Fotoreiseberichte.de - Köln und Umland

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Hautflügler in Köln und im Umland - Teil 2

Achtung, zu dieser Seite gibt es eine überarbeitete Version, die Sie hier finden.

Wespen (Wasps)

Im deutschen Sprachgebrauch werden viele verschiedene Arten als Wespen bezeichnet. Sie gehören unterschiedlichen Familien an, zu denen unter anderem die Grabwespen (Crabronidae) und die Faltenwespen (Vespidae) gehören. In diesem Fotoreisebericht über Köln und Umgebung sind alle Wespen unabhängig von ihrer Familie rein alphabetisch sortiert. Folgende Wespenarten finden Sie in diesem Kapitel:

· Bienenjagende Knotenwespe (Digger Wasp, Cerceris rybyensis)
· Bienenwolf (European Beewolf, Philanthus triangulum)
· Deutsche Wespe (German Wasp, Vespula germanica)
· Eumenes sp. (Töpferwespe)
· Feld-Blattwespe (Tenthredo campestris)
· Gallische Feldwespe (Wasp, Polistes dominula)
· Gemeine Goldwespe (Rubytail Wasp, Chrysis ignita)
· Gemeine Rosengallwespe (Bedeguar Gall Wasp, Diplolepis rosae)
· Gemeine Wespe (Common Wasp, Vespula vulgaris)
· Gestreifte Eichengallwespe (Gall Wasp, Cynips longiventris)
· Gräserblattwespe (Sawfly, Selandria serva)
· Hornisse (European Hornet, Vespa crabro)
· Neuroterus numismalis
· Pontania proxima
· Rote Wespe (Red Wasp, Vespula rufa)
· Sandwespe (Thread-waisted Wasp, Ammophila sp.)
· Tenthredo omissa
· Tenthredo temula
· Zierliche Feldwespe (Paper Wasp, Polistes bischoffi)

Bienenjagende Knotenwespe (Digger Wasp, Cerceris rybyensis)

Bienenjagende Knotenwespe (Digger Wasp, Cerceris rybyensis)Die Bienenjagende Knotenwespe gehört zur Familie der Grabwespen (Crabronidae). Männliche Individuen erreichen eine Körperlänge von sechs bis zehn Millimeter, Weibchen sind mit acht bis zwölf Millimeter Länge etwas größer. Auf dem Hinterleib tragen die Tiere ein variables Muster, das schwarz und gelb ist. Typisch ist ein schwarzes Dreieck auf dem dritten Hinterleibssegment. Der restliche Körper ist überwiegend dunkel gefärbt. Bis zur Mitte sind die Beine schwarz, die Schenkel sind gelb gefärbt. Schwarz sind auch die Fühler dieser Knotenwespenart. Von Juni bis in den September hinein sind Bienenjagende Knotenwespen in der Natur anzutreffen. Sie fangen Bienen und ernähren damit ihre Larven. Für Menschen sind Bienenjagende Knotenwespen ungefährlich. Foto: 29.09.2011, Köln-Eil

Bienenwolf (European Beewolf, Philanthus triangulum)

Weiblicher Bienenwolf (European Beewolf, Philanthus triangulum)Der Bienenwolf gehört zur Familie der Crabronidae (Grabwespen). Weibchen sind 13 bis 18 Millimeter groß, Männchen erreichen eine Körperlänge von acht bis zehn Millimeter. Diese Tiere sind am Hinterleib überwiegend gelb gefärbt, darauf befindet sich ein schwarzes Muster. Der Brustbereich ist überwiegend schwarz mit einigen gelben Bereichen und der schwarze Kopf zeigt einige rötliche Areale. Gelb und schwarz sind die Beine gefärbt, die teilweise verdickten Fühler sind schwarz. Auf warmen, trockenen Magerrasen und Heideflächen ist der Bienenwolf beheimatet. Die Larven dieser Insektenart ernähren sich von Westlichen Honigbienen (Apis mellifera). Erwachsene Bienenwölfe fressen Nektar. Weil immer mehr Lebensraum, in dem diese Insektenart vorkommt, vom Menschen vernichtet wird, nimmt die Zahl der Bienenwölfe zusehends ab. Foto: 09.08.2013, Troisdorf-Altenrath

