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Spinnentiere in Köln und im Umland - Teil 1

Achtung, zu dieser Seite gibt es eine überarbeitete Version, die Sie hier finden.

Baldachinspinnen (Sheet Weavers, Linyphiidae)

In aller Welt gibt es etwa 4.300 Arten aus der Familie der Baldachinspinnen, es kommen rund 570 Gattungen vor. Circa 500 Arten aus dieser Familie sind in Mitteleuropa heimisch. Meist sind Baldachinspinnen recht klein. Typisch für sie ist, dass sie ihre Nester häufig in Bodennähe bauen. Die feinen Gespinste bilden leicht gewölbte Baldachine in der Vegetation. Folgende Baldachinspinnen-Arten werden in diesem Kapitel vorgestellt:

· Linyphia triangularis (Money Spider)
· Neriene radiata

Linyphia triangularis (Money Spider)

Linyphia triangularis (Money Spider)Weibchen der Spinnenart Linyphia triangularis können eine Körperlänge von fünf bis 6,6 Millimeter erreichen. Etwas kleiner sind die Männchen, sie sind 4,6 bis sechs Millimeter lang. Typisch für diese Spezies ist ihre besondere Zeichnung. Der vordere Körperbereich ist in aller Regel dunkelbraun gefärbt, darauf befindet sich ein helles, stimmgabelförmiges Muster. Bräunlich ist auch der Hinterleib gefärbt, darauf befindet sich ein weißes Muster. Im Sommer bis in den Spätsommer hinein lassen sich erwachsene Baldachinspinnen in der deutschen Natur beobachten. Diese Spezies lebt vor allem in Wäldern, an deren Rändern und in Landschaften mit vielen Büschen. Foto: 08.09.2012, Troisdorf

Neriene radiata

Neriene radiataWie viele andere Spinnenarten weist Neriene radiata einen deutlichen Unterschied der Geschlechter auf. Weibchen können bis zu 6,5 Millimeter lang werden, Männchen erreichen eine Körperlänge von maximal 5,5 Millimeter. Dunkelbraun ist der Vorderkörper gefärbt. Ein wichtiges Merkmal der Spezies ist die helle Umrandung des oberen Bereichs des Vorderkörpers. Die Beine sind grünlichbraun und an vielen Stellen weisen sie Stachel auf. Weiß ist die Grundfarbe der Oberseite des hinteren Körperbereichs. Dort tragen die Spinnen in der Mitte einen braunen bis schwarzen Mittelstreif, in dem sich einige weiße Flecken befinden. Auf der Unterseite ist der Hinterleib überwiegend schwarz gefärbt, außerdem haben die Spinnen dort ein gelblichweißes Muster. Bei den beiden Geschlechtern ist die Zeichnung ähnlich. Heimisch ist diese Spinnenspezies in eher trockenen Lebensräumen. Die Tiere halten sich bevorzugt in niedriger Vegetation auf. Recht stark ist die Wölbung der Netze. Foto: 17.06.2012, Köln-Eil

Dickkieferspinnen (Long-jawed Orb-weavers, Tetragnathidae)

Weltweit gibt es circa 950 Arten aus der Familie der Dickkieferspinnen. Innerhalb der Familie existieren 51 Gattungen. Folgende Dickkieferspinnen-Spezies sind in diesem Kapitel in alphabetischer Reihenfolge abgebildet:

· Bergstreckerspinne (Stretch Spider, Tetragnatha montana)
· Gemeine Streckerspinne (Longjawed Orb-weaver, Tetragnatha extensa)
· Herbstspinne (Common Orb-weaver, Metellina segmentata)

Bergstreckerspinne (Stretch Spider, Tetragnatha montana)

Obwohl der Name eher vermuten lässt, dass diese Spinnenart in bergigen Regionen lebt, kommt sie auch im Tiefland vor. Sie bewohnt in Gewässernähe insbesondere die Kronenregionen von Sträuchern und Bäumen. Männchen erreichen eine Körperlänge von sechs bis acht Millimeter, Weibchen sind sieben bis zehn Millimeter lang. Bei weibliche Tieren sind Vorderkörper (Prosoma) und Beine einfarbig beigebraun gefärbt. Der Hinterkörper (Opisthosoma) zeigt eine typische Färbung, die aus einem auf weißlichem Grund befindlichen goldfarbenen Band mit feiner Netzzeichnung besteht, das in der Mitte verläuft und recht breit und scharf abgesetzt ist. Die Männchen sind in aller Regel etwas dunkler oder rötlicher gefärbt und weisen dieselbe Zeichnung auf.

