MallorcaVögel - Teil 3Vögel - Teil 3
 

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          Schafstelze (Yellow Wagtail, Motacilla flava iberiae)

Schafstelze Schafstelze beim Abflug In Europa kommt die bis zu 17 Zentimeter lange Schafstelze in vielen verschiedenen Unterarten vor. Auf Mallorca lebt diejenige Unterart, die man vor allem auf der Iberischen Halbinsel antrifft (Motacilla flava iberiae). Sie ist an ihrer weißen Kehle und dem hellen Überaugenstreif zu erkennen. Insbesondere während der Balzzeit, also wenn die Männchen ihr Prachtkleid tragen, sind die Tiere der einzelnen Unterarten gut zu unterscheiden. In der Abbildung rechts ist ein Männchen im Prachtkleid zu sehen, das von der im rechten Bild gezeigten Position aus seinen kurzen Gesang vortrug. Foto der Schafstelze beim Abflug © Walter Gladischefski

Schwarzkehlchen (Common Stonechat, Saxicola torquata)

Weibliches Schwarzkehlchen Männliches Schwarzkehlchen Bei den Schwarzkehlchen trägt das Männchen einen tiefschwarzen Kopf, siehe Abbildung rechts. Die Vögel erreichen eine Länge von rund 12,5 Zentimeter. In der Balzzeit, die ins Frühjahr fällt, trägt das Männchen von einer Singwarte aus sein relativ monotones Liedchen viele hundert Mal am Tag vor. Auf Mallorca trifft man die zierlichen Singvögel rund um das Bóquer-Tal in der Nähe der Stadt Port de Pollença besonders häufig an. Das linke der beiden Fotos zeigt ein Männchen, rechts ist ein Weibchen zu sehen.

Seidenreiher (Little Egret, Egretta garzetta)

Seidenreiher im Flug Seidenreiher Vielerorts lassen sich auf Mallorca die hübschen, nur 55 Zentimeter großen Seidenreiher beobachten. Vor allem in den frühen Morgenstunden beziehungsweise kurz nach Sonnenaufgang staksen die schlanken Vögel an der Küste durchs Meerwasser, um ihr Frühstück zu erbeuten. Im Feuchtgebiet von S'Albufera kann man die rein weiß befiederten Wasservögel besonders gut beobachten. Von einem Beobachtungsversteck aus gelang mir die linke Aufnahme, die einen jagenden Seidenreiher zeigt. Der nahe mit dieser Spezies verwandte Silberreiher kommt ebenfalls in S'Albufera vor. Silberreiher sind fast doppelt so groß wie Seidenreiher und haben im Unterschied zu den kleineren Vettern einen leuchtend gelben Schnabel, durch den man die beiden Arten leicht von einander unterscheiden kann. Foto des Seidenreihers im Flug © Walter Gladischefski

Seidensänger (Cetti's Warbler, Cettia cetti)

Seidensänger-Männchen Wandert man im Frühjahr entlang der Kanäle von S'Albufera, dröhnt dort immer wieder eine Vogelstimme ebenso urplötzlich wie laut aus den Gebüschen. Eine kurze und abrupt endende Strophe aus einer Vogelkehle lässt einen angesichts der enormen Lautstärke garantiert neugierig nach dem Vogel suchen, der meist unmittelbar nach dem Ende seines kleinen Liedchens davon flattert. Mit einer großen Portion Glück findet man die 13 Zentimeter langen Seidensänger, bevor sie ihre Balzstrophe vortragen. Da die Vögel jedoch ausgesprochen scheu sind, ist es leider sehr schwierig, sie zu beobachten. Die Abbildung rechts zeigt ein Männchen - unmittelbar bevor es damit begann, sein Lied zu schmettern.

