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Pilze in Köln und im Umland - Teil 2

Achtung, zu dieser Seite gibt es eine überarbeitete Version, die Sie hier finden.

Folgende Pilzarten finden Sie in diesem Kapitel in alphabetischer Reihenfolge:

· Geweihförmige Holzkeule (Candlestick Fungus, Xylaria hypoxylon)
· Glimmertintling (Glistening Inkcap, Coprinus micaceus)
· Goldgelber Zitterling (Yellow Brain Fungus, Tremella mesenterica)
· Grünblättriger Schwefelkopf (Sulphur Tuft, Hypholoma fasciculare)
· Helmling (Mycena sp.)
· Judasohr (Jew's Ear Fungus, Hirneola auricula-judae)
· Kahler Krempling (Common Roll-rim, Paxillus involutus)
· Kammförmige Koralle (White Coral, Clavulina coralloides)
· Kiefernbraunporling (Velvet-top Fungus, Phaeolus schweinitzii)
· Klebriger Hörnling (Yellow Staghorn, Calocera viscosa)
· Maronenröhrling (Bay Bolete, Xerocomus badius)

Geweihförmige Holzkeule (Candlestick Fungus, Xylaria hypoxylon)

Geweihförmige Holzkeule (Candlestick Fungus, Xylaria hypoxylon)Auf abgebrochenen Laubholzästen sowie auf Stümpfen von Laubbäumen findet man in Deutschland häufig die Geweihförmige Holzkeule. Diese Pilzart bildet geweihförmige Sammelfruchtkörper, die in der Fachsprache als Stromata bezeichnet werden. Sie sind zwei bis 2,5 Zentimeter hoch, in manchen Fällen können sie bis zu fünf Zentimeter Größe erreichen. In unreifem Zustand sind sie weiß gefärbt, später verfärben sie sich schwarz. Man kann diese Pilze das gesamte Jahr über beobachten. Zu Speisezwecken wird diese Pilzart nicht genutzt. Sie übernimmt in der Natur die Rolle eines Zersetzers von Holz. Foto: 21.10.2012, Köln-Brück

  Geweihförmige Holzkeule (Candlestick Fungus, Xylaria hypoxylon), junge Fruchtkörper   Geweihförmige Holzkeule (Candlestick Fungus, Xylaria hypoxylon), überständig  
  junge Fruchtkörper, Foto: 21.10.2012,
Köln-Rath-Heumar
  überständig, Foto: 17.02.2013,
Köln-Brück
 

Glimmertintling (Glistening Inkcap, Coprinus micaceus)

Bei der hier gezeigten Pilzart handelt es sich sehr wahrscheinlich um den Glimmertintling. Diese Fruchtkörper dieser Spezies wachsen meist dicht beieinander in Gruppen. Bis zu drei Zentimeter kann der Durchmesser des Hutes junger Pilze betragen, seine Dicke beläuft sich auf bis zu 2,5 Zentimeter. Bei jungen Exemplaren ist der Hut eiförmig, doch mit der Zeit wölbt er sich nach außen und wird dadurch glockenförmig. Sein Durchmesser wächst auf bis zu fünf Zentimeter. In der Mitte ist der Hut cremefarben bis bräunlich gefärbt, er dunkelt hier nach. Weiter außen ist der Hut hell bräunlich gefärbt. Zu Beginn ist die Haut gerieft, mit zunehmendem Alter wird sie immer faltiger. Der deutsche Name Glimmertintling rührt daher, dass junge Fruchtkörper mit glänzenden Schuppen besetzt sind. Durch Regengüsse werden sie abgewaschen. Anfangs sind die Lamellen weißlich, später sind sie graubraun bis grauviolett gefärbt, um schließlich schwarz zu werden. Drei bis acht Zentimeter, in manchen Fällen sogar zehn Zentimeter, ist der Stiel lang. Seine Breite beträgt drei bis fünf Millimeter und er ist hell bräunlich gefärbt. Da er innen hohl ist, ist er nicht sehr stabil. In Laub- und Mischwäldern ist der Glimmer-Tintling zu finden, in Nadelwäldern kommt er selten vor. Das gesamte Jahr über kann man Fruchtkörper dieser Spezies beobachten.

