche Kuckuckshummel (Vestal Cuckoo Bee, Bombus vestalis)

Die Keusche Kuckuckshummel gehört zu den Hummelarten, die andere Spezies parasitieren. Das Wirtstier ist in diesem Fall die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris). Um beim Eindringen in das Nest dieser Art nicht aufzufallen, sehen weibliche Keusche Kuckuckshummeln der Wirtsspezies sehr ähnlich. 20 bis 22 Millimeter werden Weibchen lang, Männchen sind nur 15 bis 17 Millimeter groß. Schwarz ist die Grundfärbung der Keuschen Kuckuckshummel. Der Hinterleib ist am Ende weiß behaart, an den Seiten kann dieser weiße Bereich zur Körpermitte hin ein wenig gelblich sein. Direkt hinter dem Kopf befindet sich ein gelber Bereich, den auch die Dunkle Erdhummel aufweist, ebenso wie den weißen Hinterleib. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal der Kuckuckshummel und ihrer Wirtsart ist das Fehlen der zweiten gelben Querbinde knapp hinter der Körpermitte, dort ist die Keusche Kuckuckshummel rein schwarz gefärbt. Von April an fliegen Weibchen, die überwintert haben. Junge Weibchen sind in der Natur ab Ende Juli zu finden, die Männchen fliegen ab Mitte Juli. Sobald der Herbst die ersten frostigen Nächte bringt, sterben viele der Hummeln; einige Weibchen überwintern.

  Keusche Kuckuckshummel (Vestal Cuckoo Bee, Bombus vestalis)   Keusche Kuckuckshummel (Vestal Cuckoo Bee, Bombus vestalis)  
  Foto: 02.07.2007,
Essen-Schönebeck
  Foto: 24.07.2015.,
Bochum-Riemke
 

Steinhummel (Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)

Steinhummel-Königin(Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)Arbeiterinnen der Steinhummel erreichen eine Körperlänge von zwölf bis 16 Millimeter, Drohnen werden zwischen 14 und 16 Millimeter groß und 20 bis 22 Millimeter Körperlänge weisen Königinnen dieser Hummelart auf. Der Körper der weiblichen Steinhummeln ist weitestgehend schwarz gefärbt, der Hinterleib ist braunrot gefärbt. Männliche Tiere sind an einer gelben Binde auf der Brust zu erkennen. Der deutsche Name der Art rührt daher, dass die Tiere ihre Nester gern unter Steinhaufen oder Mauern bauen. Nektar bildet die Nahrung der Steinhummeln, besonders gern mögen sie den süßen Pflanzensaft von Taubnesseln und diversen Kleearten. Arbeiterinnen fliegen in der Natur in der Zeit von Ende April bis Ende September. Die Steinhummel ist das "Insekt des Jahres 2005" gewesen. Die Abbildung in diesem Absatz zeigt eine Königin. Foto: Königin, 22.09.2013, Bochum-Querenburg

  Männliche Steinhummel (Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)   Weibliche Steinhummel (Red-tailed Bumblebee, Bombus lapidarius)  
  Männchen (Drohn), Foto: 16.07.2015,
Bochum-Riemke
  Weibchen, Foto: 22.05.2015,
Bochum-Riemke
 

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Wald-Kuckuckshummel (Forest Cuckoo Bee, Bombus sylvestris)

Die Wald-Kuckuckshummel ist eine parasitär lebende Art. Hauptsächlich parasitiert sie die Wiesenhumme (Bombus pratorum), doch auch die Steinhummel (Bombus lapidarius) und die Baumhummel (Bombus hypnorum) werden als unfreiwillige Wirte genutzt. Weibliche Wald-Kuckuckshummeln sind 14 bis 16 Millimeter lang, die Männchen bringen es auf eine Körperlänge von 13 bis 15 Millimeter. In ihrem Aussehen ähnelt diese Hummelart sehr der Wiesenhummel. Der größte Teil des Körpers der Wald-Kuckuckshummel ist schwarz. Hinter dem Kopf verläuft eine gelbe oder weißlich-gelbe Binde und im hinteren Bereich des Hinterleibs tragen sie weiße Haare. Im April beginnt die Flugzeit der Individuen, die überwintert haben. Sie dauert bis Juli. Jung-Weibchen fliegen ab Anfang Juli und die Jung-Männchen etwa ab Mitte Juli.