  Weiblicher Bienenwolf (European Beewolf, Philanthus triangulum)   Männlicher Bienenwolf (European Beewolf, Philanthus triangulum)  
  Weibchen, Foto: 09.08.2013,
Troisdorf-Altenrath
  Männchen, Foto: 09.08.2013,
Troisdorf-Altenrath
 

Deutsche Wespe (German Wasp, Vespula germanica)

Deutsche Wespe (German Wasp, Vespula germanica), KöniginIn Deutschland kommen neben einigen anderen Wespenarten auch Deutsche Wespen vor. Königinnen dieser zur Unterfamilie der Echten Wespen (Vespinae) gehörenden Spezies erreichen eine Körperlänge von bis zu 20 Millimeter. Deutlich kleiner sind die Arbeiterinnen, sie sind zwölf bis 16 Millimeter lang und die Drohnen messen 13 bis 17 Millimeter. Gelb und schwarz ist die Färbung der Deutschen Wespe. Von anderen Arten lässt sich diese Spezies anhand der auf der Stirnplatte befindlichen Zeichnung unterscheiden, die aus ein bis drei schwarzen Punkten oder einem häufig ein wenig unterbrochenen schwarzen Strich besteht. Sehr gut zu sehen ist diese Zeichnung auf einem Foto bei Wikipedia.de. Ihr Nest baut diese Wespenart unterirdisch. Anzutreffen sind Deutsche Wespen meist an Waldrändern, die viele Sträucher aufweisen. Vegetarische Kost wie Pollen oder Pflanzensäfte bildet die Nahrung dieser Tiere. Von April bis Oktober dauert die Flugzeit. Im Herbst stirbt das gesamte Volk mit Ausnahme der zuvor von den Drohnen begatteten Jungköniginnen. Diese überwintern und gründen im folgenden Jahr neue Staaten. Foto: 15.10.2011, Königswinter

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Eumenes sp. (Töpferwespe)

Eumenes sp. (Töpferwespe)Die Töpferwespen der Gattung Eumenes gehören zur Familie der Faltenwespen (Vespidae), sie werden auch als Pillenwespen bezeichnet. In Mitteleuropa kommen sieben Töpferwespenarten vor, die sich äußerlich nicht alle leicht voneinander unterscheiden lassen. Eine Identifikation anhand von Fotos ist schwierig. Die meisten Töpferwespenarten sind circa zehn bis 17 Millimeter lang, wobei die Weibchen etwas größer sind als die Männchen. Schwarzgelb ist der Körper gezeichnet, am Hinterleib findet sich oft eine Verdickung. Schwarz sind auch die Fühler gefärbt, die Beine sind bei vielen Spezies teilweise gelblich. Etwa von Mai bis September dauert die Flugzeit der Töpferwespen. Ihren deutschen Namen tragen sie, da sie aus Lehm oder Sand kleine Brutzellen „töpfern“, in die sie ihre Eier legen. Bei dem hier gezeigten Tier könnte es sich um Eumenes coronatus handeln. Wer dies bestätigen oder bei der Bestimmung der in diesem Absatz gezeigten Art helfen kann, der möge mich bitte per E-Mail kontaktieren. Foto: 10.06.2012, Köln-Brück

Feld-Blattwespe (Tenthredo campestris)

Feld-Blattwespe (Tenthredo campestris)Die Feld-Blattwespe ist relativ zierlich gebaut. Weibchen sind acht bis zwölf Millimeter lang, Männchen acht bis elf Millimeter. Schwarz und orange bis gelblichorange ist die Färbung dieser Insekten. Schwarz sind der Hinterleib und der Kopf gefärbt, auf dem ansonsten orangegelben Rumpf gibt es nur einige dunkle Bereiche. Die Beine und die Fühler sind gelb bis gelborange gefärbt, nur an den hinteren Beinen kann es dunkle Abschnitte geben. Durchscheinend bräunlich sind die Flügel dieser Blattwespen. Ihre Flugzeit dauert von Mai bis Juli. Anzutreffen sind diese Tiere in Gärten, Landschaften mit Hecken und Gebüschen sowie an Waldrändern. Foto: 18.05.2013, Köln-Brück