  Glimmertintling (Glistening Inkcap, Coprinus micaceus)   Glimmertintling (Glistening Inkcap, Coprinus micaceus)  
  Foto: 03.10.2012,
Köln-Brück
  Foto: 07.10.2012,
Köln-Brück
 

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Goldgelber Zitterling (Yellow Brain Fungus, Tremella mesenterica)

Abgestorbene Laubholzzweige und -äste bilden das Substrat für den ganzjährig vorkommenden Goldgelben Zitterling. Nur selten ist diese Art auf Nadelholzzweigen zu finden. Zwischen zwei und rund fünf Zentimeter breit sind die Fruchtkörper dieser Pilzart. Die Höhe kann zwei bis vier Zentimeter betragen. Häufig wachsen mehrere dieser Fruchtkörper nebeneinander in einer Reihe. Junge Fruchtkörper sind leuchtend gelb gefärbt und zeigen eine hirnartige Form. Mit der Zeit werden die Pilze lappig und faltig, sie hängen dann schlaff herab und die Farbe wechselt zu einem blassen Gelb.

  Goldgelber Zitterling (Yellow Brain Fungus, Tremella mesenterica)   Goldgelber Zitterling (Yellow Brain Fungus, Tremella mesenterica)  
  Foto: 01.01.2012,
Köln-Brück
  Foto: 16.06.2012,
Köln-Dellbrück
 

Grünblättriger Schwefelkopf (Sulphur Tuft, Hypholoma fasciculare)

Grünblättriger Schwefelkopf (Sulphur Tuft, Hypholoma fasciculare)Mit einem Durchmesser von zwei bis sechs Zentimeter ist der Hut des Grünblättrigen Schwefelkopfes recht zierlich. Auf der Oberseite ist der Hut kräftig gelb bis gelblichgrün gefärbt. Anfangs ist seine Form kugelig, doch mit der Zeit flacht der Hut ab. In der Mitte befindet sich häufig ein kleiner Buckel oder bei einigen Exemplaren eine kleine Mulde. In aller Regel sind die Hüte am Scheitel etwas dunkler als an anderen Stellen und die Oberfläche ist entweder glatt oder mit feinen Fasern bedeckt. Bei jungen Pilzen sind die Lamellen gelblich gefärbt. Mit der Zeit verfärben sie sich und werden erst grünlich und später olivbraun. Weißlich bis gelblich ist der Stiel gefärbt, an der Basis ist er dunkler als darüber. Oft ist die Basis eher bräunlich gefärbt. Drei bis acht oder mitunter auch zehn Zentimeter kann der Stiel lang sein. Der Grünblättrige Schwefelkopf wächst auf Totholz und ist in Laub- und Nadelwäldern zu finden. Fruchtkörper können zwischen Mai und Dezember beobachtet werden. Foto: 29.09.2011, Köln-Eil

Helmling (Mycena sp.)

In Europa kommen mehr als 100 Helmlingsarten vor. Diese Pilze sind meist recht zierlich und zart und ihre Fruchtkörper bilden sich entweder auf dem Boden oder auf Totholz. Der Stiel ist für gewöhnlich schlank und er steht aufrecht. Helmartig ist der Hut meist ausgeprägt, doch es gibt auch Spezies, bei denen er wie ein kleiner Kelch aussieht, weil der Rand nach oben gebogen ist. Nicht alle Helmlinge sind anhand von Fotos leicht zu bestimmen. Bei der unten links gezeigten Art handelt es sich wahrscheinlich um den Buntstieligen Helmling (Clustered Bonnet, Mycena inclinata). Typisch für diese Art ist, dass der Stiel zur Basis hin dunkelbraun ist und nach oben hin heller wird. Hell rötlichbraun ist der Hut gefärbt, am Rand ist er oft heller als im Zentrum. Die Lamellen sind hellbraun. Zwischen einem und 4,5 Zentimeter kann der Durchmesser des Hutes betragen. Fruchtkörper sind vom Frühling bis in den Herbst in der Natur zu finden. Leider lässt sich nicht sagen, um welche Helmlingsart es sich bei den unten rechts gezeigten Exemplaren handelt.