  Bergstreckerspinne (Stretch Spider, Tetragnatha montana)   Bergstreckerspinne (Stretch Spider, Tetragnatha montana)  
  Foto: 06.04.2012,
Köln-Brück
  Foto: 15.04.2012,
Köln-Braunsfeld
 

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Gemeine Streckerspinne (Longjawed Orb-weaver, Tetragnatha extensa)

Gemeine Streckerspinne (Longjawed Orb-weaver, Tetragnatha extensa)Eine der in Europa am weitesten verbreiteten Spinnenarten ist die Gemeine Streckerspinne. Als Lebensräume bevorzugt sie Wiesen und Hochstaudenfluren, die meist in der Nähe von Gewässern liegen. Weibchen weisen eine Körperlänge von zehn bis zwölf Millimeter auf, Männchen sind mit ihrer Körperlänge von sechs bis neun Millimeter etwas kleiner. Der hintere Körperbereich ist bei dieser Spezies länglich und recht schlank. Häufig ist die Grundfärbung gelblich bis grünlich, viele Tiere tragen eine Strichzeichnung mit angedeuteter Mittellinie. Vereinzelt kann diese Strichzeichnung nur sehr schwach ausfallen, sodass das Muster netzartig wirkt. Braun sind die Beine und der vordere Körperbereich gefärbt, dies gilt außerdem für die Unterseite des Hinterleibs. Die Gemeine Streckerspinne baut in Bodennähe kleine Radnetze. Die meiste Zeit verharren die Tiere aber in gestreckter Haltung auf der Unterseite von Blättern, Stängeln oder Grashalmen. Sie positionieren ihren Körper dabei so, dass einige Beine nach vorn und einige nach hinten weisen. Erwachsene Individuen dieser Spezies können von Mai bis September in der Natur angetroffen werden. Foto: 20.05.2012, Köln-Brück

Herbstspinne (Common Orb-weaver, Metellina segmentata)

Männliche Herbstspinne (Common Orb-weaver, Metellina segmentata)Weibliche Herbstspinnen können eine Körperlänge von 6,5 bis neun Millimeter erreichen. Mit sechs bis 7,5 Millimeter Länge sind die Männchen dieser Art etwas kleiner. Gelblich bis hellbraun ist der vordere Bereich des Körpers gefärbt, die Augenhügel stehen deutlich sichtbar hervor und es gibt eine schwarze Längszeichnung in Form eines "Y". Länglich und nach hinten oval zulaufend ist der Hinterleib dieser Spinnenart geformt. Er ist farblich variabel, seine Tönung kann von gelblich über bräunlich bis grünlich ausfallen. Auch rötlichbraun gefärbte Hinterleibe sind bei dieser Spezies möglich. Zudem befindet sich auf diesem hinteren Körperteil eine diffuse Zeichnung. In Europa kommt eine sehr ähnliche Art vor, die nur durch eine Genitaluntersuchung von Metellina segmentata unterschieden werden kann: Metellina mengei. Aber letztere ist sehr selten anzutreffen, weshalb die hier gezeigten Tiere höchstwahrscheinlich der Art M. segmentata angehören. Heimisch ist die Herbstspinne in allen offenen und halboffenen Lebensräumen, also beispielsweise in Parks, Gärten oder an Waldrändern und in Hecken. Weil die Tiere zwischen August und Oktober zu beobachten sind, haben sie ihren deutschen Namen erhalten.

  Weibliche Herbstspinne (Common Orb-weaver, Metellina segmentata)   Männliche Herbstspinne (Common Orb-weaver, Metellina segmentata)  
  Weibchen, Foto: 02.09.2012,
Köln-Brück
  Männchen, Foto: 02.10.2011,
Köln-Dünnwald
 

Echte Radnetzspinnen (Orb-weaver Spiders, Araneidae)

Die weltweit drittgrößte Familie der Webspinnen ist die der Echten Radnetzspinnen. Es gibt über 2.800 Arten in 160 Gattungen. In Deutschland kommen einige Vertreter dieser faszinierenden Spinnen vor. Folgende Echte Radnetzspinnen sind in diesem Kapitel in alphabetischer Reihenfolge abgebildet:

· Brückenkreuzspinne (Bridge Spider, Larinioides sclopetarius)
· Eichenblatt-Radspinne (Oak Spider, Aculepeira ceropegia)
· Gartenkreuzspinne (European Garden Spider, Araneus diadematus)
· Gehörnte Kreuzspinne (Orb-weaver, Araneus angulatus)
· Heideradspinne (Neoscona adianta)
· Körbchenspinne (Gorse Orb-weaver, Agalenatea redii)
· Kürbisspinne (Cucumber Green Spider, Araniella sp.)
· Schilfradspinne (Orb-weaver spider, Larinioides cornutus)
· Spaltenkreuzspinne (Walnut Orb-weaver Spider, Nuctenea umbratica)
· Streifenkreuzspinne (Cricket Bat Orb-weaver, Mangora acalypha)
· Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)

Brückenkreuzspinne (Bridge Spider, Larinioides sclopetarius)

Die Brückenkreuzspinne ist an ihrer typischen Färbung und Zeichnung zu erkennen. Ihr Vorderkörper weist eine dunkel rotbraune Grundfärbung auf, darauf befinden sich helle Härchen. Diese Haare bilden ein nach vorn offenes V und ein U, das die Schenkel des V umfasst. Darüber hinaus ist der Rand des Vorderkörpers, bei Spinnen Prosoma genannt, dicht hell behaart. Die Grundfarbe des Hinterkörpers (Opisthosoma) variiert bei den einzelnen Individuen, sie kann hell gelbbraun bis fast schwarzbraun sein. Auf dem Hinterleib findet sich eine helle Blattzeichnung sowie an manchen Stellen eine dichte, weiße Behaarung. Männchen sind sechs bis acht Millimeter groß, Weibchen erreichen eine Körpergröße von zehn bis 13 Millimeter. Bei den Männchen ist der Hinterkörper relativ zum Vorderkörper kleiner als bei den Weibchen, außerdem haben die Männchen verglichen mit ihrer Körpergröße längere Beine. Anzutreffen ist die Brückenkreuzspinne fast nur an Felsen oder Gebäudewänden, die in unmittelbarer Nähe fließender Gewässer stehen. Diese Art wird alternativ auch Brückenspinne genannt.

