MallorcaReserva de Galatzó
 

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          Übersichtskarte Mallorca In der Nähe des Dörfchens Puigpunyent liegt der Berg Puig de Galatzó. Mit einer Höhe von 1.028 Metern ist er der südwestlichste Tausender der Insel. Im Tal am Fuße des Bergs befindet sich ein rund 20 Hektar großer Naturpark namens "Reserva de Galatzó". Dort wurde die ohnehin schon eindrucksvolle Natur unter anderem um einige künstliche Wasserfälle erweitert, die sich harmonisch gestaltet in die ursprüngliche Landschaft einfügen. Die Wege im Naturpark folgen einigen Steigungen, die mit Hilfe von Stufen überwunden werden. Man sollte deshalb lieber ein wenig mehr Zeit für einen Rundgang durch den schönen Park einplanen, wenn man kein trainierter Wanderer ist. Meine Reisebegleiterin und ich benötigten fast vier Stunden, um alles in Ruhe anzuschauen, was wir gern sehen wollten. Um zum Park zu gelangen, empfiehlt es sich, einen Mietwagen zur Verfügung zu haben, da er ansonsten nicht leicht zu erreichen ist.

Der Eintritt für den Naturpark beläuft sich auf 10,50 Euro für Erwachsene und 5,25 Euro für Kinder (Stand November 2005, siehe Website des Parks). Während des Sommerhalbjahrs ist der Park täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, in den Monaten November bis März von 10 bis 18 Uhr. An der Kasse ist ein deutsches Büchlein mit einem Verzeichnis der Flora des Naturschutzgebietes erhältlich. Diese Broschüre ist sehr informativ und hilft beim Erkennen der zahlreichen verschiedenen Pflanzen.

Einer der vielen Wasserfälle Die vielen Wasserfälle sind zweifelsohne eine der Hauptattraktionen, die der Naturpark seinen Besuchern bietet. Für Hobbyfotografen ist der Park eine ideale "Spielwiese", da man dort ansprechende Aufnahmen von bewegtem Wasser anfertigen kann, ohne große Entfernungen zwischen den einzelnen Motiven zurücklegen zu müssen. Auch das Spiel von Licht und Schatten zwischen den Bäumen ist reizvoll.

Allen, die im Naturpark mit einer konventionellen Spiegelreflexkamera fotografieren möchten, empfehle ich, Filme mit einer Empfindlichkeit von mindestens 200 ASA zu verwenden, 400 ASA wären noch besser. Weil sich der Wanderweg durch kleine Schluchten mit vielen Bäumen windet, sind die Beleuchtungsverhältnisse im Schatten mitunter schlecht und man hat mit starken Kontrasten zu kämpfen. Auch ein Stativ sowie ein Blitzgerät leisten gute Dienste.

Wasser im Naturpark

Das üppige Grün im Naturpark begeistert sicher nicht nur Botanikliebhaber. Viele der Pflanzen sind mit Hinweistafeln versehen, so dass man stets im Bilde ist, was da vor einem wächst und gedeiht. Fotos einiger Pflanzen aus der Reserva de Galatzó finden Sie im Kapitel über die Flora Mallorcas.

Schildkröte beim Sonnenbad Wo viel Wasser ist, fühlen sich Schildkröten wohl. In der Reserva kann man vor allem an sonnigen Tagen einige dieser Tiere beim ausgiebigen Sonnenbad beobachten (siehe Abbildung rechts). Auch die im Naturpark regelmäßig stattfindende Greifvogel-Flugvorführung ist äußerst sehenswert. Als ich den Park besuchte, zogen die Greife während der Mittagszeit ihre Kreise vor dem staunenden Publikum. Das Parkpersonal informiert die Besucher über die genauen Anfangszeiten der Vorführungen. Auch am Kassenhäuschen kann man die Anfangszeiten der Vorführungen erfragen.

Foto unten rechts: © Monika Brandstetter

Greifvögel im Naturpark

Ein Picknickplatz lädt ganz in der Nähe des Areals, auf dem die Greifvögel ihre Flugkünste zum Besten geben, zum Verweilen ein. In einem Kiosk an diesem Platz kann man gegrilltes Fleisch, Snacks sowie Getränke kaufen und natürlich auch selbst mitgebrachte Speisen verzehren.

Berg nahe der Reserva de Galatzó Egal, von wo aus man im Naturpark in die Landschaft blickt, es bieten sich stets herrliche Aussichten. Diese reichen von Gebirgsszenerien (siehe Abbildung rechts) über sanft gewundene grüne Hügel bis zu Gesteinsformationen, die von der Entstehungsgeschichte der Insel erzählen. Unterschiedlich gefärbte Gesteinsschichten folgen aufeinander und an manchen Stellen haben Wind und Wasser weichere Schichten zwischen hartem Fels heraus gewaschen (siehe Foto unten rechts).

Landschaft im Naturpark

Gänse auf einem Teich Sollten Sie sich für die Beobachtung von Wildvögeln und Wassergeflügel interessieren, ist der Naturpark für Sie ein lohnendes Ausflugsziel, denn fast alle Tiere, die man in der Reserva zu Gesicht bekommt, sind Vögel. Viele von ihnen sind äußerst vertrauensvoll den Menschen gegenüber, wie zum Beispiel die allgegenwärtigen Rotkehlchen. Sie warten darauf, dass man sie füttert, was jedoch nicht empfehlenswert ist, denn Futter wie Brotkrümel sind für diese Vögel höchst ungesund. Aus Tierschutzgründen sollte man die Vögel im Naturpark deshalb nicht füttern.

Ein Rotkehlchen war so zutraulich, dass es auf meinem Kopf landete, als ich stehen blieb, um es zu fotografieren. Selbst die normalerweise eher scheuen Heckenbraunellen bleiben seelenruhig in 50 Zentimeter Entfernung sitzen und posieren für die Kamera. Es herrschen im Naturpark also ideale Bedingungen für formatfüllende Vogelfotografie. Achten Sie bei einem Besuch der Reserva genau auf die vielen Felsspalten, denn dort verstecken sich Felsentauben, die wilden Verwandten der Stadttauben. Nehmen Sie sich vor allem in der Nähe des Platzes, an dem die Greifvogel-Flugvorführung stattfindet, in Acht vor den Pfauen. Diese Vögel werden überaus aggressiv, wenn sie Greifvögel sehen und springen dann auch im Weg stehende Menschen an, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

Männlilche Stockente Auf den Teichen tummeln sich unzählige Enten. Am häufigsten vertreten ist die in Deutschland ebenso weit verbreitete Stockente. Aber auch andere Entenarten können Sie im Naturpark problemlos in allen Lebenslagen beobachten. Weitere Details zur Vogelwelt Mallorcas finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

 
                 

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