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Amphibien und Reptilien in Köln und im Umland

Achtung, zu dieser Seite gibt es überarbeitete Kapitel: Amphibien und Reptilien.

Junge Zauneidechse (Sand Lizard, Lacerta agilis)In Köln und in der Umgebung dieser Stadt, also beispielsweise in Richtung Eifel oder im Bergischen Land, leben viele Amphibien und Reptilien. Einige von ihnen lassen sich vergleichsweise leicht beobachten. Andere Arten sind hingegen schwieriger aufzuspüren, weil sie selten sind und deshalb nur in geringer Zahl vorkommen und weil die Gebiete, in denen sie leben, nicht betreten werden dürfen. Diejenigen Arten, die man leicht zu Gesicht bekommt, können Sie in diesem Kapitel finden. In Zukunft werde ich es weiter ausbauen. Abbildung in diesem Abschnitt: Junge Zauneidechse, Foto: 29.09.2011, Köln-Eil

Amphibien (Amphibians, Amphibia)

Amphibien sind Landwirbeltiere, die jedoch einen Teil ihres Lebens - häufig das Larvenstadium - im Wasser verbringen. Man bezeichnet sehr junge Froschlarven auch als Kaulquappen, sie werden mit der Zeit je nach Art sehr groß. Dies gilt vor allem für einige Krötenlarven wie etwa das rechts gezeigte Tier. Vertreter der auch als Lurche bezeichneten Amphibien sind vielerorts in Köln und Umgebung heimisch, denn es gibt eine ganze Reihe geeigneter Lebensräume und Brutgewässer. Zu den Amphibien gehören unter anderem Frösche, Kröten und Molche. Folgende Amphibienarten sind in diesem Kapitel abgebildet:

· Erdkröte (European Toad, Bufo bufo)
· Fadenmolch (Palmate Newt, Lissotriton helveticus)
· Gelbbauchunke (Yellow-bellied Toad, Bombina variegata)
· Grasfrosch (Common Frog, Rana temporaria)
· Kleiner Wasserfrosch (Pool Frog, Pelophylax lessonae)
· Kreuzkröte (Natterjack Toad, Epidalea calamita)
· Springfrosch (Agile Frog, Rana dalmatina)
· Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus)
· Teichmolch (Smooth Newt, Lissotriton vulgaris)

Erdkröte (European Toad, Bufo bufo)

In Deutschland ist die Erdkröte vergleichsweise häufig anzutreffen. Sie ist ein Froschlurch aus der Gattung der Echten Kröten. Männchen werden bis zu neun Zentimeter lang, Weibchen erreichen eine Körperlänge von bis zu zwölf Zentimeter. Die Färbung der Tiere kann variabel sein, charakteristisch sind die warzigen Hautdrüsen. Bei einigen Erdkröten können verwaschene dunkle Flecken ausgemacht werden, diese sind häufiger bei Männchen als bei Weibchen zu beobachten. Erdkröten sind wechselwarm und vor allem in der Dämmerung aktiv. Am Tage ruhen sie meist in Verstecken. Anzutreffen sind sie in vielen Lebensräumen, darunter Wiesen, Wälder, Hecken und auch in naturnahen Gärten und auf Weiden. Für ihre Fortpflanzung benötigen die Tiere Gewässer wie Teiche, Seen oder Weiher.

  Erdkröte (European Toad, Bufo bufo)   Erdkröte (European Toad, Bufo bufo)  
  Foto: 24.03.2012,
Köln-Brück
  Foto: 16.06.2012,
Köln-Dellbrück
 

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Fadenmolch (Palmate Newt, Lissotriton helveticus)

Im westlichen Teil Deutschlands sowie lokal auch im östlichen Teil des Landes ist der Fadenmolch beheimatet. Diese Amphibienart erreicht eine Körperlänge von 8,5 Zentimeter (Männchen) beziehungsweise 9,5 Zentimeter (Weibchen). Braun ist der Rücken gefärbt, an den Flanken sind die Tiere gelbbraun. Während der Paarungszeit ist der Bauch hellgelb, in der Mitte befindet sich ein Fleckenmuster. An der Kehle sind keine Flecken vorhanden, sie ist fleisch- bis perlmuttfarben. Außerhalb der Paarungsperiode ist der Bauch gelblich gefärbt. Wenn sie ihre Wassertracht tragen, haben Männchen am Ende des Schwanzes einen bis zu acht Millimeter langen Faden. Außerdem sind sie an ihren großen, dunklen Schwimmhäuten zu erkennen. Manche Weibchen in der Landtracht haben ebenso wie einige Jungtiere auf dem Rücken eine rote Linie. Weil die Weibchen in der Wassertracht sehr unscheinbar sind, können sie leicht mit weiblichen Teichmolchen verwechselt werden. Von den Teichmolchen kann man die Fadenmolche vor allem dadurch unterscheiden, dass sie aufgrund der stärker hervorstehenden Rückendrüsenleiste etwas "kantig" wirken. Anzutreffen sind Fadenmolche in Kleingewässern, die in Waldgebieten liegen. Das Individuum in der nebenstehenden Abbildung ist leider stark mit Sand bedeckt gewesen und daher nur schwer zu erkennen. Ich hoffe, dass mir in Zukunft ein weniger "bestäubtes" Exemplar vor die Linse geraten wird.

