|
Blässhuhn (Black Coot, Fulica atra)
Einer der häufigsten Bewohner des Naturschutzgebietes
S'Albufera ist das
Blässhuhn. Während meines Urlaubs Anfang
April 2002 waren neben den Altvögeln vielerorts Jungtiere in den
Lagunen und auf den Kanälen zu sehen (siehe Abbildung rechts).
Ausgewachsene Blässhühner sind schwarz, haben einen weißen
Bereich unmittelbar über der Schnabelwurzel, einen weißen
Schnabel und erreichen eine Körpergröße von 38 Zentimeter.
Blaumerle (Blue Rock Thrush, Monticola solitarius)
In Südeuropa leben diese kräftig blau gefärbten
Singvögel, die eine Körpergröße von rund 20 Zentimeter
erreichen. Blaumerlen sind überaus scheu und daher schwierig zu
fotografieren. Das rechts abgebildete Tier hüpfte mir im
Laufvogelgehege des Exotic
Parque vor die Kamera.
Brandgans oder Brandente (Common Shelduck, Tadorna tadorna)
Vor allem in den Wintermonaten kann man im Naturschutzgebiet
S'Albufera dort
überwinternde Brandgänse beobachten. Die Vögel sind rund
60 Zentimeter groß und haben eine Flügelspannweite von 1,1 Meter.
Foto © Monika Brandstetter
Felsentaube (Feral Rock Pigeon, Columba livia)
Auf Mallorca kann man einige der wenigen in Europa noch verbliebenen
echten Felsentauben sehen, die nicht aus Paarungen zwischen wilden
Tauben und entflogenen Rasse- beziehungsweise Stadttauben hervorgegangen
sind. In der Reserva
de Galatzó finden sich zahlreiche Höhlen und Spalten in den Felsen,
in denen die wilden Vorfahren der vielerorts geradezu verhassten Stadttauben
ihren arttypischen Lebensraum finden. Aber auch in anderen Gebieten Mallorcas
fühlen sich die extrem anpassungsfähigen, rund 32 Zentimeter großen
Vögel wohl. So kann man sie beispielsweise im Sumpfgebiet von
S'Albufera
beobachten. Der dort lebende Bestand scheint jedoch einige entflogene
Ziertauben einzuschließen und dürfte nicht mehr "reinrassig" sein.
Fichtenkreuzschnabel (Red Crossbill, Loxia curvirostra)
Von der Natur mit einem gekreuzten Schnabel ausgestattet, sind diese
16 Zentimeter langen Vögel auf Mallorca einzigartig, da keine weitere
Spezies mit einer derart speziellen Schnabelform auf der Insel vorkommt.
Die Männchen sind leuchtend rot gefärbt (siehe Abbildung
ganz rechts), ihre Weibchen sehen verwaschen gelblich grün bis bräunlich aus
(linke Abbildung im Vordergrund). Mit Hilfe ihrer hoch spezialisierten Schnäbel
ernähren sich die Fichtenkreuzschnäbel ausschließlich von Nadelbaumsamen.
Fitis (Willow Warlber, Phylloscopus trochilus)
Diese nur elf Zentimeter kleinen Singvögel tragen ein unscheinbar graues Federkleid
und verhalten sich meist sehr unauffällig. Vor allem im Frühling
geben die Männchen von einer Singwarte aus ihren charakteristischen
Gesang zum Besten. Das Liedchen ist völlig unterschiedlich zu dem des Zilpzalps,
der ebenfalls auf Mallorca vorkommt und dem Fitis sehr ähnlich sieht.
Anhand des Gesangs sind die Vögel leicht zu unterscheiden. Optische Merkmale,
die man zur Unterscheidung heranziehen kann, sind rar. Einzig der helle, lange
Überaugenstreif der Fitise ist meist einigermaßen gut zu erkennen, Zilpzalpe
tragen ihn nicht. Foto ©
Walter Gladischefski
Girlitz (European Serin, Serinus serinus)
Mit seiner zierlichen Körperlänge von nur 11,5 Zentimeter fällt der
Girlitz in den hohen Bäumen kaum auf. Erst wenn er sich bewegt oder seinen klirrenden
Gesang vorträgt, entdeckt man den gelb und beige gefärbten Sänger im
Gewirr der Äste und Blätter. Mit ein wenig Phantasie hört man aus der kurzen
Strophe dieser Vogelart das Wort "Girlitz" heraus.
Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)
Wie in nahezu ganz Europa lebt der 14,5 Zentimeter große Haussperling auch auf Mallorca.
Im Volksmund wird diese Vogelart in Deutschland häufig auch als Spatz bezeichnet. Auf den
Balearen trifft man den Haussperling sehr viel häufiger an als
in den meisten deutschen Großstädten, wo die Bestände
seit einiger Zeit bedauerlicherweise stark zurückgehen. Aus diesem
Grunde hat der NABU den Spatz zum
Vogel
des Jahres 2002 ausgerufen. Zum Glück pfeift er auf Mallorca
(noch?) von ziemlich vielen Dächern.
Heckenbraunelle (Dunnock, Prunella modularis)
Normalerweise gehören die bis zu 15 Zentimeter langen Heckenbraunellen
zu den eher scheuen Bewohnern von Wäldern und Gebüschen, die
man so gut wie nie zu Gesicht bekommt. In der
Reserva de Galatzó
hingegen gelangte ich sehr nah an das rechts abgebildete Tier heran. Oft
verwechseln ungeübte Vogelbeobachter diese Art mit dem Haussperling,
der Schnabel der Heckenbraunelle ist jedoch erheblich spitzer und auch die
Körperfärbung unterscheidet sich von derjenigen der Spatzen.
Kolbenente (Red-crested Pochard, Netta rufina)
Zu den farbenprächtigsten Bewohnern des Naturschutzgebietes
S'Albufera
gehören die Kolbenenten. Diese massigen, bis zu 56 Zentimeter langen
Wasservögel kommen das ganze Jahr über im Naturpark vor.
Während der Balzzeit trägt das Männchen ein auffälliges
Prachtkleid, siehe Abbildung rechts. Der Kopf ist fuchsrot gefärbt
und der Schnabel fällt genau wie die Augen durch sein grelles Rot
bereits aus großer Entfernung auf.
|