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Milchfleckdistel (Milk Thistle, Galactites tomentosa)
Milchfleckdisteln finden sich auf Mallorca an vielen Orten. Die Pflanzenart gehört zu
den Korbblütlern und ist aufrecht wachsend. Ihre bevorzugten Standorte sind Wegränder,
Wiesen, Viehweiden und Brachland. Die Wuchshöhe kann bis zu einem Meter betragen. In
der Zeit von April bis August bildet die Milchfleckdistel, deren dunkelgrüne Blätter
eine weiße Zeichnung tragen, ihre Blüten aus. In meinem Reisebericht
über die griechische Insel Korfu sind
Blüten
der Milchfleckdistel zu sehen. Während ich auf Mallorca war, habe ich leider nur
Pflanzen ablichten können, die noch nicht in Blüte standen.
(Foto links: Cala Mondragó, Februar 1999; Foto rechts: Port de
Pollença, April 2002)
Mittelmeer-Strohblume (Helichrysum rupestre)
Auf meernahen Kalkfelsen sowie entlang von oder gar auf Mauern wächst die
Mittelmeer-Strohblume. Die lanzettlichen Blätter sind durchschnittlich 4,5 Zentimeter
lang, manche sogar bis zu sieben Zentimeter. Im direkten Sonnenlicht sehen sie mattweiß bis
grau aus, da sie filzig behaart sind. Leuchtend gelb sind die Blüten gefärbt,
ihre Farbe lässt sich selbst dann schon erahnen, wenn sie noch
nicht geöffnet sind, siehe nebenstehende Abbildung. (C'an Picafort,
April 2002)
Mittleres Immergrün (Intermediate Periwinkle, Vinca difformis)
Das rechts abgebildete Mittlere Immergrün wuchs in einer großen
Gruppe derselben Art unter hohen Bäumen auf einer Ebene. In der
Nähe der etwa 20 bis 30 Zentimeter hohen Pflanzen floss ein Bach. Schattige, feuchte
Bereiche und Hecken sind die bevorzugten Standorte dieser Pflanzenart, deren Blütezeit zwischen Februar und Mai liegt. (Zwischen Lluch und Pollença auf einer Ebene einige Kilometer
westlich des Tomir am Straßenrand, April 2002)
Nickender Sauerklee (Bermuda Buttercup or Sourgrass, Oxalis pes-caprae)
In einem Waldstück fand ich diese niedrige, etwa 30 Zentimeter hohe
Pflanze, die leuchtend gelbe Blüten trug. Es handelt sich bei ihr
um den Nickenden Sauerklee, der ursprünglich aus Südafrika
stammt und mit dem in Europa heimischen Sauerklee verwandt ist. Die
einzelnen Pflanzen sind in Gruppen eng an den Boden geschmiegt zu
finden. Mit ihrer maximalen Wuchshöhe von nur 15 Zentimeter wären die
Pfänzchen recht unauffällig, wären da nicht die leuchtend
gelb gefärbten Blüten. Ihren Namen trägt diese
Pflanzenart aufgrund ihrer Eigenschaft, die Blütenöffnungen gelegentlich
nach unten zu neigen und später wieder der Sonne entgegen zu
strecken. Sie vollführt also eine Art Nickbewegung. (C'an Picafort, April 2002)
Ölbaum (Olive Tree, Olea europaea)
Ölbäume, die umgangssprachlich auch
Olivenbäume heißen, erreichen eine
Höhe von bis zu zehn Meter und gehören zu den immergrünen
Gewächsen. Vor allem alte Ölbäume weisen einen knorrigen,
oft sogar in sich verdrehten Stamm mit einer zierlichen Krone auf, wie es die Abbildung
rechts zeigt.
