Mallorca

Startseite

· Mallorca allgemein
· Kulinarisches
· Ausflugstipps
· Reserva Puig de Galatzó
· Torrent de Pareis
· Cap de Formentor
· Exotic Parque
· Valle de Bóquer
· La Dragonera
· S'Albufera
· Tiere
· Vögel
  · Teil 1
  · Teil 2
  · Teil 3
· Pflanzen
  · Teil 1
  · Teil 2
  · Teil 3
  · Teil 4
· Literatur & Linktipps

Ausflugstipps für Mallorca

Im Torrent de PareisWährend meiner beiden Urlaube auf Mallorca habe ich die Insel jeweils mit einem Mietwagen auf eigene Faust erkundet. Dabei habe ich mich meist abseits der typischen Touristenpfade aufgehalten, um möglichst vielfältige Eindrücke zu erhalten - und die hat Mallorca auf jeden Fall zu bieten, wie die sagenhaft schönen Aufnahmen der Fotocommunity belegen. Fährt man selbst über die Insel und kennt man die schönsten Stellen, kann man sogar während eines nur einwöchigen Urlaubs viel Abwechslung erleben. Die Landschaft unterscheidet sich je nach Region enorm. Ist man in der einen Minute noch in einer fast schon italienisch anmutenden Landschaft unterwegs, in der hohe, schlanke Pinien die Straßen säumen, gelangt man als nächstes in eine weite Ebene, über der sich in der Ferne eine typische mallorquinische Windmühle erhebt. Schroffe Küstenabschnitte findet man auf Mallorca ebenso wie feinsandige Strände oder einsam gelegene, urtümliche Felsenbuchten und natürlich interessante Kulturstätten. Wie abwechslungsreich die Insel ist, zeigen auch die beeindruckenden Luftaufnahmen aus dieser Fotosammlung.

Wer also ein wenig Entdeckergeist mit auf die Insel bringt, wird dort sicher (mindestens) ein Plätzchen nach seinem Geschmack finden - sofern er dazu bereit ist, unter Umständen ein Stück weit zu fahren. Denn je nachdem, wo man während seines Urlaubs wohnt, sind manche Ausflugsziele näher, andere weiter entfernt. Möchte man längere Fahrten vermeiden, kann man das natürlich schon bei der Reiseplanung und Buchung der Unterkunft berücksichtigen und sich ein Domizil an einer verkehrstünstig gelegenen Stelle suchen. Das fällt nicht schwer, weil es viele Möglichkeiten gibt, im Internet nach einer passenden Unterkunft in der Wunschregion zu suchen. Es gibt auf Mallorca Fincas, Hotels und Pensionen in allen Bereichen vom Gebirge bis zum Strand, sodass die Wege zu den anvisierten Ausflugszielen dann meist nicht weit sind.

Doch nun zurück zu den Touren mit einem Mietwagen. In diesem Zusammenhang sei jedem dringend empfohlen, einen seriösen Anbieter zu wählen und auf die Reifenqualität des gemieteten Fahrzeugs zu achten! Denn während meines ersten Urlaubs hätten meine Mitreisende und ich beinahe ein gefährliches Abenteuer erlebt. Das Loch im Schlauch haben wir gerade noch rechtzeitig bemerkt, sodass die Tour zum Naturschutzgebiet Cala Mondragó (offizieller Namen: Parc natural de Mondragó) deshalb für uns nicht im Straßengraben oder gar im Krankenhaus geendet hat. Woran erkennen Sie eine seriöse Autovermietung? Renommierte Anbieter für einen Mietwagen auf Mallorca wie zum Beispiel TUI Cars oder Sixt legen großen Wert auf die technische Wartung ihrer Fahrzeugflotte, sodass normalerweise man vor bösen Überraschungen geschützt sein sollte. Darüber hinaus gibt es klare Regelungen hinsichtlich der Kosten im Schadensfall. Bei vielen Anbietern gibt es keine Begrenzung der gefahrenen Kilometer und die Tankregelung ist kundenfreundlich gewählt - das heißt, man erhält den Wagen mit vollem Tank und gibt ihn auch mit vollem Tank wieder zurück. Wichtig ist auch, dass beim Mieten des Fahrzeugs eine Service-Telefonnummer genannt wird, die kontaktiert werden kann, wenn es unterwegs Probleme gibt. Für meine Mitreisende und mich wäre die Fahrt zum Naturpark in Mondragó damals sicher deutlich entspannter gewesen, wenn wir uns für einen namhaften Anbieter entschieden hätten - aber wie heißt es so schön? Aus Erfahrung wird man klug, so etwas passiert mir nicht nicht einmal.