  Männlicher Fadenmolch (Palmate Newt, Lissotriton helveticus)   Fadenmolch (Palmate Newt, Lissotriton helveticus)  
  Männchen, Foto: 05.05.2013,
Köln-Rath-Heumar
  Foto: 16.09.2012,
Köln-Rath-Heumar
 

Gelbbauchunke (Yellow-bellied Toad, Bombina variegata)

Junge Gelbbauchunke (Yellow-bellied Toad, Bombina variegata), KörperunterseiteIn Deutschland gehört die Gelbbauchunke zu den stark gefährdeten Tierarten. Ein Grund dafür ist, dass diese Tiere kaum mehr Lebensräume finden, in denen sie sich erfolgreich fortpflanzen können. Die Körperlänge der Gelbbauchunke beträgt 35 und 56 Millimeter, die meisten Tiere sind maximal circa 45 Millimeter groß. Auf der Oberseite ist der Körper unauffällig graubraun gefärbt. Bei manchen Individuen sind in der Nackengegend schmale dunklere Drüsen und helle Flecken vorhanden. Auf der Unterseite sowie der Innenseiten der Beine sowie der Finger und Zehen sind Gelbbauchunken hellgelb bis orange gefärbt. Außerdem befinden sich in diesen Körperbereichen individuell angeordnete dunkelgraue bis schwarzen Flecken. Ein typisches Merkmal dieser Tiere ist die herzförmige Pupille. Als Lebensraum bevorzugen die Tiere lehmige Klein- und Kleinstgewässer. Diese kleinen Tümpel erwärmen sich in der Sonne meist stark, was das schnelle Heranreifen des Laichs der Gelbbauchunken fördert. Anzutreffen sind die Tiere vor allem in Lehm- oder Kiesgruben, in Steinbrüchen sowie auf (ehemaligen) Truppenübungsplätzen. Foto: 05.08.2012, Troisdorf-Altenrath

  Junge Gelbbauchunken (Yellow-bellied Toad, Bombina variegata)   Larve der Gelbbauchunke (Yellow-bellied Toad, Bombina variegata), Körperunterseite  
  Jungtiere, Foto: 05.08.2012,
Troisdorf-Altenrath
  Larve, Foto: 30.06.2013,
Troisdorf-Altenrath
 

Grasfrosch (Common Frog, Rana temporaria)

Grasfrosch (Common Frog, Rana temporaria)In feuchten Wiesen, die im Spätwinter unter Wasser stehen, sowie in Stillgewässern legen Grasfrösche schon im März ihren Laich ab. Erwachsene Grasfrösche leben in feuchter Vegetation in Wäldern, Parks, Gärten, Gebüschen und auf Grünland. Auch an Bachläufen kann man diese Tiere mitunter beobachten. Grasfrösche erreichen eine Körperlänge von bis zu elf Zentimeter und sie sind recht variabel gefärbt: Bei dieser Froschart kann die Körperoberseite dunkelbraun, gelblichbraun oder sogar rötlichbraun gefärbt sein. Beobachten kann man erwachsene Tiere in Deutschland oft schon ab Mitte März, wenn die Frösche aus ihrer Winterstarre erwachen. An ihren Laichgewässern kann man dann die brummenden oder schnarrenden Rufe der Männchen hören, die um Weibchen werben. Foto: 05.05.2013, Köln-Rath-Heumar

  Grasfrosch (Common Frog, Rana temporaria)   Larve des Grasfroschs (Common Frog, Rana temporaria)  
  Foto 18.08.2012,
Köln-Rath-Heumar
  Larve (Kaulquappe); Foto 05.05.2013,
Köln-Rath-Heumar
 