Bereits im Altertum wurde der Olivenbaum in Südeuropa und Kleinasien
kultiviert, und neben seinen Früchten schätzte man auch damals
schon sein Öl. Auf Mallorca finden sich heute noch immer stattliche
Olivenhaine. Deshalb kann man auf der Insel herrliche frische Oliven sowie
qualitativ hochwertiges Olivenöl kaufen. Ölbäume wachsen
bevorzugt auf trockenen, steinigen Böden und Macchien. (Reserva
de Galatzó, Februar 1999)
Palisaden-Wolfsmilch (Spurge, Euphorbia characias)
In offenen Macchien gedeihen diese ausdauernden Sträucher, die eine
Höhe von bis zu 1,2 Meter erreichen können, besonders gut. An
jeder Enddolde befinden sich zwischen 20 und 30 einzelne, kleine
Scheinblüten. Diese Scheinblüten sind becherförmig und
gelblich-grün gefärbt. In der Mitte hängt aus jeder
Scheinblüte ein Fruchtknoten heraus, der mit je vier nierenförmigen,
rötlich-braunen Nektarschuppen ausgestattet ist. Hauptblütezeit
dieser Pflanzenart ist im Sommer. (Foto links: Caimari, April 2002; Foto rechts:
Cala Mondragó, Februar 1999)
Pithyusen-Wolfsmilch (Sea Spurge, Euphorbia pithyusa)
Bis zu 90 Zentimeter hoch können die Stängel dieses Wolfsmilchgewächses
werden, das nebenstehend abgebildete Exemplar war mit seinen 25 Zentimeter Höhe
demnach relativ klein. Die bevorzugten Standorte der Pithyusen-Wolfsmilch sind
meernahe, steinige Hänge und Felsen sowie karstige Täler.
Aufgrund der Beschaffenheit der Blattoberfläche wirkt die Färbung des Gewächses
blaugrün. (Valle de Bóquer, April 2002)
Rosmarin (Rosemary, Rosmarinus officinalis)
Nahezu überall auf Mallorca und La Dragonera stehen blühende
Rosmarinsträucher. Dieses immergrüne Gewächs ist
stark verzweigt, riecht sehr aromatisch und wird zwischen 1,3 und
zwei Meter groß. Blassblaue bis hell-lila sind die Blüten des
als Küchenkraut bekannten Strauchs, der an steinigen, trockenen
Hängen, auf küstennahen Felsen sowie in Macchien gedeiht.
Viele Einheimische kultivieren Rosmarin, um daraus das begehrte
Gewürz zu gewinnen. (C'an Picafort, April 2002)
Salbeiblättrige Zistrose (Sage-leaved Rockrose, Cistus salvifolius)
Auf trockenen, nährstoffarmen oder kalkigen Böden in sonnigen
Lagen gedeiht die Salbeiblättrige Zistrose am besten. Auch an
Felshängen ist dieser immergrüne, buschige Strauch zuhause,
der meist zwischen 30 und 60 Zentimeter hoch ist, von dem jedoch auch einige
Exemplare einen Meter Wuchshöhe erreichen können. Die Blätter
sind beidseitig behaart und haben eine runzelige, rauhe Oberseite. Ihre
Farbe liegt zwischen Grün und Graugrün. Weiße Blüten
mit gelbem Grund zieren die Salbeiblättrige Zistrose. (C'an Picafort,
April 2002)
Salzmelde (Salt Bush, Atriplex halimus)
Auf einem Grundstück, das direkt an den Strand grenzte, stand dieser
Salzmelde-Busch. Seine Blätter wirkten im Sonnenlicht
silbrig-weiß. Salzmelde bevorzugt Salzwiesen und salzhaltige Böden
in der Nähe des Strandes als Standorte. Ferner kommt diese Pflanzenart
an den Rändern von Gräben vor, die Verbindung zum Salzwasser aufweisen.
(C'an Picafort, April 2002)
Samtgras (Rabbit Tail Grass, Lagurus ovatus)
In der Nähe des Strandes wuchs diese Pflanze, die zu den
Süßgräsern gehört. Samtgras, das auch
Hasenschwänzchen genannt wird, weist dicht behaarte,
samtige, gezwirbelte, teils eingerollte Blätter auf. Die einzelnen
Blätter waren über zehn Zentimeter lang. In Küstennähe, auf
sandigen Böden sowie auf Brachland ist diese Grasart auf Mallorca recht
häufig vertreten; sie kommt auch in Deutschland vor. (C'an Picafort, April 2002)
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