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Feigenbaum (Common Fig, Ficus carica)
Mit ihrer geringen Höhe von maximal acht Meter ragen Feigenbäume
nicht besonders weit in die Landschaft Mallorcas empor. Sie sind jedoch meist
sehr ausladend und in die Breite gewachsen, so dass sie eine imposante
Erscheinung abgeben. Vielerorts finden sich Feigenbüsche und -bäume,
die ein trockenes Mikroklima mögen, jedoch feuchten Boden zum Gedeihen
benötigen. Diese Gegebenheiten finden sich unter anderem
in der Felsenschlucht
Torrent de Pareis
oder im Feuchtgebiet S'Albufera.
Das gesamte Jahr über wachsen Fruchtstände an den Bäumen
heran, die im reifen Zustand violett gefärbt sind. Die eigentlichen
Früchte der Feigenbäume sind die kleinen "Körnchen", die
sich in großer Zahl innerhalb der essbaren Feigen befinden.
(S'Albufera, April 2002)
Gezähnter Lavendel (French Lavender, Lavandula dentata)
Bis zu einem Meter werden die Sträucher des Gezähnten Lavendels
groß. Die sehr aromatisch duftenden, stark gezahnten Blätter
sind komplett mit grauem Filz bedeckt. Für alle Lavendelarten
typisch hellblau-violett sind die Blüten dieser Pflanze gefärbt, die sonnige
Standorte mit trockenen Böden bevorzugt. In Frankreich wird diese
Art großflächig kultiviert, um aus ihr das in aller Welt
begehrte Parfumöl zu gewinnen.
(Reserva de Galatzó, Februar 1999)
Hottentottenfeige (Hottentot Fig, Carpobrotis
edulis)
Diese niedrige Pflanze wuchs als Bodendecker in verwilderten Gärten
in der Nähe des Strandes meines Urlaubsortes. Manche Pflanzen
erreichten eine stattliche Höhe von bis zu 40 Zentimeter. Die ursprüngliche
Heimat der Hottentottenfeige ist das südliche Afrika. Als Gartenpflanze
wurde sie aus der klimatisch ähnlichen Region in den Mittelmeerraum
gebracht, wo sie heute unter anderem an der portugiesischen
Algarve maßgeblich
die Landschaft prägt. An ihren fleischigen, wulstigen Blättern
und den bis zu zehn Zentimeter großen Blüten ist die Hottentottenfeige
leicht zu erkennen. Ihre Blüten sind entweder weiß, gelb
oder rosa gefärbt. Die Pflanze bringt essbare Früchte hervor. (C'an Picafort,
April 2002)
Immergrüner Kreuzdorn (Evergreen Buckthorn, Rhamnus alaternus)
Dieser Baum stand am Wegrand an einem unbebauten Areal. Generell
mögen diese wenig anspruchsvollen Pflanzen, die bis zu fünf Meter hoch werden
können, kalk- oder silikathaltige Böden sowie immergrüne
Macchien als Standorte. Die dunkelroten, kugelig geformten Früchte waren
bereits im Frühjahr dunkel gefärbt. (Foto ©
Walter
Gladischefski, April 2002)
Kegel-Leimkraut (Sand Catch, Silene conica)
An sandigen, trockenen Stellen Mallorcas findet man das etwa 15 bis 50
Zentimeter hohe Kegel-Leimkraut. Die einzelnen Pflanzen sind verzweigt und haben
kurze, behaarte Blätter. Gleich mehrere, charakteristisch geformte
Blüten befinden sich am Ende eines einzelnen Stängels. Der Fruchtkelch
ist relativ groß und es ragen einige rosa gefärbte Kelchblätter
aus ihm heraus. Obwohl die Pflanze es an sich trocken liebt, kann man
das Kegel-Leimkraut auch anderenorts finden, so zum Beispiel auf den Böden eher
trockener Areale in Feuchtgebieten. (S'Albufera, April 2002)
Kleinfrüchtiger Affodill (Common Asphodil, Asphodelus aestivus)
Diese ausdauernde Pflanze, die eher unscheinbar ist, so lange sie nicht
in Blüte steht, ist auf Mallorca vielerorts zu finden. Das Gewächs
bevorzugt trockenes Grasland und Garriguen als Standorte. Im April steht
das Liliengewächs in Blüte. Allerorten ragen die in extremen
Fällen bis zu zwei Meter langen Stängel empor, an deren oberen Ende
sich je ein verzweigter Blütenstand befindet. In der Abbildung
rechts ist eine Blüte im Detail zu sehen. Wenn Sie das
Bild anklicken, gelangen Sie zu einer vergrößerten Darstellung
der Blüte sowie zu einer Abbildung einer gesamten Pflanze.