Gallische Feldwespe (Wasp, Polistes dominula)

Gallische Feldwespe (Wasp, Polistes dominula)Arbeiter und Drohnen der Gallischen Feldwespe erreichen eine Körperlänge von elf bis 15 Millimeter, auf bis zu 18 Millimeter Körperlänge bringen es die Königinnen dieser Spezies. Das Muster dieser auch als Französische Feldwespe bezeichneten Art besteht aus schwarzen und gelben Bereichen. Auf dem zweiten Hinterleibssegment befinden sich bei der Gallischen Feldwespe zwei gelbe Flecken. Die Unterseite des letzten Hinterleibssegments ist gelb gefärbt. Der Kopfschild ist bei den meisten Individuen vollständig gelb, in südlichen Gegenden lebende Tiere tragen mittig auf dem Kopfschild oft einen schwarzen Fleck. Ab dem dritten Geißelglied sind die Antennen dieser Insektenart gelb gefärbt, die Beine sind ebenfalls gelb. Insekten und Spinnen sowie Nektar stehen auf dem Speiseplan dieser Tiere. Foto: 13.07.2012, Köln-Brück

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Gemeine Goldwespe (Rubytail Wasp, Chrysis ignita)

Gemeine Goldwespe (Rubytail Wasp, Chrysis ignita)Die Körpergröße der Gemeinen Goldwespe kann zwischen vier und 13 Millimeter betragen. Ihr Körper ist relativ schlank gebaut, weshalb die Tiere sehr zierlich wirken. Am Kopf und am Brustteil (Thorax) sind sie grünblau gefärbt. Bei vielen Individuen zeigen diese Körperpartien einen metallischen Glanz oder sie schimmern golden. Der Hinterleib (Abdomen) ist kupferrot bis rot gefärbt und er kann ebenfalls einen metallischen Schimmer aufweisen. Anzutreffen sind diese Insekten in vielen unterschiedlichen Lebensräumen, sie bevorzugen jedoch meist trockene und sonnige Habitate. Gemeine Goldwespen sind Brutparasiten, denn sie legen ihre Eier in die Nester verschiedener stechender Insekten wie Faltenwespen oder Pelzbienen. Die Larven fressen nach dem Schlüpfen zunächst das Ei und dann die Vorräte der Tiere, in deren Nest sie sich befinden. Etwa von Mai bis September dauert die Flugzeit der Gemeinen Goldwespe. Die Spezies wird in manchen Literaturquellen als Feuer-Goldwespe bezeichnet. Foto: 30.06.2012, Troisdorf

Gemeine Rosengallwespe (Bedeguar Gall Wasp, Diplolepis rosae)

Gemeine Rosengallwespe (Bedeguar Gall Wasp, Diplolepis rosae)Nur mit ein Glück bekommt man die winzig kleinen Gemeine Rosengallwespe zu Gesicht. Viel häufiger gelingt es dagegen, die aufgrund des Einwirkens dieser Hautflügler an Rosen (Rosa sp.) entstehenden Gallen in der Natur zu finden. Nur etwa drei Millimeter sind Gemeine Rosengallwespen lang. Kopf und Brustteil sind schwarz gefärbt, der Hinterleib ist größtenteils orangerot. Zum Ende hin ist er schwarz. Dunkel bräunlichrot sind die Beine gefärbt und die transparenten Flügel weisen einen Grauton mit dunkleren Bereichen in der Mitte auf. Insgesamt wirkt der Körperbau der Rosengallwespe eher dick, weil der Hinterleib und auch der Brustteil stark gerundet sind. Die Gallen können bis zu fünf Zentimeter im Durchmesser groß sein. Sie enthalten mehrere Kammern, in denen sich Larven entwickeln. Zu finden sind diese Gallen etwa in der Zeit ab Juli. Sie sind anfangs grünlich und gelb gefärbt, später gelb und rot. Foto: 23.08.2013, Rösrath-Stümpen

Gemeine Wespe (Common Wasp, Vespula vulgaris)