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Kleiner Wasserfrosch (Pool Frog, Pelophylax lessonae)

Kleiner Wasserfrosch (Pool Frog, Pelophylax lessonae)Der Kleine Wasserfrosch, der mitunter auch als Kleiner Teichfrosch bezeichnet wird, ist in der deutschen Natur an geeigneten Stellen mit sauberen Gewässern oder Moorbiotopen innerhalb von Wäldern zu finden. Die Tiere haben eine Körperlänge von circa 4,5 bis 5,5 Zentimeter (Männchen) und 5,5 bis 6,5 Zentimeter (Weibchen). Auf der Oberseite ist der Körper dieser Spezies meist leuchtend grasgrün gefärbt und es finden sich dort mehr oder minder regelmäßig angeordnete schwarze bis braune Flecken. Diese können bei einigen Individuen ganz fehlen. Außerdem kommen Exemplare vor, die relativ stark gefleckt sind. Zudem tragen Kleine Wasserfrösche eine gerade Linie in der Mitte des Rückens und für sie sind rötliche Drüsenleisten an den Seiten des Rückens typisch. Während der Paarungszeit kann man Männchen an der leuchtend gelb gefärbten Iris erkennen. Weiß ist die Schallblase der Männchen gefärbt. Ihren Laich legen Kleine Wasserfrösche bevorzugt in kleine, vegetationsreiche stehende Gewässer. Ein alternativer wissenschaftlicher Name der Art lautet Rana lessonae. Foto: 22.07.2012, Troisdorf-Altenrath

Kreuzkröte (Natterjack Toad, Epidalea calamita)

Junge Kreuzkröte (Natterjack Toad, Epidalea calamita)Die Kreuzkröte ist eine Pionierart unter den Kröten: Sie ist häufig die erste Spezies, die warme, offene Lebensräume neu besiedelt. Die Tiere bevorzugen sandige, lockere Böden und sie benötigen für die Eiablage nicht einmal große Gewässer - Kleinstgewässer wie Pfütze sind für Kreuzkröten ausreichend, sofern das Wasser nicht zu schnell verdunstet. Männchen sind vier bis sieben Zentimeter lang, Weibchen erreichen eine Körpergröße von fünf bis acht Zentimeter. Die Grundfärbung des Rückens ist hell, darauf befinden sich braun oder oliv gefärbte Marmorierungen. Bei einigen Individuen sind die Warzen auf der Körperoberseite rötlich gefärbt. Über den Rücken, das Kreuz der Kröte, kann sich eine dünne gelb gefärbte Längslinie erstrecken; sie ist jedoch nicht bei allen Individuen vorhanden. Waagerecht elliptisch sind die Pupillen der Kreuzkröte. Anders als viele andere Amphibien bewegen sich diese Tiere nur selten hüpfend fort, sondern meist wie eine Maus krabbelnd. Dies liegt unter anderem daran, dass ihre Hinterbeine für Kröten recht kurz sind. Ein bis zwei Meter sind die Laichschnüre der Kreuzkröten lang. Gelegt werden sie meist im April/Mai. Der frühere wissenschaftliche Name dieser Art lautet Bufo calamita. Foto: 12.06.2013, Troisdorf

Springfrosch (Agile Frog, Rana dalmatina)

Springfrosch (Agile Frog, Rana dalmatina)Auf den ersten Blick kann man Springfrösche leicht mit Grasfröschen verwechseln, die in Deutschland weitaus häufiger vorkommen. Doch bei genauer Betrachtung fällt auf, dass der Körperbau des Springfrosches etwas schlanker ist. Außerdem ist die Schnauze spitzer als die des Grasfrosches. Männliche Springfrösche erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 6,5 Zentimeter, nur wenige Individuen sind größer. Weibchen können eine Kopf-Rumpf-Länge zwischen sechs und neun Zentimeter haben. Auf der Oberseite ist der Springfrosch hell graubraun, rotbraun oder hellbraun gefärbt. Die Zeichnung ist nicht sehr auffällig oder stark ausgeprägt. Dunkelbraun sind die dreieckigen Schläfenflecken gefärbt, die auch das Trommelfell bedecken. Weißlich und meist ohne Flecken ist die Unterseite der Springfrösche. In lichten Laubmischwäldern mit vielen Gewässern kann man den Springfrosch mancherorts in Deutschland beobachten. Foto: 01.04.2012, Drover Heide, Drove

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Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus)

Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus)An stehenden Gewässern wie Teichen und Tümpeln ist in der Zeit von etwa April bis Oktober der Teichfrosch anzutreffen. Diese Frösche stellen im wissenschaftlichen Sinne keine eigene Art dar. Vielmehr sind sie Hybriden aus den beiden Arten Pelophylax ridibundus (Seefrosch) und Pelophylax lessonae (Kleiner Teichfrosch). Es gibt auch in anderen Tiergattungen Hybriden, die sich jedoch im Unterschied zum Teichfrosch nicht fortpflanzen können. Diese Frösche können untereinander Nachkommen zeugen, die je nach genetischer Nähe zur einen oder anderen Ursprungsart in ihrem Aussehen sehr stark variieren können. In vielen Fällen sind die Tiere ein Mittelding zwischen den beiden Ausgangsarten. Männliche Teichfrösche erreichen eine Körperlänge von bis zu neun Zentimeter. Weibchen sind in aller Regel etwas größer, sie bringen es auf eine Körpergröße von bis zu zwölf Zentimeter. Die Färbung der Teichfrösche ist in aller Regel grünlich oder grünlich-braun. Sie tragen ein Fleckenmuster auf dem Rücken und auf den Beinen, das sehr unterschiedlich aussehen kann. Mancherorts lassen sich auch Individuen mit einer blauen Farbanomalie beobachten. Diese Tiere sehen türkis bis bläulich aus, siehe Fotos weiter unten. Früher hat man diese Froschart wissenschaftlich als Rana kl. esculenta bezeichnet. Foto: 10.06.2012, Köln-Brück

  Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus)   Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus)  
  Foto: 22.07.2012,
Rösrath-Stümpen
  Foto: 22.07.2012,
Rösrath-Stümpen
 

  Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus), Individuum mit blauer Farbanomalie   Teichfrosch (Edible Frog, Pelophylax esculentus), normal gefärbtes Individuum (links) und Exemplar mit blauer Farbanomalie (rechts)  
  Individuum mit blauer Farbanomalie,
Foto: 22.07.2012, Troisdorf-Altenrath
  Normal gefärbtes Individuum (links) und
Exemplar mit blauer Farbanomalie (rechts),
Foto: 22.07.2012, Troisdorf-Altenrath
 

  Alte Larve des Teichfroschs (Edible Frog, Pelophylax esculentus)      
  Alte Larve,
Foto: 29.07.2012, Troisdorf-Altenrath
     

Teichmolch (Smooth Newt, Lissotriton vulgaris)

Von den in Deutschland vorkommenden Wassermolcharten ist der Teichmolch die häufigste. Bis zu elf Zentimeter können diese Tiere lang werden. Auf der Oberseite ist der Körper variabel gefärbt, er kann gelblichbraun bis schwarz sein. Vor allem zur Paarungszeit haben die Männchen auf der Oberseite recht große dunkle Punkte. An den Seiten des Kopfes verlaufen bei beiden Geschlechtern helle und dunkle Streifen, die sich abwechseln. Bei den Männchen ist der Bauch in der Mitte orange gefärbt, sie tragen dort ebenfalls große dunkle Flecken. Weibchen haben feine dunkle Tupfen am Bauch. In der Zeitspanne, in der sie im Wasser leben, tragen Teichmolche die sogenannte Wassertracht. Charakteristisch dafür ist ein hoher gewellter bis gezackter und flexibler Hautkamm auf Rücken und Schwanz, der bei Männchen beobachtet werden kann. Bevorzugte Landschaftstypen des Teichmolchs sind halboffen oder offen. Die Laichzeit erstreckt sich etwa von März bis Mai.

  Teichmolch (Smooth Newt, Lissotriton vulgaris)   Teichmolch-Larve (Smooth Newt, Lissotriton vulgaris), das Tier weist noch die für junge Individuen typischen Büschelkiemen auf  
  Foto: 25.05.2013,
Troisdorf-Altenrath
  Larve mit Büschelkiemen, Foto: 14.08.2013,
Troisdorf-Altenrath
 

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Reptilien (Reptiles, Reptilia)

Weltweit gibt es circa 9.500 Reptilienarten; diese Tiere werden auch als Kriechtiere bezeichnet. Es gibt sowohl an Land als auch im Wasser lebende Reptilien, zu letzteren gehören beispielsweise einige Schildkrötenarten. In Deutschland leben einige Reptilienarten, darunter verschiedene Eidechsen und Schlangen. Folgende Reptilienarten werden auf dieser Seite vorgestellt:

· Blindschleiche (Slow Worm, Anguis fragilis)
· Gelbbauch-Schmuckschildkröte (Yellow-bellied Slider, Trachemys scripta scripta)
· Ringelnatter (European Grass Snake, Natrix natrix)
· Waldeidechse (Viviparous Lizard, Zootoca vivipara)
· Zauneidechse (Sand Lizard, Lacerta agilis)

Blindschleiche (Slow Worm, Anguis fragilis)

Aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes wird die Blindschleiche häufig für eine Schlange gehalten. Tatsächlich handelt es sich bei diesen ungiftigen Reptilien jedoch um Echsen. Ihr Körper ist maximal 45 bis 57,5 Zentimeter lang. Meist sind die Tiere aber deutlich kleiner und erreichen lediglich eine Körperlänge von 35 bis 40 Zentimeter. Die Haut ist mit glänzenden, glatten Hornschuppen bedeckt. Bräunlich ist die Grundfärbung der Blindschleichen. Auf der Oberseite des Körpers verläuft mittig ein dunkler Streifen; je ein weiterer verläuft im oberen Bereich der Flanken. Im Gesicht und an den Flanken tragen viele dieser Tiere ein weißes Fleckenmuster. Dunkelgrau ist die gespaltene Zunge, die hin und wieder zum Riechen nach außen gestülpt wird. Erwachsene Blindschleichen haben keine Beine, diese haben sich im Laufe der Evolution bei dieser Tierart komplett zurückgebildet. Heimisch sind Blindschleichen in Laub- und Mischwäldern oder Gegenden mit entsprechenden Gehölzen. Darüber hinaus lebt sie in Hochmooren, Bahndämmen, in Parks und Gärten sowie in einigen weiteren Lebensräumen.

  Blindschleiche (Slow Worm, Anguis fragilis)   Blindschleiche (Slow Worm, Anguis fragilis)  
   Foto: 29.08.2013,
Rösrath-Stümpen
   Foto: 29.08.2013,
Rösrath-Stümpen
 

Gelbbauch-Schmuckschildkröte (Yellow-bellied Slider, Trachemys scripta scripta)

Gelbbauch-Schmuckschildkröte (Yellow-bellied Slider, Trachemys scripta scripta)Die Gelbbauch-Schmuckschildkröte ist ursprünglich nicht in Deutschland heimisch gewesen. Sie stammt ursprünglich aus den südlichen USA und ist als exotisches Haustier in vielen Ländern sehr beliebt. Werden die "Tierfreunde" ihrer Haustiere überdrüssig, entlassen viele von ihnen sie in die Freiheit. Deshalb finden sich in vielen Teichen und Tümpeln zahlreiche Gelbbauch-Schmuckschildkröten. Ausgewachsene Weibchen können bis zu 25 Zentimeter groß sein, selten bis zu 30 Zentimeter. Männchen erreichen eine Körperlänge von bis zu 15 Zentimeter. Typisch für die Tiere sind die auffälligen gelben Flecken, die sich seitlich am Kopf befinden. Die Haut dieser Tiere ist dunkel grün bis olivgrün gefärbt. Der Rückenpanzer ist oval geformt und grünlich bis bräunlich gefärbt. Gelb ist hingegen der Bauchpanzer. Sowohl tierische als auch pflanzliche Kost brauchen diese Tiere, um überleben zu können. Foto: 12.08.2012, Köln-Brück

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Ringelnatter (European Grass Snake, Natrix natrix)

Ringelnatter (European Grass Snake, Natrix natrix)Ringelnattern fressen vor allem Amphibien wie beispielsweise kleine Frösche. Deshalb leben sie in aller Regel in der Nähe von Gewässern. Männliche Ringelnattern können eine Körperlänge von bis zu 75 Zentimeter erreichen, Weibchen werden mit einer Länge von 85 bis 140 Zentimeter deutlich größer. Allerdings werden die Tiere nur selten länger als etwa 110 Zentimeter lang. Der Körper ist überwiegend dunkel graubraun bis grünlichbraun gefärbt. Ein sicheres Erkennungsmerkmal der Ringelnatter sind die beiden gelben, halbmondförmigen Flecken, die die Tiere am Hinterkopf tragen. Auf der Körperoberseite befinden sich bei vielen Individuen kleine schwarze Flecken, die in vier bis sechs Reihen angeordnet sind. Die untere Gesichtshälfte ist heller als die obere. Generell ist die Körperunterseite eher hell. Ringelnattern leben in verschiedenen Gebieten, darunter Wälder, Auwälder, Feuchtwiesen oder an Ufern von Bächen und Flüssen. Weil unberührte Lebensräume immer seltener werden, steht es um die Bestände der Ringelnatter in Deutschland nicht gut. Die Art befindet sich auf der Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Arten. Leider werden von Schlangenhassern auch immer wieder Ringelnattern erschlagen. Im Fall der Ringelnatter ist jegliche Furcht jedoch unbegründet. Das Gift der Tiere ist für Menschen in aller Regel ungefährlich und es wirkt nur sehr schwach. Außerdem sind die Tiere ausgesprochen scheu und sie beißen meist nur, wenn man sie extrem bedrängt. Foto: 16.08.2013, Troisdorf-Altenrath