Als ich im April 2002 auf Mallorca gewesen bin, sind mein Reisebegleiter und ich nicht nur mit dem Wagen über die Insel gefahren, sondern auch mit öffentlichen Bussen. Diese habe ich als ausgesprochen pünktlich erlebt. Sie verkehren häufig und die Tickets sind erfreulich preisgünstig. Von C'an Picafort aus hat eine Fahrt zum Naturschutzgebiet S'Albufera damals beispielsweise nur 0,90 Euro gekostet. Mit dem Bus ist man zumindest auf dieser Strecke nicht wesentlich länger unterwegs als mit einem Mietwagen. Und dass das Gebiet aufgrund der artenreichen Natur Mallorcas sehenswert ist, unterstreicht eine Bildersammlung, die Mallorcas wilde Seite zeigt.

Zum Seitenanfang ↑

Wehrturm an der Küste, Mirador de Ses Animes bei BañalbufarBei der Planung meiner Ausflüge hat mir der Naturwanderführer Mallorca von Peter Mertz bestens geholfen, leider ist diese Buch inzwischen nur noch im modernen Antiquariat erhältlich. Es lohnt sich aber, danach zu suchen, denn das Buch enthält viele wertvolle Tipps sowie praktische Übersichtskarten der beschriebenen Wanderrouten.

In den folgenden Abschnitten stelle ich Ihnen meine persönlichen Lieblingsausflugsziele vor. Diese Auswahl ist selbstverständlich äußerst subjektiv. Vielleicht ermuntert dieses Kapitel Sie ja dazu, die schöne Insel auf selbst organisierten Ausflügen und Wanderungen zu erkunden. Die beste Jahreszeit, um die mallorquinische Natur zu entdecken, ist übrigens der Frühling, weil man allerorten eine herrliche Blütenpracht bewundern kann. Wer sich noch weitere Inspirationen für Ausflüge wünscht, für den sind die Tipps der GEO-Redaktion vielleicht hilfreich.

Die Landschaft im Landesinneren

Landschaft mit WindradSteht einem während des Urlaubs auf Mallorca ein Mietwagen zur Verfügung, sollte man unbedingt von den Küsten weg ins Landesinnere fahren. Dort präsentiert sich die Insel von einer ganz besonderen, völlig unterschiedlichen Seite. Mich haben die weiten, gelb blühenden Felder in der Umgebung von Lluchmajor beeindruckt, die im Februar eine wahre Augenweide dargestellt haben. Die Abbildung rechts zeigt im Hintergrund eines der landestypischen Windräder, die auf Mallorca bedauerlicherweise immer seltener werden.

Blühender Mandelhain bei SóllerVor allem im Februar ist auf Mallorca ein Naturschauspiel der besonders ästhetischen Art zu bewundern, für das die Insel berühmt ist: die Mandelblüte. Ganze Landstriche schimmern in zartem Rosa, weil sich etliche große Mandelhaine auf dem Eiland befinden. Leider ist diese Pracht Jahr für Jahr nur von sehr kurzer Dauer. Danach geht für wenige Tage ein rosa Regen aus verwelkenden Blütenblättern nieder, der seinen ganz eigenen Reiz hat. Im Bereich der Nordwestküste nahe der Stadt Sóller ist das rechts gezeigte Foto entstanden.

Zum Seitenanfang ↑

Seen (Embalses) und Berge bei Sóller

Embalse de CuberEbenfalls in der Nähe der Stadt Sóller liegen zwei Seen. Sie dienen als natürliche Süßwasserspeicher für die heißen und nahezu regenfreien Sommermonate, die auf den Balearen immer wieder für Dürreperioden und eine damit verbundene Wasserknappheit führen. Aus dem Grund sind die Seen für Mallorca sehr wichtig. Das kleinere der beiden Reservoirs heißt "Embalse de Gorg Blau" und liegt am äußersten Ende der Schlucht, die einige Kilometer weiter in Richtung Küste zum spektakulären Torrent de Pareis wird. Das Foto in diesem Absatz zeigt den zweiten See, der den Namen "Embalse de Cuber" trägt. Er ist der größere Wasserspeicher, der zudem erheblich fotogener zwischen grün bewachsenen Bergflanken liegt. An seinem südwestlichen Ende erhebt sich der 1.091 Meter hohe L'Ofre, der zu den acht Bergen Mallorcas gehört, die höher als tausend Meter sind.