  Weibliche Brückenkreuzspinne (Bridge Spider, Larinioides sclopetarius)   Weibliche Brückenkreuzspinne (Bridge Spider, Larinioides sclopetarius)  
  Foto: 14.03.2012,
Köln-Brück
  Foto: 05.08.2012,
Köln-Brück
 

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Eichenblatt-Radspinne (Oak Spider, Aculepeira ceropegia)

Weibliche Eichenblatt-Radspinne (Oak Spider, Aculepeira ceropegia)Weibliche Eichenblatt-Radspinnen erreichen eine Körperlänge von zwölf bis 14 Millimeter, die Männchen dieser Spezies werden sieben bis acht Millimeter lang. Einfarbig braun ist der vordere Körperbereich (Prosoma) gefärbt, der Hinterleib (Opisthosoma) ist gelblichbraun gefärbt. Auf dieser Grundfarbe befindet sich ein dunkles Netzmuster und eine weiße "Blattzeichnung" in der Mitte des Rückens. Der hintere Körperbereich ist bei dieser Spinnenart recht hoch und länglich geformt. Die Schenkel sind einfarbig hellbraun, die darunter liegenden Beinbereiche sind hell und dunkel geringelt. Außerdem sind die Beine behaart. Heimisch ist die Eichenblatt-Radspinne in verschiedenen Lebensräumen. Sie kommt auf Brachflächen, auf Trockenrasen, Feuchtwiesen und Waldlichtungen vor. Erwachsene Spinnen lassen sich im Sommer beobachten. Foto: Weibchen, 14.07.2013, Köln-Brück

  Weibliche Eichenblatt-Radspinne (Oak Spider, Aculepeira ceropegia)   Männliche Eichenblatt-Radspinne (Oak Spider, Aculepeira ceropegia)  
  Weibchen, Foto: 14.07.2013,
Köln-Brück
  Männchen, Foto: 16.06.2013,
Köln-Brück
 

Gartenkreuzspinne (European Garden Spider, Araneus diadematus)

Weibliche Gartenkreuzspinne (European Garden Spider, Araneus diadematus)In vielen Teilen der Welt, darunter in Deutschland, ist die Gartenkreuzspinne heimisch. Diese Spinnenart ist überwiegend bräunlich gefärbt. Auf dem Rücken tragen die Tiere einen für sie typischen hellen, kreuzförmigen Bereich, der die Menschen einst bei der Namensgebung inspiriert hat. Weibchen können eine Rumpflänge (die Beine zählen dabei nicht mit) von bis zu 18 Millimeter erreichen, Männchen bringen es nur auf etwa zehn Millimeter Größe. Ihr Hinterleib ist deutlich schmaler als derjenige der Weibchen, siehe Foto unten rechts. Gartenkreuzspinnen sind nur wenig spezialisiert, deshalb trifft man sie an sehr vielen verschiedenen Orten an, also beispielsweise in menschlichen Siedlungen und Gärten. In anderen Lebensräumen wie Wälder und Heckenlandschaften ist diese Spinnenart im Sommer ebenfalls zu finden. Jungtiere sammeln sich anfangs zu dichten Trauben. Die kleinen Spinnen sind auffällig gelb gefärbt und tragen eine schwarze Zeichnung auf dem Hinterleib. Eine Abbildung junger Gartenkreuzspinnen ist in meinem Düsseldorf-Reisebericht zu sehen. Foto: 29.09.2011, Köln-Eil

  Weibliche Gartenkreuzspinne (European Garden Spider, Araneus diadematus)   Männliche Gartenkreuzspinne (European Garden Spider, Araneus diadematus)  
  Weibchen, Foto: 25.08.2012,
Köln-Brück
  Männchen, Foto: 29.08.2012,
Köln-Brück
 

Gehörnte Kreuzspinne (Orb-weaver, Araneus angulatus)

Gehörnte Kreuzspinne (Orb-weaver, Araneus angulatus)Etwa 15 bis 18 Millimeter beträgt die Körperlänge weiblicher Gehörnter Kreuzspinnen. Männchen sind mit einer Körpergröße von bis zu zehn Millimeter etwas kleiner. Graubraun ist die Grundfärbung dieser Spinnenart. Auf dem Hinterleib hat die Gehörnte Kreuzspinne zwei Höcker, die für die Art typisch sind. Bei den meisten Individuen befindet sich zwischen diesen Höckern ein heller Fleck, der mehr oder minder deutlich ausgeprägt sein kann. Auf dem Hinterleib tragen diese Tiere die für Kreuzspinnen charakteristische Blattzeichnung. Grau und braun geringelt sind die Beine, die Spinnen tragen dort borstige Haare. Anzutreffen sind Gehörnte Kreuzspinnen in lichten Wäldern, am liebsten mögen sie Kiefernwälder. In Deutschland ist diese Spezies selten, sie gilt als gefährdete Art. Foto: 05.07.2013, Köln-Brück