  Männliche Wald-Kuckuckshummel (Forest Cuckoo Bee, Bombus sylvestris)   Männliche Wald-Kuckuckshummel (Forest Cuckoo Bee, Bombus sylvestris)  
  Männchen (Drohn), Foto: 10.07.2014,
Bochum-Riemke
  Männchen (Drohn), Foto: 03.05.2014,
Bochum-Riemke
 

Wiesenhummel (Early Bumblebee, Bombus pratorum)

Wiesenhummel (Early Bumblebee, Bombus pratorum)Recht zierlich gebaut ist die Wiesenhummel. Arbeiterinnen und Drohnen erreichen eine Körperlänge von Maximal 14 Millimeter, Königinnen bringen es auf eine Länge von 15 bis 17 Millimeter. Typisch für die Spezies ist der gelbe Kragen, auch das zweite Hinterleibssegment ist gelb gefärbt. Zudem ist die Oberseite des hinteren Körpersegments orange gefärbt. Der restliche Körper ist schwarz und die Hummeln sind stark behaart. In ganz Europa mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel sind Wiesenhummeln heimisch. Sie ernähren sich von Pollen und Nektar und suchen dafür circa 130 Pflanzenarten auf. Die Wiesenhummel wird von der Wald-Kuckuckshummel (Bombus sylvestris) parasitiert. Foto: 06.06.2015, Bochum-Riemke

Echte Blattwespen (Sawflies, Tenthredinidae)

In Europa leben über 1.000 Arten aus der Familie der Echten Blattwespen, in Mitteleuropa sind es rund 900. Etliche davon sind in Deutschland heimisch. In diesem Kapitel werden folgende Arten aus dieser Familie vorgestellt:

· Braunwurzblattwespe (Figwort Sawfly, Tenthredo scrophulariae)
· Eichenblattwespe (Oak Sawfly, Periclista lineolata)
· Erlenblattwespe (Alder Sawfly, Eriocampa ovata)
· Feld-Blattwespe (Tenthredo campestris)
· Grüne Blattwespe (Green Sawfly, Rhogogaster viridis)
· Kleine Lindenblattwespe (Caliroa annulipes)
· Monophadnus pallescens
· Pontania proxima
· Tenthredopsis nassata
· Tenthredo omissa 

Braunwurzblattwespe (Figwort Sawfly, Tenthredo scrophulariae)

Erwachsene Braunwurzblattwespen sind schwarz und gelb gefärbt und ahmen damit die Warnfärbung Echter Wespen nach, die mit ihrem Giftstachel ihren Angreifern gefährlich werden können. Doch bei den Braunwurzblattwespen besteht kein Grund zur Sorge, sie können nicht stechen. Ihre Körperlänge beträgt elf bis 15 Millimeter. Deutlich unauffälliger sind ihre Larven gefärbt. Sie sind weiß bis cremefarben und tragen viele kleine schwarze Flecken; ihr Kopf ist schwarz. Bis zu 30 Millimeter können sie lang werden. Wie es ihr deutscher Name vermuten lässt, ernähren sie sich vor allem von Braunwurz-Blättern (Scrophularia sp.). Von Juli bis Oktober kann man die Larven, die oft mit Schmetterlingsraupen verwechselt werden, in der Natur beobachten. Von Juni bis August dauert die Flugzeit der erwachsenen Braunwurzblattwespen.

  Braunwurzblattwespe (Figwort Sawfly, Tenthredo scrophulariae)   Larve einer Braunwurzblattwespe (Figwort Sawfly, Tenthredo scrophulariae)  
  Foto: 10.07.2015,
Hattingen-Niederwenigern
  Larve, Foto: 23.08.2014,
Bochum-Riemke
 

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Eichenblattwespe (Oak Sawfly, Periclista lineolata)

Eichenblattwespe (Oak Sawfly, Periclista lineolata)Im Frühling kann man an Eichen die Larven der Eichenblattwespe finden. Diese Tiere erinnern an Raupen, es handelt sich aber nicht um Larven von Schmetterlingen oder Faltern. Zu erkennen ist dies daran, dass Blattwespenlarven mehr Beine haben als Raupen. Die Grundfärbung der Larve von Periclista lineolata ist hellgrün bis gelblichgrün und ihre Körperlänge beträgt sechs bis sieben Millimeter. Ein auffälliges Merkmal sind die dunklen, dornigen Fortsätze, die die Tiere auf dem Körper tragen. Das Gesicht ist ebenfalls sehr dunkel gefärbt. Eichenblätter bilden die Nahrung dieser Larven. Foto: 23.05.2015, Hattingen