Waldeidechse (Viviparous Lizard, Zootoca vivipara)

Junge Waldeidechse (Viviparous Lizard, Zootoca vivipara)Die maximale Körperlänge der Waldeidechsen beträgt 18 Zentimeter. Die Kopf-Rumpf-Länge beläuft sich bei den Männchen auf bis zu sechs und bei den Weibchen auf bis zu sieben Zentimeter. Der Schwanz dieser Tiere ist somit länger als Kopf und Rumpf. Waldeidechsen sind schlank gebaut und haben relativ kurze Beine. Meist ist die Grundfärbung bei erwachsenen Exemplaren bräunlich, doch auch graue Individuen kommen vor. Auf dem Rücken tragen viele erwachsene Tiere einen Strich, der aus dunklen Einzelflecken besteht. An den Seiten sind die Tiere dunkel und helle, variable Flecken befinden sich auf der Oberseite. Bläulich oder weißlich ist die Kehle gefärbt, der Bauch ist hell- oder dunkelgelb. Während der Paarungszeit haben männliche Waldeidechsen einen orange oder rötlich gefärbten Bauch, der dunkel gefleckt ist. Jungtiere sind meist bräunlich gefärbt, ihr Schwanz ist bläulich. Obwohl es der deutsche Name dieser Tierart vermuten lässt, leben Waldeidechsen nicht nur in Wäldern. Sie kommen auch in anderen Lebensräumen vor, darunter Heiden, Moore, Grasfluren oder Sandgruben. Kleine Insekten wie Fliegen, Ameisen, Heuschrecken oder Zikaden stehen auf dem Speisezettel dieser Reptilien. Die Waldeidechse ist das "Reptil des Jahres 2006" gewesen. Foto: 29.08.2013, Rösrath-Stümpen

  Junge Waldeidechse (Viviparous Lizard, Zootoca vivipara)   Junge Waldeidechse (Viviparous Lizard, Zootoca vivipara)  
  Jungtier, Foto: 10.08.2013,
Köln-Brück
  Jungtier, Foto: 10.08.2013,
Köln-Brück
 

Zauneidechse (Sand Lizard, Lacerta agilis)

Ende März oder Anfang April erwachen die Zauneidechsen in Deutschland aus der Winterruhe und bleiben bis etwa Oktober aktiv. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von bis zu etwa 24 Zentimeter. Bei dieser Tierart ist die Zeichnung je nach Geschlecht, Jahreszeit und Individuum unterschiedlich. Männchen sind in der Fortpflanzungsperiode in vielen Bereichen ihres Körpers leuchtend grün gefärbt. Anzutreffen sind Zauneidechsen in sogenannten Magerbiotopen, also beispielsweise an Bahndämmen, in Dünen, in Steinbrüchen oder an Waldrändern. Totholz und Steine sind in ihrem Lebensraum für die Tiere genauso wichtig wie sonnige Bereiche, denn sie sind wechselwarm und brauchen Sonnenstrahlung, um ihren Körper aufzuwärmen. Allerlei kleine Tiere wie Käfer, Wanzen und Zikaden, Ameisen oder Heuschrecken bilden die Nahrung der Zauneidechsen.

  Weibliche Zauneidechse (Sand Lizard, Lacerta agilis)   Männliche Zauneidechse (Sand Lizard, Lacerta agilis)  
  Weibchen, Foto 01.09.2012,
Troisdorf
  Männchen, Foto 17.06.2012,
Köln-Eil
 

  Männliche Zauneidechse (Sand Lizard, Lacerta agilis)   Junge Zauneidechse (Sand Lizard, Lacerta agilis)  
  Männchen; Foto 23.04.2012,
Köln-Dellbrück
  Jungtier; Foto 17.08.2013,
Troisdorf
 

 

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Weitere Informationen:

Koordinaten von Köln: 50.93606613, 6.95893764