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Heideradspinne (Neoscona adianta)

Heideradspinne (Neoscona adianta)Zu den seltenen Spinnen, die man in den Niederungen Deutschlands beobachten kann, gehört die Heideradspinne. Weil es immer weniger offene Lebensräume gibt, die den Ansprüchen dieser Spezies genügen, gilt sie hierzulande als gefährdete Art. Weibliche Heideradspinnen sind 5,5 bis sieben Millimeter groß, Männchen werden nur vier bis fünf Millimeter groß. Gelblichbraun ist der Vorderkörper bei beiden Geschlechtern gefärbt. Dort verläuft ein schwarzer Mittelstreif. Recht variabel ist der Hinterleib auf der Oberseite gefärbt. Er kann grau, gelblich, bräunlich bis rötlich gefärbt sein. Mittig befindet sich auf dem Hinterleib ein schmaler, mehrfach verengter Lanzettfleck. Gesäumt wird er von zwei breiten, nach außen gebuchteten hellen Bändern gesäumt. Daran schließt ein schwarzer Saum an. Graubraun sind die Beine gefärbt, sie tragen dornige Haare. Heimisch ist die Heideradspinne in offenen und warmen Gegenden mit Calluna-Heide, an Moorrändern kommt sie ebenfalls vor. Im Juli und August kann man in der Natur erwachsene Tiere antreffen. Foto: 30.07.2013, Köln-Grengel

Körbchenspinne (Gorse Orb-weaver, Agalenatea redii)

Weibliche Körbchenspinne (Gorse Orb-weaver, Agalenatea redii)Weibliche Körbchenspinnen erreichen eine Körpergröße von sieben bis acht Millimeter, Männchen sind nur 3,5 bis 5,5 Millimeter groß. Hell beigebraun ist der Vorderkörper dieser Spezies gefärbt, er ist außerdem recht stark behaart. Dies gilt auch für den Hinterkörper. Er ist ein wenig breiter, als er lang ist. Bei den meisten Individuen ist die Grundfärbung gelblich braun, darauf befindet sich eine variable Zeichnung aus hellen und dunklen Bändern und Flecken. Manche Individuen haben einen dunkelbraunen Hinterkörper, der im vorderen Bereich zwei weiße Flecken trägt. Häufig verläuft auf dem Hinterleib ein dunkles Mittelband. Hell und dunkel geringelt sind die Beine, dieses Muster ist jedoch in aller Regel weniger kontrastreich als bei anderen Spinnenarten. An den Beinen tragen Körbchenspinnen borstige Haare. Anzutreffen sind diese Tiere in offenen, warmen Landschaften, also beispielsweise Sandtrocken- oder Halbtrockenrasen. Beobachten lassen sich diese Spinnen im Sommer und im Herbst. Foto: 09.06.2013, Köln-Brück

  Weibliche Körbchenspinne (Gorse Orb-weaver, Agalenatea redii)   Weibliche Körbchenspinne (Gorse Orb-weaver, Agalenatea redii)  
  Weibchen, Foto: 30.09.2012,
Troisdorf
  Weibchen, Foto: 09.06.2013,
Köln-Brück
 

Kürbisspinne (Cucumber Green Spider, Araniella sp.)

Weibliche Kürbisspinne (Cucumber Green Spider, Araniella sp.) mit EikokonKürbisspinnen haben einen auffällig hellgrün gefärbten Hinterleib, der restliche Körper und die Beine sind grünlich-braun gefärbt. Außerdem tragen die Tiere auf den Beinen lange Stacheln. Weibchen sind etwa sechs Millimeter lang, Männchen bis zu vier Millimeter. In Deutschland sind Kürbisspinnen weit verbreitet. Sie sind an Waldrändern, in Nadelwäldern, in Gebüschen und Hecken sowie auf Wiesen, Brachland, in Sümpfen und Mooren zu finden. Durch ihren grünen Hinterleib sind diese zu den Radnetzspinnen gehörenden Tiere recht gut getarnt. Die bei uns heimischen Arten, zu denen unter anderem Araniella cucurbitina gehört, ist von anderen Spezies ihrer Gattung nur mittels einer mikroskopischen Untersuchung der Fortpflanzungsorgane zu unterscheiden. Deshalb kann das hier gezeigte Tier nicht auf Artebene benannt werden, weil eine solche Untersuchung nicht erfolgt ist. Foto: 30.05.2013, Köln-Grengel

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Schilfradspinne (Orb-weaver Spider, Larinioides cornutus)