Erlenblattwespe (Alder Sawfly, Eriocampa ovata)

Larve der Erlenblattwespe (Alder Sawfly, Eriocampa ovata)Die Erlenblattwespe ist wie es ihr Name bereits vermuten lässt normalerweise an Erlen (Alnus sp.) anzutreffen. Erwachsene Blattwespen dieser Spezies sind circa zehn Millimeter groß. Sie sind nahezu am gesamten Körper schwarz gefärbt. Auf der Oberseite ist der Brustbereich dunkelrot. An den Beinen und an den Fühlern befinden sich einige helle Abschnitte. Ihre Flugzeit dauert von Mai bis August. Auf Erlen legen sie ihre Eier ab. Die Larven sind im Spätsommer und frühen Herbst auf Erlenblättern zu finden. Sie sind grün gefärbt und meist am gesamten Körper mit einer pudrigen, weißen und flockigen Substanz bedeckt, die ihnen das Aussehen von Vogelkot verleiht. Wird diese Substanz abgerieben, kommt der grüne Körper zum Vorschein. Bis zu 20 Millimeter können die Larven lang werden. Foto: 09.09.2013, Bochum-Riemke

Feld-Blattwespe (Tenthredo campestris)

Feld-Blattwespe (Tenthredo campestris)Die Feld-Blattwespe ist relativ zierlich gebaut. Weibchen sind acht bis zwölf Millimeter lang, Männchen acht bis elf Millimeter. Schwarz und orange bis gelblichorange ist die Färbung dieser Insekten. Schwarz sind der Hinterleib und der Kopf gefärbt, auf dem ansonsten orangegelben Rumpf gibt es nur einige dunkle Bereiche. Die Beine und die Fühler sind gelb bis gelborange gefärbt, nur an den hinteren Beinen kann es dunkle Abschnitte geben. Durchscheinend bräunlich sind die Flügel dieser Blattwespen. Ihre Flugzeit dauert von Mai bis Juli. Anzutreffen sind diese Tiere in Gärten, Landschaften mit Hecken und Gebüschen sowie an Waldrändern. Foto: 22.06.2014, Bochum-Dahlhausen

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Grüne Blattwespe (Green Sawfly, Rhogogaster viridis)

Grüne Blattwespe (Green Sawfly, Rhogogaster viridis)Die Grüne Blattwespe ist ein Mitglied der Familie der Echten Blattwespen (Tenthredinidae). Ihre Körperlänge beträgt zehn bis 13 Millimeter und ihre Grundfärbung ist hell grasgrün. Auf dieser Grundfarbe befindet sich ein schwarzes Muster, das auf dem Kopf und auf der Oberseite des Brustteils eine typische Anordnung hat. Den Hinterleib bedeckt auf der Oberseite ein schwarzer Längsstreifen. Außerdem befinden sich auf den Beinen auf der Oberseite schwarze Streifen. An den Flanken befinden sich einige schwarze Flecken. Typische Lebensräume, in denen man Grüne Blattwespen antreffen kann, sind Wälder, Parks und Gärten. Foto: 11.06.2013, Bochum-Riemke

Kleine Lindenblattwespe (Caliroa annulipes)

Larven der Kleinen Lindenblattwespe (Caliroa annulipes)Erwachsene Individuen der Blattwespenart Caliroa cinxia sind nur fünf bis sechs Millimeter lang. Sie sind am gesamten Körper schwarz gefärbt, auch ihre Beine und Fühler sind schwarz. Insgesamt sind diese Tiere deshalb sehr unauffällig. Zwischen Mai und September findet ihre Flugzeit statt. Man kann sie meist an Waldrändern beobachten, wo sie sich gern auf Laubbäumen aufhalten. Ihre Larven leben auf den Blättern verschiedener Laubbäume. Besonders häufig trifft man sie auf Eichen (Quercus sp.) an. Die nur wenige Millimeter langen, gelblichweißen und durchscheinenden Larven sind unförmig gebaut und eine schleimige Substanz bedeckt ihren Körper. Diese Tiere fressen meist auf der Unterseite der Blätter das Pflanzenmaterial. Foto: Larven, 12.07.2014, Bochum-Riemke