Ein schlechtes Ansehen hat die Gemeine Wespe. Sie ist in Deutschland und generell in Mitteleuropa eine der häufigsten Wespenarten. Weil sie häufig an den Speisen und Getränken des Menschen zu finden ist, entstehen in den Sommermonaten immer wieder Konflikte. Werden die Tiere bedroht, setzen sie sich mit ihrem Stachel zur Wehr. Aus diesem Grund und weil sie recht aufdringlich sind, mögen die meisten Menschen Gemeine Wespen nicht. Die Arbeiterinnen dieser Insektenart werden elf bis 14 Millimeter lang, Königinnen erreichen eine Körpergröße von bis zu 20 Millimeter. Wie für Wespen typisch ist der Körper gelb und schwarz gezeichnet. Diese Färbung ist in der Natur ein Alarmsignal. Im Fall der Gemeinen Wespe weist es auf ihre Giftigkeit hin. Weil das Muster auf dem Hinterleib dieser Wespen sehr variabel ist, kann man die Tiere von der nahe verwandten Deutschen Wespe (Vespula germanica) in vielen Fällen nur anhand der Zeichnung auf der Stirnplatte unterscheiden sicher unterscheiden. Auf dem gelben Bereich der Stirnplatte verläuft bei weiblichen Gemeinen Wespen ein schwarzer, gerader Strich, der sich nach unten hin verbreitert. Männchen haben eine ähnliche Gesichtszeichnung. Die Unterscheidung von der Roten Wespe (Vespula rufa) ist leicht: Diese Art hat rote Bereiche auf dem Hinterleib, die der Gemeinen Wespe fehlen.

  Gemeine Wespe (Common Wasp, Vespula vulgaris)   Gemeine Wespe (Common Wasp, Vespula vulgaris)  
  Foto: 10.08.2013,
Köln-Brück
  Foto: 16.08.2013,
Troisdorf-Altenrath
 

  Gemeine Wespe (Common Wasp, Vespula vulgaris)   Gemeine Wespe (Common Wasp, Vespula vulgaris)  
  Foto: 10.08.2013,
Köln-Brück
  Foto: 10.08.2013,
Köln-Brück
 

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Gestreifte Eichengallwespe (Gall Wasp, Cynips longiventris)

Galle einer Gestreiften Eichengallwespe (Gall Wasp, Cynips longiventris)Die Gestreifte Eichengallwespe ist ein unauffälliges, kleines Insekt. Während des Winters lebende Weibchen sind zwischen 3,4 und vier Millimeter lang, die im Sommer zu beobachtenden Weibchen messen nur 2,3 bis 2,7 Millimeter. Männchen sind 1,9 bis 2,5 Millimeter groß. Der Körper dieser Tiere ist schwarz gefärbt und der Hinterleib ist seitlich abgeflacht. Typische Lebensräume der Gestreiften Eichengallwespe sind Gebiete, in denen Eichen (Quercus sp.) vorkommen. Die Weibchen legen ihre Eier in die Blätter dieser Bäume. Zeitgleich mit der Eiablage geben sie eine bestimmte Substanz in das Blatt ab, das zur Entstehung sogenannter Gallen führt. Hierbei handelt es sich um kleine Kammern mit Wänden aus Pflanzenmaterial. In diesen Gallen wachsen Weibchen heran, die im nächsten Frühjahr schlüpfen und ohne Befruchtung Eier in die Knospen der Eichen legen. In den Knospengallen wachsen Männchen und Weibchen heran, die nach dem Schlüpfen für Nachwuchs sorgen, der in Gallen in Eichenblättern entsteht. Blattgallen der Gestreiften Eichengallwespe sind anfangs grün und später rötlichbraun gefärbt. Sie haben gelbliche Streifen, die aus kleinen Höckern bestehen. Foto: 18.07.2013, Rösrath-Stümpen

Gräserblattwespe (Sawfly, Selandria serva)