Schilfradspinne (Orb-weaver Spider, Larinioides cornutus)In Deutschland ist die Schilfradspinne eine weit verbreitete und recht häufig vorkommende Spezies. Es gibt einige ähnliche Arten, mit denen sie jedoch hierzulande kaum verwechselt werden kann, weil sie in entweder in Deutschland nicht heimisch sind oder in anderen Lebensräumen anzutreffen sind. Die Schilfradspinne ist in aller Regel in der Nähe von Gewässern zu finden. Weibliche Tiere werden bis zu 13 Millimeter lang, Männchen messen nur maximal acht Millimeter. Hinsichtlich ihrer Körperfärbung und des Musters sind Schilfradspinnen variabel. Die Farbpalette reicht von schwarz-weiß bis gelblich-braun über grau-rosa. Typisch für die Spezies ist ein dunkelbrauner Keilfleck auf dem vorderen Teil des Körpers. Die Beine sind hell und dunkel gemustert und die Tiere tragen dort borstige Haare. Eine alternative Bezeichnung dieser Spinnenart lautet Schilf-Radnetzspinne. Foto: 22.09.2012, Elsdorf

Spaltenkreuzspinne (Walnut Orb-weaver Spider, Nuctenea umbratica)

Weibliche Spaltenkreuzspinne (Walnut Orb-weaver Spider, Nuctenea umbratica)Männliche Spaltenkreuzspinnen sind etwa sieben bis zehn Millimeter lang, Weibchen haben eine Körpergröße von 13 bis 16 Millimeter. Bei dieser Spinnenart ist der Vorderkörper (Prosoma) dunkelbraun gefärbt, der vordere Bereich ist rötlich braun aufgehellt. Außerdem ist der Vorderkörper dicht behaart. Der Hinterkörper (Opisthosoma) ist variabel gefärbt. Er kann rotbraun bis schwarzbraun sein und er trägt eine gelbliche bis gelblichgrün eingefasste, blattförmige Zeichnung. Auf der Oberseite des Hinterkörpers befinden sich paarige Vertiefungen. Bei dieser Spinnenart sind die Schenkel dunkelbraun gefärbt, lediglich die äußeren Glieder der Beine weisen ein hell- und dunkelbraun gefärbtes Ringelmuster auf. Anzutreffen sind Spaltenkreuzspinnen vor allem in lichten Laub- und Mischwäldern, mitunter aber auch in Parks und Gärten. Häufig bauen sie ihre Netze an alten Bäumen sowie an Gebäuden. Der Netzdurchmesser kann 45 bis 70 Zentimeter betragen. Spaltenkreuzspinnen sind nachtaktiv und sie halten sich am Tage für gewöhnlich versteckt. In der Zeit von Juli bis Oktober kann man diese Spinnen in der Natur beobachten. Foto: 14.07.2012, Köln-Brück

Streifenkreuzspinne (Cricket Bat Orb-weaver, Mangora acalypha)

Streifenkreuzspinne (Cricket Bat Orb-weaver, Mangora acalypha)Weibliche Streifenkreuzspinnen erreichen eine Körpergröße von 5,5 bis sechs Millimeter, die Männchen sind nur drei bis 3,5 Millimeter lang. Der Vorderkörper ist bei beiden Geschlechtern einfarbig gelblich oder grünlich-braun gefärbt; diese Körperpartie ist recht hell. In der Mitte des Vorderkörpers befindet sich ein schwarzer Strich, außerdem ist dieser Teil des Körpers schwarz gerandet. Auf der Oberseite ist der Hinterleib gelblich-weiß gefärbt, darauf verläuft ein unregelmäßiger schwarzer Mittelstrich und im hinteren Bereich befinden sich drei parallel verlaufende schwarze Striche. Außerdem erstreckt sich ein braunes Netzmuster über den Hinterleib. Die Beine sind behaart. In offenen, warmen Gegenden mit viel Gras, also beispielsweise auf Trockenrasen, sind Streifenkreuzspinnen in Deutschland heimisch. Sie können während des Frühlings und Sommers beobachtet werden. Foto: 12.06.2013, Troisdorf

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Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)

Männliche Wespenspinnen sind nur sechs Millimeter groß, die Weibchen erreichen hingegen eine Körpergröße von bis zu 25 Millimeter, mitunter sogar mehr. Der dicke Hinterleib der Weibchen ist gelb-weiß und schwarz gestreift. Mit dieser Warnfärbung signalisieren die Tiere, dass sie giftig sind. Dem Menschen können Wespenspinnen jedoch kaum gefährlich werden. Die Giftklauen dieser Tiere sind zu kurz, um die Haut eines Erwachsenen durchdringen zu können. Allenfalls bei kleinen Kindern und an Körperpartien mit sehr dünner Haut könnte eine Wespenspinne ihr Gift injizieren, es kann dadurch zu einer brennenden Schwellung kommen. Typische Lebensräume, in denen man Wespenspinnen beobachten kann, sind Wiesen mit halbhoher bis hoher Vegetation, die auch offene Bereiche aufweisen und viele Beutetiere beherbergen. Auf dem Speiseplan der Wespenspinnen stehen vor allem Grashüpfer. Ab Mai sind junge Spinnen in der Natur zu beobachten, von Juli bis August erwachsene Männchen. Die Weibchen kann man sogar bis in den Oktober hinein in der Natur finden. Alternative Namen dieser Spinnenart sind Tigerspinne, Seidenbandspinne und Zebraspinne.