Monophadnus pallescens

Monophadnus pallescensDie Insektenart Monophadnus pallescens aus der Familie der Echten Blattwespen hat keinen deutschen Namen.Ihre Körperlänge beträgt nur fünf bis sechs Millimeter und sie ist recht schmal gebaut. Der Kopf und der Körper sind schwarz, die Beine sind teils schwarz und teils hellgrau bis weißlich. Auf den transparenten Flügeln tragen die Tiere dunkle Flecken. Beobachten kann man diese Spezies auf Wiesen, auf denen Hahnenfuß (Ranunculus sp.) wächst. Diese Pflanzen bilden die Nahrung der Larven von Monophadnus pallescens. Die Flugzeit beginnt im April und dauert bis in den Juni. Foto: 08.05.2015, Bochum-Riemke

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Pontania proxima

Die Insektenart Pontania proxima gehört zu den Blattwespen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Europa, Asien und Nordamerika. Die erwachsenen Wespen sind circa fünf Millimeter lang und sie sind nahezu am gesamten Körper schwarz gefärbt, ihre Beine sind gelb. Durchscheinend sind die Flügel, ihr vorderer Rand ist gelblich. Sie sind auf Weiden (Salix sp.) als Futterpflanzen für ihre Larven angewiesen, weshalb sie in Gegenden heimisch sind, in denen diese Bäume wachsen. Während sie die Eier auf Weidenblätter legen, geben die Weibchen ein Sekret ab, das das Blatt dazu veranlasst, an jener Stelle auf der Ober- und Unterseite eine Galle zu bilden. Diese ist anfangs grünlich gefärbt und später rot und dann dunkelbraun. In den Gallen lebt je eine Larve. Sie sind gelb gefärbt und haben einen braunen Kopf. Im Herbst verlassen die Larven ihre Gallen und überwintern in einem Kokon, den sie im Boden errichten. Die nächste Blattwespengeneration schlüpft im Folgejahr im Juni. Foto: 22.09.2013, Bochum-Querenburg

  Gallen von Pontania proxima   Gallen von Pontania proxima  
  Gallen, Foto: 22.09.2013,
Bochum-Querenburg
  Gallen, Foto: 22.09.2013,
Bochum-Querenburg
 

Tenthredopsis nassata

Tenthredopsis nassata, WeibchenMir ihrer Körperlänge von zehn bis zwölf Millimeter ist die Blattwespenart Tenthredopsis nassata recht groß. Ihr Körperbau ist schmal und sie haben recht lange, rötliche Fühler. Männliche Individuen sind an ihrem schwarzen Halsschild zu erkennen, bei den Weibchen ist diese Körperpartie rot. Auch der Hinterleib ist bei den beiden Geschlechtern unterschiedlich gefärbt. Bei den Männchen ist er überwiegend rotbraun gefärbt, wohingegen er bei den Weibche gelb und schwarz ist. Die Beine sind gelblichbraun. An der vorderen Kante tragen die transparenten Flügel einen kleinen, schwarz und gelb gemusterten Bereich. Wiesen, Hecken und Waldränder sind Lebensräume, in denen man Tenthredopsis nassata beobachten kann. Von April bis August dauert die Flugzeit dieser Tiere. Foto: Weibchen, 24.05.2015, Bochum-Riemke

Tenthredo omissa

Tenthredo omissaDie Blattwespenart Tenthredo omissa erreicht eine Körperlänge von acht bis zwölf Millimeter. Wie viele andere nahe verwandten Blattwespen sind Vertreter der Spezies Tenthredo omissa überwiegend schwarz und gelb gefärbt. Bei dieser Tierart ist der obere Bereich der Beine gelb gefärbt, der untere ist schwarz. Am hinteren Beinpaar kann der untere Bereich gelborange bis rötlich oder schwarz sein. Schwarz sind auch die Fühler von Tenthredo omissa. Rötlichbraun und transparent sind die Flügel. Von Juli bis September kann man diese Tiere auf feuchten Wiesen, in Auwäldern und in anderen feuchten Lebensräumen beobachten. Sie suchen häufig Doldenblütler auf, wo sie Nektar und Pollen fressen. Die Larven der Blattwespen der Gattung Tenthredo sind meist schwarz gefärbt und haben gelbliche Flecken. Sie erinnern in ihrem Aussehen an dicke Schmetterlingsraupen. Foto: 19.08.2015, Bochum-Querenburg

 

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Interessante Internetseiten:

Diptera.info (englische Fliegen-Webseite)

Syrphidae.de (Schwebfliegen-Webseite)

Fliegen-Bildergalerie bei Flickr

Hymenoptera.de (Hummeln, Wespen, Bienen, Hornissen)

Naturgucker.de