Gräserblattwespe (Sawfly, Selandria serva)Im Frühling und Sommer kann man in Deutschland die Gräserblattwespenart Selandria serva beobachten. Heimisch sind diese Tiere in Gebieten, in denen sie vegetationsreiche Wiesen finden. Auch in Parks und Gärten kann man sie mit ein wenig Glück antreffen. Die Tiere sind circa acht Millimeter groß und halten sich meist auf langen Grashalmen auf. Mitunter kann man sie aber auch auf Blüten beobachten, zum Beispiel auf Doldenblütlern. Bräunlich-orange ist die Grundfärbung von Selandria serva. Auf dem Rücken weisen die Tiere einen dunklen Bereich auf und ihr Kopf ist schwarz. Ihre Flügel wirken faltig, sie sind transparent und am äußeren Rand gibt es dunkle Flecken. Recht dünn sind die Fühler, sie sind schwarz gefärbt; die Beine von Selandria serva sind hell orangebraun. Foto: 27.07.2013, Köln-Brück

Hornisse (European Hornet, Vespa crabro)

Die Hornisse gehört zur Familie der Faltenwespen (Vespidae). Arbeiterinnen weisen eine Körperlänge von 18 bis 25 Millimeter auf, Hornissen-Königinnen können bis zu 35 Millimeter lang werden. Die Drohnen (männliche Hornissen) sind mit 21 bis 28 Millimeter Körperlänge ebenfalls nicht klein. Um einen einjährigen Staat zu gründen, schwärmen die Königinnen im Frühling einzeln aus. Sie errichten aus einer papierartigen Masse, die sie aus zerkleinertem Holz herstellen, eine erste Wabe und Teile einer Schutzhülle für das neue Nest. Dann legen sie befruchtete Eier ab, aus denen sich Larven entwickeln. Während die Larven heranwachsen, füttert die Königin sie mit Insekten. Sind die Larven alt genug, verpuppen sie sich und später schlüpfen aus den Puppen Arbeiterinnen, die in dem Staat fortan sämtliche Arbeiten erledigen. Im Herbst schlüpfen weitere Königinnen und Drohnen, damit sich der Entwicklungszyklus der Hornissen fortsetzen kann. Nach der Begattung überwintern die jungen Königinnen, um im nächsten Frühling einen neuen Staat gründen zu können. Der Rest des Hornissenvolkes eines Jahres stirbt während des Winters, was meist bereits beim ersten Nachtfrost geschieht.

  Hornisse (European Hornet, Vespa crabro)   Hornisse (European Hornet, Vespa crabro) mit erbeuteter Fliege  
  Foto: 29.09.2011,
Köln-Eil
  Foto: 14.08.2013,
Troisdorf
 

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Neuroterus numismalis

Gallen von Neuroterus numismalisAn den Blättern von Eichen (Quercus sp.) finden sich in Deutschland vielerorts im Sommer und Herbst die Gallen der Gallwespenart Neuroterus numismalis. Diese Tiere fliegen in zwei Generationen. Eine davon bringt Männchen und Weibchen hervor, die andere ausschließlich Weibchen; sie wird als agame Generation bezeichnet. Erwachsene Individuen dieser Spezies sind dunkelbraun gefärbt. Ihr Hinterleib wirkt zusammengedrückt. Weibchen der Generation, die beide Geschlechter hervorbringt, sind 1,8 bis 2,4 Millimeter lang, Männchen etwas kleiner. Die Weibchen der agamen Generation messen 2,5 Millimeter. Kreisrund sind die Gallen geformt. Sie haben einen Durchmesser von bis zu drei Millimeter und sind am Rand erhöht, wohingegen sie in der Mitte flach sind. Ihre Färbung kann grünlich bis grünlichgrau sein und sie entstehen an der Unterseite der Eichenblätter, weil die Weibchen dort ihre Eier legen und dabei Substanzen in die Blätter injizieren, die die Gallenbildung auslösen. In den Gallen wachsen die Larven heran. Im Oktober fallen die Gallen ab und die Entwicklung der Wespen geht über den Winter weiter. Erst im März des Folgejahres schlüpfen sie. Foto: 16.08.2013, Köln-Grengel