Gipfel im Tamuntana-GebirgeDer höchste Berg der Insel, der Puig Major, erhebt sich mit seiner Höhe von 1.445 Meter deutlich über den Rest der karstigen Felsen des Tramuntana-Gebirges und er liegt ganz in der Nähe der beiden Trinkwasser-Reservoirs. Über dem Puig Major, auf dessen Gipfel Ende Februar 1999 noch ein wenig Schnee gelegen hat, habe ich einen der seltenen Gänsegeier (Gyps fulvus) kreisen sehen. Mehr über diese gefiederten Aasfresser erfahren Sie in meinem Reisebericht über die kroatische Insel Cres, wo ich an Ostern 2001 bei Gänsegeier-Schützern gewohnt und ihnen bei ihrer Arbeit geholfen habe.

La Dragonera - die Dracheninsel

Der Nordosten von La DragoneraVor dem westlichsten Zipfel Mallorcas liegt eine kleine Insel, die als Dracheninsel - auf Spanisch "Sa Dragonera" oder "La Dragonera" - bezeichnet wird. Man erreicht dieses Eiland, das eine unberührte, wildromantische Landschaft beherbergt, vom mallorquinischen "Festland" aus ausschließlich mit dem Boot. Wer an reichhaltiger, intakter Natur interessiert ist, sollte sich einen Ausflug auf die Insel nicht entgehen lassen. Weil es dort sehr viel zu sehen gibt und ich entsprechend viele Fotos angefertigt habe, habe ich La Dragonera ein eigenes Kapitel gewidmet. Die Abbildung rechts zeigt den nordöstlichen Teil der Insel, das Foto habe ich vom (schwankenden) Boot aus angefertigt.

Zum Seitenanfang ↑

Die naturbelassenen Buchten von Cala Mondragó

Bucht mit Sandstrand an der Cala MondragóIm Süden Mallorcas, der vor allem für seine großen Ansammlungen von Hotels und die in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden, überfüllten Strandabschnitte berüchtigt ist, existiert ein landschaftliches Kleinod, von dessen Existenz viele Urlauber nichts ahnen. Südlich der Stadt Santanyi befindet sich in der Nähe des beschaulichen Hafenstädtchens Cala Figuera die Cala Mondragó. Sie ist Mallorcas zweitältestes Naturschutzgebiet und besticht durch ihre beeindruckend schöne Landschaft und die dort herrschende Ruhe.

Während einer unserer Touren mit dem Mietwagen sind meine Reisebegleiterin und ich im Februar 1999 zur Cala Mondragó gefahren, die wir leider nur bei bedecktem Himmel zu Gesicht bekommen haben. Die vielen kleinen Felsenbuchten erstrahlen bei Sonnenschein sicher in den herrlichen Blautönen. Gern hätte ich diese Pracht selbst genossen - vielleicht ein anderes Mal. Rund um die Buchten erstreckt sich dichter Wald, in dem vor allem Aleppokiefern (Pinus halepensis) wachsen. Durch das Schutzgebiet fließen einige Wildbäche und es gibt Süßwasserweiher, an denen sich inbesondere während der Sommermonate Wasservögel wie Teich- und Blässhühner aufhalten.

Das Feuchtgebiet S'Albufera

Männliches Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola) im Feuchtgebiet S'AlbuferaGanz in der Nähe der kleinen Ortschaft Las Gaviotas, die sich im Norden der Insel befindet, liegt eines der schönsten Naturschutzgebiete Mallorcas, das den Namen S'Albufera trägt - in der Langfassung "Parc natural de s’Albufera de Mallorca" genannt. Es handelt sich hierbei um eine das gesamte Jahr über feuchte Küstenzone, die Heimat zahlloser Vogel-, Pflanzen- und Tierarten ist. S'Albufera ist somit eines der lohnenswertesten Ausflugsziele für all jene, die gern Ruhe genießen und Vögel beobachten möchten. Ich habe über dieses herrliche Gebiet ein separates Kapitel verfasst.