  Weibliche Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)   Kokon einer Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)  
  Weibchen, Foto: 04.08.2012,
Köln-Brück
  Kokon einer Wespenspinne,
Foto: 17.08.2013, Rösrath-Stümpen
 

  Männliche Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)   Männliche (links) und weibliche Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)  
  Männchen, Foto: 28.07.2013,
Köln-Brück
  Männchen (links) und Weibchen,
Foto: 27.07.2013, Köln-Brück
 

  Sehr junge weibliche Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)   Typisches Netz einer jungen weiblichen Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)  
  Sehr junges Weibchen, Foto: 02.07.2013,
Köln-Brück
  Typisches Netz einer Jungspinne,
Foto: 02.07.2013, Köln-Brück
 

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  Junge weibliche Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)   Weibliche Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi) mit Beute  
  Junges Weibchen, Foto: 14.07.2012,
Köln-Brück
  Weibchen mit Beute, Foto: 04.08.2012,
Köln-Brück
 

  Weibliche Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)   Unterseite einer weiblichen Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)  
  Weibchen, Foto: 04.08.2012,
Köln-Brück
  Unterseite eines Weibchens,
Foto: 04.08.2012, Köln-Brück
 

Krabbenspinnen (Crab Spiders, Thomisidae)

Die Krabbenspinnen sind weltweit mit etwas mehr als 2.000 Arten vertreten, die circa 160 Gattungen umfassen. Viele Arten sind sehr ansprechend gefärbt und die Jagdtechnik der Krabbenspinnen ist ausgesprochen interessant. Farblich an ihren Untergrund angepasst und somit bestens getarnt, verharren sie beispielsweise auf Blüten und warten geduldig auf ein Beutetier, das sich dort zum Fressen niederlässt. Mit den Beinen wird das Opfer dann blitzschnell gepackt. Folgende Krabbenspinnen-Arten werden in diesem Kapitel vorgestellt:

· Busch-Krabbenspinne (Xysticus cristatus)
· Dreieck-Krabbenspinne (Crab Spider, Ebrechtella tricuspidata)
· Grüne Krabbenspinne (Crab Spider, Diaea dorsata)
· Veränderliche Krabbenspinne (Goldenrod Crab Spider, Misumena vatia)
· Xysticus ulmi

Busch-Krabbenspinne (Xysticus cristatus)

Busch-Krabbenspinne (Xysticus cristatus)Typische Lebensräume, in denen man die Busch-Krabbenspinne antrifft, sind offene Landschaften mit hoher Vegetation. An Waldrändern kann man diese Tiere ebenfalls mitunter beobachten. Die Spezies ist in weiten Teilen Europas heimisch. Weibliche Busch-Krabbenspinnen erreichen eine Körperlänge von sechs bis acht Millimeter, männliche Individuen sind mit drei bis fünf Millimeter Körperlänge ein wenig kleiner. Bräunlich ist die Grundfärbung dieser Spinnen. Der vordere Körperbereich (Prosoma) ist an den Seiten dunkel, auf der Oberseite befindet sich ein dunkles Dreieck. Ein waagerecht verlaufendes Streifenmuster bedeckt den ebenfalls braunen Hinterleib. Bei den Männchen fällt die Färbung ein wenig dunkler aus als bei den Weibchen. Busch-Krabbenspinnen können in Deutschland in der Zeit von April bis Juli oder Anfang August beobachtet werden. Während der Fortpflanzungsperiode bewachen sie ihre Kokons und halten sich lange Zeit an diesen auf. Foto: 08.09.2013, Troisdorf-Altenrath

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Dreieck-Krabbenspinne (Crab Spider, Ebrechtella tricuspidata)

Weibliche Dreieck-Krabbenspinnen sind sechs Millimeter lang, Männchen sind mit einer Länge von drei Millimeter deutlich kleiner. Beine und Vorderkörper der Weibchen sind grün gefärbt, ihr Hinterkörper ist weißlichgelb gefärbt. Auf der Oberseite ist eine rötlichbraune Zeichnung vorhanden. Bei den Männchen verlaufen auf dem meist hellbraun gefärbten Vorderkörper auf der Oberseite zwei braune bis rotbraune parallele Bänder, die längs verlaufen. In der Mitte ist die Oberseite des Vorderkörpers hell. Die Beine der Männchen sind bei vielen Individuen alle bräunlich, bei einigen Exemplaren sind jedoch nur die vorderen beiden Beinpaare braun und die hinteren beiden grünlich. Der Hinterleib der Männchen ist grün oder dunkel bräunlich gefärbt, auf ihm ist dieselbe Zeichnung wie bei den Weibchen zu sehen. Die Dreieck-Krabbenspinne kann von Mai bis Juli in der Natur beobachtet werden. Bevorzugte Lebensräume sind sonnige, warme Waldränder in der Nähe von Gewässern. Ein alternativer wissenschaftlicher Name dieser Art lautet Misumenops tricuspidatus.