Pontania proxima

Galle von Pontania proximaDie Insektenart Pontania proxima gehört zu den Blattwespen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Europa, Asien und Nordamerika. Die erwachsenen Wespen sind circa fünf Millimeter lang und sie sind nahezu am gesamten Körper schwarz gefärbt, ihre Beine sind gelb. Durchscheinend sind die Flügel, ihr vorderer Rand ist gelblich. Sie sind auf Weiden (Salix sp.) als Futterpflanzen für ihre Larven angewiesen, weshalb sie in Gegenden heimisch sind, in denen diese Bäume wachsen. Während sie die Eier auf Weidenblätter legen, geben die Weibchen ein Sekret ab, das das Blatt dazu veranlasst, an jener Stelle auf der Ober- und Unterseite eine Galle zu bilden. Diese ist anfangs grünlich gefärbt und später rot und dann dunkelbraun. In den Gallen lebt je eine Larve. Sie sind gelb gefärbt und haben einen braunen Kopf. Im Herbst verlassen die Larven ihre Gallen und überwintern in einem Kokon, den sie im Boden errichten. Die nächste Blattwespengeneration schlüpft im Folgejahr im Juni. Foto: 14.08.2013, Troisdorf

Rote Wespe (Red Wasp, Vespula rufa)

Rote Wespe (Red Wasp, Vespula rufa)Anders als ihre Schwesternarten, die Deutsche Wespe (Vespula germanica) und die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris), ist die Rote Wespe den Menschen in aller Regel nicht lästig. Sie meidet den Kontakt zu Menschen und ist insgesamt sehr friedlich. Königinnen dieser Wespenart erreichen eine Körperlänge von 16 bis 20 Millimeter, Arbeiterinnen sind zehn bis 14 Millimeter groß und die Männchen (Drohnen) sind 13 bis 16 Millimeter lang. Der Körper ist wie für Wespen typisch überwiegend schwarz und gelb gefärbt. Am Hinterleib befinden sich bei der Roten Wespe jedoch auch rote Bereiche, wodurch sie sich von anderen Arten der Gattung Vespula äußerlich unterscheidet. Die Fühler sind schwarz und die Beine gelblich. Der Nektar von Doldenblütlern bildet die Nahrung erwachsener Roter Wespen. Diese Kost ergänzen sie durch den Honigtau von Blattläusen. An Lebensmitteln der Menschen ist diese Spezies nur sehr selten anzutreffen. Während des Sommerhalbjahres können Rote Wespen in der deutschen Natur beobachtet werden, zum Beispiel auf blütenreichen Wiesen. Foto: 10.08.2013, Köln-Brück

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Sandwespe (Thread-waisted Wasp, Ammophila sp.)

Sandwespe (Thread-waisted Wasp, Ammophila sp.)In Europa leben 15 verschiedene Arten der Sandwespen-Gattung Ammophila. Davon sind einige in Deutschland heimisch. Sie lassen sich anhand von Fotos nur schwer oder gar nicht unterscheiden. Typisch für diese Tiere ist, dass ihr Hinterleib an seiner Basis sehr schmal ist und im hinteren Bereich breiter wird. Der Hinterleib besteht bei Sandwespen aus zwei Segmenten. Schwarz ist die Grundfärbung der meisten Arten, am Hinterleib befindet sich häufig ein rötlich-orange gefärbter Bereich. Feine, silbrig glänzende Härchen bedecken den Brustbereich. Sandwespen graben Gänge in lockeren, sandigen Boden, in denen sie Raupen unterbringen, die sie zuvor durch einen Stich gelähmt haben. Auf den Raupen wird je ein Ei abgelegt. Schlüpfen die Jungen, fressen sie die Raupen und schlüpfen schließlich nach einiger Zeit aus ihrer unterirdischen Brutkammer. Bei der in diesem Absatz gezeigten Art könnte es sich um die Gemeine Sandwespe (Red-banded Sand Wasp, Ammophila sabulosa) handeln. Foto: 10.09.2012, Köln-Dellbrück