Tropfsteinhöhlen

Eintrittskarte 'Coves de Campanet'Da die Insel Mallorca zu großen Teilen aus kalkhaltigem Gestein besteht und aufgrund ihrer geografischen Lage im Mittelmeer der ständigen Kraft des Regenwassers ausgesetzt ist, beherbergt sie zahlreiche große und kleine Tropfsteinhöhlen. Die bekanntesten dürften wohl die Coves del Drac in der Nähe der Ortschaft Porto Christo sein. Aber auch die nur wenige Kilometer von dort entfernten Coves dels Hams sind recht sehenswert. Ich persönlich habe die inszenierten Effekte (zum Beispiel Musiker in einem Boot auf einem unterirdischen See) jedoch als erheblich zu aufdringlich, teilweise schon fast kitschig empfunden. Die Natur pur auf sich wirken zu lassen, scheint den meisten Menschen offenbar bedauerlicherweise nicht genug zu sein. Nahezu naturbelassen sind hingegen die sehr sehenswerten Coves de Campanet im Innern der Insel.

Zum Seitenanfang ↑

Der Naturpark Reserva Puig de Galatzó

Im westlichen Teil Mallorcas ist im Tramuntana-Gebirge ein vom Menschen arrangierter Naturpark angesiedelt, der zum Glück nicht allzu künstlich wirkt. Zahllose Wasserfälle fügen sich perfekt in die Gebirgslandschaft ein, die man auf festgelegten Wegen durchwandern kann. Wer mehr über diesen Naturpark erfahren möchte, sollte das von mir verfasste Reiseberichts-Kapitel über die Reserva Puig de Galatzó besuchen. Dieser Naturpark dürfte mit seinem üppigen Pflanzenbewuchs, den vielen Wasser- und Singvögeln sowie den atemberaubenden Aussichten auf die umliegende Gebirgskette für die ganze Familie ein lohnendes Ausflugsziel sein - und für Naturfreunde sowieso.

Weitere Ziele zum Entdecken, Erkunden und Erwandern

Der Strand von Es TrencWer den angeblich schönsten Sandstrand Mallorcas besuchen möchte, muss sich auf den Weg nach Es Trenc begeben. Ich bin von diesem zugegebenermaßen feinen, hellen Strandabschnitt jedoch eher entsetzt als begeistert gewesen. Im Februar 1999 hat der Naturstrand von Es Trenc mehr einer Müllhalde als einem beschaulichen Traumstrand geglichen, siehe Abbildung rechts. Der Abfall, den die sonnenhungrigen Touristenmassen hinterlassen, ist zumindest damals nicht regelmäßig entfernt worden, was den Strand unansehnlich werden lassen hat. Schade, dass viele Urlauber und vermutlich auch Einheimische zwar einen Aufenthalt an einem Strand wie diesem schätzen, aber ihren Lieblingsort dennoch vollkommen ungeniert mit Unrat verschmutzen.

Im Torrent de PareisDas landschaftliche Kontrastprogramm zum mit Zivilisationsspuren übersäten Strand von Es Trenc ist das beschauliche Bóquer-Tal mit seinen schönen Felsen, dem ich ein eigenes Kapitel gewidmet habe, weil es mir so viel Vergnügen bereitet hat, dort zu wandern. Noch beeindruckendere Felsformationen als im Bóquer-Tal findet man in der Schlucht, die sich in der Nähe der Ortschaft Sa Calobra ins Landesinnere hinein erstreckt. Diese Schlucht namens Torrent de Pareis ist wohl den meisten Mallorcaurlaubern ein Begriff und viele haben dieses Wunderwerk der Natur mindestens einmal besucht. Enttäuschte Berichte habe ich bislang von niemandem gehört, denn die raue Schönheit der Landschaft vermag offenbar nicht nur mich zu verzaubern. Das Foto in diesem Absatz zeigt die imposante Felsenschlucht.

Aussicht am Cap de FormentorAußerdem möchte ich denjenigen Reisenden, die gern urtümliche Landschaften bewundern, einen Ausflug zum Cap de Formentor beziehungsweise zur gesamten Formentor-Halbinsel empfehlen, da sich dort ebenso faszinierende wie malerische Eindrücke miteinander vermischen. Sollten Sie jemand sein, der stets eine perfekte Frisur hat, so müssen Sie sich übrigens damit abfinden, dass der starke Wind am Kap Ihre Haarpracht mächtig zerzausen wird.

  

 

Zum Seitenanfang ↑