  Weibliche Dreieck-Krabbenspinne (Crab Spider, Ebrechtella tricuspidata)   Weibliche Dreieck-Krabbenspinne (Crab Spider, Ebrechtella tricuspidata)  
  Foto: 18.07.2012,
Köln-Dellbrück
  Foto: 21.07.2013,
Rösrath-Stümpen
 

Grüne Krabbenspinne (Crab Spider, Diaea dorsata)

Grüne Krabbenspinne (Crab Spider, Diaea dorsata)Bei der Grünen Krabbenspinne ist wie bei zahlreichen anderen Spinnenarten ein deutlicher Unterschied in der Körpergröße der beiden Geschlechter zu erkennen. Männliche Individuen werden drei bis vier Millimeter lang, Weibchen fünf bis sechs Millimeter. Die Färbung der beiden Geschlechter ist dagegen relativ ähnlich. Weibchen zeigen einen einfarbig grünen vorderen Körperbereich, ihre Beine sind ebenfalls grün. Weißlichgelb ist der Hinterleib gefärbt und er trägt auf der Oberseite eine braune, schildförmige Zeichnung. Bei den Männchen ist auf dem Vorderkörper und auf den Vorderbeinen eine variable braune Fleckung typisch. In nicht zu feuchten Wäldern und Lebensräumen mit reichlich Vegetation ist die Grüne Krabbenspinne heimisch, sie ist dort lauernd auf den Blättern der Pflanzen zu finden. Bevorzugt hält sie sich in Gebüschen oder Baumkronen auf. Foto: 30.05.2012, Köln-Brück

Veränderliche Krabbenspinne (Goldenrod Crab Spider, Misumena vatia)

Weibliche Veränderliche Krabbenspinne (Goldenrod Crab Spider, Misumena vatia)In vielen Teilen Europas und somit auch in Deutschland lebt die Veränderliche Krabbenspinne. Der Name lässt es bereits vermuten, dass diese Tiere ein sehr variables Aussehen haben. Männchen erreichen eine Körpergröße von etwa vier Millimeter. Ihr vorderer Körperbereich ist meist schwarz und der Hinterkörper ist weißlich bis gelblich gefärbt. Für gewöhnlich verlaufen darauf zwei dunkle Längsstreifen. Weibliche Veränderliche Krabbenspinnen sind deutlich größer, sie bringen es auf eine Körpergröße von bis zu zehn Millimeter. Bei ihnen kann der gesamte Körper gelb, rötlich, grünlich oder weiß gefärbt sein. Außerdem kann man mitunter Individuen beobachten, die am Hinterkörper seitlich zwei rote Streifen tragen oder solche, bei denen Teile des Körpers gelblich sind. Diese Spinnenart gehört zu den Lauerjägern. Die farblich sehr gut an den Untergrund angepassten Tiere setzen sich auf Blüten oder an deren Unterseite ruhig hin, strecken die vorderen Beinpaare aus und warten in dieser Stellung reglos und geduldig darauf, dass sich ein Beutetier vor ihnen auf der Blüte niederlässt. Die Spinnen sind dann kaum noch zu erkennen und ihre Beute ist oftmals völlig arglos. Sitzt ein potenzielles Opfer in der Nähe, braucht die lauernde Spinne nur noch mit den beiden vorderen Beinpaaren blitzschnell zuzupacken. Anzutreffen ist diese Spinnenart dort, wo es viele Blüten gibt, also beispielsweise auf Wiesen. Foto: 04.08.2012, Köln-Brück

  Weibliche Veränderliche Krabbenspinne (Goldenrod Crab Spider, Misumena vatia)   Weibliche Veränderliche Krabbenspinne (Goldenrod Crab Spider, Misumena vatia)  
  Weibchen, Foto: 14.07.2012,
Köln-Brück
  Weibchen, Foto: 30.06.2012,
Troisdorf
 

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Xysticus ulmi

Xysticus ulmi, WeibchenDie Krabbenspinnenart Xysticus ulmi ist in Mitteleuropa und damit auch in Deutschland weit verbreitet. Weibchen erreichen eine Körperlänge von fünf bis acht Millimeter, die Männchen dieser Spezies werden hingegen nur drei bis vier Millimeter lang. Bei den weiblichen Individuen ist der vordere Körperbereich auf der Oberseite seitlich braun und mittig verläuft ein breites Längsband, dass entweder hellbraun oder blass gelblichbraun gefärbt ist. Es ist vorn breiter als hinten. In diesem Band befindet sich ein dreieckiger, nach hinten spitz zulaufender brauner Fleck. Der hintere Körperteil ist hellbraun gefärbt und trägt einen großen braunen Fleck, in dem sich wiederum eine helle Blattzeichnung befindet, an die sich hinten zwei bis drei parallele horizontale Bänder anschließen. Die Beine der Weibchen sind einfarbig braun, wobei die Farbe von hellbraun bis mittelbraun variieren kann. Männchen von Xysticus ulmi sind insgesamt dunkler und wirken kontrastreicher, haben aber grundsätzlich eine sehr ähnliche Zeichnung wie die Weibchen. Xysticus ulmi kommt in feuchten Lebensräumen vor, zum Beispiel an Gewässerufern, auf feuchte Wiesen und in Sümpfen. Meist kann man erwachsene Individuen dieser Spinnenart in Deutschland etwa ab Mitte bis Ende April bis in den Juli oder August hinein in der Natur beobachten. Foto: Weibchen, 13.05.2012, Köln-Brück

Kugelspinnen (Tangle-web Spiders, Theridiidae)

Die Kugelspinnen sind eine große Familie, die weltweit mit rund 2.300 Arten vorkommt - je nach Literaturquelle sind es mehr oder weniger. Davon sind mehr als 300 Spezies in Europa heimisch. Diese Spinnenfamilie wird auch als Haubennetzspinnen bezeichnet. Folgende Kugelspinnen-Arten werden in diesem Kapitel vorgestellt:

· Enoplognatha sp.