  Mycena sp., wahrscheinlich Buntstieliger Helmling (Clustered Bonnet, Mycena inclinata)   Mycena sp.  
  Buntstieligen Helmling (Mycena inclinata)?,
Foto: 21.10.2012, Köln-Rath-Heumar
  Foto: 24.12.2012,
Köln-Brück
 

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Judasohr (Jew's Ear Fungus, Hirneola auricula-judae)

Sowohl an abgestorbenem Holz als auch an geschwächten, noch lebenden Bäumen ist das Judasohr zu finden. Dieser Pilz bildet einen dunkelbraunen Fruchtkörper, der lappenartig ist und an die Form einer Ohrmuschel erinnert. Das Gebilde steht dabei seitlich von dem Substrat ab, auf dem es wächst. Zwischen drei und zehn Zentimeter kann das Judasohr breit werden, das Fleisch ist 1,5 bis zwei Millimeter dick. Alternative Namen dieser Pilzart sind Mu-Err, Wolkenohrpilz oder Holunderpilz, wissenschaftlich wird sie außerdem auch als Auricularia auricula-judae bezeichnet. Vor allem in der chinesischen Küche findet diese Pilzart Verwendung, vom Sammeln in der Natur ist Laien aber abzuraten, denn es besteht Verwechslungsgefahr mit ungenießbaren Arten.

  Judasohr (Jew's Ear Fungus, Hirneola auricula-judae)   Judasohr (Jew's Ear Fungus, Hirneola auricula-judae)  
  Foto: 23.10.2011,
Köln-Brück
  Foto: 24.12.2012,
Köln-Brück
 

Kahler Krempling (Common Roll-rim, Paxillus involutus)

Kahler Krempling (Common Roll-rim, Paxillus involutus)Der Hut des Kahlen Kremplings kann einen Durchmesser von fünf bis acht, mitunter bis zu 15 Zentimeter erreichen. Bei jungen Fruchtkörpern ist der Hut konvex geformt und noch recht ebenmäßig. Werden die Pilze älter, flacht der Hut ab und schließlich reckt sich der Rand empor. Dadurch entsteht eine trichterartige Vertiefung in der Mitte. Kahle Kremplinge sind bräunlich gefärbt. Hell bräunlich sind die Lamellen gefärbt und der Stiel graubraun. Achtung: Der Kahle Krempling ist giftig und der Verzehr roher Pilze dieser Art kann tödlich sein! Das Verbreitungsgebiet dieser Spezies ist sehr groß. Sie kommt nicht nur in Deutschland und weiten Teilen Europas vor, sondern darüber hinaus auch in Nordostasien, Nordamerika und Australien. In Deutschland sind die Fruchtkörper dieser Pilzart vor allem zwischen August und Oktober in der Natur zu finden. Foto: 29.09.2011, Köln-Eil

Kammförmige Koralle (White Coral, Clavulina coralloides)

Kammförmige Koralle (White Coral, Clavulina coralloides)Typisch für die Kammförmige Koralle ist, dass ihre Spitzen wie die von Korallen verzweigt sind. Der Fruchtkörper ist anfangs weiß gefärbt und werden mit zunehmendem Alter grauweiß. Meist sind sie zwei bis sechs Zentimeter hoch. Mitunter kommen Exemplare vor, die bis zu acht Zentimeter Höhe erreichen. In der Breite messen die Fruchtkörper ebenfalls bis zu circa sechs Zentimeter. Kammförmige Korallen zersetzen Holz, sie kommen auf Totholz von Laub- und Nadelbäumen vor. Sie bevorzugen Fichten (Picea sp.) und Rotbuchen (Fagus sylvatica). Von Anfang August bis etwa Anfang November lassen sich die Fruchtkörper beobachten. Alternativ wird diese Spezies auch als Kammförmiger Keulenpilz oder als Kammkoralle bezeichnet. Foto: 21.10.2012, Köln-Rath-Heumar

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Kiefernbraunporling (Velvet-top Fungus, Phaeolus schweinitzii)