Tenthredo omissa

Tenthredo omissaEin Mitglied der Familie Echten Blattwespen (Tenthredinidae) ist die Art Tenthredo omissa. Diese Tiere erreichen eine Körperlänge von acht bis zwölf Millimeter. Wie viele andere nahe verwandten Blattwespen sind Vertreter der Spezies Tenthredo omissa überwiegend schwarz und gelb gefärbt. Bei dieser Tierart ist der obere Bereich der Beine gelb gefärbt, der untere ist schwarz. Am hinteren Beinpaar kann der untere Bereich gelborange bis rötlich oder schwarz sein. Schwarz sind auch die Fühler von Tenthredo omissa. Rötlichbraun und transparent sind die Flügel. Von Juli bis September kann man diese Tiere auf feuchten Wiesen, in Auwäldern und in anderen feuchten Lebensräumen beobachten. Sie suchen häufig Doldenblütler auf, wo sie Nektar und Pollen fressen. Die Larven der Blattwespen der Gattung Tenthredo sind meist schwarz gefärbt und haben gelbliche Flecken. Sie erinnern in ihrem Aussehen an dicke Schmetterlingsraupen. Foto: 10.08.2013, Köln-Brück

Tenthredo temula

Tenthredo temulaDie Insektenart Tenthredo temula gehört zur Familie der Echten Blattwespen (Tenthredinidae). Zwischen zwölf und 13 Millimeter beträgt die Körperlänge dieser Tiere. Sie sind an ihrer typischen Färbung zu erkennen: Ihr Hinterleib ist schwarz. Das dritte Teilstück ist gelb bis grünlichgelb gefärbt, beim vierten und fünften Teilstück sind die Seiten gelb bis gelbgrün gefärbt. Auch die Spitze des Hinterleibs weist diese Farbe auf. Im oberen Bereich sind die Beine schwarz, der Rest ist gelb. Bräunlich und transparent sind die Flügel, am Außenrand befindet sich je ein dunkelbrauner bis schwarzer Bereich. Der Brustteil und der Kopf von Tenthredo temula sind ebenso wie die Fühler schwarz gefärbt. Pollen und Nektar von Doldenblütlern (Apiaceae) wie dem Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) oder von Brombeergewächsen (Rubus sp.) bilden die Nahrung von Tenthredo temula. Von Mai bis Juni dauert die Flugzeit dieser Blattwespen. Sie kommen auf Wiesen und in der Nähe von Hecken vor, weil sie dort ihre Futterpflanzen finden. Foto: 17.05.2012, Köln-Brück

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Zierliche Feldwespe (Paper Wasp, Polistes bischoffi)

Bis zu 14 Millimeter können die Königinnen der Zierlichen Feldwespe lang werden. Auf eine Körpergröße von maximal 13 Millimeter bringen es die Arbeiterinnen und die Männchen werden zwölf Zentimeter lang. Schwarz-gelb ist der Körper gezeichnet. Von anderen Feldwespenarten lassen sich Zierliche Feldwespen anhand ihrer Gesichtszeichnung unterscheiden, siehe Foto unten links. Die Fühler sind rötlichgelb gefärbt und die Beine sind gelblich. In Deutschland kommt die Zierliche Feldwespe vor allem im Süden vor, sie ist recht wärmeliebend. Von April bis in den September hinein dauert die Flugzeit dieser Spezies. Sie lebt vor allem in Feuchtgebieten, ist aber auch in trockenen Gegenden anzutreffen.

  Zierliche Feldwespe (Paper Wasp, Polistes bischoffi)   Zierliche Feldwespe (Paper Wasp, Polistes bischoffi)  
  Foto: 15.06.2013,
Troisdorf
  Foto: 15.06.2013,
Troisdorf
 

Unbestimmte Wespenarten

Einige der von mir beobachteten und fotografierten Wespenarten habe ich bisher leider nicht identifizieren können. Falls Sie bei der Bestimmung helfen können, würde ich mich über eine Benachrichtigung per E-Mail sehr freuen.

  Unbestimmte Wespenart Nr. 1  (Ophion sp.)   Unbestimmte Blattwespenart Nr. 1  (Rhogogaster sp.)  
  Unbestimmte Wespenart Nr. 1 (Ophion sp.),
Foto: 19.03.2012, Köln-Brück
  Unbestimmte Blattwespenart Nr. 1
(Rhogogaster sp.),
Foto: 27.05.2012, Köln-Brück
 

 

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Weitere Informationen:

Koordinaten von Köln: 50.93606613, 6.95893764
 

Interessante Internetseiten:

Hymenoptera.de (Hummeln, Wespen, Bienen, Hornissen)

Naturgucker.de