Stelzenläufer (Black-winged Stilt, Himantopus himantopus)

Stelzenläufer im Flug Stelzenläufer In den Lagunen von S'Albufera tummeln sich im Sommer etliche Stelzenläufer, die aufgrund ihrer langen, dünnen und leuchtend roten Beine unverwechselbar sind. Die Länge des Körpers vom Schnabel bis zur Schwanzspitze beträgt 36 Zentimeter, die Vögel sind demnach in etwa so groß wie Tauben. Da Stelzenläufer recht scheue Tiere sind, kann man sie am besten aus einem der Beobachtungsverstecke des Naturparks S'Albufera beobachten. Aufgrund des schwarzweißen Gefieders, der langen Beine und des langen, spitzen Schnabels wirken diese Vögel wie Miniaturausgaben von Weißstörchen. Auf der griechischen Insel Korfu gelang es mir, Stelzenläufer aus nächster Nähe zu beobachten und zu fotografieren. Foto der fliegenden Stelzenläufer © Walter Gladischefski

Stieglitz (Eurasian Goldfinch, Carduelis carduelis)

Stieglitz Diese zwölf Zentimeter große Finkenart ist in ganz Europa heimisch. Auf Mallorca halten sich Stieglitze am liebsten in lichten Wäldern auf. Aufgrund ihrer leuchtend gelben Flügelbinden fallen sie im dichten Grün vor allem während des Fluges auf. In Deutschland werden die Vögel auch Distelfinken genannt, da sie sich gern von den reifen und halbreifen Samen verschiedener Distelarten ernähren.

Stockente (Mallard, Anas platyrhynchos)

Stockenten-Erpel Insbesondere im Naturpark Reserva de Galatzó trifft man allerorten auf Stockenten. Diese rund 58 Zentimeter lange Wildentenart ist in ganz Europa heimisch. Einige Vertreter dieser Spezies lassen es sich nicht nehmen, in den Hafenbecken der mallorquinischen Küstenorte umher zu schwimmen und vom Menschen ins Wasser geworfene Nahrung wie zum Beispiel Brot gierig zu verschlingen, was ich in C'an Picafort beobachtet habe. Leider ist die Fütterung von Enten mit Brot alles andere als artgerecht und führt auf die Dauer zu einer Unterversorgung mit Vitaminen und Nährstoffen, die Vögel erkranken.

Tafelente (Common Pochard, Aythya ferina)

Tafelente Rund 45 Zentimeter wird diese Tauchentenart groß. In den Lagunen und auf den Kanälen von S'Albufera sind die Tafelenten Überwinterer, die im Frühjahr nach Mitteleuropa sowie nach Russland ziehen. Die Abbildung rechts zeigt ein schlafendes Männchen im Prachtkleid. Mit ihrem rostroten Kopf sowie dem überwiegend hellen Körper sind Tafelenten-Erpel unverwechselbar. Die Augen der Erpel sind leuchtend rot gefärbt, was auf der Abbildung in diesem Absatz bedauerlicherweise nicht zu sehen ist, da der schlafende Vogel seine Augenlider geschlossen hielt.

Zwergstrandläufer (Little Stint, Calidris minuta)

Zwergstrandläufer Ein weiterer, äußerst scheuer Überwinterungsgast auf Mallorca ist der Zwergstrandläufer. Diese maximal 14 Zentimeter lange Vogelart hält sich bevorzugt auf Schlamm- oder Sandflächen in der Nähe der Küste auf. Vor allem von der geschützten Beobachtungsposition an der Lagune von S'Albufera aus hat man relativ gute Beobachtungsmöglichkeiten und die flinken Vögel mit ihren kurzen, geraden Schnäbeln laufen einem mit ein wenig Glück über den Weg.

Zwergtaucher (Little Grebe, Tachybaptus ruficollis)

Zwergtaucher Bis zu 29 Zentimeter wird diese zierliche Vogelart lang, sie stellt den kleinsten Vertreter der Lappentaucher dar. Das Foto rechts zeigt ein Männchen im Prachtkleid, was am rostbraunen Kopf und Hals sowie an dem weißlich-gelben Fleck im Schnabelwinkel zu erkennen ist. Der hintere Körperbereich der Zwergtaucher ist weiß befiedert. Leider sind diese hübschen Vögel extrem scheu und man sieht meist nur ihre hintere Körperhälfte im Wasser verschwinden, weil sie panikartig abtauchen, sobald man sich ihnen nähert. Im Sumpfgebiet von S'Albufera hat man vergleichsweise gute Chancen, Zwergtaucher beobachten zu können, weil die Vögel dort recht häufig vorkommen und da sich im Schutzgebiet einige Beobachtungsverstecke befinden.

 
                 

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