Kiefernbraunporling (Velvet-top Fungus, Phaeolus schweinitzii)In Nadelwäldern kann man in Deutschland den Kiefernbraunporling beobachten. Diese Pilzart zersetzt altes Holz, sie ist beispielsweise auf den Wurzeln und an den Stämmen von Nadelbäumen zu finden. Die Fruchtkörper sind zwischen sechs und 20 Zentimeter breit, manche Exemplare werden sogar noch ein wenig größer. Junge Fruchtkörper sind gelblichbraun gefärbt und sie weisen vom Mittelpunkt ausgehende konzentrisch angeordnete Zonen auf. Mit der Zeit werden die Fruchtkörper rotbraun oder gar kräftig dunkelbraun. Die Poren sind gelblich bis olivgrün gefärbt und etwa ein bis zwei Millimeter breit. Recht kurz und breit ist der Stiel, der die Fruchtkörper mit dem Substrat verbindet. Fruchtkörper des Kiefern-Braunporlings sind ab dem Spätsommer oder Herbst bis etwa November zu finden. Foto: 29.09.2011, Köln-Rath-Heumar

Klebriger Hörnling (Yellow Staghorn, Calocera viscosa)

Der Klebrige Hörnling ist ein Mitglied der der Familie der Tränenpilzverwandten (Dacrymycetaceae). Er bildet Fruchtkörper, die drei bis sechs Zentimeter hoch sind. Ihre Form ist auffällig, da die Fruchtkörper stark verzweigt sind. Diese einzelnen Verzweigungen stehen eng beieinander und ihre Oberfläche ist klebrig. Leuchtend orange sind junge Klebrige Hörnlinge gefärbt. Wenn sie mit der Zeit immer trockener werden, ändert sich ihre Färbung hin zu einem dunklen Rotorange. Zu finden ist diese Pilzart auf totem Holz von Nadelbäumen. Sie gedeiht beispielsweise auf Stümpfen von Fichten. Während des gesamten Jahres kann man in der deutschen Natur den Klebrigen Hörnling beobachten.

  Junger Klebriger Hörnling (Yellow Staghorn, Calocera viscosa)   Klebriger Hörnling (Yellow Staghorn, Calocera viscosa)  
  Foto: 16.09.2012,
Köln-Rath-Heumar
  Foto: 24.06.2012,
Bergisch Gladbach Gronau
 

Maronenröhrling (Bay Bolete, Xerocomus badius)

Maronenröhrling (Bay Bolete, Xerocomus badius)Der Maronenröhrling ist essbar und er gehört zu den beliebtesten Speisepilzen, die in deutschen Wäldern zu finden sind. Zwischen fünf und 15 Zentimeter beträgt der Durchmesser des Hutes dieser Spezies. Handelt es sich um einen jungen Pilz, ist der Hut halbkugelförmig. Später wird er unregelmäßig und polsterförmig. Bei vielen Exemplaren ist der Hut auf der Oberseite kastanienbraun gefärbt, es kommen aber auch Pilze mit rötlichbraun oder olivbraun gefärbtem Hut vor. Ferner gibt es schwarzbraune Exemplare. Typisch ist, dass die Röhren am Stiel angewachsen sind. Ihre Färbung ist anfangs hell cremegelb bis zitronengelb, mit der Zeit werden sie olivgelb bis olivgrün. Etwa fünf bis zwölf Zentimeter wird der Stiel lang, seine Dicke beläuft sich auf ein bis fünf Zentimeter. Er kann sowohl zylindrisch oder bauchig sein; manche Exemplare haben einen gebogenen Stiel. Weißlich-gelb ist das Fleisch der Röhren gefärbt, sie befinden sich auf der Unterseite des Hutes. Drückt man sie mit dem Finger zusammen, verfärben sie sich blaugrün, was ein Erkennungsmerkmal dieser Pilzart ist. Vor allem in Nadelwäldern ist die Spezies auf dem Boden zu finden. In feuchten Jahren treten die Fruchtkörper bereits im Juni oder Juli in Erscheinung, für gewöhnlich sind sie aber in der Zeit von September bis November in der Natur zu beobachten. Foto: 20.10.2012, Rösrath-Stümpen

  Maronenröhrling (Bay Bolete, Xerocomus badius)   Maronenröhrling (Bay Bolete, Xerocomus badius)  
  Foto: 21.10.2012,
Köln-Rath-Heumar
  Foto: 29.07.2012,
Köln-Eil
 

 

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Weitere Informationen:

Koordinaten von Köln: 50.93606613, 6.95893764
 

Weitere Informationen:

Pilzbilder-Galerie von Norbert Kühnberger

Harzpilzchen - Internetseite von Hartmut Schubert

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