(Port de Pollença, April 2002)
Kretische Strauchpappel (Cornish Mallow, Lavatera cretica)
Auf einer brach liegenden Baufläche wuchs diese violett blühende
Kretische Strauchpappel, die eine Höhe von etwa einem halben Meter
aufwies. Generell kann diese Pflanzenart bis zu 1,5 Meter groß werden.
Die Blätter sind wechselständig angeordnet, bis zu sieben Zentimeter lang und
gestielt. Ihre lila gefärbten Blüten machen die Kretische
Strauchpappel weithin sichtbar. Sie bevorzugt trockenes Brach- und
Kulturland als Standorte und mag es gern sonnig. Sehr leicht kann man diese
Pflanze mit der Wilden Malve verwechseln! (C'an Picafort, April 2002)
Krummstab (Friar's Cowl, Arisarum vulgare)
Mit ihrem purpur gelfecktem Stängel und dem gebogenen Blütenstand
fällt diese bis zu 30 Zentimeter hohe Pflanze an ihren bevorzugten
Standorten kaum auf. Der Krummstab wächst meist in Wäldern, auf
Olivenhainen und an Mauern. Ich habe jedoch auch einige Exemplare der
Pflanzen im
Torrent de Pareis
gesehen. Die eigenwillige Form des Blütenstandes verrät es
sofort: der Krummstab gehört zur Gruppe der Aronstabgewächse.
(Cala Mondragó, Februar 1999)
Macchien-Waldrebe (Clematis, Clematis cirrhosa)
Ein echter Kletterkünstler ist die Macchien-Waldrebe. Diese immergrüne
Pflanze kann bis zu vier Meter weit beziehungsweise hoch an Mauern und
Felsen empor "klettern". Ihre hängenden, glockenförmigen Blüten
sind cremefarben mit dunkelen, kastanienroten Bereichen auf der Innenseite der
Blütenblätter gefärbt. Etwa 30 Zentimeter hoch war die rechts
abgebildete Waldrebe. Sie wuchs an einer feuchten, schattigen Stelle in
einer Schlucht. (Torrent de Pareis, Februar 1999)
Mandelbaum (Almond Tree, Prunus dulcis)
Auf Mallorca werden vielerorts Mandelbäume kultiviert, die im
Februar allesamt in Blüte stehen. Es ist ein beeindruckender Anblick,
die großen Haine in ihrer rosa Pracht vor sich liegen zu sehen.
Nur zwei Monate später, also im April, ist von den zahllosen Blüten
nichts mehr zu sehen. Stattdessen sind die Früchte bereits ein gutes
Stück weit herangewachsen. Als grüne, längliche Kapseln
befinden sich die jungen Mandeln in ihren fleischigen Hüllen an den
Bäumen. In der Vergrößerung der nebenstehenden Abbildung
kann man einige dieser noch lange nicht reifen Mandeln sehen. (Caimari, April 2002)
Meerzwiebel (Sea Onion, Urginea maritima)
In weiten Teilen Mallorcas und auf der vorgelagerten Insel
La Dragonera allgegenwärtig
ist die Meerzwiebel. Diese Pflanze gedeiht vor allem auf kargen, steinigen Böden.
Ihre Blütezeit liegt im Herbst. Bereits im Frühjahr treibt sie
aus ihrer bis zu 15 Zentimeter großen Zwiebel aus, deren oberer Teil aus
der Erde ragen kann. Die Pflanze kann oberirdisch eine Höhe von
stattlichen 1,5 Meter erreichen. Wähend der Blütezeit - die
Blütenblätter sind bei der Meerzwiebel weiß gefärbt -
hat die Pflanze bis zu einem Meter lange und zehn Zentimeter breite Blätter.
(La Dragonera, Februar 1999)
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