Enoplognatha sp. (Enoplognatha ovata oder Enoplognatha latimana)

Die Schwesternarten Enoplognatha ovata und Enoplognatha latimana sind äußerlich mit dem bloßen Auge nicht zu unterscheiden. Nur durch eine mikroskopische Untersuchung der Fortpflanzungsorgane ist eine Identifikation möglich. Weibchen beider Spezies erreichen eine Körperlänge von vier bis sechs Millimeter, Männchen werden drei bis fünf Millimeter groß. Der vordere Körperbereich (Prosoma) ist hell beige bis weißlich gefärbt und sehr fein schwarz gerandet. In der Mitte ist ein dunkler Streif zu erkennen. Variabel ist die Färbung des Hinterleibs. Hier kann die Grundfarbe von von grünlich bis gelblich oder cremefarben variieren. Viele Spinnen tragen eine bräunlichrote bis pink gefärbte Zeichnung. Es kommen zudem selten Individuen mit komplett rot oder pink gefärbtem Hinterleib vor. Heimisch sind die beiden Schwesternarten in offenen Landschaften. Sie bevorzugen Bereiche mit niedrigen Büschen, wie man sie beispielsweise auch in Parks oder Gärten findet.

  Enoplognatha sp. (Enoplognatha ovata oder Enoplognatha latimana), wahrscheinlich Enoplognatha ovata in der redimida-Farbform   Enoplognatha sp. (Enoplognatha ovata oder Enoplognatha latimana)  
  Wahrscheinlich Enoplognatha ovata in der redimida-Farbform, Foto: 17.06.2012,
Köln-Eil
  Foto: 16.06.2012,
Köln-Dellbrück
 

Glattbauchspinnen (Gnaphosidae)

Weltweit kommen circa 400 verschiedene Arten aus der Familie der Glattbauchspinnen vor, alternativ werden sie auch als Plattbauchspinnen bezeichnet. Ihre Färbung ist unauffällig und sie verstecken sich am Tage für gewöhnlich. Nachts gehen sie auf die Jagt, sie können sehr schnell laufen. Äußerlich sind einige der in Deutschland vorkommenden Glattbauchspinnen nur schwer zu unterscheiden. Folgende Art wird in diesem Kapitel vorgestellt:

· Zelotes sp.

Zelotes sp.

Zelotes sp.Circa acht bis zehn Millimeter war das hier gezeigte Exemplar groß. Das Tier war vollständig schwarz gefärbt. Zelotes-Arten kommen in unterschiedlichen Lebensräumen vor, darunter Wälder, Heidelandschaften, Moore und Trockenrasen. Man kann fast das gesamte Jahr über erwachsene Exemplare dieser Spezies beobachten. Rein schwarz gefärbte Zelotes-Arten sind nur anhand einer mikroskopischen Untersuchung ihrer Fortpflanzungsorgane sicher zu bestimmen. Die häufigste Art ist Zelotes subterraneus. Es könnte durchaus sein, dass es sich bei dem rechts gezeigten Tier um einen Vertreter dieser Art handelt. Foto: 24.03.2012, Köln-Dellbrück

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Laufspinnen (Running Crab Spiders, Philodromidae)

Weltweit kommen circa 500 Arten aus der Familie der Laufspinnen vor. Die meisten dieser Spezies sind in warmen Gegenden, also in tropischen beziehungsweise subtropischen Regionen heimisch. Einige kommen jedoch auch in Mitteleuropa vor. Folgende Laufspinnen-Art wird in diesem Kapitel beschrieben:

· Tibellus sp., wahrscheinlich Tibellus oblongus

Tibellus sp., wahrscheinlich Tibellus oblongus

Tibellus sp., wahrscheinlich Tibellus oblongus, WeibchenSpinnenarten der Gattung Tibellus haben einen langgestreckten Körperbau und erinnern dadurch ein wenig an Streckerspinnen. Bei der in diesem Absatz gezeigten Art handelt es sich sehr wahrscheinlich um Tibellus oblongus. Sie erreicht eine Körperlänge von acht bis zehn Millimeter. Weibchen haben eine hellbraune Grundfärbung. Mittig verläuft auf ihrem Vorder- und Hinterkörper ein dunkelbraunes Längsband. Seitlich ist das Abdomen ebenfalls ein wenig dunkler als die Oberseite. Männchen sind dagegen eher hellgrau gefärbt und ihre Längslinien sind sehr dunkel, sie sind fast schwarz. Sowohl an feuchten als auch an trockene Standorten kann man diese Spinnenart beobachten. Typische Lebensräume, in denen sie heimisch ist, sind Wiesen, Heideflächen und Ufer von Gewässern. Foto: 23.06.2012, Köln-Brück

 

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Weitere Informationen:

Koordinaten von Köln: 50.93606613, 6.95893764